Ausgabe 
15.8.1941
 
Einzelbild herunterladen

unL in die ungarische Pußta rinzubrechen, sind die Sowjethorden in diesem so bedeutsamen Abschnitt unter dem kühnen Ansturm der deutschen Wehr­macht und ihrer tapferen Verbündeten zusammen­gebrochen. Die Armee, die uns den Lsbensatem nehmen sollte, hat sich in keuchende Flüchtlingsko- lonnen aufgelöst, die Panzer, die an die Donau rollen wollten, liegen zerschmettert jenseits des Dnjestr. Die Soldaten, die sich schon als Herren auf den Straßen Südeuropas sahen, marschieren in endlosen Gefangenenzügen über die Knüppelwege galizischer Sümpfe.

Eine geschichtliche Umkehr hat sich voll­zogen. Aus der blutigen Gefahr ist die ernste Be­währung der Solidarität junger Völker geworden, die in Der Stunde der Gefahr gemeinsam ange­treten sind und nun durch einen stolzen Sieg für einen harten Kampf belohnt werden.

Die Bedrohten haben sich nicht nur der Be­drohung erwehrt, sondern in kühnem Sturm dem furchtbaren Gegner die Waffen der Vernichtung aiys der Hand gewunden, haben ihn gepackt und niedergeschmettert, bevor er zum Schlage auszu­holen vermochte. Fern von den Dörfern und Städten Mitteleuropas wurden die Armeen des Bolschewismus zusammengeschlagen und die Feinde unserer Welt zurückgeworfen. Gerade dort, wo sein Angriff am gefährlichsten schien, wird er jetzt am härtesten getroffen.

Mit dieser Schlacht im Süden fällt eine der größten Entscheidungen dieses gewaltigen Feldzuges zur Rettung des europäischen Lebens vor der bolschewistischen Vernichtung. Hier glaubte Moskau den Schlüssel zum Herzen unseres Konti­nents in Händen zu haben. Und hier wurde er ihm nicht nur entwunden, sondern auch weit das Tor zum düsteren Reich des Ostens aufgestoßen, durch das unsere Soldaten mit unbeugsamer Ent­schlossenheit marschieren, um jene zu zertreten, die uns zertreten wollten.

©er Wehrmachtbericht.

DRB. Aus dem Führerhauplquartler, 14. August. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

3n der Ukraine wurde in weiterer rastloser Ver­folgung durch deutsche und rumänische Truppen die Küste des Schwa rzenVIeeres zwischen Odessa und der Bug-Mündung erreicht. Auch an der übrigen Front verlaufen die Operationen planmäßig.

Die Luftwaffe führte am gestrigen Tage schwere Schläge gegen die zur Flucht der Sowjet- truppen bereitgestelllen Transportschiffe im Küsten­gebiet von Odessa und V i k o l a j e w. Sie ver­nichtete zwei Transporter mit zusammen 14 000 VRT. und beschädigte fünf weitere große Schiffe schwer.

An der britischen O st k ü st e erzielten am gestrigen Tage Flugzeuge, die zu bewaffneter Aufklärung ein­gesetzt waren, in Tiefangriffen Bombentreffer in einem Hüttenwerk südlich Whitby und in Ver­sorgungsbetrieben der Stadt Sunderland. Ma- rineartillerie schoß zwei, ein Vorpostenboot ein bri­tisches Kampfflugzeug ab.

In Vordafrika vernichteten Kampfflugzeuge große Teile eines britischen Munitionslagers bei Tobruk. Am Suezkanal griffen deutsche Kampfflugzeuge in der letzten Vachl britische Flug­zeugstühpunkte an.

Kampfhandlungen des Feindes über dem Reichs­gebiet fanden weder bei Tage noch bei Rächt statt.

Wirkungsvoller Einsatz der Lustwaffe.

