Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an unserem schweren Verlust sagen wir allen unseren herzlichsten Dank.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen;
Familie Karl Agel.
Lollar, den 9. Juni 1941. ,
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STADTTHEATER GIESSEN
Intendant Hans Walter Klein
Heute Dienstag, den 10. Juni 1941, 19.80 bis 21.30 Uhr — Außer Miete! Abschieds-Vor s-t eil ung für Gert Geiger, Hans Geißler u. Joachim Ernst ERSTAUFFÜHRUNG!
Großer Wen auf kleiner 3'nsel
Lustspiel in 3 Akten von Just Scheu und Peter Albert Stiller Spielleitung: Hans Geißler Bühnenbild: Karl'Löffler
Preise: RM. 0.60, 1.00, 1.35, 1.85, 2.55, 3.10
Samstag, den 14. Juni 1941, 19.30 bis 22.30 Uhr — Außer Miete! Auf vielseitigen Wunsch! Einmalige Wiederholung!
fBoccaccio
Operette in 3 Akten vor Franz von Suppe
Musikalische Leitung: Arthur Apelt - Spielleitung: Reinhard Lehmann (Hess. Landestheater Darmstadt) a. G.
Bühnenbild: Karl Löffler — Tanzleitung: Irmgard Trömel - Chöre: Erich Richter
Preise: RM. 0.90, 1.30, 1.85, 2.30, 2.85, 3.60
Kassenstunden werktags von 10 bis 13 Uhr, sonntags von 11 bis 12.30 Uhr (Tel. 2930). — Vorverkauf auch im Schokoladenhaus Huntemann, Gießen, Seltersweg 39 (Tel. 3969) während der Geschäftszeit. 2617o
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Unglücksschützen wegen fahrlässiger Tötung zu verantworten. Er hatte insofern das Unglück rnit- verschuldet, als er das Gewehr in einem unverschlossenen Kleider schrank aufbewahrte und der Junge jederzeit zu der Schußwaffe gelangen konnte. Der Vater wurde deshalb zu 200 RM. Geldstrafe verurteilt.
Regensturm in Japan fordert zahlreiche Todesopfer.
Ein schwerer, seit Tagen wütender Regensturm, der Hokkaido (Japan) heimsucht, richtete großen Schaden an und forderte bereits über 6 0 Menschenleben. Durch Dammbruch wurde ein Dorf überflutet und über 50 Häuser von den Fluten
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Außer Miete!
19.30 bis 21.30 Uhr
Erstaufführung!
Abschieds -Vorstellung für Gert Geiger, Hans Geißler nnd Joachim Ernst
Großer Herr auf kleiner Insel
Lustspiel in 3 Akten von Just Scheu und Peter Albert Stiller.
Preise von RM. 0.60 bis 3.10.
gesetzten Polrze'rkräfte verdoppelt werden. Auch die örtliche Preisüberwachung ist je nach den Erfordernissen und Möglichkeiten zunächst bis etwa 50 v. H. zu verstärken.
Eine neue Aktion der Hitler-Zugend.
Dichterlesungen für die Angehörigen der Soldaten.
Durch eine Anweisung des Leiters des Kulturamtes der Hitler-Jugend haben die Spieleinheiten der HI. neben ihren kriegsbedingten Sonderauf-
fortgerisien. Außerdem müssen zahlreiche Fischerboote mit chren Besatzungen als verloren gelten.
Der längste Aleerestunnel der Welt.
Die japanischen Inseln Honschiu und K rusch i u sind durch den längsten Meerestunnel der Welt verbunden. Der Unterseetunnel zwischen den Küstenstädten Schimonoseki und Maji ist etwa acht Kilometer lang. Bohrarbeiten, die 1936 von beiden Seiten ausgenommen wurden, führten nun zur Herstellung der Verbindung, die früher als vorgesehen möglich war, da man für Bohrungen günstige Gesteinsmassen vorfand. Nun erfolgt der Ausbau für den Eisenbahnverkehr zwischen den Inseln.
Am 8. Juni 1941 entschlief sanft mein innig geliebter Mann, unser treuer Vater, Schwiegervater und Großvater
Apotheker Hermann Dornberger
kurz nach Vollendung seines 76. Lebensjahres.
In tiefer Trauer: Hedwig Dornberger, geb. Roltsch
Apotheker Max Dornberger, z.Z. Hauptmann (im Felde)
Oberst Dr.-Ing. e. h. Walter Dornberger
Diplom-Landwirt Wolfgang Dornberger
Gertrude Dornberger, geb. Stephany
Alice Dornberger, geb. Raeder
Meta Dornberger, geb. Heinz, und 3 Enkelkinder.
