lr.02 Swettes Bloß
Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)
Freitag, I«. Upril 1041
au6 i>a,®^'®ie6en' Ein neues Ersolgöjahr der Bezirkssparkaffe Gießen
Weitere Steigerung der Spareinlagen im Jahre 19 40.—Erhebliche Stärkung der Reserven
tei, Behörden und Körperschaften sowie an die Ge-
Bericht für das Ähr 1940
Spargiro- und konlokorrenlverkehr.
" w>- die Nahe nnes ho den Frauenantlltzes. vom hundert vermehrten.
L er aerade das ISaunenhafte lieben mir am Sinn!. •
Somit verwaltete die
z flcien mehr als zwanzig fein, die ein Weibchen
den Auszahlungen des Jahres 1939 zurück. Als Grund hierfür weift der Bericht auf die Auswirkung
pen mehr als jrmben Nestern Lien Angewohn
An neuen Sparkonten wurden im Berichtsjahr
sparens konnte die Kasse die Neueinführung des
Oie Agramer Mumienbinde
mehrere Wörter kennen, und wenn sie auch in der
Von Professor Dr. August Freiherr V.Gall.-i-ömrschen Kaiserz-eit als Sprache des Kultus diente.
Agram — heute wohl durch die Ereignisse der Alle Versuche der Gelehrten, hinter das Geheimnis letzten Wochen eine in der ganzen zivilisierten Weit des Etruskischen mit Hilfe des umfangreichen-Textes bekannte Stadt, über deren Lage sich auch die im lmserer Mumienbinde zu kommen, sind bis jetzt ge
scheitert. Wir wissen nicht einmal, ob der Inhalt
Beine Tub*
25 PL
Dornoknen.
Tageskalender für Freitag.
bekannte Stadt, über deren Lage sich auch die im klaren sind, die sonst nur selten oder gar nicht den
auch die Depositen enthalten, die jedoch gegenüber dem Vorjahre um 260 000 RM. zurückgegangen sind. Die Debitoren haben sich geringfügig auf 814 698,70 RM. erhöht. An Schecken auf andere Geldinstitute wurden 30 538 (26 831) Stück bear»
meindevertreter die Mitteilung, daß im Laufe des Berichtsjahres der Ortsgruppenleiter, Obermeister Wobt er in Heuchelheim, als Mitglied in den Der» waltungsrat berufen worden und der frühere Gießener Ratsherr, Notar K r ü g e.r, infolge Wegzugs nach Friedberg aus dem Derwaltungsrat aus- | geschieden ist. Anschließend erstattete "der Redner den
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alte" *7
Den entscheidenden Einfluß auf diese bisher einmalige Gestaltung der Gesamteinlagen übte der starke Zugang der Spareinlagen au£? Insgesamt betrug die Steigerung der Spareinlagen 7,715 Millionen RM., so daß sich der Spareinlagenbestand am Ende des Jahres 1940 auf 34 989 571,16 RM. erhöht hatte. Der prozentuale Zugang belief sich auf 28,3 v. H. Die durchschnittliche monatliche Er-
4466 Stück errichtet, denen ein Abgang von 1846 Konten gegenüberstand. Mithin ergibt sich am Ende des Jahres eine Erhöhung der Kontenzahlen um 2620 (482) auf 53 502 Konten einschließlich der Aufwertungssparkonten. Ende 1940 entfällt im Neugeschäft (ohne die Aufwertuncpsparkonten) bei einem Kontenbestand von 37 296 auf je 2,4 Einwohner des Geschäftsbezirks der Kasse ein Sparbuch, d. h. daß mindestens jeder dritte Einwohner des Bezirks Sparer der Kasse ist.
