wurden. Datz solche Leitungen eine schlimme Gefah. renquelle sowohl für die Bewohner der Räume, als auch für andere Personen darstellen, liegt auf der Hand. Wer sich selbst und andere vor unange» nehmen Folgen schützen will, muß diese Leitungen fachmännisch nachprüfen lassen, damit nicht Brände oder Todesfälle entstehen können. Zur Versorgung der Lustschuhräume mit elektrischem Strom zwecks Beheizung u|ro. sind ebenso wie bei der Verleaung von Leitungen in feuchten Räumen besondere Vorschriften zu beachten, die nur dem Fachmann bekannt sind. In den meisten Fällen werden die Luft, schutzräume von mehreren, oft auch von zahlreichen Personen benutzt. Damit wächst die Gefährlichkeit unsachgemäßer elektrischer Anlagen für alle Menschen. die diesen Raum in Anspruch nehmen. Auch hier sollten die Hausbesitzer oder die für das Haus verantwortlichen Personen die zu den Luftschutzräumen verlegten Leitungen von Fachleuten nachprüfen lassen. Es wäre nicht zu verantworten, wenn Volksgenossen, die in einem solchen Raume Schutz suchen, dort durch unsachgemäße Arbeit an den elektrischen Anlagen körperlichen Schaden er» leiden oder gar den Tod finden wurden.
Ein besonderer Punkt ist der Berührungsschutz in jeder elektrischen Leuchte. Der Derührungsjchutz aibt Gewähr dafür, daß derjenige, der eine neue Lampe in eine Fassung einschraubt, nicht an die spannungführenden Teile kommt. Jeder Benutzer der Elektrizität sollte -sämtliche Leuchtkörver daraufhin nachprüfen lassen, ob sie mit Berüyrungsschutz versehen sind. Der Berührungsschutz kann nachträglich in sämtliche Leuchten eingeschraubt werden. Gewöhnliche Fassungen, in die eine Lampe einge- fchraubt wird, dürfen nicht zu Beleuchtungszwecken bzw. nicht als Handlampen benutzt werden.
Das Pfuschen an elektrischen Leitungen bzw. unsachgemäße Arbeiten werden von jedem Stromabnehmer am besten dadurch vermieden, daß er Ersatzsicherungen immer greifbar zur Hand hat, noch besser durch den Einbau von automatischen Selbstschaltern, die bei defe-kten Leitungen bzw. Geräten die Leitung selbsttätig abschalten. Unzulässig ist es, wenn eine Sicherung durchgebrannt ist oder ein Selbstschalter ausgelöst hat, selbst eine neue Sicherung einzusetzen oder den Selbstschalter wieder ein» zuschalten, so lange nicht der Fehler gesucht und behoben worden ist.
Todesfälle durch Elektrizität sind erfreulicherweise sehr selten. Dagegen ist die Entstehung von Bränden und damit die Schädigung des Volksoermögens wesentlich größer, ebenso auch die Zerstörung von elektrischen Geräten. Wie die Schädigung eines Dolksgenosien an Leib und Leben zu verurteilen ist, so ist auch die Schädigung des Volksvermögens durch nachlässige Behandlung der elektrischen Anlagen als ein Verstoß g"gen den Gemeinschaftsgeist zu betrachten und von jedem verantwortungsbewußten Manne bzw. von jeder-Frau zu vermeiden.
Die Elektrizität und ihre Anwendung im Dienste des Menschen ist das Ergebnis einer vielseitigen Ingenieurarbeit. Die deutsche Elektrotechnik ist führend in bet ganzen Welt. Der deutsche Mensch muß sich dieser Schöpferarbeit des deutschen Ingenieurs würdig erweisen und die Technik als etwas Besonderes werten und behandeln. Die Entwicklung nach dem Kriege auch auf dem Gebiete der Elektrizität muß jeden Mann und iede Frau in Stadt und Land veranlassen, sich mit den Fragen der Elektrotechnik eingehend zu beschädigen und daraus die gebotenen Erkenntnisse zu ziehen.
