Ausgabe 
18.2.1941
 
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Berlin, 17. Febr. (DNB.) Der OKW.-Bericht

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Im Hause der Auslandsorganisation vollzog sich in Gegenwart des Reichsorganisationsleiters Dr. Ley und des Gauleiters der AO. Bohle die Amtseinfüh- rung des neuen Gauobmannes der DAF. der Auslandsorganisation Pa. Rarath. Worte höchster Anerkennung fand Gauleiter Bohle für den scheidenden Gauobmann der DAF., AO. R u b e r g, der bereits 1931 im Kamerun die erste Ortsgruppe der NSDAP, gründete.

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17 575 480,20 RM Der Durchschnitt je Kopf Bevölkerung steigerte sich von 13 auf 22 Rpf.

Oer vernichtende Gtuka-Angriff auf dieSouthampton".

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Mauer aus Blut und Stahl.

Erlebnisbencht von -den Kämpfen einer Division der Waffen in der panzerabwehrschlacht bei Arras.

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Am 12. und 14. Februar erneuerte in Giara- bub der Feind unter Einsatz starker motorisierter verbände mit besonderer Heftigkeit seine Angriffe, bi? am widerstand unserer tapferen Truppen zu- lommenbrachen. Abteilungen des deutschen Fliegerkorps haben feindliche Flugstützpunkte, Verbindungswege und motorisierte englische Abtei- lmgen aufs heftigste bombardiert. Ein deutscher vi»mber ist nicht zurückgekehrt. 3m Aegäischen Meer frirbe ein feindlicher Flugstützpunkt auf Kreta ml Splitter, und Sprengbomben belegt.

3n Ostafrika beiderseitige Artillerietat.gkeit lir Abschnitt von Keren. 3m Ken ia-Abschni tt v«rde eine starke feindliche motorisierte Kolonne, bii versuchte, sich unseren Stellungen zu nähern, im ' bärtigen Gegenangriff zum Rückzug gezwungen, »»bei sie starke Verluste an Mann und Material er- Illi. Unsere Luftwaffe unterstützte weiterhin in vollem kinsah die Landkampfhandlungen.

Bei dem vom Feinde in der Rächt zum lv. Je- bmar ausgeführten Luftangriff auf Brindisi imbe neben den im gestrigen Wehrmachtbericht ge- nennten zwei Flugzeugen noch ein weiteres avge- kfpffen.

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Bor neuen Wirtschastsverhandlungen Niederländisch-Zndiens mit Japan.

Tokio, 17. Febr. (DNB.) Noch einer Domei» Meldung aus Batavia suchte der Chef der Handels« abteiluna der niederländischen Regierung am 15. Fe­bruar den dortigen japanischen Generalkonsul Ischizawa auf, um ihm die Absicht seiner Regierung für die Wiederaufnahme der Wirt­schaf t s v e r h a n d l u n g e n zu übermitteln. (5s sei anzunehmen, baß als Ergebnis dieser Aussprache die Verhandlungen zwischen den beiden Ländern in allernächster Zeit eröffnet werden.

Kieme politische Nachrichten.

Reichsbauernführer Darrs hat Prof. Gün­ther im Hinblick auf die besondere Bedeutung sei­ner Arbeiten für das deutsche Bauerntum und sei­nen Kampf gegen die Verstädterung zu seinem fünfzigsten Geburtstag durch den Landesobmann der Landesbauernschaft Baden und einen Referen­ten seines Stabes die Glückwünsche des deutschen Landvolkes aussprechen und ihm eine Plastik von Professor Klinisch überreichen lassen.

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um das Volkstum große Verdienste erworben. Im Sommer 1933 schweißte Ministerialrat Ringshausen der Landschaftsbund Volkstum und Heimat heute Heimatbund zu einer lebendigen Gemein­schaft zusammen. Er gründete auch die Jugendzeit­schriftDer junge Heimatfreund" und veranlaßte zahlreiche Ausstellungen zur Förderung der Volks- rumsaroeir in Stadt und Land.

