Ausgabe 
13.6.1941
 
Einzelbild herunterladen

fchen und deutschen Bevölkerung einzog. Im wei­teren Vordringen über Karlstadt nahm sie die Ver­bindung mit dem rechten Flügel einer aus dem Raum ostwärts Triest vormarschierenden italieni« schen Armee auf.

Auflösung beim Feinde.

3Xod) vor Ablauf der ersten Woche des Feld- juges konnte mehr als die Hälfte des jugosla- wlfchsn Heeres als vernichtet gelten. Die kroati­schen Truppen legten die Waffen nieder. Ein am 10. April aufgefangener offener Funkspruch des jugoslawischen Oberbefehlshabers bewies, daß ihm zu diesem Zeitpunkt schon die Füh­rung seiner Truppen völlig entglitten war.

Zur Auflösung des serbischen Heeres hat die Luftwaffe durch rasche Niederkämpfung der jugoslawischen Fliegertruppen, unmittelbares Ein­greifen in den Erdkampf und ständige Einwirkung auf die feindlichen Verbindungs- und Nachschub­wege in hohem Maße beigetragen. Im übrigen hat die serbische Armee nach den ersten harten Schlägen nur noch geringe Standfestigkeit gezeigt.

Bald darauf erfüllte sich auch das Schicksal der serbischen Haupt st a d t. Von Nordwesten näherten sich ihr Schnelle Truppen der Armee Weich s, von Temesoar ein aus Waffen-^ und motorisierter Infanterie zusammengesetztes Korps der Armee List. Von Süden vordringende Pan- zergruppen der Gruppe K l e i st kämpften sich durch starke feindliche Kräfte hindurch und nahmen

am 12. April die Belgrad beherrschende höhe Avalla. Am Abend dieses Tages setzt^ der ^auptsturm- führer Klingenberg mit wenigen -^-Männern über die Donau, deren Uebergänge zerstört- waren, und drang in Belgrad ein. In Der Nacht erreich­ten die vordersten Teile der von Westen her vor­gehenden Schnellen Verbände den Stadtrand, in der Frühe des 13. April hielt Generaloberst von Kleist an der Spitze seiner Panzertruppen den Ein­zug in die serbische Hauptstadt.

Gleichzeitig mit diesen Ereignissen war eine u n - garische Armee zwischen Drau und Theiß auf Osijek und nach dem Durchbruch durch mehrere feindliche Grenzstellungen bis zur Donau bei- derseits Neusatz vorgestoßen. Die letzten kampf­kräftigen Reste des jugoslawischen Heeres gingen fluchtartig in den Raum um Sarajevo und in das bosnisch-montenegrinische Bergland zurück. Von Karlstadt her, über den Unterlauf der Save sowie aus dem Raum BelgradNisch folgten deutsche Schnelle Truppen dem Feinde auf den Fersen.

Am 15. April wurde Sarajevo erreicht. Zwei Tage später nahmen italienische motorisierte Kräfte, die von Norden und Süden entlang der dalmati­nischen Küste vorgegangen waren, M o st a r, Ra- gusa und C a t t a r o.

Am Abend des 17. April wurde nach zwei­tägigen Verhandlungen in Belgrad und Sara­jevo die bedingungslose Kapitula­tion der gesamten jugoslawischen Wehrmacht unterzeichnet.

Der Feldzug in Griechenland.

Mit der Niederwerfung Jugoslawiens in einem Feldzug von noch nicht zwölf Tagen war für die Armee des Generalfeldmarschalls List eine sichere Grundlage für die weiteren Operationen gegen Griechenland geschaffen.

