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der Universitätsstadt Gießen

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für Behörde in die besetzten Ostgebiete gesucht. Bewerbe­rinnen über 21 Jahre, selb­ständig und sicher arbeitend, melden sich beim Arbeitsamt.

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Auf tlmweaen...

Licht geht auch um drei Ecken herum! Das wird bei der Verdunkelung oft vergessen. Wenn, ein Roll- Vorhang nicht breit genug ist und nicht g c nug anliegt, schleicht sich das Licht an den Seiten herum und bringt ins Freie. Wir wollen unsere Derdunkelungsvorrichtungen darauf­hin überprüfen. Rollvorhänge an den Fenstern müssen breiter als das Fen ft er sein und an der Wand gut und lichtdicht anliegen.

Oie Sucht nach Zigaretten führte ins Zuchthaus

Lpd. F r a n k f u r t a. M., 12. Nov.Wer sich an Feldpoftväckchen vergreift, muß ins Zuchthaus kommen , so hieß es vor dem Sondergericht Frankfurt a. M., als die Verurteilung des 47jährigen Poftfacharbeiters Philipp Stricker er°

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,m mal ein guWr Wurf geglückt. Genau so freut sich jedermann, der MAGGI5 SUPPEN kriegen kann!

das KRIEGSWINTERHILFS­WERK IST DAS MACHTVOL­LE BEKENNTNIS ZUR SOZI­ALISTISCHEN GEMEIN­SCHAFT UNSERES VOLKES.

KRIEG SW INTERHILFSWERK

Höchster Wurf beim ,,langen Heinrich^*

Keinem Reifenden ist in den Abteilen der Deut­schen Reichsbahn wohl das bekannte Schildchen ent­gangen, das unwillkürlich bei einer mehr oder we­niger langen Eifenbahnfahrt feine Aufmerksamkeit erregt.Vorsicht bei Gesprächen! Feind hört mit!" Diese Mahnung aus strenger Kriegsnotwendigkeit heraus hat sicherlich ihre Wirkung in den verflosse­nen beiden Fahren auf die Gesprächigkeit vieler Volksgenossen nicht verfehlt. Aber nicht nur hier ha- den wir dem Feind und seiner Spionage in beton­ter Stummheit ein Schnippchen geschlagen, sondern ihm auch noch auf einem anderen Gebiet die Quel­len aur Befriedigung seiner Wißbegier ein für alle­mal verstopft. Denn der Feind kann nicht nur mit« hören, sondern auch mit lesen. Und die Zeitung als solche könnte ihm da manchen Fingerzeig geben, wenn wir ihm das nicht schon seit langem versal­zen hätten.

Sicherlich stellt mancher Zeitungsleser die Frage, warum denn seinem Interesse oder auch seiner Neu­gier dies oder jenes von der Tagespresse vorenthal- ten wird. Die Antwort ist sehr leicht zu geben und lautet: Weil nicht nur der politisch zuverlässige deut- sche Volksgenosse unsere Zeitungen lieft, sondern weil auch der Gegner in ihnen mit angespanntester Auf­merksamkeit herumschnüffelt, um auf etwas für ihn Wissenswertes zu stoßen. Es ist z. B. begreiflich, daß die Bewohner einer Stadt, die in der vergan­genen Nacht einem britischen Luftangriff getrotzt haben, gewissermaßen aus Lokalstolz und, wie um eine Auszeichnung zu erhalten, erwarten, daß der Name ihres Ortes im nächstfolgenden OKW.-Be­richt erwähnt wird. Sie hoffen auch noch ferner,

und unruhig Schlaf aind oft Folien von Blähungen oder Verttopfuni. Geben Sie Ihrem Funde ,,Kufehe , et bleibt dann vor Verdauunßaatörunßen bewahrt, iat ruhiß, zufrieden und ach la ft durch.

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schuhmlttel, regen- und sogar mückenstichsichere Strümpfe wurde nachdrücklich hingewiefen. Em be­sonderer Anziehungspunkt dieser Modenschau War wieder das Verwandlungskleid, das sich mit Hilfe von einfach auszuwechfelnden Garnituren für sechs verschiedene Gelegenheiten zurechtmachen läßt. Eine Kollektion hübscher Nachmittagskleider und eine ge- schmackvoll zusammengestellte Auswahl vckn Braut­kleidern bildeten den Schluß der Modenschau, die sich guten Besuches erfreute und lebhaften Anklang fand.

wenigen Tagen leider eine Persönlichkeit vergessen worden, die unter den ersten genannt zu werden verdient: Max Reger. Als Solist wie als Diri­gent seiner Meininger wird der große Tonschöpfer manchem Konzertbesucher noch in bester Erinnerung sein.

