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10.11.1941
 
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Montag, 10. November 1041

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vrühlsche Unlversttattdruclerel 8. Lange General-Anzeiger für Oberhessen $ «letzen,^chulftrahrr-^

191. Jahrgang Nr. ?67 JHÄH D 9 Mon

Gießener Anzeiger

Kompromißloser Kamps gegen die Feinde Europas.

Der Führer sprach in München am Vorabend des 9. November.

München, 8. November. (DNB.) Zum zweiten Male seit Kriegsbeginn treten die Männer vom 9. November 1923 im Löwenbräukeller an. Viele der Marschierer haben das Braunhemd mit dem Waf­fenrock Les nationalsozialischen Volksheeres oder der Waffen-^ vertauscht. Mit den Getreuen des Füh­rers haben eine Reihe hoher Vertreter der Partei­formationen, des Reichsarbeitsdienstes sowie der Organisation Todt und Speer Platz genommen, ebenso Angehörige der Blutzeugen des 9. November 1923 und der Opfer vom 9. November 1939. Reichs- leiter und Blockleiter, hohe Formationsführer und einfache SA.-Männer, Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften, alles ist eine einzige große Familie. Einigendes Band ist der Blutorden, doch so manche Brust schmückt dazu ein weiteres rotes Band: das des Eisernen Kreuts. Auch das E.K. I an manchem Waffenrock zeugt von der Tapferkeit der alten Kämpfer, nicht minder das Ritterkreuz, das mehr­fach vertreten ist.

Mit vielen Reichsleitern und Gauleitern, Reichs­ministern und anderen hohen Persönlichkeiten sind inzwischen von den bekanntesten Männern des 9. November 1923 Amann, Esser, Ftchler, Frick, Ley und Schwarz erschienen. Fanfaren! Die Versammel­ten erheben sich von den Sitzen, die Blutfahne, treue Begleiterin bei dem Marsch vor 18 Jahren, zieht ein. Freudige Erregung ist in allen. Es wird kaum noch gesprochen. Blicke zum Eingang. Da der Badenweiler Marschl

D e r F ü h r e r i st d a ! Die Parteigenossen Adolf Wagner, Himmler und hohe Offiziere der Wehr­

macht begleiten ihn. Ein Begeisterungssturm hebt an, als der Führer durch das Spalier seiner ältesten Kameraden schreitet.

Gauleiter Adolf Wagner begrüßt den Füh­rer. Er gedenkt des Opfers der Kameraden des 9. November 1923 an der Feldherrnhalle, der Ge­fallenen des Weltkrieges, des jetzigen Krieges und dabei insbesondere derer aus den Reihen der alten Kameraden. Parteigenossen, ruft Adolf Wagner, der Führer ist da! In Euerem Namen danke ich ihm, daß er in dieser Stunde zu uns gekommen ist. Wir freuen uns, mein Führer, Laß Sie so frisch und gesund unter uns fitzen! Adolf Wagner erinnert dann daran, daß der Führer in seiner letzten Rede allen alten Kämpfern aus dem Herzen sprach, als er verkündete, aus diesem Kriege als noch fana­tischerer Nationalsozialist zurückzukehren und nun erst recht bis zur letzten Konsequenz^das Partei­programm durchzuführen. Nichts werde die alten Kämpfer veranlassen können, in ihrem Fanatismus, in ihrem Glauben und in ihrer Liebe nachzulassen. Immer werde die Partei für Adolf Hitler kämpfen. Wir sehen in Ihnen, mein Führer, unser Vvrbild und unser Beispiel? Gewaltiges tragen Sie. Sie führen r^olk und Partei. Sie führen die stolze Wehrmacht. Sie tragen das Reich. Als dann Adolf Wagner den Führer bittet, zu sprechen, brausen Heilrufe um Heilrufe auf, als Kundgebungen der Wiedersehensfreude, der Liebe und Verehrung, der Dankbarkeit und Hingabe.

Dann spricht der Führer zu seinen alten Kämpfern.

Die Rede des Führers.

