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Donnokizen.
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jy» hetei HL Tageskalender für Samstag.
ffinführ t StaMtyeater: 19.30 bis 22.30 Uhr ..Boccaccio-.
Gloria-Palast (Seltersweg): „Das Mädchen von
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für die B.
Die Dominiks.
Roman von yellmuth M. Böttcher.
ith Vater hat ihn vergessen. *
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1 »eher an amerikanische Vorbilder erinnert.
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I ts gar schon bei dem iranischen Auftrag ver- ttn. Der Dreißigtausendtonner wird sowieso die lrsen technischen Errungenschaften des deutschen sfbaues zeigen. Die Herren in Teheran sollen » Freude daran haben."
Ir läßt sich unvermitteU auf seinen Schreibstuhl l-r Ein neuer Gedanke blitzt chm durchs Hirn, , y3 fß fort festgehalten werden mutz.
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erfüllt die Gemeinschaftsverpflegung aus der neinschaftskuche eine hohe soziale, aber auch eine tschaftliche Verpflichtung des Betriebes gegen- r seinen Schaffenden, denen dadurch die Arbeit :enehm und das Leben leichter gemacht wird, ullt und geleitet vom nationalsozialistischen Geist Wollen vollzieht sich hier täglich auch ein be° tsames Stuck Dienst für die Volksgemeinschaft, dem immer neue Kräfte erwachsen
ßen Aufgaben unserer Zukunft.
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W Auswahl an Vorräten bzw. an Gartenerzeua« rissen. Eine der Kuchen beispielsweise sorgt von linaer Hand in den Wochen und Monaten der G-" püsezeit dafür, daß reiche Vorräte an Gemüse aller Xrt Im Anschluß an die tägliche Mittagessenberei- tma in großen Behältern eingekocht bzw. einge- pacht werden, die später vom Dorratslager aus in he Kochkessel wandern; eine andere Küche hat un- pittelbar neben dem großen Küchenhaus einen lcnggestreckten Gemüsegarten, in dem ein Gärtner pchts anderes zu tun hat als das Gewürzgemüse tir den Kuchenbetrieb heranzuziehen und damit vor km erfahrenen Küchenchef zu bestehen. Daß ba= tvben auch andere Lebensmittelvorräte, z. B durch he Sonderzuweisungen an Nährmitteln je nach Maßgabe des Bedarfs vorhanden sind, damit stets -les für die Zubereitung einer guten Kost getan -erden kann, versteht sich von selbst. Kühlraume uid -Einrichtungen ermöglichen die gute Ausbe- «ahrung der Vorräte, ebenso dienen luftige Lagcr- kcume in den Kellern diesem Zwecke. Und so können Ijutn die Männer und Frauen, die aus diesen Ge- »einschaftsküchen essen, an jedem Morgen die Ge- Vßheit haben, daß ihnen zur Mittagszeit ein gutes und kräftiges Mahl am Ausgabeschalter der jsiche verabreicht wird.
Bevor es aber dazu kommen kann, sind seitens ter Essenbezieher an jedem Wochenbeginn zwei tüchtige Verplichtungen zu erfüllen: erstens müssen ft die nach den Richtlinien der Deutschen Arbeits- spnt festgesetzte Menge an Fleisch- und Fettmarken ätgeben — wobei aber durchaus ,chie Kirche im $)ife bleibt", so daß sich keiner beschweren kann —, -reitens müssen die Eßmarken für die Woche be- »hlt werden, wobei es aber ebenfalls für niemand -hmerzen in der Geldtasche gibt. In den Gemein- ijaftsküchen der Betriebe im Gießener Wirischafts- «ssrk werden nämlich für jedes Mittagessen täglich «ir zwischen 20 bis 60 Pfg. bezahlt, d. h. in einem J trieb kostet jedes Mittagessen den Bezieher IPfg., in einem anderen Betrieb kostet es 40 Pfg., feder in einem anderen Betrieb lind 60 Pfg. zu llen. Daß bei diesen Essenpreisen die Firmen schösse zum täglichen Küchenbetrieb leisten müssen, ohne weiteres klar; sie sehen diese Zuschußleistung >r als eine soziale Verpflichtung gegenüber ihrer 'olgschaft an, die sie im Geiste der echten Arbeits- eradschaft gern erfüllen. Damit vollbringen sie lich ein Stück Sozialismus der Tat! Beides, die einschaftsverpflegung sowohl als auch die be- ibene Höhe des Essenpreises des Schaffenden, d von diesen den Betriebsführungen mit An- eßrnnung und Zufriedenheit angemerkt; dabei wird dem löblichen Wirken der Kameraden und Ka- rabinnen in der Küche mit freundlicher Gesinnung ankt.