Das Ergebnis des Schulsparens im ab» gelaufenen Jahre liegt ungefähr auf derselben Hohe wie im Vorjahre. Von den Schulen der Stadt Gießen hatte die Schillerschule mit einem Betrag von 3878,40 RM. das beste Resultat zu.
trotz aller Bemühunaen noch nicht verstehen, wenn wir auch durch mehrere zweisprachige Inschriften
Da stolpert wieder einer von nebenan herein, noch ein zerzauster Wuschelkopf febiebt sich in den Gang — und im Nu ist ein Hallo ausgebrochen, Witze werden gerissen über das sonderbare „Liebespaar"; „Endlich vereint!" „Was trinken mir denn zur Verlobung?". Und: „Was sagt denn deine Braut dazu, Kamerad?" Lautes Gelächter pflanzt sich fort. Der Soldat neben dem Mädchen aber dreht sich langsam um und sieht die Kameraden an. Er sagt kein Wort. In seinem Gesicht regt sich kein Zug. Er bläst den Rauch der Pfeife vor sich hin — als wäre er allein, ganz mutterseelenallein, durch nichts gestört und abgelenkt. Da verschluckt der Wuschelkopf sein Lachen verlegen und schiebt die andern hinter sich zurück. Noch kommt ja ab und zu ein rauher Witz von drüben rüber. Später versucht nochmal ein anderer, über die vielen Beine und Gepäckstücke wegzuklettern, um sich das Paar zu betrachten und seine Glossen zu machen — aber auch er hat fein Glück. Der Kamerad ist stumm und taub — geht auf nichts ein — als verstünde er nur chinesisch.
Er hält hier Wache bei einem müden Menschenkind Man weiß es genau: sähe er hier neben einem neunzigjährigen Mütterchen — er würde nicht an» öers au?sehen, nicht anders Wache halten. Allmählich wird es still. Auch nebenan. Die Stunden gehn im Räderrollen hin, das Mädchen schläft an des Salden Schulter. — Jetzt hält der Zug einmal mit jähem Ruck. Da wacht das Mädchen auf. Sie ist erst ganz verwirrt und findet sich nicht gleich zurecht. Und man kann unschwer sehen, es ist nicht nur große Erschöpfung über sie gekommen, auch Kummer steht in ihren hilfsbedürftigen Augen. Während der Soldat feine Pfeife ausklopft und fein Koppel schnallt, hat er sie ein paarmal prüfend an» gesehen. Und wie er bann zum Aussteigen bereit ist, die andern schon an ihm vorbeigeklettert sind, hat er das Mädel noch einmal mit festen Händen bei den Schultern genommen und gesagt: ,Lopf hoch! llnb immer tapfer fein! — Es gebt/» es gebt bestimmt! — Es geht bestimmt..Sie sieht erstaunt hinauf in sein grundgütiges, lächelndes Gesicht. Da lächelt sie zurück.
Und wie er ausgestiegen ist und sie sich in ihrer Ecke zurechtrückt, ist das Gesichtchen gar nicht mehr so bleich und trüb, nein richtig rosig und getröstet sieht sie aus.
Reichsmark angestiegen.
Starker Zugang der Spareinlagen.
Shulsparens in Lieh verzeichnen.
Im besonderen Maße versuchte die Sparkasse im Berichtsjahr das Gefolgschaftssparen zu fördern. Wenn auch noch nicht in allen Betrieben des Geschäftsbezirks das Gefolgschaftssparen eingeführt werden konnte, so sind doch fast überall er»
gerung des Bankverkehrs. So ist hier die Umsatzsumme auf 181 Mill. (126 Mill.) RM. angewachsen.
et-nfo raschem Stimmungswechsel lachen, daß der frnmel glänzt und die Sonne einem so warm
des Textes zum Tode oder zum Leichenbegängnis Beziehung hatte oder ob einer der gewerbsmäßigen Befbatter,Einbalsamierer die Leinwand aus seinem Makulaturvorrat hervorholte und zu seinem Zwecke benutzte.
Was aber war wohl das Schicksal der Mumie im jetzigen Krieg? Ging es ihr wie der Mumie der berühmten Kleopatra, der Freundin des Antonius, die die Franzosen 1914 in die Keller des Louvre in Paris brachten, damit die verhaßten „boches“ fein Schindluder mit ihr trieben, und die nach Versailles völlig zerfallen wieder ans Tageslicht kam? Sollte dies aber nicht der Fall fein, so ist^zu hoffen, daß die wackeren Kroaten es machen wie die eingeborenen Aegypter von heute, die schon vor einigen Jahrzehnten ihre alten Pharaonen, die Herrscher ihrer Vorfahren, nicht mehr nackt den Augen der Welt- reisenden zeigten, sondern ihre Mumien der Oef'ent- lichkeit verschlossen und nur gelegentlich einigen Gelehrten sie zeigten. Das hat jedenfalls die Frau verdient, deren Mumienbinde für die Wissenschaft von so großer Bedeutung sind.
