Donnerstag, io. JanuarVHf
lk.lZ Zweites Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oderhesten)
Aus dem Reiche der Krau
PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNJERS
das
hat
H
Schlauchgürtel aus schwarzem Samt.
Ausschnitt mit 2 Strabagrasfen in den Winkeln und einen zur großen Schleife gebundenen
Schimmel, ein Feind unserer Vorräte.
Zu 'den unangenehmsten Feinden unseres Eingemachten, ganz gleich, ob es sich um Säfte, Marmeladen. Mus, Gelee oder eingemachte Früchte handelt, gehört der Schimmelpilz. Wir treffen ihn vorzugsweise da, wo es warm und feucht ist, z. B. auf dem im feuchten Keller oder in der warmen Küche aufbewahrten Eingemachten. Verhältnismäßig am harmlosesten ist der häufig anzutrefiende Köpf- ch e n s ch i m m e l, der im Anfangsstadium weiße, watteähnliche Inselchen bildet, die. ahne vorerst d?n Geschmack des befallenen Einmachgutes zu beeinflussen, sich bequem entfernen lassen Allmählich aber wachsen daraus graue Köpfchen tragende Pilzfäden hervor, die, wenn sie im Saft untertauchen, oben-
ab
Fi schauflauf: Die in der Schale gekochten Kartoffeln schälen und in dünne Scheiben schneiden Nun bereitet man eine Helle Grundsätze, gibt getrocknete Petersilie hinzu und schmeckt mit Salz und deutschem Pfeffer ab. Den Fisch kocht man, zerteilt und entgrätet ihn, gibt ihn zur Soße und mengt die Kartoffeln darunter. In einer gefetteten Form gut durchbacken.
Herzhafte Gemüsetunke. 375 g Gemüse je nach der Jahreszeit, % I Wasser, 20 g Fett, 2 roh aeriebene Kartoffeln, Kräuter nach Geschmack, Salz. Das Gemüse wird gewaschen, kleinqeschnitten, in Fett xmgebünftet, mit Wasser aufgefüllt und gargekocht. Man gibt alles durch ein Sieb, läßt noch einmal aufkochen und gibt die roh geriebenen Kartoffeln dazu und schmeckt ab.
Kar.toff el schicht speise : In eine gefettete Auflaufform füllt man lagenweise geschälte und in Scheiben geschnittene Pellkartoffeln und Hackfleisch, das mit Salz, Zwiebel und etwas Wasser vermischt ist. Heber das Ganze gibt man eine Helle Tunke upd backt es im Backofen hellbraun.
Gestampfte Kartoffelsuppe. Kartoffeln mit Wasser garkochen, zerstampfen, mit Gemüsebrühe auffüllen, abschmecken. Dazu Apfel- oder Zwetschenkuchen.
Geschmorte Chicoree: Die Chicoree schmort man in Margarine weich, streut geriebene Brötchen darüber und schmeckt mit Salz ab Man kann auch die Chicoree einmal in Solwasser, btm man etwas Zitronensaft beifügt, kur; aufkochen lassen, damit sich der bittere Geschmack verliert
Gefüllte Salzgurken: Man wählt hierzu schöne, lange Gurken, von denen man der Länge nach einen Streifen abschneidet, sie aushöhlt und mit Fleischsalat ober ©emüfereften füllt.
