Ausgabe 
15.10.1941
 
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Mittwoch, 15. SNober Ml

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Roosevelts Gegenrechnung

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Reuyork, 15.Off. (BJIB. Funkfpruch.) Vie 3JIS. aus gut unterrichteter Quelle erfährt, bemüht sich das Staatsdepartement auf Roosevelts Anwei­sung hin, von der englischen Regierung die baldige Zustimmung zu einem Abkommen zu erlangen, worin die Entschädigungen für das von USA. an Großbritannien auf Grund des Pacht- und Leih- gefehes gelieferte Valerial bindend feftgefeht werden. Dafhington verlangt als Gegenleistung das Recht zur Benutzung sämtlicher Stützpunkte des britischen Empire, ganz gleich, wo und zu jeder Zeit, einschließlich der Stützpunkte, die Eng­land etwa künftig irgendwo erwerben sollte. Die zweite Bedingung ist die Gleichschaltung der eng-

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tischen Handelspolitik mit dem von hüll ein­geführten System der unbedingten und unbegrenzten Meistbegünstigung. Die englische Regierung soll auf diese Vorschläge, die Anfang September unterbreitet wurden, bisher nicht geantwortet haben.

Dazu wird bekannt, daß Präsident Roosevelt auf einen in dieser Angelegenheit von Senator vanderberg an ihn gerichteten Brief geant­wortet hat, die USA.-Regierung habe die grundsätz­lichen Bedingungen der englischen Gegenlei­stungen formuliert und London mitgeteilt. Die englische Regierung sei jetzt dabei, sie zu prüfen. Anter diesen Umständen könne er, Roosevelt, Einzel­heiten jetzt nicht mitteilen.

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Washington, Oktober 1941.

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werden, dafür haben ja die Publizisten Lippmann und Konsorten, Roosevelts Helfershelfer und Auf­traggeber, den wünschenswerten Anschauungsunter- richt gegeben. Ebenso wie ihm bei der Besetzung Islands wohl kaum in den Sinn gekommen sein dürfte, daß Europa seit dem Einbruch Attilas um das Jahr 375, über den Einfall der Araber in Spanien, der Mongolen und Türken im Südosten bis zu dem Versuch Stalins, eine Invasion des Bolschewismus in grandiosem Maßstab vorzuberei- ten, noch jeden Versuch abgewehrt hat, Nichteuro- pöern die Festsetzung auf dem Kontinent zu ge­statten, ebensowenig dürfte er aus den letzten Er­eignissen im Osten den Schluß gezogen haben, daß mit jedem weiteren Sieg der deutschen Soldaten im Osten auch seine Welteroberungspläne zum Schei­tern verurteilt sind. Die endgültige Gestalt Europas setzt die Ausschaltung des Bolschewismus voraus? Erst dann entsteht in der anderen Hemisphäre ein Kontinent, der alle Voraussetzungen für ein macht­volles und in sich ruhendes Eigendasein erfüllt.

Für Universalismen vom Schlage der von der bolschewistischen Doktrin geprägten oder auch für den Roosevelts hat die Welt keinen Platz mehr. Sie ist im Begriff, soweit es Europa angeht, ein neues Raumgefühl Tat werden zu lassen, das den raum- knechtenden Imperialismus rein materieller Prä­gung ausschließt. Selbst, wenn Roosevelt und seine Politiker eines Tages zu dieser Erkenntnis kommen sollten, dürfte das ihre Politik kaum ändern, denn ihr Ziel ist es ja, die Raumordnung, gleichviel ob sie in Ostasien oder in Europa im Entstehen ist, zu verhindert, da die USA. sich als Erben des größten imperialen Systems fühlen, das die Welt je gekannt hat: des englischen Empire. Und Roose­velts Zeitlupentaktik wird nicht ausschließlich von der Hilfsbedürftigkeit Englands bestimmt, sondern ihre Grenze liegt erst dort, wo die Interessen des amerikanischen Imperialismus aufhören. Aber auch diese Rechnung zwischen England und USA. ist noch offen und auch bei ihrer Begleichung werden die geschichtlichen Taten des deutschen Soldaten ein Wort mitreden.

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Zeitlupentaktik in den USA

Von unserem B. K.-Berichterstatter.