So preiswert - und doch storkwirksam, olle Vorzüge vereinend.
verdunkelunaszell
1Ü. April von 20.25 bis 6.19 Uhr.
— Eine umfassende Schau der neuen Frühsahrs- und Sommermode bringt das große Frühfahrs- modenheft der „Modenwelt" (im Deutschen Verlag, Berlin). Rund 100, z. T. bunte Modelle zeigt das Heft, groß und deutlich gezeichnet oder photographiert. Es gibt Einfaches und Elegantes, ' Kleider für jede Tageszeit, neuartige Kostüme, Komplets, Mäntel, auch für regnerische Tage, Röcke, Blusen, Hüte usw. Es wird gezeigt, wie man ein Kleid durch eine einfache Veränderung verwandeln kann. Man findet jugendliche Modelle und solche für junge Mütter, Kleider für ganz Schlanke und viel Schönes für junge Mädchen und , Kinder. Auch interessante neue Handarbeiten bringt t das Heft,
Hypotheken- und sonstige Darlehen.
Im Hypothekendarlehnsgeschäft machten sich die einschränkenden Bestimmungen auf dem Baumarkt stark bemerkbar. Nau ans geliehen konnte nur der Betrag von rund 200 000 RM. werden. Auf der anderen Seite erfolgten Rückzahlungen in Höhe von rund 810 000 NM., so daß der Hypothekendarlehns« bestand auf 11 269 214,14 NM. zurückging. Die nach dem Kriege wieder einsetzende Mohnungsbautätig- keit wird die Sparkasse vor besonders große Finan- zterungsau'fgaben stellen, wofür es schon heute gilt, die entsprechenden Maßnahmen zu ergreifen. In diesem Zusammenhang erhält die Frage des Bausparens wieder eine große Bedeutung.
Stark zurückgegangen ist der Bestand an sonstigen f-sten Darlehen und der Darleihen nn öffentlich- rechtlichen Körperschaften. In der verstärkten außerplanmäßigen Tilgung der Gemeindedarlehen kann man eine trotz des Krieges fortschreitende Besserung der Finanzlage der Gemeinden unteres Hei» matbezirks sehen. Zum Jahresschluß 1940 wurden noch 6 204 065,90 NM. Darlehen an öffentlich-rechtliche Körperschaften ausgewiesen gegenüber 6 551194,41 RM. des Vorjahres.
Eigene Wertpapiere.
Der Zugang an Spareinlagen und der Rückgang von Hypothekendlarlehen finden auf der Aktivseite der Bilanz ihren starken Niederschlag m dem Posten der eigenen Wertpapiere. Jnsaefamt wurden im abgelaufenen Jahre nom. 8 300 000 RM. Schatz- anweifungen und Anleihen des Deutschen Reiches erworben. Durch Kündigung und Auslosung gelangten rund 276 000 RM. zur Rückzahlung. Am Ende des Berichtsjahres wird ein Bestand an eigenen Wertpapieren von 16 435 735,01 RM. ausgewiesen. Der effektive Kursgewinn belief sich auf 19 918,02 RM., während der buchmäßige Kursgewinn 51290,62 RM. betrug. Diesem Gewinn steht
0er Soldat und das traurige Mädchen Von Jngeborg Möller.
gutgeschrieben.