Wenn diese Ausführungen alle Benutzer der Elek. trittst zum Nachdenken über die Anwendung des elektrischen Stromes im Aaufe und bet der Arbeit anregen und zur Verwirklichung ihrer Erkenntnis in der Praxis veranlassen, dann dürfte der Zweck dieser Zeilen erreicht sein. B.
Dornotizen.
Tageskalender für Samstag.
NSG. Jtraft durch Freude": 19 Uhr im Stadttheater „Die ungarische Hochzeit". — Gloria-Palast (Seltersnteg): „Kampfgeschwader Lützow". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Die letzte Runde".
Tageskalender für Sonntag.
, Heldengedenktag im Standort Gießen: 9.30 Uhr am 116er-Denkmal auf dem Landgraf-Philipp-Platz Kranzniederlegung und Gedenkfeier. — BDM.- Werk „Glaube und Schönheit": 10 Uhr im Gloria- Palast (SUtersweg) Morgenveranstaltung zu Gunsten des Kriegs-WHW. — Stadttheater: 11.30 bis 12.30 Uhr Morgenfeier zum Heldengedenktag „Deutsche Kammermusik": 19 bis 21.45 Uhr „Die Petersburger Krönung. — Gloria^stalast (Seltersweg): »Kampfgeschwader Lützow". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Die letzte Runde".
Gießener Vortragsring.
Der bekannte Dichter Heinrich Z i lli ch wird im Rahmen des Gießener Vortragsringes am kommenden Montag in der Großen Aula der Univer-- fität aus eigenen Werken lesen. Heinrich Zillich nahm als Freiwilliger am Weltkrieg teil und stand als Offizier im Kampf gegen den Kommunismus in Ungarn. Sein erster großer Roman „Zwischen Grenzen und Zeiten", in dem er sich mit dem deutschen Dolkstumskampf in Siebenbürgen, im Habsburger- float, Weltkrieg und in der Nachkriegszeit ausein- andersetzt, rouroe 1937 von der Stadt Berlin preisgekrönt. Seine Gedichtsammlung „Komme was will" hat Zillich auch als Lyriker bekannt gemacht. Auch heitere Geschichten weih Zillich zu erzählen, so z. B. in den „Siebenbürgischen Flausen", die 1926 als eines seiner ersten Werke erschienen sind.
Ortszelt für den IS. März.
Sonnenaufgang 7.39 Uhr, Sonnenuntergang 19.29 Uhr. — Monduntergang 9.10 Uhr, Mondaufgang 23.35 Uhr.
Ortszeit für den 17. Marz.
Sonnenaufgang 7.37 Uhr, Sonnenuntergang 19.31 Uhr. — Monduntergang 9.46 Uhr, Mondaufgang 0.51 Uhr.
Don der Universität Gießen.
Der Dozent Dr. phil. habil. Dr. med. Siegfried Kollerin Gießen wurde der Medizinischen Fakul- tat der Universität Berlin zugewiesen.
Gießener wochenmarkipreife.
Nachstehende Preise sind Handlerpreise und verstehen sich für A-Öare Für B-Ware ober abfallende Ware sowie für Selbsterzeuger liegen die Preise niedriger
* G i e ß e n, 15. März. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM, Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln, 5 kg 45, Wirsing, % kg 11 bis 14, Weißkraut 8 dis 12, Rotkraut 10 bis 14, gelbe Rüben 12, rote Rüben 10 bis 12, Unterkohlrabi 6 dis 8, Grünkohl 8, Zwiebeln 14, Meerrettich 40 bis 70, Schwarzwurzeln 24, Feldsalat, »/.« 10 Rpf., ^4 kg 1 RM., Aepfel 30 bis 40, Saud) 24, Sellerie 21 bis 23, Blumen-
Keine Osterfahrten mit der Rahn.
Zulassungskarten für Eil- und Schnellzüge.
Die Deutsche Reichsbahn ist ununterbrochen durch die Ausführung von Kriegsmaßnahmen stark belastet, hinzu kommt noch der umfangreiche lebenswichtige Güterverkehr. Sie ist daher nicht in der Lage, darüber hinaus noch einen gesteigerten Personenverkehr zu bedienen und bittet deshalb dringend, an den kommenden D ft e rfeiertagen jede nicht unbedingt nötige Reise zu unterlassen.
