englischen Admiralität, wie man die« schon gewohnt fri, mit bcm Tropfenzähler zugegeben. 3m- rnerhin sei et aber bedeutsam, daß sich die englische Admiralität schon nach einem nur wenige Tage dauernden Schweigen zu einem Tcilaeständ- dis entschlossen habe, wahrend sie mehr als zwei Wochen bis zum Eingeständnis der in den Gewäs- !crn Norwegens erlittenen Verluste habe vcr- treichen lassen. Das bcbcute, daß die Schläge, die »ic englische Flotte im Kanal non Sizilien erhol- ten have, so hart gewesen seien, daß sie nicht länger hätten verschwiegen werden können.
In der „Irlbuna* stellt Nationalrat Gugliel- motti fest, daß die Angaben der britischen Amirall- tät über die englischen Krigesschissverluste im Mittelmeer um siebzig Prozent hinter der Wahrheit zu rückblieb en Aber leibst die bisher zugegebenen Seelüfte würden für sich allein die Schlagkraft der englisd)en Mittelmeeillotte erheblich beeinträchtigen. Der Flugzeugträger „Illu- strious" z. B. habe die Aufgabe gehabt, Geleitziige zu schützen und Fernaufklärung durckzusühren. Es werde für England immer schwerer, die Straße von Sizilien zu durchbrechen. Die Zeit arbeite auch hier für die Achsenmächte.
Beschädigtes englisches Kriegsschiff in Gibraltar eingelaufen.
Algeciras, 16. Ian. (Europapreß.) Im Kriegs- Hafen Gibraltar lief am Mittwoch ein britisches Panzerschiff ein, das schwer beschädigt ist. Der Name ist nicht zu erkennen, da er übermalt wurde. Es Dürfte sich aber um ein Kriegsschiff handeln, das beim letzten gemeinsamen deutsch-italienischen Luftangriff im Mittelmeer fdyroer getroffen wurde.
Vertrauenskundgebungen für Duce und Faschismus.
Rom, 16. Ian. (Eurovavreß.) Im Laufe der letzten Woche haben in fast allen bedeutenderen Orten Italiens große Kundgebungen und Volksversammlungen stattgcfunden. An den Sekretär der Faschistischen Partei wurden aus diesem Anlaß so viele Vertrauenstelegramme ge- fondt, daß die Blätter sich mit der einfachen Auszählung der Orte begnügen mußten. „Giornale v'Italia" stellt dazu fest, das italienische Volk, fest um die Faschistische Partei geschart, habe mit diesen Kundgebungen wieder seiner unbedingten f) i n ga b e a n den Duce und seiner unerschiit- terlichen Siegeszuversicht Ausdruck verliehen.
Vritzscher Uebergriff in südammkamschen Gewässern.
Französischer Dampfer x vor Montevideo festgehalten.
Montevideo, 15. Ian. (DNB.) Der Versuch eines britischen Hilfskreuzers, den aus Montevideo ansiausenden französischen Dampfer „M endozo" aufzubringen, hat in Uruguay einen diplomatischen Zwischenfall verursacht. Die „Mendoza", die L e - bensmittel für das franzöfifche Rote Kreuz geladen hatte, wurde von dem englischen Kriegsschiff innerhalb der Dreimeilenzone an gehalten, was durchaus der bisherigen Mißachtung der Neutralitätsrechte fiidame- rikanifcher Staaten durch die Engländer und insbesondere dem krassen Rechtsbruch im Fall des brasilianischen Dampfers ,.I t a p r entspräche. Der uruguayische Außenminister Guani hat die ersten Schritte zur Ausklärung des Zwischenfalles getan. Dem französischen Gesandten teilte er auf seinen Protest die Aeußernng des englischen Gesandten mit, daß der britische Hilfskreuzer erst nach der Warnung an die ..Mendoza" durch Abdrift in die uruguayische Hoheitszone geraten fei. Diese echt englische Ausrede findet ihren bezeichnenden Kommentar in Aeußerungen her brasilianischen Presse. So sagt „Gazeta de Noticiav", angesichts der ft ä n b t • gen Wiederholung gegen ihre Hoheitsrechte gerichteter Willkürakte' müßten die fübamerifant- schen Völker zu der Ueberzeugung tommen, daß die praktische Politik Englands die völlige Verleugnung her Prinzivien fei, die es angeblich verteidige. Auch das Blatt „Nolte" verweist auf den Widerspruch der ständigen britischen Freundschafts- beteuerunqrn und der gleichzeitig gegen die süd- amerikanischen Staaten gerichteten feindlichen Handlungen.
