Ausgabe 
17.6.1941
 
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nach dem normalen Termin in die Hauptschule zu übernehmen. Für alle geistigen Berufe und für zahlreiche mittlere Laufbahnen, Technik, Handel, Handwerk, Industrie und Verwaltung ist damit eine ergiebige Nachwuchsquelle erschlossen worden, deren voller Strom zahlreiche wichtige Berufe ausreichend speisen wird. Die Hauptschule vermittelt gegenüber der Volksschule eine vertiefte Allgemeinbildung, sie ist also keinesfalls eine Fachschule. Sie bildet aber den natürlichen Uebergang zu Handelsschulen, In­genieurschulen, Landwirtschaftsschulen und nicht zu­letzt zu den Lehrerbildungsanstalten, die als die Aus- bildungssiätten der wichtigsten Erzieher des deut­schen Volkes einen hervorragenden Platz unter allen Schulanstalten beanspruchen dürfen.

Niemand wird die Wichtigkeit einer solchen um­fassenden Neuordnung der Begabtenauslese verken­nen können, der die Aufgaben Deutschlands im neuen Europa in ihrem ganzen Umfange sich vor Augen führt. Es gab im letzten Friedensjahr kaum einen Beruf mit besonderen Aufgaben, in dem nicht

Mangel an Nachwuchs geherrscht hätte. Weit stärker noch müssen die Anforderungen nach dem Kriege sein, wenn ein zahlenmäßig größeres Volk in einem größeren Raum mit Aerzten, Ingenieuren, Lehrern, Handwerkern, Landwirten und Beamten aller Grup­pen versorgt werden muß. Die führende Stellung eines Volkes in einem Kontinent bedingt ein Höchst­maß an Führernachwuchs. Mit der Absicht, den Führernachwuchs zu sichern, tritt die Hauptschule vor die Front des gesamten deutschen Schulwesens. Getreu dem Punkt 20 des nationalsozialistischen Parteiprogramms hilft sie jedem jungen Deutschen zur Ausbildung seiner Fähigkeiten. Es soll dabei nicht die Volksschule zu einer Schulform der Minder- begabten gestempelt werden. Vielmehr wird auch die Volksschule durch schärfere Auslese und entsprechen­den Ausbau der Sonderschulen vom Ballast schwa­cher Schüler befreit werden, um ihre Gesamtlei­stung steigern und ihre Anforderungen auf möglichst hoher Stufe halten zu können.

Vom Kriegsschauplatz in Syrien.

Vichy, 17.Juni. (Europapreß.) Das Kornrnr- niqu6 des französischen Kriegsminifteriums vom Montagabend sagt u. a., auf einem bedeutenden Teil der Kampffront seien die französischen Trup­pen zu Gegenangriffen übergegangen. In der Gegend zwischen dem Hermon und dem Djebel Drus seien die Panzerverbände und motorisierten Abteilungen ebenso wie die Jnfanterieeinheiten ziemlich tief in den Rücken der feindliche n Truppen vorgedrungen und hätten dort meh­rere von den Engländern gehaltene Dörfer ange­griffen.

Weiter wird von französischer Sette gemeldet, daß die Engländer einen Angriff in der Gegend von Kissoue unternommen haben, der aber durch einen französischen Gegenangriff zurückgewiesen werden konnte. Bei diesem von britischen Panzer­wagen unterstützten Angriff verloren die Engländer acht Panzerwagen.

Die französische Luftwaffe hat wiederum eine rege Tätigkeit entfaltet. Bei der Bombardie­rung von Truppenansammlungen ist es zu L u f t - kämpfen mit den Engländern gekommen, wobei mit Sicherheit die Vernichtung von drei Flugzeugen in der Gegend von Saida festgestellt wurde, wäh­rend ein französisches Flugzeug gezwungen wurde, hinter den britischen Linien niederzugehen. Die Engländer waren bei diesem Luftkampf den Fran­zosen zahlenmäßig im Verhältnis von 3:1 über­legen. Die französische Luftwaffe Hot auch die bri­tischen Flottenverbände vor der libanesischen Küste angegriffen. Dabei soll ein britischer Zerstörer getroffen und manövrierun­fähig geworden sein. An Bord eines anderen Zerstörers sei ein Brand beobachtet worden.

