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18. September von 19.29 bis 6.58 Uhr.

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Ernährung aus dem Walde

Eine Arbeitstagung des Gaues Hessen-Nassau.

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Vornoti,en.

Tageskalender für Donnerstag.

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** Die Steuerbescheide über d i e Qrunbfteuer für das Rechnungsjahr 1941 bc» trifft eine Bekanntmachung des Dbcrbürgermeifters h unserem heutigen Blatte, auf die wir besonders Hinweisen.

Maggis Würze spart man gern und leicht Man nimmt nur ein paar Tropfen. Ja, das reicht

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Aus der Stadl Gießen.

Oenkt an die Folgen!

NSG. So schrieb der im Osten stehende Soldat:

Lieber Vater, liebe Mutter! Wir haben schwere Tage hinter uns! Es ist ein Wunder, daß ich noch lebe. Viele meiner Kameraden sind gefallen, viele schweroerwundet. Herzliche Grüße Euer K."

Bedarf es langer Worte, um darzutun, wie diese wenigen Zeilen das Elternpaar beugten? Wie es sich nun um so schmerzlicher grämte und kümmerte, bis dann eines Tages ein anderer Brief kam, der lautete:Liede Eltern! Seit 14 Tagen sind wir ohne eigentliche Gefechtsberührung mit dem Feind, und seit drei Tagen liegen wir in Ruhe. Mir geht es ausgezeichnet. Auf frohes Wiedersehen! In alter Frische Euer Svhn K." NS. Die Verluste in dem damaligen Gefecht waren kaum

Der Leistungsweg des Erwachsenen hat natürliche Lücken, die auf den neuen Arbeitsplätzen unserer Betriebe besonders spürbar werden. Dar­unter leidet nicht nur die Betriebsgemeinschaft, son­dern vor allem der einzelne selbst. Der Berufs- iätige kann diese Lücken in den Berufserziehungs- merten der Deutschen Arbeitsfront leicht schließen. In den frühen Abendstunden der nächsten Tage be­ginnen neue berufliche Lehrgemeinschaften für Be­rufstätige aller moderner Fachgebiete. Praktiker lehren dort für Praktiker. Anmeldungen für die Be- leiligung im Berufserziehungswerk nimmt die Vrtswaltunq der Deutschen Arbeitsfront entgegen.

Oer erste Oberhesse mit dem Eichenlaub zum Mtterkreuz.

Wie wir auf der ersten Seite unseres heutigen Blattes berichten, hat der Führer und Oberste Be­fehlshaber der Wehrmacht dem Oberleutnant in einem Jagdgeschwader Rordrnann d a s E i ch e n- laub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen.

Diese hohe Kriegsauszeichnung ist Oberleutnant Nordmann als erstem Offizier aus Ober- Hessen zuteil geworden. Erst vor fünf Wochen, am 8. August 1941, wurde die Verleihung des Ritter­kreuzes an Oberleutnant Nordmann gemeldet, der sich nunmehr die Auszeichnung mit dem Eichenlaub anschließt. Oberleutnant Karl Gottfried Nordmann, geboren am 22. November 1915, ist ein Sohn des im Jahre 1925 verstorbenen Arztes Dr. Karl Nord­mann in Lollar. Nach den ersten Schuljahren in der Lollarer Volksschule besuchte Karl Gottfried Nordmann das Landgraf-Ludwigs-Gymnasium in Gießen, wo er im Dezember 1935 das Abitur be­stand. In der Beurteilung der Schule anläßlich des Abiturs wird er als frischer und gewandter Junge, begabt und eifriger und mutiger Turner geschildert. Nach Ableistung des Arbeitsdienstes trat er im Frühjahr 1936 als Fahnenjunker bei der Luftwaffe ein. Bereits während seiner Gymna» siastenzeit in Gießen marschierte er als Gefolgs­mann des Führers in den Reihen der Gießener ff.

der Nacht und in der Aufregung hat sich alles viel schlimmer angesehen."

Der Soldatenbrief mit seiner befreienden Mit­teilung kam aber zu spät, denn in der Zwischenzeit waren Vater und Mutter mit ihrem Wissen von Pontius zu Pilatus gelaufen, hatten zahlreiche Fa­milien, deren Söhne als Kameraden des eigenen Jungen in der gleichen Einheit standen, in tiefste Unruhe und schmerzlichen Kummer versetzt, war es ihnen gelungen, in weitem Umgänge die Stim­mung zu trüben. Und weil ja gerade das der Feind will, ist ihm so in seinem Vorhaben unverantwort­lich geholfen worden.

