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Anzeigenteil 7 Rvt. ie mm bei 22 mm Leilenbreite, Wertteil 50 Stvf. ie mm bei 70 mm Heilenbreite

Nachlässe:

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Der Herzog von Spoleio zum König von Kroatien bestimmt

Die italienisch-kroatischen Verträge

aekat UTtb auf der viel- Kilometer langen Fest- Finanzverträge, den Eisondohn. und Seeverkehr yticyi, u. - r.;,-__gl«« mnnfn hio her berherieitraen -Ltaatsanae-

zum 1916

Zum

Oie Panzerwaffe

Von Major a. D. von Kciser.

straße vom Bahnhof Ostia an der Porta San Paolo über die Via Adolfo Hitler und Dell'Jmpero durch das Zentrum von Rom bis zur Villa Madama, in der Bte Gäste Italiens, der Podglavnik und die kroatische Abordnung, wohnen, wehten die Fahnen Italiens und Kroatiens, die Farben der Stadt Rom und auf dem Turm des Kapttols die Staatsflagge.

und die Rechtslage der beiderseitigen Staatsange­hörigen betreffende Uebereinkommen sowie Ab­kommen kultureller Art abzuschließen.

Der Vertrag hat eine Vertragsdauer von 25 Jah­ren. In dem Schlußprotokoll verpflichten sich die bei­den Regierungen, bis zur Vereinbarung neuer Ueber- einkormnen die WirkjamkeiL der zwijchen Italien

Oer Kampf um Amba Aladschi.

Rom, 18. Mai. (DRV.) Der italienische Wehr­machtbericht vom Sonntag meldete u. a.: In Ost- afrika geht um Amba Aladschi der erbitterte

geworden, während bis dahin das Hindernis, das der See bildet, durch eine Fähre überwunden wurde.

Die Gesamtlänge der transsibirischen Bahn auf asiatischem Boden beträgt 7021 km. Der Kurierzug benötigt von Moskau bis Wladiwostok nur 8 Tage. Diese nüchternen Ziffern erläutern am sinnfällig­sten die wirtschaftliche und politische Bedeutung der transsibirischen Eisenbahn.

Oberste Befehlshaber der Wehrmacht überreichte heute den Jagdfliegern Hauptmann I o p p i e n und Oberleutnant INüncheberg das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Hauptmann 3op- pien und Oberleutnant Müncheberg erhielten diese hohe Auszeichnung aus Anlaß ihres 40. Luftsieges.

In Nordafrika brachen mehrere von Artist lerie und Panzern unterstützte britische Gegenan­griffe aus Tobruk heraus im Feuer der Artillerie des deutschen Afrikakorps zusammen. Deutsch-ita- tienische Kräfte brachten bei einem Gegenstoß eine Anzahl Gefangene ein. In den letzten Kämpfen bei Sollum und Fort Lapuzzo wurden vier feindliche Panzer und weiteres Kriegsgerät er­beutet sowie eine Anzahl Gefangene gemacht.

Der Feind warf in der letzten Rächt an ver­schiedenen Orten Westdeutschlands, u. a. in Köln, Spreng- und Brandbomben. Wohnhäuser wurden zerstört und Gleisanlagen geringfügig beschädigt. Die Zivilbevölkerung halte einige Verluste an Toten und Verletzten. Nachtjäger schossen zwei der an­greifenden Flugzeuge ab.

In der Zeit vom 15. bis 17.Mai verlor der Feind zusammen 2 6 Flugzeuge. Von diesen wurden 19 in Luflkämpfen und durch Nacht- jäger, fünf durch Flakartillerie und zwei durch Einheiten der Kriegsmarine abgeschossen. Während der gleichen Zeil gingen elf eigene Flugzeuge ver­loren.

Das Eichenlaub aus Anlaß des 40. Lustsieges. Berlin, 18. Mai. (DNB.) Der Führer

Ententeheere auf einer Reihe von Schlachtfeldern erhebliche taktische Erfolge mit Hilfe ihrer Kampf­wagen errungen, nirgends aber den entscheidenden, schon damals immer von neuem erstrebten Durch­bruchssieg durch die deutsche Front mit nachfolgen­der operativer Umfassung erreicht.

