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Nie vertrauende Hand.

Bon Hans Franke.

Als ich am Nachmittage, als es schon auf den Abend zuging, durch das Gewühl der Menschen schritt, die um diese Stunde aus den Fabriken und Büros, den Aemtern und Werkstätten nach Hause eilen, sehr in Gedanken versunken, sah ich mit einem Male die Hand. Mein Blick fiel unmittelbar auf sie, und ich suchte nicht zu sehen, wem sie wohl ange­hören würde. Es war eine Kinderhand, ich er­kannte es sofort, die gleichsam in der Luft schwebte und sich nun dem Rocke eines Mannes näherte: sie tat dies ganz behutsam, ja beinahe feierlich, es war der Ausdruck großer Zärtlichkeit in dieser Bewe­gung, daß diese Geste das Herz unmittelbar an­rührte: sie kam ganz langsam auf den rauhen Rock, der grau war, zu, sie schwebte gleichsam und be­rührte nun dieses unscheinbare Tuch, als wolle sie es liebkosen: einmal, zweimal kam sie, streichelte den Rock und blieb dann auf ihm liegen, so wie ein Falter sich auf eine zarttz Blüte setzt ...

Dieser kurze Akt, der nur Sekunden dauerte, war von einer so unbeschreiblichen Zärtlichkeit, er schien aus Dankbarkeit und Liebe gemischt. So kurz die Bewegung war, es lag ein ganzes Leben, ein Ge­ständnis darin, wie es sich Menschen machen, die zu spröde sind, sich mehr als nur diese anzuver­trauen; es lag eine Welt von Vertrauen in diesem kleinen Gruß.

Ich hatte inzwischen den Blick erhoben und sah nun, während ich von dem Menschenstrome weiter­getragen wurde, auf. Da stand ein kleines, wohl etwa zwölfjähriges Mädchen, und vor ihr stand ein älterer grauhaariger Werkmann, er schien eben aus seiner Fabrik gekommen zu sein, er war hart und hager, hoch aufgerichtet, die Mappe unter dem Arm, die Schirmmütze über buschige Brauen. Ein Ar­beiter, wie sie um diese Stunde zu Tausenden nach Hause streben. Das kleine Mädchen war wie alle Mädchen, es war sauber und hatte wuschelige Haare; nichts an ihm war absonderlich oder märchenhaft. Der Mann senkt für eine Sekunde die Augen in den Blick des Kindes, er hatte den kleinen zarten

Gruß wohl gemerkt, aber er gab aus seinem Herzen nicht mehr zurück als diesen Blick der Güte. Er schien mir der Großvater des Mädchens zu sein.

Aber mir war diese Berührung des vertrauenden Herzens mehr. Ich dachte mir, daß dieser alte Mann im Leben des Kindes zur Stunde alles sein müsse, vielleicht, ja sicher war der Vater im Felde, fern von dem Kinde, das der Obhut des Alten anoer­traut war, e r war jetzt der Vater, war die Stütze, der Pol seines kleinen Lebens, und die zarte Geste war ein Zeichen der Liebe, daß das Kind ihn heute wieder in Empfang nehmen konnte, daß er noch da war, groß, hart, lebensstark, ein Vorbild.

Da wurde keine Worte gemacht... Das war alles. Das Leben ging weiter ...

Zeitschriften.

Die ZeitschriftNeues V o l k", Blätter des Rasfenpolittschen Amtes der NSDAP. (Verlor Ber­lin SW 68), beginnt ihr Juni-Heft mit einem Appell an die Frauen (aus der Führerrede vom 4. Mai). Von aktueller Bedeutung erscheint ein Aufsatz des Oberdienstleiters Pros. Dr. Groß über britische Ge­burtenbeschränkung. Ein BeitragGesichter der Sahara" bringt interessante Ausnahmen arabischer Volkstypen. Eins Fülle bevölkerungs- und rassen­politisch aufschlußreichen Stoffes enthält die Spalte Völkische Lebensfragen", in der das Rassenpoli­tische Amt Auskunft erteilt. Gute Bilder begleiten die AufsätzeGibt es noch Wenden?" von Dr. Hein­rich Gottron undFernaufklärer, die Augen unserer Luftwaffe".

