Welche außerordentlichen Anforderungen im Angriff puf diese Festung Serbien an Führung und Truppe pellt. Sie haben es auch damals geschafft, aber die Armeen Oesterreich-Ungarns baden erst viel bittere (Erfahrungen sammeln und manch barte Rückschläge htnneymen müssen, bis den vereinten
bittere Erfahrungen sammel' Rückschläge hinnehmen müsse, , Anstrengungen der drei Mittelmächte der Einbruch In die Festung gelang und in schweren erbitterten Kämpfen Bastion aus Bastion medergerrmgen
Wurde.
Wir wissen nicht, ob die Erinnerung an diese tzähe, aber am Ende doch vergebliche Verteidigung Serbiens im Weltkrieg, aus der sich damals nur Trümmer des serbischen Her-res, saft verhungert Und erfroren, zu den Alliierten auf griechischem Boden retten konnten, die Verschwörer.Regierung In Belgrad zu einer beispiellos frechen Herausfor- lderung Deutschlands ermuntert hat, wie es der Bruch des soeoen feierlich unterzeichneten Beitritts Jugoslawiens zum Dreiervakt war, oder ob man in Belgraid irgendwelche Unterlagen hatte für die Annahme, diesmal von den großen Alliierten nicht Wieder im Stich gelassen zu werden wie 1915/16. Nichts sprach jedenfalls nadi den Erfahrungen des vergangenen Jahres dafür, daß die Engländer noch geitig genug und mit ausreichenden Kräften auf dem Kriegsschauplatz erscheinen würden, um chren neuen serbischen Verbündeten vor dem Zusammenbruch zu retten. Aber der serbische Generalstab setzte anscheinend seine ganze Hoffnung auf die Unzu- aänglichkeit des Landes für motorisierte Truppen und war wohl der Meinung, vor den steilen Gebirgsketten mit ihren engen, kurvenreichen Paß- praßen müßten die modernen Waffen des Blitzkrieges kapitulieren. Wer als Soldat des Weltkrie« Yes den ferbischen Feldzug 1915/16 mitgemacht hat, wird gerne zugeben, daß die Schwierigkeiten, die -as Gelände des ferbifdjen Kriegsschauplatzes für £cn Anmarsch und die Entfaltung der Truppe bietet, nicht leicht zu überschätzen sind. Die '.Regiments- tzeschichlen der am serbischen Feldzug des Weltkrieges beteiligten Formationen wissen anschaulich ftu erzählen von den trostlosen Wegeverhältnissen lowohl wie von den Tücken des Klimas, das auf dem Balkan schon im Frühjahr von dem diesen Verhältnissen ungewohnten deutschen Soldaten das Letzte an Willenskraft und zäher Ausdauer ver- jlangten. Da lesen wir z. B. in einem solchen Bericht: „Die Landschaft wurde immer trostloser, ie weiter wir südwärts fuhren. Selten sah man etn Dors, eine Steinwüste nur im wahrsten Sinne des Portes bot sich dem Auge. Wir passierten unwirt- pche Gegenden, nacktes Gestein und heißen Sand, pber weder Baum noch frisches Grün zeigten sich. Die ironische Sonne tat ein übriges, Die Qualen Hes balkanischen Höllenkessels zu vervollkommnen." Und in einer Schilderung der Kämpfe im Cerna- feogen heißt es: „Hier in Mazedonien brauchten Sinzelne Bataillone und Batterien allein annähernd leine Woche, um von Barbar über das hohe Gebirge in die Ebene von Monastir zu gelangen. Raum und Zeit spielen in einer solchen Gebt ras« aegend eine ganz andere Nolle als im Flachlands. Bei der Unwegsamkeit des Geländes, der Notwen- pigteit, steile Hänge zu erklettern, Schluchten zu pmgehen, Wasserläufe ohne Brücken zu überschrei- ten, dauerte es oft viele Stunden, bevor eine Kar- frenentfernung von wenigen Kilometern durchschrit- ten ist. Jede Bewegung stellt an die körperliche Leistungsfähigkeit von Mann und Pferd die Höch- flen Anforderungen." In diesen gewiß nicht übertriebenen Schilderungen kampferprobter und stra- vazengewohnter deutscher Weltkriegssoldaten finden wir den zuverlässigsten Maßstab für die ungeheuren, über jedes Lob erhabenen Marschleistungen der deutschen Infanterie, die großartige Fahrkunst unserer motorisierten Truppen, ihrer aller Schneid lind Zähigkeit im Kampf mit den Unbilden von Natur und Witterung. Aus manchen PK.-Berichten wissen wir vom Schlamm der durch endlose Regengüsse aufgeweichten Wege, von den nackten Felswänden tief eingeschnittener Schluchten, deren Pfade jetzt im Frühjahr ost reißenden Gebirge- väck)en gleichen, während die Sonne des Südens tauf die noch schneebedeckten Gipfel der Gebirgs- tämme ringsum hernieder brennt. Hier hat der deutsche Soldat den gleichen unwiderstehlichen Angriffsgeist bewiesen, sich ebenso als Meister in der Handhabung der besten Waffen der Welt gezeigt wie in Polen, Norwegen und Flandern. Damit hatte der serbische Generalstab nicht gerechnet, es sollte einer der folgenschwersten Fehler seiner auch sonst an Irrtümern reichen Spekulation werden.