ftajfbraten mit Gurkeneinlage: 400 Gramm Hackfleisch vermischt man mit 1 Ei, 3 eingeweichten und sehr fest ausgedrückten Brötchen, geriebener Zwiebel und Salz zu einem festen leig. Man formt einen Braten und gibt in die Mitte eine große Salz- oder Gewürzgurke, wälzt in Weckmehl und brät mit Zwiebeln und etwas Fett kräftig an, schmort mit wenig Wasser gar und bfeft die Tunke mit etwas Kartoffelmehl
Kalbsgulasch: 400 Gramm Kalbfleisch,
Fett, 40 Gramm Mehl, Zwiebel, Salz, Essig, Lorbeerblatt. D«s in Würfel geschnittene Fleisch wirb mit ber Zwiebel in bem Fett angebräunt, Mehl darüber gestreut, mit Wasser aufgefüllt und zum Kochen gebracht. Man schmeckt mit Salz und Essig
Hausfrau hat es verstanden, sich ein „Spezialge- bräu" für ihre Familie herzustellen. Dazu ist meist die Zitrone ein wichtiger Bestandteil. Schon allein eine heiße Zitronenlimonabe erquickt an kalten Winterabenben. Wenn biese nun zu herb schmeckt, gießt man sich einen kleinen Schutz Himbeer- ober anberen Obstsaft bazu. Das Getränk ist kräftig unb wohltuenb Eine angenehme Wärme burchzieht den Körper bei bem Genuß von heißem Apfelwein Er ist eigentlich nicht weiter als eine heiße Zitronenlimonabe, beren kochenbem Wasser man ein Stück Zitronenschale beigab, bas man einige Minuten burchkochen ließ. Zum Schluß gibt man auf einen Viertel Liter Wasser 1 bis 2 Eßlöffel leichten Apfelweins. Auch ein Schuß Rotober Weißwein kann an Stelle bes Apfelweins genommen werben. Wenn vorhanben, tut es auch ein Teelöffel N,?w Diese Beigaben alkoholischer
Sckmoühaste Rezepte für Hulfenflüchte.
In ber kürzlichen Zuteilungsperiobe wurden Hül- senfrüchte verteilt, eine weitere Zuteilung wird noch erfolgen Die Hülsenfrüchte sind eines unserer nährstoffreichsten Nahrungsmittel, die gleichzeitig auch einen großen Sättigungswert haben Wenn wir nun einmal Gelegenheit haben, Hülsenfrüchte zu verarbeiten, so ist es wohl selbstverständlich, daß wir sie auch richtig zubereiten, damit die wertvollen Stoffe nicht verlorengehen.
Die Hülsenfrüchte werben eingeweicht unb mit bem Einweichwasser zum Kochen gebracht. Man kann sie bann sehr gut in bie Kochkiste stellen, bis sie gar finb Noch besser ist es, wenn man sie statt 12 Stunden 24 bis 36 Stunden emgeweicht, an einem wärmeren Ort (Küchentemperatur) stehen läßt. So kommen bie Hülsenfrüchte zum Keimen unb werden dadurch reich an Vitamin C.
Die Hülsenfrüchte sind wohl meistens als dicke Suppen bekannt oder die Erbsen z. B auch als Erbsbrei, den man, wenn man hat, mit ausgelassenem Speck verfeinern kann Ebensogut kann man aber auch aus Erbsen, Bohnen ober Linsen Bratlinge Herstellen. Wir geben hierzu ein Re.zeptr 250 Gramm Hülsenfrüchte, 4 Zwiebel ober Lauch, etwas gehackte Petersilie, 50 Gramm Fett, 1 Ei, geriebene Semmel, Bratfett. Die eingeweichten Hül- fenfrüdjte werben in bem Einweichwasfer gargekocht unb auf ein Sieb gegeben. Man läßt sie etwas abtropfen unb streicht sie bann burch. Den Brei mischt man mit ber Petersilie unb ber in etwas Fett gedünsteten, kleingeschnittenen Zwiebel, gibt das Ei hinzu und so viel geriebene Semmel, daß sich die Masse formen läßt. Man formt längliche oder runde Bratlinge, wendet sie in geriebener Semmel und brät sie auf beiden Seiten goldgelb. Wenn man diesen Bratlingen etwas kleingeschnittenes Sauerkraut ober gewiegte Fleischreste unter» mischt, bekommen sie einen sehr herzhaften Geschmack.