Parteigenossen, Parteigenossinnen! Deutsche Volksgenossen!

Ich bin wieder auf wenige Stunden hierherge­kommen, um, dem alten Brauche treu, mit Ihnen, meine ersten Anhänger und Mitkämpfer, zu sprechen und jene zu ehren,' die damals das größte Opfer, das sie b/mgen konnten, für unsere Bewegung und damit für Deutschland gebracht haben- Als ich das letztemal vor Ihnen stand, lag hinter uns ein ruhm­volles Jahr großer Geschehnisse. Ich weiß nicht, wie- viele Menschen außerhalb des Reiches sich eine klare Vorstellung von dem gemacht hatten, was sich er­eignen würde. Selbst in unserem eigenen Volke gab es wohl mir ganz wenige, die eine Ahnung besaßen von dem, was damals beoorstand, was gelingen mußte und was gelungen ist.

Als im Jahre 1939 auch meine letzten Be­mühungen, die notwendige Revision auf friedlichem Wege zu erreichen, schließlich gescheitert waren, nach­dem es also endlich den internationalen demokra­tisches Hetzern gelungen war, Europa in den Krieg zu stsjrzen, war zunächst unsere erste Aufgabe, den einen Feind im Osten zu beseitigen. Das geschah in 18Tagen. Eigentlich hätten sichdie nicht ganz vom Geist Verlassenen schon nach wenigen Wochen Rechenschaft darüber ablegen müssen, wie aussichts­los ihr Versuch war, das Deutsche Reich noch ein­mal niederzuzwingen. Sie taten es nicht, im Ge­genteil, die Friedenshand, die ich ihnen eyb gegenstreckte, wurde zurückgestoßen. Ich wurde persönlich dckfiir beschimpft und der Feigheit bezich-

ten ersparen. Zuerst wollte ich sie unserem eigenen Volke ersparen, aber auch der übrigen Welt gegenüber glaubte ich als Sieger es ver­antworten zu können, die versöhnende Hand hinzu­halten. Das wurde, wie gesagt, von jenen nicht begriffen, die ja selbst noch nie in ihrem Leben Opfer gebracht hatten und die auch keine nähere Berührung mit den Opfern ihres eigenen Volkes besahen.

So blieb uns nichts anderes übrig, als nun­mehr den Helm endgültig feftzufchnallen und den Weg anzutreten, der uns für alle Zeit von den Gefahren befreien wird, die nicht nur das Deutsche Reich, sondern ganz Europa bedrohen.

Oer Jude als treibende Krast.

Als ich das letztemal hier zu Ihnen sprach, meine alten Parteigenossen, da konnte ich im Vollgefühl eines Sieges sprechen wie kaum je ein Sterblicher vor mir. Und trotzdem lastete damals auf mir eine schwere Sorge, denn ich war mir im klaren, daß hinter diesem Kriege als letzter derjenige Brand­stifter zu suchen ist, der immer von dem Häno^ der Nationen gelebt hat: Der internatio­nale Jude! Ich wäre kein Nationalsozialist mehr gewesen, wenn ich mich von dieser Erkenntnis je entfernt hätte. Wir haben seine Spuren verfolgt durch so viele Jahre, wir haben, wohl zum ersten­mal, In diesem Reich wissenschaftlich planmäßig diese

Probleme für alle Zeiten geklärt und so recht die Worte eines großen Juden begriffen, der sagte, die Rassenfrage sei der Schlüssel zur Weltgeschichte. Wir wußten daher auch ganz genau, und ich wußte es vor allem, daß hinter diesem Geschehen der Jude die treibende Kraft war, und daß es wie immer in der Geschichte Stroh­köpfe sind, die bereit waren, für ihn einzutreten: teils charakterlose bezahlte Subjekte, teils Leute, die Geschäfte machen wollten und davor nicht zurück­schreckten, für solche Geschäfte jederzeit Blut ver­gießen zu lassen.