Gießen (Kreuzplatz 2), den 9. Juni 1941.
Die Trauerfeier findet statt am Freitag, dem 13. Juni, um ! 14 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs. — Wir bitten von Beileidsbesuchen abzusehen.
Für die alten Oelfarbenlacke war neben den Farbstoffen und dem Oel Harz notwendig, das aus bestimmten Bäumen gewonnen wurde. Deutschland mit seiner begrenzten Waldwirtschaft mußte von jeher große Mengen von diesem Harz einführen, das nicht nur für die Farbstoffindustrie, sondern auch für die Elektrizitätswirtschaft und andere Industriezweige unentbehrlich war. Man kann nun aus Steinkohlenteer und Holzgeist zwei — früher viel benutzte — Desinfektionsmittel gewinnen, die Karbolsäure und das Formalin, im chemischen Laboratorium Phenol und Formaldehyd genannt. Schon im vorigen Jahrhundert hat der große deutsche Chemiker A. v. Bayer erkannt, daß diese beiden Desinfektionsmittel sich unter bestimmten chemischen Bedingungen, nämlich bei Hitze und hohem Druck zu einem harzartigen Stoff vereinigen. Der Amerikaner Baekeland arbeitete danach eine technische Methode aus, mittels deren er das nach ihm benannte Bakelit herstellte. Inzwischen haben deutsche Forscher die Entdeckung Bayers erheblich weiter ausgebaut. Es ist jetzt nicht nur möglich, Kunstharz aus Kohle zu machen, sondern nach Belieben härtbares und nicht härtbares Harz, Rohstoff für Lacke und Spezial-Kunststoffe in verblüffender Vielseitigkeit. Einer davon, das Mipolam z. B. ist leichter als Magnesium, gegen Wasser, Säure, Oele und Laugen unempfindlich, es -brennt nur in der Flamme, gibt dieser also keine Nahrung und kann wie Metall geschweißt und verformt werden. Andere Kunstharze dienen zu Isolierung von Kabeln, als Dichtungsringe oder als Säurebehälter. Auf einer Ausstellung chemischer Werkstoffe konnte man vor zwei Jahren eine 30 m lange Apparatur mit großen
Chemiker hat einmal vor einigen Jahren gesagt: „Früher heizte man seine Wohnung mit Holz und Kohle, trieb seine Mühlen mit Wasser, hüllte sich in die Wolle des Schafes oder dis Gespinste der Seidenraupe und säuerte den Hering mit Gärungsprodukten. — Alles das hält die moderne Chemie für falsch. Mit dem Wasser macht man deshalb elektrische Kraft, die die Mühlen treibt und wahrscheinlich bald auch die Hochöfen und die Häuser heizt, die Kohle aber, die man dadurch spart, benutzt man, um den Hering zu säuern, Autos und Flugzeuge zu treiben und Wolle daraus zu spinnen, die wieder das Schaf überflüssig machen." — Es ist tatsächlich unglaublich, wie viele Dinge des täglichen Gebrauchs von der Kohle stammen. So hat sich, seitdem der deutsche Chemiker Runge die Teerfarben entdeckte, die deutsche Farbchemie in unerhörter Entwicklung den ganzen Weltmarkt erobert. Sie hat Anilinfarben, die Jndanthrenfarben, und neuerdings sogar Lackfarben aus Kohle Herstellen gelernt, und sie verfügt längst über weit mehr Farbtönungen als die Natur. Gerade auf diesem Gebiet sind in den letzten Jahren besondere Fortschritte gemacht worden, und zwar in Zusammenhang mit der deutschen Kunstharzindustrie.
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Säurebottichen sehen, die ausschließlich aus Kun^sl harz hergestellt waren. Längst haben die neuen Al» \ ' kömmlinge der Kohle auch den Hartgummi veü drängt. Man findet sie in Aschenbechern, Gehäuseß' von Radioapparaten, Wandbekleidungen und fogar Bierleitungen und kürzlich wurde auf einer Tagung für Bauforschung prophezeit, daß in absehbarer Zeit auch die Möbel nicht mehr aus Holz, sonder» ; aus den viel leichter zu bearbeitenden Kunststoffe» hergestellt werden würden. So ist es kein Wunde?, daß diese neuen Werkstoffe das gute alte Gala» lith, den „Milck)stein", längst verdrängt habeir, i Für diesen hat sich inzwischen anderweitige Ver» | wendung gefunden.
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Bekanntmachung.
Erfassung des Geburlsjahrgangs 1923 der weiblichen Jugend für den Reichsarbeitsdienst.