Sehr gut schmecken Linsen, wenn man sis süßsauer kocht: 300 g Linsen, 50 g Fett, 30 g Mehl, Salz, Zwiebel, Petersilie, etwas Essig unb Zucker nach Geschmack Die eingeweichten Linsen werden gargekocht Dann stellt man aus Fett, Zwiebeln, Mehl eine Tunke her, bie man mit Salz, Zucker unb Essig süßsauer abschmeckt Man gibt bie Linsen in bie Tunke, läßt sie nochmals aufkochen unb gibt zuletzt bie feingewiegte Petersilie hinzu
Unb nun noch ein Rezept, bas ben meisten Hausfrauen wohl unbekannt fein wird. Wir stellen aus ben Hülsenfrüchten einen Salat her. Die Hülsenfrüchte werben wie üblich eingeweicht unb garqe- , kocht. Man läßt sie etwas abtropfen unb mischt sie mit etwas falscher Mayonaise ober saurer Milch, i Man schmeckt ben Salat mit etwas geriebenem [ Meerrettich, Tomatenmark ober im Sommer mit i frischen Tomatenscheiben ober fein gehackter saurer I Gurke ab.
r<crwirklichen.
Es gilt, ihr den offenen Raum zu schaffen, in ber fe sich ahne Störung von außen ausleben kann Außen ist in bem Augenblick, in dem ber eolbat hen Menschen erblickt, bem er mit neuer Unmitteb (•arfeit zustrebt, febes andere Erlebnis, auch das des Sieges. Das Losgelöste des Kriegerschicksals mutz ton der Frau auch beim Urlauber erfaßt fein. Der» nag sie sich in dieser Welt zurechtzufinben- vermag fe den Urlaub zu einem einzigen Kraftquell für ben Mann zu gestalten. Dr. Magda Menzerath. .
»inferlitbe Wniwtninfe.
Wenn in ber kalten unfreunblichen Iahreszett tas Abenbessen naht, bann taucht bie Frage nach ünem wärmenden Getränk meist mehr auf als nach i em Essen. Am einfachsten ist es natürlich, ben restlichen Mischkaffee für bas Abenbbrot aufzuwarmem Aber nicht jeher liebt zu einem belegten Brot faffee. Da halten wir bann bei unseren einheimi- chen Tees Umschau, bie ja so vielseitig unb babe, tefunb unb bekömmlich finb. Es empfiehlt Ud), ab- -uwechseln, um nicht bie eine.ober anbere Teesorte über zu kriegen" Kamillentee duftet angenehm und mundet ausgezeichnet, ebenso der sehr gesunde Pfefferminztee, der ein Labsal für den Magen be- i eutet. Dazwischen geben wir unserer Familie e - mal ben allgemeinen Kräutertee den wir schon gemischt kaufen können. Auch der Qirbbeerblattert , len die vorsorgliche Hausfrau im Sommer f wimmelte und trocknete, wird sehr willkommen seim h Sein Aroma ist besonders köstlich. 3tebt man den . Duft des Lindenblütentees ein so glaubt man NM | mitten in eine sommerliche Wiese versetzt. Wer * ! troas besonders Duftiges und Zartes «ebt tann ! Ach an Hagebutten- ober Apfelschalentee halten
Ulle diese Teesorten bedürfen einer sorgsamen Zm j Bereitung, denn sie müssen mehrere e9)bn“^Vmarf I richtig gekocht werden, ehe der ganze Geschmack id) dem Wasser mitteilt. Zum Süßen kann man jf Süßstoff verwenden ohne den Geschmack zu : ' Jedoch nicht nur Tees sind es, die uns zum winterlichen Abendbrot wohltun. Manch eine jinbige
Zu weiten, langen Aermeln
Kleid rechts einen viereckigen, tiefen
Die beiden oben skizzierten, schlichten Theater k 1 e i d e r sind aus schwerem und schräggeschnittenem, schwarzem Mattkrepp. Das Kleid links zeigt den modischen, der Bluse angeschnittenen „F l e b e r m a u s ä r m e l" zu einem Gürtel, einer Schulte^passe und breiten Manschetten aus weißer Perlstickerei
Marlen und Schweigen.
Zehn Tage hat der Soldat Urlaub bekommen, rchn Tage wird bie Frau ben Mann, bas Kinb ben ' guter wieberhaben. Zehn herrliche lange Tage, die cusgefoftet werben sollen bis zur Neige.