In der Zeit vom Donnerstag, 10. April, bis Mittwoch, 16. April, sieht sich die Deutsche Reichsbahn genötigt, auf verschiedenen Bahnhöfen mit starkem Reiseverkehr die Benutzung bestimmter Eil- unb Schnellzüge von dem Besitz einer für diese Züge gültigen besonderen Zulassungskarte abhängig zu machen. Diese Zulassungskarten sind neben dem Fahrtausweis bei den Fahrkartenaus- gaben und Reisebüros der Bahnhöfe zu lösen, die von den zuständigen Reichsbahndirektionen zugleich noch mit näheren Bestimmungen bekanntgegeben werden.
Mit der Ausgabe wird vier bis fünf Tage vor dem Verkehrstag begonnen. Die Zulassungskarten werden in zeitlicher Reihenfolge und in beschränkter Zahl gebührenfrei abgegeben. Schriftliche und fernmündliche Bestellungen, sowie Vorausbestellun- gen werden nicht berücksichtigt. Befreit von der Losung von Zulassungskarten sind Uebergangs- reisende, Reisende mit Wehrmachtsfahrscheinen und
Wehrmachtsfahrkarten, Inhaber von 5eit=, Netz- und Bezirkskarten und von Karten für Bettplätze im Schlafwagen.
Die Zulassungskarten gewähren weder einen Anspruch auf Beförderung noch auf einen Sitzplatz oder einen Platz in der Wagenklasse des Fahrausweises. Die Geltungsdauer des Fahrausweises beginnt erst mit dem Tage, für den die Zulassungskarte gelöst wurde. Diese ist daher erst nach Beendigung der Reise zusammen mit dem abgefahrenen Fahrausweis zurückzugeben.
Reifende, die während der Sperrzeit mit einem beschränkt freigegebenen Zug von einer der in Frage kommenden Städte aus die Rückfahrt antreten, müssen sich dort eine besondere Zulassungskarte für die Rückfahrt beschaffen. Erhalten sie für den gemünzten Zug keine mehr, so werden sie zu einer anderen Zeit zurückfahren müffen. Damit sie sich von vornherein hierfür vorsehen, wirb hierauf ganz besonders aufmerksam gemacht.
Wer unberechtigt einen Zug ohne Zulasiungs- farte benutzt, setzt sich dem Ausschluß von der Fahrt und einer Bestrafung wegen Bahnpolizeiübertretung aus.
Die Deutsche Reichsbahn ersucht, auch dieser Kriegsmaßnahme Verständnis entgegenzubringen und bittet vor allem nochmals, Dfterreifen aufs äußerste einzuschränken.
Oie Volksbank Gießen im Lahre 1940.
Ein Auszug aus dem Geschäftsbericht.
Die Dolksbank Gießen hat ihren Mitgliedern den Geschäftsbericht 1940 übermittelt Am heutigen Samstagnachmittag findet in Gießen die ordentliche Generalversammlung statt. Dem interessanten Bericht entnehmen wir folgende Angaben.
Die Entwicklung des Instituts war im Berichtsjahr 1940 wieder recht zufriedenstellend. Seither war ständig ein Zuwachs an Mitgliedern zu verzeichnen, bie vorwiegend Kredit in Anspruch nahmen. Infolge der Geidflüssigkeit war das Kredit- bebürf nie im Berichtsjahr sehr ger in g, sodaß zum erstenmal der Abgang an Genossen höher war als der Zugang. Es find 17 Genossen beigetreten und 21 ausgeschieden. Ende 1940 gehörten der Bank 699 Genossen mit 725 Geschäftsanteilen an, die eine Haftsumme von 435 000 RM. vertreten.