In Belgrad hatte man den Hauptstoß der deut- Ifrijen Armeen von Norden her erwartet, man hatte gehofft, ihn an Drau und Donau so lange aufzu« halten, gegebenenfalls unter Räumung des oben geschilderten Vorgeländes der eigentlichen Festung Serbien, b'is der eigene Operationsplan die ersten Früchte tragen würde. Dieser lief anscheinend dar- -auf hinaus, durch eine Offensive gegen Albanien die tt alle irische Front hier durch einen Stoß in den Rucken und von der Flanke her aufzurollen, während man gleichzeitig die Verbindung mit den Griechen suchen und gegen Bulgarien eine gemein« sarne Front berftcllen wollte, in der man die Hilfe der Engländer zu erwarten gedachte. Es ist kein Zweifel, daß dieser Plan durchaus den Absichten Edens ünd Wavetts entsprach, die wie einst im Weltkrieg auch diesmal wieder in Saloniki den entscheidenden Ansatzpunkt für ihre KriegvausWeitung sahen, von dem aus sie den Stoß nach Norden gegen das Reich zu führen gedachten. Aber es kam alles ganz anders und noch dazu so schnell, daß es [d)on größter Wendigkeit und überlegener Feldherm- kunst bedurft hätte, um der drohenden Katastrophe in letzter Minute zu entgehen. Der überlegene Feldherr stand jedoch wiederum im deutschen Lager. Er führte den Hauptstoß Dort, wo die Entsck>eidung fallen mußte, im Vardar-Abschnitt an der Nahtstelle zwischen Serben und Griechen. Sie mußte auoeinandergertssen werden^ t*e Serben von chren
dessen Glacis sich nach Norden breite Moräste zwischen Save und Donau hinziehen, die den Zugang von hier äußerst erschweren. Wie eine weit vorgeschobene Bastion wehren die Karawanken den Sturm von Nordwesten. Die nordalbanischen Alpen, die berühmten Schwarzen Berge Montenegros und das bosnische Bergland sind nach einem Einbruch in den äußeren Festungswall rückwärtige Auf- kiahmestellungen von immer noch bedeutender natürlicher Widerstandskraft. Nur wenige Fluhtäler bieten in dem ungemein faltenreichen Gebirge Alt- Serbiens Verkehrswege für modern ausgerüstete Truppenkörper, so das Tal der von Süden nach Norden zur Donau hinftteßenden Morava und in ientgeaengesetzter Richtung das Tal des Vardar, Iber sich in den Golf von Saloniki ergießt. Ihm parallel, noch diesseits der bulgarischen Grenze fließt die Struma zum Aegäischen Meer. Von Osten her öffnet das Toi der Nisowa den Weg nach Risch. Zwischen ihnen erheben sich Gebirgszüge von wehr als 2000 Meter Höhe mit nur wenigen leicht Mi verteidigenden Pässen. Im Wettkrieg haben es bie Armeen der verbündeten Mittelmächte erfahren,
Berdündeten getrennt, rinyekreist und vernichtet werden, bevor englische Ailfe in erheblichem Um- ang wirksam werden durfte. So kühn der Plan in einer Anlage, so energisch und zielbewußt wurde eine Ausführung. Schnelle Trupven und Infanteriedivisionen des General st Idrnarschalls List stießen aus dem Strumatal nach Süden vor, bezwangen den stark verteidigten Rupelpaß und durchbrachen in erbitterten Kämpfen mit einem sich tapfer Aur Wehr setzenden Gegner die Metaxas- Linie. Gleichzeitig drangen weitere deutsche Verbände aus oem Raum von Küstendil nach Westen vor auf U e s t ü b und Veles (das aus den Bal- kankrieaen bekannte Köprülü) vor bis an die alba- Nische Grenze, wo sie am Ochrtda-See Verbindung mit den Italienern aufnahmen. Die ferbi'sche Süd- armee wurde von Norden ab geriegelt, am mittleren Vardar ein gekreist und vernichtet, während deutsche Panzertruppen am Doyran-See Serben und Griechen trennten