Das zweifellos ebenso skrupellos-gerissene wie kunstvolle Spiel Roosevelts, Tag für Tag mit einer Beharrlichkeit, die ihresgleichen sucht, Verordnun­gen und Gesetze zu erlassen, selbständige Schritte zu tun, um durch sie die Bürger der USA. vor voll­endete Tatsachen zu stellen und sie durch Botschaf­ten in die von ihm gewünschte Denkrichtung zu lei­ten, hat zwar gerade in den letzten Tagen nach dem Schieß- und Konooibefehl die Opposition mäch­tig in Harnisch gebracht, die breite Masse jedoch nicht so beeinflußt, daß sie klipp und klar zu der Gefahr Stellung nimmt, in die sie Roosevelt un­merklich führt. Diese Gleichgültigkeit der breiten Masse, die zum Teil aus der Unfähigkeit resultiert, über den Zwiespalt der Gefühle Herr zu werden, zum Teil aus dem an sich gesunden und vernünfti- gen Gefühl, in den Vereinigten Staaten in Sicher­heit zu leben, hat natürlich ihre Gefahr. Denn ein solchermaßen gegen alarmierende Ereignisse abge­stumpftes Volk kann unmerklich in dep Krieg hin- eingeführt werden, bevor es überhaupt die Stimme zu erheben vermag. Roosevelt weiß das sehr ge­nau, er spielt auch auf dieser Klaviatur mit seiner ganzen Unbedenklichkeit, indem er einmal alle Teu­fel an die Wand malt, angeblich um das Volk wachzurütteln", ein andermal aber und gerade bei entscheidenden Entschlüssen! auf die Indif- ferenz der breiten Masse gegenüber politischen Fra- gen so wie Roosevelt sie versteht, spekuliert und nichts verlauten läßt, was er plant und durchführt. Die Mentalität des Amerikaners kommt dem Prä­sidenten dabei zweifellos entgegen, denn ein so gro- her Kenner der nordamerikanischen Psyche wie Dr. Robert hutchins von der Universität Chicago deren Präsident er ist sagt, daß das Hirn des Amerikaners, auch das desGebildeten", mitIn­formationen" angefüllt sei, während wirkliches Wis­sen und die Fähigkeit zu selbständigem Denken ihm in erschreckendem Maße fehle.

Roosevelt ist sicherlich ein ebenso großer Men- schenkenner und hat den Plan für das zu er» reichende Ziel so eingerichtet, daß er feine eindeutig imperialistischen Absichten mit der Zeitlupe m den ftilm des geschichtlichen Ablaufes einzerchnet. Die unendlich kleinen Teilchen, die der Amerikaner jeden Tag vorgesetzt bekommt, langweilen ihn schließlich so daß er auch sensationelle Sprünge in diesem Verfahren, wie die durch Knox vorgebrachte Er­klärung der Beteiligung der USA. am Geleitzug- system nur einigen wenigen Kritikern als das er- cheine'n was sie wirklich sind: der diabolische Wille, die USA. soweit an die Brandstelle in Europa

ging aber nicht auf guten Straßen vorwärts, son­dern führte zum allergrößten Teil durch Moore, Wälder und wegeloses Gelände.

Die ungeheure Leistung unserer Führung, unse­res Generalstabes unb unserer kämpfenden Trup­pen ist aber auch weiter erkennbar aus der Tat­sache, daß die größte aller Offensiven in einem Raum begann, Der rund 1000 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt ist. In diesem Raum muß- ten die Vorbedingungen für das Gelingen dieser Riesenoffensive geschaffen werden. Der Führer hat in seinem Tagesbefehl darauf hingewiesen, daß 25 000 Kilometer Eisenbahnen wieder in Betrieb ge­nommen wurden, 405 Eisenbahnlinien hergestellt wurden, und daß fast 2000 Brücken von über 12 Kilometer Länge gebaut worden sind. Die Kilome­terlänge der wiederhergestellten Bahnen entspricht fünfundzwanzigmal dem Weg von Köln nach Kö­nigsberg, oder umfaßt das ganze süddeutsche Eisen­bahnnetz. Diese Zahlen zeigen zugleich auch die Größe und Bedeutung des besetzten Gebietes. Das ganze sowjetische Eisenbahnnetz betrug nämlich 1938 nur 85 000 Kilometer, während etwa das deutsche auf dem weit geringeren Raum 69 000 Kilometer umfaßt. Es ist also festzustellen, daß fast ein Drittel der sowjetischen Eisenbahn aus der sowjetischen Hand in deutschen Besitz hinübergewechselt ist.

