Ausgabe 
12.2.1941
 
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land btnüfot sein Navicertsystem, um jede Einfuhr noch Spanien unmöglich zu machen oder praktisch so hinauszuzögern, daß Schwierigkeiten und wirt­schaftlich^' Not sich cinstetlen müssen. Das gilt vor allem für die Getreideversorgung. Der hinter grunö dieser britischenBlockade" gegen Spanien ist der Wille Churchills, das Neich Francos auf dem Weg über den Hunger des Volkes leinen Planen ge­fügig zu machen. Cs versteht sich von selbst, was es strategisch bedeuten würde, wenn die Halbinsel, deren südliches Kap Gibraltar heißt, ein Stützpunkt für die britischen Schisse und Flugzeuge sein würde. Diese Ausnützung elementarer Lebensbedürfnisse als Mittel politischen Druckes ist ja in der britischen Geschichte nichts neues. Aber man täuscht sich in London, wenn man meint, auf diese, ach so christ­liche Weise die Spanier zu gefügigen Werkzeugen in der Hand der britischen Handelsplutokratie und ihrer nrilitariscden Handlanger machen zu können. Der spanisck)e Außenmimster Suner hat soeben in einer bebeulsamen Rede erklärt, daß Spanien bcr artige verkappte feindliche Allüren Londons sich nicht aus die Dauer dieten lassen werde: so ober so würden diese Probleme in den nächsten Wochen Äur Lösung gebracht werden müssen. L)as spanische Volk hat in seiner Geschichte schon manche sc1)were Zeit durchgemacht. Der sprichwörtliche Stolz der Spanier wird sich auch nicht vor den orittschen Aus- t-ungerungsmethoden beugen.

Auflösung der englischen Gesandtschaft in Äularest.

Bukarest, 11. Febr. (DNB.> Der Bukarester britische Gesandte Sir Reginald Hoare überreichte am Montag im rumänischen Außenministerium eine Note, in der er mitteilt, daß er von seiner Regie­rung den Auftrag erhalten habe, zusammen mit dem noch in Bukarest befindlichen Personal seiner Gesandtschaft am 15. Februar Rumänien zu verlassen. Die noch in Rumänien befind­lichen englischen Staatsbürger, einige Pressevertre­ter, Ingenieure, Handelsvertreter usw. rourbe» be­reits vor einiaen Tagen von ihrer Gesandtschaft aufgefordert, sich reisefertig zu halten, um gleichzeitig mit der Gesandtschaft ebenfalls Rumä­nien zu verlassen.

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Es hat reichlich lange gedauert, bis man in Lon­don endlich einsah, daß die Stellung des britischen Gesandten in Bukarest, Sir Reginald Hoare, in jeder Beziehung, sowohl diplomatisch rote politisch, unhaltbar geworden war. Als am 26. Septem­ber 1940 wieder einmal eine Anzahl Engländer wegen Sabotageakte im Oelgebtet von Ploesti ver­haftet worden war, stellte der damalige rumänische AuhetWnnister amtlich sest. das; der englische G e s a nd t eselbst in die Sabotage- plane verwickelt und dadurch aufs stärkste belastet" sei, und legte ihm in aller Form nahe, feine Abberufung zu erbitten. Es hat immerhin noch, fast ein halbes Jahr gedauert, bis Hoare jetzt von London abberufen wurde. Mit seinem Namen ist eine ganze Anzahl politischer Skandale, vor allem politischer Attentate Englands gegen Rumänien Der- bnnden Dazu gehören serienweise Anschläge und Sabotageakte gegen das rumänische Oelgebiet, gegen rumänische Lieferungen für Deutschland und vor allem der graste Sprengstoffanschlag gegen die Donauschisfahrt, der am 5. April vergangenen Jah­res aufgedeckt wurde Der im November 1939 ver­haftete Jude Auschnitt, der damalige Beherr- scher der rumänischen Rüstungsindustrie, war der Mittelsmann des englischen Gesandten Hoare. Sei­ten ist ein englischer Diplomat durch seine Zuftm- menarbeU mit der Verbrecherorganisation des bri­tischen Geheimdienstes so blostgestellt worden wie Sir Reginald Hoare. Dar eigentlich Grund der Ab­berufung wird sich vermutlich bald Herausstellen.