Gin „britischer Rat für die Lieferungen ans Nordamerika".
Stockholm, 15. Ian. (Qruropaprcft.) Ein „britischer Rat für die Lieferungen aus Nordamerika" ist nunmehr zusammengestellt worden im Zusammenhang mit dem Umbau des engllfdjen Import- wesens, der durch die Ernennung eines besonderen Importausschusses am 6. Januar zum Ausdruck kam. Es wird erklärt, der neue Rat für Lieferungen au» Nordamerika lei erforderlich geworden, nachdem der Umfang Der amerikanischen Lieferungen beträchtlich gestiegen sei. Der Chef der bisherigen britifd>cn Einkaufskommission in Amerika, Arthur Purviv. wurde zum Präsidenten de» neuen Rates ernannt, der englische Wirtschaftler Morris Wilson ist sein Stellvertreter Mitglieder des neuen Rates sind u. a. Sir Clive Sa i II le u , Generaldirektor der britischen Flugzeugkommission m Amerika, Sir Henri Self und Der Chef Der britischen Flottendelegation in Kanada, Vizeadmiral Eva n o.
USA. an Mexikos (krzen interessiert.
Mexiko-Stadt, 16. Ian. (ßuropaprefc.) Wie hier bekannt wird, plant die Regierung der 'Bereinigten Staaten die Entsendung einer Kommission von Bergwerkssachverständigen nach Mexiko, die den Ankauf umfangreicher Mengen von kriegswichtigen Erzen, wie Quecksilber, Kupfer, Zinn usw, befebkunigen sollen. In interessierten mexikanischen Kreisen glaubt man, daß die.05^.-Kommission auch die Aufgabe hat, eine erhöhte Produktion her merifa- Nischen Bergwerke zu erreichen, da ein großer Teil der mexikanischen Erze von der -Kriegsindustrie notwendig gebraucht wird.
(Sin ostafrikanijcher Wirtschaftsrat.
Stockholm, 15. Ian. (Europapreß.) Die Grün- buna eines ostafrikanischen Industrie, und Wirtschaftsrates wird in Nairobi betanntgegeben. Zu dem Rat haben Tanganjika, Uganda. Nord- rhodesien und Njaffa-Land sowie Sansibar bereits ihre Vertreter ernannt. Das Gremium beschäftigt sich neben industriellen Fragen auch mit den Fragen der Importkontrolle, der Währung, her Wechselkurse fowie der Deckung de» steilen Bedarfes.
An der albanischen Front.
MW
Die italienische Regierung hat zum Drei-Königo-Tag, an dem man in Italien die Kinder zu beschenken pflegt, große Gabensendungen an sämtl iche Truppen im Felde zugehen lassen. Als die Geschenttransporte in den verschiedenen Stellungen eintrafen, lag, wie unser Bild zeigt, die albanische Front in tiefstem Schnee. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
LappenSesuch
bei unseren Truppen im hohen Norden.
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Unser Bild zeigt deutsche Soldaten, die in G a r d 1 a, im nördlichsten Norwegen, dem Ausgangvvunkt einer RennNer-Schlitten-Verbindung nach Kautokeino, stationiert sind, in Unterhaltung mit einem Lappen. — (PK.-Schwerz-Scherl-M.)
„Die letzten Tage von Pompeji."
Londons Nachtleben in den Kellerbars der Luxushotels und den Tunneln der U-Bahnhöfe.
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die Körper der Schlafenden zu ftür»
losen, teils rufsmäßige Leute, Die a
15.30 Uhr an Habs steigen, in den vh
einzudrückeß, und jeder Ziegelstein wird ein gesähr- liches Geschoß.