Auf ihrem rechten Flügel war schon am 10. April eine motorisierte Abteilung über die griechische Grenze bis Florina vorgestoßen. Die hier erst­mals auftretenden britischen Truppen wur­den von Schnellen Verbänden des Heeres und der Waffen-^ in mehrtägigen heftigen Kämpfen bis hinter den Aliakmon zurückgeworfen. Am 14. April wurde Kozani genommen und südost­wärts davon ein Brückenkopf erkämpft. Andere aus der Ge-end von Saloniki vorgegangene Teile der Armee hatten inzwischen an mehereren Stellen den Uebergang über den Unterlauf des Aliakmon erzwungen. An der Küste entlang stießen Panzer­kräfte bis in höhe des Olymp vor. In Albanien trat der linke italienische Flügel zum Angriff an und nahm am 15. April Koritsa. Umfangreiche Straßen- und Brückenzerstörungen und durch Regen und Schnee aufgeweichte Wege erschwerten auf der ganzen Front das Vorwärtskommen der verbündeten Truppen.

Bei Kastoria, am mittleren Aliakmon und beider­seits des Olymp versuchten zäh kämpfende Nach­huten den eiligen Rückzug der britischen Truppen auf ihre Einschiffungshäfen zu decken. Unter dem verstärkten Druck beider Flügel der An­griffsfront begann der Gegner am 18. April zu weichen. Die deutschen Truppen drängten scharf nach; auf dem fast 3000 Meter hohen Gipfel des Olymp hißten Gebirgsjäger die Reichskriegs- flagge. Auch von dem Nordteil der italienischen Front in Albanien begann der Feind unter Auf­lösungserscheinungen zu weichen. Etwa 20 000 Grie­chen, die über das Pindosgebirge zu entkommen versuchten, ergaben sich den deutschen Truppen.

Am 19. April nahm eine Panzerdivision den Straßenknotenpunkt Larissa, eine andere stieß in ausholender Verfolgung über Trikkala bis Samia vor. Während Gebirgs- und Schnelle Truppen stärkere britische Kräfte schlugen, drang die Leibstandarte Adolf Hitler durch das Pindos­gebirge kämpfend über den fast 1500 Meter hohen Paß von Metsovon bis Jannina durch.

Damit war den aus Albanien zurückgehenden griechischen Kräften die einzige Rückzugsstraße ab­geschnitten.

Am 23. April kapttulierke die von deutschen und italienischen Truppen eingeschlossene Maze­donien- und Epirus-Armee unter ehrenvollen Bedingungen.

In Athen und auf dem Peloponnes.

Am historischen Engpaß der Thermopylen bei Molos und in der Enge des heutigen Stra­ßenzuges stellten sich nochmals starke britische Nach­huten zum Kampf. Teile der einzigen noch am Feind stehenden deutschen Panzerdivision griffen, von Sturzkampffliegern unterstützt, die seit Mo­naten aufgebauten Stellungen an und brachen in sie ein. In Gewaltmärschen heraneilende Gebirgs­truppen arbeiteten sich durch das zerklüftete Berg­land vor und öffneten den Panzerkräften den Weg. In wenigen Tagen war damit diese letzte, dem Gelände nach besonders starke feindliche Wider­standslinie bezwungen. In unaufhaltsamer Verfol­gung wurde am 25. April Theben erreicht, wäh­rend eine andere an der Nord spitze der Insel Euböa gelandete motorisierte Abteilung über Chalkis wieder auf das Festland vorstieß. Zwei Tage später zogen Die ersten deutschen Truppen m die griechische hauptstadt ein.

Am Morgen des vorhergehenden Tages war es deutschen Fallschirmtruppen gelungen, Stadt und Enge von Korinth aus der Luft in Besitz zu nehmen und damit die einzige Landverbindung von Nord« und Südgriechenland sowie den beson­ders wichtigen Seeweg durch den Kanal von Ko­rinth zu sichern, hierbei wurden über 900 Briten und 1450 Griechen gefangengenommen sowie zahl­reiches Kriegsgerät erbeutet. Westlich des Pindos- Gebirges erreichte die Leibstandarte in ungestümem Vormarsch den Golf von Patras und erzwang den Uebergang über die Meerenge.