Ich habe diese Juden als die Weltbrand­stifter kennengelernt. Man sah ja, wie sie in den Jahren vorher über den Umweg von Presse, von Rundfunk, von Film und Theater usw. langsam die Völker vergiftet hatten, man sah, wie diese Vergiftung weiterlief, man sah, wie ihre Finanzen, ihre Geldgeschäfte in diesem Sinne arbeiten mußten. Und in den ersten lagen, des Kriege haben es ja gewisse Engländer es waren nur Rüstungsaktien im Haber auch ganz offen ausgesprochen:Der Krieg muß mindestens drei Jahre dauern! Er wird und darf vor drei Jahren nicht enden!" so sagten sie. Das war selbstverständlich, denn sie hatten ja ihre Kapitalien festgelegt und konnten nicht hoffen, daß sie unter drei Jahren eine Amortisation würden erreichen können. Gewiß, für uns Nationalsozialisten, meine Parteigenossen und -genossinn, ist das fast unver­ständlich. Aber in dieser demokratischen Welt ist es eben so. Man ist Ministerpräsident ober Kriegs­minister und zugleich Inhaber zahlloser Aktienpakete von Rüstungsfabriken. Die Interessen sind damit geklärt.

Wir haben diese Gefahr als die treibende Kraft in unserem inneren Kampf einst kennengelernt. Wir hatten diese schwarzrotgoldene Koalition vor uns,

diese Vermischung von Heuchelei, Mißbrauch von Religion auf der einen und Kapitalinteressen auf ver­änderen Seite, und endlich die wirklich jüdisch- marxistischen Ziele. Wir sind mit dieser Koalition im Innern in einem harten Kampf restlos fertig geworden. Nun steht dieser Feind im Aeußeren genau so vor uns, er ist ja der Inspirator der Weltkoalition gegen das deutsche Volk und gegen das Deutsche Reich.

Er hatte einst Polen vorgeschoben, dann spater Frankreich, Holland und Norwegen in den Bann seiner Dienste gezwungen. England war dabei von vornherein eine treibende Kraft. Aber was war verständlicher, als daß eines Tages auch die Macht gegen uns antreten würde, die diesen jüdi­schen Geist als klarsten Herrscher besitzt: die Sow> j e t u n i o n , die nun einmal der größte Diener des Judentums ift Die Zeit hat unterdessen das be­stätigt, was wir Nationalsozialisten viele Jahre hindurch behauptet hatten, es ist wirklich ein Staat, in dem die gesamte nationale Intelligenz abge= schlachtet worden war und ein geistloses, mit Ge­walt p r o 1 e tarifiertes Untermenschen* tum übrig blieb, über dem sich eine riesige Organi­sation jüdischer Kommissare das heißt in Wirklichkeit Sklavenhalter erhebt. Es gab oft Zweifel, ob nicht vielleicht doch in diesem Staat die nationale Tendenz siegen würde. Man hat da­bei nur ganz vergessen, daß es ja die Träger einer bewußten nationalen Einsicht garnicht mehr gibt, daß letzten Endes der Mann, der vorübergehend der Herr dieses Staates wurde, nichts anderes ist, als ein Instrument in der Hand dieses allmäch­tigen Judentums, und daß, wenn S t a l i n auf der Bühne vor dem Vorhang sichtbar ist, hinter ihm jedenfalls Kaganowitsch und alle diejeni­gen Juden stehen, die in einer zehntausendfachen Verästelung dieses gewaltige Reich führen.

Die Knegsvorbereitungen der Sowjets.