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M^^irdrich Dominik beginnt zu zeichnen. Linien, ,Aei Maschinenelemente erscheinen in kritzeligen
^nf° sinnvollem Wirrwarr auf seinem Lösch- lvartet eine Weile. Dann geht er still
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die v Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)
ir Irtr alte Herr kommt nicht zur Antwort. Denn f -AS1 !t plötzlich einen neuen Gedanken im Sinn.
kr -Tebrigens... ich zerbreche mir in den letzten iet ,L wieder den Kopf über ein Problem, das r schon seit zehn, seit zwanzig Jahren beschäf- e fie ° \ - ty, nämlich, ob es nicht möglich wäre, die Pro- , merot - ;*jEern>eUen an unseren Schiffen besser zu schützen.
nfJi« 5er jetzigen Anordnung, wo bas hintere Ende i Eweit aus dem Steven heraussieht, kann die ipse. -0' llitnte Beschädigung das gättze Schiff manövrier- 'Eng machen. Man müßte sehen, einen Weg zu >«Wer, auch während der Fahrt jederzeit Repara- os^-d oom Schiff aus vorzunehmen."
^mir^<L‘^enn dos ginge?" Nissen tastet mit der neuen bu mit Lietzendorf darüber gespro- eit^-Ä Hü Antwort des Alten klingt barsch.
n weiß keinen Ausweg. Lietzendorf hat feine
lttasie. Lietzendorf ist ein Maschinenknecht." t geht ein paarmal durch Zimmer und denkt
ö". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Melodie Liebe".
Tageskalender für Sonntag.
Rktodtcheater: 19 bis 21 Uhr „Großer Herr auf kl per Insel". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Das n von Fanö". — Lichtspielhaus (Bahnhof- „Melodie der Liebe". — Turnverein 1846: r Bahnübergang Frankfurter Straße Abmarsch Wetzlar-Finfterloh.
Stadttheater Gießen.
i heutigen Samstag findet auf vielseitigen sch eine einmalige Wiederholung der erfolg« Men Aufführung von „Boccaccio", Operette von pö, statt. Musikalische Leitung: Arthur Apelt. ößelleitung: Reinhard Lehmann (Landestheater stadt a. G.) Bühnenbild: Karl Löffler. Tanz- g: Irmgard Trömel. Außer Miete.
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Die Heilkräuter im Juni.
Der Monat Juni beschert uns eine reiche Menge wichtiger Hellkräuter, an denen wir keinesfalls achtlos vorübergehen sollten. Im folgenden sind sie aufgeführt. lieber ihre mengenmäßige Erfassung gibt jederzeit gern der jeweilige Kreissachbearbeiter der Reichsarbeitsgemeinschaft für Heilpflanzenkunde und Heilpflanzenbeschaffung Auskunft.