Mag dieses Beispiel zeigen, daß jedem Einzelnen in Wort und Schrift eine große Verantwortung auferlegt ist, und verdeutlichen, daß auch der Sol­dat an der Front der Heimat ebenso wenig sie be­lastende und beklemmende Briefe schreiben darf, wie er umgekehrt von der Heimat mit Recht erwarten kann, daß auch sie ihn nicht unnützerweise be­

ausweise lediglich eine vorsorgliche Maßnahme wa­ren. Das sollen sie auch im kommenden Winter sein.

Grundsätzlich muß aber noch einmal darauf hin­gewiesen werden, daß die gute Kartoffelernte nicht von der Pflicht entbindet, mit der Kartoffelernte sparsam umzugehen und jede Verschwendung zu vermeiden. In allen deutschen Haushaltungen soll­ten jetzt grundsätzlich nur noch Pellkartoffeln auf den Tisch kommen. Die weit verbreitete Ansicht, daß die Sammlung der Küchenabfälle durch die NSV. für die Schweinemast von der Notwendigkeit ent­bindet, die Kartoffeln dünn zu schälen, ist falsche Auch die« Gaststätten, Werkküchen und Kantinen

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Wie schon für Brotmarken der 23., 24. und 25. Zuteilungsperiode, so besteht auch weiterhin für solche der 26. und 27. Zuteilungsperiode (bis 21. September 1941) die Möglichkeit zum Umtausch i in Reichszuckermarken. Das Umtauschoerhältnis ist, , wie bekannt, 4:1. Gleichgültig ist es dabei, ob es sich : um Reichsbrotkarten aller Derbrauchergruppen, um j Bratzusatzkarten oder deren Einzelabschnitte ober um Einzelabschnitte ber1 Reichskarten für Urlauber und ber Reise- unb Gaststättenmarken für Brot handelt. Allerbings können Mengen unter 500 g Brot beim Umtausch nicht berücksichtigt werden.

Die Marken der 26. und 27. Zuteilungsperiode werden im allgemeinen bis zum 30. September um­getauscht. Der Bezug des Zuckers auf die Reichs- zuckermarken muß bis zum 31. Oktober erfolgt fein, weil die Marken dann ihre Gültigkeit verlieren.

Auch in den nächsten Wochen läuft die Umtausch­möglichkeit weiter, so daß bis zum 30. September noch alle Hausfrauen auf diese Werse zusätzlichen Einmachzucker bekommen können. Die Hausfrauen haben bisher den zusätzlichen Einmachzucker in gro­ßem Umfang in Anspruch genommen. Der Zucker, der ihnen für die nicht verbrauchten Brotmarken durch die Umtauschaktion geliefert wirb, bedeutet eine anzuerkennende Erleichterung für die Haushalt­führung und die Vorratswirtschaft.

Lehrstellenmeldunqen bis spätestens 1. Oktober.

Kartoffeloerfargung der Stadt Gießen schon feit vielen Jahren auf dem Wege des freien und direk­ten Einkaufs beim Erzeuger ober Kartoffelhänbler in zufriedenstellender Weife bewährt hat. Darum chat bas Lanbescrnährungsamt sich damit einver­standen erklärt, daß die Gießener Derbraucherschaft ihre Kartoffeln auch biesmal wieber in ber altge­wohnten Weise bei ben Erzeugern auf bem Lande ober burch ben Kcrrtoffelhandel ohne jeben Schein beziehen kann.

Bestellt den Tierarzt vormittags.

Durch bie Einberufung zahlreicher Tierärzte zur Wehrmacht werben bie in ber Heimat verbliebenen Tierärzte besonders stark in Anspruch genommen. Es liegt daher nicht nur im Allgemeininteresse, son­dern auch im Interesse des einzelnen Tierhalters, Bestellungen, wenn irgend angängig, schon in den Morgenstunden aufzugeben, damit die Ausführung der Besuche im Laufe des Tages und möglichst durch Rundreisen gewährleistet werden kann. Nur Unglücksfälle, Geburtshilfen unb plötzlich auftre- tenbe unb schnell verlaufende Krankheiten können auch alsbringende Fälle" sofort erledigt werden.