Während sich in den früheren Jahren mit der Erhöhung der Einzahlungen auch die Auszahlungen vermehrt hatten, blieben im Jahre 1940 die Auszahlungen sogar um rund 1 Million RM. hinter
Am 18. kommt er, am 19. muß er kommen" befugtet der Dolksmund, und wenn es auch'der juckuck mit seiner Heimkehr aus dem Süden nicht f pünktlich nimmt, jedenfalls ertönt in der zweiten jälfte des April zum ersten Male wieder fein be- l unter melodischer Ruf. Dieses „Gwguh", bald fr«, bald dorther schallend, erinnert an ein Dersteck- fläel der Kinder, wobei das Suchende durch die <jjfe der abseits Verborgenen hier- und dorthin gllockt und oft lange herumgegängelt wird, ehe es rten Spielkameraden in feinem Unterschlupf auf» fi fiert. Jedenfalls ist man versucht, sich geneckt zu figlen und den Kuckuck für einen richtigen Schalk t halten, wie es ja auch der April ist, bei dem nm nie weiß, wie er es mit dem Wetter hält. Iis strahlendste Gesicht des Uebermütigen kann fg in wenigen Augenblicken hinter einer Wolke vrbergen, aus der es plötzlich wie aus einem $<b zu regnen beginnt, und banadj kann es in
Am gestrigen Donnerstagnachmittag fand im Hotel s ,
Schütz in Gießen die diesjährige Mitgliederver- vDlCllI)» .OttCllOF ölCirtu) sammlung der Bezirkssparkasse Gießen!
unter Leitung des stellv. Direktors Dietrich, machte nach Grußworten an die Vertreter der Par- als Stellvertreter des im Felde stehenden Direktors Dr. Hopfenmüller, statt. Mit dem Vertreter der Partei, Krciswirtschaftsberater Geiger, dem
, Vertreter der Aufsichtsbehörde Landrat Dr. Lotz und dem Vertreter des Hessischen.Sparkassen- und Giroverbandes Direktor M a ch o l d hatten sich die Vertreter der Garantiegemeinden der Kasse fast vollzählig versammelt. t
Atlas zur Hand nehmen. Aber nur die wenigsten wissen davon, daß die Hauptstadt von Kroatien ein Nationalmuseum hat, und zwar ein durch Schätze sehr berühmtes. Eines ihrer' größten Kleinodien, von dem eigentlich nur die Historiker, Aegyptologen und Altphilologen wissen, ist die sogenannte Agramer Mumienbinde. In sie war zur Zeit der Ptolemäer im Reiche der Pharaonen nach ihrem Tode in ortsüblicher Weise eine Dame der Gesellschaft ein» gewickelt worden, um gegen 1865, wie, ist unbekannt, in Agram als Mumie auszutauchen. Ob die Dame schön oder weniger schön war, ist nicht fest- zustellen. Jedenfalls präsentierte sie sich, nachdem sie der Museumsdirektor S a b l j a r ihrer Umhüllung entkleidet hatte, als vornehme Dame. Sie trug auf Stirn und Schultern Vergoldungen. Welcher Rasse sie war, ist bis heute nicht untersucht worden; jedenfalls trug sie rötliches Haar. Und als man sie in geschmackloser Weise senkrecht an einem eisernen Stab in einem Glaskasten zur Schau stellte, hatte man noch kein großes rassisches Interesse. Letzteres war auch nicht der Fall, als man die Dame, nachdem sie durch den sog. Kabine tkcifer und ein längeres Petroleumbad, das sie konservieren sollte, zu ihrer besseren Erhaltung hinlegte, wieder in einem der Oeffenttichkeit zugänglichen Glaskasten!
Aber die dahingewelkte ägyptische ehemalige Schönheit hätte niemals Agram in der Gelehrtenwelt berühmt gemacht. Das besorgte vielmehr ihre Umhüllung, aus der sie der Museumsdirektor ziemlich gewaltsam herausgeschält hatte. Diese Umhüllung, aus Leinen bestehend, ist die „Agramer Mumienbinde". Aber die Leinenbinde hätte die Mumie auch noch nicht berühmt gemacht, denn solcher Mumien aus dem Lande des Nils gibt es genug in den Museen. Was dieser Leinwand ihren Weltruf verschafft, ist das, was einst vor über 2000 Jahren einer auf sie geschrieben hat. Es ist ein sehr umfangreicher Text in der Sprache der alten Etrusker Italiens. Und diese Sprache können mir bis heute
w raucht. » , .
) s Mädchen schlummert weiter, mit ZufrEn 'Men Zügen im blassen, schlafenden Gesichtchen.
