Genuß von A-Z
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verdunkelungszeil
18.12. von 17.06 bis 9.27 Uhr.
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Aus der Stadt Gießen.
Weihnachtsparade bunter Kreisel.
Wie in allen Ländern, in denen die Menschen -as Leben von einer besinnlichen Warte ansehen, st auch bei uns in Deutschland die Volkskunst zu Hause. Eine Volkskunst, die in langen Winter- «benden gan^e Familien an die Hobelbank und an en Farbtopf drängt und die hübschesten und ge- chmackvollsten Dinge entstehen läßt. Mit ganz be- anderer Freude aber sitzen die Heimarbeiter vor Üeihnachten an ihrer Arbeit. Wieviele hübsche Dinge wandern aus ihrer Hand in glückliche Kinder, länoe!
Aber nicht nur den Kindern bringen die Erzeug, risse unserer Volkskunst Freude, sie dienen viel größeren und bedeutenderen Zwecken. Jetzt haben viele fleißige Hände Millionen bunter Kreisel in lie Welt geschickt, kleine, niedliche, bunte Holzfigür- lhen mit lustigen Gesichtern und drolligen Augen,
mit buntem Wams und leuchtenden Röcken. Nickt nur die Kinder werden cm diesen kleinen Kunstwerken ihre Freude haben, auch die Erwachsenen werden lächelnd an dem bunten Vielerlei vorüber, jehen und sich in die Tage der eigenen Kindheit zurückversetzen.
Aber wo lind diese Figürchen zu bekommen, wo sännen wir sie uns holen, um uns an ihnen zu erfreuen? Wenige Tage vor Weihnachten werden sie uns in der vierten Reichsstraßensammlung (inge- toten werden; wir wollen dankbar dafür sein, daß man uns ein Geben^das doch so selbstverständlich jein müßte, noch so leicht macht und uns mit den hübschesten Dingen überrascht. Aber auch diese Deinen bunten Boten der Freude sind ernste Mah- ier. Sie zeigen uns im grellen Licht der Welt- Geschichte, wie froh, wie unbeschwert wir trotz des Ernstes der Zeit noch sein können, wie glücklich vor allem unsere Kinder aufwachsen, denen wir mit soviel netten kleinen Dingen bei aller jetzt selbst- «erständlichen Bescheidenheit und Zurückhaltung loch Freude machen können.
Immer drängt es uns dann, unseren Blick nach bsten zu wenden, immer wieder stehen im grellen tzegensatz dazu all die Einrichtungen des Hilfs- verles für Mutter und Kind, alles, was von der HSV. getan wird, um unseres Volkes seelische und sörverliche Gesundheit zu fördern.
Die vierte Reichsstraßensammlung fällt in die Weihnachtszeit, da jeder dem anderen eine wenn euch ganz kleine Freude bereiten will. Die kleinen bescheidenen und geschmackvollen Holzfiguren sind kpielzeug für unsere Jugend, der Opferbetrag, diese wenigen Groschen, aber kommt all denen zugute, iie der Hilfe der Heimat bedürfen, den Kranken und schwachen, den Müttern und Kindern.
Und dieses Mal wollen wir auch über das gewohnte Maß des Gebens Hinausgeyen, mehr denn fe sollen all die Millionen Groschen zu einem Rie- ienstrom von Segen wachsen. Dann werden uns iie fröhlichen Holzfiguren helfen, die dritte Kriegs- veihnacht so würdig zu feiern, wie es eine große, ober harte Zeit von uns fordert und wie unser Herz es uns vorschreibt. P. B.
Die Tilgung her Ehestandsdarlehen bei Mitarbeit der Ehefrau.