Die Londoner Untergrundbahn, so teilt der Berichterstatter weiter mit, nahm jede Nacht mehr als eine Million von Londonern auf. Sie sei ein sicherer Unterstand, teilweise bis zu dreißig Meter unter der Straße. Die Leute eilten im Moment des Nachtalarms in das Innere der Untergrund-
tuä>er auf Jkm Btzvkn auszu- bedecke JhMVngebeurc Biwack Mr Schwelle der D^Tckliste hätten wahre Wun- itskunsfftiicken zu vollbringen,
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Zett vamit Lumpen afl Gesellschaft, darauf, ibck A u s । kart t^r ren! 'JÖ den BWis
bekanntesten Dancings geführt. Um 23 Uhr verwandelte fld) her übeMllte Tanzboden tn eirte Art Lager. Man löste die ^Polster von den Sesseln ab und bediente fid) ihrer als Kopsunterlage. Hierauf, wurden mitgebrachte Decken auf dem Boden 'auß-i gelegt, woraus fld) die Paare hort zum Schlafen
niederlegten. Die Angestellten drehten das Ächt aus und ... England, das purltanü« Erigland, hat sich mit diesen Sitten bereits xibgejunben, ich habe
tb auf den gtWlgCein lu^crMubt,
Genf, 15. Ian. (DNB.) Das „Journal" ver- öffentllcht eine Interessante Schilderung seines Son- derkorrespondenten Robert Donald, der Ende Dezember nad) einem mehrmonatigen Aufenthalt in London wieder in Frankreich eingetroffen ist, über das Londoner Nachtleben. Unter dem Titel, „D i e letzten Tage von Pompeji" berichtet der französische Korrespondent zunächst über das Leben der Plutokratenclique in den großen Londoner Hotels, Klubs und Tanzdielen. Die Tanzdielen sind meist unterirdisch angelegt worden, und zwar einige Meter unter by: Erdoberfläche, teilweise befinden sie sich in den großen Hotels, so z. B im Savoy, wo übrigens schon immer ein unterirdischer Ballsaal vorhanden war. All diese vornehmen Gaststätten seien um die Einnahmen nicht besorgt. Man schwimme dort hn feinen Wein, und Stunde um Stunde wechselten die Tafel- und Tanzfreuden mit einer Art krankhafter Ausgelassen, beit ab. Nachdem diese Vergnügungen zu Ende seien, stimmten die Gäste die englisch^ Nationalhymne „God save the King" an und bejuihten sich dann darum, auf möglichst gute Art die Nacht zu verbringen. So würden im Restaurant Hungaria rasch Feldbetten in der Tanzdiele ausgeschlagen, die den Liebhabern für fünf Schilling je Kopf angeboten würden. Andere verständigten sich mit dem Ober, um sich unter den Tisch zu legen, nachdem sie ihre mitgebrachten Decken au» der Garderobe geholt hätten.
„Meine Freunde", so schreibt der Korrespondent weiter, „haben mich eines Samstags in eines her
begnügen müßten, eingewickclt in ihren Obern bloßen Fußboden zu fdikncn. Die ^eYSwe 0-Bahn gehöre, beschränke sich ^Außerordentlichen Einnahmen, die die
von einer ’JDtMtion 5 n jeder Nad) t\bqrftent, eikl^UiaM-
Der Wehrmachtbericht vom Mittwoch.
Berlin, 15. Januar. (DRV. Funkspruch.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Infolge der ungünstigen Wetterlage wurde lm Laufe des 14. Januar von der deutschen Luftwaffe nur über Südengland aufgeklärt. Hierbei konnte die gute Wirkung der in den letzten Nächten dnrchgeführten Angriffe auf kriegswichtige Ziele in Plymouth und Portsmouth festgestellt werde«.