Berlin, 14. Aua. (DNB.) Deutsche Kamps-, Sturzkampf- und Aerstöreroerbände setzten am 13. August ihre rollenden Angriffe gegen sowjetische Truppenansammlungen im mittleren Front­abschnitt mit vernichtender Wirkung fort. Bei einem Angriff auf sowjetische Batteriestellungen wurden vier Batterien außer Gefecht gesetzt. Mit Bomben und Bordwaffen wunden zwei Panzerzüge im Tiefflug angegriffen uni) vernichtet. Bombenvolltreffer zerstörten Tank­lager durch Explosion. Bolschewistische Truppentransportzüge auf den Strecken ToropezWelikijeLuki wurden zum Entgleisen ge- bracht, so daß die Strecke für längere Zeit unter­brochen ist. An sowjetischen Flugzeugen wurden in diesem Raum insgesamt 17 Maschinen vernichtet, davon acht abgeschossen und neun am Boden zer­stört.

An der S ü d f r o n t unterstützte die deutsche Luft­waffe die Operationen des Heeres wieder sehr er­folgreich Im Raume von Nikolajew wurden ow- jetische L a st k r ast wagen-Ansammlungen und motorisierte Kolonnen zersprengt und 10 sow­jetische Panzer durch Bombenoolltreffer vernich­tet. Ferner versenkten deutsche Kampfflugzeuge drei sowjetische Fährschiffe auf dem Dnjepr und zerstörten eine Pontonbrücke. Sowjetische Flak- Batterien wurden durch Bomben und Bord­waffen angegriffen und außer Gefecht gesetzt. Ost­wärts Kiew unterbrachen deutsche Kampfflugzeuge wichtige Verkehrslinien der Sowjets durch Bom­bentreffer. In diesem Raume wurden außerdem 18 feindliche Flugzeuge am Boden zerstört und sie­ben Flugzeuge im Luftkamvf abgeschossen. Ver­bände der deutschen Luftwaffe unternahmen starke Angriffe gegen wichtige Bahnhöfe, Bahn­anlagen und sowjetische Transportzüge. Hauptan­griffsziele der deutschen Luftwaffe waren Bahn­höfe im Raum Drei. Bahnanlagen und Depots sowie haltende Eisenbahnzüge wurden mit Bomben und Bordwaffen angegriffen und vernichtet. Der Schaden, den die Sowjets erlitten, ist sehr erheblich.

Das Eichenlaub zum Ritterkreuz

für zwei hervorragende Jagdflieger.

Berlin, 14. Aug. (DRB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh dem Leutnant Baer in einem Jagdgeschwader aus Anlaß feines 6 0. Luftsieges das Eichen­laub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes und teilte ihm die Verleihung in folgendem Telegramm mit:In dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf um die Zukunft unseres Vol­kes verleihe ich Ihnen anläßlich Ihres 60. Luft- fieges als 31. Offizier der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Rilterkreuz des Eisernen Kreuzes." gez. Adolf Hitler.

Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehr­macht verlieh ferner Hauptmann Hahn, Komman­deur einer Jagdgruppe aus Anlaß feines

e n vergißt nebenbei nritl entrissen, durch Verrat L... Willen für die inwerial611 ;

Heuchelei? Und Spanien vergißt nebenbei nlii

daß ihm Gibraltar

raubt und gegen seinen Willen für die imperial6

1

Schweres Unwetter in Chile.

* i

men. Ein eine Mine

Deutsche leichte Seestreitkräfte griffen bei einem Vorstoß in der östlichen Ostsee einen sowjetischen Verband an. Ein sowjetisches Räumboot -von 250 Tonnen wurde im Feuergefecht vernichtet, die Be­satzung, darunter ein Kommissar, gefangengenom­

schnelles B e wa chu ng s f ah rzeug lief auf und flog in die Luft.

MI jub< ir, d rl wie hin

Am 13. August schoß deutsche Marineartillerie zwei britische Flugzeuge ab. Ein deutsches Vor­postenboot vernichtete gleichfalls über dem Kanal ein britisches Kampfflugzeug, so daß die Briten ins­gesamt drei Flugzeuge verloren.

nieur stammen aus den Vereinigten Staaten: fa1 ner waren acht kanadische, sechs englische und eil australischer Flugzeugführer an Bord.