1. B i r k e n b l ä t t e r. Sammelgut: Blätter mit Stielen.
2. Brombeerblätter. Am begehrtesten ist reine Blattware, also Einzelblätter mit Stielen.
3. Erdbeerblätter. Gartenerdbeerblätter ohne Stiele, Walderdbeerblätter mit Stielen.
4. Quendel oder Feldthymian. Sammelgut bas blühende Kraut, also der ganze oberirdische Pflanzenteil.
5. Gänsefingerkraut. Sammelgut: Oberirdischer Teil.
6. Hirtentäschelkraut. Sammelgut: Oberirdischer Teil.
7. Holunderblüten. Sammelgut: Die Blütentrauben ohne Zweig- und Blatteile.
8. Holunderblätter. Blätter mit Stielen. Gaubedarf gering.
9. Huflattichblätter. Grüne Blätter ohne Stiele. (Sehr großer Bedarf. Nicht drücken!)
10. Johanniskraut. Das blühende Kraut höchstens 30 cm von der Blüte abwärts.
11. Lindenblüten. Vollerblühte Blüten mit Flügelblättern, keine Fruchtansätze.
12. Schachtelhalmtraut. Die oberirdischen grünen Teile, keinen Wald- ober Sumpfschachtelhalm.
13. Spitzwegerichblätter. Nur grüne Blätter, nicht drücken!
14. Stiefmütterchenkraut. Das ganze blühende Kraut, blau und gelb blühendes getrennt abliefern.
15. Taubnesselblüten. Ausgezupfte Blüten. Im Backofen bei 70 Grad künstlich nachtrocknen. Gaubedarf sehr gering.
16. Vogelknöterich. Das ganze oberirdische Kraut.
17. Waldmeister. Das ganze blühende Kraut, während der ganzen Blütezeit sammelbar.
18. W u n d kl e e b l ü t e n. Nur Blüten ohne Stengel.
SJl.-fport
Oer morgige Fußballsonntag.
Dillenburg — Wetzlar 05
Burgsolms — VfL. Marburg
Nachdem die Dillenburger gegen Fleißbach sich durchgesetzt haben, spielen sie im Vorspiel auf eigenem Gelände gegen den Staffelsieger Wetzlar 05. Die Dillenburger, die innerhalb chrer Gruppe so gut wie keine schweren Gegner hatten, sollten für einen Kampf, wie ihn der gegen Wetzlar darstellt, nicht die nötige Spielerfahrung haben. Wir erwarten Wetzlar als sicheren Sieger.
„Die Burgsolmser spielen gegen Marburg und dürften gewinnen, zumal die besten Spieler der Marburger in der Stadtmannschast gegen Gießen stehen.
Ltadtmanufchafl Marburg—Stadlmannschaft Gießen.
Die Gießener fahren in sehr starker Besetzung nach Marburg. Sie setzen damit die Serie der Stadtspiele fort, die im Einvernehmen mit der Bezirksführung und den Vereinsführern beschlossen wurde, um auf diese Weise auch große Mannschaften nach Gießen verpflichten zu können. Die Marburger haben bei ihren letzten Spielen in der Bezirksklasse eine wesentliche Hebung ihrer Spielstärke zeigen können. Da die Germanen ebenfalls über sehr gute Spieler verfügen, wird die Gießener Stadtmannschaft im Marburger Stadion auf eine Vertretung stoßen, die sie zur Hergabe ihres ganzen Könnens zwingt. Da Harnisch, Deeg und Weniger nicht zur Verfügung stehen, war eine Umgruppierung der Stadtmannschaft notwendig. In der geplanten Aufstellung dürfte sie nicht schwächer sein, als die Mannschaft, die gegen die Luftwaffe
unentschieden spielte. Wir erwarten von chr, daß sie weitere Erfahrungen für das Städtespiel Kassel aegen Gießen, das anfangs Juli auf dem Waldsportplatz zum Austrag kommt, sammelt.
Hessens Aufstiegsspiele.
An den Aufstiegsspielen zur hessischen Fußball- Bereichsklasse werden sich sechs Mannschaften beteiligen. In der <5Übgruppe sind es Wetzlar 05, Germania Niederrodenbach und der noch nicht feststehende Friedberger Meister, in der Nordgruppe 1860 Marburg, SG- Petersberg und BV. 06 Kassel. Die Termine für die Aufstiegsspiele wurden wie folgt festgelegt:
Südgruppe: 22. Juni (Rückspiel 13. Juli): Wetzlar 05 — Germania Niederrodenbach; 29. Juni (20. Juli): Germania Niederrodenbach — Staffelsieger Friedberg; 6. Juli (27. Juli): Friedberg — Wetzlar 05.