'Lerbewoche für die deutsche Luftwaffe, NS.- verzeichnen, während in den ländlichen Garantie» N'gerkorvs- 20 Uhr in der Aula der Universität gemeinden der Kasse in der Schule von Burk- Srtraq von Oberleutnant Sveck. - Stadttheater: ' hardsfel den der größte Betrag gespart wurde.
te keine Vorstellung. - Gloria-Palast, Selters- Als neuen. Erfolg bei der Forderung des Klem- »n: „Hauptsache — glücklich". — Lichtspielhaus, 1NNN-N-! fnnnh» die Kasse die Reueinkubruna de« Hchnhofstraße: „Die Julika".
i debitorische Konten geführt. Die Entwicklung der Kreditoren ist weiter fortgeschritten, sodaß ein Be- I stand von 5 376 998,82 (4,793 Mill.) RM. ausge- roiefen werden konnte. In diesem Bestand sind
beitet. Die Zahlen im Spargiro- und Kontokorrent- ...; ■ . x. . , - ; _ - n w > verkehr zeigen, daß auch im abgelaufenen Jahre
hohung der Spareinlagen betrug 643 000 RM. An d^ser Geschäftszweig in jeder Hinsicht weiter Z^en wurde den Sparern der Kaste 'M Geschäfts- entwickelt hat. Demgemäß erfolgte auch eine Stei- iafyr 1940 der ansehnliche Betrag von 900 000 RM. neruna des Bankverkehrs. So ist hier die Umsatz»
3 liier W' !nf(W 2? n dieses ungfpüw/ MM' men un^ in unb 0crr; figl fönnen sehen.
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fut den hingen gefräßigen Fremdling. Ob ihnen in Jnttinkt etwas von dem Unheil dämmert, k bet' Kuckuck oft über sie bringt, weil sie ihn
Men, oder ob sie ihn nur für einen Keinen Raub- w>el, dem Sperber ähnlich, halten?
Der scheue Vogel ist jedoch nicht ängstlich. Er lumt heute schon in Parkanlagen vor und wurde 'm Rande der Großstadt über Häuserviertel flie- qrid und auf Leitungsdrahten an der Straße stad wahrgenommen. Er scheint sich, wie die Am- fd mit der Zivilisation abzusinden und fein Woh- Mgsgebiet zu verbreitern. P- “•
mn macht den Reiz des Kuckucksrufs aus. Wir fö beglückt, ihn zu vernehmen, »und manche Leute ioaupte-n, habe man Geld dabei in der Tasche, so besitze man das ganze Jahr welches, was natür» ji* auch umgekehrt gelte. Verliebt Lustwandelnde ft (en den Kuckilcksruf wie Goldklang, wie eine Lrheißung des Glücks in ihre Herzen fallen.
Doch soll man sich gerade in Herzensdingen am »rrigften um den Kuckuck kümmern, der ein recht luteres Liebesleben führt. Er macht wenig wäh- lt: sch dem Weibchen den Hof, das in feiner Nähe isl Freilich sind die Weibchen, die vagabundierend hk-umschweifen, die schlimmeren. Wo ein Mann- jn seinen Ruf ertönen läßt, flattern sie hin. Dar- Mi also das lockende „Gu-guh", das bis in den 3ni hinein ertönt. Bis dahin haben die Weibchen ih? Eier alle abgelegt. Es sollen nach neuen An-
Orlszeik für den 19. April.
Sonnenaufgang 6.21 Uhr, Sonnenuntergang 20.28 ht. - Mondaufgang 3.14 Uhr, Monduntergang Uhr.
ein buchmäßiger Kursverlust von 4000 RM. gegenüber. Trotz der hohen Kursrücklage von 315 286,76 RM. stecken in den eigenen Wertpapieren noch erhebliche sttlle Reserven.
Die Zahlungsbereitschafl.
Sowohl die Bar- als auch die erweiterte Liguidi- tät waren über das Liguiditätssoll hinaus erfüllt. Die erste Liquidität, die auf Grund der Einlagen mindestens 4,578 Millivnen RM. betragen soll, ist mit 4,8 Millionen RM. erfüllt, während das Soll der zweiten Liquidität von 13,195 Millionen RM. mit 6 648 000 RM. überschritten worden ist.
Reingewinn und Rücklagen.