Heber den Peloponnes stießen zunächst Fall- fchirmttuppen und hinter ihnen motorisierte Trup­pen unverzüglich bis zu den Häfen Argos und Kalamai durch und nahmen mehrere tausend Briten und versprengte Serben, denen die Flucht über das Meer nicht mehr geglückt war, gefangen. Teile der Armee List setzten während dieser Ope­rationen in bereitgestellten Schiffen über b i e 21 eg ä i s und nahmen die Inseln Thaos, Sa- motyrake, Lemnos, Mytilene und Chios sowie mehrere kleinere Inseln in Besitz. Italienische Kräfte bemächtigten sich der Ionischen Inseln und vom Dodekanes aus der Eykladen.

3n drei Wochen ein vollständiger Sieg.

Durch die nach den Weisungen des F ü h r e r s und Obersten Befehlshabers der Wehrmacht vom Oberbefehlshaber des Heeres, Generalfeldmar­schall von Brauchitsch, und dem Ehef des Generalstabes, Generaloberst Halder, gelei­teten Operationen des Heeres wurde im Verein mit Teilen des italienischen und ungarischen' Heeres in dreiwöchigem Feldzug mit einem Mindestmaß an Kräften ein vollständiger Sieg errungen. Von den bereitgestelllen Ver­bänden des Heeres kamen nur zwei Drittel zum Einsatz, im Kampf gegen die Briten stan­den nur fünf Verbände, darunter zwei Panzer­divisionen, von denen eine noch während der Operationen angehalten und, da nicht mehr be­nötigt, zurückgezogen wurde.

Die Zahl Der in diesen Kämpfen von deutschen Truppen eingebrachten Gefangenen beträgt nach noch nicht abgeschlossener Zählung

an Serben 6 298 O

an Briten 324 O

an Griechen rund 8 000 O insgesamt also über 14 600 O

fiziere u. 337 864 Mann, fiziere u. 10 900 Mann, fiziere u. 210 000 Mann, fiziere u. 558 700 Mann.

Die in Gefangenschaft geratenen Soldaten deut­scher und verbündeter Volkszugehörigkeit sind in diesen Zahlen nicht enthalten. Sie wurden ebenso wie Die Griechen in ihre Heimat entlassen.

Erbeutet wurden nach der bisherigen Zäh- hing über 1500 Geschütze, rund 600 000 Handfeuer­waffen, Hunderte von gepanzerten und anderen Kraftfahrzeugen und zahlloses sonstiges Kriegsge­rät aller Art.

Vorbereitung und Durchführung des Feldzuges auf dem Balkan stellten höchste Anforderungen an Führung und Truppe. Panzerverbände kämpften in einem Gelände, das bisher für Den Kampfwagen als ungangbar , galt. Motorisierte Truppen des Heeres und der Waffen-^ folgten dem Gegner Tag und Nacht durch schwierigstes Gebirgsgelände, häufig auf grundlosen, verschneiten oder vereisten Wegen. Gebirgsdivisionen bewährten sich beim Durchbruch durch von Natur starke, seit Monaten ausgebaute und vom Gegner zäh verteidigte Stel­lungen erneut in besonderem Maße. Für den Ein- satz im- Hochgebirge ungenügend ausgerüstete In­fanterie-Divisionen vollbrachten oft unter schweren Kämpfen einzig dastehende Marschleistungen.

Die Luftwaffe unter der Obersten Führung des Reichsmarschalls machte es dem Geg­ner durch rasche Niederkämpfung feiner Flieger­

truppen und Behauptung der Luftüberleaenheit während des ganzen Feldzuges unmöglich, den planmäßigen Verlauf der eigenen Operationen aus der Luft zu stören.

In vorbildlicher Zusammenarbeit unterstützte sie das Heer durch unausgesetzte Nah- und Fernauf­klärung, erleichterte ihm durch Einsatz von Sturz­kampsverbänden den Durchbruch durch die feind­lichen Hauptwiderstandslinien und beschleunigte durch Tag- und Nachtangriffe auf den weichenden Feind und seine rückwärtigen Verbindungen die Auflösung des Gegners. Flaktruppen begleiteten und unterstützten die Panzer- und Infanteriedivi­sionen guf ihrem ungestümen Vormarsch. Besonders große Erfolge errangen Kampf-' und Sturzkampf- verbände durch fortgesetzten Einsatz auf die feind­lichen Transportschiffe im Seegebiet um Griechen­land. Der planmäßige Abzug der Briten wurde hierdurch verhindert, der englische Schiffsraum aufs schwerste getroffen.