Das neueste Heft derM odenwelt" (im Deutschen Verlag, Berlin) bringt eine große Zahl reizender sommerlicher Modelle für jede Tageszeit und jede Gelegenheit. Da gibt es weiße und ge­blümte Kleider, sommerliche Komplets, Praktisches für den Sportplatz und den Garten, Strandanzüge, Strandmäntel, Bademäntel usw. Man findet auch allerlei Elegantes für den Nachmittag. Neue Blu­sen werden gezeigt, neuartige Schürzen, dazu Klei­der und Strandanzüge für junge Mädchen und Kinder. Im Handarbeitsteil: gestrickte Badeanzüge und bunte gesttickte Gartendecken«

144 Zweiter Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gbecheffnt)

erschüttert, Antonias spätes

Man sieht: eine

ipr.ng durch die Flammen: da brach der alte, K Mche sieghafte Glaube durch. Bei diesem Feuer

Hans Thyriot.

Baron bleibt an ihrem Sterbelager nichts

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der Jasmin

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brüchige und

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Augen öffneten.

Der versponnene Knabe hot den Strauch geliebt.

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hicfe 'Schößlinge ab, deren Mark mit einem Droh:

sich: dem

übrig, als, schwer Opfer anzunehmen.

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Weiß-grünes Gtitteben

Bon Anton Schnack.

ione halbbeschattete Gärten, wo

Der Pfeifenstrauch war an den alten, krumm- und enggeführten Straßen beheimatet, wo die tta- licnischen Mausefallenhändler und die düsteren ru­mänischen Siebmacher der Jugendzeit vorbeizogen.

Wenn nach der Vorschrift der altjapanischen Blu- menvcrebrung die Päonie ober Pfingstrose von einer stolzen Jungfrau gebadet und begossen werden soll die Blüte der Winterpflaume aber von einem blassen buddhistischen Mönch, so mußte der Stern des Pfeifenstrauches von einer sinnlichen, mit glü­hendem Augenweiß blitzenden schönen Zigeunerin betreut werden.

Ich verabscheue nicht den starken süßen Duft, darin sich die slimernden Insekten mit wahrer Wollust baden. Der Dust ist schwer, und fast etwas gemein. In seiner Schwadenschwüle hat mancher dörfliche Don Juan auf den trippelnden Schritt der Mädchen gewartet, und der sommerrote, fast kupferige Mond rollte inzwischen über die Linien der abendblauen Hügel herauf.

Der Atem einer kochenden und aufreizenden Treibhausluft bricht aus dem Sterngeäst des üppi­gen Blütenschnees, der Atem südlicher, in Schwer­mut dahinbrütender Länder, der Atem warmer Grotten, wo nyrnphische Frauen die Gesänge der