Auf Grund des Reichsarbeitsdienstgesetzes in der Fassung vom 9. 9. 1939 und der Verordnung über die Erfassung der weiblichen Jugend für den Reichs- arbeitsdienst vom 28. 6. 1940 haben sich die weiblichen Angehörigen des Geburtsjahrgangs 1923 die in der, Kreisstadt Gießen wohnhaft oder aufent- hältlich sind und eine Vorladung zur Eintragung in das RAD.-Pflichtstammblatt (WJ.) nicht erhalten haben, bis zum 20. Juni 1941 während der Dienststunden bei der Polizeidirektion Gießen — Einwohnermeldeamt — Neuenbäue 22, II. St., Zimmer 8, zu melden. 2543D
Angehörige des genannten Jahrgangs, die verheiratet, verwitwet oder geschieden sind, haben sich ebenfalls zu melden.
Auskünfte erteilt vorgenannte Dienststelle, auch über vorzulegende Urkunden und Ausweise.
Nichterscheinen zieht Straf- und Zwangsmaßnahmen nach sich.
Gießen, den 6. Juni 1941.
Der Pottzeldireklor.
I. V.: Hellwege Emden.
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Der deutsche Vorsprung
Von Dr. Ludwig Kuhle.
Aus aller Welt.
Wiedersehen in der Wochenschau.
In einer der letzten Wochenschauen erkannten Eltern eines Fallschirmjägers in Rottweil bei den Bildern vom todesmutigen Einsatz der Fallschirmjäger am Isthmus von Korinth ihren Sohn. Die glücklichen Glfern besuchten daraufhin noch einige Male die Wochenschau, um ihren Jungen immer wieder zu sehen.
Tod durch unreife Stachelbeeren.
In Soest bei Saarburg aß ein zehnjähriger Junge einer Landwirtsfamilie eine beträchtliche Menge unreifer Stachelbeeren und trank dann Apfelwein. Schon nach kurzer Zeit stellten sich heftige Leibschmerzen ein, die zu Magenkrämpfen führten. Ein Arzt konnte zwar eine Linderung der Schmerzen herbeiführen, doch nach 24 Stunden verschlimmerte sich der Zustand des Jungen derart, daß er unter furchtbaren Schmerzen starb.
Volksfchädling hingerichtet.
Am 7. Juni 1941 ist der am 31. Juli 1909 in Würzburg geborene Georg Dirmeier hingerich - t e t worden, den das Sondergericht in Bamberg als Volksschädling zum Tode und dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt hat. Dirmeier hat aus Rachsucht die Scheune der Bäuerin, bei der er in Arbeit stand, an gezündet und hierdurch erhebliche Vorräte und' wertvolle landwirtschaftliche Geräte vernichtet.
Jüdischer Sittlichkeitsverbrecher wegen Widerstandes erschossen.
Der Reichsführer ff und Chef der deutschen Polizei teilt mit: Am 31. Mai 1941 wurde der jüdische Sittlichkeitsoerbrecher Georg Israel Sokdler wegen Widerstandes erschossen.
Ein Kind an der Schaukel erhängt.
Auf schreckliche Weise kam in Nord weil der elf Jahre alte W. Wacker ums Leben. Der Junge hatte sich aus einem langen Seil eine Schaukel her- gestellt, die er am Schopf des elterlichen Anwesens befeftigte. Beim Drehen der Schaukel brachte der Junge den Hals zwischen die beiden Stränge, so daß er sich selbst erdrosselte. Der Junge wurde von seinen Eltern einige Zeit später t o t aufgefunden.
Schußwaffen unter Verschluß halten!
Das Göttinger Amtsgericht hatte sich mit einem folgenschweren Unfall infolge unvorsichtigen Umgangs mit einer Schußwaffe zu befassen. Der Schüler Cl. aus Gerblingerode (Hann.) lud ein Tesching- gewehr mit einer selbstgefertigten Patrone, die nicht genau in den Lauf paßte. Dabei löste sich ein Schuß und traf ein neunjähriges Kind, das unter einem Tisch spielte. Die Kugel drang in die Stirn oberhalb des linken Auges ein und verletzte das Gehirn, so daß der Knabe einige Stunden später starb. — Vor Gericht hatte sich nun der Vater des
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Rohstoffe aus der Retorte.