Der Bruttogewinn hat sich gegenüber dem Vorjahr erhöht. Nach einigen Rückstellungen für die weitere Ausgestaltung des Betriebes nach dem Kriege und nach Zuweisung von 30 000 RM. an den Pensionsfonds konnte ein Reingewinn von 2 6 9 2 7 7,3 5 R M. zur Ausweisung gelangen. Der Reingewinn wird in voller Höhe zur Auffüllung der Sicherheitsrücklagen verwandt. Durch die Zuweisung dieses Gewinnes beläuft sich die gesetzliche Sicherheitsrücklage auf 1 333 077,71 RM. = 3,3 v. H. der Gesamteinlagen. Trotz der starken Einlagensteigerung hat sich das Verhältnis zwischen der Sicherheitsrücklage und den Gesamtverpflichtungen nicht verschlechtert. Nachdem die Kursrücklage auf 315 286,76 RM. und der PensionssonÜs auf 230 687,17 RM. erhöht wurden, wird das gesamte haftende Eigenkapital mit 1 879 051,64 RM. aus- gewiesen. Die offenen Reserven der Sparkasse erreichten damit 4,66 v. H. der Gesamtverpslichtungen.
Als Ergänzung zu dem Geschäftsbericht und zugleich als Zeichen für das Anwachsen der Spareinlagen bemerkte der stellv. Direktor Dietrich am Schlüsse noch, daß auch in dem neuen Geschäftsjahr in der Zeit vom 1. Januar bis 1. April 1941 ein weiteres starkes Wachstum der Spareinlagen in Höhe von 2,7 Millionen RM. zu verzeichnen war, so daß die Kasse gegenwärtig einen Einlagenbestand von über 43 Mill. RM. an Spargeldern verwaltet.
Anerker mnig der Aufsichisorgane.
Als Vertreter der Aufsichtsbehörde sprach Landrat Dr. Lotz, der mit Genugtuung besonders die große Steigerung der Spareinlagen hervorhob und sie als einen der stärksten Beweise des Vertrauens unserer Volksgemeinschaft zu unserer Staatsführung bezeichnete. Nach einem kurzen Hinweis auf die er- erfreuliche Finanzierung der Kreisgemeinden lenkte er die Aufmerksamkeit der Versammlung noch besonders auf die großen Zukunftsaufgaben der Sparkassen, und dabei auch der Bezirkssparkasse Gießen, auf dem Gebiete des Wohnungsbaues und der Erfüllung anderer öffentlicher Pflichten hin und sprach bann der Verwaltung und allen Mitarbeitern der Bezirkss- arkasse Dank und Anerkennung für ihre ausgezeichneten Leistungen im verflossenen Jahre aus.
Revisionsdirektor M a ch o l d vom Hessischen Spar- tasten- und Giroverband äußerte sich in dem gleichen Sinne und machte dabei noch die interessante Mitteilung, daß von den 95 Millionen RM. Spareinlagen bei allen 35 hessischen Sparkassen im Jahre 1940 allein 7,7 Millionen RM. auf die Bezirkssparkasse Gießen entfallen und damit die Bezirks- sparkasse Gießen an der dritten Stelle in der Reihenfolge der 35 hessischen Sparkassen steht; vor Gießen rangieren nur noch Darmstadt an erster und Mainz an zweiter Stelle.
Zum Schluß wurde noch bei der Ergänzungs-
jrmben Nestern anvertraut. Mit dieser merkwür- Grund hierfür weist der Bericht auf die Auswirkungen Angewohnheit, die in der Vogelwelt beispiel-1 gen der kriegswirtschaftlichen Anordnungen hin, da- lv- erscheint und noch immer eine rätselhafte An-1 neben betont er aber besonders die fürsorglichen ge>genheit ist, wird die Leichtferttakeit des Liebes-1 Maßnahmen des Staates für die Versorgung der ut*ns mit der Mißachtung jeder Mutterpflicht fort- Solbatenfamilien, die diese Sparerder Notwendigkeit , Nicht weniger seltsam bleibt demgegenüber enthoben, Ersparnisse früherer Jahre zur Bestrei- lii aufopfernde Sorge der betrogenen Singvögel tung des laufenden Lebensunterhaltes anzugreifen.