und den Vardar abwärts bis Saloniki vorpretttcn und andere Verbände weiter östlich aus dem Rhodope-Gebirge in die thrazifche Ebene hinabstiegen und bei Tanthl das Aegäiscye Meer erreichten. Damit war die Lag« der in Ostmazedonien kämpfenden griechischen Armee, deren linier Flügel keine Anlehnung mehr an die Serben fand, unhaltbar geworden. Sie mußte kavitutteren. Zwischen Serben und Griechen hatte sich ein starker deutscher Riegel geschoben, der die Serben hinderte, wie im Weltkrieg nach Süden ouszuweichen, und die Engländer zwang, den serbischen Verbündeten seinem Schicksal zu überlassen.
Dieses erfüllte sich nun in einem sich überstürzenden Tempo. Die Gruppe des Generalobersten von K l e i st drang aus dem Gebiet der Nisowa aus den Morawa-Abschmtt vor, nahm am 9. April mit Ni s ch den wichtigster! Verkehrsknotenpunkt der großen Nord-Süd-Linie, warf die Serben nach Nordwesten zurück und erreichte in gewaltigen Märschen bereits am 13. April die Hauptstadt Belgrad, in die fast gleichzeitig andere Verbände von Westen und Norden her eingedrungen waren. Inzwischen hatte auch die weit vorgeschobene Nord-West-Bastion der Festung Serbien ihr Schicksal ereilt. Aus den Karawanken und weiter östlich über bie Drau stieß die Gruppe des Generalobersten
Freiherrn von Weichs über Marburg auf Agram vor, das deutsche Panzertruppen am Abend des 10. Avril erreichten und damit den Weg frei machten für die Unabhängigkeit Kroatiens vor der serbischen Tyrannis, während die Italiener aus den Jütischen Alpen heraustraten, Laibach besetzten und bei K a r st a d t die Verbindung mit deutschen Truppen aufnahmen. Am 12. April begannen die Ungarn ihren Vormarsch in die Batschka, das Dreieck zwischen Drau unt) Theiß, und erreichten im Vorgehen nach Süden weiter ostwärts am 15. April die Drau. Die Trümmer des serbischen Heeres sahen sich von allen Seiten immer mehr in das bosnische Berg land zur ückaed rängt, nirgends gelang es ihnen mehr, Fuß zu fassen oder gar eine zusammenhängende Widerstandslinie zu bilden. Da italienische Verbände von Zara aus die wichtigsten dalmatinischen Küstenplätze besetzten, sanden sich die Reste der Serben im Raum Mostar- Sarajevo hoffnungslos eingekreist. Hier tapituf-ierte am 16. April die zweite serbische Armee, und am folgenden Tage muhte die gesamte jugoslawische Wehrmacht die Waffen strecken. Damit ist das erste Ziel des deutschen Operattonsplans, die Trennung Serbiens von feinen Verbündeten und die völlige Vernichtung feiner Wehrmacht, in unvorstellbar kurzer Zeit erreicht. Die Belgrader Verschwörer haben auf militärischem Gebiet ebenso versagt wie auf politischem. Ihr chauvinistischer Größenwahn, der sie blind gemacht hatte für alle Gebote politischer Vernunft, hatte sie auch an jeder nüchlierncn Einschätzung des militärischen Krästespiels gehindert. Die Folgen dieser Verblendung einer Gruppe machthungriger Offiziere für das serbische Volk sind furchtbar. Mit dem Zusammenbruch der Armee ging Die Auflösung des jugoslawischen Vielvölkerstaates Hand in Hand. Aus seinen Trümmern -wird sich eine neue Ordnung bilden, die Volker und Länder in dem weiten Raum zwischen Aegäis, 2Ibria und Donau nach ihren Lebensgesetzen gestaltet und ein- gliedert in das neue Europa, für dessen Befreiung von britischer Tyrannei die deutsche Wehrmacht auch hier im Südosten gefochten hat und weiter kämpfen wird, bis der letzte Engländer vom Kontinent hinausgefegt ist. Dr. Fr. W. Lange.