Wenn man nun die Größe der gegenwärtigen Offensive voll ermessen will, so darf man auch nicht vergessen, daß unsere Luftwaffe noch über dieses Ziel hinaus die gegnerischen Eisen­bahnen zerstört hat. Von Moskau allein führen zehn Hauptstrecken in die verschiedensten Teile der

üblichen Verdrehungen über dieNazigefahr" und andere Schreckgespenster über den Weg dorthin breitet, wird allzu oft von einem kräftigen Sturm­wind und einer sieghaft durchdringenden Sonne zerteilt. Das sind die Berichte des deutschen Ober­kommandos und die geradezu unerhörten Erfolge der deutschen Wehrmacht. Das Tempo, das von dieser Selle vorgelegt wird, stimmt mit den Plänen Roosevelts ganz und gar nicht überein, ja es hat allen maßgebenden Stellen hier in Washington einen mächtigen Schreck in die Glieder fahren las- sen, der die Gedanken fieberhaft vorauseilen läßt, noch schneller als die deutschen Soldaten siegen kön­nen. Selbst ein so willfähriger handlanger Roose­velts wie Staatssekretär hüll soll ernschafte Zwei­fel darüber geäußert haben, ob eine umfassende Hilfsaktion für die Sowjets überhaupt noch Zweck habe.

Es ist kein Zweifel, hier liegt ein Dilemma vor, dessen Größe man in der Unruhe spürt, die die letzten Erfolgsmeldungen aus Berlin ausgelöst haben. Der Schock über die deutschen Siege geht gleichermaßen auch aus den Meldungen aus London hervor, die zwischen einem unbekümmerten Optimis- mus und abgrundtiefer Sorge schwanken. Da­zwischen ist deutlich herauszulesen, daß man sich all­mählich auf die Ausrede gegenüber Moskau ein­stellt, mit solchen katastrophalen Niederlagen nicht gerechnet zu haben, wodurch die ganze Hilfsaktion natürlich" ein anderes Gesicht bekomme, denn schließlich müsse England doch auch an sich denken. Für Roosevelt selbst dürften die Tatsachen, die vom deutschen Generalstab in das Buch der neuen Ge­schichte Europas eingetragen werden, zweifellos sehr peinlich und ärgerlich sein, denn es gehörte ja wohl zu dem wesentlichsten Programmpunkt der Atlantck- konferenz, die Sowjets in ihrer Rolle alsretar­dierendes Moment", so gut es irgend geht, zu unter­stützen, damit der Herr des Weißen Hauses seine Zeitlupentaktik der tropfenweisen Verabreichung der Kriegsmedizin ansein Volk" noch so lange fort- setzen konnte, wie es ihm zweckmäßig schien. Diese löbliche Absicht hat einen empfindlichen Stoß er­litten und mit ihr noch ein anderes, allerdings nicht die Oberfläche der Tagespolemik berührendes Pro­blem.

Was Roosevelts Streben und seine weltumfassen­den imperialistischen Ziele mit Moskau und der dort durch Ströme von Blutgetragenen Idee" ver­bindet, ist der Unioersalismus oder vielmehr der Anspruch, einen so weltweiten Gedanken zu ver­treten, das man von Unioersalismus sprechen kann, gleichviel ob es sich darum handelt, daß die Inter­nationale das Menschenrecht erkämpft oder Herr

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Oer Wille der Geschichte.

Wenn je ein Wort in seiner ganzen Tiefe auf einen Mann zutrifft, denn ist es das:Die Ge­schichte liebt es, sich aus einmal in einem Mann zu verdichten." Die Wahrheit dieses Wortes trägt leber von uns in feinem Bewußtsein und in feiner Erkenntnis von der Notwendigkeit dessen, was sich heute in gigantischem Rahmen vollzieht. Das ist das Geheimnis unserer für Ausländer immer wie­der so unbegreiflichen Selbstsicherheit, unserer Ruhe, mit der wir der Arbeit nachgehen. Das ist aber auch der Grund dafür, daß unsere Gegner aus einer verzweifelten Defensive heraus den grotesken Ver­such machen, die Späne, die von dem gewaltigen Block Europa bei der Bildhauerarbeit einer neuen Gestalt abfallen, für wichtiger zu halten, als die schöpferische Tat selbst.