Das Ehestandsdarlehen muß monatlich in Raten on 1 v. H. des Darlehensbetrages getilgt werden, kteht die Ehefrau in einem Arbeitsverhältnis, so rhöht sich grundsätzlich der Tilgungssatz auf 3 v. H. es Darlehensbetraaes. Anfang des Krieges war eine Erleichterung für Ehefrauen solcher Volksge- soffen, die zur Wehrmacht oder zum besonderen kinsatz einberufen worden sind, eingeführt worden. Sie bestand darin, daß für sie der Tilaungssatz für iie Dauer der Einberufung ihres Ehegatten auf
berechtigten — auch ein Freund ober eine Freundin über 18 Jahre gelten in solchen Fällen nicht als „Erziehungsberechtigte" — sich in Gaststätten, Kinos, Theater usw. aufhalten, mit der Feststellung ihrer Personalien durch die Polizei und Strafanzeige zu rechnen. Außerdem werden auch die Eltern bzw. Erziehungsberechtigten dieser Außenseiter von der Polizei zur Verantwortung gezogen.
Oloria-palast: ,3atto"
Die Geschichte des elternlosen Knaben Jakko, der, in der abenteuerlichen Welt des fahrenden Volkes aufgewachsen, eines Tages in bürgerlicher Ordnung und jugendlicher Gemeinschaft eine neue, zwar minder romantische, dafür aber verläßlichere Heimat findet: das ergibt ein ganz natürlich und selbstverständlich anmutendes Spiel unter Zwölf- bis Vierzehnjährigen mit kräftiger Balgerei und dummen Streichen und eingeschmissenen Fensterscheiben, aber auch mit dauerhafter Freundschaft, ernstlichen Sorgen und echten Konflikten, weil sich der Uebergang aus der einen in die andere Welt keineswegs glatt und reibungslos vollzieht, und weil der Lebenskreis der Jungen mit dem der Erwachsenen sich auf eine nicht nur komische, sondern am Ende auch bedrohliche und gefährliche Weise überschneidet. Das Drehbuch von Dr. Fritz Peter Buch, der sich als Spielleiter und Dramatiker einen guten Namen gemacht hat, bringt alles zum guten Ende: der Autor führte auch selbst Regie und wog die Lebenssphären und die Generationen mit sicherer Hand und ruhigem Blick gegeneinander ab: seine Inszenierung kenn- zeichnet sich durch die unauffällig leichte und lockere Art, wie er die Jungens in der Hand hat und spielen läßt. (Wir sahen früher einen Film mit ähnlichen Konflikten und ähnlicher Entwicklung.) Den Jakko gibt der junge Norbert Rohringer mit wacher "Witterung für das, was hier von ihm verlangt wird; aus Trotz und Scheu, Wildheit und Anständigkeit formt sich ein überzeugendes kleines Wesensbild. Um ihn herum eine Schar von Buben in der Uniform der Marine-HI., die frisch, unbefangen und aufgeschlossen sozusagen in eigener Sache spielen. Von den Großen nennen wir Eugen Klöpfer an erster Stelle, der hinter der wild ver-
Theater der Universitätsstadt Gießen
Giuseppe Verdi: „Rigoleffo*.
Eins der markantesten Beispiele für Verdis urtümlichen Stil und zugleich sein stärkstes menschlich-persönliches Bekenntnis ist der „Rigoletto". Schon neun Jahrzehnte auf der Bühne stehend, vermag diese Oper jeden in Ursprünglichkeit zu packen, ja zu erschüttern, wenn die Aufführung die letzten Tiefen menschlichen Fühlens und menschlicher Regung so ausiuspüren und aufzudecken vermag wie die diesmalige Inszenierung.
Max Schwarze lieh die durch die Musik intensiv beleuchtete und charakteristisch durchdrungene Handlung in allen Momenten lebendig werden, ja, er vermochte den Blick selbst auf die Szenen zu lenken, die oft in ihrer Bedeutsamkeit nicht voll gewürdigt, ja vielleicht übersehen werden. Das dramatische Geschehen vertiefte er mit einer solchen Intensität und Kraft des seelischen Eindringens, daß jedem bewußt wurde, wie Verdi hier wahrhaft die Brücke vom Theatralischen zu bannender Tragik zu schlagen vermag. Im ersten Akt das gegenseitige Durchdringen des Tänzerischen mit der höfischgalanten Umwelt, dann aber mit innerster Spannung das Schicksal des Rigoletto in seinem Widerstreit und Zwiespalt zwischen einem Narrendasein und den Sorgen und Leiden des Vaters aufrollend.