Das Ende des Feldzuges in Serbien.
Berlin, 18. April. (DJIB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, hat am 17.April, abends, die gesamte serbische Wehrmacht, soweit sie nach nicht entwaffnet war, kapituliert. Die Kämpfe in Jugoslawien finden damit am 18. April, 12 Ahr, ihren Abschluß. Gefangenen- und Beutezahlen sind noch nicht annähernd zu ermitteln. Die Besetzung der letzten Teile des serbischen Gebietes durch deutsch-ita- Uenische Truppen steht vor der Vollendung. An der dalmatinischen Küste beseiten italienische Truppen H a g u f a (Dubrovniks und Mostar sowie im Vorgehen von Süden L e t i n j e.
3n Nordgriechenland entwickelten sich die Kämpfe trotz schwierigster Gelände- und Wltterungs- verhältnisse sowie zahlreicher Straßenzerstorungen weiterhin erfolgreich. Es wurden über 1 7 0 0 0 Gefangene gemacht und zahlreiche Geschütze, darunter 25 schwere, erbeutet. Zwölf englische Panzerspähwagen konnten vernichtet werden.
Bei einem Vorstoß gegen die britische Südostküste versenkten Schnellboote, wie bereits bekannt- gegeben, aus einem Geleitzug vier bewaffnete feindliche Handelsschiffe mit insgesamt 13 000 BEI. und beschädigten ein weiteres Schiff schwer.
Die Luftwaffe führte in der letzten Nacht mit starken Kampffliegerverbänden abermals einen harten Schlag gegen den Kriegshafen Portsmouth. Durch Abwurf vieler Tonnen von Spreng- und Brandbomben bei guter Sicht entstanden schwere Schäden im Hasengebiet und in den Dockanlagen. Volltresfer riefen Großfeuer und zahlreiche kleine Brände in der Staatswersl und in anderen kriegswichtigen Zielen der Stadt hervor.
Flugzeuge der bewaffneten Aufklärung belegten am Tage im Tiefangriff eine Fabrikanlage an der schottischen Ostküste wirksam mit Bomben schweren Kalibers und versenkten in der Themsemündung einen Frachter von 2000 BEI.
Jagdflieger schossen an der Kanalküste ein britisches Kampfflugzeug vom Muster Bristol-Beaufort ab. Flakartillerie vernichtete zwei Jagdflugzeuge vom
Muster Spitfire.
In Nordafrika wiesen die deutschen und lta- tienischen Truppen mehrere feindliche Angriffe auf S o l l u m und Aussallsversuche aus dem eingeschlossenen Tobruk ab.
Deutsche Kampfflugzeuge bombardierten in den Abendstunden den Hafen La Valetta auf der Insel Malta.
Der Feind warf in der letzten Tladfl an verschiedenen Orten Nord-, West- und Mitteldeutschlands wahllos Spreng- und Brandbomben. Trotz der Warnung, die die deutsche Luftwaffe in der vergangenen Nacht durch den gewaltigen Vergeltungsangrisf auf London gegeben hatte, drangen stärkere Kräfte wieder bis an die äußere Flaksperre Berlins vor. Ls gelang jedoch nur einzelnen Flugzeugen, den Feuer- gürlel bis zum Stadtinnern zu durchstoßen, hier wurden sie durch starkes Abwehrfeuer am gezielten Bombenabwurf gehinderL Vier öffentliche Gcbäude, darunter erneut die Staatsbibliothek, sowie etwa zehn Wohnhäuser erlitten Schäden. Die Anzahl der Verletzten ist gering. Auch im übrigen Reichsgebiet find die Schäden unerheblich. Bei diesen Angriffen wurden sechs feindliche Flugzeuge vernichtet, davon vier durch Flakartillerie, eins durch Nachtjäger und eins durch Marineartillerie.