Der Standort dieser Verneiner eines neuen Eu­ropa liegt so weit vom eigentlichen Tatort der ge­nialen und schöpferischen Arbeit eines Adolf Hiller entfernt, daß den armseligen Kreaturen in diesen Tagen wieder einmal nichts anderes übrig bleibt, als fassungslos ihre eigene Argumentation der Lä­cherlichkeit preiszugeben. Hitlers Größe als Staats­mann und Feldherr liegt darin, daß er aus der sich lange ankündigenden Auflösung des 19. Jahrhun­derts, aus dem Verfall einer bürgerlichen und indi­vidualistischen Lebensanschauung mit eherner Folge­richtigkeit und unbeugsamem Willen für das deutsche Volk und damit auch für Europa die Konsequenzen zog, und zwar in totaler Weise. Ganz abgesehen davon, daß dem deutschen Menschen von jeher ein inneres Verhältnis zu jener individuellen Freiheit westlicher Prägung und der daraus hervorgehenden bürgerlichen Lebensart fehlte, daß der Freiheitsbe- griff des Deutschen von alters her nur im Zusam­menhang mit der Bindung an die Gemeinschaft und Gefolgschaft Leben und Wert hatte, war das zersetzende Gift dieser Epoche des 19. Jahrhunderts schon so tief in die bürgrlichen Blutbahnen ein ge­drungen, daß es eines wahrhaft gigantischen Wil­lens, einer hellseherischen Klarheit und der genia­len* Fähigkeit bedurfte, diesen Zersetzungsherd bis in seine letzten Winkel zu durchschauen. Aber nicht nur das, es bedurfte auch eines Schöpfertums, des­sen konstruktive Phantasie bereits die Umrisse eines neuen Gebäudes sah, als die Mehrzahl unseres Vol­kes noch blind dem Abgrund des endgültigen Nihi­lismus entgegeneilte, der sich ja in der politischen Gestalt des Bolschewismus und in der Anarchie des Wirtschaftslebens nur zu deutlich bekundete.

Hat man diese Erkenntnis der wahrhaft be­freienden, weltgeschichtlichen Tat 21t)olf Hitlers fcrft gewonnen, dann ist es auch nicht mehr schwer, von diesem Standpunkt ausdas Besteck aufzunehmen", um einen seemännischen Ausdruck zu gebrauchen. Was unsere Gegner auf jeden Fall und mit dem Einsatz der ganzen Verlogenheit ihrer Agitation, chrem Zynismus für alle großen und ewigen Werte des Levens, aber auch ihrer völligen Nichtachtung aller völkerrechtlichen Prinzipien erreichen wollen, ist nichts anderes als die Verhinderung des end­gültigen Todes jenes Jahrhunderts, das als libera- listisch-individualistisch in die Geschichte eingegangen und von uns auch eingemottet worden ist. Eng­land wehrt sich verzweifel aber ohnmächtig dagegen, daß das überholte Gesellschastsverfahren des ver- gangenen Jahrhunderts, das uns in feiner Ent­artung als Plutokratie geläufig ist, durch die strenge und ihrem Charakter nach notwendig totale Ar­beitswelt des 20. Jahrhunderts abgelöjt wird, deren Repräsentant in wirtschaftlicher, militärischer und geistiger Hinsicht das neue Deutschland unter Adols Hitler ist. England kann nicht begreifen, daß der richtungweisende Sinn dieses weltgeschichtlichen Ringens auch der ist, daß es künftig nicht mehr möglich fein darf, daß ein Individuum wie Churchill aus Gründen persönlicher Unzulänglichkeit und weil dieser mißratene Nachfahre eines Herzogs von Marlborough den Krieg als einen willkommenen Nervenkitzel betrachtet, als ein von ihm gelenktes Schauspiel von Gladiatoren, einen Weltenbrand

heranzuführen, bis die Funken auch schließlich die Roosevelt die Weltsafe for democracy (sicher für Steuer des amerikanischen Bürgers erfassen. die Demokratie) machen will. Was darunter zu n-r- Der dicke Nebel jedoch, den Roosevelt durch feine stehen ist, braucht wohl kaum mehr erläutert zu

»räch Kattowitz gleich.