Der Umsatz auf einer Seite des Hauptbuches betrug 59,5 Mill. RM. gegenüber 57 Mill. RM. in 1939. Die Bilanzsumme hat sich von 2 367 106 RM. Ende 1939 auf 3 185 331 RM. (das sind 34 v.H.) erhöht. Die Barreserve (Kassenbe- stand, Reichsbank und Postscheckguthaben) beträgt 86 931 RM. Der Bestand an Zinsscheinen und Schecks beträgt 8714 RM. Das Guthaben bei der Landesbauernkasse ist im Berichtsjahr von 686 563 RM. auf 1091684 RM. gestiegen. Bei §wei hiesigen Geldinstituten bestand am Jahres- schluß 2701 RM. Guthaben. Der Bestand an eigenen Effekten hat sich von 605 990 RM. auf 1 190 808 RM. erhöht. Der Posten enthält eine stille Reserve. Die Forderungen an Genos- s e n betragen 741 976 RM. gegenüber 865 773 RM. Ende 1939. Der Rückgang ist auf Tilgungen und das geringe Kreditbedürsnis zurückzuführen. Die Kreditgewährung erfolgt nur an Genossen. Die Kre- ditgrenze gemäß § 49 Gen.-Gesetz beträgt 20 000 RM., während sich die Grenze gemäß § 12 K. W. G. auf 53 000,— RM. beläuft. Der W e chs e l b e - stand ging von 50 209 RM. auf 17 388 RM. zurück. Die Beteiligungen bet anderen Genossenschaften haben sich um 500,— RM. vermindert und betragen noch 935,— RM.
Der Grundbesitz ist mit 35100 RM. bewertet. 490 RM. gingen für den weggesallenen Vorgarten ein. 1010 RM. wurden abgeschrieben. Das Konto Geschäftseinrichtung weist bet 210 RM. Zugängen und 1210 RM. Abschreibung einen Bilanzwert von 2500 RM. aus. Der Posten Rechnungsabgrenzung stellt in Aktiva Stückzinsen von Wert
papieren und in Passiva vorauserhobenen Wechseldiskont dar.
Die Einlagen in laufender Rechnung und Kündigungsgelder haben sich um 526 968 RM., die Spareinlagen um 273960 RM. erhöht. Es wurden 126 neue Sparbücher ausgegeben. Am Rationalen Spartag gingen in 59 Posten 6466 RM. ein. Die G e s a m t e i n l a g e n betragen jetzt 2 953 773 RM. Die G e s ch a f t s g u t h a b e n der Genossen sind mit 120108 RM. wenig verändert. Die gesetzlichen Rücklagen sind durch Zuweisung aus dem Gewinn für 1939 um 3500 RM. und durch eine Sonderzuweisung aus dem außerordentlichen Effektenertrag um 10 000 RM. auf 52 000 RM. gestiegen. Die stillen Reserven in den Effekten werden voraussichtlich in Öen »reichsten Jahren wei- tere nennenswerte Zuweisungen au den Rücklagen ermöglichen. Die Sonderrucklage (für soziale Zwecke) erhielt eine Zuweisung von 2000 RM. und beträgt jetzt 4000 RM. Die Wertberichtigung von 13 000 RDd ist unverändert; sie dient als'Reserve für etwaige Ausfälle.
Der Reingewinn beträgt 10849 RM.; er ermöglicht wieder die Ausschüttung einer Dividende von 5 o. H. und eine Zuweisung von 5000 RM. an die gesetzlichen Rücklaaen.
Die nennenswerte Erhöhung des Betriebskapitals und die gesetzlich vorgeschriebene Senkung der Zinsen für Einladen ermöglichen erfreulicherweise ab 1. 1. 41 auch eine Senkung der Sollzinsen.
Rach dem neuesten Stand der Zinssätze bringen die Aktiven 3,80 v. H. Zinsen, während die Verzinsung der Passiven einem Satz von 2,35 v. H. entspricht. Die Zinsspanne beträgt 1,45 v. H., zu der noch 0,25 v. H. für Provisionen und sonstige Einnahmen kommen. Dem Erträgnis von 1,70 v. H. der Aktiven stehen etwa 120 v. H. Unkosten und Steuern und 0,10 v. H. Abschreibungen gegenüber, so daß 0,20 v. H. für Dividende und 0 20 v. H. zur Stärkung der Rücklagen verbleiben. Diese Zahlen sind weit unter dem Reichsdurchschnitt und beweisen am besten die außerordentliche Leistungsfähigkeit des Unternehmens.