Botschafter Hermann Knebel f.

München, 17. Febr. (DNB.) Botschafter Her­mann Kriebel ist kurz nach Vollendung seines 65. Lebensjahres im Krankenhaus München links der Isar gestorben. Hermann Kriebel gehörte zu den ältesten Mitkämpfern des Führers. In den politischen Sturmjahren nach dem Weltkriege war her damalige Oberstleutnant Kriebel in der

»rntchteter feindlicher Tonnage Auf ihrem zweiten nternehmen, das sich.an der Wende 1916/17 über er Monate hinzog, vernichtete die ..Möwe" ins- samt 21 Dampfer und 5 Segelschiffe mit 119 677 RT Diese Glanzleistung, die 1917 in der ganzen (eit größtes Aufsehen erregte, ist jetzt von dem im KW.-Bericht vom 16. 2. rühmend erwähnten deut­en Kriegsschiff bereits um einige hun- -.»rt Tonnen übertroffen worden.

festige Kampfe um Giarabub

Der italienische Bericht.

Rom, 17. Febr. (DNB.) Der italienische wehr- »achtbericht vorn Montag hat folgenden Wortlaut:

An der griechischen Front dauerten am iffdgen Tage die Kämpfe besonders am Abschnitt ir 11. Armee an. verbände unserer Luftwaffe iben feindliche Stützpunkte, verbindungsstrahen Hb Verteidigungsstellen gründlich bombardiert und in Tiefslug Truppenzusammenziehungen und Nach- K-ubkolonnen mit MG. Feuer und Splitterbomben belegt Ein feindliches Flugzeug wurde abgeschossen.

der Nacht zum 16. Februar haben unsere Bom­bet den Flugplatz von M l k a b a (Malta) mit sicht- llhem Erfolg bombardiert Flugzeuge des deutschen Fliegerkorps schossen über der Insel drei hurricane

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burt der deutschen Nation einen Namen einzusetzen und im Kampfe gegen den Novemberstaat eine Exi­stenz zu verlieren hatten.

Hermann Kriebel entstammt einer alten bayeri­schen Offiziersfamilie. Er wurde 1876 in Germers­heim als Sohn des späteren Generals Karl Kriebel geboren und nahm um die Jahrhundertwende am Chinajeldzug teil. Während des Weltkrieges hatte Kriebel verantwortungsvolle Generalslabsstellungen inne und wurde dann in der Obersten Heeresleitung einer der engsten Mitarbeiter Ludendorffs. Als mili­tärisches Mitglied der deutschen Waffenstillstands­kommission rief Kriebel beim Verlassen der Stadt Spa im Juni 1919 den Feinden sein prophetisches Wort zu: Auf Wiedersehen in zwanzig Jahren! Nach der Auflösung der bayerischen Einwohnerwehr, deren Stabschef er war, übernahm Kriebel die Füh­rung des Deutschen Kampfbundes, der sich aus der damaligen SA., dem Bund Oberland und der Reichsflagge zusammensetzte. Am 9. November 1923 marschierte Kriebel neben Adolf Hitler zur Feld- Herrnhalle. Don der fünfjährigen Festungshaft ver­büßte er längere Zeit mit dem Führer zusammen in Landsberg.

Nach der Haftentlassung war Kriebel in der Heim­wehrbewegung Kärnten tätig. Er kehrte auf des Führers Ruf von dort zurück, wurde SA.-Ober- gruppenführer und ging später mehrere Jahre bis 1937 als einer der besten Kenner der ostasiatischen Verhältnisse als Generalkonsul nach Schanghai. An­schließend wurde Kriebel als Ministerialdirektor im Auswärtigen Amt Chef der Personalabteilung. Im September 1940 wurde ihm eine besondere Ehrung durch die Ernennung zum Oberst des neuen Heeres zuteil. Erst vor wenigen Wochen, an seinem 65 Ge­burtstag, wurde ihm der Titel eines Botschafters verliehen. _

Nur wenige Männer haben als Soldat, Politiker und Revolutionär die Entwicklung unserer Zeit gleich stark miterlebt und mitbeeinflußt rote Her­mann Kriebel. Sein Leben war der Größe des Reiches gewidmet. Sein Name wird für immer mit der Geschichte der nationalsozialistischen Bewe­gung verbunden bleiben.