Flottenadmiral Oarlan zum Nachfolger P6tains au«ersehen.

Genf, 1t. Febr (DNB.) Marschall PStai n hat eine Verfassungsakte unterzeichnet, durch die Flottenadmiral Darlan die Funktion PS- tatns als Staatschef dann übernimmt, wenn der Marschall aus irgendeinem Grunde vor der Ra­tifizierung der neuen Verfassung durch die Nation daran gehindert ist, die Tätigkeit des Staats- chess auszuüben. Für den Fall der Verhinderung Darlans wird dieser durch die Person erseht wer­den. die der Ministerrat mit Stimmenmehrheit be­zeichnet.

Starker Rückgang der Arbeitslosigkeit in Frankreich.

Parts, 11. Febr (Europaprest.) Nach einer Er­klärung des Oberlommisiars für die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. Lehideux, ist die Lage des fruiuöfifdKn Arbeitsmarktes gegenüber Oktober, wo 750 000 Personen Arbeitslosenunterstützung erhiel­ten und anderthalb Millionen Arbeitslose gemeldet waren, wesentlich entlastet. Am 18. Januar waren nur noch 600 000 Personen angemeldet, die Arbeit suchten. Zur Entlastung trugen die durch staatliche Darlehen finanzierten Notstandsarbeiten bei. durch die 56 000 Personen beschäftigt wurden. Man rech^ net damit daß im Frühjahr 200 000 Personen bei solchen öffentlichen Arbeiten Besct>ästigung finden werden. Den Hauptanteil an der Arbeitslosigkeit hat nach wie vor das S e in e - D e p a r t e m e n t mit der Hauptstadt Paris, wo 200 000 Arbeits- suchende gezählt werden Dann kommt hos Departe­ment Seine-et-Oise mit 47 000, die Departements Seine-Jnftricure und Nord mit je 33 000 Arbeits­suchenden.

Tcxtil-Karten in Frankreich.

Paris, 11. Febr. (Europapreß.) In Frankreich wird demnächst die Käuferkarte für Textilien ein- aeführt werden. Es handelt sich um Karten, die die Händlerschaft und die Textilien verarbeitenden Be­triebe und Handwerker als Käufer dieser Erzeugnisse ausweisen. Die Käuferkarte soll Käufe verhindern, die über den normalen Gefci-äftsbetrieb hi nausgehen und ipeftdatiDcn Zwecken dienen. Nach Ausstellung der Käuferkarte wird die Abgabe von Textilien durch die Erzeuger und Grosthändler an die Zwifchenhänd- ler und verardeitend-.-n Betriebe mir noch auf Grund dieser Karte gestattet fein.

Arbeitsdienstpflicht

in der schweizerischen Landwirtschaft.

Basel, 12. Febr. (Europavretz.) Der Bundesrat hat den Arbeitseinsatz in der Landwirtschaft neu ge­regelt. Arbeitsdienstp sichtige, die bereits in der Landwirtschaft tätig ind, werden künftig gesetzlich verpflichtet, dort zu b eiben. Sie sollen für ihre Be­schäftigung den üblichen Lohn erhalten. Erwerb»- tätige, die keine Benifstätigkeit ausüben, können für den Arbeitseinsatz herangezogen werden, soweit sie dazu körperlich fähig sind Gleichzeitig hat der Bun­desrat einen dringenden Appell an die freiwilligen

osiirHauplmann Oefau das Eichenlaub erhielt.

Der 40. Lustsieg.Eine Gruppe vom Jagdgeschwader Lühow schießt innerhalb einer halben (Stunde sieben englische Maschinen ab.

Bon Kriegsberichter Harry Gehm.