Das erste Solistenkonzert im Jubiläumsjahr des Gießener Konzertvereins findet am kommenden Sonntag in der Universitätsaula statt. Wilhelm Backhaus, dessen Entwicklungsgang von der Zeit seines Auftretens als Wunderkind über die Zeit feiner Militärjahre während des Weltkrieges bis zu den Jahren feines ausgereiften Könnens wir in Gießen kennenlernen konnten, veranstaltet einen Klavierabend, an dem der Künstler Werke von Bach, Schubert, Brahms und Chopin zu Gehör bringen wird.

, Für unsere Kinder!

Wißt ihr noch, wie wir uns gefreut haben, wenn Großmutter uns die schönen Märchen pom Rot­käppchen, von Dornröschen, von Hänsel und Gretel, und wie sie alle heißen, erzählt hat? Auch heute noch ist die Liebe zu schönen Märchen gleich groß. Das sehen wir immer wieder, wenn der Groß- deutsche Rundfunk am Sonntagnachmittag feine Märchenfendungen bringt und unsere Kinder an dem Lautsprecher lauschen.

Noch viel schöner aber ist es, wenn zu den Mär­chen auch dieMchtigen Bilder kommen. Diese große Freude können wir unseren Kindern am kommen­den Wochenende machen, wenn die Sammler der Deutschen Arbeitsfront bei der Straßensammlung für das Kriegswinterhilfswerk des deutschen Volkes

als Zeichen des freiwilligen Opfers, das jeder Volks­genosse gibt, zehn alte, deutsche Volksmärchen über­reichen. Die schönen Märchenbücher werden sicher sehr gefragt fein, und wer es kann, wird für sie gern eine größere Spende geben.

Wintermodenschau im (5afs Wien.

Unter Mitwirkung namhafter deutscher Firmen aus der Damenmode- und Bekleidungsindustrie ver­anstaltete I. M. Ewald Langen, Köln-Leverkusen, in den letzten Tagen eine Wintermodenschau im Cafs Wien. Die Ansagerin Erna Manien, von früheren Veranstaltungen hier bereits bekannt, wies in ihren Erläuterungen darauf hin, daß die Vorführungen keine unerfüllbaren Wunschträume wecken, sondern praktische Anregungen zu einer möglichst geschickten und zweckdienlichen Ausnutzung der Kleiderkarte und einer befriedigenden Lösung der jeder Frau am Herzen liegenden Punktfrage geben wolle. Den Anfang machten felbftgenrbeitete Pullover und Handarbeitskleider, wobei auf die viel­fältigen Möglichkeiten der Verwendung von alten Stoffen und Resten aufmerksam gemacht wurde, wie überhaupt auf die heute durch technisch vervoll­kommnete Schnittmuster sehr erleichterte Selbst­anfertigung Gewicht gelegt wurde. Man sah in modernen Farben und Formen meist sehr ge­schmackvolle Kleider für die verschiedensten Zwecke, auch für unterschiedliche Altersstufen und Figuren, ferner Kostüme und Mäntel, wie sie die neue Mode bevorzugt. Reizvolle Möglichkeiten ergeben sich ge­rade heute für die Anfertigung von Kleidern aus zweierlei Stoff. Auch auf wasserabstoßende Regen-

in ihrer Zeitung eine genaue, möglichst bebilderte Schilderung über den Ablauf dieses Angriffes zu lesen, und sind bann oft enttäuscht, wenn weder das eine noch das andere der Fall ist. Sie vergessen aber, daß es geradezu ein Wahnsinn wäre, dem Feind schwarz auf weiß die Route feines Terror­fluges durch Nennung von Ortsnamen anzugeben. Und wenn das britische Luftfahrtministerium viel- leicht in die Welt posaunt, in der und der Stadt wäre dieses ober jenes Werk zerstört worben, was in Wirklichkeit gar nicht der Fall ist, soll da bie Zeitung schreiben:O nein, ihr Engländer, bas stimmt ja gar nicht, bie Bombenreihe liegt ja brei- hunbert Meter neben dem Ziel in offenem Ge­lände!" Den Teufel wird sie tun! Denn durch solche Angaben lieferte sie dem Feinde ja nur die Mög­lichkeiten an die Hand, feine Angriffstaktik zu über, prüfen, feinen Zielanflug zu korrigieren, um im nächsten Falle besser und dann tatsächlich zu treffen!

Im übrigen: wann in Verbindung mit britischen Bombenangriffen Ortsnamen genannt und wann sie nicht genannt werden, muß der deutsche Volksgenosse vertrauensvoll der militärischen Führung überlassen. Diese weiß genau, was sie da zu tun und dort zu unterlassen hat, und sicher ist vielen Städten schon manches dadurch erspart worden, weil sie vor der Öffentlichkeit einmal nicht ober überhaupt nicht namentlich genannt würben.

Aehnlich kann es sich auch in anberen Fällen ver­halten, wo aus bestimmten Grünben bestimmte Vor­gänge nicht publiziert werden, um der Feindpro­paganda die Möglichkeit zum Mitlesen zu nehmen!