Ein neuer Film mit Zarah Leander, auch dieser, wie die meisten feiner Vorgänger, im Kostüm spielend, um die Mitte des vorigen Jahrhunderts, aber das Historische, die achtundvierziger Revolution in Wien, ist nur Episode und Kulisse, nicht mehr: es handelt sich um einen Spielfilm mit einer ganz romanhaften, auf heftige Theaterwirkung und starke Effekte gerichteten Handlung. Die zwar nicht tragi­sche, aber traurige Geschichte der Sängerin Antonia Eoroelli: sie hat den pommerschen Gutsherrn Baron von Blossin geheiratet aus Liebe, aber diese Ehe erscheint von allem Anfang an unmöglich; die Eoroelli und Blossin, das sind zwei nicht nur land­schaftlich geschiedene Welten. Als Blossin Antonia mit auf sein Gut nehmen will, erneuert sie hinter seinem Rücken ihren Vertrag mit der Wiener Oper; sie ist Komödiantin aus Leidenschaft und kann sich, obwohl sie Blossin liebt, nicht vom Theater tren­nen, um ihm in seine norddeutsche Landwirtschaft zu folgen. Blossin reift allein nach Pommern, An­tonia bleibt in Wien, wo sie in den Wirbel der Revolution gerät und durch Beziehungen zu einem Abenteurer, dem Grafen Oginski, gefährlich kom­promittiert wird. Oginski wird verhaftet und ins Gefängnis geworfen; Antonia entgeht dem nur durch einen oorgetäuschten Selbstmord. Blossin auf seinem Gut hat lange vergeblich auf Antonia ge­wartet und, nach der (falschen) Nachricht von An­tonias Tode, eine junge Verwandte geheiratet. Kurz zuvor ist Antonia auf Blossin oufgetaucht und, ohne den Baron gesehen zu haben, wieder abge­reift, um dessen Glück nicht zu stören. Inzwischen ist aber Oginski aus dem Gefängnis entlassen wor­den; er hat Antonia wieder gefunden und hofft sie, die ihn abweist, doch noch für sich gewinnen zu können; fährt nach Blossin, überrascht den Baron mit der Nachricht, daß Antonia lebt, und droht, um von jenem ein Schweigegeld zu erpressen, mit einem Bigamie-Skandal von schrecklichen Aus­maßen. Blossin jagt ihn davon. Als kurz danach auch Antonia noch "einmal auf Blossin erscheint und

Verdunkelungszeit

20. Juni von 21.48 bis 4.58 rkhr.

Viele Leute meinen, die Sammlung von Altpapier und von Altmaterial überhaupt sei eine Kriegs­erscheinung. Der Rohproduktenhandel ist aber ein jahrhundertealtes Geschäft, von dem schon in man­chen Staats- und Gerichtsakten Interessantes nach- zulesen ist. Schon Friedrich der Große hatte ener­gische Maßnahmen zur Erfassung des Altmaterials ergriffen. Und es muß jedem Denkenden in die Augen springen, daß es ein Unsinn, ist, Werte ein­fach auf den Mull zu werfen oder im Ofen zu ver­brennen. Genau wie das Holz heute durch den viel besseren Feueranzünder ersetzt wird, gehört auch das Papier nicht mehr in den Ofen, um lustig züngelnde Flammen zu entfachen. Vielmehr ist das Altpapier ein wichtiger Rohstoff, der überall erfaßt werden muß.

Da das sog. Altpapier, also gebrauchtes Papier, das beschrieben ober bebrueft ist ober sonst irgend­einen Zweck erfüllt hat, in seiner Struktur nicht ver­ändert wurde,'enthält es genau die Menge Holz wie bei seinem Neuwert und kann daher wieder für neues Papier verarbeitet werben. Wer hat aber schon gewußt, daß es 29 Grundsorten Papier gibt, die wiederum in 50 Einzelsorten zerfallen? Die Hauptsorten find holzhaltiges Papier, holzfreies und buntes. Die Sortierung mit der Hand und durch technische Einrichtungen erfordert viel Mühe, so daß der Hausfrau klar wird, baß für gemischtes Papier außer glatten Zeitungen usw. nur wenig bezahlt werben feftm. Es liegt daher im Interesse der wie- derverarbeitenben Jnbustrie wie auch ber Schulen als Vorsammelstellen Zeitungen, illustrierte Zeit­schriften, Packpapierabfälle unb Briefbogenmatenal getrennt voneinander zu sammeln.