Reichsleiter Alfred Rosenberg widmet in der Nationalsozialistischen Parteikorrespondenz Her­mann Kriebel einen Nachruf, in dem er sagt: Mit ihm ist eine Persönlichkeit abberufen worden, die tm wahrsten Sinne eine Verkörperung aufrechtesten deutschen Mannestumes und vorbildlicher national­sozialistischer Kameradschaft gewesen ist. Er trug beste deutsche Offizierstradition in die junge national­sozialistische Bewegung. Auch er symbolisierte für uns schon damals jene Vereinigung von Soldaten­tum und Arbeitertum im weitesten Sinne der bei- den Begriffe, die Wille und Idee einer neuen Volks­gemeinschaft wurden. Wieder geht einer von jenen von bannen, die den ganzen Weg von deutscher

diese Situation eingespielt. Jeder einzelne weiß ge­nau, was er in dieser Lage zu tun hat. Und schon peitscht der erste Pakschuß aus dem Rohr. Der zweite, der dritte und vierte folgt blitzschnell Hinter­her. Ein Panzer raucht, brennt lichterloh, der an­dere schiebt sich schwerfällig rückwärts, um dem mör­derischen Pakfeuer zu entgehen.

Irgendwo geht eine geballte Ladung hoch. Aha die Pioniere sie Haben das Dorf fast zur gleichen Zeit von der anderen Seite her erreicht.

Als die mit der Infanterie vereinbarten Leucht-

Jetzt beginnt, wie schon so oft, das stundenlange, zermürbende Warten. Aber es hilft nichts zu­nächst muß durch den Spähtrupp festgestellt wer­den, was in Siemencourt los ist. Wenn es nur erst _ , ........

so weit wäre: den Feind vor Augen haben, handeln' Zeichen ausblieben, hatte sich der Pionier-Zugführer

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Nach schwerem Leiden ist im 61. Lebensjahr Mi­nisterialrat Friedrich Ringshausen gestorben. Mit ihm ist ein Mann dahingegangen, der auf dem Gebiet des hessischen Schulwesens und der Volks- tumsarbeit sich große Verdienste erworben hat.

Am 28. Januar 1880 zu Nidda in Oberhessen ge­boren, stand Ringshausen als Lehrer in verschiedenen Teilen Hessens und war zuletzt 24 Jahre Lehrer in Offenbach. Bereits 1923 trat er der NSDAP, bei und war von März 1927 bis Januar 1931 Gauleiter der NSDAP, in Hessen-Darmstadt. Als Leiter der Abteilung VII. der Hessischen Lan­desregierung betreute er das Bildunaswesen, Kultur, Kunst und Volkstum. Er war Daneben Gauwalter des NS. -Lehrerbundes. Amtsleiter für Erziehung und Unterricht sowie Lei­ter des Heimatbundes für Hessen und Nassau und Sängergauführer des Sänger­gaues XII Hessen-Darmstadt. Insbesondere hat er sich auch als Reichs« uni) Auslandsredner her Partei

aatssekretär Woermann, Generalkonsul Schubert ^Gruppenführer Wolff, General von Witzendorsf Vizeadmiral Patzig, Oberstarbeitsführer Müller-' Brandenburg, der japanische Geschäftsträger mit lern Personal der Botschaft. Staatssekretär v. Weiz- |i(fer hieß Botschafter Oshima tm Namen des von Berlin abwesenden Reichsaußenministers zu seinem weiten Amtsantritt in Deutschland herzlich bmmen und geleitete ihn in die Botschaft.