iSie sich inzwischen die Größenverhattnitze ge- liüelt haben und wie weltgeschichtlich entscheidend Wir Ostfeldzug ist, das zeigt sich aber auch wenn M noch weiter zurückgreift und an eme Schlacht prrert, die auf dem gegenwärtigen Schlachtseioe Wlmals im Jahre 1812 geschlagen wurde. ». 7. September 1812 begann bei Borodino |:er Kalotscha, einem Nebenfluß der Moskwa, fe große Schlacht, die die RussenSchlacht bei tr.Sino", die FranzosenSchlacht an der Moskwa jfcien. Hier hatte nach den Schlachten bet Smo- pl und Lubina der russische Heerführer Kutu- Pe , um dem Feinde den Weg nach Moskau zu Herren, Stellung genommen und Derschanzun- l_ aufgeworfen. An diesem Tage f^nben 1,d) (00 Russen mit 637 Geschützen unter Kutusows ^.'befehl und 124 000 Franzosen nut 587 ge­lten gegenüber Am Abend hatten die Franzoien größten Teil des Schlachtfeldes inne, doch kann- /ich die Russen unverfolgt, in guter Ordnung Sziehen. 28 000 Franzosen und 44 000 Nutzen rlsn in diesem Kampf.

bt:s damalige Schlachtfeld war ja nur ein JJc- -irschlachtfeld, wenn man es in Vergleich zu Den ^en Riesenräumen setzt. Diese Räume aber sind i-nfere Heerführung nicht Gefahrenquellen, Ion- erst die Bewegung der Truppen in solchen -..en bietet überhaupt die Möglichkeit, Ernketz - 9 n größten Formats vorzunehmen. Daß es sch t um gigantische Ausmaße handelt, beroei t t die Lange der Angriffsfront. Es muß aber ta darauf hingewiefen werden, daß die Enrier- k Z.B. zwischen Moskau und Charkow etwa Entfernung zwischen Wien und Hamburg en M Das beleuchtet die Schwierigketten, die hier rvaltigt werden müssen. Sie sind nur zu - Jfflen, well die Truppen ihr Letztes hergegeb ßi. Was unsere Infanteristen leisten, das gehl [aas einer kürzlich bekannt gewordenen Tatsache fi^r, daß eine Infanteriedivision innerhalb von ZV T tun den eine Strecke von 90 Kilometern !

und marschierend zurücklegte. Dieser Marsch

Sowjetunion, und es ist wiederholt gemeldet wor­den, daß die Luftwaffe sich gerade diese Bahn­anlagen erfolgreich zum Ziel gesetzt hat. Es ist nicht zuviel behauptet, wenn man sagt, daß das sowje­tische Transportsystem heute weitgehend zerschlagen worden ist, und daß insbesondere die Verbindung mit der Nachschubbasis Moskau heute schon aller- schwersten Schädigungen ausgesetzt wurde. Was das gegenwärtige Schlachtfeld anlangt, fo beträgt die Entfernung von Smolensk nach Moskau etwa 350 Kilometer, die Entfernung MoskauBrjansk 300 Kilometer und die Entfernung MoskauWjasma etwa 200 Kilometer. Wjasma ist ein wichtiger Bahn­knotenpunkt auf der Strecke SmolenskMoskau, die sich hier mit einer Nord-Süd-Linie kreuzt. Die Wal- daihöheid liegen etwa 100 Kilometer nördlich von Wjasma. Sie sind ein Quellenzentrum für wichtige Flüsse. Das Schlachtfeld ist im ganzen gekennzeichnet durch seine riesigen Wälder, und zwar herrschen hier noch gemischter und Laubwald vor. Im Gegensatz zu den weiten Räumen im Osten kann das Gebiet als noch verhältnismäßig dicht besiedelt gelten. Be­merkenswert sind die großen Braunkohlenfelder, die sich im Raum von Moskau befinden.

Diese Riesenschlacht ist als Entscheidungsschlacht des Ostfeldzuges charakterisiert worden, das trifft in dem gleichen Maße zu, wie am 9. Juni 1940 nach dem Durchbruch durch die Aisne-Stellungen der französische Widerstand aussichtslos geworden war. Er war zwar noch nicht endgültig beseitigt, aber er war aussichtslos geworden.

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aber Q[5 W!