ImKollergang" wirb bas Altpapier zerkleinert, bas so'in ben Papierftofshollänber gelangt. Dort wirb bie Masse entsprechen!) der beabsichtigten Pa-

5! t) unser Herz schlägt höher, wenn wir zurück- vl i an die erhebenden Sonnwendfeiern, wenn plins bas Bild noch einmal vergegenwärtigen: Mircnnenbc Holzstoß, bie hochschlagenben Flarn- ijwi grauer Rauch unb knisternde Funken, daraus Wrtauchend die hell beleuchteten Gesichter, bie Menden Augen, und über dem Ganzen ber wun- B:re Zauber der Sommernacht. Solche Augen- (W; vergißt man nicht. Unser ganzes Denken und fceln wird beschwingt, die Begeisterung schlägt Hch Wir gedenken ber Vergangenheit, wir hoffen i tine neue herrliche Zukunft!

so werben wenn dieser Krieg zum sieg-

iSr heutigen Freitag findet die Erstaufführung in Giuseppe Verdis breiaktiger OperEin Mas- statt. Dieses Werk hat bis zur Formung

pierforte gemischt unb gemahlen und wandert in bie Papiermaschine. Nach Entzug ber Feuchtigkeit unb nach einem Glättungsverfahren erfolgt Zu- schneibung und Versand. Aus minderwertigen Alt- papieren wird dann Papps und Wellpappe her- gestellt.

Wenn in jedem deutschen Haushalt täglich eine einzige gebrauchte Papiertüte aufgehoben würde, fallen in 23 Millionen deutschen Haushaltungen 14tägig 322 Millionen Tüten an, die der Volks­wirtschaft verlorengehen, wenn die Hausfrauen gleichgültig und nachlässig find. Man muh sich im­mer vergegenwärtigen, daß eine Tonne Altpapier 3,3 Raummeter Holz erspart, das für die Neu­papiererzeugung notwendig märe, baß also ein Eisenbahnwaggon mit 20 Tonnen Altpapier be­laden 66 Raummeter Holz einspart; daß durch die 1938 gesammelte 1 Million Tonnen Aktpapier ein fünfzig Jahre alter, schlagreifer Wald eingespart werden konnte, ber sich in einer Breite von einem Kilometer von Aachen bis nach Berlin hinziehen würde.

Unb ba die Schulsammlung durch die Schüler unb Schülerinnen jetzt so gut klappt, angespornt burch ausgesetzte Prämien unb Preise, können die Hausfrauen den kleinen Sammler allwöchentlich er­warten ober mit ihm eine öftere ober seltenere Abholung vereinbaren, wie der Haushalt es not­wendig erscheinen läßt. Der Junge bringt bas Alt­papier zur Schulvorsammelftelle, von wo aus es über ben Altmaterialhandel ber Industrie zugeführt wird. Also jedes Fitzelchen aufbewahren? Nur kein fettiges unb schmutziges Papier, bas für bie Wie- derverarbeitung nicht verwertbar ist. Aber auch Knüllpapier wirb gesonbert gesammelt. Papier ist wertvoller Rohstoff!

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rS-AG.

unvergeßliche Tage.

Dornotizen.

lagesfaknber für Freitag.

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Skdtthectter: 19.30 bis 22.30 UhrEin Masken- r Gloria-Palast (Seltersweg):Der Weg 1freie". Lichtspielhaus (Bahnhofstraße):Das I irlite Dorf".

WcifführungEin Maskenball" im Ztabtlhealer.

«nun erinnert an Dalmatien, wo bie weißen g sichter der Stabte mit den weißen Stall* ici ber baumlosen Berge verschmelzen unb sich loarfen Umrissen im blauen Glas des Meeres

Nus der Siadi Gießen.

Sommer-Sonnenwende.

Heit blauen bie fernen Berge, silbern glänzt bas ßaier des Flusses im Tal. Ueber Wald und Wiese je® ein geheimnisvoller Schleier. Düfte umwehen |t15 Das stille Atmen der Bäume dringt zu uns. L Waldbach scheint eingeschlafen zu sein, nur mif* unb schläfrig plätschert er weiter. Die Blumen ltlbn starken Duft in bie Sternennacht. Kein Lärm e-Tages steigt bis auf bie Bergeshöhe. Ganz in

Herne schlägt eine Nachtigall, hell unb jauchzend

... und meine Seele spannte weit ihre Flügel aus, flog burch die stillen Lande, als flöge sie nach Haus.