Die letzte Zuflucht der Briten.

Nach der Besitznahme des gesamten griechischen Festlandes und der Aegäischen Inseln durch die Achsenmächte blieb den Briten als letzter Rest ihrer geplanten Position auf dem Balkan nur noch Kreta. Als starker Lust- und Flottenstützpunkt in nächster Nähe unserer Seeverbindungen durch die Aegäis gelegen und als weit vorgeschobene Siche­rung in der Flanke des nordafrikanischen Kriegs­schauplatzes und des britischen Seeweges von Malta nach Alexandria, war die Insel für die weitere offensive wie defensive Kriegführung des Feindes im östlichen Mittelmeer von gleich großer Bedeutung.

Dorthin hatte sich ein Teil der in Griechenland geschlagenen britischen Truppen gerettet, um zu­sammen mit der schon vorher vorhandenen britischen und griechischen Besatzung dieses starke Bollwerk bis 3 um lebten Mann z u verteidigen. So verkündete es der brittfche Premierminister im Parlament.

Dieselbe Bedeutung wie für England hatte Kreta im umgekehrten Sinne auch für die wei­tere Kriegführung Deutschlands und Ita­liens im östlichen Mittelmeer.

Aus diesem Grunde entschloß sich der Führer, die Insel auf dem Luftwege in Besitz zu nehmen Mit der Durchführung wurde Reichs­marschall Göring beauftragt. Die taktischen Vor­bereitungen traf die Luftflotte unter Generaloberst Löhr. Ihm waren hierzu unterstellt General der

Britische Angriffe in Syrien Mriilkgeiviesen

ißien

f Der französischen Verräter und Der treu­

ten

dt do

tärischen Adjutanten des Führers sowie vom Aus« wärtigen Amt Botschafter Ritter, der Deutsche ®e». sandte in Bukarest, von Killinger, Die Gesandten von Rintelen, Schmidt, Howel, Schmidt, und bet Stabsleiter des Reichspressechefs, Sünidermann, an­

der Grobei dem 21 gerecht g toten ist i rungen vl in hohem I et liegt, 1 erlicht bi - lösen ihr i

Antonestlrs Besuch in München

Empfang beim Führer. - Wieder in Bukarest eingetroffen.

BFüße ,

Lmder Wdan

losen Ex-Alliierten gebührend zu empfangeh. Pla­ton bezeichnete diese Vorschläge Wavells eoenso wie die Syrien betreffenden Versprechungen Der Eng­länder als eine üble Roßtäuscherei.

Natt chill hat s eilte Lüge Mschümjä er Unifo isrebe,- die tz (Befangei en haben Schort. Chu als er al i hat, wie ab Kugel Um Die ( bringt Re wirb, die nt üusgeräu M sie Dan 2* Ichlä, !* Denn «Ischen 2 "len

Flieger Stud ent mit starken Fallschirm-, Luft­lande- und Gebirgstruppen, General der Flieger Freiherr von Richt Hofen mit seinem ver­stärken Fliegerkorps und zahlreiche Transport­gruppen.

Am 2 0. M a i, in Den frühen Morgenstunden wurden Durch starke Bomben- und Tiefangriffe vorbereitet und unterstützt und durch zahlreiche Jagdverbände gesichert Fallschirm- und Luftlande trupp en in der Umgebung Des Flugplatzes M a l e m e s, etwa 15 Kilometer west­lich Chania und in der Nähe der Stadt selbst abgefetzt. Weitere Fallschirmkräfte versuchten im Laufe des Nachmittags auch die Städte R e th y n- non und hyrakliou sowie die in ihrer Nähe befindlichen Flugplätze in Besitz zu nehmen.

An beiden zuletzt genannten Stellen gelang dies wegen Der dort befindlichen überlegenen feindlichen Kräfte zunächst nicht. Dagegen wurde Der Flugplatz Maleme s im harten Kamps erobert und auf ihm obwohl er zeitweise noch unter Artilleriefeuer lag Gebirgstruppen gelandet.