In der Tankschlacht von Cambrai am 20 November 1917 warfen die Engländer zum erstenmal völlig überraschend große Massen von Wagen in geschlossenem Einsatz in günstigem Ge­lände in den Kampf, womit die wichtigsten Vorbe­dingungen für den Erfolg gegeben waren. Tatsäch­lich gelang auch ein tiefer Einbruch in die deutsche Front, nicht aber der sicher erwartete operative Durchbruch, weil der Angriff bei der Langsamkeit der damaligen Kampfwagen nicht schnell genug Ge­lände gewinnen konnte und daher der deutsche Ver­teidiger in der Lage war, die geschlagene Bresche durch rasch mit Eisenbahn und Kraftwagen heran- geführte Reserven noch rechtzeitig zu schließen. Ob­wohl aber in der Folge die Schnelligkeit, Kampf­kraft und vor allem der Fahrbereich der Kampf­wagen erheblich gesteigert wurden, blieb die feind­liche Führung auch im Sommer 1918 bei den Panzergroßangriffen b e i.So i s s o n s (Franzosen) , und Amiens (Engländer) bei ihrer bisherigen Taktik: Verteilung der Kampfwagen auf die ver­schiedenen Angriffswellen und enge Bindung an den infanteristischen Angriff, beschränkte Angriffs­ziele, operative Auswertung der errungenen An­fangserfolge nicht durch die Panzer selbst, sondern durch vorher bereitgestellte Kavallerie. Trotz stärk­ster taktischer Erfolge und Vernichtung einer grö­ßeren Anzahl deutscher Divisionen blieb dem Feinde daher auch diese beiden Male ein wirklich entscheidender Sieg versagt. Daß die Kavallerie nicht schnell und kampfkräftig genug war, um in dem Trichtergelände des Steilungskrieges den tak­tischen Einbruch zum operativen Durchbruch zu er­weitern, ist nicht weiter erstaunlich.

Als nachdem Weltkriege die Panzerwaffe, ebenso aber auch die Panzerabwehr, in geradezu stürmischer Weise vervollkommnet wurde, da ent»

und die kroatische Abordnung, in Staatskarossen und begleitet von einer Ehreneskorte der Kürassiere des Hauses Savoyen in feierlichem Aufzug in den Q u i r i n a l begeben. Nach dem Staatsakt hat sich die kroatische Abordnung in den Palazzo Ve­nezia begeben, wo sie oom Duce empfangen wurde. Nach der Unterredung des Podglavnik mit dem Duce fand zu Ehren der Abordnung im Palazzo Venezia ein Frühstück statt. Arn Nachmit­tag machte die kroatische Abordnung eine Rund­fahrt durch Rom. Abends fand im Quirinal ein oom König und Kaiser zu Ehren der Abordnung gegebenes Abendessen statt. Um 22 Uhr trat die kroatische Abordnung die Rückreise nach Agram an.

Rom, 18. Mai. (Europapreß.) Auf Grund des am Sonntag im Palazzo Venezia vom Duce und dem Podglavnik unterzeichneten Grenzvertra­ges zwischen Italien und Kroatien wird ein wei­tes Gebiet rings um die Stadt Zara, das sich bis Spalato (einschließlich) ausdehnt, und in dem auch die Städte S e b e n i c o und Trau liegen, in das italienische Staats­gebiet ausgenommen. Mit Ausnahme der Inseln Pago, Brazz'a und Lesina werden alle Inseln an der dalmatinischen Küste dem italieni­schen Staatsgebiet einverleibt, und ebenso der Be­zirk der Bocche di Cattaro bis zur Grenze Montenegros. Der Hafen von Susak neben Fiume wird mit einem gewissen Landgebiet rund herum an Italien abgetreten.