Einig» Angestellte stehen feit Herbst 1939 unter den Waffen. Zur Zeit besteht die Gefolgschaft aus drei Angestellten, drei Aushilfskräften und drei Lehrlingen (fünf Damen und vier Herren). Die Gefolgschaft hat die anfallenden Arbeiten stets mit großem Fleiß und Interesse erledigt und dadurch eine glatte Abwicklung der Geschäfte ermöglicht, was von der Verwaltung dankbar anerkannt wird.
kohl, das Stück 45 bis 60, Endivien 20, Salat, Vio 30 Rpf.
Oer „Tag der Wehrmacht"' in Gießen.
Am Sontag, 2 3. März, wird, wie überall im Reich, auch in Gießen der „Tag der Wehrmacht" zum Besten des Kriegs-Winterhilfswerkes vom Standort Gießen in Verbindung mit der RSB. durchgeführt werden. Im Mittelpunkt der Veranstaltungen wirb wiederum, wie bereits in den Vorjahren, die Bereitstellung eines gemeinsamen Mittagessens aus den Feldküchen für die Gießener Bevölkerung stehen. Unsere Hausfrauen werden sich an diesem Tage also das Kochen einmal ersparen und dafür den „Schlag" für die Familie zu einem mäßigen Preise von den Feldküchen beziehen können. Ferner wird an diesem Tage Gelegenheit geboten sein, einen Teil der Bergkaserne besichtigen und dort mancherlei sehen zu können, was für alle Dolksgenosien als Ausschnitt aus dem soldatischen Betrieb von Interesie ist. Um die Mittagsstunde wird den Besuchern der Bergkaserne auch die Möglichkeit gegeben werden, dort das Essen aus der Feldküche einnehmen zu können. Weitere Mitteilungen über die Veranstaltungen an diesem Tage folgen im Laufe der nächsten Woche.
Platzkonzert auf dem Kreuzplatz.
Am kommenden Dienstag, 18. März, ab 16 Uhr, wird auf dem Kreuzplatz ein Platzkonzert von einem Musikkorps der Wehrmacht veranstaltet werden. Eine abwechslungsreiche Vortragsfolge wird den Besuchern dieses Konzerts eine genußreiche Stunde bringen.
Volksqemeinfchastsabend des IBiefecfer Jungvolks.
Das Fähnlein 19'116 veranstaltete in der Wirt- I schalt von Schepers seinen zweiten Volksgemein- yjaftsabenb in diesem Winterhalbjahr. Diesmal wurde der Ertrag auf das Konto für den Bau von Soldatenheimen Übermiefen. Zu Beginn begrüßte Fähnleinführer Keßler die zahlreich erschienenen Gäste. Sodann wickelte sich ein buntes Programm ab Schöne Lieder wechselten mit lustigen Mundart- gedichten. Den ersten Teil des Abends beendete ein gut gespieltes Geigensolo von Iungzugführer Becker, begleitet von der Musikerzieherin Erna
O ß w a l d. Den zweiten Teil bildete ein lustiges Dolksftück, das von den Pimpfen sehr gut bärge» stellt wurde. Mit dem Lied „Ade zur guten Nacht" wurde der schone Abend abgeschlossen. 160.18 RM. konnten als Ertrag der Ver-anstaltung nach Berlin überwiesen werden.
Ein Abend des Veichöbundes Deutsche Familie.
Der Abschnitt Gießen des Reichsbundes Deutsche Familie hielt seine stark besuchte Hauptversammlung unter Leitung des Abschnittswarts Gießen-Mitte, Professor Dr. Ullrich, im „Burghof" ab.
