Ausgabe 
15.8.1941
 
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Schweigen als Waffe.

In-

bie kleich

druck in die

Staaten iw

elastisch

Der Name iit^i*4a-plo$f. Bitte genau beachtenf

Schneider

(Nachdruck verboten.)

Fortsetzung.

an,

würden Sie

Sicherheiten

\Hansapiast BEI

von und

zumute. Ist da etwas in

>ge mit nur d morden Mi' ie verruchtes

Hansaplas! i* quer-elastisch, d. h. seih wärts dehnbar. Das ist dos Besondere an

Schneider Bilde ist.

in Wahr- Dorninik

Die Dominiks.

Roman von Hellmuth M.Vüttcher.

Spätnachmittagsstunde im Altersheim. Viel weiße Dren mit Namenschildern unterbrechen die strenge Siüe der Wand. Korbsessel stehen umher, Blumen

jurfl und kraftvoll unter ihren Kindern. Sie haben Mrchen gehört und Rätsel geraten, und nun singen sie Volkslieder, die sie eben in der Schule lernten. Sir singen mit jungen, etwas schrillen Stimmen, zuveilen geht ihnen der Text aus. Dann summen fie nur die Melodie mit geschlossenen Lippen. Ihre 2ligen lachen dabei. Bei dem Tanzlied ausHänsel iir) Gretel" fassen sie sich an den Händen und geizen der Mutter den Reigen, den sie in der Kin- heioorstellung sahen.

In der übernächsten (28.) Zutetlüngsperlode, die am 22. September beginnt, wird für Normalver­braucher eine Dose Kondensmilch im Gewicht von 170 Gramm ausgegeben werben, und zwar an Stelle einer noch bekanntzugebenden Menge Käse. Die Dose Kondensmilch wird aber nur zugeteiilt, wenn der Doppelabschniitt Nr. 28/Nr. 29 der jetzt zur

!mache des jl msevelt abl« nnalist die 4 denmitHU

| Ls kämpfe deshalb jeder für den Sieg auch h r d) Schweigen!

Wie sieht's bei Dominik aus?" fragt nach einer Weile, obwohl er genau im Sie sind doch im Aufsichtsrat."

Ich denke, gut", lügt Lind. Er rechnet heil jeden Tag mit dem Zusammenbruch, oll viel zu tun haben."

Aber Geld soll knapp sein?" forscht

heiten? _ , nW

Was verstehen Sie darunter?

,,Dor allem würde ich mir von Dominik Aktien verpfänden lassen! Und zwar alle!"

Das halten Sie für ausreichend^*

Schule auf einem Lipizzaner-Schimmel und eins Langzügelschule mit dem arabischen Digerhengst Amurat". Alice Corini führte diese meisterhaftö Dressurleistung vor und zeigte sich als vollendets Husaren-Amazone. Nachdem die Clowns abermals einen Angriff auf die Lachmuskeln der Zuschauer- mit Erfolg unternommen hatten, zeiate Fräulein! Kreiser-Barum drei indische Riesen-Elefantert in einer Dressur, die mit Elefanten kaum noch zu überbieten ist. Auffallend ist hierbei besonders dio ruhige Führung und die Sicherheit im Umgang mit diesen Dschungel-Kolossen. Die beiden Mädels Eva und Altcerbrachten in einemElastik-Akt" bert

tzten Loche in den Beiei

)ier liegt ittsamerW

weiter.

Was will das schon besagen? Heute ist überall das Geld knapp."

Schneider hat keine Ahnung, daß Lind mit seinen Worten einen bestimmten Zweck verfolgt. Er

Verdunkelungszelt

15. August von 20.49 bis 5.59 Uhr.

' angelsg )e dort irJ

Aus der Stadl Gießen

Rundfunk im Altersheim.

Oie neuen Lebensmittelkarten

Oie Bestellscheine für Zucker werden abgeschafft.

Der Heldentod des Generalleutnants Süßmann Als Kommandeur einer Fallschirmformation beim Angriff auf Kreta an der Spitze seiner Truppen gefallen.

onie." yptwi M. L sberrasch, lr9enbtB0 'Orden stz t eine (Ern r Entillji Massen

zuteil

Der fremde Wagen kommt näher. Bremst.