Der zweite Vertrag behandelt militärische Fragen, die d« adriatische Küstengebiet be­treffen. Die kroatische Regierung verpflichtet sich, auf dem gesamten adriatischen Gebiet gegenüber italienischen Besitzungen keine militärischen Einrichtungen zu Lande, zu Wasser und in der Luft oder Operationsbasen zu schaffen. Weiter wird Kroatien teile Kriegsmarine unter-

Berlin, 18.Mai. (DNB.) Deutsche Stuka - kampfflugzeuge unternahmen in den Nach­mittagsstunden des 17. Mai einen besonders wirk­samen Angriff gegen Schiffsziele in der Suda-Bucht der Insel Kreta. Zwei Bom­ben schweren Kalibers trafen einen Tanker von 13 000 BRT., der sofort in Flammen stand. Weitere schwere Bomben explodierten auf einem zweiten Tankschiff. Außerdem wurde ein Frach - ler in Brand geworfen.

Oer Wehrmachtbericht.

Der Feind verlor vom 15.17. Mai 26 Flugzeuge.

Berlin, 18. Mai. (DNB.) Das OKw. gibt bekannt:

Kampfflugzeuge vernichteten im Kanal zwei Schiffe mit zusammen 5500 BRT. und beschädigten im Laufe der Nacht vier weitere Frachter. Daneben richteten sich Luftangriffe ge­gen mehrere Häfen in Süd- und Südost­england. In Luftkämpfen über Südengland wurden drei britische Iäger abgeschossen.

Im Weltkriege waren im Gegensatz heutigen Kriege Frankreich und England, das die ersten Panzer in den Kampf warf, bis Kriegsende an Zahl der Kampfwagen dem deutschen Heere so. stark überlegen, daß wenn überhaupt durchschlagende Kampfwagenerfolge nur auf ihrer Seite denkbar waren. Tatsächlich haben auch die

50 Jahre transsibirische Eisenbahn

Zur Erinnerung an den ersten Spatenstich am 19. Mai 1891.

Von Dr. E. Waltam.

Widerstand der noch überlebenden Verteidiger, die unter dem persönlichen Befehl des Herzogs von Aosta heldenhaft kämpfen, unter Umständen, die wegen des Materialmangels, der erlittenen Verluste und der Unmöglichkeit, die Verwundeten zu eva­kuieren und zu pflegen, von Stunde zu Stunde schwerer werden, weiter. In der Gegend von Galla und Sidamo wurde ein feindlicher An­griff zurückgeschlagen. In den übrigen Abschnitten ist die'Lage unverändert.

Mit Fahnen der beiden Staaten _unb reichem Blumenflor war auch der Bahnhof Ostia ge­schmückt, auf dem pünktlich 9.30 Uhr der Sonder- 3itg des Podglavnik angelangt war.

Der Podglavnik und die Abordnung waren vom Außenminister Grasen Ciano, den Vertretern aller zivilen und Militärbehörden sowie der Faschistischen Partei begrüßt worden. Dom Grafen Ciano war der Podglavnik im Kraftwagen in die Villa Ma­dama geleitet worden. In langer Kette schloß sich Kraftwagen an Kraftwagen, in denen die Mitglie­der der Abordnung und Volksvertretungen aus allen Provinzen Kroatiens in buntfarbigen Volks­trachten zu fehen waren. Nach kurzem Aufenthalt in der Villa Madama hatten sich der Podglavnik

Schon am frühen Morgen des Sonntags hatten die öffentlichen Gebäude Roms Flaggewfchmuck^an-

Gar mancher erste Spatenstich hat einen neuen Zeitabschnitt eingeleitet. Aber doch nur selten einen i von so weittragender Bedeutung wie der, den der Großfürst-Thronfolger und nachmalige Zar N i - kolaus II. vor fünfzig Jahren am 19. Mai 1891 (31. Mai alten Stils) i n W l a d i w o st o k an der ostasiatischen Küste vollzog. Dieser erste Spatenstich für eine neue Eisenbahn bedeutete den ersten Schritt, die unübersehbare Weite des russischen Riesenreiches durch ein leistungsfähiges Verkehrs­mittel zu einer wirklichen Einheit werden zu lassen.