Als ich damals im vergangenen Jahr zu Ihnen hier sprach, bedrückte mich bereits die Einsicht in eine Entwicklung, die nicht mehr mißdeutet werden konnte. Während wir gerade den Aufmarsch im Westen durchführten, begann Sowjetrußland schon mit dem Aufmarsch im Osten. Es trat ein Moment ein, da standen von uns in Ostpreußen drei Divisionen, während Rußland im baltischen Raum 22 mobilisiert hatte. Und das d e r ft ä r 11 e s i ch nun von Monat z u Mona t. Es blieb uns das nicht verborgen, fast Monat für Monat konnten wir bei jedem' einzelnen Verband genau feststellen, wo, wie und wann er einrückte. Damit verbunden war eine ungeheure Arbeit ar. unseren Ostgrenzen, die auch nicht übersehen werden konnte. Im Laufe von wenigen Monaten wurden richt weniger als 9 00 Flugplätze in Bau gegeben und zum Teil fertiggefteUt, man konnte sich aus­rechnen, zu welchem Zweck eine so gigantische, über alle Vorstellungen hinausreichende Massierung v?r russischen Flugwasfe stattfand. Dazu begann nun das Auffüllen iner Basis für einen Aufmarsch, einer Basis, die so gewaltig war, daß man schon daraus wieder auf die Größe des Auf­marsches schließen konnte. Parallel damit ging eine ins Unerhörte gesteigerte Rüstungs­

produktion. Neue Fabriken wurden eingerich­tet, Fabriken, von denen Sie sich, meine Partei­genossen, zum Teil vielleicht keine Vorstellungen machen können Wo vor zwei Jahren noch ein Bauerndorf stand, wurden in dieser Zeit Rüstungs- rabrifen aufgerichtet, die nunmehr 65 000 Arbeiter beschäftigen! Vor Lehmhöhlen wurden Fabrikan­lagen und Verwaltungsgebäude der GPU. gebaut. Vorne Paläste, rückwärts Gefängniszellen für grau­samste Märterung! Parallel damit ging nun eine Verschiebung der Truppen an unsere Grenze', nicht nur aus dem Inneren Rußlands, sondern sogar aus dem Fernen Osten dieses Weltreiches. Division reihte sich an Division. Schließlich waren es-;1 über 100, dann 120, 140, 170 Divisionen uni) darüber hinaus.

Unter diesen bedrückenden Erkenntnissen habe ich damals Molotow nach Berlin geladen. Sie ken­nen die Ergebnisse der Berliner Besprechung. Sie ließen keinen Zweifel darüber, daß Rußland ent­schlossen war, spätestens in diesem Herbst vorzu- gchen. möglicherweise bereits im Sommer. Er ver­langte, daß wir selbst, ich möchte sagen das Tor des Aufmarsches friedlich öffnen sollten. Ich gehöre nun nicht zu den Menschen, die gewisse Tiere nachah- men, die sich ihre Schlächter selbst aussuchen. Ich

tigt.

So blieb nichts anderes übrig, als das Jahr 1940 mit dem Entschluß zu beginnen, nunmehr den w e st- lichen Gegner des Reiches endgültig mederzu- werfen. Nur durch Unvorsichtigkeiten und Schwatz­haftigkeit der Gegner erfuhren wir, daß man un­ter dem Motto, Finnland helfen zu wollen, einen Handstreich gegen Norwegen, in Wirklichkeit gegen die schwedische Erzbahn und die schwedischen Erzgruben plante. Sie haben schon damals nicht mit unserer und mit meiner Entschlußkraft gerechnet! Sie haben sich das Bild meiner Persönlichkeit von jenen Emigran­ten zeichnen lassen, die gerade wegen mir Deutsch­land verlassen mußten. (Heiterkeit.)

Dieses Bild stimmt allerdings nicht ganz genau; es ist falsch. (Erneute Heiterkeit.) Ich habe mich nämlich im Gegensatz zu den Erwartungen dieser Gegner sehr schnell entschlossen, zunächst die nor« wegische Frage in unserem Sinn zu lösen. Das ist gelungen. Und kurze Zeit darauf kam dann jener beispiellose Siegeszug, der den Gegner im West en niederwarf und England zu jenem ruhmvollen" Rückzug zwang, der, wie mani be­hauptet, einer der Ehrentitel der britischen Mitt' tärgeschichte für alle Zeiten sein wird. Ich . habe die Spuren dieserruhmreichen" Aktion persönlich ge­sehen, sie sehen aber sehr unordentlich aus. (Stür­mischer Beifall.)