Was Hans Lott als Riaoletto gab, war außerordentlich. Jede Situation, sede Szene ließ ihn sich ihr gemäß aufschließen mit einem Jnsichgehen, das einen ergreifen mußte, aufwacksend im dritten Akt zu ungemeiner dramatischer Höhe. Jede Gebärde, je'be Bewegung, jede Mine waren Ausdruck und verbanden sich mit stimmlichen Äußerungen, die bis zum Letzten gefügig in jeder Differenzierung willig alle Ausdruckswerte erwachsen ließ; ein Sich-Aufrecken an den Höhepunkten der Akzente fast bis zum Uebermaß. Hier konnte selbst der italienische Gesangsstil erhärten, wie nah er dem musi-
1 v. H. des Darlehensbetrages festgesetzt wurde, auch für den Fall, daß sie eine Arbeitstätigkeit weiter ausfüllen oder wieder aufnehmen. In einem neuen Erlaß vom 4. 12. 1941 hat der Reichsfinanzminister nun allgemein angeordnet, den Tilgungs- sah bei Mitarbeit der Ehefrau während der Dauer des Krieges auf 1 v. H. der Darlehenssumme fest- zusetzen.
Jugendliche muffen während der Dunkelheit zu Sause bleiben.
Dank der verantwortungsbewußten Führung und Erziehungsarbeit der Hitler-Jugend an unseren Buben und Mädels find in diesem Kriege derart unliebsame Erscheinungen von Jugendoerwilderung, wie sie im vorigen Kriege, namentlich in den Jahren 1917/18, und anschließend zu bemerken waren, erfreulicherweise nicht zu verzeichnen. Unsere Jungens und Mädels sind sich im allgemeinen genau bewußt, was sie dem Führer und der Volksgemeinschaft schuldig sind, und dieser Verpflichtung entsprechend ist ihre moralische Haltung. Das kommt neben ihrem vorbildlichen Dienst und tatfreudigen Hilfseinsatz für Führer, Volk und Vaterland u. a. insbesondere auch dadurch zum Ausdruck, daß sie in der weitaus großen Mehrheit während der abendlichen Dunkelheit zu Hause bleiben und sich nicht, wie einst im Kriege, in Gaststätten, Tanzlokalen, - Kinos usw. herumdrücken. Aber auch hier ist, wie immer im Leben, die Regel nicht ohne Ausnahme. So kann man denn abends nach Beginn der Dunkelheit immer noch eine Anzahl Jungens ober Mädels bemerken, die unnütz auf den Straßen herumspazieren ober allein Gaststätten, Kinos, Theater usw. besuchen. Gegen biefe Außenseiter wird die Polizei, der die Durchführung der Verordnung der Reichsregierung zum Schutze der Jugend zur Pflicht gemacht ist, jetzt nachdrücklich vorgehen, damit nicht das gute Verhalten der großen Masse Unserer Jugend durch derartige Ausnahmen beeinträchtigt wird. In Zukunft haben Jugendliche, die entgegen den bestehenden Vorschriften nach Beginn der Dunkelheit zwecklos auf den Straßen verweilen oder ohne Begleitung ihrer Eltern oder Erziehungs-
kalischen Drama steht. Dabei schien das stimmliche Volumen unerschöpflich an den Höhepunkten, dann aber wieder charakterisierend in Tonfall und Ausprägung. Momente wurden wach, die ans Dämonische gemahnten. — Ebenbürtig ihm zur Seite Liefe! Schröter-Beckers als Gilda, von Innigkeit des Erfühlens, empfindungsstark, von prachtvoller tonlicher Schwellung und außerordent- licher Ausdruckskraft stimmlicher Modulation. Einzig, gefühlsbetont in der Arie, bei ihrem Ausklang ein glockenhaft schwebendes dreigestrichenes „E“.