Die argentinische Regierung beschloß den Ank^t 15 in argentinischen Häfen auflieaender Schiit kriegführender Mäche. Die 15 Schiffe haben ffl* gesamt eine Tonnage von 180 000 Tonnen.

schen Ziele Englands ausgenutzt wurde. Die A lassungen über die wirtschaftliche Organl fation der Welt sind für Europa blut, Ironie. Während 80 Millionen Menschen Deutschland, 50 Millionen Italiener und etliche lionen Menschen in dem übrigen Europa in der Eiy ihrer überbevölkerten Länder leben müssen, üti die Lords in England und die Finanzmagnaten i Neuyork die Mehrzahl jtfon ihnen sind Juden -< eine unbarmherzige Kontrolle über 80 v. H. al?< Produkte aus, die für die Menschheit unentbehUH sind.

r jjan nge P° plötzlic .Die s schwers * tying d enbe 2 misses, i sie

C län M L

Berlin, 14. Aug. (DNB.) Während auf den Schlachtfeldern des Ostens im siegreichen Kampfe gegen den Bolschewismus Deutschland und mit ihm die verbündeten Armeen Europas das Schicksal des Kontinents' entscheiden und die gesamte abendlän­dische Kultur vor der Vernichtung bewahren, haben sich, wie Englands Lordsiegelbewahrer A t t l e e am Donnerstag im Rundfunk mitteilt, Churchill und Roosevelt irgendwo auf See getrof - f e n und die Grundsätze festgelegt, auf welche sich eine bessere Zukunft der Welt" begründen soll. Es klingt fast bescheiden, wenn diese Vertreter satter Plutokratien heutenur" die Versicherung abgeben, ihre Länder suchten keinerlei territoriale Vergrö- rung noch irgend eine andere". Irn Augenblick, da die USA. mit Polypenarmen ihren Machtbereich in alle Teile der Welt auszudehnen versuchen, steht diese Erklärung der unersättlichen Imperialisten in eben solch schroffem Gegensatz zu ihrer praktischen Politik wie ihre Zusicherung,sie wünschten keine territorialen Änderungen zu sehen, die nicht mit den frei ausgedrückten Wünschen der betroffenen Völker übereinftimmen". Noch deutlicher wird die Verlogenheit dieser britisch-amerikanischen Kriegs­ziele, wenn Churchill und Roosevelt entgegen der von ihnen stets geübten Praxis erklären,sie achte­ten das Recht aller Völker, die Regierungsformen zu wählen, unter der sie leben wollten und wünsch­ten, souveräne Rechte und Selbstverwaltung an die Völker zurückgegeben zu sehen, denen diese Rechte gewaltsam geraubt worden seien". Mit derselben Scheinheiligkeit erklären die beiden Wirtschafts- Usurpatoren trotz der Proteste gegen ihre Handels- versklavung, die gerade jetzt in den schwarzen Listen Roosevelts wieder deutlich wird:sie würden sich unter gebührender Achtung ihrer bestehenden Ver­pflichtungen bemühen, allen Staaten Zutritt zu gleichen Bedingungen zum Handel und den Roh­stoffen der Weib zu erleichtern, die für ihren wirt­schaftlichen Wohlstand erforderlich feien, und wünschten, zwischen allen Ländern vollständige wirtschaftliche Zusammenarbeit zuwege zu bringen, dem Ziel, allen Völkern verbesserte Ärbeitsmöglich- keiten, wirtschaftlichen Fortschritt und soziale Sicher­heit zu verschaffen.

Daß ihnen bei der Verwirklichung ihrer Weltbe- herrschungspläne vor allen Dingen Deutschland im Wege ist, geht deutlich aus der Erklärung hervor: Nach der schließlichen Zerstörung des nationalso­zialistischen Deutschland hofften sie es allen Natio­nen zu ermöglichen, in Sicherheit innerhalb ihrer eigenen Grenzen zu leben und in der Gewißheit, .daß alle Männer in allen Ländern ihr Leben lang frei von Furcht und Not sein könnten." Ebenso wünschen sie auch die Meeresschiffahrt wieder freit, das heißt unter der Kontrolle der Kanonen ihrer

Das Echo in Spanien

Entrüstung und Ironie."