W Weit über 3 Mionen Volschewisten gefangengenommen.

bei Wjasma eingeschloffenen Sowjets endgültig vernichtet. Lieber 500000 Gefangene ! allein in der Ooppelfchlacht bei Brjansk und Wjasma.

an bet -M »

General-Anzeiger für Oberhessen

Millionen (Befangenen, die also mehr als das pelte der im Weltkriege in deutsche Gefangen- rt geratenen Russen ausmacht, noch die Zahl der ' .gen Verluste hinzu, die bei den Sowjets nach Berichten von den Schlachtfeldern des- Ostens ungewöhnlich hoch gewesen sind, so ergibt das i SkrfteUung von der ungeheuren Kriegs- ine, die hier von den Machthabern des Bol- ismus gegen das Reich in Gang gefetzt worden . Mit ihrer Vernichtung durch deutsche Füh- skunst und die Tapferkeit und Hingabe deutscher ,(C M|||| toaten ist nun die größte Militärmacht der Welt 5 Im Sollen geworfen worden.

erinnern wir uns noch einiger atü) er er Ver- tarfje, um den richtigen Maßstab zur Größe des üehehens dieser Tage zu bekommen.

18-n 23. August 1914 begann die Schlacht von In n e n b e r g. Die russische Nord-Westfront stand ll ib 485 000 Mann gegen die 173 000 Mann zah- ' ! deutsche Ostfront. In der achttägigen Schlacht

iTannenberg kämpften 153 000 Deutsche gegen 81)00 Russen. Die Deutschen waren zum Teil un- ichend ausgerüstete Landwehrmänner und nicht :.le Ersatztruppen. Sie standen russischen Garde- mentern gegenüber. Trotzdem endete diese acht mit der russischen Niederlage, weil die ff ehe Führung es nicht verstand, die mehr als Jf eite Uebermacht auszunutzen. Tannenberg war dahin die größte Einkreisungsschlacht, nicht nur k Weltkrieges, sondern der Weltgeschichte über» upt. Diese Erinnerungen sind nötig, um einen Jffiff von der Größe der Einkreisungs- und xser- Kungsschlacht zu geben, die jetzt geschlagen ist.

i Schätzungen aus dem FührerhauPtquartier Bfonben die Armeen des Marschalls Timoschenko tu etwa 60 Divisionen, das sind 1,2 Millionen Brn. Noch bedeutsamer ist aber eine andere Zahl 65 dem Bericht des Oberkommandos der ^ehr- ttc-t: die Länge der Durchbruchsfront betrug 500 $ i leter. Das kommt etwa der Strecke von Ber­

ber vttiiMM zu verbinden vermögen. Diese erhalten wir gliche (b burd) den Vergleich mit Ereignissen der Kriegs- b unM'IMÜchte, die bis heute als Rekorde betrachtet wer- E mußten. Wenn z. B. durch die in den Kesseln ierlui: w Wjasma und Brjansk gemachten Gefangenen chsEri die Gesamtzahl der im Ostfeldzug eingebrachten 6./7.Lezi-j metischen Gefangenen auf die phantastische Zahl ften ber? &r weit über drei Millionen heraufgeschnellt ist, e ber ' äßt sich diese Zahl erst richtig würdigen, wenn Denen ho: dagegen hält, daß die Gesamtzahl der Gefange- t finden SW des Weltkrieges sich auf 2 520 983 belief. Davon tt. * n 1 434 529 Russen, 535 411 Franzosen und 329 Briten. Nimmt man zu diesen weit über

te Gietzener Anzeiger

Men y »folge höherer Gewalt _

?te. in liSsrttibredianfdilnh 2251 vnick und Verlag:

BrflDIfd.eUnl.ttfttmn.derdB.ta.g. esem -----------------------

,en ? t)tB. Ausdem Führerhauptquariier, unb m jOHober. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt verbientMvnt:

ng hat; sie im Raum von Wjasma eingeschlosfenev rben. D jMle des Gegners sind nunmehr endgültig erer nt d) f e l Auch i n den Kesseln von gijansk schreitet die Auflösung des Feindes un-

I. Mollsam fort. Die Gefangenenzahl aus

in Ae(lhw r gewaltigen Doppelschlacht ist inzwischen auf

10 &n| l^zr 5 0 0 0 00 angewachsen. Sie erhöht sich noch Zolizej »ig. Die Gesamtzahl der seit Beginn des I. Dietzel Mldzuges eingebrachten Gefangenen hat schon L. TietzilM die höhe von drei Millionen weit Ober­in- x

ST 3o6len.

'ielort isi^IWie Berichte des Dber^mmanbos der Wehrmacht die Vernichtungsschlachten des Ostfeldzuges nfturni n uns an derart gigantische Zahlen gewöhnt, ir Eri wir mit ihnen kaum noch eine rechte Vorstel-