Gießener wochenmarktpreiie

Nachstehende Preise sind Händlerpreise und verstehen sich für ä-Ware Für 6-Ware oder abfallende Ware sowie für Selbsterzeuger liegen die Preise niedriger.

* Gießen, 18. Sept. Auf dem heutigen Wochen­markte kosteten: Molkereibutter, V» kg 1,80 RM, Matte 30 Rps., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln 5 kg 50, Wirsing, grün, % kg 10 bis 12, Weiß­kraut 6 bis 8, Rotkraut 10 bis 12, gelbe Rüben 8 bis 10, Spinat 15, Bohnen, grün, 30, Unter-Kohl- rabi 7, Tomaten 30, Salat, das Stück 10 bis 12, Endivien 10 bis 15, Ober-Kohlrabi 8 bis 10, Rettich 10*, Radieschen, Bund 12 Rpf.

Staatssekretär Backe im Reichsministe­rium für Ernährung und Landwirtschaft ver­öffentlicht in der N«K. einen Artikel über bie Kartoffelversorgung im Winter 1941/42, aus bem wir nachstehenden Auszug veröffent­lichen:

Zur Zeit ist es noch nicht möglich, ein abschlie­ßendes Urteil über ben Ausfall der diesjährigen Kartoffelernte abzugeben. Dies ist, wie in jedem Jahr, erst etwa Ende Oktober oder im November möglich Es kann jedoch schon heute gejagt werben, daß bie biesjährige Kartoffelernte zwar bie Rekord­ernte des vergangenen Jahres nicht erreichen wirb, baß wir aber boch auch in diesem Jahr mit einer guten Kartoffelernte werben rechnen können. Diese Tatsache ist für bie Sicherung unserer Ernährung im Kriegsjahr 1941/42 außerordentlich wichtig. Wir können in biesem Ergebnis einen neuen Erfolg ber Anstrengungen unseres Landvolkes in ber Kriegs­erzeugungsschlacht erblicken.

Das gute Ergebnis ber Kartoffelernte entbinbet jedoch nicht von der Pflicht, auch weiterhin mit der Kartoffel sparsam umzugehen. Wir haben nicht nur eine gute Kartoffelernte zu verzeichnen, sondern wir stehen auch vor der Tatsache, daß aus dieser Kar­toffelernte große Anforderungen an Kartoffeln be­friedigt werden müssen. Es ist nicht nur notwendig, die Versorgung der Wehrmacht und der Zivilbevöl­kerung mit Speisekarto'feln sicherzustellen, es muß auch dafür gesorgt werden, daß die Kartoffelstärke- abriken, die Kartof,elflockenfabriken usw. aus­reichend mit Kartoffeln versorgt werden. Nicht zu­letzt muß dafür gesorgt werden, daß möglichst viel Kartoffeln für die Verfütterung in. der Viehwirt­schaft zur Verfügung stehen.

Selbstverständlich steht an ber Spitze bes zu be­ledigenden Kartoffelbebarfs die Versorgung bes Volkes mit Speisekartoffeln. Für biefen Zweck wirb von vornherein unter allen Umständen ein aus­reichender Anteil der Ernte zur Verfügung gestellt. Im Frieben würben für bie Speisekartoffelver- sorgung in Deutschlanb etwa 12 bis 13 Millionen Tonnen Kartoffeln benötigt. Heute liegt ber Speise- kartoffelbedarf um über 75 v. H. höher als vor bem Kriege. Trotzdem wirb auch heute für bie Speise- kartoffelversorgung ber Bevölkerung nur rund ein Drittel ber Ernte benötigt. Daraus ergibt sich für jeden Volksgenossen eindeutig, baß die Ernte für die Beschaffung ber erforderlichen Speisekartoffeln ohne weiteres ausreicht.