Belcanto-Kunst im ausgesprochenen Sinne ent- wickelte Walter Ecsy als Herzog mit schöner gesanglicher Linie, nachgiebig, kultiviert und temperamentgebunden. Strahlend in der Höhe, schmiegsam und edel im Duett und zumal in dem großen Quartett, wo sich mit den drei Vorbenannten Milenka S f i l i g o j vereinte zu wirklich starken Eindrücken. In der Hauptrollx einmal als schwergeprüfter Vater Monterone, bann als Sparafucile mit markigen Zügen und stimmlicher Betontheit war Bernhard Schmitz. Dazu der mit ersten Solokräften hochwertig besetzte Kreis der Höflinge; angesichts solchen Hochstandes wäre die Umbesetzung einer Fehlleistung in einer unbedeutenden Nebenrolle erwünscht.
So erwuchs auf dem Untergrund der zumal im ersten und dritten Bild szenisch geschickt ausnutzbaren Bühnenbilder (Karl Löffler) eine glanzvolle Ausführung mit akzentuierten Chören (Gerhard Hergert) sforzato-betont und einem Orchester, oas in Angleichung an die Sänger unter Leitung von Otto S ö l l n e r fein Letztes hergab, dezent und wiederum mit höchster dramatischer Kraft. Farbenfrohe Kostüme (Ruth L i p f e r t) banden sich mit tänzerischer Beschwingtheit (Andreas V o l p e r t). — Der Beifall, wiederholt auf offener Szene, nahm zum Schluß höchstes Ausmaß an.
Dr. Hermann Hering.
Schickt 3Wrierte an die Front!
Der Frontsoldat wird dafür dankbar sein.
schminkten Fratze eines Clowns den zerflatternden Umriß eines verlorenen, abgleitenden Lebens formt und dessen traurigen Ausklang mit einer stillen, gütigen Menschlichkeit vergoldet. Daneben Aribert Wäscher, massig aufgereckt und brutal als Zirkusdirektor, Florath als verständnisvoller Jun- gensvater, Hilde Körber, Carsta ß ö cf, Westermeyer und Verhoeven. — (Tobis.) — 3m Vorprogramm gibt es außer der Wochenschau einen Tobis-Trichter mit allerlei berühmten Leuten und einen Vorspann „Sechs Tage Heimaturlaub".
Hans Thyriot.
Genossenschaststagung in Gießen. /
Die ländliche Genossenschaftsorganisation hielt am Dienstag im „Burghof" zu Gießen ihre diesjährige Geschäftsbesprechung mit den Verwaltungsorganen der Ortsgenossenschaften ab. Dazu waren rund 200 Vertreter erschienen. Verbandsdirektor Fendt und Kreisstellenleiter Hartmann sprachen über allgemeine genossenschaftliche Tagesfragen. Direktor E i d m a n n erörterte das genossenschaftliche Geldgeschäft, während die Direktoren F l e t n e r t und Löw über das genossenschaftliche Warengeschäft
Aufschluß gaben. Das Geldgeschäft hat sich sehr günstig entwickelt. Die Dorfkassen im Bezirk Hessen- Nassau haben jetzt rund 300 Millionen RM. Einlagen. Das Warengeschäft hat gewisse, durch den Krieg bedingte Schwierigkeiten zu überwinden, aber sowohl im Bezugs- als auch im Abfatzaeschäft große Aufgaben au erfüllen. Es wurde festgestellt, daß sich die ländlichen Genossenschaften, nach einer Äußerung des Reichsministers Darrd, im Kriege gut bewährt hätten. Die Vertreter der Ortsgenoßenschaften wurden aufgefordert, auch weiterhin alles aufzubieten, um als Glied des Reichsnährstandes zu dem deutschen Endsieg nach besten Kräften ihrer Genossenschaft beizutragen.
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*♦ Die Lohnsteuerkarten für 1 942 sind Gegenstand einer Bekanntmachung des Oberbürgermeisters in unserem heutigen Blatte.