Verzeihung! Darf ich wohl ..?" 'M Tag, Herr Schneiber. Sle suchen sich aber ie komische Gegend für Ihre Ueberraschungen

Mattheus Lind! .... ,

®ott sei gelobt, gepriesen und gepstsstn!

Lind nimmt ihn natürlich mit. Herzlich gern.

»Soll ich Sie irgendwo abladen? w

»Ich wollte eigentlich nach Swmemundei ... .Da komme ich eben her. We,n^Sie mir das te früh gesagt hätten, hätte lch solange ge

.Sehr freundlich! Wenn ich das heute früh ge« L&t hätte, wäre ich lieber zu Hause geblieben.

.Also am nächsten Bahnhof?'

.Wenn ich bitten darf."

Schneider gibt seinem Fahrer Weisungen ,,3d) ,°>e in der nächsten Stadt einem Au ageschast Auf |tr:g, Sie abzuschleppen. Sie ble.ben bei dem Lagen bis er fertig ist und überwachen die Repa Ito ur."

Der Fahrer schlägt die Hacken zusammen Schneider steigt bei Lind ein. Da .st es behag- !«er als draußen.

Als er dann Lind näher ansieht, erffirult er. |5 r Monn ist in den letzten Wachen um Jahre g »<rt. Der Bankier erinnert sich, daß rhm San srat Lutz neulich oon schweren Lerzaffektwnen Lad- erzählt hat. Und auch der Ober ellner aus h<rKrane" sprach mal ,° was A-Hnl ches. I°I°.

knes Tages holt uns alle der Teufell 1 Lbdt sowieso mit seiner Gesundheit geäst. D hn davon. , ...

| Schneider nimmt sich vor, sich nichts anmer en l*3ie Herren reden, plaudern, schwatzen. Eir. Wort ibt das andere. Natürlich sp'-len die Geschafie

I Hauptrollen.

Zeltes fertig. .

Pünktlich 19.30 Uhr wurde nach einem Konzerh der Hauskapelle das große Eröffnungsprogramn^ mit 20 Darbietungen mit einem vollendeten circen« fischen Auftakt gestartet. Herr Petersen ritt eirt Tandem und führte erstklassiges Pferdematerial irt der Manege vor. Ein ,F) l y m p i a - T r i o" zeigte hoch oben in der Circus-Kuppel eine Hänge-Perche« Akrobatik, die durch großes Können und Sicherheit sich auszeichnete. Die Herren Petersen und! Röber führten dann in wechselnder Folge ungatz rische Pferde und Zwergponys von den Shetlands in schöner Dressur vor. Die Clowns Wo ob, Tunte, Rico und Dimbo machten neus Späße und ernteten mit ihren Einfällen starkenl Beifall. Die Leiterin des Unternehmens, Fräuleitt Margarete Kreiser-Barum, stellte sich dann dem vollbesetzten Circus mit einer gelungenes Dressur einer Gruppe von Kamelen aus den Step« pen Jnnerasiens vor. Anschließend sah man zwe; italienische Meisterartisten auf einem schwebender^ Balken unterhalb der Circuskuppel bei aternrauben« den Balancen, ohne ein Schutznetz, bei der Arbeit Der nächste Programmpunkt brachte gepflegte alte, man könnte fast sagen, klassische Circuskunst, näm* lich die Robertis imPas de deux auf dem Rücken zweier rundgaloppierender Pferde. Die Ge« " ~ - und der Zweraclowrt

takt auf einem breiten

Berlin, 14. Aug. (DttB.) Bei dem helden­haften Einsatz unserer Fallschirmjäger auf Kreta fiel in den Morgenstunden des 20. Mai an der Spitze seiner Männer Generalleutnant Süßmann, Kommandeur einer Fallschirm­formation.

Wilhelm S ü ß m a n n, der im Jahre 1891 auf Usedom geboren wurde, trat im Jahre 1909 als Fahnenjunker in das Infanterie-Regiment 22 ein. Im Weltkrieg wurde er mehrfach ausgezeichnet und verwundet. Nach dem Kriege wurde er als Hauvt- mann in die Schutzpolizei übernommen, der er vis 1935, zuletzt als Oberstleutnant und Chef der Lan- despolizeiinfpektion Mitte angehörte. Mit dem Auf­bau unserer Luftwaffe erfolgte am 1. August 1935 seine Versetzung in das Reichsluftfahrtministerium. Nach kurzer Kommandierung in den Generalitab wurde er am 20. April 1936 zum Oberst befördert und am 1. April 1938 zum Geschwaderkommodore ernannt. Am 1. Januar 1939 wurde er zum Gene­ralmajor befördert und 1940 zum Befehlshaber eines Luftgaues. Am 1. Dezember 1940 zum Gene­ralleutnant befördert, wurde er in die Stellung eines Kommandeurs einer Fallschirm­formation berufen.