Berlin. 17. Febr. (DNB.) Nach einer Ver­öffentlichung der britischen Admiralität wird die Zahl der mit dem britischen Kreuzer Southampton" untergegangenen Offiziere und Mannschaften mit 482 angegeben Einzelheiten über Verwundete und Gerettete der rund 700 Köpfe um­fassenden Besatzung des Kreuzers werden nicht ge­macht. Als deutsche Kampfflieger in der Straße von Sizilien den KreuzerSouthampton" angegriffen hatten, hat die britische Admiralität bekannt gege­ben, der Kreuzer habe sich s e l b st versenkt. Diese Angabe ist von vornherein auf Zweifel ge­stoßen. Die jetzt von der britischen Admiralität genannten Zahlen über die Toten derSouth­ampton" sprechen vielmehr für die gewaltige SchlagkrastderdeutschenSturzkampf- b o m b e r.

Durch ein königliches Gesetz wurden die Bestim­mungen des Gesetzes vom 14. September 1940 über die Gründung des national-legionären Staates in Rumänien außer Kraftaesetzt. Bis zur Neu- regelung ist jede politische Tätigkeit verboten.

Größe über Fall, Schande und Schmack; ungebeugt bis zur Schicksalswende durchgekämpft haben. Wie­der einer, dessen Namen unaustilgbar in dem Ge­dächtnis der nationalsozialistischen Revolution ein­gegraben bleiben wird. Er war uns allen ein Kame­rad, dem Führer einer seiner treuesten Gefolgschafts­männer, der deutschen Jugend ein Vorbild für im­mer, dem deutschen Volk ein bedingungsloser Träger seiner Ehre.

Beamte und Handwerker sammelten über 17,5 Millionen für das WHW

Berlin, 17. Febr. (DNB.) Am 1. und 2. Fe- bruar sammelten Beamte und Handwerker für das Krieas-WHW. Während bei der gleichen Sammlung des Vorjahres 10 619 085,52 RM. aufgebracht wur­den, stieg das Ergebnis in diesem Jahre um 6 956 394,68 RM., das sind rund 66 v. H., auf

und zupacken dürfen, das ist etwas für einen Pan­zerjäger. Stunde um Stunde verrinnt, die Männer liegen am Boden, rauchen, dösen vor sich hin und warten.

Indessen hat der Kommandeur mit den Komvanie- und Zugführern die Lage eingehend besprochen:

Es muß damit gerechnet werden, daß starke feind­liche Panzerkräfte versuchen werden, in die Flanke der Division zu stoßen. Der Feind will die Umklam­merung seiner Armee verhindern und die im zügi­gen Vorgehen befindlichen deutschen Truppen ab­schneiden und möglicherweise vernichten. Das Gesetz des Handelns darf keinen Moment aus der Hand gegeben werden. Die Division hat an ihrer Stelle mitzuwirken, den großen stählernen Ring um die vom englischen Expeditionsheer verstärkte französische Armee zu schließen. Der Vormarsch der Division darf unter keinen Umständen aufgehalten oder unter­brochen werden. Für die Panzerjäger hat die Stunde der Bewährung aeschlaaen. Es kommt auf jede Kom­panie, auf jedes Pakgeschütz und auf jeden einzelnen Mann an!

©er Kampf auf der Oorfstraße.

Bevor der Kommandeur auf seinem B-Krad zum anderen Gefechtsabschnitt hinüberfährt, steckt er seinen Männern noch Eigenhändig die Handgranaten in die Koppel. Der Zugführer grübelt noch eine ganze Zeit über seine Worte nach Auch er spürt jetzt die Müdigkeit sie sind jetzt wieder mal 36 Stunden auf den Beinen. Stunden sind vergangen: die mit einem Jnfanteriespähtrupp verabredeten Leucht­zeichen sind ausgeblieben, Meldungen liegen immer noch nicht vor.