Dadurch war Die erste Voraussetzung für Das Ge­lingen Der Operation geschaffen. Die zweite Voraus­setzung schuf am 22. Mai Das VIII. Flieger­korps.

Kurz nachdem Die Operationen gegen Kreta be­gonnen hatten, waren fa st d i e gesamten eng­lischen Seestreltkräfte aus Alexandrien im Seegebiet um Kreta aufgetreten. Dadurch sollte Der deutsche Nachschub über See verhindert und die Voraussetzung geschaffen werden, um Der britischen Besatzung von Kreta neue Verstärkungen zuzufüh­ren oder auch sie notfalls einzuschiffen und nach Aegypten zurückzubringen.

So kam es, daß zwar Der erste Versuch am 21. Mai, mit kleinen Motorseglern weitere deutsche Verstärkungen nach Kreta zu überführen, durch das Auftreten englischer leichter Seestrei'^räste nur zum Teil gelang, wobei aber nicht Tausende, wie Die englische Propaganda behauptete, sondern knapp 200 Soldaten den Tod fanden.

Nie Vertreibung der britischen Flotte.

Am nächsten Tage aber endete die gewaltige Schlacht zwischen dem VIII. Fliegerkorps und der englischen Flotte mit einem glorreichen Sieg der deutschen Flieger. Vach schwersten Verlusten sah sich die britische Flotte gezwungen, das Seegebiet um Kreta zu räumen und die Insel ihrem Schicksal zu überlassen.

Siegreicher Vormarsch der Gebirgsjäger.

Der in Den nächsten Tagen entstehenden starken Angriffsgruppe unter Befehl des Generals Rin­gel, dem Kommandeur einer Gebirgsdivision, ge­lang es, Den feindlichen Widerstand zunächst im Weftteil Der Insel überall zu brechen.

Am 25. Mai, dem vierten Tag nach Der Landung der ersten Gebirgsjäger auf Kreta, begann Der planmäßige Angriff gegen Die im Raum um Chania befindlichen Hauptkräfte des

höher i n die Lr feindlich 5t betragen I

Ä

Mien unöeten hLuflwc

Flugplatz, wo sich zur Derabsch Persönlichkeiten von Staat, Partei eingefunden hatten. Nach dem Abschreiten der aw­getretenen Ehrenkompanie verließ General Anto- nescu nach herzlicher Verabschiedung vom Reichs-

Genf, 12. Juni. (DNB.) Nach Dem aus Vichy gemeldeten Bericht des französischen Kriegsmmi- steriums über die Kämpfe in Syrien-Libanon wur­den die britischen und gaullistischen Truppen am 12.6. auf Der gesamten Front zurück- geschlagen. In der Küstenzone seien die Streit­kräfte, die den Litanifluß überschreiten konnten, vor Dem französischen Widerstand südlich von Saidg zum Still st and gebracht worden. Die hrf- tiscke Flotte unterstützte nach wie vor durch heftige Beschießung die Tätigkeit der Landtruppen. Ein am Donnerstagvormittag von Panzerstreitkräften gegen die französischen Stellungen nördlich von Mer- djayoun unternommener Angriff sei zurück­geschlagen worden. In der Nacht auf den 12. 6. habe Die britische Luftwaffe den Hafen von B e i r u t mehrmals ergebnislos bombardiert.