Eichendorfs.

s ist ber Zauder ber deutschen Sommernächte, inb Stunden, in denen wir staunend stehen unb g, Leib unb Sorge vergessen. Eine unenbliche, te Ruhe kehrt in unfern Herzen ein ...

e oft mögen unsere Vorfahren in solchen Näch- 5eim geheimnisvollen Rauschen ber Eichen in Kälbern gestanden haben. Wie haben sie, benen ringsum Wald unb. Felb, Luft unb Wasser mit lern unb lebenbigen Wesen bevölkert waren, ischt. Sie schauten nach der Sonne aus, sie

erfährt, was Oginski angerichtet hat, vergiftet sie sie weiß keinen anbern Ausweg mehr, und

Umloch I ilf 6rurl I schlichen I i Ernähm nularabjir:

und die 1 [,Mn

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« ber d danach 6 immt ch n allyen^ [ dem Ich nträgf ( ^nbrotmer

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ismin erinnert an bie von Fröschen durch- ttrt Wallgräben fränkischer Kleinstabte, deren oner noch aus ber Schwebenzeit stammt und oisge.zackrcn Scharten und Schießlöchern durch-

Der Weg ins Freie."

Ein Ufa-Film im Gloria-palast.

Romanhandlung mit starken Effekten und heftigen Spannungen; über bie Vor­aussetzungen wie bie Lösung des Konfliktes zu biskutieren, ist müßig: man muß bas Drehbuch nehmen, wie es aus ber Hanb des Autorenterzetts Harald Braun, Jacob Geis und Rolf Han- f e n hervorgegangen ist; Hansen, ein Mitarbeiter von Professor Froelich, hat als Spielleiter bie getrennten Welten, die sich hier gegenüberstehen, kontrastreich unb überzeugend herausgearbeitet, aber auch die sensationellen Verwicklungen kraß unb unverschleiert ausspielen lassen. Zarah Leander ist die Corvelli, eine Komödiantin und pseudotra- gische Liebhaberin mit den sparsamen Gesten unb itt der Haltung einer großen Dame. Bei aller Ver­haltenheit ein Spiel von ausgesprochener Theater­wirkung, wozu die musikalische Ausstattung ber Rolle, bie stellenweise wie eine Opernpartie an­mutet, nicht unwesentlich beiträgt; der Gesangsstil der Leander ist, ob es sich um eine große Arie ober ein Chanson handelt, bereits so festgelegt, baß er Manier zu werben droht; man begreift, daß die Parodie sich seiner schon bemächtigt hat wie seinerzeit bei der Dietrich. Hans Stüwe als der Baron von Blossin: angenehm reserviert, unpathe­tisch, nobel in Sprache und Haltung. Siegfried Breuer entwickelt den Oginski aus anfänglicher gesellschaftlicher Glätte zu einem bedenkenlosen Schurken. Eva Jmmermann, Blossins zweite Frau Luise, ist eine offenbar recht talentierte Nach­wuchsschauspielerin; man müßte mehr von ihr sehen. Aus dem grasten Ensemble seien ferner Her­bert Hübner, Hedwig Wangel, Karl Gün­ther und Kammersänger Walther Ludwig (mit einer strahlend vorgetragenen Operpartie) genannt. An der Kamera stand Franz Weihmayr, dem vor allem einige gute Landschaftsaufnahmen zu verdanken find. Dazu im Beiprogramm die Wochenschau, die schon gesondert besprochen wurde.

rot chteten den Mond und bie Sterne. Sie waren viel stärkerem Maße mit ber Natur ver- jflthn als wir.

Un es kam ber Tag, an dem bie Sonne ihren Mcn Stand erreichte. Es ging nun wieder ab- xii.. In dieser Zeit, auf ber Höhe bes Jahres, Ente bas Sonnwendfeuer in allen Gauen auf. itur unb beutsche Seele gehören untrennbar chimen. Da oben auf ber Brgeshohe, beim flam- isn Holzstoß, beim Feuerspruch unb beim

Altpapier ist ein wichtiger 2Ro 6 stoff.

Hausfrauen und Schulen tragen zur Wiederverwendung des Altpapiers bei.