Madrid, 15. Aug. (DNB. Funkspruch.) Roij Delis und Churchills Erklärung erhält in der j-g Nischen Presse eine nicht geringe Abfuhr.Alcazci schreibt: Es wird kein Europäer überrascht we daß Churchill und Roosevelt sichirgendwo auf tz Weltmeeren" ganz einig geworden sind. Ergebnis ihrer Zusammenkunft ist eine Erkläriug, die zweifellos eine Welle der (E n t r ü ft u ?T und Ironie bei den Millionenmassen ausgeüf| hat, denen das zweifelhafte Glück zuteil wu unter dem Status quo der angelfachjj schen Mächte zu leben. Sie leben dort in ein notorischen Elend, damit der Status quo ihrer T sauger gedeihen kann. Churchill und Roosevelt win schen keine territorialen Veränderungen und profo mieren als ihrM Grundsatz das Selbstbestimmun recht der Völker. Was sagen die Bewohner Indi der Falklandinseln, der Insel Trinidad, der Phil pinen und so vieler anderer Gebiete, welche angelsächsische Imperialismus unterjochte, zu fort

it bii ige t

!P 01 tu. ®0

M le eim amtU |t zur le. De ®erü ;ebenh fte Gei l ffiarf

Krieg« unfinr 'einer Mge i der babur

Ne Sie M n

t*i 7 Ql« r e ho Pi Sty y? .k

K

.leit®

<

M -

Ueberaus schwere Unwetter wüten seit «# Woche in Mittelchile. Mehr als 50 000 Tonne'. Schnee, die von den Anden herabkamen, haben i! Carcole und Sewill eine Anzahl Häuser unter W begraben, lieber 100 Personen sind umgefomwr- Wegen der Gefahr von Erdrutschen und Uetii1 schwemmungen ist der Verkehr auf zahlreichen Eis^ bahnlinien und Straßen, so auch zwischen SantiG' de Chile und Valparaiso, eingestellt worden. 3®^ reiche Flüsse sind über die Ufer getreten und hak?- eine Reihe von Ortschaften überschwemmt. Auch Luftverkehr ist vollständig eingestellt. Das ®oli2r| kraftwerk Volcan ist überschwemmt. Der Strohs bahnverkehr in der Hauptstadt mußte eingefd).iH werden. An der argentinisch-chilenischen Grenze A', Anden wurde der Bahnhof Caracoles von einer xc। wine verschüttet. Acht Menschen, die in dem bäude Schutz gesucht hatten, sind eingeschlossen. ihrem Tod muß gerechnet werben, da wegen Tr Schneeverwehungen keine Hilfsexpedition ents«M werben kann.

(ar vorsieht. Im Rahmen des Lend-^«ye-PE^i gramms, das ursprünglich die Ausgabe von 7 X 'M! - liarden Dollar vorsah, wurden bis zum 23.Ju bereits 5,5 Milliarden Dollar aus gegeben. Ende Mai hatte sich diese Summe

Die Kriegsziele der plniokraiien.

Churchill und Roosevelt arbeiteten bei einem Treffen auf See ein neues Versailles öuj.