Der Kreisabschnittswalter, Bibliotheksdirektor C l a r l u s, Gießen, sprach über den Sinn der Verleihung des Ehrenbuches. Er wies einleitend auf die Größe unseres Zeltgeschehens und auf die Bedeutung der damit unserer Volksgemeinschast ge» stellten Bewährungsprobe hin. Für jeden deutschen Mann und für jede deutsche Frau sei es eine Selbst- Verständlichkeit, sich durch ihre Haltung und ihren Einsatz der Ehre würdig zu erweisen, Angehörige der deutschen Volksgemeinschaft und treue Gefolgsleute unseres Führers, des größten Staatsmannes aller Zeiten, zu sein. Dann machte der Redner auf die große Bedeutung eines weitreichenden Nachwuchses der Nation aufmerksam, denn nur dadurch könne bie Erhaltung unseres Volkstums und die hohe Stellung des Großdeutschen Reiches gesichert werden, daß dem Siege der Waffen auch der Sieg der Wiegen entspreche. Er erinnerte an einen Ausspruch des Führers, der an die Spitze aller Erfolge der deutschen Aufbauarbeit das deutsche Kind, den ausreichenden Nachwuchs der deutschen Jugend gestellt hat. Dann wies der Vortragende darauf hin, daß erst im nationalsozialistischen Großdeutsch, land der kinderreichen Familie als Hauptträgerin des Lebens unseres Volkes die gebührende Stellung eingeräumt worden sei. Dabet bestehe allerdings die Voraussetzung, daß diese Familie die Zugehörigkeit zum deutschen Volke über alles andere stelle, die Kinder erbgesund und erbtüchtia seien und die Eltern in bewußter Einfügung in bie Dolksgemein- schäft alles tun, um bie guten Anlagen in ihren Kindern zur größten Entfaltung zu bringen. Im Reichsbund Deutsche Familie hätten diese Familien ihren gegebenen Sammelpunkt, und in ihm werde auch diese Auslese deutscher Menschen durch das
Ehrenbuch der Deutschen Familie in gebührender Weise ausgezeichnet. Dann svrach der Redner noch in Einzeldarlegungen über die Ziele und Wege des Reichsbundes, sowie über dessen Ausbau im Kreise Wetterau, der im ganzen Gaugebiet an erster Stell« ^Ireisfieblungswart Dörr berichtete anschließend über die neuen Richtlinien für die Wohnungs- und Siedlungsmöglichkeiten und machte nähere Mittei- langen über die entsprechenden Pläne in Gießen.
Nach einer Aussprache mit den Abschnittswarten wurde die Versammlung in der üblichen Weise ge* schlossen.
Volksgenossen Achtung!'
Das gesammelte Altpapier wird in Gießen wie folgt abgeholt:
Am 17. und 18. März 1941 in den Ortsgruppen Nord und Süd.
Am 19. und 20. März 1941
in den Ortsgruppen 2H i f t e und O st.
Ls wird gebeten, das Altpapier an diesen Tagen bereitzuhalten.
♦♦ Turner helfen dem Kriegs-WHW. Der Turnverein in Gießen-Klein-Linden veranstaltet am heutigen Samtagabend im Saale des Gasthauses ,Lur deutschen Eiche" einen Unterhaltungsabend, dessen Ertrag für das Kriegs-WHW. bestimmt ist. Turnerische Darbietungen und mancherlei andere Unterhaltung werden die Stunden ausfüllen.
Aus der engeren Heimat.
Landkreis Gießen.
)—( Ruppertsburg, 13. März. Ein weit bekannter Reoierförfter i. R., der alte Reeg, der lange Jahre die Forftwarteien Petershainerhof bei Ulrichstein und Falltorhaus bei Schotten verwaltete, feierte heute hier seinen 91. Geburtstag. Der alte Herr ist geistig noch recht rüstig und nimmt an den großen Ereignissen in unserer Zeit regen Anteil. Nachträglich unseren herzlichen Glückwunsch. — In der Gastwirtschaft von O. Wagner I. fand die 66. ordentliche Hauptversammlung unserer Kriegerkameradschaft statt. Nach Begrüßung durch den Kameradschaftsführer Wilhelm Seipp II. gedachte die Versammlung in ehrender Weise des im letzten Jahre verstorbenen Kameraden Karl Spamer. Laut Jahresbericht zählt die Kameradschaft zur Zeit 51 Mitglieder. Die Rechmmasab- lage durch den langjährigen Kassenwart Wilhelm Lehr II. ergab ein bares Vermögen von 136,66 Reichsmark. Nach Erledigung des geschäftlichen Teils blieben die Mitglieder noch einige Stunden in schöner Kameradschaft beisammen.