Nur 50 Jahre sind es her, daß dieser Schritt ge­tan wurde. Wir können uns die Verhältnisse vorher kaum noch vorstellen. Zwar wissen mir, daß die Russen bereits in der Mitte des 17. Jahrhunderts bis an die Küsten des Stillen Ozeans gelangten und hier festen Fuß faßten. Aber der Handelsver­kehr dahin war nicht sonderlich rege. Wie sollte er auch! Die Hauptverkehrsader stellte der sogenannte große Sibirische Trakt dar, d. h. der Weg, der Petersburg und Moskau über die größeren sibirischen Städte Omsk, Tomsk und Irkutsk mit Kiachta und Peking verband. Im Winter und Früh­jahr, wo man ihn durch die gefrorenen Sümpfe und das Eis der Flüsse bedeutend abkürzen konnte, brauchte der in Schlitten Tag und Nacht fah­rende Kurier von Irkutsk nach Petersburg durch­schnittlich 18 Tage, im Sommer jedoch viel mehr. Das gewöhnliche Reisen und der Warenttansport nahmen eine weit längere Zeit in Anspruch. Last- suhren z. B. benötigten auf der fast 1700 km langen Strecke zwischen Tomsk und Irkutsk allein 4050 Tage.. Infolgedessen belief sich selbst zuletzt noch der Warenverkehr auf dem Trakt im Durchschnitt auf jährlich nur 66 000 Tonnen. Er nahm dafür etwa 17 000 Personen und 80000 Pferde in An­spruch. Der hervorragendste Handelsartikel war chinesischer Karawanentee, der aber in Westeuropa nach seinem Einfuhrwege kurzrussi­scher Tee" genannt wurde im Gegensatz zu dem chinesischen und indischen Tee, der auf dem Seewege dorthin gelangte.

Die transsibirische Eisenbahn sollte nicht nur die Verkehrsverhältnisse, sondern auch die politi - schen Zusammenhänge in und um Sibirien vollständig umgestalten. Schon seit 1857 beschäftigte man sich in Rußland mit dem Bahnbau. Aber erst in den letzten Regierungsjahren des Zaren Alex­ander I I I. war die Angelegenheit dank dessen persönlichen Bemühungen soweit gediehen, daß ein Ukas vom 17. (29.) Marz 1891 den Baubeginn an ordnen konnte. Den feierlichen Auftakt bildete der erste Spatenstich durch den Thronfolger im äußer­sten Osten. Ansonsten wurde außerdem noch in demselben Jahre an verschiedenen Stellen mit b°m Bahnbau begonnen. Er wurde ausschließlich mit einheimischen Mitteln, sowie mit russischen Arbeits­kräften und Materialien durchgeführt und bis zum Jahre 1903 vollendet. Damit erweist er sich als eine der bedeutsamsten nationalen Leiswngen des Rusientums.

Man gliedert die Bahn in vier große Gruppen. Als ihren Anfangspunkt in Europa bezeichnet inan die Stadt Tscheljabinsk im Uralgebiet, wenn sie auch heute nicht mehr von dem wichtigsten und schnellsten Kurierzugpaar berührt wird. Mit Rück­sicht auf Petersburg, vor allem aber beeinflußt durch das nördlich von Tscheljabinsk bei Swerd­lowsk (Jekaterinenburg) in den letzten Jahrzehn­ten entstandene gewaltige Industriegebiet, wird der Umweg über Danilow-W jakta ge­macht und erst bei Omsk die alte Verbindung von Moskau über Samara und Tscheljabinsk wiederge­wonnen. Die 795 km lange Strecke von Tschesta- binsk bis Omsk wurde bereits im August 1894 er­öffnet. Am 1. Januar 1896 folgte die 625 km lange Fortsetzung bis zum Ob-Fluh, an dessen Uebergang sich später die Stadt Nowo-Sibirsk ent­wickelte, die in den letzten Jahrzehnten zum Sam­melpunkt eines Bahnnetzes wurde, das den jüng­sten, aber nicht minder bedeutenden Jndustriebe- zirk bei Barnaul und Kusnezk (jetzt S t a l i n f f) Mich davon erschließt. Damit ist die Gruppe der westsibirischen Bahnen abgeschlossen.