Am 27. April d. I. konnte Generalleutnant Süß­mann die erfolgreiche Durchführung des ersten Fallschirmjügereinfatzes seiner Truppen am Isth­mus von Korinth melden. Kaum vier Wochen später startete er mit seinen Männern zum An­griff auf Kreta. Bereits in den ersten Mor­genstunden des 20. Mai fiel der General ander

Wettbewerb mehr zwischen der Norddeutschen Werft und der Dominik-Werft. Die Ansammlung einer gewaltigen Kapitalsmacht in einer einzigen, in sei« ner Hand!

Das ist schon ein Ziel, das locken könnte.

Ja, wenn er jünger wäre! Wenn er sich nicht fd krank fühlte. Aber so -r-?

Er hat ja nicht einmal jemanden, für den er das! alles aufbaut.

Die Frau? Da drüben steckt sie bei deut Feind!

Die Tochter? Auch da drüben! Schneider hat schon recht!

Und wenn er sich's recht überlegt. Der M drüben bleibt doch der Sieger.

Auch wenn er ihn jetzt vernichtete.

Eines Tages, wenn er die Augen zumacht* wer weiß, wie schnell das geht bei seinem kaputten! Herzen? werden die da drüben doch die Früchts einsammeln. Durch Martha! Durch Brigitte!

Was hat das also alles für einen Sinn?

Sie sagten doch vorhin, Sie halten das (3et schäft für sicher", bohrt Schneider nach.

Halte ich auch, begehrt Lind auf.

Er wird in ein Herzbad gehen. Er wird's denen! da drüben so sauer wie möglich machen. Vielleicht hat er doch noch den längeren Atem als Friedrich Dominik ...

Was dann kommen mag, ist gleich. Der Jung^ der Nissen, hat ihm ja eigentlich nichts getan.

Aber der Alte! Der soll seinen Haß noch spüren^

Auch Dinge, die der Haß gebiert, können einett Sinn haben.

Also damit Sie mich nicht für einett Schwätzer halten einverstanden!"

Schneider schmunzelt. So ein Unfall kann doch manchmal auch seine Vorteile haben!

Den Plan, mit der Bahn nach Swinemünde ztt fahren, hat er inzwischen hintangesetzt. Das hak Zeit, Geschäft ist Geschäft. Möglicherweise überlegt sich sonst Lind die Sache noch anders?

Sie nehmen in der nächsten Stadt bloß kurzett Aufenthalt, währenddessen Schneider einer Auto« reparaturwerkstatt Weisungen wegen seines verun­glückten Wagens gibt und sich bei der ReichsbanL in Swinemünde wegen seines Ausbleibens ent« schuldigt. Dann fahren sie weiter nach Haufe.

(Fortsetzung folgt.)

Ausgabe kommenden Nährrnittettarte 27 als Be­stellschein bei einem Händler abgegeben wird, der seinerseits die Nährmittelkarte mit einem Firmen­stempel versieht. Nur gegen Vorlage dieser abge­stempelten Nährmittel karte und gegen Abtrennung eines Abschnittes der nächsten Nährmkttelkarte wird die kondensierte Milch nach dem 22. September aus- gegeben werden.

Unsere Lebensmittelversorgung.

NSG. E i e r w i r i s ch a f t: Die Erfassung ist im Verhältnis zur Vorwoche infolge der vorgeschritte­nen Jahreszeit um ein Geringes zurückgegangen. Der für den 26. Versorgungsabschnitt vorgesehene erste Aufruf von zwei Eiern, insgesamt vier Eiern, wird demnächst erfolgen.

Kartoffelwirtschaft: Da zur Zeit die Getreideernte alle Kräfte beansprucht, ist die An­lieferung von Kartoffeln gegenüber der Vorwoche etwas geringer geworden.

