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Mi dem Vau-Salaillon 213 in Irankreich
ging es in die Quartiere. Beim letzten Tageslicht aber zogen sie ihr Schreibpapier hervor. Die Strapazen waren vergessen, und nur das große Erlebnis sollte den Lieben daheim geschildert werden. Ringsum hatten die Bäume ihre erste Blütenpracht angelegt, standen frische Veilchen im Grase. Die ersten Blüten und Veilchen wurden in die Briefumschläge gesteckt — ein schöner Gruß marschierender Infanterie aus dem Südosten an die Heimat.
rät nachgezogen, das vorn notwendig gebraucht wurde. <^ie gehörte zu den Schlagadern der deutschen Armeen in Frankreich. Der Feind wußte von
I.
Die Frühlingstage im Waldlager waren zu Ende. Die Buchen grünten, die Fichten zeigten neue Triebe, der Kuckuck rief. Endlich erging auch an uns der Befehl zu neuem Schaffen und Wirken.
Seit Ende Februar hatte das Bau-Bataillon tn der südlichen Eifel gelegen, mit Ausbesserungsarbeiten an den Dormarschstraßen beschäftigt. Diele von uns wollten nicht daran glauben, daß unser Heer es wagen werde, die Maginotlinie anzugreifen, deren nördliche Verlängerung sich vor unseren Abschnitten hinzog. Manches deutete jedoch darauf hin, daß das Unwahrscheinliche Ereignis werden solle. Marschpläne wurden durchgegeben, schwere Brückenkolonnen rollten an uns vorüber der Grenze zu und als gar das Bataillon selbst nicht weit hinter dem Westwall zusammengezogen wurde, da wußten wir, was die Stunde geschlagen hatte.
Einige Frühlingswochen noch mußten wir uns im Waldlager gedulden. Für all das Blühen und Grünen ringsum hatten wir kein Auge mehr. Eines Tages Anfang Mai — der Himmel war von schwe- ren Gewitterwolken bedeckt — hatte das Bataillon Alarm. In Eile wurden die Fahrzeuge mit dem Notwendigsten beladen, dann stand die Kompanie zum Abmarsch bereit. Deutsche Flugzeuge donnerten dicht über die Wipfel der Tannen dahin. Die Kompanie aber marschierte singend in den Abend hinein,
graue Kolonne die Paß st raße bergab. Für Männer und Pferde ein letztes Kräftemessen. Und als die Abendsonne ihre letzten wärmenden Strahlen bescherte, war das Tagesziel, der kleine Ort Schipka am Südhang des Balkangebirges, erreicht. Jeder einzelne Soldat war stolz auf feine Leistung. Er konnte auch stolz sein. Lachend grüßten die Männer der einheimischen Bevölkerung zurück, die ihren Abstieg Stunde um Stunde verfolgen konnte. Dann
ging es in Fußmärschen und dann mit Lkw. westwärts, die unsere Armeen im November 1918 auf dem Rückmarsch ostwärts gezogen waren, und manch einer von uns erkannte die Ortschaften wieder, die er zuletzt vor 22 Jahren sah.
In V a st o g n e , einem Städtchen im südlichsten Zipfel Belgiens, hatten wir das Glück, den Führer zu sehen. Stürmisch begrüßt von seinen Soldaten, stand er ernsten Gesichtes in seinem Wagen. Nach wenigen Stunden kehrte er auf derselben Straße zurück, auf der er kam.
An der Maas und ihrem rechten Nebenfluß, am Semoy, wurde dann das Bataillon im Raume Montherms eingesetzt, die Kompanien weit auseinandergezogen, mit Sonderaufträgen der verschiedensten Art betraut. Da galt es, Granatlöcher und Sprengtrichter zu füllen, Straßen für schwere Kolonnen fahrbereit zu machen, Sperren zu beseitigen, Brückenbaumaterial zu beschaffen und Notbrücken zu errichten. Gegen Abend knallte es vielfach aus den Waldungen der umliegenden Höhen herab ins Tal. Die Bunker der Maginotlinie boten versprengten französischen Soldaten Zuflucht, so muhten gelegentlich Suchkommandos auf die Jagd nach Heckenschützen gehen.