DNB.....11. Febr (PK.) Als neunter Offizier

der deutschen Wehrmacht hat Hauptmann Oefau. Gruppenkommandeur im Jagdgeschwader Lützow, vom Führer das Eichenlaub zum Ritterkreuz ernp- angen Schon im Spanienkrieg als einer der er- olgreichsten deutschen Jagdflieger mit den höchsten panischen Kriegsauszeichnungen ausgezeichnet, hat Hauptmann Oefau bei seinen unermüdlichen und rücksichtslosen Einsätzen im Luftkrieg geaen Frank­reich und England vierzig feindliche Maschinen ad- geschossen und sich damit in die vorderste Front der deutschen Lufthelden roie Oberstleutnant Mölders, Oberstleutnant Galland und Major Wick eingereiht

Wir begleiten nun Hauptmann Oefau. der mit seinen blonden Haaren und hellen Augen ein echter Sohn feiner holsteinischen Heimat ist, zu der Stelle, wo sein 4 0. G e g n e r im Luftkampf brennend in die Tiefe gestürzt war. Wir stapfen durch Schnee und Gestrüpp, bis wir vor der zerschmetterten und ausgebrannten englischen Jagdmaschine stehen, einer Hurricane, deren Motor sich tief in den gefrorenen Waldboden gebohrt hat. Biel ist nicht mehr zu sehen von dem großen Itogcl, der gestern noch mit zahl­reichen anderen englischen Jagdmaschinen über un­seren Köpfen kreiste. Rumpf und Kabine sind völlig ausgebrannt, die Metallteile teilweise geschmolzen, nur die mächtigen Tragflächen mit den blau-roten Kokarden find nicht vom Feuer erfaßt worden.

Seit Wochen war schlechtes Wetter, so daß wir nur ab und zu einmal starten konnten", berichtet nun Hauptmann Oefau.Als aber gestern schon am frühen Morgen die Sonne schien und die Trag­flächen unserer schnellen Messerschmitt Maschinen so verheißungsvoll glitzerten, da wußten wir, daß dieser Tag etwas Besonderes bringen würde. Gegen Mit­tag wurde ein feinhl iriver Aufklärer gemeldet. So­fort starteten wir, konnten aber den in olympischer Höhe fließenden Engländer nicht mehr erreichen. Bei diesem Einsatz flog ich zum erstenmal mit Oberleut­nant O. zusammen, der bisher Jagdlehrer in der Heimat war und erst vor kurzem zu meiner Gruppe gekommen war Nach dem Flug besprach ich mit ihm geraide einige taktische Fragen, als erneut feind­liche Maschinen gemeldet wurden. Diesmal handelte es sich um einen englischen Kampfver - band von etwa zwölf Brtstol-Blen- h e i rn - B o rn b e r n , der durch etwa 40 bis 50 Jagdflugzeuge vom Muster Spitfire und Hurricane begleitet wurde.

Darauf starteten sofort die auf einem vorge­schobenen Feldflugplatz liegenden Staffeln. Meine Gruppe konnte den feindlichen Verband noch auf dem Anslugüber dem Kanal stellen. Drei feindliche Maschinen wurden hier bereits abgeschossen und fielen in den Kanal. Darauf­hin drehte ein Teil des englischen Verbandes, etwa 10 bis 15 Maschinen, sofort ab und flog nach Eng­land zurück. Die übrigen setzten ihren Weg fort und kamen in die Nähe meines Platzes. Inzwischen war ich mit dem Nest meiner Gruppe, nur vier Maschinen, gestartet und hatte eine Höhe von etwa 4000 Meter erreicht. Die Flak, die roie rasend schoß und dabei drei englische Bomber her unter holen konnte, zeigte uns den Weg, und bald hatten wir den Feind vor uns. Schon die Gewißheit, daß wir uns über unserem eigenen Platz befanden und uns nichts schlimmeres passieren

konnte, als mit dem Fallschirm auszusteigen und bann sofort in einer auf dem Platze bereitstehenden neuen Maschine den Luftkamps erneut auszuneh­men, beflügelte uns zu rücksichtslosem Einsatz. Die- en Vorteil hatten bisher immer nur die Eng- änber für sich gehabt, und dock waren sie von uns tets "eschlagen worden. Nun sollten sie einmal et­was erleben! _