Ruine (Sporfnotwen.
Die HI.- Fechtmeisterschaften von Gebiet und Obergau Hessen-Nassau wurden nach Offenbach a. M. vergeben. Sie kommen Ende März oder Anfang April zum Austrag.
Ein Gebietskampf Hochland — Hessen-Nassau im Schwimmen wurde für Februar nach München abgeschlossen. Im April werden die jungen Hessen-Nassauer entweder in Mannheim gegen Baden oder in Stuttgart gegen Württemberg antreten.
Gemeinsame Länderkampf-Veran- ft a (tu n g e n zwischen Deutschland, Ungarn und Italien wurden b'ei einer Budapester Sportführer- Besprechung beschlossen, auf der Deutschland durch Dr. Ritter von Halt vertreten war. Im kommenden Jahr werden gemäß des Budapester Beschlusses Dreiländerkämpfe in der Leichtathletik, im Ringen, Boxen, Tennis, Fechten und Schießen durchgeführt. Schon in den nächsten Tagen sollen die näheren Bestimmungen für diese großen Veranstaltungen festgelegt werden.
Heilt Sreuoe an öecüaiur öunö NuiWer-Mer
wsr Tieferschüttert erhielten wlrdie schmerz- liehe, unfaßbare Nachricht, daß mein innigstgeliebter, herzensguter, unver- geßlicher Mann, der treusorgende Vater seines lieben Söhnchens, mein braver, hoffnungsvoller Sohn, unser lieber, guter Bruder, Schwiegersohn, Schwager, Onkel und Pate
Heinrich Schepp
Schütze In einem Infanterie-Regiment
bei den schweren Kämpfen im Osten am 11. Oktober 1941 sein blühendes, junges Leben im Alter von 30 Jahren in treuer Pflichterfüllung für Führer, Volk und Vaterland gab. — Wer ihn gekannt, wird unseren Schmerz ermessen. Wiedersehen war stets seine und unsere Hoffnung. Der Heimat fern, dem Herzen ewig nah.
In tiefem Schmerz:
Marie Sdiepp, geb.Wilhelm, und Sohn Werner Margarete Schepp Wwe. (Mutter)
Richard Weib und Frau Kath., geb. Schepp
Uffz. Erich Schmidt und Frau Elisabethe, geb. Sdiepp ' Uffz. Wilhelm Schepp, im Westfeldzug schwer verw., u. Frau Wilhelmine, geb. Schmidt, nebst allen Angeh. Reiskirchen, Garbenteich, Göbelnrod, Bersrod, Landenhausen u. Burkhardsfelden, 16. Dez. 1941. Die Trauerfeier findet am Sonntag, dem 21. Dez., um 14.30 Uhr in Reiskirchen statt.
04226
Bekanntmachung.
Befr.: Pferderäude in Gießen.
Unter dem Pferdebestand des Ludwig Euler I. zu Gießen, Hinter der Westanlage 5, ist Pferderäude amtstierärztlich festgestellt worden. 51310
Die gesetzlichen Schutzmaßregeln sind angeordnet. Gießen, den 16. Dezember 1941.
Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen.
9. 23.: Nicolaus.
Bekanntmachung.
Lohnsteuerkarlen 1942.
Die Zustellung der Lohnsteuerkarten für 1942, die durch die Post erfolgte, ist beendet. Soweit Steuerpflichtige eine Steuerkarte für 1942 benötigen, diese aber nicht erhalten haben sollten, wollen sie eine solche im Stadthaus, Bergstraße 20 — Zimmer Br. 6 — beantragen, und zwar nur vormittags von 8 bis 12 Uhr.