Gartenbauwirtschaft: In der Gemüse­versorgung hat sich nichts geändert. Zur Zeit ist Weißkohl ausreichend angeboten. Demgegenüber treten andere Gemüsearten menaenmäßig noch zu­rück. Es ist vorgesehen, für die Uebergangszeit aus­ländisches Obst hereinzunehmen.

Getreidewirtschaft: Unter dem Einfluß der Witterungs-Verhältnisse waren die Anlieferungen von Getreide neuer Ernte verhältnismäßig gering. In Mehl ist die Versorgungslage jedoch ausge­glichen.

Viehwirtschaft: Der Bedarf an Fleisch war durch die Marktauftriebe an Schlachtvieh hinreichend gedeckt. Die Fleischqualitäten der Schlachttiere waren gut. Es konnten Umleitungen nach auswär­tigen Märkten vorgenommen werden.

heiten ..."

Aha' Da zeigt sich der Pferdefuß. Entsprechende Sicherheiten! Was sind heute entsprechende Sicher-

Kleina

diesem praktischen Schnellverband. Er folg! jeder Bewegung, zerrt und behindert nidrtf

Dornotlzen.

Tageskaleader für Freitag.

Zirkus Kreiser-Barum: Anfang 15 und 19.30 Uhr« Gloria-Palast, Seltersweg:Familienanschluß * Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Das Geweht über".

Bäckermeister August Noll t«

Am gestrigen Donnerstag früh verstarb unerwartet an einem Herzleiden der weithin bekannte Bäcker« meister August Noll im 58. Lebensjahre. Durch das Ableben dieses Mannes hat die älteste Bäckerei in Gießen, die im Jahre 1683 gegründet wurde, ihren letzten Meister und Inhaber verloren. Set Entschlafene war als tüchtiger Bäckermeister sowia als Mensch von vornehmem Charakter und große« Freundlichkeit gegenüber jedermann in weiten Kreis sen der Bevölkerung geschätzt und beliebt. 4

Circus Kreiser-Barum in Gießen.

In den Nachmittagsstunöen des gestrigen Don« nerstag erstand auf Oswaldsgarten eine wahr« Zelt- und Waaenstadt. Der Circus Kreiser-Daruitt hielt seinen Einzug mit allem Drum und Drarr» wie wir es von Circus-Gastsvielen her kennen.« unsere Jugend gab es eine Unmenge zu sehen.. Jtt wenigen Stunden war der Aufbau des geräumigen!

schwister Guttenberg und der Zweraclowrt B i rn b o zeigten einen Reitakt auf einem brettert Pferderücken. Nach einer Pause, in der Gelegenheit war, ^ie Ställe mit den mannigfaltigen Tieren ztt besichtigen, zeigte Luisetta Wedel Zahnkraft« leistungen in der Luft und musizierte sogar hoch in der Luft hängend. Eine Glanzleistung und ein Höhepunkt zugleich war dieArbeit", nein das ge« sittete Benehmen und die vorzüglich gelungene Nach« ahmung des Menschen des Wunderschimpansett Jonny, eines Menschenaffen, den wir schon im Film mit Harry PielMenschen Tiere Sensationen^ zu sehen Gelegenheit hatten. Jonny zeigte feind Künste als Kunstradfahrer, Einradkünstler, als! Jongleur auf einem -dicken Ball undglossierte^ einen rauchenden Gentlemen. Gut war auch di« Leistung der B e r n a r d y s mit ihren verschiedenett Musikinstrumenten. Die nächste Programmnumme« brachte wieder alte Circuskunst, und zwar die Hohd

Unbedingt. Ich an Ihrer Stelle würde zufassen. Natürlich bei angemessen hohen Zinssätzen. Be­denken Sie die Chance. Sie verpflichten sich dadurch die Dominik-Werft für alle Zeiten ..."

Daran hat Schneider natürlich auch schon gedacht. Schon oft! Aber aber? Er hatte trotzdem keinen Mumm, und er hat ihn auch jetzt noch nicht. Er sagt das auch glatt heraus. Aber das scheint wider jedes Erwarten Herrn Lind an die persön­liche Ehre zu gehen. Er wird kratzbürstig.

Wenn ich Ihnen zu dem Geschäft rate, dann weiß ich, was ich tue, Herr Schneider!"

Dem Bankier kommt plötzlich eine glänzende Idee.