Monthermö, ein Städtchen zu beiden Seiten der Maas, das tief im Talkessel eingebettet liegt, war von den Einwohnern völlig geräumt. Die höher gelegenen Straßenzüge des Ostteils hatten schwer unter feindlichem Abwehrfeuer gelitten, aber der Artillerie-Beschuß hatte die Gebäude, die unmittelbar am Flußufer lagen, kaum erericht. So war es unter verhältnismäßig geringen Verlusten geglückt, im Angesicht der feindlichen Bunker eine Pontonbrücke über die Maas zu schlagen, auf der die Stoßgruppen den Fluß zu überschreiten und in das französische Verteidigungssystem einzudringen vermöchten. Die Pontonbrücke von Monthermö gehörte zu den wenigen großen Brücken, die unsere zwischen Maas und Äisne vorrückenden Truppen mit der deutschen Etappe verbanden. Auf ihr wurden Kampfreserven, Munition, Lebensmittel, Kraftstoff und all das Ge
ber Grenze zu.
Das Flüßchen Our scheidet dort Deutschland von Luxemburg. Längs der Our bezog das Bataillon Quartiere, während deutsche Truppen schon an der französischen und belgischen Grenze streiften. Noch wohnten wir auf deutschem Boden, aber doch gab es hier kriegsmäßige Arbeit. Die Luxembeurger hatten viele Brücken gesprengt und hohe Straßensperren errichtet. In kürzester Frist hatten unsere vorbrechenden Truppen alle Hindernisse überwunden, aber uns brachten diese luxemburgischen Maßnahmen vielseitige Aufgaben, deren Erfüllung uns zugleich für die Anforderungen des Vormarsches in Frankreich schütte. Als es dann über die Grenze ging, waren wir froh. Unsere Flugzeuggeschwader, die über uns hin feindwärts brausten, sprachen von Kampf und Vorwärtsbewegung. Wir wollten dabei v
sein und mithelsen zum Erfolg. Durch Luxemburg diesem Maasübergang und von seiner Bedeutung
ompanie
befindliche Verwandte brachte ihm Hilfe, ehe es zu
Auf dem Friedhof der Rhöngemeinde Heubach bei Schlüchtern war ein Einwohner mit dem Schaufeln eines Grabes beschäftigt, als infolge der Nässe
noch in der Grube befindlichen Monn unter sich begruben. Zu allem Unglück stürzte auch noch der schwere Grabstein des Doppelgrabes über die Gruft und behinderte den Verschütteten, sich zu befreien. In seiner bedrohlichen Lage konnte er sich nur durch
brücken ernsthaft anzugreifen.
(Fortsetzung folgt.)
Aus aller Welt.
Große Sturmschäden in Jberoamerika.
Ein schwerer Zyklon hat in Peru und Brasilien große Verwüstungen angerichtet und zahlreiche Opfer an Menschenleben gefordert. Der Zyklon zog vom Südwesten über die ausgedehnte Ebene zwischen Amazonas und dem Motto Grosso gegen die atlantische Küste. Auf seinem Wege richtete er überall Zerstörungen an. Am stärksten mitgenommen wurden die brasilianischen Staaten Maranhao mit der Hauptstadt San Luis do Ma- ranhao, und A l a g o a s mit der Hauptstadt Ma- ceio, wo viele Gebäude im Zentrum der Stadt unbewohnbar gemacht wurden. In der Gegend von San Luis do Maranhoa wurden auch die Eisenbahnlinien unterbrochen.
Eisenbahnzug in den Fluß gestürzt.
Bei Baden in Pennsylvanien (USA.) entgleiste ein Zug und stürzte in den Fluß. Dabei wurden fünf Personen getötet und 100 verletzt.
Eine Weinflasche explodiert.
In Kröv (Mosel) hatten bei Arbeiten im Weinberg Winzer ihren Haustrunk in einer Weinflasche zum Anwärmen.an ein Feuer gestellt, das von einem
spät war.
Das künftige Reichskriegermuseum.
für den deutschen Vormarsch. Daher sandte er Nacht für Nacht seine Bombenflugzeuge mit dem Auftrag, die Brücke zu zerstören.
Das Baubtl. erhielt den Befehl, in Zusammenarbeit mit einem Pionier-Bataiuon zw^ ld-Ton- nen-K'-'easbrücken zu bauen, die mit einem reichlichen Abstand voneinander, den llebergang bei Montherme gewährleisten sollten. Eine und die Kolonne wurden für diese Arbeit eingesetzt,
Jungen überwacht wurde. Dieser korkte die Wein, flasche fest zu. Als nun später einer der Männer nach der Flasche griff und sie entkorken wollte, explo- dierte ihm diese in der Hand. Er erlitt so schwere Verletzungen an den Händen und im Gesicht, daß er in ein Krankenhaus gebracht werden muhte.