DerTemps" verweist daraus, daß alle Vorteile der geographischen Lage und der Uebermacht den Engländern zur Seite standen, die an drei Fronten angegriffen hätten. Der französische Widerstand sei ober derartig nachhaltig gewesen, daß der Vor­marsch des Gegners verzögert und vor allem der Durchbruch durch die ftanzösijche Haupbverteidi- gungslinie trotz des starken Einsatzes von Panzer­wagen und Flugzeugen mißglückt sei. Die Engländer hatten eine Woche gebraucht, um an der Haupt- front 80 Kilometer vorzudringen. Die englische Pro­paganda wolle diesen zweifelhaften Blitzkrieg, be­mänteln und der Welt weismachen, daß die Eng­länder und Gaullisten die Verteidiger Syriens scho­nen und daß die Angreifer keinem ernsten Wider­stand begegnen. Der Lernps" erklärt diese Tendenz­meldungen für Schwindel und beruft sich auf den erbitterten Widerstand der an Zahl und Aus­

rüstung beträchtlich unterlegenen französischen Ver­teidigung."

Anglo-gauttistische Schwierigkeiten.

Lausanne, 16. Juni. (Europapreß.) lieber anglo-gaullistische Schwierigkeiten in Syrien schreibt der Ankara-Korrespondent derNeuen Zürcher Zeitung":Der Widerstand, den die französische Syrienarmee während der ersten Kampfwoche m Syrien geleistet hat, hat die Engländer in Ankara zu der Ueberzeugung gebracht, daß Syrien nicht mit Propaganda und mit Fluablät- fern, sondern nur durch militärische Machtent­faltung erobert werden könne. Verschiedene Kreise glauben, den langsamen Vormarsch und die dauern­den Erklärungen über eine britische Ueberredung der ^Eingeborenen als Schwäche auslegen zu kön­nend Man glaubt, daß ein ähnlicher Eindruck auf die arabischen Stämme übergreifen und einen neuen Aufstand in der Wüste zur Folge haben könnte. Diese Ansicht wird auch von ameri­kanischen Beobachtern geteilt, die mit den Verhält­nissen in Vorderasiey gut verttaut und heute der Ansicht sind, daß, wenn die britische Aktion in Syrien nicht innerhalb acht Togen zu Ende ge­führt werde, die arabischen Länder zu einem schwer kontrollierbaren Unruheherd werden könnten.

Enttäuschung in LtGA.

Boston, 17. Juni. (DNB. Funkspr.) In nord- amerikanischen Kreisen wartet man mit immer grö­ßerer Ungeduld auf den Abschluß der britischen Ak­tion in Syrien. Man beklagt sich darüber, von den ersten englischen Meldungen, in denen es hieß, die Aktion sei lediglich alsmilitärischer Spaziergang" aufzufassen, abermals irregeführt zu fein. Die Hoff­nungen der Engländer, daß der größte Teil der in Syrien stehenden französischen Truppen zu ihnen übergehen und die eingeborene Bevölkerung die Engländer mit offenen Armen aufnehmen würde, hätte sich nicht erfüllt. General Wilfon habe sich bereits am ersten Tage der Aktion vor die Notwen­digkeit gestellt gesehen, den Widerstand Syriens mit bewaffneter Hand zu brechen. General Wilson habe es nur mit franzöfiichen Truppen zu tun, es sei sonnenklar, daß sich entgegen den frühe­ren Meldungen aus London keinerlei deutsche Einheiten auf syrischem Boden befänden. Man müsse auch die Folgen dieser Aktion «uf die ara­bische Bewegung des gonzen mittleren Ostens berücksichtigen. Dos Arabertum komme immer mehr in Bewegung. ,

Japan und der Krieg.

Eine eindeutige Erklärung des Admirals Suetsugu.