Warum gehen Sie eigentlich nicht mit der Do­minik-Werft zusammen? Dazu wäre heute vielleicht die beste Gelegenheit. Eines schönen Tages, kurz ober lang, kommt ja auch alles in eine Hand ... Ich will ja da nicht von Dingen reden, die mich nichts angehen aber Ihr Fräulein Tochter ist doch Ihre einzige Erbin. Und bei den Beziehungen der jungen Dame zum Hause Dominik ... Mit- nehmen, Herr Lind, kann keiner von uns was. Wir müssen alles hier lassen ..."

Er verstummt vor dem bösen Blick, den Lind ihm zuwirft. Da hat er sich also doch den Mund verbrannt!

Aber wenn Lind so viel von dem Geschäft hält soll er's doch mithalten.

,Hch mache Ihnen einen Vorschlag", sagt Schnei­der ohne Uebergang.Sie verstehen von Ihrer Branche natürlich mehr als ich. Außerdem sind Sie Aufsichtsrat. Also machen wir die Sache doch zu­sammen! Sehen Sie: Was soll ich schließlich, wenn's schief geht, mit den Dominik-Aktien anfangen? Ich würde sie Ihnen anbieten. Also warum der Um­weg?"

Das ist es, worauf Lind hinaus will. Dahin hat et, ohne Schneiders Wissen, das Gespräch geleitet.

Und Ihr Vorschlag?" fragt er.

Ich beteilige Sie mit einer Provision von zwei Prozent. Dafür übernehmen Sie die Bürgschaft und bekommen von mir als Sicherheit die Dominik- Aktien weiterverpfändet."

Lind überlegt eine Weile. Was lockt ihn eigent­lich an dem Geschäft. Wenn er jünger wäre, bann wäre die Frage leicht beantwortet: Verschmelzung der beiden Großbetriebe zu einem einzigen! Kein

Üun kommt im Radio eine andere Musik, ein Wanderlied. Die Alte bewegt den Fuß im Takt. Gi: lebt weiter in den Bildern der Vergangenheit. !Ltzt sind sie alle auf der Sonntagswanderschaft und firien:Das Wandern ist des Müllers Luft, das ndern ..." Noch eben haben die Kinder über -digkeit geklagt, aber bei den Klängen dieses bes marschieren sie voller Leichtigkeit dahin. Ihre en Stimmen jauchzen, verklingen.

In der kommenden (27.) Zuteilungsperiode, die vom 25. August bis zum 21. September läuft, blei­ben die Zuteilungen an Lebensmitteln im wesent­lichen unverändert. Für alle Verbraucher wird auf die Nährmittelkarte 125 Gramm Reis ausgeaeben, und zwar auf die Abschnitte N 6 his N 10. Gleich­zeitig isi schon jetzt bestimmt worden, daß auch für die beiden nächsten Zuteilunasperioden die gleiche Menge Reis ausgegeben wirb. Ebenfalls wie bis­her können an Stelle von 125 Gramm Nährmitteln 125 Gramm Hülsenfrüchte bezogen werben, oweit beim Kleinhandel noch ein Vorrat zur Ver­fügung steht. Auf den Abschnitt N 27 der Nähr­mittelkarte gibt es eine Sonderzuteilung von 125 Gramm Kunsthonig. Dadurch wird aber die Verteilung von Kunsthonig an Mnder bis zu 14 Jahren nicht berührt, die auf ihre Fettkarte weiter­hin, wie bisher, 125 Gramm Kunsthonig bekommen. Für Kinder von 6 bis 14 Jahren und für Jugend­liche von 14 bis 18 Jahren wird die Butter­ration um 62,5 Gramm herabgesetzt und dafür die M a r g a r i n e r a t i o n um die gleiche Menge erhöht. Die höhere Zuteilung von Butter war nur für die Sommermonate vorgesehen. Die Fettration bleibt insgesamt unverändert.