Ihre östliche Fortsetzung wird mit einer Lange von 1830 km als m i t t e l s i b i r i s ch e Bahn bezeichnet. Sie verläßt das Tiefland des Ob und windet sich nach Ueberfchreitung des Jenissei b e i Krasnojarsk in das Sajanische Gebirge hin­ein, bis sie bei Irkutsk endet. Diese 160000 Ein­wohner zählende Stadt ist mit ihrer Universität die bedeutendste russische Kolonial- und Kulturstadt in ganz Sibirien. Vier Fünftel ihrer Bewohner sind Russen. In ihrer Umgegend haben die mannig­faltigen Bodenschätze und der Waldreichtum zur Gründung zahlreicher Industrien geführt. Die mittelsibirische Eisenbahn konnte bereits am 1. Ja­nuar 1899 dem Verkehr übergeben werden.

Das schwierigste Baustück bildete die 1803 km lange ostsibirische Bahn um den Baikalsee südlich herum durch das Jablonoigebirge nach Tschita. Oestlich dieses annähernd 100 000 Ein­wohner zählenden alten Karawanenplatzes gabelt sie sich. Auf russischem Boden geht nach e-uben der verkehrswichtigste Strang bis zur Grenzstadt Mandschurin und von hier weiter als ehedem vstchinesische, seit 1935 den Japanern für den neuen Saat Mandschukuo übereignete Bahn n a ch <5harbin-Wladiwostok oder Charbin- Darren, dem früheren russischen Hafen Port Arthur, der nach dem Kriege von 1904/05 an Ja- Pan fiel und neuerdings sich zum wichtigsten Haikn Des Staates Mandschukuo entwickett hat. D.ese Bahnen wurden von Port Arthur und Wladiwostok -aus ab 1891 gebaut. Sie erreichten um 1900 den Anschluß an die ostsibirische Bahn. Gleichartig be- gann von Wladiwostok nordwärts am Usst'n ent­lang eine Bahn nach Chabarowsk am Amur. Sie wurde später zu desien Oberlauf fortgesetzt, Ibis sie 1916 Tschita erreichte. Gleichzeitig war irv Mischen die Gürtelbahn um den Daikaljes fertig

Oer Festakt im Quirinal.

Rom, 18; Mai. (Europapreß.) In Rom fand am Sonntagoormittag im Quirinal die feierliche Proklamation des neuen Königs von .Kroatien statt. Ilm 11.15 Uhr betrat der König und Kaiser den Thronsaal. Aus seinem Gefolge nahmen der Kron­prinz, der Graf von Turin und der Herzog von Pistoria unter dem Thronbaldachin zur Rechten des Königs und Kaisers Platz, während der Herzog von Spoleto, der Herzog von Genua und der Her­zog von Ancona zur Linken Aufstellung nahmen. Dann folgten der Duce und Graf Ciano die an der rechten Seite des Thrones ihren Platz nahmen.

Um 11.30 Uhr betrat unter Vorantritt eines Zere­monienmeisters die von Ante P a v e l i t s ch ge- ftihrte kroatische Abordnung den Thron­saal. Der Poglavnik richtete an den König und Kaiser eine Ansprache, in der er den Wunsch des kroatischen Volkes zum Ausdruck brachte, die Krone Kroatiens für das Haus Savoyen anzunehmen und den neuen König namhaft zu machen. Daraufhin trat der Hei^zog von Spo­leto, der oom König und Kaiser zum König von Kroatien bestimmt worden ist, vor und verneigte sich tief vor dem König und Kaiser und dem Pog­lavnik. Dann stellte der Poglavnik die Mitglieder der kroatischen Abordnung vor. Anschließend hatte der neue König von Kroatien eine kurze Aussprache mit dem Poglavnik. Nach einer kurzen Unterhaltung des Königs und Kaisers mit dem Duce verließ der Monarch dann mit den Prinzen des Hauses Savoyen, dem Duce und dem Grafen Ciano den Thronsaal, wobei der Herzog von Spoleto den Vor­tritt vor dem italienischen Kronprinzen hatte.