djen zweideutigen Publikum zurückschreckten, sehr fd>roietio. Mse „O ci se n der Ruhe" entbehrten leben Kuijprts. Man kenne dort selbst die elementarsten Tiegeln der Hygiene nid>t. Mitte Dezember babfÄtt» kaum begonnen, in den U-Bahnschächten wenigste die primitivsten Bedürfnisanstalten zu bauelQvb inzwisl^en bessere Zustände beschaffen roofbapfricn, wisper nicht, aber man könne an- nehmwt, daß sich die armen Teufel noch für lange
angestellten geschehe. Die einen bleiben zu Hause, die anderen suchen die öffentlichen Unterstände auf, die in den Kellern größerer Gebäude und in den U-Bahnstattonen eingerichtet sind. Die Stadt London hat vor dem Krieg Hunderte von Millionen ausgegeben, um auf den öffentlichen Plätzen Un- terftänbe aus Ziegelsteinen aufzubauen, aber nie- manb bedient fld) Ihrer. Die Leute sagen, die Sicher- Helt im Freien sei größer als in diesen Ziegelbau- ten. Denn wenn eine Bombe in der Nachbarschaft niedergeht, so genügt der Luftdruck, um die Mauern
tieften sie erst am nächsten Morgen, sehe man überhaupt nichts^>on der Publikum, das sich in die Unter« flüchte, bestehe teils aus Arbeits- cflnbel, aus Bettlern und den be- ppeln. Daher sei der Zugang für menschlichem Respekt vor einem fal
ben Eindruck, daß der Kampf gegen die Prostltutt^I* aufgehört hat. Man lebt auf einensVujkan^ r
Sie fragen mich vielleicht was demAX den Arbeitern, mit den Händlern, mit den kleinen Büro-
Oie Grillparzer-Feier in Wien
Weinhcber, Jelusich und Ina Seidel Träger dcö Dichicrprcifeö.
Im Rathaus eröffnete Reichsstatthalter von Schirach die Grillparzer-Woche, mit der die Stadt Wien die 150. Wiederkehr des Geburtstages ihres großen Sohnes begeht. Die Wahrheit, daß das Genie seiner Zeit vorauseile, jo sagte er, bestätige sich auch an Grillparzer. Erst heute, 150 Jahre nach seiner Geburt, erfülle sich feine Sendung. E i n großbeutscher Dichter werde in diesen Tagen im großdeutschen Rahmen gei ehrt in einer Weise, die seinem Wesen und seiner Persönlichkeit gerecht werde. In knappen Strichen zeichnete Sd-irach bann den Menschen, Kämpfer und Patrioten Grillparzer und schloß mit den Worten: „Mitten lm Kriege haben wir uns hier vereint, Soldaten, Politiker und Künstler, um seinem Namen zu huldigen. Wir meinen nicht nur den Meister der tragischen Did)tung, wir meinen auch den Mann. Wir meinen aber auch das Reich, das er ahnte, wenn wir Einkehr halten, und feinen Namen oekennen." — Im Anschluß an die Feierstunde besichtigten die Ehrengäste die Grillparzer-Ausstellung im Historischen Museum, die einen sinnvollen Ueberblick über Leben und Wirken des großen Dichters gibt.
In den Nachmittagsstunden trat die Akademie her Wissenschaften zu einer Festsitzung zusammen. Der Präsident her Akademie, Prof. Dr. Hch. Ritter v Srbik, eröffnete die Sitzung. Sodann nahm Professor Dr. Josef Nagler das Mart zu einem Festvortrag über „Grillparzers Selbstbildnis". Nachdem der Präsident mitgeteilt hatte, daß die Verleihung des G r i l l p a r z e r - P r e i s e s der Akademie der Wissenschaften auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werde, verkündete Beigeordneter Ing Hans Bla schke die Verleihung des Dichterpreises der Stadt Wien, der Jahr für Jahr am 15. Januar für hervorragende schöpferische Leistungen auf dem Gebiet her Dichtkunst vergeben wird Reichsleiter von Schirach hat den diesjährigen Preis in drei Teile aufgeteilt. Mit dem großen Dichterpreis der Stadt Wien wurden im Jahre 1941 ausgezeichnet Josef Weinheber, Mirko Jelusich und Ina Seidel. Namens der Preisträger fand Josef Meinheber herzlichg Worte des Dankes für die ihnen zuteil geworden« Ehre und Auszeichnung. Schubertfche Musik umrahmte d-is Feierstunde in der alten Universität.
Wachsende Spannung in Aegypten.