Tokio, 16. Juni. (Europapreß.) In einer Sitzung desZentralrates der Bewegung zur Er­haltung der Politik des Tennüs" erklärte der Prä­sident dieses Rates, Admiral Suetsugu, in An­wesenheit des Ministerpräsidenten Fürst Konoye, daßein Eingreifen der USA. in den Krieg un­vermeidlich auch das japanische Eingreifen heraus- fovdern würde".Die dringendste Aufgabe für Japan vom innerpolitischen Gesichtspunkt aus ge­sehen", besteht darin, auf allen Gebieten des natio­nalen Lebens die neue Ordnung und bessere Ver­teidigungsbedingungen durchzusetzen. Was die Außenpolitik angeht, so erheischen in dieser Hinsicht die chinesische Frage, das Problem der Malayischen Meere und die Frage einer eventuellen Teilnahme der Vereinigten Staaten am europäischen Krieg wichtige Entscheidungen Japans." Der Dreier- pakt, so führte der Redner weiter aus, sei von den Nationen abgeschlossen worden, die die glei­chen Ideologien besäßen und er sei geschaf­fen worden aus dem gemeinsamen Wunsch heraus, eine neue und logischere Weltordnung aufzubauen. Im Dreierpakt arbeite man nicht für Einzelirtterefsen und Einzelvorteile. Wenn die USA. in den Krieg eintreten sollten, so würde Japan nicht zögern, auch seinerseits sofort in den Krieg einzutreten zu Ehren der überlieferten Treue und Ehre des japanischen Volkes. Auch das Problem der Malayischen Meere könne nicht .mit Stillschweigen übergangen werden, denn dieses be­deute für Japan eine Fraae von Leben oder Tod. Um alle diese Probleme zu lösen, sei es notwendig, die größte Entschiedenheit zu wahren und das ganze japanische Volk in höchstem Maße zu allem bereit zu halten.

Der Abgeordnete Jmai richtete sodann eine An­frage an den Zentralrat, in der es u. a. heißt, daß Konoye und Matsuoka bereits amtlich erklärt >hät- ten, daß der oftasiatische Lebensraum ttotz aller Schwierigkeiten geschaffen werden müsse. Um die japanische Führung in Ostasien sicherzustellen, dürfe auch vor Anwendung von Waffenge­walt nicht zurückgefchreckt werden. Die Süd Politik müsse im Geiste des Dreierpaktes nunmehr durchgeführt werden, um die Ab­hängigkeit von England und Amerika zu beseitigen. Suyetsugu antwortete: ,Jch bin überzeugt, daß die Erklärung Jmais die Volks st immung rich­tig w i d e r g i b t. Die Regierung und Taisei Vokusinkai werden im gegebenen Augenblick eine Erklärung abgeben, die das Volk verstehen wird."

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Die Kreuzzügler in den USA. sind wieder einmal dabei, einen neuen Höhepunkt ihrer Kriegskata- strophenagitation zu erklimmen. Unter diesen Um­ständen wirkt es heilsam abkühlend, daß aus Tokio her noch einmal das Stichwort erklingt:,-Sollten die

USA. in den Krieg eintreten, so würde dies gemäß japanischer Traditüm, Treue und Ehre gleichzeitig den Eintritt des japanischen Reiches in den Krieg bedeuten." Schon am 29. Mai hat der Chef der Nachrichtenabteilung in der japanischen Marine, Kapitän Hiraide in einer Rundfunkansprache das japanische Volk zur moralischen Bereitschaft aufae- fordert, den schlimmsten Ereignissen im Stillen Ozean- die Stirn zu bieten und ebenfalls erklärt: Die amerikanische Kriegsteilnahme wird auf Grund des Dreierpaktes sofortige Rückwirkungen auf Japan Haden." Es ist bezeichnend, daß Kapitän Hiraide in diesem Zusammenhang erklärte, daß die japanische Flotte 300 Schiffe zur Verteidigung des westlichen Stillen Ozeans zur Verfügung habe, obwohl sie mit weiteren 200 Schiffen die Aktion in China unter­stütze:Die japanische Marineluftflotte umfaßt rund 4000 Flugzeuge. Die gigantische* Walfische der ja­panischen Flotte sind bereit zum Schlag in jedem Augenblick."