Wir wollen hier nicht von ben Vorbereitungen brechen, die den ganzen Haushalt auf den Kopf feilen, überhaupt nicht von äußeren Geschehnissen, fier soll von der Erwartung die Rede sein, von ter erfüllten und der — enttäuschten Erwartung.
Die Heimkehr ist ein großes Fest, und wenn der Soldat auch das neue alte Leben in häuslicher Ge- pütlidjfeit voller Behagen aufnimmt, mehr noch rärmen ihn bie strahlenben Augen von Frau unb $inb — solange sie ohne Fragen finb. Eine vahre Weihnacht ist eine solche Heimkehr. Sie kann Sage bauern ober Stunben, sie bauert meist so I nge, bis bie Frau fragt: WiewarderKrieg?
Wäre es Neugier, was bie Frau fragen läßt, rürbe ber Mann sie ertragen, so wie er bie ab-- chtslos sachlichen Fragen ber Kinber erträgt: „Wie-, :el Englänber hast bu totgeschossen, Dati, unb wie- :el Franzosen? Waren auch Schwarze babei?" Dient unsentimentalen Wissensbebürfnis, bas nichts ber seine Anteilnahme erfahren will, ist er gewachsen. Nicht jeboch ber Frage ber Frau, -nn sie forbert mit ihr ihren Teil an seinem Er. bnis, ben Teil, ber ihr in einer guten Ehe zusteht, ,nb ben er nicht geben kann — noch nicht. Es finb ücht bie Schlechtesten, benen ber Munb bislang ver- ihlossen ist.
Unb so geschieht es roieber unb joieber, baß gerabe ann, wenn die Frau — mit dieser Frage — in ine engste Nähe rücken will, den Mann die ost id)t mehr zu überwindende Fremdheit überfällt, enn diese Frage stößt ihn unwiderstehlich dorthin jrürf, wo er heute seine größte Sicherheit — und e Geborgenheit vor dieser Frage weiß, in den reis der Kameraden. Daß das in einem Augenblick ;sschieht, in dem sich seine große Sehnsucht verwirk» ichen sollte, die Sehnsucht nach Frau und Familie, lie ihn nie so ausschließlich erfüllt hat wie in dieser ■eit, da er dem Kriege gibt, was des Krieges ist, ■Iierfommt ihn wie ein Verhängnis. Noch kann die frau den Urlaub retten, wenn sie Herz unb Munb rigelt unb bem Heimkehrenden durch schweigendes Warten — in Worten und Mienen — die Unbe-
Mehr Frischkost!
In diesem Winter, in dem das Obst nur in ganz kleinen Mengen auf dem Markt zu haben ist, müssen wir uns nach etwas anderem umsehen, bas unserem Körper die nötigen Vitamine unb Salze zuführt, um leistungsfähig unb gesunb zu bleiben Einen guten Ersatz können wir uns im 0 e • müse schaffen. Wir sollen keine einseitigen Roh, köstler werben, aber als Zugabe zu unserem üblichen Essen machen wir uns zur Regel „jeden Tag etwas Ungekochtes", Frisches, z B. an Stelle der Mittagssuppe oder zum Abendbrot. Biele Hausfrauen verstehen noch nicht, die Frischkost richtig herzustellen, so daß sie'auch Ehemännern und Kindern mundet Oberster Grundsatz sei hier „alles recht schön und appetitlich" Herrichten. Beim Anblick einer Frischkostplatte mutz. einem das Wasser im Mund zusammenlaufen. Blattsalate verstehen bie meisten Hausfrauen noch anzumachen, vielleicht auch noch Weißkohlsalat. Es gibt aber im Winter sehr viel mehr Möglichkeiten.