Die bisher benutzte Reichskarte für Marmelade (wahlweise Zucker) wird am 24. August ungültig. Für die nächsten vier Zuteilungsperioden, von denen die letzte bis zum 14. Dezember reicht, wird eine neue Reichskarte für Marmelade (wahlweise Zucker) eingeführt. Damit hat der Ver­braucher wie bisher die Möglichkeit, an Stelle von 700 Gramm Marmelade je Zuteilungsperiode 450 Gramm Zucker zu beziehen. Entscheidet sich der Verbraucher für den Bezug von Zucker, so kann er die gesamte Menge für die nächsten vier Zu­teilungsperioden, also insgesamt 1800 Gramm Zucker, auf einmal beziehen, damit er Zucker zum Einmachen zur Verfügung hat. Beim Bezug von Marmelade ist jedoch ein Vorgriff auf die Ab­schnitte der späteren Zuteilungsperioden nicht ge­stattet. Wichtig ist die Neuerung, daß die B e st e l l- scheinpflicht für Zucker weg fallt. Die neue Zuckerkarte gilt für vier Zuteilungsperioden, und der Verbraucher kann gegen Abtrennung der einzelnen Abschnitte in jedem beliebigen Geschäft feinen Zucker einkaufen. Bei der Zuckerkarte ist ein Vorgriff ebenfalls nicht vorgesehen, die Ab­schnitte gelten also nur während der aufgedruckten Ze i tab schn itte.

Spitze seiner Truppen. Für seine Kame­raden war der HeDentod ihres Kommandeurs in den Augenblicken des Kampfes das schwerste Er­lebnis. Auf einem Ehrenhain trägt ein schlichtes Holzkreuz die Inschrift:

Wilhelm Süßmann, Generalleutnant, Komman­deur einer Fallschirmformation, geb. am 16.9.1891, gef. am 20. 5.1941."

Mit ihm ruhen in gleichem Erde Offiziere und Soldaten, von denen die Inschrift kündet, daß sie der gleichen Fallschirmjägereinheit angehören. Ge­fallen am 20. Mai 1941, am ersten Tage des Kamp­fs um Kreta! Der 50 Jahre alte General neben dem Gefreiten, der am Todestag gerade fein 19. Lebensjahr begann. Als ewiger Zeuge und Mahner der Größe des deutschen Heldenkampfes um Kreta liegt Generalleutnant Wilhelm Süßmann mit Män­nern feiner Fallschirmformation in fremder Erde. Sein Leben war höchste soldattfche Erfüllung. Im­mer in vorderster Front, hat er in den 4V- Jahren des Weltkrieges, wie vom ersten Tage des deutschen Freihettsringens an, im Kriege gegen Polen, fein Leben eingesetzt. Beim Einsatz gegen Norwegen konnte er sich von der sinkendenBlücher" schwim­mend retten und war jetzt stolz, Führer einer Fall­schirmform ation zu fein. Bei dieser Auszeichnung fand fein an Kämpfen und Siegen reiches Solda­tenleben höchste Erfüllung. Den größten Sieg seines unvergänglichen Soldatentums, an dem er an her­vorragender Stelle mitarbeitete und mitkämpfte, zu erleben, hat ihm das Schicksal verweiigert.

schwatzt weiter.

Man spricht davon, daß Domini^ eine Viertel- million braucht."

Lind holt eine Zigarrentasche heraus, bietet entspitzt bann seine Zigarre.

Schon möglich. Die Dommik-Werft ist für das Vielfache gut."

Meinen Sie? Auch jetzt noch? Nach all den Vorkommnissen der letzten Zeit?"

Lind reicht Feuer und bedient sick selbst.

galten Sie Dominik für einen so schlechten Rech­ner? Glauben Sie, daß der alte Knabe Verpflich­tungen eingeht, für die er nicht geradestehen kann?"

Schneider weiß nicht, was er sagen soll. Er war der Meinung, daß Lind vor Haß gegen Dommik alles in Grund und Boden schätzen würde, was seinen Feind anginge. Und nun kann Dominik gar keinen besseren Verteidiger finden. Da soll der Teufel draus klug werden.

Wenn ich Sie recht verstehe, dann Dominik die Diertelmillion leihen?"

Wenn ich sie hätte ja."

Jetzt wird es Schneider unheimlich Lind denn von Sinnen? Oder schwebt der Luft, etwas ganz Neues, ganz Großes, von dem sonst noch niemand etwas ahnt?