Jeder Volksgenosse muß aber auch erkennen, daß ein Mehrverbrauch von rund 10 Millionen Tonnen Speisekartoffeln im Jahr unseren Verkehrs- und Verteilerapparat vor 'große zusätzliche Transport­ausgaben stellt. Dies ist insbesondere der Fall, weil der Mehrverbrauch zum entscheidenden Teil in den Städten zu verzeichnen ist. Was das verkehrsmäßig bedeutet, erkennt man, wenn man sich vor Augen hält, daß für den Transport des kriegsmäßigen Mehrverbrauchs von 10 Millionen Tonnen Speise­kartoffeln seitens der Reichsbahn rund 625 000 Wa­gen ober 12 500 Güterzüge zu ie 50 Wagen zusätz­lich gefahren werben müssen. Die Deutsche Reichs­bahn wirb diese gewaltige Aufgabe auch in diesem Jahr trotz der neuen Belastung des Verkehrsappa­rates meistern. Der gesamte Verkehrs- und Vertei­lerapparat bedarf aber bei der Bewältigung dieser außergewöhnlichen Transportaufgabe der verständ­nisvollen Unterstützung der Bevölkerung. Zur Un­terstützung ber Reichsbahn ist es unbedingt not- wendig, sicherzustellen, daß bie Be- unb Entlobung ber Kartoffelwagen auf ben Güterbahnhöfen auch sonntags erfolgt.

Jeber Verbraucher, ber ben Wunsch hat, sich im Herbst Kartoffeln für bie Deckung feines Winter- bebarfs in den Keller zu legen, kann dies selbst- oerftänblid) tun. Der Verbraucher muß aber dafür Verständnis haben, wenn ihm sein Kartoffelhändler die für die Einkellerung bestellten Kartoffeln unter Umständen nicht auf einmal, sondern in Teilmen­gen liefern kann. Der Mangel an Arbeitskräften und Verkehrsmitteln wird es oft auch notwendig machen, daß sich der Verbraucher seine Kartoffeln für die Einkellerung selbst bei seinem Händler ab­holt. Der einzelne soll auch nicht mehr Kartoffeln einlagern, als er wirklich braucht, da er sonst die Bezugsmöglichkeiten anderer Volksgenossen beein­trächtigt. Jeder Volksgenosse ist verpflichtet, da­für zu sorgen, daß keine Kartoffel unnötig verdirbt. Die Einkellerung von Kartoffeln darf deshalb nur in geeigneten Räumen erfolgen. Die eingekellerten Kartoffeln müssen auch laufend überwacht und pfleg­lich behandelt werden. Vor allem ist es notwendig, ungefähr alle vier Wochen die Kartoffeln auszu- lesen, die irgendwelche Fäulniserscheinungen zeigen. Die alte Parole .Kampf dem Verderb" muß also fetzt in erster Linie für das Gebiet der Kartoffeln beachtet werden.

Diejenigen Volksgenossen, die keinen Keller oder sonst geeignete Räume besitzen, um Kartoffeln für den Winter einlagern zu können, brauchen nicht zu fürchten, daß sie im Winter nicht.genügend Kar­toffeln erhalten werden. Für eine befriedigende Versorgung der Bevölkerung mit Kartoffeln wäh­rend der ganzen Wintermonate und zwar in verstärktem Maße werden diejenigen Maßnah­men zur Anwendung gelangen, die sich bestens be­währt haben. Es sind dies

1. Eine großzügige öffentliche Einlagerung von Kartoffeln in den großen Verbrauchssorten und

2. Die Beibehaltung bzw. Einführung der im vergangenen Jahr in zahlreichen Großstädten be­stens bewährten Kundenlisten mit einem Kunden­ausweis. ..

Dor allem werden die Gemeinden über 100W) Einwohner in diesem Winter allgemein eine solche Regelung durchführen. Diese gibt die Möglichkeit, beim Auftreten von vorübergehenden Spannungen in der Speisekartoffelversorgung, die durch unvor­hergesehene Wetter- und Transportverhältnisse ge­legentlich auftreten können, eine gerechte Verteilung ber Kartoffeln vornehmen zu können. Die meisten Verbraucher wissen aifs den (Erfahrungen des ver­gangenen Winters, daß Kundenlisten und Kunden-

Betriebe (private und öffentliche Betriebe und Verwaltungen aller Art), die beabsichtigen, zum 1. April 1942 Lehrlinge, Anlernlinge, Praktikanten »der Volontäre einzustellen, müssen ihre Meldungen an das zuständige Arbeitsamt (Antrag auf Zustim­mung zur Einstellung) spätestens bis zum 1. Ok­tober eingereicht haben. Die zur Organisation der gewerblichen Wirtschaft gehörenden Betriebe müf- en gleichzeitig eine oder zwei Abschriften ihrer zu­ständigen Kammer einreichen. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß der Meldetermin deswegen io früh festgesetzt werden mußte, weil der Nach­wuchs zur Zeit sehr gering an Zahl ist. Wer mit ber Meldung zu spät kommt, kann auf Zuweisung Jugendlicher nicht mehr rechnen, da über diese dann bereits verfügt ist.