Besonbers gesunb ist roher Möhrensalat. Hierzu werben bie Möhren auf ber Rohkostreibe zerkleinert, mit Zitronensaft unb Salz gemischt und mit Mayonnaise ober Dickmilchtunke begossen. Zur Mayonnaise nimmt man eine Helle Mehlschwitze, bie man halb erkaltet mit einem Eigelb und etwas Del verrühren kann unb mit Salz, Essig, Senf, geriebener Zwiebel und Kräutern abschmeckt. Die Dickmilch schlägt man mit Zitronensaft tüchtig durch, würzt wie vorstehend. Selleriesalat unb rote Rübensalat reibt man besser auf der feinen Reibe. Rot- und Weißkohlsalat nicht abkochen, sondern sein hobRn, mit dem Fleischklopfer mürbe schlagen. An Stelle von Del nimmt man bei Weißfohlsälat gerne ausgebratenen Speck (heiß über den Kohl geben). Er muß tüchtig durchziehen. Sehr hübsch wirkt eine Schüssel Weißkohlsalat mit einem Kranz Kartoffelsalat. Meerret- t ch nimmt man in kleinen Mengen mit etwas Aepfel und Milch, am besten Büchsenmilch, gemischt auf die gemischte Platte oder als Würze zu anderen Salaten. Heberhaupt ist die gemischte Platte sehr schmackhaft. Man gibt z B einen Berg Möhrensalat und einen Kranz Endiviensalat, in den man Nestchen von Selleriesalat setzt. Frische unb getrocknete Kräuter verwenden wir reichlich zur Verzierung und Geschmacksverbesserung.. Immer noch zu wenig bekannt ist die günstige Wirkung von rohem Sauerkraut auf den Körper. Es wird in 2 bis 3 cm lange Stücke geschnitten und mit einer der verschiedenen Tunken gemischt. Viele lieben einen geriebenen Apfel daran.
Getränke müssen derart gering fein, daß sie lediglich ben Geschmack bes leweiligen Getränkes oer- änbern.
Wer sich aber nicht aus süßen Getränken macht unb trvtzbem bas Bebürsnis nach einem warmen Avenbgetränk hat, ber macht sich eine Suppe in Tassen. Ein Rest ber Mittagssuppe ist oft noch vorhanben' wenn nicht, so hat ber Kaufmann eine Menge von Fleischbrühwürfeln, die man einfach in heißem Wasser auflöst Ein bißchen Petersilie oder Sellerie, vielleicht auch Muskat verfeinern die „Bouillon in Tassen" sehr. Es gibt so u»endlich viele Möglichkeiten, sich ein wohlschmeckendes, gesundes und nicht teures Winterabendgetränk herzustellen, daß die besorgte Hausfrau jedem Geschmack Rechnung tragen kann unb burch bie richtige Abwechslung bajür sorgt, baß bie Familie keines baoon satt bekommt! H v. L.
'ingenheit zurückgibt, so langsam ben Ring schmel- ;?nb, ben Tobesbereitschaft, Kampferleben, Disziplin :nb Männerkamerabschaft um ihn geschlossen haben.
Es ist schwer, bieses Warten, benn was finb zehn Lage, kurze zehn Tage, wenn Monate bes Allein- >rins vorangingen! Gelingt es jeboch in biefer Zeit, len Mann aufzuschließen, wirb bas Glück für beibe iroß sein Denn ber Mann will ja im Grunbe vor (Eiern seiner Frau sein härtestes Erlebnis mitteilen, nur ben Anspruch verträgt er nicht, am wenigen dann, wenn sein Erleben sich aus ihrer Geduld firmen und fertigen soll Db er das Wort finden »ird, hängt schließlich noch davon ab, wie weit die f rau bereit ist, den Mann zu lassen, benn wie kann c ihr mit der ganzen Dsfenheit entgegenkommen, 5'lc sie erwartet, roemr er weiß, daß sie dadurch iid)ts anderes als feste Maßstäbe für ihre Sorgen (Lwinnt Eine Frau, die nicht das nötige Vertrauen iw ihr Schicksal hat, sollte vor Ende des Krieges überhaupt keine Fragen stellen.