Fernes Motorengeräusch läßt aufhorchen. Die Armbanduhr zeigt 2.30 Uhr. In zwei Stunden wird es hell fein. Auf der Straße taucht schemenhaft ein B-Krad auf, es ist mit drei Soldaten besetzt, und fährt in Siemencourt ein. Es vergehen wieder zwan­zig Minuten, bann werden die Giebel in der Mitte der Ortschaft sekundenlang durch grellen Feuerschein taghell beleuchtet; ein dumpfer Einschlag wimmert herüber. Dort ist also etwas im Gange. Anscheinend haben die Pioniere eine geballte Ladung geworfen; vielleicht ist auch eine Mine hochgegangen. Jetzt scheinen auch Schüsse zu fallen. Dann wird es wie­der totenstill.

Es ist soweit. Langsam und nach allen Seiten sichernd, tasten sie sich mit ihren Geschützen durch die Dorfstraße von Siemencourt. Die Sicht ist schlecht es ist weder hell noch dunkel. Inmitten der Straße finden sie ein zusammengeschossenes B-Krad: es steht in einer großen Blutlache Darüber ein lebloser Körper. Ein toter Zugführer der Pioniere er gehört zum Stoßtruvp, vor wenigen Stunden haben sie noch mit ihm gesprochen. Sie wollen ihn herausheben. Da kracht es und ballert es von allen Seiten. Die Männer kleben eine Sekunde lang hin­ter den Stahlschildern ihrer Kanonen, an den Häu- ferwänden und in Türfüllungen: sie erkennen in der Straßenbiegung, noch keine hundert Meter ent- ernt, feuernde Panzerkampfwagen, die sich unauf­haltsam auf sie zuwälzen. Sie sind haargenau auf

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Feindaufklärer schieben Leuchtfallschirme.

Sie fahren zusammen mit den Pionieren durch die mondhelle Nacht. Hinter ihren Zuakraftwagen spu­ren die kleinen, wendigen Pakgeschütze. Sie rollen auf ihren Gummirädern folgsam und harmlos wie Spielzeugkanonen hinterdrein.

Erst jetzt kommt den Männern so recht zum Be­wußtsein, was es heißt, ^-Panzerjäger zu fein. Sie gehen ganz nach vorn an den Feind, alles macht respektvoll Platz, wenn sie mit ihren Kanonen an» gerasselt kommen. Sie spüren es förmlich, wie den Kameraden von der Infanterie vei Panzergefahr ein Stein vom Herzen fällt, wenn sie in ihrer Nähe in Stellung gehen. Jetzt können die feindlichen Stahl­kolosse ruhig anrollen, ihr grimmigster Feind die kleine, unscheinbare Pak mit der ungeheuren Feuer­kraft ist auf dem Plan.

Die Nacht ist hell. Sie können einander in die auf­merksam gespannten Gesichter schauen. Was werden die nächsten Stunden bringen? Feindliche Flieaer haben am sternklaren Himmel ihre rötlichgelben La­ternen angezündet. Sie schwimmen eine Zeitlang im All, ihr fahles Licht verliert sich in den tausendfälti­gen Schatten der flandrischen Landschaft, es flackert unh verlischt wie eine niedergebrannte Kerze am Weihnachtsbaum, um aufs neue in der Ferne oder auch aanz nahe zu erstrahlen: dann können jede Sekunoe die Bomben auf die Vormarfchstraßen fallen.

Oer stählerne wird geschloffen.

Die Wagenkolonne hat haltgemacht. Zur Reckten rummelt ferner Kanonendonner. Er wird von dem langgezogenen, klagenden Brüllen der Kühe über­tönt, die verlassen und mit prallen Eutern auf den Wiesen stehen und den auf der Straße vorbei- huschenden Schatten ihre Not zurufen. Vor ihnen glimmt Feuerschein. Dort liegt die brennende Ort­schaft Siemencourt.

Die Pioniere sind von den Lastwagen abgesessen und verschwinden mit Sprengmumtion und Ge­räten schwer bepackt geräuschlos in der Dunkel­heit. Die Pakgeschütze und der MG.-Trupp gehen in Stellung und beherrschen die zum umkämpften Dorf führende Straße.

Botschafter Hermann Kriebel.

(^cherl-Bild-Archiv, Berlin.)