Umfassende Kenntnisse sickern den Ertoia.

müssen dazu übergehen, Kartoffeln nur als Pell­kartoffeln auf den Tisch zu bringen. Dor allem muß in den Gaststätten und Werkküchen die Kar­toffelschälmaschine stillgeleat werden. Schon beim Schälen der ungekochten Kartoffeln mit der Hand kann man mit einem Schälverlust von rund 15 vom Hundert rechnen. Beim Kartoffelschälen mit ber Schälmaschine ist aber ein Schälverlust von unge­fähr 30 v. H. zu verzeichnen.

Ferner muß die städtische Bevölkerung darauf aufmerksam gemacht werden, daß die in die Städte gelieferten Kartoffeln als Speisekartoffeln der menschlichen Ernährung dienen sollen und nicht für die Verfütterung an Tiere bestimmt sind. Die Ver­pflichtung, mit den Kartoffeln hauszuhalten, gilt selbstverständlich auch für die Landwirtschaft. Ins­besondere gibt die ausgezeichnete Ernte an Fut­terrüben und Wruken, die in diesem Jahre zur Verfügung steht, die Möglichkeit, bei der Schweine-- maft die Erfahrung auszunutzen, daß Kartoffeln sehr gut zusammen mit Futterrüben gefüttert wer­den können. Zur Erleichterung dieser Aufgabe wird der Reichsnährstand der Landwirtschaft erprobte Futterrezepte zur Verfügung stellen.

Zusammenfassend ist also festzustellen, daß uns eine gute Kartoffelernte zur Verfügung steht und daß es Aufgabe der Hausfrauen, der Kartoffel­händler, der Großverbraucher, der Werksküchen, der Landwirtschaft und aller sonst am Kartoffelver­brauch Beteiligten ist, zu helfen, daß aus der guten Kartoffelernte der größtmögliche Nutzen für die ge­samte Volkswirtschaft erzielt wird.

Für Gießen bleibt alles beim alten.

Im Gegensatz zu neuen Versorgungsmaßnahmen in einigen benachbarten Städten des Rhein-Main- Gebiets tritt wie wir auf unsere Anfrage beim Ernährungsamt der Stadt Gießen Horen für die Kartoffelverforgung der Gießener Bevölkerung im kommenden Winter keine Aenderung ge­genüber den früheren Jahren ein. Wer also feinen Kartoffelbedarf bisher direkt beim Er­zeuger auf dem Lande gekauft oder durch einen Kartoffelhändler in ber Stadt oder in einem Land­orte gedeckt hat, kann das in diesem Jahre genau so tun, d. h. man braucht als Gießener keinen Kartoffelbestellschein oder Einkaufsausweis, wie z. B. in Frankfurt, Darmstadt, Mainz Usw. Maß­gebend dafür war der Gesichtspunkt, daß sich die

tung zugeführt. Lehrer Boversen gab dabei wertvolle Hinweise für bie Zubereitung schmack­hafter Pilzgerichte. Eine Bereicherung der Pilz- fenntnis brachte auch eine LichtbildreihePilze der Heimat", die durch Lehrer V i l l i n g e r Offenbach am Main eine ausgezeichnete Erläuterung fand.

Der zweite Arbeitstag war ausgefüllt mit Be­sprechungen über bie künftige Arbeit der RAW. DerGaureserent konnte dabei mitteilen, daß er von Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger den Auf­trag erhalten hat, für die Verbreitung der Kennt­nisse unserer wildwachsenden Heil- und Nährkräfte und ihrer Verwertung in der Ernährung besorgt zu sein. Die Gauwaltung des NS.-Lehrerbundes hat im Benehmen mit dem Gaureferenten RAW. die Kreisreferenten verpflichtet, in weiten Kreisen der Erzieherschaft und der Jugend Verständnis zu wecken für eine harmonische und bodengebundene Ernährung.