Nordgruppe: 22. Juni (13. Juli): 1860 Marburg — SG. Petersberg; 29. Juni (20. Juli): SG. Petersberg — BV. 06 Kassel; 6.-Juli (27. Juli): BV. 06 Kassel — 1860 Marburg.
Handball-Endspiel in Kassel.
Das wichtigste Ereignis im großdeutschen Handballsport, bas Endspiel um die Deutsche Meisterschaft des Jahres 1941, wunde nach Kassel vergeben. Hierbei stehen sich am 29. Juni der Polizei- SV. Hamburg und der MSV. Hindenburg Minden gegenüber. Die Ueberiragung des Endspiels durch den NSRL. bedeutet für den hessischen Handballsport die schönste Anerkennung der in den letzten Jahren geleisteten unermüdlichen Arbeit.
Nationalsozialistischer Bund Deutscher Technik (NGOBT.)
Das Juni-Mitgliedertreffen fand am 11. Juni im Hotel Hopfeld statt. Im Mittelpunkt standen zwei Kurz-Referate. Zuerst spracb Pg. Dr.-Jng. Schellenberg über eine in der Entwicklung und im Laboratorium zu einem gewissen Abschluß gekommene neue technische Einrichtung. Die Ausführungen wurden mit großem Interesse entgegengenommen. Dann sprach Pg. Jng. P. Rohrer über „Refa-Grundgedanken und deren Durchführung als wirtschaftspolitische Notwendigkeit." Die Ausführungen waren getragen von der Gründlichkeit und der großen Verantwortung der damit beauftragten Ingenieure. Welch' große Leistung die moderne deutsche Fertigungstechnik vollbracht hat, ist mit erkennbar an den unerreichten Leistungen unserer stolzen Wehrmacht. Es wird einem späteren Zeitpunkt überlassen bleiben, darüber ausführlicher zu berichten. Die Ausführungen des Redners fanden bei den Mitgliedern aller Fachgrupven das lebhafteste Interesse und wurden mit besonderem Beifall ausgenommen. Der mit der Stellvertretung bes wieder zur Wehrmacht einberufenen Kreisamts-
Vielleicht hat er's nicht ganz so schlimm getrieben wie beispielsweise John D. Rockefeller, der 1855 mit vier Dollar Wochenlohn anfing und es schon 1907 so weit aebrad)t hatte, daß das Bundesgericht in Chikago ihn der Bestechung und anderer De- lckte in 1462 Fällen für schuldig befand. Rockefeller bekam damals für jeden Fall die Höchststrafe von 20 000 Dollar aufgeknackt, das waren umgerechnet in deutsche Währung 123 Millionen Mark guter, ehrlicher Vorkriegswahrung. — Er blieb sie schuldig. Bis heute.
Zu so'großzügiger Arbeit hat's bei Lind nicht gelangt Äber ähnlich wie der große Oelmann hat auch er als kleiner Angestellter begonnen. Und w'.e dieser zunächst einen Sozius suchte, schloß Lind sich mit Henner Walk zusammen, einem Kornissionär, der Geld besaß, während Lind seine jungen Erfahrungen und seinen ehernen Fleiß ins Geschäft einschoß. Zwei Jahre später hatte Henner Welk die Erfahrungen und Lind das Geld. Es gab einen Krach. Die gemeinsame Firma ging darüber in die Brüche. Aber Lind hatte jetzt so viel Mittel hinter sich, daß er in dem gemeinsam mit Klaus Stornier gegründeten neuen Unternehmen von vornherein die finanzielle Führung hatte, während Stornier seine glanzenden geschäftlichen Verbindungen mitbrachte. Dafür dauerte diesmal die Ehe auch bloß achtzehn Monate. Dann gab es wieder einen Skandal, und Lind stand erneut allein, jedoch mit einem recht erfreulichen Bankkonto da.