■ßs ist im abendlichen Personenzug von Elbing md Danzig. Das ganze Abteil ist voller Soldaten, ta nächste, das übernächste auch. Die Luft ist zum öhreiden dick, ein Nebel von Zigarettenrauch, in bni die grau-grünen Gestalten schwankend beleuchte: ind im spärlichen Flimmern der abgedunkelten «»neu»»- &rpen. Nebenan ist Lärm, Kartenspiel und Steife. Bei uns im Abteil aber hegen fte mit ri lDP i gestreckten Beinen gemütlich in ihrer Dankecke „ttenbeiV nb ruhen aus; im Gepäcknetz türmen M) die pral» ib I fe s-packten Affen, mit Brotbeutel, Feldflaschen. Harpen und Paieten aller Arten und Farmen. " fi -Stahlhelm fchaukelt an seinem^Rinnen wie! em«
über dem Kops eines müden Flaksoldaten - rber noch viel müder als der ist das pinge
MM »-:chcn, das dort allein unter all den Mannern
Wij-lii • ch der Bank sitzt, mitten zwischen den Soldaten
5- merkt nicht, was um fi- vorgeht. 61« spurt ityl wenn die Munteren von nebenan manchmal * Kopf herein fte cf en und irgendeinen «cherz los» Wen — sie sitzt ganz zusammengesunken da, hat !ir?- kleinen Koffer auf dem Schoß und den punr» ler Zockenkopf darüber auf beide Arme gelegt unp »iht in tiefster Erschöpfung. Wer weiß, was sie ü -inen weiten Weg, welch lange Reife sie hinter lit Dat? — Neben ihr sitzt ein lunger Soldat, der writlich seine Pfeife raucht. Manchmal hat er Kn — wenn der Zug plötzlich anruckte — has Richen schnell beim Arm gefaßt, — denn sonp Dir. fit» vornübergefallen. Sie merkt es mcht. ^eyr th — hat sie anscheinend doch keinen Halt mehr IN ist ganz tief cingeschlafen, der kleine Kosfer kvscvt und rutscht noch mehr zur Seite - Da mnt ihn der Soldat kurz entschlossen von ihren :&i<n und legt ihn ins Gepäcknetz. Dann richtet er di> schlafende auf und bettet ihren Kopf an: fe Snlter. Nun sitzt er wieder gerade und ruhig oa tiiii mit zufriedener Miene in die dunkle Nacht
als 107. Geschäftsjahr, aus dem wir folgende be-" folgversprechende Verhandlungen angeknüpft worden, merkenswerte Einzelheiten hier verzeichnen: j Gegenüber dem Vorjahre hat sich die Zahl der
Eingapgs wird betont, daß es der Bezirksspar» Sparer sowie der Eingänge der Sparbeträge bei kaffe Gießen auch in Jahre 1940 gelungen ist, wie- dem Gefolgschaftssparen verdoppelt.
herum ein großes Stück in der Entwicklung der । Die Ausgabe von Heimsparbüchsen und Spar- Sparkasse vorwärts zu kommen. | uhren wurde auch im abgelaufenen Jahre fortge-
Der Gesamtumsatz der Sparkasse er» setzt. Zurzeit befinden sich 1337 (1175) Heimsparhöhte sich um 46,8 Millionen RM 29,2 v. H. auf düchsen und 1195 (1111) Sparuhren im Gebrauch. 206 995 299,36 RM., während sich die Spar- und Oiroeinlagen um 8,3 Millionen RM. = 25,9
v-v m „,ullvcll V(lllKVi„u. ÖVimi- u.c Der Umsatz im Spargiro- und Kontokorrentver-
L er gerade das Launenhafte heben wir am Apnl, > Kasse am Ende des Jahres 1940 40 366 569,98 RM. kehr erhöhte sich im Jahre 1940 auf 105 368 297,91 rill wir.wissen, daß es ihm trotz allem nicht ernst Die Bilanzsumme der Sparkasse ist auf (92 Mill.) RM.; dies bedeutet eine umsatzmäßige i|: und er dem Mai schon die Tür aufhält. Das Grund dieser in der Geschichte der Sparkasse bei» Zunahme von 11,46 v. H. Insgesamt wurden am Usbete, 'das ständig feinen Ort Wechselnde und da- spiellosen Entwicklung auf über 42 Millionen Jahresende 4040 (3663) krcditorische und 368 (400) fr unüberhörbar Einmalige unter den Doaelstim- "* • - - — *rv.«
Große Tube 40 Pf.