Auf dem Bahnkörper tödlich verunglückt
Am heutigen Samstag früh gegen 6 Uhr verunglückte der 20 Jahre alte Walter Deucker aus Lehnheim (Kreis Alsfeld) auf dem Bahnkörper zwischen dem Bahnhof Grünberg und der Bahnüberführung in der Nähe des Dorfes Lehnheim tödlich. Der junge Mann, der in Gießen beschäftigt war und schon mehrfach unter Schwächeanfällkn zu leiden hatte, befand sich heute früh auf dem Bahnhof in Grünberg, um seins gewohnte Fahrt nach Gießen anzutreten. Er muß wohl verspürt haben, daß ihn wiederum ein Anfall heimsuchen würde, und er machte sich deshalb auf den Heimweg nach Lehnheim. Dabei benutzte er leider den Bahnkörper als Fußweg, wobei er in seinem Schwächezustand gegen den von Mücke her kommenden Früyzug lief, rfbn dem er zu Boden geworfen wurde, so datz der Tod auf her Stelle eintrat
G. A-Sporl.
Oie Bezirkskiaffe am Sonntag.
1900 — Sportfreunde Naunheim — Luftwaffe VfL. Marburg — VfB.-Reichsbahn Watzenborn-Steinberg — Disfenberg.
Nach vierzehntägiger Pause werden die Verbandsspiele mit den vorgenannten Spielen fortge- etzt. Da Cutter und Greben für die Luftwaffe endgültig spielen, geht die Luftwaffe nicht ohne Aus- ichten nach Naunheim.
Die 1900er sollten die Sportfreunde eindeutig schlagen können.
Vor einer wesentlich schwereren Aufgabe stehen die VfBer. Ein Sieg in Marburg märe mehr als ein Achtungserfolg.
Die Teutonen sollten abermals vor einem hohen Siege stehen.
Vfv.-Reichsbahn to Marburg.
Im Vorspiel hing der Sieg der Gießener an einem „seidenen Faden". Trotz einer 5:2-Führung rettete nur der Scyluhpfiff die Platzbesitzer vor dem Ausgleich, nachdem die Marburger durch zwei Fehler des Gießener Tormanns auf 5:4 herange- kommen waren. Gerade in der Schlußphase dieses Spieles erreichten die Marburger eine giän^tnoe Form. Wenn jetzt die Gießener nach Marburg fahren, dann weift die Mannschaft eine schwächere Be- setzung als in dem Vorspiel auf. Mit Recht sieht man daher dieser Begegnung nicht mit allzu großer Zuversicht entgegen. Man weife, daß die Tages- form der Mannichaft entscheidend ist, und man hofft, daß die Mannschaft auch einmal zu Hochform auflaufen wird. Die faire Spielart der Marburger sollte den DfBern erlauben, ihr technisches Können vollständig in die Waagschale zu werfen. Die Aufgabe ist schwer, aber nicht unlösbar lieber bie end-, gültige Aufstellung der Mannschaft wird noch entschieden. Schiedsrichter ist Gerhard (Annerod).
Steinbach I — Rodheim L
Zum letzten Spiel um die Kriegsmeisterschaft 1940/41 der Kreisklasse empfängt bie l. Mannschaft der Sportgemeinde Steinbach bie gleiche von Rod- Heim. Den Platzbesitzern sollte es gelingen, einen knappen Sieg und damit bie Punkte zu erringen.
Steinbach Jgb. — Garbenteich Jgb.
Vorher treffen sich beide Iugendmannschaften zum Bannmeisterschaftsspiel. Die Einheimischen werben versuchen, die vor kurzem in Garbenteich erlittene Niederlage wettzumachen. Jedoch dürfen sie die Gäste^nicht unterschätzen^_________________________
Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen!