Rom. 15. Ian. (Europavreß.) Unter Hinwet» auf die Auswirkungen der Aufdeckung des Mord» vlancs des Intelligence Service gegen König Faruk berichtet die römische Morgenpresse aus Beirut, die Bevölkerung Aegyptens ertrage die ihr von den englischen Militärbehörden durch die militärisch^ Besetzung des Landes auferlegten Einschränkungen nur schwer. Sabotageakte ereigneten sich allÄ Taye. In einem einzigen Monat habe das Kriegs^ gencht in Alexandrien 1725 Strafurteile wegen Vergehen» gegen bie Kriegsgesetze gefällt. Erst vor wenigen Tagen fei em neuer gefährlicher Sabotageakt begangen worden. Die Stromleitung sn aller 211 a t m f i r e n e n seien zerschnitten worden. Diese.Sabotagea'.te zeigten, daß die Einstellung der ägpptifdjen Bevölkerung den Engländern gegenüber nidsts weniger als freundlich fei und nun nad) dem Dekannlwerden der Anlchlagpläne des Intelligence Service im Nahen Osten noch weniger freundlich.
Ztaiienischer Wehrmachtbericht.
Rom, 15. Jan. (D71B. Funkfpruch.) Der italienische Vehrmachtbericht vom Vittwoch hat folgenden Wortlaut:
An der grlechifchen Front lokale Aktionen ohne Bedeutung.
An der Eyrenalka zeitweise Artillerie- und Spähtrupptätigkeit im Gebiet von Tobruk und Giarabub. Unsere Flugzeuge haben wirksam pan- zcrkraftwagcn und Arlillcriestellungen mit Bomben belegt Der Feind hat Linsliige auf einige Ortschaften in Libyen durchgeführt und dabei einigen Gebäudeschaden angerldjtct.
In Ostafrika wurden feindliche bewaffnet» Kraftwagen, die sich an der Sudangrenze einer unserer Stellungen genähert hatten, unter Derlusten für den Gegner zurückgewiesen. Unsere Luftwaffe belegte feindliche Truppen und Kraftwagen mit Bomben und INaschinengewehrfeuer. Feindliche Flugzeuge haben Goras, Tertale, Mosala und IHega bombardiert und geringen Schaden verursacht.
Lechs weitere Divisionen der LISA.« Miliz für den aktiven Dienst ou geboten.
Neuyork, 15. Ian. (Europapreß.) Präsident Roosevelt hat eine Verordnung unterzeichnet, durch die weitere sechs Divisionen der Miliz f ü r ein tz^a h r zum aktiven Dienst aufgeboten werden.
Unruhen in Ecuador.
Lima, 14. Januar. (Dl)dP.) In Quito, bet HauMadtHder Republik Geu>hor, brachen anläßlich Giüer Rede des Stckcrtspräsidenten Arroyo del 9U o voV Hei^ Nationalgarbe Unruhen a-us. Die AisMihrer verlangten stürmisch bie Freilos- (un|Mn elf Fliegern, die feit einem Iayr mögen Teilnahme an einem Aufftanbsversuch zu fünften des Expräsidenten Ibarra gefangen- geholten werden. Bisher werden 2 Tote und 36 Verwundete gemeldet. Der Staatsrat bewilligte der Regierung außerordentliche Vollmad)ten, darunter den Einsatz von Militär, für bie Zeit von fünf Monaten.
Lm Urwald Überfallen.
Rio de Janeiro, 14. Ian. (Europapreß.) Ganz Rio spricht von einem bramatischen Kampf wischen I n b l a n e r n und einer brasilianischen Grenzziehungskom Mission. Ein Funk- spruch der Kommission besagt, daß sie im Urwald an her venzuelaniscyen Grenze von Indianern überfallen wurde. Fünf Mitglieder der Kom- miffion erlitten schwere Verletzungen und Lähmungen durch vergiftete Pfeile, mit denen die Indianer f(hoffen. Es gelang den UeberfaUenen Zwar, sich notöürftia zu verschanzen und die Angreifer mit Gewehrschüssen abzuwehren, doch war her Rückweg zu den Booten abgeschnit- t e n. Erst nach vier Tagen gelang es den von den Indianern Umzingelten, ihren Hilferuf in die Welt binauszufenden. Es wurde sofort eine Rettunas- attion elngcleltet, die nun von der ganzen brasllia-