Daß der feindliche Vormarsch zwischen Dem Her­mon-Gebirge und dem Djebel-Drus fast zum Still­stand gekommen ist, soll hauptsächlich auf das ge­schickte und kühne Eingreifen Der französischen Luftwaffe zurückzuführen sein. Die den Briten auf allen Fronten zugefügten Verluste sollen ganz beträchtlich sein, vor allem an Tanks und Panzer­wagen. Nach wie vor gäben die britischen Gefange­nen den französischen Militärs an, es sei ihnen gesagt worden, bas Ueberlaufen Der Dentz-Armee sei so gut wie sicher. Sie drücken daher ihr größtes Erstaunen über Den hartnäckigen Widerstand Der französischen Truppen aus. Ein gefangener Soldat berichtete, man habe ihm versichert, daß drei deutsche Panzerdivisionen den Auftrag hätten, Syrien zu verteidigen. Als er und feine Kameraden sich französischen Soldaten gegenüber gesehen hätten, hätten sie zunächst angenommen, es handle sich um Deutsche in französischen Uni­formen. Ein gefangener Fliegeroffizier erklärte, er habe zunächst angenommen, deutsche Flugzeuge vor ich zu haben und fei sehr erstaunt gewesen, gegen ranzö sische Flugzeuge mit f r a n 3 ö » ischen Piloten kämpfen zu müssen.

außenminister die Hauptstadt der Bewegung. Er traf am Donnerstagabend, begleitetet vom deutschen Gesandten v. Killinger, wieder in Bukarest e i n. Zu seiner Begrüßung waren mehrere Minister und hohe rumänische Offiziere sowie Mitglieder der deutschen Gesandtschaft und Der deutschen Weh» machttnission erschienen.

1 nißten Bildeten 1

Oie Sei egtnüber b Kamps uir an Knegsmi menen: 10 und 5 'dienen: 5

® und wL Zn §ubö

W>e Sie! jjerlup

Feindes. Es galt, gut ausgebaute und zäh verteidigte Stellungen in unüber­sichtlichen Olivenhainen und stützpunktartig ausge* bauten Ortschaften auf beherrschenden Höhen zu nehmen. Trotzdem konnte bereits am zweiten An­griffstage in schwerem Kampf die feindliche Schlüssel st ell u n g bei Galatas durchbro­chen werden. Am 27. Mai wurden Chania, die Hauptstadt Kretas, und Die Höhen ostwärts davon genommen. Südlich her Stadt zur Umfassung an- gesetzte Gebirgstruppen erreichten nach einem Ge­waltmarsch durch unwegsames Gebirgsgelände bei einer Hitze von über 30 Grad im Schatten die Suda-Bucht, Den wichtigsten Stützpunkt her britischen Flotte auf Kreta. Unter hen zahlreichen in hiefen Kämpfen gemachten Gefangenen befand sich her griechische Marinebefehlshaber der Insel.

Diese Kampfleistungen sind umso höher zu bewerten, als sie ausschließlich mit den Waffen der Infanterie, nur durch leichte Gedirgsge- schühe unterstützt, vollbracht werden mußten. Da Tragtiere uud Fahrzeuge fast völlig fehlten, waren die Truppen gezwungen, ihre schweren Waffen, Munition und Gerät in dem vielfach Hochgebirgscharakter tragenden Gelände nur mit Menfchenkraft zu bewegen.

Die Kampfgruppen Rethymnon und Hy- r a k l i 0 n aber hatten sich inzwischen in heroischen und wechselvollen Kämpfen der starken feindlichen Ueberlegenheit gegenüber behauptet.

Am 28. Mai landeten auch italienische Truppen im Ost teil der Insel. Am nächsten Tag wurde von Westen her die Verbindung mit der Gruppe Rethymnon hergestellt und durch die inzwischen aus der Luft verstärkte Kampfgruppe Hyraklioy Stadt und Flugplatz aus eigener Kraft genommen. Damit war die Entscheidung endgültig zugunsten der deutschen Waffen gefallen.

Die anschließende Flucht der geschlagenen briti» schen Truppen an hie Suhküste endete am 1. Juni nach einem harten Kampf her Gebirgstruppen im Berggelände nördlich Skafia mit ihrer Vernich­tung oder Gefangennahme.

Damit waren die Kämpfe zu Ende, und ein neues Ruhmesblatt in die Geschichte der deutschen Wehrmacht eingeheftel.

Führungskunst und Tapferkeit der deutschen Soldaten haben eine ihrer härtesten Proben bestanden, die Waffenbrüderschaft mit dem ver­bündeten Italien hat sich aufs neue bewährt. Besonders Einheiten der italienischen Kriegs­marine haben sich gegen vielfache feindliche Ueberlegenheit wahrhaft tapfer für den Schuh der ihnen anvertrauten deutschen Transporte eingesetzt.