Wie die Blitze jagten wir mit unseren MEZ. zwi­schen die englischen Jäger. Ich selbst nahm mir eine Hurricane aufs Korn, lag in wenigen Sekun­den in guter Schußposition und jagte dem Eng­länder aus nächster Nähe meine Geschosse in den Leib. Gleich der erste Feuerstoß sah. Die Hurricane ging sofort mit einer dicken schwarzen Rauchfahne in steilen Geleitflua und sauste nach unten. Ich brauchte mich um diesen Gegner nicht weiter zu kümmern, denn die Maschine mußte irgendwo in der Nähe meines Feldflugplatzes aufschlagen. Das war mein 4 0. Abschuß, aber mein erster über eigenem Gebiet, denn bisher hatte ich alle übrigen Gegner über feindlichem Gebiet bekämpfen und be­siegen müssen.

Hauptmann Oesau nimmt einige tiefe Züge aus feiner Zigarette und schaut durch das Fenster der einfachen Baracke auf den Feldflugplatz hinaus, auf dem die schnellen Maschinen seiner Jagdgruppe wie­der startbereit stehen. Dann fährt er fort:Wäh­rend ich die hurricane angriff, bemerkte ich, daß verschiedene Jäger hinter mir in der Luft hingen und zum Angriff auch mich ansetzten; das waren Spitfires und Hurricanes. Ich fah denn auch, roie Oberleutnant O. eine etwa 200 Meter hinter mir sitzende feindliche Maschine angriff und dadurch be­wirkte, Safe sie von mir ablassen mußte. Inzwischen hatten sich aber bereits wieder andere Maschinen hinter mich geklemmt und bedrohten mich. Jedoch Oberleutnant 0, der an diesem Tage obwohl es seine erste Feindberührung war zwei Abschüsse buchen konnte und eine dritte Maschine weidwund schoß, war sogleich wieder zur Stelle. Rücksichtslos stürzte er sich zwischen die feindlichen Jagdmaschi- neu und zwang eine Spitfire, schleunigst nach unten zu verrauschen Oberleutnant 0. setzte der Spitfire ledoch nach und verfolgte sie bis 50 Meter über dem Buden, wo sich nun direkt über dem Feldflug­platz ein erbitterter Luftkampf zwischen der deut­schen und der englischen Maschine entspann. Jedoch alles Kurven nutzte dem Engländer nichts. Mit zerschossenem Benzintank mußte er in der Nähe des Feldflugplatzes landen und sich in Gesangenschaft begeben.

Hauptmann Oefau erwähnt dann noch die übri­gen Flugzeugführer feiner Gruppe, die an diesem Tage Luftsiege errangen, Oberleutnant B, Ober­leutnant I., Feldwebel W. und Unteroffizier Sch. Dann schließt er seinen Bericht mit den Worten: Es war einer meiner schönsten Luftkämpfe und auch ein großer Erfolg meiner Gruppe, denn wir konnten innerhalb einer halben Stunde sieben englische Ma sch inen abschießen und in die Tiefe schicken. Das Schönste aber war, daß dieser große Erfolg ohne eigene Ver - luste erkämpft wurde. Ich habe selten eine Mel­dung so freudig gemacht wie die Erfolgsmelduiig dieses Tages an meinen Kommodore.

Mithelfer gerichtet. Der Bundesrat erwartet, daß sich auch Frauen tatkräftig beteiligen werden. Orga­nisation und Durchführung des Arbeitseinsatzes ist den kantonalen und kommunalen Einsatzstellen über­tragen.

Nervöse St'mmuna in Singapur.

Tokio, 11. Febr. (DNB.)Asahi Schimbun" veröffentlicht den Bericht eines Japaners, der lange Zeit in Singapur ansässig war. Er schildert die nervösen Bemühungen der Engländer, hie Seefeste für kommende Notzeiten vorzubereiten. Auf allen Seiten seien bereits Minen gelegt. Selbst im Innern der Stadt habe man die Straßenkreuzungen mit Bunkern undMG. - Stellungen ver­sehen. In Abständen wurden L u f t s ch u tz ii b u n - gen abgehalten. Die britische Polizei habe gegen die ansässigen Japaner zu kleinlichen Schikanen ge­griffen. Oft würden Japaner wegen geringfügiger Verstöße mit hohen Strafen belegt oder sogar aus» gewiesen.