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Ende geführt ist roieber bie Sonnwend- als Siegeszeichen von ben Bergen in allen herniederleuchten unb uns erinnern an glor-

jey.

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Khen, sij, WW 'hi GI1.

nger MW ekien einst unsere Vorfahren Kraft unb Glauben r in langes Jahr.

fiinei endgültigen Gestalt eine reiche Vorgeschichte cnstweisen. Unter dem TitelGustav ober ber Wsmbaü" hatte es 1833 in ber PariserGroßen £per viel Beifall gefunben. Bei der Uraufführung an I?. Februar 1859 mußte der Meister mehr als iMifgmal an der Rampe erscheinen, und der Zu- fi |cu rraum bes Apollo-Theaters in Rom hallte nili von ben Rufen der begeisterten Menge:Es ilWÜerdi!" Die musikalische Leitung hat Otto Söll- r n sc Spielleitung Hans Albert Schewe, Bühnen- MUarl Löffler, Chöre: Erich Richter.___________

Lockung anstimmen.

In Goldprunk gekleidete orientalische Fürsten ließen sich die Teppiche mit abgezupften Jasmin­blüten bestreuen, wenn sie zu den dampfenden Bädern und zu den Gemächern der Frauen schr.t- «»utAuun-ii ----------f , teil, Üppigen Haremsgeschöpfen, bie schwerfällig

i ist Wild und zudringlich weht sein Dmt unb liebestrunken die feibenfeinen Wimpern großer . die bleigefaßten Fenster, wenn em rotes -......

Tisches Wetterleuchten über den Nachthimmel

ie.it, und der Regen nur mit einigen öitf2n

'N den fingerdicken Staub ^^^borfkne Ingber lähmenden Mittagshitze fang aus dem ver- Wd's gesprungene und von der Hitze g i ästelten Gezweig die Zikade. Em schattenyastes

^i-elwerk der Dachsparren fallt. ^^nes Insekt, das flirrt der nach ihm haschen-

! v. 7snmpn die den Hand entging. Da der Knabe es nicht er-

IIi innert an bie alten betulichen D ' baschen konnte, schnitt er sich vom Strauch* finger-

Ml wernben Stricknadeln unter de chtt^ hilf(?'£d,ö6linqe ab, beren Tlart mit einem 2)rai)t=

dach sitzen. Er erinnert <m' b ausgehöhlt mürbe. Noch einige andere Ferttg-

'i gsamkeit ländlicher oonntagnachmit g fcjtcn ö' u und eine Pfeife war gemacht. Sie wu1 gelbgeranberten ®iätter= tönte schrill unb quälenb unb rief die Verwünschung

Ä d°- Ä«fe Ichl°Md°n alten Manne, herooe.

15 sind Gärten darunter, bie eine

n »I; Ied)ten und Moos Überwucherte und gefärbte wr haben. Oder einen Zaun, den bie Regen- ! Mi vieler Jahre schwarz gebeizt haben. Immer |B(- wurden bie Tropfenschnüre vom Westwind |lwc^n gepeitscht; immer wieder wurde das Holz bis es stockig wurde unb morsch. Eine ober ( e nbere Latte fiel um unb bildete eine kleine ? i Durchschlupf für das Huhn, den Igel unb Jl1 kleinem Ausmaß find oft diese Garten, Wh:»angen vom blauen Kattunrock einer alten tÜferi, die mit einem Küchenmesser in ber Hand gt.'ei Beeten voll zittigem Rübenkraut steht, oder ; ben kriegerischen Blatt schneid en des Lauchs !sr Schwertlilie nieberbürft.

bw

Sreitag,20.3uni(941

Oberveterinärrat Or. Monnard.

Am morgigen Samstag, 21. Juni 1941, kann der Leiter des Kreisveterinäramtes Gießen, und Kreis- kriegerführer der NS.-Kriegerkameradschaften im Kreise Gießen, Regicrungs-Oberoeterinärrat Dr. Heinrich Monnard seinen 60. Geburtstag be­gehen.