Ich habe mich auch dann noch einmal, zum letzten Male und dies habe ich ausdrücklich vetont entschlossen, England die Hand hlnzu- st reck en und es darauf Hmzuwelsen, daß eine Weiterführung dieses Krieges gerade für Englano nur sinnlos fein könnte und daß es nichts gebe, was einen vernünftigen Friedensschluß hindern konnte, ja, daß zwischen England und D e ut jch - land an sich keine Gegensatz e vorhanden seien, außer solchen, die künstlich gemacht wurden. Der wahnsinnige Säufer, der nun seit Jahren Eng' land dirigiert (stürmischer Beifall), hat auch darin sofort wieder ein neues Zeichen metiier schwach erblickt. Ich wurde abermals als ein Mann Hm9^ stellt, der sich die Zukunft schwarz varsi-llt und sich deshalb nicht mehr getraut, den Kampf fortzusetzen. In Wirklichkeit habe ich die Zukunft^mcht anders gesehen, als sie sich abspielte. Aber ich habe neben all dem Glorreichen auch die O p f e r vorausge- sehen. und ich wollte diese Opfer nur allen Sei-

Der 9. November in München.

München, 9. Nov. (DNB.) Arn 9. November ehrte, wie in den früheren Jahren, die national­sozialistische Bewegung wiederum ihre Toten. Zu den 16 an der Feldherrnhalle gefallenen gehören nun auch die Toten, die dem Meuchelmord im Bürgerbräukeller vor zwei Jahren zum Opfer fielen, gefallen durch ein Verbrechen im Solde Englands. Gemeinsam haben die Volksgenossen auf dem Münchener Nords rcke d h o f ihre Ruhestätte gefunden. In einer schlichten Feier ehrte am Vor­mittag vor ihrem Grabmal die nationalsozialistische Bewegung ihr Gedächtnis. Kränze des Gauleiters Adolf Wagner und des Oberbürgeriheifters der Hauptstadt der Bewegung, Reichsleiter Fiehler, waren in früher Morgenstunde niedergelegt worden. Gauleiter Adolf Wagner erschien mit dem Reichs­leiter Baldur v. S ch i r a ch , Gauleiter Schwede- Coburg, Generalleutnant R e i n i ck er vom Ober­kommando der Wehrmacht und zahlreichen anderen führenden Persönlichkeiten der Bewegung unter ihnen die Reichsfrauenführerin Frau Scholtz-Klink an der geweihten Stätte. Aus den Händen dreier alter Kämpfer nahm der Gauleiter den Kranz des Führers entgegen, um ihn im Auftrage des Mannes niederzulegen, für den diese echt deutschen Menschen in des Wortes wahrster Bedeutung vor zwei Jahren starben.

Die Stätte, an der an dem tragischen 9. Novem­ber 1923 die ersten Blutzeugen der nationalste Wischen Bewegung ihre Treue zu Adolf Hitler mit ihrem Leben bezahlten, war wiederum der Schau­platz einer von weihevoller Stimmung getragenen Erinnerungsstunde. Neben dem Mahnmal wehte auf schwarzem Grunde die weiße Siegrune, Dop­pelposten der *1*1 stand an der Tafel, deren Namen vom Opfer der Männer des 9. November künden. In der Residenzstraße hatten vor dem Mahnmal je eine Hundertschaft der SA, des NSKK., der Po­litischen Leiter und de, HI. Aufstellung genom­men, mit ihnen der Musikzug der SA.-Standarte, die traditionell den ehrenvollen Auftrag der aktiven Teilnahme an der Feier hat. Tausende aus der Be­völkerung säumten den Platz ein, die durch ihre

Teilnahme ihrer Verbundenheit mit den Marschie­rern des 9. November und Vorkämpfern des heuti­gen Reiches Ausdruck geben wollten.

Die beiden prächtigen Kränze, der Kranz des Führers und der Kranz der Wehrmacht, wurden von je vier Offizieren des Heeres und der Waffen- ff herangetragen.