An der Wachsamkeit der deutschen Küstenartillerie gescheitert

Berlin, 11.Februar. (DNB.) Ein Vorstob englischer Kriegsschiffe gegen die flandrische Küste in der Nacht zum 11. Fe­bruar scheiterte an der Wachsamkeit der deutschen Küstenartillerie. Bereits auf eine Entfernung von 20 bis 25 Kilometer wurden die feind­lichen Schiffe unter Feuer genommen. Nach kurzem Artillerieduell stellte der Gegner sein Feuer ein, die feindlichen Kriegsschiffe drehten unter dem Eindruck des deutschen Beschüsses ab und verschwan­den im Dunkel der Nacht.

Sechs statt neunzig, - so log Churchill

Berlin, 11. Febr. (DNB.) Churchill halte in feiner letzten Rundfunkansprache, wie bereits be­richtet, die lügnerische Behauptung aufgestellt, daß von insgesamt 15 0 deutschen Stukas, die britische Seestreitkräfte im Gebiet von Malta in der letzten Zeit angriffen, angeblich nicht weniger ale neunzIg Stukas durch die RAF. ver­nichtet worden sind. Die deutschen OKW.-Berichte geben eindeutig und offen Aufschluß über die n> t r k- 1 i d) e n Derlustzisfern. Von den in der Zeit vom 10 Januar bis zum 27. Januar in den OKW.-Be­richten gemeldeten Derlustüffern gingen im gesam­ten Mittelmeerraum elf Flugzeuae ver­loren, und darunter waren nur sechs Stu- fas. Sechs statt neunzig so lügt Churchill! Im­mer wieder muß er zu dem Mittel der Lüge greifen, um Hoffnungen zu erwecken, die jeglicher Grundlage entbehren. Die Enttäuschung nach dem Erwachen wird für das britische Volk grenzenlos fein.

Kleine politische Nachrichten

Im Reichsgefehblatt wurde ein Gesetz veröffent­licht, das die Vertretung der in den Gebieten von Eupen, Malmedn und Moresnet an­sässigen deutschen Volksgenosien regelt. Danach wird der Großdeutsche Reichstag um so viel Abgeordnete vermehrt, roie die Zahl 60 000 in der Gesamtzahl der in diesen Gebieten ansässigen über 20 Jahre

alten deutschen Volksgenosien enthalten ist. Die neuen Abgeordneten werden vom Führer aus den über 25 Jahren alten Volksgenossen der wieder- vereinigten Gebiete bestimmt.

Relchspropcrgandaminister Dr. Goebbels sprach im Berliner Sportpalast in einer Massenkundge­bung der Schaffenden Berlins, die von der Kreis- roaltung der DAF. veranstaltet worden war.

Reichsarbeitsführer Hier! besichtigte die Trupp- führerschule Schivelbein, wo Niederländer und Dänen Gelegenheit gegeben ist, den Reichsarbeits­dienst kennenzulernen.

Am Jahrestag der japanischen Reichsgründung stattete der MarineattachS der Japanischen Bot­schaft, Kapitän z. S. Pokal, Reichsjugendführer Axmann einen Besuch ab und überreichte Ihm im Auftrage des japanischen Marineministers einen Samurai-Dolch.

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Die Abordnung der sapanischen Wehrmacht, die vor einigen Tagen oom Führer empfangen wurde, traf zur Besichtigung der westlichen Schlachtfelder in Brüssel ein. In Anwesenheit des General- seldmarschalls Kesselring wurde sie vom Militär- befehlshaber in Belgien und Nordfrankreich. Ge­neral der Infanterie von Falkenhaufen, begrüßt.