Oie Verluste des Feindes.

Während Des Balkanfeldzuges einschließ- lich der Kämpfe um Kreta erlitten die feind» lichen Luftstreitkräfte schwerste Verluste. Im Luftkampf wurden 167, durch Flak 8 Flugzeuge abgeschossen; weitere 417 wurden am Boden ver­nichtet. Gegenüber diesem Gesamtoerlust Des Feim des von 592 Flugzeugen hielt sich Die eigene Ei«

&£ M ii!^ Utc

Äi %nbel9l ' r mit ub

München, 12. Juni. (DNB.) Der Führer empfing Donnerstag vormittag im Führerbau in München in Gegenwart des Reichsmimsters des Auswärtigen v. Ribbentrop Den rumänischen Staatsführer General Antone s c u. Die Bespre­chung verlief im Geiste der herzlichen Freundschaft, die Deutschland und Rumänien verbindet. Der Füh- rer-gab am Mittag zu Ehren des rumänischen Staatsführers im Führerbau einen Empfang, an dem die Begleiter des rumänischen Staatschess mit Ministerialdirektor Davidescu, Oberst Gallin und dem rumänischen Gesandten in Berlin, Bossi, teilnahmen. Von deutscher Seite waren neben dem Neichsaußenminister v. Ribbentrop ©enerälfethmar- schall Keitel, Reichsstatthalter General Ritter von Epp, Gauleiter Wagner, die Reichsleiter Schwarz, Lutze, Amann, Bormann, Dr. Dietrich, Buch uni) Fiehler, Generaloberst Ritter von Schobert, Gene­ral" her Artillerie Jodl, Ministerpräsident Siebert, ^-Obergruppenführer Freiherr von Eberstein, Ge­neral der Wehrmacht und Führer der Gliederungen von SA., ff und NSKK., Die persönlichen und mitt»

wesend.

General Antonescu verließ nachmittags München, um sich nach Bukarest zurückzubegeben. Der Reichs- minister des Auswärtigen, v. Ribbentrop, geleitete den rumänischen Staatsführer im Kraftwagen zum sich zur Verabschiedung führende >on Staat, Partei und Wehrmacht' JJ n\

Oer Lügenfeldzug in Syrien.

Die Franzosen erfahren nun am eigenen Leibe, daß ihre einstigen Verbündeten nicht nur in hinter­hältiger Weise bestrebt sind, französisches Eigentum an sich zu reißen, sondern sie erleben auch einige Beispiele von den Wirkungen englischer Verleum­dungen. Der Oberkomimissar in Syrien, General Dentz, hat sich veranlaßt gesehen, nicht weniger all sechs englische Meldungen als grobe Fälschun­gen öffentlich zu brandmarken. So ist behauptet worden, 4000 Franzosen seien in Djebel Drus zum Feind übergetreten, ferner wurde gemeldet, 6000 deutsche Soldaten befänden sich in Syrien. Andere englische Berichte reden von französischen Deser­tionen und von der Besetzung syrischer Städte. Ge­neral Dentz muß feststellen, daß sämtliche Nach­richten dieser Art erfunden sind.

Fsonzösisch-Somaliland lehnt ilebergabe ob.

Vichy, 12. Juni. (DNB.) Der französische.Kolo­nialminister Platon rühmte das Verhalten-des Ge- neralgouverneurs von Französtsch-Somaliland, her die entehrenden Vorschläge des britischen Oberkom- manhanten im Nahen Osten, General Wavell, zur lieb ergäbe her Kolonie mit Entrüstung zu- rückgewlesen hatte. Es stehe gegenwärtig in der Macht von General Wavell, die französische So- matt-Kolonie auszuhungern und kleine Kinder sterben zu lassen, aber er könne die Franzosen nicht daran hindern, Diese verachtenswerte englische Er­pressung glatt zurückzuweisen und jeden kombinier-

toi

1

Mundeten 1