Arzei It tom

Das Repräsentantenhaus der Vereinigten S ten hat den Antrag auf Verlängerung der militöni schen Dienstzeit mit 203 gegen 202 Stirn men angenommen. Das ist eine Mehrheit von eir Stimme. Was hätte wohl die sogenannte ,,W« öffentlichkeit" gesagt, wenn im kaiserlichen Deukj land eine entscheidende Wehrvorlage mit nur ei Stimme Mehrheit angenommen worden wäre, hätte ein Gezeter gegeben, daß die verruchte, au kratische Regierung aus dem letzten Loche ps« Nun hat das Aogeordnetenhaus in den Vereinig! Staaten am Schluß einer monatelangen Kampas;^ bie mit unerhörten Druckmitteln geführt wurde, ci neue Wehrmachtgesetz, das die Dienstzeit um 18 M nate verlängert, mit einer Mehrheit angenomm^ die mathematisch gesehen die kleinste unitf allen möglichen Mehrheiten ist. Hier liegt der kl Beweis vor, daß der Durchschnittsamerikaner am tiefstem Herzensgrund die Panikmache des jübi| freimaurerischen Klüngels um Roosevelt ab lehrk Neulich hat ein schwedischer Journalist die amei< konischen Mittelstaaten besucht, denmittlere W e st e n". Er faßte seinen Eindruck in die we:w gen Worte zusammen, daß diese Staaten unen)< lichweitvon Washington entfernt lefea und die Politik Washingtons überhaupt nicht M« stehen. Das ist sicherlich wahr. Ebenso wahr ist, for? der Regierungsklüngel in Washington die MciÄ in den Händen hält. Wir fügen das, um jedes Mch Verständnis auszuschließen. Aber wir dürfen onä feststellen: die Abstimmung im amerikanischen IHf präsentantenhaus ist mehr als eine Schlappe Rom oelts. Ihm ist die klare Verantwortung für IW Kriegspolitik an den Hals gehängt. Für die parlc« mentarische Geistesrichtung sagt es alles, daß )i! Mehrheit wahrscheinlich größer gewesen wäre, wen: nicht namentlich abgestimmt worden wäre. Die N1 ren Abgeordneten waren in dem fatalen Zwiesp»)ü zwischen Parteimaschine und Wählergunst. Da namentlich abstimmen mußten, kam einmal Nf Stimme des Volkes zu Gehör. Im nächsten gibt es Neuwahlen für die Hälfte der Mandate; k heißt es auf passen. Dr. Ho-

mor tn^in t W if auf. ig-ini ein, 'Bill idjen ifltifi, t

ßessi

Im bulgarischen Donauhafen Vidin trafen die deutschen SanitätsschiffeJupiter" undC e l s i us" mit verwundeten deutschen Sol­daten auf der Durchreise nach Deutschland ein. Eine tausendköpfige Menschenmenge bereitete den Verwundeten herzliche Kundgebungen.

-

Der schwerbeschädigte britische TankerTelena" (7406 BRT.) wurde von spanischen Seeleuten bren­nend nach Vigo gebracht. Die britische Mannschaft war nach der Beschießung des Tankers in die Ret­tungsboote gegangen und hatte das brennende Schiff feinem Schicksal überlassen.

In Nordafrika traf die Luftwaffe der Achse wiederholt Befestigungsanlagen von Tobruk, wo heftige Explosionen und Brände verursacht wurden. Sie bombardierte ferner mit Erfolg zwei längs der Marmaricaküste auf Fahrt befindliche Zer­störer. Oestlich von Sollum griffen italienische Flug­zeuge starke Zusammenziehungen britischer motori­sierter Einheiten an und vernichteten zahlreiche Kraftwagen.

Bolivien hat beschlossen, eine Militärkommission nach Washington zu entsenden, um über den An­kauf von Kriegsmaterial und Flugzeugen zu ver­handeln. Die Lieferungen sollen über den 20-Mil- lionen-Kredit, den die USA. Bolivien gewährt haben, verrechnet werden.

Nach einer Mitteilung des englischen Luftfahrt- ministeriums ist ein Transatlantik-Flugzeug kurz nach seinem Start von einem englischen Flughafen gegen einen Berghang geprallt. Die 22 Insassen alles Piloten kamen bei dem Unglück ums Leben. Sechs Flugkapitäne und ein Flugzeuginge-

4 2. Luflfieges das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes und teilte ihm die Ver­leihung in folgendem Telegramm mit:.In dank­barer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf um die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen anläßlich ihres 42. Luflfieges als 32. Offizier der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes." gez. Adolf Hitler.

Spionage und Sabotage.

Die Umtriebe

des britischen Militärattaches in Sofia.