Gauleiter Staatsminister Adolf Wagner und als Vertreter der Wehrmacht Generaloberst Fromm schritten bis vor das Mahnmal. In Hummern Gruß und Gedenken verweilten sie und ehrten die Kämpfer Adof Hitlers, die am 9. No­vember vor 18 Jahren diese Stätte mit ihrem Blute tränkten. Trommelwirbel ertönte, und eine im Hofgarten aufgestellte Batterie löste 16 Salven zum ehrenden Gedächtnis an die Gefallenen des 9 November. Dann erklang das Lied vom guten Kameraden. Nun legte Gauleiter Adolf Wagner den Kranz des Führers nieder. Es folgte die Kranzniederlegung für die Wehrmacht durch Gene­raloberst Fromm.

Münchens Bevölkerung erhob entblößten Haup­tes den Arm zum Deutschen Gruß. Nochmals grüß­ten Gauleiter Wagner und Generaloberst Fromm die Helden des 9. November. Der eindrucksvolle Akt an der geheiligten Stätte hatte damit sein Ende erreicht.

Den würdigen Schluß-Stein in der Reihe der Gedenkakte zum 9. November bildete die Weihe­stunde am Königlichen Platz. In mächtigen Blocks sind Abordnungen von Partei und Wehr­macht und der deutschen Jugend, Bannerträger der Zukunft, ausmarschiert. Waffen-^ und SA., NSKK. und NSFK., Politische Leiter und deutsche Polizei, HI. und BDM. sind mit Fahnen und Standarten der Bewegung und ihrer Formationen mit Blick zur Ewigen Wache angetreten. Ihren Aufstellungs­platz umsäumen Tausende und aber Tausende deut­scher Volksgenossen. Reichsleiter und Gauleiter stehen auf den Tribünen nahe der Ewigen Wache. Groß ist die Zahl der hohen Offiziere, die mit ihnen, so­wie Vertretern des konsularischen Korps, insbeson­dere Italiens, versammelt sind.

In nächster Nähe der Ewigen Wache, auf Ehren­plätzen, haben sich die Angehörigen der Helden des 9. November 1923 eingefunden, als aus Richtung Feldherrnhalle einziehend, barhäuptig wie damals, die Blutfahne voran, in grauer Windjacke mit dem Braunhemd darunter oder in der Uniform der Wehr­macht, die Blutzeugen des 9. November nahen. Als einzigen Schmuck, aber heiligen, den Blutorden an der Brust, marschieren diese Künder der national- sozialistischen Weltanschauung durch die Mitte der angetretenen Verbände bis zu den gegenüberliegen­den Propyläen und zu beiden Seiten zurück, um dann als erste hinter den Angehörigen der Blut­zeugen des 9. November 1923 vor der Ewigen Wache anzutteten.

Stillgestanden!, ertönt das Kommando. Feier­liche Stille liegt über' dem weiträumigen Platz, des­sen Krönung die Parteibauten sind. Dumpf wirbeln die Trommeln.

Der Gauleiter des Traditionsgaues begibt sich in Begleitung des Vertreters der Wehr­macht, Generaloberst Fromm, in die beiden Eh­renbauten und legt hier die 16 Kränze des Führers nieder. Jeder der Lorbeerkränze mit weißen Chrysanthemen trägt zwei rote Schleifen­bänder, eines mit dem Namen des Führers, das andere mit dem Flamen, an dessen Sarg der Gau­leiter den Kranz niederlegt. Währenddessen präsen­tieren die Männer der Waffen-^ das Gewehr.

Der Trommelwirbel ist beendet. Kommandos hal­len über den Platz. Der Gaumusikzug spielt das Deutschland- und das Horst-Wessel-Lied. Dann er­scheint der (Bauleiter vor der Front der angetrete. nen Verbände und grüßt zusammen mit dem Ver­treter der Wehrmacht die Blutfahne, um dann jedem der Angehörigen der Toten des 9. November die Hand zu schütteln.

Ein letzter Gruß an die Blutfahne, die Weche- ftunde ist beendet. Das nationalsozialistische Deutsch, land hat im Jahre des Sieges "über den Bolsche- wismus seine Toten wieder in würdigster Weise ge­ehrt.-