Aber auch Kapitän Hiraide hat nichts grundsätz­lich Neues gesagt. Der japanische Außenminister Matsuoka hat schon am 8. Mai 1941 in einem Interview eines amerikanischen Journalisten als einen Beweggrund Japans zum Dreierpakt den Wunsch angegeben,die Vereinigten Staaten vom Krieg fernzuhalten". Wenn die USA. aber trotz­dem an den Feindseligkeiten teilnehmen sollten, so fühle sich Japan durch Treue uni) Ehre verpflichtet, an her Seite Deutschlands und Italiens in den Krieg einzutreten. Der amerikanische Zeitungsmann machte aus feiner Verblüffung kein Hehl und stellte die Frage:Aber, Exzellenz, wenn Sie glauben, daß amerikanische Geleitzüge oder Begleitschiffe in Konflikt mit deutschen Flugzeugen oder U-Booten kommen sollten, würden Sie dies als einen Grund ür den Kriegseintritt Japans gegen Amerika auf­assen?" Matsuoka erwiderte darauf kurz und be­stimmt: ,Ja, das ist meine Meinung."

Die Wiederholung dieser Erklärung Matsuökas erst durch Kapitän Hiraide und nun durch den Admiral Suetsugu schließt jedes Mißverständnis aus, umso mehr, als die Presse der USA. vor etwa zwei Wochen in ein großes Geschrei über eine sich verbreitende Neigung japanischer Kreise zu einem Desinteressement" am Dreimächtepakt verbreitet hat. Matsuoka hat zu dieserTrick-Politik, wie die der japanischen Armee nahestehende Zeitung ,^Hochi Schimbun" die Gerüchtemacherei der ^anfees nannte, nicht geschwiegen. Er hat ausdrücklich die Unwandelbarkeit der japanischen Politik im Sinne des Dreimächtepaktes hervorgehoben. Weiterhin hat die Einladung des Chefs der Nanking-Regierung, Wang-Tsching-wei, an den kaiserlichen Hof den Wunsch Japans unterstrichen, in China ohne Dazwischenkunft der USA. oder Englands zu einem Abschluß zu kommen. Japan gibt sich auch ^Rechen-

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Einige der britischen Stellungen im hart umkärnpften Tobruk, das von den Truppen des deutschen Afrikakorps umzingelt ist. Oben ein kleines FeDlager. Unten: Ein Geschütz, das zum Tett in den Wüstensand eingegraben ist. (Associctted-Preß-M.)

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Wangischingwei in Tokio eingetroffen.

Tokio, 17. Juni. (DNB. Funkspruch.)

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Besondere Aufmerksamkeit wurde der Verteidi­gung der Erdölfelder auf Sumatra und Bor­neo gewidmet. Sie werden durch starke Abteilun­gen geschützt werden. Eine Reihe neuer Militär­flugplätze ist eingerichtet und mit modernsten Flakgeschützen ausgerüstet worden. B e t o n b u n - k e r sind über, das gesamte Gebiet von Nieder- ländisch-Jndien verteilt worden. Ser Feuerlöschdienst Niederländisch-Jndiens wird au^ebaut; ein Be­trag von fL 200 000 ist hierfür zur Verfügung ge­stellt worden. Der Bericht schließt mit der Mit­teilung, daß ständig Flugzeuge und Waffen in ßem Umfang aus den Vereinigten Staaten

schäft, daß die merkliche Versteifung in der Haltung der niederländisch-indischen Regierung bei den Wirt­schaftsverhandlungen durch ihre einseitige Bindung an England und die USA. bedingt ist.

Fortschreitende Mobilisierung in Riederländisch-Jndien.

Tokio,.Juni. (Europapreß.) Nachrichten aus Niederländisch-Jndien lassen erkennen, daß. die Mo­bilisierung des Landes in den letzten Wochen wei­tere Fortschritte gemacht hat. Einer Domei-Mel- dung zufolge ist eine größere Menge von ame­rikanischen Militärflugzeugen des Brewster-Buffalo-Types in Batavia angekom­men und sofort von der niederländisch-indischen Luftwaffe übernommen worden. Das Motorschiff Weltevreden" der Java-Pazifik-Linie ist ebenfalls feit Ende April mit einer Ladung von Flugzeugen für Java unterwegs.