Leider wird gerade sie es fein, die ihre Angst toird) ein tröstliches Wissen betäuben möchte. Sie twirb nie begreifen, warum ber Mann sich ihren fragen entzieht, Fremben aber sachliche Einzelheiten (»zählt Sie wirb seine Abwesenheit spüren unb s hen, wie der Gedanke an die Front ihn belebt, begegnet er am Bahnhof gar noch Kameraden, die i,n wieder ganz in ihren Kreis ziehen, dann muß < froh sein, wenn er noch Zeit zu einem flüchtigen Abschied findet.
Hier nach einer Schuld zu suchen, durfte falsch |rin. Der Mann vermag kaum anders zu handeln, unb bie Frau folgt sehr natürlichen Regungen. Trotz» . lern wirb es gut fein wenn bie Frau sich für 'ben Erlaub eine hoppelte Verantwortung zumitzt. e>ie airb gut daran tun, sich innerlich auf diesen Besuch genau so vorzubereiten wie äußerlich. Ihr ist es auf- gegeben, behutsam zu fein; der Mann wird die Große bes Gefühls auch in ber Beherrschung zu büren wissen. Weil feine Liebe in der Ferne größer i:nb inniger geworben ist, will sie sich ungemischt
Buchwelzen in unserer Küche.
Buttermilchgrützsuppe. Man rührt an Buttermilch ein wenig Roggenmehl und gießt sie an bis vorher mit wenig Wasser gargekochte Buchweizengrütze; bann läßt man bas Ganze nochmals etwas'kochen. Man bringt bie Buttermilchgrütze recht warm auf ben Tisch und gibt Zucker ober Syrup nach Geschmack hinzu. Buchweizenpuffer. Man nimmt hierzu gut ausgesiebtes Buchweizenmehl. Zu je einer vollen Dbertasse Buchweizenmehl nimmt man eine gleich große Tasse heißes Wasser und einen Eßlöffel zerlassener Butter ober Schmalz, 8 Gramm Hefe unb etwas Salz. Ist ber Teig fertig gerührt, so schlagt man ihn stark mit einem Löffel, läßt ihn aufgehen unb bäckt ihn je nach Bebarf in kleinen ober großen Formblechen — empfehlenswert finb bie „Schneckenkuchenformen" — gar. B u ch w e i z e n Pfannkuchen. Man nimmt 2 gestrichen volle Tassen Buchweizerimehl, 3 Tassen heißes Wasser unb eine Tasse voll geriebener, kalter Kartoffeln unb tut etwas Salz daran; bann rührt man alles zusammen gut teigig, schließlich gibt man biesen Teig wie Eierkuchenteig auf eine recht heiße Pfanne, in ber Fett erhitzt worben ist. unb menbet bie Pfannkuchen nicht zu früh, bamit fie beiberfeits gut gebräunt unb burchqebacken finb. Buchweizengrütze nach fBoucrnart. Man laßt Buchweizengrütze in kochenber Milch cmsquellen setzt etwas Salz hinzu unb läßt sie weiter sieben. Beim Ausbentischbringen gibt man Zucker ober braune Butter — auch beibes — dazu.
Rezepte.
Kartoffel-Kopffalat 1 kg Pellkartoffeln, 2 Köpfe Salat, 20 g Speck oder 1 Eßlöffel Del, % Liter Buttermilch, Essig, Zucker, etwas Zwiebel oder Lauch, Salz. — Die abgezogenen Pellßartosteln werden in Scheiben geschnitten, der Blattsalat geputzt, ohne die Rippen wegzuwerfen, gewaschen, in breite Streifen geschnitten und zu den Kartoffeln gegeben. Entweder Speck in Würfel schneiden und ausbraten oder Del mit Buttermilch unb ben anberen Zutaten zu einer Tunke verrühren Diese Tunke mischt man unter ben Salat. e
Kartoffeln mit Buttermilch: 1'/-Kilogramm Kartoffeln, 25 Gramm Fett, x't Liter Buttermilch, 1 Teelöffel Kartoffelmehl, Salz. — , Zu ben mit wenig Wasser fast gargekochten, gewürfelten Kartoffeln gibt man bie mit bem Kartoffelmehl verquirlte heiße Buttermilch unb bas Fett unb : läßt gar werben, abjchmecken.