Sofia, 14. August. (Euwvapreß.) Eine neue große Spionageaffäre wird vor oem Sofioter Kriegs­gericht verhandelt. Zu Anfang dieses Jahres ver­suchte der englische Miliitärattache in Sofia, Colonel Roß, Sabotagetrupps zu toben, die besonders die durch Bulgarien führenden Donau-Trans­porte stören sollten. Außerdem warb er Spi­one, diie Unterlagen über den Donau-Verkehr und die Anwesenheit deutscher Truppen in Rumänien und Bulgarien zu beschaffen hatten. Sein engster Mitarbeiter war der Ausländer Henry Isidor G e r- oiet, der in Bulgarien als Kaufmann tätig war. Gervier trat mit anderen in Verbindung, denen er Begegnungen mit dem englischen Militärattache er­möglichte. Besonders gefährlich war der feit langem in Bulgarien lebende fremde Untertan Raphael Desri er Goslen , der Derbindung mit vielen Bul­garen hatte. Seine Aufgabe war es, einen Mann für die Ausführung der Sabotageakte zu finden. Hierfür wurde der Mische Ausländer Jofaif ge­wonnen. Die weiteren Komplizen waren auslän­dische Staatsangehörige und der Bulgare Keitscheff. Diese Gruppe versuchte, Donauschlepper in die Lust zu sprengen, die Brücken und Schleu­sen zu zerstören und einem Deutschen wichtige Dokumente zu stehlen. Die Stärke der deutschen Truppen in Rumänien verriet den Engländern der Ausländer S ch i s ch k o f f, der bei einer Donau- schiffah rts gese llscha f t tätig war. Als Desri er ©osten erfuhr, daß die Polizei auf die Spur des Komplotts gekommen war, vernichtete er sämtliche Dokumente. Es gelang nur ihm zu fliehen. Alle übrigen fitzen jetzt auf der Anklagebank. Der Staats anwalt fordert für alle Angeklagten wegen staatsfeindlicher Tätig­keit die Todesstrafe.

Die Spannung um Thailand.

H f i n g t i n g, 14. Aug. (Europapreß.) In Ost- asien mehren sich die Besorgnisse wegen eines nahen Kriegsausbruches. Die Ursache hierfür sieht man in den sich fortgesetzt steigernden Provokationen Groß­britanniens und der Vereinigten Staaten gegen Ja­pan. Das Objekt der Intrigen der britischen und nordamerikanischen Kriegshetzer sei in der Haupt­sache Thailand. Man könne sich des Eindrucks nicht erwehren, als ob Großbritannien und die USA. die Aufmerksamkeit Japans von Sowjet- Ostasien ab lenken wollten, um auf diese Weise die schwierige Lage der Sowjets in Europa ZU erleichtern und den Transport nordamerikanischen Kriegsmaterials nach Wladiwostok zu ermöglichen.

Wie der soeben in Bangkok eingetroffene japa­nische Konsul in Singapur, K a t s u n o , derAsahi Shimbun" berichtet, benutzen die britischen Behör­den in Malaya jede Gelegenheit, um ihre militä­rischen Vorbereitungen an der malayisch-thailändi- schen Grenze zu verstärken. Die Briten hätten an der Grenze eine große Zahl indischer Trup­pen aufgestellt, während die englischen Soldaten weiter rückwärts stünden. Katsuno berichtete ferner, daß die Warenpreise ständig gestiegen seien, da man allgemein durch die Verschärfung der Lage in Ostasien eine Verknappung des Warenangebots befürchte.

Die japanische ZeitungNichi Nichi" stellt fest, daß eine Bedrohung Thailands ausschließlich durch die entlang der thailändischen Grenze konzentrierten britischen Streitkräfte bestehe. Es sei des­halb natürlich, wenn Bangkok die Vorschläge der die englische Linie verfolgenden Vereinigten Staa­ten ab lehne und darauf Hinweise, daß Amerika erst kürzlich durch die Einstellung der Flugzeug- Treibstoff-Lieferungen an Thailand eine u n - freundliche Haltung an den Taa gelegt halbe. Die Haltung Thailands sei ein Beispiel da­für, daß die Vereinigten Staaten sich Illusionen hin­geben, wenn sie annehmen würden, daß der Wirt­schaftsdruck der USA. überall die Verwirklichung der politischen Ziele der Vereinigten Staaten durch­setzen könne.

Kleine politische Rachrichten.