Oberveterinärrat Dr. Monnard ist geborener Oberhesse. In Butzbach wurde er am 21. 3unM881 als Sohn eines Offiziers geboren. Nach dem Schul­besuch studierte er an der Universität Gießen Vete­rinärmedizin und promovierte auch in der hie­sigen Veterinärmedizinischen Fakultät. Vom 1. Ok­tober 1905 bis Ende September 1906 diente er als Einjährig-Freiwilliger beim Leibdragoner-Regi­ment Nr. 24 in Darmstadt. Dann war er von 1907 ab im hessischen Ministerium in Darmstadt als wissen­schaftlicher Hilfsarbeiter und zugleich als Assistent bei Professor Lorenz an der damaligen Rotlauf- Jmpfanstalt in Darmstadt tätig. Im Jahre 1913 kam er als Kreisveterinärarzt nach Offenbach a. M, später wieder nach Oberhefsen, und zwar nach Schotten sowie nach Gießen zum Kreisveterinäramt, das damals der mittlerweile verstorbene Professor Dr. Knell leitete. Bei Kriegsausbruch rückte Dr. Monnard als Oberveterinär mit dem Artillerie-Re­giment 61 ins Feld. Er fand dann in verschiedenen Dienststellungen Verwendung, zuletzt war er als Stabsöereniär Adjutant beim AOK. I. Der Krieg führte ihn über die Schlachtfelder im Westen, im Osten und in Serbien. Für feine Verdienste an der Front wurde er mit dem Eisernen Kreuz T und II. Klasse und der Hessischen Tapferkeits-Medaille ausgezeichnet, außerdem ist er Jnhaber'des Front­kämpferkreuzes 1914/18.

Im Oktober 1912 trat er dem Kriegeroerein Schot­ten und damit der KriegerkameradschaftHassia" bei. Im Februar 1919 kam er als Veterinärarzt zum hiesigen Kreisveterinäramt, wo er mit dessen Leiter Prof. Dr. Knell zusammenarbeitete. Im Juni 1920 wurde er nach Groß-Gerau versetzt und als Dete- rinärrat' mit der Leitung des dortigen Kreisveteri- näramtes betraut. In Groß-Gerau betätigte er sich in eifriger Weise auch in der Krieger-Kameradschaft, deren Kameradschaftsführer er wurde. Nach dem Tode von Professor Knell kam Dr Monnard am 1. März 1928 als Veterinärrat und Leiter des Kreis- veterinäramts Gießen wieder hierher. Später erfolgte hier feine Ernennung zum Regierungs-Obervete- rinärrat. Neben diesem Amt ist er noch als Leiter der staatlichen Hufbeschlag-Lehrschmiede im Kreise der Veterinärkliniken unserer Universität tätig, fer­ner hält er als Angehöriger des Lehrkörpers unse­rer Ludoviciana Vorlesungen und praktische Hebun­gen auf dem Gebiete der Veterinärmedizin und Veterinärpolizei.

Seit 1. November 1936 steht er als Kreiskrieger­führer an der Spitze der Kriegerkameradschaften des. NS.-Reichskriegerbundes im Kreise Gießen. Als be­geisterter alter Weltkriegssoldat hat er für die Ver­tiefung des Wehrgedankens in unserem Volke und für die soldatische Haltung der seiner Führung anvertrau­ten Kameradschaften wertvolle Arbeit geleistet und sich dadurch bleibende Verdienste erworben. Sein vor­bildliches Beispiel als Soldat und Kamerad, seine großzügige Gesinnung und sein vortrefflicher Cha­rakter wie fein unbedingter Einsatz für die volle

Es sind Forscher von Ruf, ernsfe Männer der Wissenschaft, Pio­niere des Fortschritts. Wenn sie

ein Heilmittel zur Verwendung freigeben, dann hat es erfolg­reich die schwierigsten Prüfun- Z'b'X gen überstanden. Dafür bürgt BAYER! das - Kreuz.

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