In der Zeit vom 16. April bis zum Morgen des 18. April wurden 24 Flugzeuge der britischen Lustwaffe abgeschossen und eine größere Zahl weiterer Flugzeuge am Boden zerstört. Allein in Tagluftkämpfen am 16. April über dem Kanalgebiel schossen deutsche Jäger neun britische Jagdflugzeuge ab. Während der gleichen Zeit wurden zehn eigene Flugzeuge vermißt.
Oberstleutnant Mölders errang am 16.April seinen 64. und 65., Oberstleutnant Galland am 15. April seinen 59. und 60. Lustsieg.
Bei dem Schnellbootvorstoß gegen die britische Südostküste zeichneten sich Oberleutnant zur See Feld! als Chef einer Schnellbootsfloltille und Oberleutnant zur See M e e n tz e n als Schnellboot- kommandant besonders aus.
DergnechischeMmiflerpräsident plötzlich gestorben
Bukarest, lS. April. (DJIB. Iunkspruch.) W»’ Reuter meldet, ist der griechische Ministerpräsident K o r y z i s Freitag nachmittag um 4 Ahr plötzlich verschieden. Eeuler gibt allerdings auffallenderweise keine Todesursache an. Das wird verständlich, wenn man bedenkt, daß in Griechenland innerhalb dreier Monate zwei Ministerpräsidenten plötzlich ums Leben gekommen sind. Koryziv war am 19. Januar nach dem ebenso überraschenden Tode Metaxas Ministerpräsident geworden.
Der eigenartige Umstand, daß die englische Nachrichtenagentur Eeuler, wie schon so oft bei ähnlichen Ereignissen, als erste über den Tod Koryzis unterrichtet war, läßt nur allzu deutlich erkennen, daß auch in diesem Falle abermals der berüchtigte Secret Service seine Hand im Spiele gehabt hat.
*
Alexander Koryzis, der ein Alber von 56 Dohren erreicht hat, war Finanz- und Wirtschafts- Politiker aus Beruf und Neigung, In der grkdyi- schon Natio not bank ist er vorn kleinen 'Beamten bis zum Gouverneur aufgeftiegen. Sein befände res äntereffe für landwirtschaftliche Fragen führten 311 seiner Wahl als Präsident der ersten landwirtschaft- lidycn Bank Griechenlands. Doch kehrte er 1928 als Vizegouverneur in die Natianatbank zurück. Drn politischen Leben seines Landes trat Koryzis erst hervor, als ihn der Diktator General Metaxas im August 1936 in die Negierung berief und ihm das Ministerium für Arbeitslosenunterftützung übertrug. Er gab jedoch fein Amt auf, als er zum Gönnern enr der Nationalbank gewählt wurde. Nach dem plötzlichen Tode des Ministerpräsidenten Metaxas Ende Januar dieses Jahres berief König Georg Koryzis an die Spitze der Negienmg. Hier leitete er das Außenministerium und die Wehrmachtministerien. An der grundsätzlichen Einstellung der griecyifchcn Polittk änderte sich nichts. Griechenl-and
fegelte weiter im englischen Fahrwasser und trieb damit in die Katastrophe.
Oer Durchbruch in Albanien.
Rom, 19. April. (Europapreh.) Die römische Presse stellt vor allem den Durchbruch burch bie griechische Front bei Kiisura (Albanien) in den Vordergrund, wodurch das ganze griechische Verieidiaungssystem bis zum Meer zus am menge- brachen sei. Von Tomori bis zur Küste sei die ganze italienische Front im Vorrücken. Dm Tal der Des« Nizza, der Vojussa mit dem Zielpunkt Premett im Drinatal, im Tal der Schufchizza und längs der Küste in der Richtung auf den Hafen Edda seien die italienischen Truppen überall im Vormarsch.