Deutsche Kampfflügzeuge beschädigten vor Odessa einen Handelsdampfer der Sowjets von 5000 BRT., so daß er die Weiterfahrt auf See nicht fortsetzen konnte. Die Besatzung setzte das Schiff daraufhin auf Strand. Ein zweites Handelsschiff von 6000 BRT. erhielt nach einem Bombenvoll­treffer Schlagseite und fuhr langsam in Richtung Odessa zurück.

Stützpunkte zu sehen und glauben darum festlegen zu müssen:Man sollte es allen Menschen ermög­lichen, die Meere ungehinbert zu durchqueren." Am durchsichtigsten aber wird die Verlogenheit der beiben aus der letzten Erklärung threr angeblichen Wohlfahrtspläne, in der es heißt:Sie glauben, daß alle Nationen aus realistischen sowohl wie aus geistigen Gründen dazu kommen müßten, Anwen­dung von Gewalt aufzugeben, da keine Zukunft er­halten werden könnte, wenn Land-, See- oder Luft­waffe weiterhin von Nationen benutzt würden, die Angriffe außerhalb ihrer Grenzen androhen oder androhen könnten. So glauben sie, bis zur Organi­sation eines weiteren und dauernden Systems all­gemeiner Sicherheit, baß die Entwaffnung solcher Nationen wesentliche Voraussetzung sei; sie würden in gleicher Weise alle sonstigen praktischen Maßnah­men unterstützen und fördern, die den friedliebenden Völkern die drückende Rüstungsbürbe erleichtert."

Aller Welt ist es bekannt, daß der Führer wiederholt bereits vor Jahren mit Abrüstungs- an geboten an die Oeffentlickkeit getreten ist. Hier wird es deutlich, warum diese Vorschläge stets in den Wind geschlagen wurden. Alle Nationen sollen abrüsten, nur die Weltbeherrscher wollen auf die Militärmacht nicht verzichten, um ihre Polizei- gerpalt Über den Erdball auSdehnen zu können. Der alte Traum, Deutschland ein weit schlimmeres Ver­sailles zu bereiten, spukt also immer noch in den Gehirnen der beiden Kriegshetzer. Wenn sie ihn jetzt akademisch verklausuliert in theatralischer Form wiedergeben, so handelt es sich um nicht besseres als um einen Bluff, mit dem sie sich aus der Schlinge zu ziehen bestreben. Es ist nichts anderes als der Versuch, der fatalen Situation, in die sie sich selbst durch ihren hemmungslosen Haß geführt haben, durch irgendeine Hintertür zu entschlüpfen. Churchill und Roosevelt haben ihreKriegsziele" draußen auf dem Meere in einem Augenblick höch­ster .Bedrängnis sehr eingehend ausgetüftelt. Das Wichtigste haben sie allerdings vergessen, sie haben geflissentlich übersehen, daß zur Verwirklichung ihrer frommen Wünsche der Sieg erforderlich ist. Die beiden Weltverbesserer werden darum denen die Neuordnung überlassen müssen, die den gerechten Sieg davontragen werden, und das sind Deutsch­land und seine Verbündeten.

Eine neue Leih- und pachi- vorlage.

Washington, 14. Aug. (Europapreß.) Sofort nach der Rückkehr Roosevelts, die für dieses Wochen­ende erwartet wird, wird dem Kongreß ein zwei­tes Lend-Lease-Programm zugeleitet

flli $ tt

1 Met." i i$r Töt 4°

ioten j tegenof en, bei

werden, das die Bewilligung von 6 Milliarden Tft i 1! f fn«. nnrfioht 51 NI ^Rnhmpti hps ßpnhsPpnlo.flKa!5-iffi " J

Die reitende eine Stimme,

4277 Millionen Dollar belaufen. Für reichlich BflKk Millionen Dollar wurden bislang Li eJ er ung

an England und China ausgeführt. Wiedr holt wird hier versichert, daß das Lend-Lease-Te w., - . nicht auf die Sowjetunion ausgedeh, l werden solle. Jedoch wird hinzugefügt, falls die Ax, IB ftörung der ukrainischen Weizenfelder eine y

heit in der UdSSR, bewirken würde, wären ®rCie rungen im Rahmen des Lend-Lease-Programm v möglich.