Das war bald nach der Jahrhundertwende gewesen. Damals lag gerade die Norddeutsche Werft schief. Frank Kiepen'yeuer, der Besitzer, war nicht der richtige Mann für ein solches Unternehmen, das einen ganzen Kopf erforderte. Er suchte einen Sozius, der Geld mitbrachte und tüchttg genug war, die Karre aus dem Dreck zu holen. Das war für Mattheus Lind das richtige Feld.
Aber auch hier versagte seine Arbeitskraft. Es ging weiter bergab mit der Norddeutschen Werft. Vielleicht lag's daran, daß Kiepenheuer sehr eigensinnig war und seine Dispositionen unter allen Umstanden durchsetzen wollte. Vielleicht brachte auch Lind zunächst für die Leitung einer Werft nicht d'e erforderlichen Erfahrungen mit Es gab jedenfalls alle Tage Krach zwischen den beiden Teilhabern, und zwar mit solcher Regelmäßigkeit, daß die An- geftellten schon darauf warteten und ihre Wetten
leiters, Pg. Dipl.-Jng. Schafner, beauftragte Pg. Jng. Mersch schloß das Treffen mit dem Treugruß an den Führer.
Faltschachtel oder Papierbeutel.
Beide bergen die gleiche Qualität
Es konnte beobachtet werden, daß ein großer Teil der Hausfrauen das Wafch-(Seifen-)pulver, das in Faltschachteln auf den Markt kommt, dem Wasch-(Seifen-)pulver in Papierbeuteln bei ihren Einkäufen vorzieht. Diese Einstellung der Hausfrau ist unbegründet, denn der Inhalt des Papierbeutels ist sowohl hinsichtlich der Güte, als auch in Bezug auf die Menge der gleiche wie der einer Faltschachtel, da das Wasch-(Seifen-)pulver von sämtlichen Fabrikianten nach einer bestimmten Vorschrift in gleicher Zusammensetzung hergestellt wird. Nicht jede Firma verfügt über eine maschinelle Einrichtung zur Verpackung des Wasch-(Seifen-)pulvers in Faltschachteln, und ist deshalb gezwungen, das Wasch-(Seifen-)pulver in Papierbeuteln zu liefern. Die Hausfrau hilft Rohstoffe sparen — Papierbeutel erfordern weniger Rohstoffe als Falffchach- teln — wenn sie bei ihren Einkäufen mehr Wert auf den Inh all als auf die Verpackung legt.
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darüber abschlossen, ob nun dieses Mal Lind das Zimmer Kiepenheuers mit Protest verlassen oder Kiepenheuer aus Linds Zimmer fliegen würde.
Nach zehn Monaten waren die Verhältnisse unhaltbar geworden, und Lind stellte seinen Sozius vor die Alternative, ihm entweder seine Geldeinschüsse zurückzuzahlen oder selbst von der Bildfläche zu verschwinden. Kiepenheuer fträubte sich noch drei Monate lang. Er konnte weder das eine, noch wollte er das andere.
Da setzte Lind, der die finanzielle Leitung der Werft hatte, alles auf eine Karte und ließ hintereinander vier Wechsel zu Protest gehen. In den nächsten Wochen regnete es Wechsettlagen und Zahlungsbefehle angsllich gewordener Lieferanten.
Kiepenheuer begriff: er hatte verloren. Er bot Lind seine Beteiligung für einen Pappenstiel an
Für einen Pappenstiel! Es war immerhin eine halbe Million, die Lind außer seinem alten Anteil auf die Beine bringen mußte. Und er war damals noch immer ein verhältnismäßig kleiner Mann, dem es verdammt schwer wurde, eine Anzahlung in dieser Höhe zusammenzupumpen, noch dazu für ein Unternehmen, das schon feit langem krebste, das eben nicht einmal in der »Lage gewesen war, seine Wechselverbindlichkeiten zu erfüllen und bei dem der Gerichtsvollzieher der häufigste Gast war.
Schlimm roar’s auch, daß gerade um die gleiche Zeit Friedrich Dominik mit seinem Konkurrenzunternehmen zweitausend Meter flußabwärts eine schwere Schlagseite erlitten hatte und daß auch die anderen Wersten schwer kämpfen mußten. Da wagte es kein vorsichtiger Kaufmann, gerade im Schiffsraum sein Geld anzulegen.