„Tribuna" jubelt über die Wiedergeburt des glücklichen Italiens. Es fei b e r Preis für einen harten Kampf in einem harten Win- ter. Ein starkes serbisches und ein griechisches Heer sowie ein mit den modernsten Kampfmitteln aus» gestattetes englisches Expeditionskorps habe England gegen Deutschland und Italien aufgeboten. Das serbische Heer sei vernichtet, die griechische Front im Zurückweichen, das englische Expeditionskorps konnte, von den deutschen Kolonnen hart angofaßt, an seiner Flucht verhin- dert werden. Schon jetzt nehme die Niederlage der Gegner riesenhafte Formen an. Zwe-i weitere Staaten erlitten das gleiche Schicksal aller Helfershelfer Englands. Prestige und Ehre Englands lägen am Boden. Deutsche militärische Ueberlegenheit und die moralische Auflösung der Gegner seien die Hauptfaktoren, die den Zufamnrenbruch Jugoslawiens verursacht haben.
Der italienische Bericht.
Rom, 18. April. (DNB.) Der italienische Wehr- mochtbericht vom Freitag hat folgenden Wortlaut:
In Jugoslawien haben die motorisierten Kolonnen der 2. Armee nach der Besetzung von M o st a r und Ueberwinbung der letzten feindlichen Widerstände bei
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wenn man es angreift
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Oie Neutralität Irlands.
N e u y o r k, 18. April. (Europapreß.) „Eire wirrt niemals freiwillig auch nur einen fein f Häfen abtreten ober verpachten", erklärte der 11 den Vereinigten Staaten von Nordamerika weileM irische Verteidigungsminister Alken auf einer fammlung der „Amerikanischen Freunde der M- tralität Eires" in Boston. Wörtlich fuhr Aiken fort: „Das souveräne Recht des irischen Volkes roerlm wir nicht gegen Schiffe oder Waffen oder sonst Ib genbetmas eintauschen. Es besteht keinerlei AusM daß Eire feine Neutralitätspolitik aufgibt, auhta
Oie Sommerferien.
Nach der Neueinchetturrg des Schulfahres ist d> Dauer der Somme rferien in den Orten mit Volks-, Haupt-, Mittel- und Höheren auf 52 Tage festgesetzt worben. Die Fettei werden dreifach gestaffelt. I. Staffel: 26. Juni (erflw Ferinttag) bis 16. August (letzter Ferientagf II. Staffel: 7. Juli bis 27. August. III. Staffel 17. Juli bis 6. September. Vorbehaltlich einer anto- ren Regelung nach Kriegsende gehören für Sommer des laufenden Jahres u. a. zur I StcH Rheinpro-vinz, Württemberg, Saarland: zur II. M fei: Hessen-Nassau, Baden, unb zur III. fel:Dayern unv Hessen. Für die l a n d l i ch t Volksschulen, d. h. Volksschulen an Orten, fr" keine höheren Schulen besitzen, wird bie für btt Sommerferlen vorgesehene Zeit nach den ländli wirtschastlichen Verhältnissen auf Sommer- rnri Herbstferien verteilt.
Kleine politische Nachrichten.
Reichsminister Dr. Goebbels spricht Samt« tag, den 19. April, 19 Uhr, am Vorabend dt» Geburtstages des Führers über bei grohdeutschen Rundfunk zum deutschen Volke. I' Ansprache ist umrahmt von künstlerischen Musi!' barbietungen, die um 18.50 Uhr beginnen.
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Der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine. Groß' abmiral Raeder, besuchte in den letzten lag«1 Marinestützpunkte in den besetzten Gebieten, r'ri dieser Gelegenheit besichtigte der Großadmiral Tri'k der in der Atlantikschlacht eingesetzt gewesenen 6»p ftreitträfte und überzeugte sich von ihrer erneuter Einsatzbereitschaft.