Ein übler Gast im Hühnerstall.
Ein nicht alltägliches Erlebnis hatte ein Geflügel« besitzer in Ruppertshütten (Spessart), als er früh, morgens feinen Hühnerstall aufmachte und sich Plötz« lich einem Hüherhabicht gegenübersah, der sich abends mit hatte einschließen lassen und in der Nacht bereits einigen Tieren den Garaus gemacht hatte. Der Räuber versuchte, sein Leben so teuer als möglich zu verkaufen und griff den Stallbesitzer mit wütenden Flügelschlägen an.
Im Grab verschüttet.
Nachtschichten an der Löschung des verräterischen
Brandes. Wasserstrahlen, die mit der Handpumpe x,.. ,...... —
auf die glühende Kohle gegeben wurden, blieben , Rufen bemerkbar machen. Erne auf dem tfriebgof ohne nachhaltige Wirkung. Erst als die schwelende r‘ c: ö
Ladung in den Fluß geschaufelt war, erlosch der Brand. Seitdem unterließ es der Feind, die Kriegs-
Das Kurhessische Heeresmuseum im Roten Pa« lais in Kassel wird zum Reichskriegermuseum ausgestaltet. Es entstand mehrere Jahre vor der Macht- übernähme als Erinnerungsstätte an die Geschichte der ruhmreichen kurhessischen Truppenteile. Das Museum gibt in seiner reichhaltigen Uniformsamm- lung einen Ueberblick über die Bekleidung und Ausrüstung althessischer Truppenteile, wie auch der Vorkriegs- und Kriegsformationen des ehemaligen XI. Armeekorps. Fast vollzählig ist auch die Samm« lung der Handfeuerwaffen, angefangen beim Stein-- schloßgewehr des Siebenjährigen Krieges bis zum modernen Mehrlader. Aus der Fülle der Schau- stücke seien weiter genannt: die blanken Waffen, wertvolle militärische Urkunden aller Zeiten, die Sammlung der Beutestücke aus dem Weltkrieg, die Ordenssammlung, die besonders wertvolle Geschoß« ünd Zündersammlung und optisches Heercsgerät. Einzig in ihrer Art ist die im Keller untergebrachte Schützengrabenanlage. Don Beobachtungsständen sieht man in Halb rund bildern die Darstellung ver» schiedener Gefechtshandlungen der tapferen kurh es fi
schen Regimenter im Weltkrieg.
•paupiiÄPTtietteT- Dr .trteort» ©tibcie Lange eteUbettttm «0 HaupNLnNteilerr Ernst Blumschetn. iBnantnrottHd) üt Veltri »ntz Bilder Dr fit. W Lange für da« Few leivn: Dr. Hans Tfmriotx (h Stab: Gießen, Prvvm?, n. Sport: Ern» B>um,Le n.
Druck uno ^eriag rörübl.th? Unirer-itauorurfetei Di. Lanqe fi G. Seruroeietter Dr.. Ing Er-ck, Hamann dlntciflctue tet Hans Beck. Ker * ür hm Inhal* her »In-elften Tberhnr Kämme K.
und schon noch wenigen Tagen konnte die Vollendung der beiden Brücken kurz nacheinander gemeldet werden. Die nördliche Brücke wurde zuerst fertig, sie war auch das Ziel eines Bombenangriffs im Tiefflug, der jedoch daneben traf und uns nur wenige Verluste an Verwundeten brachte. Am Ostufer der Maas lag ein mit Kohlen beladener Kahn, der von den Franzosen vor der Räumung des Ufers in Brand gesetzt war. Beim Ansatz der Brücke hatte man für die erste Strecke diesen Kahn als Unterlage benutzt. Nun glühte die Kohle allmählich durch, und der Lichtschein des brennenden Kahnes bot den ,.........- ----- ~ .
feindlichen Fliegern einen guten Orientierung die Seitenwande der Gruft einbrachen und den punkt: Mit fieberhafter Eile und ohne sich durch d'e * i" her Grube befindlichen Mann unter sich be- feindlichen Fliegerangriffe beirren zu lassen, arbeiteten die Männer des Bataillons in Tag- und
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