Einem Bericht, der dem Volksraad von Nieder- ländifch-Jndien vorgelegt wurde, ist zu entnehmen, daß verschiedene neue Divisionen von In­fanterie, Artillerie und Pionieren gebildet wurden, die mit modernsten Waffen ausgerüstet sind. Ein Fallschirmjäger-Korps ist ebenfalls im Entstehen. Die Infanterie ist ungefähr zur Hälfte motorisiert, während die Motorisierung der Ar­tillerie so gut wie vollständig durchgeführt worden ist. Die Küstenbatterien auf Java, Borneo und Celebes sind verstärkt worden.

Mit erheblichen Beschädigungen einer Zerstörers ist zu rechnen.

Oer italienische Bericht.

Rom, 16.Juni. (DNB.) Der italienische Wehr machtbericht vom Montag hat folgenden Wortlaut

In N o r d a f r i k a hat der Feind, der seit mehr» ren Tagen eine Offensivaktion vorbereitete, an bet Sollum-Front am Sonntag mit starken Kräf­ten angegriffen. Er wurde überall mit beträchtliche: Verlusten zurückgewiesen. Die Schlacht geht weiter.

Italienische und deutsche Flugzeuge haben wiedev holt Hafenanlagen sowie Befestigungen und Zel

lager von Tobruk mit Bomben belegt 51 Marsa Matruk hat unsere Luftwaffe Verso» gungs- und Verteidigungsanlagen bombardiert. 2Iw Oftafrika ist nichts von Belang zu berichten.

Oie Verluste der britischen Zerstörerflotte.

Berlin, 16.Juni. (DNB.) Die britische Adntt

Versenkungen. Allein in diesem» Jahre mürben außerdem von deutschen See- und Luftstreitkräften noch weiteresechs Zerstörer vernichtet. Der Zei» ftörerJersey", der nach Auflaufen auf eine Mine untergegangen ist, gehört zu der neuesten britische;« Zerstörerklasse. Er hatte 1690 Tonnen und ent« wickelte die hohe Geschwindigkeit von 36 Seemeile». Die Besatzung betrug 183 Mann.

ßin Schnellboot-Kriegsabzeichen.

Berlin, 16. Juni. (DNB.) Der Oberbefehls Haber der Kriegsmarine, Großadmiral Raeber,! hat durch Erlaß ein Schnellboot-Krieg sn abzeichen eingeführt. I

Mit seemännischer Kühnheit und rücksichtslosem Einsatzwillen, so sagt der Erlaß, haben unserif Schnellboote viele erfolgreiche Vorstöße gegen bet Feind unternommen und in schneidigen Angriffe fahrten manches britische Kriegs- und Handelsschiff auf den Meeresgrund geschickt. In Anerkenniuiff dieser Taten wird die Einführung des Schnellboo-:« Kriegsabzeichens angeordnet. Das Abzeichen fann den Schnellbootbesatzungen einschließlich der g ff fatfenen oder verstorbenen Soldaten und sonstiasff berechtigten Anwärtern verliehen werden. Dit Verleihung erfolgt durch den Führer der Torpedo boote. Das Abzeichen wird zur Uniform wie bal| U-Boot-Kriegsabzeichen 1939 getragen.

In den Durchführungsbestimmungen wird ver­fügt, daß das Abzeichen nach Ableben des Belieh-ff neu als Erinnerungsstück den Hinterbliebenen d?i* bleibt, denen es auch ausgehändigt wird, falls :6t Angehöriger zur Zeit der Verleihung bereits fallen oder verstorben ist.

Kleine politische Nachrichten.