Aber Lind hatte Glück.
Gerade um jene Zeit sprach der deutsche Kaiser fein berühmtes Wort von den Meeren, die nicht trennen, sondern verbinden. Und denen, die noch nicht begriffen hatten, wie er es meinte, hämmerte er es zum zweiten Male ein: „Unsere Zukunst liegt auf dem Wasser."
Das schlug ein. Und Lind kriegte das Geld mit einem Male zusammen. Den Anfang machte die Mitgift von Martha Spreckels, die er damals heiratete. Und als man in der Hansestadt sah, daß dem alten Spreckels seine Hunderttausender nicht zu schade waren für ein Geschäft, das Mattheus ßinb führte, da kamen auch andere mit ihren An-
Treibt Seidenbau.
Seide ist ein für unsere Luftwaffe unentbehrlicher Rohstoff. Die deutsche Kokonerzeugung dient in steigendem Umfange der Deckung dieses Bedarfs. Mit den diesjährigen Seidenraupenzuchten ist nunmehr begonnen worden, und viele taufend Seidenbauer hoffen, ein gutes Ergebnis aus ihrer Arbeit zu erzielen. Der Bedeutung der Kokonerzeugung entsprechend haben verschiedene Organisationen der Partei zur Mitarbeit aufgerufen, so die Reichs- jugendführung, die NS.-Frauenschaft und die NSV., „Hilfswerk Mutter und Kind". In den Schulen wird bekanntlich Seidenbau im Unterricht durchgeführt. Die Zahl der mitarbeitenden Schulen hat sich gegenüber dem Vorjahre, entsprechend der inzwischen erntereif gewordenen Maulbeerpflanzungen, um ein Bedeutendes vermehrt. Alle ertragsfähigen Maulbeerkulturen für die wichtige Erzeugung der Seide auszunutzen, ist die Forderung, zu deren Erfüllung auch die Mitglieder der obengenannten Organisationen aufgerufen werden. \
Gießener Dochenmarktpreise.
* Gießen, 14. Juni. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, Vi kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln, alte, 5 kg 47, neue, '2 kg 25, gelbe Rüben 25 bis 32, Spargel 70, Mischgemüse 15, Tomaten 65, Rhabarber 12 bis 15, Lauch 24, Sellerie 21, Blumenkohl, das Stück 1,50 RM., Salat 8 bis 12 Rpf., Salatgurken 40 bis 80, Oberkohlrabi 12 bis 15, Rettich 15 bis 20, Radieschen, das Bund 9 bis 12.
Strafkammer Gießen.
Der Paul Spilgies in Vilbel hatte sich gestern wegen Rückfalldiebstahls und Unterschlagung, der I. R., der F. W. K. und der M R., alle in Vilbel, wegen Hehlerei zu verantworten. Spil- a i e s, ein einschlägig wiederholt vorbestrafter Mensch, hatte in der Zeit vpm Oktober 1939 bis 18. Januar 1941 bei einem Landwirt in Vilbel etwa 9 Zentner Weizen, etwa 1,5 Zentner Gerste, 1 Zentner Gerstenschrot, 1 kleinen Sack mit Misch-. futter (Weizen und Hafer) entwendet und etwa 70 Liter Vollmilch, die ihm von dem Landwirt zur ordnungsmäßigen Ablieferung an Kunden anver- traut waren, für sich behalten. Die übrigen Angeklagten waren beschuldigt, Spilgies zu den strafbaren Handlungen veranlaßt und die von ihm entwendeten Sachen (Frucht und Milch), von denen sie wußten oder den Umständen nach annehmen mußten, daß sie durch Diebstahl und Unterschlagung erlangt waren, an sich gebracht zu haben. Der Anklagevertreter beantragte gegen Sp. zwei Jahre Zuchthaus, gegen I. R. zwei Monate und gegen K. und M. R. je vier Monate Gefängnis. Die An, geklagten wurden wie folgt verurteilt. Spilgies erhielt wegen Rückfallsdiebstahl zwei Jahre Zuchthaus, auf die vier Monate der Untersuchungshaft angerechnet werden, die übrigen Angeklagten erhielten wegen Hehlerei je zwei Monate Gefängnis. In der Urteilsbegründung wurde ausgeführt, Spilgies fei ein Gewohnheitsdieb, der die Finger nicht von fremdem Eigentum lassen könne und dem mildernde Umstände nicht zugebilligt werden könnten. Den übrigen Angeklagten habe nicht nachgewiefen werden können, daß sie den Sp. zu feinen Straftaten bestimmt hätten. Bei K. und M. R. kam die seitherige Unbescholtenheit strafmildernd in Betracht.