Reihe der Männer, die für die Widerge-

kam in der Panzerabwehrschlacht bei Arras nicht allein darauf an, Den Angriff feindlicher Pan­zer abzuwehren, sondern zur gleichen Zeit die eng­lischen und französischen Vanzerkampfwagen in ihren Verstecken und Hinterhalten aufzusüüren, zu stellen und möglichst zu vernichten: eine Ausgabe, die von jedem einzelnen Kämpfer ein Höchstmaß an Kühn­heit und soldatischer Einsatzbereitschaft erforderte.

Starke feindliche Panzerkräfte hatten sich in Der Ortschaft Siemencourt eingenistet, und es gelang einem Stoßtrupp der ^-Männer Pioniere und jj- Panzerjäger, sie anzugreifen und größtenteils zu vernichten. Die erfolgreichen Gefechte in und um Siemencourt in der Nacht vom 21. zum 22. Mai hatten wesentlichen Anteil am Scheitern des eng­lisch-französischen Panzerdurchbruches bei Arras.

IV.

Mit Handgranaten gegen Panzer.

Alte Handelsschiffe für England.

Stockholm, 17. Febr. (Europapreh.) 284 Han- drlsschiffe mit insgesamt 1,2 Millionen BRT. sind -^Kriegsausbruch bis einschließlich Januar' teses Jahres aus n o r d a m e r i k a n i s che m besitz in englische Hand übergegan- cen ober mittelbar ber Versorgung Englanbs nutz­er gemacht worben. Die Tonnage, die von Den bereinigten Staaten bireft an bas englische Empire rrfauft worben ift, beläuft sich aus 755 000 BRT.. rooon 695 000 BRT. an Käufer in Großbritannien, 6)000 an kanadische Reeder verkauft wurden. Die glichen rund 445 000 BRT. wurden an Englands 8Uiierte ober an neutrale Reedereien verkauft, die jür englische Dien ft e fahren. Ueber bie fälfte hiervon, 56 Schiffe mit 245 000 BRT., sihren unter ber Flagge von Panama. ler Verkauf dieser zum größten Teil ü b e r a 11 e r- |?n Schiffe war ein gutes Geschäft für bie 93er- inigten ©taten. Die staatliche Schiffahrts-Kom- tisfion der Vereinigten Staaten erlöste aus solchen kchifssverkäufen rund 9 Millionen Dollar, rioate norbamerikanische Schiffseigner 15 Mil- Ionen Dollar

Die immer mehr frotschreitenbe Verknappung ber onnage und bie wachsenbe U-Boots- unb Flug- luqtätigfeit auf bem Atlantik haben ein erneu- ? s Anziehen der amerikanischen Frachtsätze in ben letzten Wochen zur Folge ?habt. Die staatlichen Organe haben zwar ihr .4glichstes getan, um diese Frachtsteigerung zum (nllstand zu bringen, aber alle diese Versuche waren vrgeblid). Am stärksten gestiegen sind bie Fracht- ftze für Stückgutlabungen aus Neu- !ork nach Liverpool und andere englische veschäfen.

OieMöwe" übertroffen.

120 000 BRT. von deutschem Hilfskreuzer in Ueberfee versenkt

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Iten wiQ | um 16. 2. meldet, baß ein in Uebcrfee ope -

Mierenbes deutsches Kriegsschiss, das ! ssher schon 110 000 BRT. feindlichen Handels- I Hiffsraum versenkt hatte, weitere 10 000 BRT. i| l rnichtete Mit insgesamt 120 000 BRT. versenkter il ionnage hat dieses deutsche Kriegsschiff auch bie im Iirltfriege auf einer Unternehmung erzielten Üch st lei st ungen deutscher Handelsstörer b e r t r o f f e n Der* erfolgreichste Handelsstörer überseeischen Gewässern war tm Weltkriege der utsche HilfskreuzerM ö w e" unter Korvetten- pitän Graf zu Dohna-Schlodien. Die Möwe" führte zwei größere, Unternehmungen irch Die erste Anfang 1916 durchgeführte Aktion, e etwa 9 Wochen dauerte, erbrachte 62 590 BRT-

II