Aus der Stadt Gießen.

Nichts darf verderben!

Das kann man oft sagen hören, besonders wenn man jemanden dabei ertappt, wie er gerade im Mülleimer ober sonstwo etwas verschwinben lassen will, bas er an Eßbarem hat Derberben lassen. Aber nicht nur in ber Stabt kann man bas hören, auch auf dem Lande werben manchmal aus Unachtsam­keit Nahrungsmittel bem Verderb ausgesetzt ober für bie menschliche Ernährung bestimmte Erzeug­nisse dem Vieh als Futter vorgeworfen. Beibes darf unter keinen Umständen fein. Nicht etwa, weil uns der Mangel an diesen Dingen dazu zwingt, sondern weil es ein Unrecht ist, wenn wir das, was wir mühsam errungen haben, verfüttern, ober gar was mir anberrocitig besser verwerten könnten, aus Leichtsinn oder Unachtsamkeit verderben lassen. Die Bißchen" geben in ihrer Gesamtheit ein Viel: ja sie sind sogar in ber Lage, sich auf unsere Markt­leistung auszuwirken. Je sparsamer gewirtschaftet wird, desto größer ist unsere Marktleistung. Unser Landvolk sollte daher darauf achten, daß auf dem Felde, in den Scheunen und im Stall nichts ver­dirbt.

Auch bei der Pflege des Viehs kann man nicht sorgsam genug sein. Eine solche Pflege wird sich stets, fei es in der Milchwirtschaft, der Schweine- zücht ober in ber sonstigen Tierhaltung, durch höhere Leistung lohnen. Die ParoleKampf dem Ver­derb" hat dem Landvolk nicht unwesentlich in sei­nem Ringen um die Nahrungs- und Rohstofffreiheit D"utschsanbs geboten. S'e gilt in alei^roßem Maße für den Erzeuger Wie man mit den Futter­mitteln richtig und sorgfältig umgeht, damit nichts verdirbt, muß allen damit Beschäftigten zur Selbst- verständlichkett werden.

Die Maschinen und Geräte wdllen ebenfalls pfleg­lich behandelt fein, weil schwer Ersatz zu haben ist und weil sie so stets einsatzbereit sind und den Geld­beutel des Bauern dann am wenigsten belasten. Bei 'den Instandsetzungsarbeiten an den Maschinen lernt man aber noch, sie vollkommen zu beherrschen und sich daher auch vor Unfällen besser zu schützen.

An der Erhaltung der Arbeits- und Leistungs- traft haben wir alle größtes Interesse. Deshalb muß neben dem RufKampf dem Verderb" auch überall die MahnungVerhütet Unfälle und Schä­den" beherzigt werden. Freude an der Verantwor­tung und Leistung, die der stärkste Auftrieb für neue Leistung ist muß uns alle beseelen, denn je lieber man seine Arbeit tut, desto leichter geht sie von der Hand und um so besser ist die Zusammen­arbeit mit allen andern.

Dornotneri.

Tageskalender für Freitag.

Stadttheater: 19 UhrNora". Gloria-Palast, Seltersweg: 14 UhrSchneewittchen";Wetter­leuchten um Barbara". Lichtspielhaus, Bahnhof­straße:Kleine Mädchen große Sorgen".

Gießener Konzertring.

In ber Zahl namhafter Künstler, die der Gießener Konzertverein im Verlaufe seiner 150jährigen Ge- schichte kennenlernen durfte, ist in der Notiz vor

Freltag.denll.November

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11. Freitagmiete u. Halbmiete A Erstaufführung!

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folgte, der als Volksschädling wegen fortgesetzten Verbrechens nach den Paragraphen 348, 349 u. a. StGB, zu V/2 Jahren Zuchthaus, 100 RM. Geldstrafe und drei Jahren Ehrverlust verurteilt wurde. Der Angeklagte hatte sich wiederholt an Feldpoftfendungen vergriffen, die an Soldaten ge­richtet waren. Als man ihn festnahm, hatte er zwei Päckchen Zigaretten in der Tasche, die aus einer der Sendungen stammten. Der Angeklagte, der mit dem Sortieren der Feldpostsendungen beschäftigt war, hatte es auf Zigaretten abgesehen und gab zu, daß bie Sucht nach Rauchen für ihn bie Veranlassung war, sich an .Postgut zu vergreisen.

Ebenso,wi^bieser Angeklagte verging sich als Be­amter ber 35sährige Postfacharbeiter Otto Vogel, der auch- der Zigaretten wegen sich einen Feldpost­brief aneignete. Er war gleichfalls nicht nur mit mechanischer Arbeit betraut, sondern hatte auch zu sortieren. Der Angeklagte, ber als Volksschäbling angesehen würbe, erhielt 14 Monate Zucht­haus, 50 RM. Gelbstrafe und drei Jahre Ehr- verlust.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr Samstagnach- mittags geschlossen

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