Der Stabschef der Hllnkagarde, Minister Sano Mach, weilte in Linz, wo er zu den in den Hermann-Göring-Merken beschäftigten slowakischen Arbeitern sprach. Er begab sich am gleichen Tage nach L e o n b i n g, wo er am Grade der Eltern Adolf Hitlers einen Kranz niederlegte.

Der Vorsitzende der Dänisch-Delitschen Vereini­gung, Generaldirektor der dänischen Staatsbahnen, Knutzen, wurde vorn König Christian X. in Audienz empfangen. Knutzen berichtete dem König über seine Vortragsreise.durch Deutschland.

Zwei Hauptverkehrsstraßen im Mittelpunkt der Stadt Sofia werden auf Grund eines Magistrats- beschlusies InBerliner Straße" undRom-Straße" umbenannt.

Hauswirtschaft al« Wissenschaft.

Die Reichst rauen führuny führte eine Arbeits­tagung her Gaufachbearbeiterimren für Hauswirt- fchaftllche Ausbildung sowie der Leiterinnen von etroa 100 ha usroirtsclfa stachen Fachschulen in ihrer Eigenschaft als Leiterinnen der Meisterhausfrauen­kurse durch Die Hauptreferate hielten: Hauptabtei- tungsleiter Frau Dr. Vorwerck überDie Be­ziehungen zwischen Haus- und Volkswirtschaft" und (trau Professor Dr. von Reichenau (Frankfurt) überDie Hauswirtschaft in der Wirtschaftswissen­schaft". Die Vorträge gaben Ansätze für die Gestal­tung des Faches Hauswirtschastswissenfd-ast inner­halb der Wirtschaftswissenschaft. Die Bestrebungen der Reichsfrauenführung auf diesem Gebiet sind erst kürzlich durch die Eröfftiung der Bibliothek für Hauswirtschaftswisfenjchaften des Deutschen Frauen-

Schubert oder Churchill.

Die musische Unfruchtbarkeit des Britenvolkes E»1 eine bekannte Tatsache Besonders auf dem Gedieh der Musik hat es kaum eine schöpferische Ceiftuni heroorgebracht. Ein Kenner der englischen Psyz^ sagt darüber:Im Reiche der unmittelbarsten Kun5 in her Musik, stehen sie wie Bettler da. Nich, haben sie heroorgebracht, und ewig werden sie nur kärgliche Nachahmer bleiben, denn ihnen fehlt bk feurige Quelle zu dieser göttlichen Kunstgattung: die Seel e." Das heißt nicht, daß die Engländer keine Freude an her Musik hätten. Aber wenn ft sich solchen Kunstgenuß verschaffen wollen, baue, muffen sie sich die Werke deutscher, italienischer obur französischer Komponisten anhären.

Stolz berichtet der englische Rundfunk, daß s» : gar während des Krieges in London Konzerte stm ' fänden. Während der Vorführung der letzten Sy»', phonie Schuberts in London sei befanntgeg* den worden, daß Fliegeralarm sei und daß bn Personen, die den Raum zu verlassen roünfd)tcir, dies freigestellt werde. Keiner der zweitausend An, wesenden hätte den Konzertsaal verlassen. M- darf also wohl eine außerordentliche Anziehung kraft feststellen, die die Musik Schuberts trotz bw Fliegeralarms auf das englische Publikum ausg» übt hat.

Warum diese Konzertsaalszene dem Londons: i Rundfunk so bemerkenswert erschien, daß er ft aller Welt bekanntgab, wird begreiflich, wenn mu: einen Bericht des Londoner Korrespondenten bei schwedischen ZeitungNya Dagligl AUehanb«' danebenhält In dem schwedischen Bericht heißt es nämlich schlicht und sachlich, daß bereits zu Beginn der letzten Churchillrede die Alarmsignale ertönte- und viele Leute ihren sicheren Keller der Rede bei Premierministers vorzogen. Nur ein Rest habe bei Worten Churchills gelauscht. Im Wettbewerb un die Gunst des englischen Publikums hat' also da: deutsche Komponist über den britischen Plutokratm, Häuptling mit vielen Längen gesiegt. ChurM - wurde von Schubert geschlagen In der offizielle Lügenagitation aber nennt man das bei Triumph des britischen Geistes über den deutsche' Barbarismus. Ev.