General bet' Artillerie Leeb, der Chef W Heerenwaffenamtes im Oberkommando des Heers;.! vollendet am 17. Juni fein 60. Lebensjahr, Genera Leeb, der aus der bäuerischen Feld-Artillerie heff vorgegangen ist, wurde 1936 Kommandeur M 15. Division in Frankfurt am Main und 1939 Kom­mandierender General des Xl. Armeekorps in Hb nover. Er führte fein Korps in den siegreich«« Kämpfen des Polenfeldzuges und wurde im AM 1940 als Nachfolger des verstorbenen Generals H Artillerie, Professor Dr. Becker, Ches des Heere-* waffenamtes.

Kommandant Professor Carlo Z una und WlufiM meister Emilio Tufacchi, unter deren Leitung die Deutschland-Konzertreise berAcademia di musi<a della Gil-Rom steht, wurden von Gauleiter UM Reichsstatthalter Sprenger im Adols-Hitter-HM empfangen. Der Gauleiter wohnte abends tu Frankfurter Saalbau dem Konzert der Academ* di musica della Gil bei, das sich durch das frjl haft-temperamentvolle Spiel und das starke mu kantifche Können der 131 Spieler zu einem gröl' artigen Erfolg gestaltete.*

Bei den Sonnenwendkampffapielen der Nationob politischen Erziehungsanstalten in Naumburg spram Ministerialdirigent Fritzsche vor den Anstaltff [eitern und Jungmannen der WettkampfmannMff ten aller Anstalten und den Jungmannen der Aff statten Naumburg und Schulpsorta. Unter dem sitz des Inspekteurs der Nationalpolittschen M Ziehungsanstalten, ^-Obergruppenführer H e' m e y e r, sand in Naumburg eine Tagung nu»

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Präsident der Nanking-Regierung Wangtschingwei traf am Dienstag früh in Tokio ein und wurde am Bahnhof von Ministerpräsident Fürst Konoye und Außenminister Matsuoka begrüßt. Für Mitt­woch ist eine Audienz beim Tenno vorge­sehen. Die acht Tage des Aufenthaltes Wangtfching- roeis in Japan werden ausgefüllt Jein mit zahl­reichen Besprechungen, vor allem mit Konoye und Matsuoka sowie den Stellen der Wehrmacht.

Segen die Kriegshetze in den !lSA.

Neuyork,.Juni. (DNB.) DerNew York Times" zufolge unterzeichneten 10 00 prote­st a n t pf che Geistliche in sämtlichen Staaten Der USA. eine Erklärung, dah siegegen die angedrohte kriegführende Haltung der Vereinigten Staaten" unabänderlich opponieren. Sie würden sich weigern, den Krieg von den Kanzeln ztt rechtfertigen.

In elf Nächten sieben Bombenangriffe.

Auf das britische Verleidigungsdreieck im östlichen Mittelmeer.

Berlin, 16. Juni. (DNB.) Nach der Eroberung Kretas erfolgte in der Nacht zum 5. Juni der erste Angriff deutscher Luftstreitkräfte auf den britischen Flottenstützpunkt Alexandria. Seitdem haben deutsche Kampffliegerverbände in elf Nächten ins­gesamt sieben Angriffe gegen die drei Eck­pfeiler der britischen Stellung im östlichen Mittel­meer, Alexandria, Haifa und C y p e r n , durchgeführt und damit in wirkungsvollster Weise den Kampf gegen die letzten britischen Flotten- und Luftstützpunkte im östlichen Mittelmeer eröffnet.

Der dritte Bombenangriff auf Haifa in der Nacht zum 14. Juni hatte wie die beiden vor­angegangenen Vorstöße wiederum eine durch­schlagende Wirkung. Bei guter Sicht konnten die deutschen Flugzeugbesatzungen feststellen, daß Tref­fer schwersten Kalibers mitten auf der etwa 500 Meter langen Hafenrnole betonierten. Unmittelbar nach den Einschlägen wirbelten ge­waltige Stein- und Zementbrocken durch die Luft, die zum Teil auf das Deck von zwei an der Mole vor Anker liegenden Zerstörern niederprassellen.

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ralität teilt mit, daß der Zerstörer.Jersey" buch einen Minentreffer versenkt worben ist. Danut hat bie britische Admiralität seit Beginn des Jahres»r ; .

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