Bei der Amtsstelle erfolgt auf Antrag des Steuerpflichtigen die Aenderung der Eintragungen auf der Steuerkarte in folgenden Fällen:
1. wenn es sich um (Eintragungen handelt, die nachweislich unrichtig sind (Schreibfehler und dergleichen),
2. Aenberungen des Familienstandes (z. B. bei Heirat oder Geburt eines Kindes).
Lohnsteuerkarten, die z. Z. nicht benötigt werden, wenn beispielsweise der Lohnsteuerpflichtige eingezogen und keinerlei Lohn, Gehalt oder Kriegsbesoldung bezieht, sind der Amtsstelle wieder zurückzugeben. Zum Teil sind Lohnsteuerkarten für ledige Wehrmachtsangehörige, die z. Z. Kriegsbesoldung beziehen, noch nicht abgeholt, es empfiehlt sich, diese Steuerkarten alsbald unter Angabe der Heeres- standortgebührnisstelle bei der obigen Amtsstelle in Empfang zu nehmen.
Im übrigen wird auf das jeder Steuerkarte beigefügte Merkblatt verwiesen, das von jedem Arbeitnehmer zurückbehalten werden darf.
Auf der Steuerkarte sind auf der 4. Seite die Bestimmungen über die Höhe der Bürgersteuer usw. angegeben. 2Uif der Zustellung der Sfeuerfatfe gilt die Vürgersleuer als angefordert. Soweit Anspruch auf Befreiung von der Bürgersteuer besteht, sind Einsprüche im Stadthaus, Bergstraße 20, Zimmer Nr. 14, vorzubringen. 5135C
Es wird noch darauf hingewiesen, daß in Verlust geratene Steuerkarten nur gegen Zahlung von 1,— RBL ersetzt werden.
Gießen, den 18. Dezember 1941.
Der Oberbürgermeister. I.V.: Nicolaus.
'Gspr Am «.Dezember erhielten wir die schmerz- fc-Jl ^.1 liehe, unfaßbar traurige Nachricht, daß lBskM mein lieber, guter, hoffnungsvoller Mann, der liebevolle Vater seiner beiden Kinder, mein lieber, unvergeßlicher Sohn, mein lieber, einziger Bruder, unser lieber Schwiegersohn und Schwager
Jakob Haas
Gefreiter bei einer Kraftfahr-Abteilung während des großen Einsatzes im Osten am U-November d. J., acht Tage vor seinem 32. Geburtstag, für Führer. Volk und Vaterland gefallen ist.
In tiefer Trauer:
Anna Haas, geb. Langsdorf, und Kinder Karl und Helga Jakob Haas V., Marie Haas Wilhelm Langsdorf und Familie Marie Fink, geb. Gerhard, und Karl Fink.
Albach und Steinbach, am 18. Dezember 1941.
Die Gedächtnisfeier findet am Sonntag, 21. Dez.. um 13*4 Uhr in Albach statt.
. 5133D
Nachlässe von 8 bis 20 v.M. er- hatten Sie bei wiederholten Ver- öffentlich ungen einer Anzeigei
V eranstaltungsring der Hitlerjugend
Heute Donnerstag, den 18. Dez. 1941
Monika
Operette von Nico Dostal.
Beginn 18 Uhr. Uniformpflicht.
Bis zum 4. Januar 1942 ist die
Zweite Rate
bei den Veranstaltungsring-Beauftragten der Einheiten einzuzahlen. Die AUSGABE der Karten der nächsten Vorstellung erfolgt nur, wenn die zweite Rate beim Bann eingezahlt ist.5u7p
Die Standardzigarette der österreichischen Tabakregie
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Ihre Vermählung geben bekannt
Rudolf Paul Turnlehrer Hanna Paul, geb.Pieper
Gießen Detmold
18. Dezember 1941
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MEMPHIS
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packen um u/terwegs Speis' u.Trank, Rosierw. usw.x.
Wer ein» Reise tut sollte Esblt. Trocken-Brenn-
• erwärmen. Käuflich In einschläg.
• Geschäften.Pockg. 20 Tobi. Auch
• zum Feldpostversand zugelassen. | Bezugsquellen-Nachweis durch i
e HERST. ERICH SCHÜMM
• STUTTGART-W 109
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ADOX