werkes bekannt geworden. Die Tagung selbst bracht» in weiteren Referaten schon eine grundsämiche Klä­rung der Forschungsfragen und Hinweise für bw Verwertung wissenschaftlicher Ergebnisse in bs: Praxis. Ihr Zweck war die Erarbeitung eines Rah menlehrplanes zur Wissenschaftslehre öki Haushalts für die Meisterhausfrauenlehrgänge.

Oie Neuordnung der Kinderbeihilfe.

Seit dem 1. Januar ist die Neuordnuna der flirr, derbeihilfe in Kraft, die die bisherigen Arten bar Kinderbeihilfen durch eine Beihilfe ersetzt, die nun mehr einheitlich für das dritte und jedes weitem Kind gezahlt wird. Die Zahl der beihilfsberechtiM ten Familien ist damit schätzungsweise auf über zwei Millionen gestiegen, und der monatlich aus- zuzahlende Betrag wird 50 Millionen RM. wesen::- lich übersteigen. Die Kinderbeihilfe beträgt einher: lich 10 RM. monatlich für jedes beihilsefähige flinD. Für viele Haushaltsoorstände bedeutet diese^Regn- lung eine Verbesserung. Auf der anderen Seit:? stehen aber die Fälle, in denen Haushaltsvor- stände durch die Neuregelung Einbußen gegenüber bisher erleiden. Der Reichsiinanzminister hat jil* Erleichterung des llebcrgangs angeordnet, daß aSk diese auf Antrag eine Abfindung im Betrage dm 18fachen der monatlichen Einbuße erhalten. W einmaligen Abfindungen werden in vier leilbec trägen im Laufe des Jahres ausgezahlt. Die 'Aus­zahlung der Kinderbeihilfe geschieht wie bisher monatlich nachträglich. Der Haushaltsvorstand km: jedoch vierteljährliche Auszahlung beantragen, wo­mit der Vorteil verknüpft ist, daß die AuszahlM; schon nach Ablauf des zweiten Monats des Bim teljahres erfolgt. Der Anspruch auf Auszahlung IW Kinderbeihilfe ist nicht übertragbar und nicht pfänd­bar. Die Ausnahme, die bisher zu Gunsten bis: Hausbesitzer für die Mieten bestanden hat, ist roe$ gefallen.

Studienbeihilfen für die Ostarbeit.

Der Reichsinnenminister hat dem Bund DeutfrfW Osten Mittel für Beihilfen zur natlonalpolitifdr' und fachlichen Förderung des Nachwuchses i~ 0 sten zur Verfügung gestellt. Die Beihilfen E folgen den Zweck, zur Stärkung des Deutschtums i' den Ostgebieten geeigneten Bewerbern den B e s von Fach -und Hochschulen aller Art zu «f möglichen, um sie nach der Ausbildung als beiter für das Ostgrenzdeutschtum zu oerwendcn'. Für die Unterstützung kommen Deutsche beideck'! Geschlechts in Betracht, sofern sie sich verpflichte nach abgeschlossener Ausbildung dauernd odi:' für mindestens fünf Jahre in den Oftct*1 bieten ihren Wohnsitz zu nehmen und sich aktiv io der Dftarbeit zu betätigen.

Generalfeldmarschall v.Böhm-6rm»!b

Einer der erfolgreichsten Heerführer der österr»' chisch-unaarischen Armee im Weltkrieg, ©eneralfei marschall von Döhm-Ermolli, begeht c 12 Februar auf feinem Ruhesitz in Troppau ff nen 8 5. Geburtstag. Böhm-Ermolli erm»1 im Weltkrieg den Orden Tour le rnörite mit Eicht' laut». Der Führer verlieh ihm jetzt das Recht, ou Uniform eines Oeneralfeltmiarfdinfls des nfUsn

Heeres zu tragen. (Scherl-Dilderdienst-M.)