Dem historischen Akt im Quirinal wohnten auch die diplomatischen Vertreter der dem Dreimächte- Pakt beigetretemm Staaten, die Träger des Annun­ziata-Ordens, die Regierungsmitglieder, hohe Be­amte und Offiziere sowie zahlreiche in- und aus­ländische Pressevertreter bei. Die kroatische Abord­nung unter Führung Ante Pavelitsch umfaßt: den Vizemarschall des Heeres, Leikxa Vladimir, den Vizepräsidenten der Regierung, Kulemovitsch, den Justizminister, den Untenrichtsminister, den Minister der Korporationen, den Unterstaatssekretär des Aeußern, das Mitglied des Großen Rates, V r a n e s i t s , die geistlichen Behörden mit dem Bischof von Agram, S a b i s Sevis, dem Gene- ralkaplan der Ustaschi-Miliz und den Großmuftt von Agram Ismet. Der Kommission gehörten ferner vier Mitglieder der Partes sowie Vertreter der Bauerngruppen der verschiedenen Provinzen, die die kroattsche Nationaltracht trugen, an.

OerfeierttcheEmpfanginNom

und dem ehemaligen Königreich Jugoslawien noch in Kraft befindlichen Verträge zu achten. Zwischen dem Duce und dem Podglavnik hat noch ein Noten­austausch stattgefunden. Den Gemeinden von Spa­lato und der Insel K ü r z o l a wird eine gewisse Selbständigkeit in der Verwaltung zugesichert. Es werden Sicherheiten geschaffen für die im kroati­schen Staatsgebiet verbleibenden italienischen Volks­gruppen, so hinsichtlich des Sprachgebrauchs, des Schulwesens, der Wohltätigkeits- und der Hilfsein­richtungen

Oie Vorgeschichte.

Rom, 18. Mai. (Europapreß.) lieber die Vor­geschichte des neuen Königreiches Kroatien berichtet Popolo di Roma", der Podglavnik habe sich am 25. April zu einer Begegnung mit dem italienischen Außenminister Graf Ciano nach Laibach begeben. Hier habe der Podglavnik den Wunsch des kroatischen Volkes ausgesprochen, das alte Königreich Kroatien wieder erstehen zu lassen und die Krone dem Hause Savoyen anzudieten,denn Kroatien fühlt sich als Tochter Roms, mit dem es sein Schicksal teilen will." Bei dieser Zu­sammenkunft seien auch die Grundlagen für die Grenzziehung mit Italien entworfen worden. Italien habe nur das für sich gefordert, worauf es legitimen Anspruch habe erheben können, und was zu seinem unantastbaren Erbgut gehöre. Der west­liche Teil der Balkanhalbinsel, das Königreich Kroatien, so schreibtGiomale d'Jtalia", werde wieder zum Adriatischen Meer gravieren, wo gleichzeitig Italien in Uebereinftimmung mit der alten Tradition wieder voll die Ausübung seiner natürlichen Funktion, das Erbe des arttiken kaiser­lichen Roms und der Republik Venedig, übcr- - nehme.

Agenzia Stefani sagt, im Gegensatz zu den Frie­densmachern von Versallles bemühen sich die Achsenmächte, dauerhafte Bauten mit größtmög­licher Gerechtigkeit zu errichten. Die heute gefundene Lösung trage'den Gefühlen, politischen Interessen, strategischen Notwendigkeiten und wirtschaftlichen Bedürfnissen gleicherweise Rechnung. Der Fall Kroatien beweise, daß es für Europa möglich sei, selbst die verwickeltsten Probleme zu lösen, meint i sich keine europafremde Macht eimnijche.

halten.

Der dritte Vertrag wird alsGarantie- und Zu­sammenarbeitsvertrag" bezeichnet. In ihm erklärt sich Italien zum Garanten der Unabhängigkeit und der Unverletzbarkeit des Staatsgebietes des kroati­schen Königreichs, wie es nach der Festlegung der Grenzen mit den verschiedenen angrenzenden Nach­barstaaten sich ergeben wird. Die kroatische Re­gierung verpflichtet sich, keine internationalen Ver­pflichtungen einzugeyen, die nicht in Uebereinstim- mung stehen mit diesen Garantien und mit dem Geist der mit Italien abgeschlossenen Verträge. Die kroatische Regierung wird sich bei der Aufstellung des kroatischen Heeres der Mitarbeit der italieni­schen Wehrmacht bedienen. Die beiden Regierungen verpflichten sich, so rasch wie möglich Handels- und