,Wenn ich sie hätte sofort!" bestätigt Lind nochmals.Natürlich gegen entsprechende Sicher-

Inmürbig sind Wichtigtuerei und Schwatzhaftig- lei. Beherrscht sei jeder im Reden und Schweigen. Cii altes Sprichwort sagt:lieber das ausgespro- J | chne Wort hast du Gewalt, das ausgesprochene !ai über dich Gewalt."

ie Musik schweigt. Die Stimme des Ansagers gt auf. Die alte Frau fährt wie aus einem um empor. Sie sieht um sich. Da sind die freund- n Bilder der Vergangenheit verweht, keine fri^lichen Kindergestalten wandern neben ihr; sie jft allein, weiße, unpersönliche Wände sehen sie an. is selbst findet sich alt und ein wenig müde in

tilgen uni iS sie nun aufsteht und in ihr Zimmer gehen -elbstbestiiML $°rt sie im Garten Amseln schlagen, selbstver-

lewohnerZ»- g;<n jubelnd. Und die Frau fühlt das fremde libab, ber\ W nder, daß die Schönheit in gleicher Herrlichkeit -biete I inner wiederkommt, auch wenn man selbst in den erficht? Anter hinübergleitet. K. F,

i entfern'- lerhaupt w] benfo wahr M jington die J IQ5, um r wir W amerikaM ne Schlappe.- [twortuna F tgt.

es alles,, V ewesen war­ben ware.A fihlerguBv kam * 3m näM !e d-r MK

ßt nebenbei D durch SBencgw

>r die impn LW nur die militärischen Führer, nicht nur die mürbe. 3« baten sind Träger des Krieges. Jeder einzelne liche OrMBiksgenosse muß sich in den Dienst bes Krieges iuropa bh'H len, bei dem es um Sein oder Nichtsein des ten Mechl! Dickes geht. Kriegführung und Politik liegen in ir unb etli&I?r Hand, in der starken Hand bes Führers, uropa in br"v &<ge Pausen scheinbarer Untätigkeit wechseln ab jen müssen LM plötzlichen, überraschenden unb gewaltigen Sie- inanMM'UM. Die stärkste Wehrmacht, bie beste'Ausbilbung, ien sind Jit! bi« schwersten Geschütze unb bie mobernsten Flug- »er 80 o ft zege führen noch nicht zum Siege, wenn bie lieber- jheit unentt- rachung bes Gegners nicht gelingt. Eine ausfchlag- 1 itoicnbe Waffe ist beshalb bie Wahrung des Ge-

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rfWiQtL. bl.hen m den Fenstern. In einem der Sessel sitzt n?fejheire stattliche alte Frau unb lauscht mit gesenkter

N;*IVi6rm der Musik, die das Radio überträgt. Volks- l5 M :3 i c hafte Weisen wechseln mit Kinderliebem ab. Ihr .. PHar ? Seicht trägt ben Ausdruck hingegebenen Lauschens, S Sund sie ist ihrer Umgebung entrückt. Die Musik zaubert F teij ihi Tage der Vergangenheit vor, sie sieht sich selbst uMerb/Wiura unb kraftvoll unter ihren Kinbern. Sie haben

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hemnifses, das Schweigen. Jeder Deutsche mup fie führen. Ihr Versagen kann Tausenden , lasseren deutschen Soldaten das Leben kosten 6tm« d- Verlust großer Schlachten nach sich ziehen. m . . J Kriegführung unb Politik, Wirtschaft unb -v.« bereinigtenbienen bem Kriege unb bem Sieg. Es !run4Je9r!j jrieige deshalb jeder über bie Einwirkung des mnL1 Sieges auf feine Arbeit und auf sein persönliches liieren Dori| |^en. Ganz besondere Vorsicht ist bei allen Unter- oaenonnte,j jungen mit Ausländern geboten. Niemand ver- Hferlupcn 4 Mfe eine Mitteilung, deren Wahrheit nicht durch 1? amtliche Meldung verbürgt ist. Jeder erziehe sich ist zur richtigen Weitergabe der amtlichen Be­ste. Verwerflich und gefährlich ist das Verbreiten in Gerüchten über Kriegsereignisse, über politische & 1 '«Unebenheiten ober über wirtschaftliche Dinge, benn langen MM Gerüchte nützen nur bem Feinb. Gewiß ist geführt nm J,. Werten auf neue Nachrichten in ben Pausen enftgcit um rl u Kruges schwer. Es ist erstaunlich, wie leicht oft heit Wir: itnsinnigsten Dinge geglaubt werden, wenn sie einer mit Sicherheit behauptet. Jeder, bem eine liige Mitteilung zugetragen wird, frage bes- 1 ber Ueberbringer nach ber Quelle unb weise badurch auf seine Verantwortung hin.