Landkreis Gießen.
* Steinbach, 14. Juni. Das Fest der silbernen Hochzeit begehen am kommenden Montag, 16. Juni, die Eheleute Karl Haas und Frau Anna, geb. Haas VII., Adolf-Hitler-Straße 113 wohnhaft. Dem Jubilar herzlichen Glückwunsch.
IWie man Putzlappen spart • e
Zum Nachpolieren genügt beim Herdputz oft eine zerknüllte Zeitung an Stelle eines weichen Lappens. Zum Putzen selbst aber soll man stets einen feuchten Lappen nehmen, weil man damit weiter kommt.
WEEN Herdputzpulver
aus der -Fabrik
• ist gut und ausgiebig.
lagegelbern. Keiner von ihnen hat es je bereut. Denn die Werft von Mattheus Lind ist in -wenigen Jahren aufgeblüht. Gewiß, es war nicht allein das Verdienst Linds. Die Konjunktur half. Gleich nach dem Kaiserwort begann sie. Der russisch-japanische Krieg brachte eine weitere Blüte. Sie^ hielt lange an. Und als sie nachließ, war Lind stark genug, es aushalten zu können.
Seitdem gibt es in der Stadt Leute genug, die sagen, daß Martha Spreckels doch eine gute Partie gemacht hat. Dor dreißig Jahren behaupteten sie dasselbe von Lind. Wie Martha darüber selbst denkt, weiß keiner.
Sie spricht nie über ihre Ehe.
Und dabei ist die Norddeutsche Werst nur ein bescheidener Teil des von Lind kontrollierten Vermögens. Es kommt noch allerhand da^u. Aber der Drittelanteil an der Dominik-Werft ist wohl der größte Betrag, der auf einer Karte steht. Und das sollte eigentlich ein Grund fein, daß er und Dominik sich vertrügen. Zumal sie die gleiche Schulbank gedrückt haben und sich noch heute duzen.
Aber sie sind Feinde. Seit dreißig Jahren. Seit damals, als Lind sich verheiratete und die Werft auf dem anderen Flußufer an sich brachte.
' Vielleicht hat das der Konkurrenzkampf mit sich gebracht. Beide haben sich gegenseitig geschadet, wo sie nur konnten. Die Käufer ihrer Schiffe haben stets den Nutzen davon gehabt. Also müssen die Gründe wohl tiefer liegen als bloß beim Wettbewerb im Geldverdienen.
Man munkelte stüher in der Stadt allerhand. Die Leute wissen ja so viel.
Aber in den letzten Jahren ist es stiller geworden um das alte Gerücht.
Die Leute von früher — miterlebt haben es die wenigsten. Und die sind zumeist längst ins Grad gegangen. Wer noch übrig ist und etwas weiß, hält den Mund. Er hat mit seinen eigenen Sorgen genug zu tun. Lind wie Dominik sind große Männer geworden seit damals, wo der Streit begann. Da paßt der alte Maßstab nicht mehr, und außerdem ...
Man spricht nicht viel über die persönlichen Angelegenheiten von Männern, die einem schaden können. Dazu ist man zu klug und zu vorsichtig. In solch einer Stadt, wo jeder jeden kennt, haben die Wände Ohren.
(Fortsetzung folgt)