Die Tagung bot allen Teilnehmern eine Fülle von Anregungen für die praktische Arbeit in den Kreisen.Gaureserent Helwig schloß den Lehrgang mit dem Treuegelöbnis zu Führer und Volk und mit der verpflichtenden Mahnung, gerade jetzt im Kriege die ernährungspolitisch so außeroibentlich wichtigen Erkenntnisse in weiteste Kreise bes Volkes zu tragen.

Schweinemarkt in Gründers.

4- Grünberg, 18. September. Auf dem heuti­gen Schweinemarkt standen 286 Ferkel zum Verkauf. Es kosteten bis 6 Wochen alte Tiere 14 bis 16 RM., 6 bis 8 Wochen alte 18 bis 20 RM., 8 bis 13 Wochen alte 22 bis 26 RM. pro Stück. Der Handel war schleppend, es verblieb Ueberftanb.

Die Gauwaltung Hessen-Nassau des NS.-Lehrer- bunbes hatte im Einvernehmen mit der Reichs­arbeitsgemeinschaftErnährung aus dem Walde" (RAW.) bie Kreisreferenten ber RAW. zu einer Arbeitstagung nach Biebenkvpf einberufen. Die vom Gaureferenten der RAW., Lehrer Hel­wig - Dornholzhausen (Bad Homburg), geleitete Tagung war durch den Kreisreferenten Lehrer Boversen -Eckelshausen (Kreis Biedenkopf), der weitgehende Unterstützung durch die Ortsgruppe der Partei und bie Stadt Biedenkopf gefunden hatte, in vorbildlicher Weife vorbereitet worden. Das Ergeb­nis der zweitägigen Schulung war denn auch ein voller Erfolg für die für unsere Volksgesundheit so bedeutsamen Bestrebungen der RAW.

(9aure.ferent Helwig eröffnete die Tagung mit der Begrüßung der Mitarbeiter aus allen Kreisen bes Gaues Hessen-Nassau. Besonderer Willkomm galt ben Vertretern von Partei und Behörden, von denen Bürgermeister Klein und Ortsgrupvenleiter Schmidt die Gäste in Biedenkopf willkommen hießen, letzterer auch im Namen bes Kreisleiters

In einem grundlegenden VortragErnährung als gesundheitspolitisches Problem" behandelte Gau­referent Helwig das Aufgabengebiet der RAW. und ihre Bedeutung für die Volksgesundheit. Er führte aus, daß der" deutsche Erzieher bei der Ar­beit an der Volksgesundheit an entscheidender Stelle mitwirke. Aus der Betrachtung der Ernährungs­fragen vom gefundheitspolitifchen Standpunkt er­geben sich als wichtige Aufgaben: Schulung der Heranwachsenden weiblichen Jugend in der Berufs­und Fachschule; Ausbildung des Küchenperfvnals; Erziehung des gesamten Volkes durch stete Auf- kläruna, die schon in der Grundschule beginnen und durch Ausstellungen, Filme, Vorträge unb Aufsätze in der Presse auch die Erwachsenen erfassen muß; Förderung der wissenschaftlichen Forschung auf bem gesamten Ernährungsgebiet.

In einem weiteren Vortrag sprach Gaureferent Helwig in feffelnber Weise über diePflanzen­welt im Rahmen unserer Heimatgeschichte". An zahlreichen Beispielen zeigte er, wie innig bie Ver­bindung zwischen Mensch und Pflanzenwelt schon in der Vorzeit gewesen ist, wie der Mensch die Prlanzen feines Heimatbezirkes von jeher zu Heil- und Nahrungszwecken gebrauchte.

Eine Pilzexkursion in die Umgebung von 93ieben= köpf hatte ein reiches (Ergebnis. Die gesammelten Pilze wurden noch am gleichen Tage der Derwer-

Gloria-Palast, Seltersweg:Die Rothschilds." Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:In geheimer Mis­sion."

Zucker auf einaefparfe Brotmarken.

Hauptschriftletter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei Hauptschriftleiters: Ernst Blumschetn. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. Han* Thyrtot; für Stadt (hießen, Provinz, Wirtschaft u. Sport: Ernst Blumschetn.

Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange K. S. Beriagsleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann: Anzetgenletter: HanS Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel Pl.NrV.

(Ein Grofchcn kommt zum anderen!

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