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In den ersten Apriltagen hat Vizeadmiral DöB als Chef der deutschen U-Boote auf Anordnung bat Führers bas Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen w den Konteradmiral Parona in Anerkennung st" ner Verdienste für die Organisation des Einsasisl der italienischen U-Boote im Atlantik, ferner an gattenfapitän ßongobarbo, an Korvetten käs'" tän Giovannini und Korvettenkapitän PiH' t o n i.
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Wie die ägyptische Preise meldet, sind die G ollt reserven der Notenbanken von Iug«' s l a w i < n und Griechenland von der 91«' tionalbanf of Egypt übernommen worden, p0 Gold befindet sich damit in britischen Hai«' d e n, da die Nationalbank of Egypt ein britisch^ Unternehmen ist.
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Admiral Darlan gab als Außenminister dem GJJ neralsekretär der Genfer Liga bekannt, daß franzosiscbe Regierung beschlossen habe, aus bff Genfer Liga auszutreten.
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In Singapur ist eine größere Anzahl modeni^ nordamerikanischer Flugzeuge vom Typ DrewstE Buffalo eingetroffen und in den Dienst der bni* schen Luftwaffe übernommen worben.
Frau Mara Pavelitsch, die Gattin des kro^ tischen Regierungschefs, die ihren Wohnsitz einiger Zeit in Florenz hatte, ist von zwei SM Hm begleitet, «ach Agram abgereift
booten, die bett Geleitzug hartnäckig verteidigte,, wurde eines versenkt, d:e beiden anderen sind b> schädigt. Zwei Dampfer sind versenkt und die and. ren beschädigt worben, ein großer Teil der Man^. schäft ist gerettet.
In Nordafrika geht die immer enaer we> benbe Einschließung der Festung Tobruk weite. Feindliche Flugzeuge haben Einflüge auf Demo urt Tripolis durchgeführt: einige Verwundete und lelhr Schäden. Bei Demo haben unsere Jäger eine Blenheim abgeschossen. l
In Oftafrifa hat der Feind seinen Druck Abschnitt südlich von Deffie verstärkt, dem uns« Truppen energischen Widerstand entgegensetzten.. Versuche, längs der Ufer des Dmo und im Gerij von Dembidollo in unsere Linien einzudringe^ j wurden zurückgewiesen.
Griechischer Offizier schoß enalkschen Generalstäbler niebtt
Rom, 19. April. (DNB. Funkspruch.) Am Oste'. ' fonntag geriet in dem enalischen Hauptguartier i Larissa ein griechischer Offizier, Oberst Politik in eine Auseinanderfetzung mit einem Offizier bt»| britischen Generalstabes, der erklärte, die Engländir müßten sich jetzt von Griechenland zurückziehen urt die griechischen Truppen hätten die Aufgabe, brt englischen Rückzug zu decken. Politts protestierheftig, erhielt jedoch von dem englischen Offiz!-r beleidigende Antworten, worauf der grieckM Offizier feinen Revolver zog und den en > lischen Offizier niederschoß. Dieser Zwischen, fall ist bezeichnend dafür, wieweit es mit den A-. Ziehungen zwischen Griechen und Engländern (■•• kommen ist.
Metkovic R a g u s a erreicht und sich mit den Albanien kommenden Schnellen Truppen vereinig die C e t i n j e und Cattaro besetzt haben. '
An der griechischen Front ist das lly, gehungsmanover der zwischen dem Osum-Fluß dem Meer stehenden feindlichen Armee in volley Gange. Premeti, Argirocastro und Porto Palens sind in unseren Händen. Der von unseren Trupo^ überall verfolgte und von unseren Luftstreitkräftq, mit MG.-Feuer und Bomben belegte Feind 3 i e H sich in Unordnung zurück und läßt dchj viele Gefangene und Material aller Art in unsere Händen.
In der Nacht zum 18. April haben italienische ufi deutsche Flugzeuge den Fflottenstützpunkt von Ca Valetta auf Malta bombardiert.
In der Nacht vom 17. April wurde einer unser? Geleitzüge, der Material nach Nordafrika brache, von einem starken Verband feindlicher Kreuzer 14 Torpedojäger angegriffen. In dem dabei entstand!, nen Gefecht wurde der englische Torpedvjäger „Mr. h a w k" versenkt und weitere wahrscheinlich bt schädigt. Von unseren drei begleitenden lorpelb
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