Der bekannte Chemiker Professor Franz Fischer, einer von den deutschen Forschern, denen es gelungen ist, Kohle in Benzin umzuwandeln, hat kürzlich über die Möglichkeiten berichtet, Motortreibstoffe auch aus Kohlensäure und Wasserstoff synthetisch zu gewinnen. An sich ist das durchaus einleuchtend, denn alle Mitglieder der vielverzweigten großen Benzinfamilie sind sogenannte Kohlenwasserstoffe, d. h., sie bestehen aus oen beiden Elementen Kohlenstoff und Wasserstoff. Wasserstoff findet sich als Begleiter des Sauerstoffs bekanntlich im Wasser, Kohlenstoff aber ist in Form von Kohlensäure überall in der Luft zu finden. Man müßte also zunächst die Kohlensäure der Lust auffangen und den Wasserstoff aus dem Wasser auf elektrischem Wege abspalten, worauf „nur noch" einige chemische Reaktionen notwendig sind, um das gewünschte Benzin zu erhalten. — Zwar würde dieses Verfahren vorläufig noch etwas kostspielig und umständlich sein, aber es ist durchführbar. Ungeheure Mengen von Kohlensäure sind in den Kalkgebirgen gebunden, die dadurch mehr Kohlenstoff enthalten als alle Kohlenlager der Welt. Sollte unseren Nachfahren einmal die Kohle ausgehen, so werden sie in den kalkhaltigen Gebirgen überreichen Ersatz dafür finden, sofern sie es nicht vor- Zlehen, sich an die vulkanischen Kohlensäurequellen zu halten, die auch in Deutschland in ehemals vulkanischen Gebirgen zu finden sind. Ein müder Wanderer, der sich nichtsahnend auf ein verlockend grünes Moosvolster zum Mittagsschlummer niederlegte, würde daraus nicht wieder aufwachen, wenn er das Pech hätte, gerade in die Nähe einer solchen „trockenen" Kohlensäurequelle zu geraten. Eine dieser Quellen wurde tatsächlich auch dadurch entdeckt, daß man rings um einen Tümpel zahlreiche tote Vögel fand. Die vulkanische Kohlensäure strömt schon seit hunderttausenden von Jahren aus der Erde. Sie wird sicherlich auch weitere hunderttausend Jahre oder mehr in der gleichen Stärke wei- terftrömen. Außerdem kann man nach der Meinung von Professor Fischer durch Bohrungen neue und wahrscheinlich viel stärkere Quellen erschließen. Es kann also beim besten Willen kein Rohstoffmangel für Treibstoffe in Deutschland eintreten, sofern in hundert Jahren überhaupt noch Benzinmotoren als Antrieb verwendet werden.
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Wie für den Ausbau der Gestirne die Metalle, so ist für den Menschen, wie überhaupt für alles Leben auf der Erde, der K o h l e n ft o f f das wichtigste Element. Während alle übrigen Elemente zusammen in ungefähr 15 000 Verbindungen vorkommen, sind vom Kohlenstoff allein fast schon eine halbe Million Verbindungen bekannt. Diese einzigartige Vielseitigkeit macht ihn auch für die deutsche Rohstoffwirtschaft so wichtig. Ein witziger
* Vgl. den ersten Aufsatz in Nr. 134 vom 9. Juni 1941.
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Daß man aus der Milch der Kuh das Kasein gewinnen kann, ist seit langem bekannt. Dieser „Käsestoff" wird hart, wenn man ihn mit Formal- dehyd behandelt. Er läßt sich vor der Härtung kneten, einfärben und in jede gewünschte Form pressen. Nach der Härtung kann man ihn drechseln und bearbeiten wie Holz. Die Grundmasse, b<?r Quark, ist nichts anderes als ein Eiweißstoff uni I hat mit der Schafwolle eine gewisse entfernte Dor« wandtschaft. So kam ein Deutscher namens To, tenhaupt auf den Gedanken, aus dem Kasel» Fasern zu machen. Er fand auch das chemische Prinzip, konnte es aber technisch nicht ausnutzen. Während des Abessinienkrieges kam dann diese neuartige Faser zu großen Ehren. Italienische Wissenschaftler hatten die Technik der Herstellung inzwischen soweit verbessert, daß während dec Völkerbund-Blockade Italiens Rohstoffwirtschask durch die M i l ch w 0 l l e erheblich entlastet werde» konnte. Heute wird auch in Deutschland solche „Kuh« Wolle" hergestellt, daneben ist aber auf der Grund« läge des Kasein eine neue vielseitige Industrie ent« standen, die Farben, Leim und viele andere Dinge aus dem Quark herstellt. Die Gewinnung von Wolle, ohne das Schaf zu bemühen, ist für dir deutsche Textilwirtschaft mit ihrer schmalen natür-fl lichen Rohstoffbasis besonders wichtig. Schon ditii Erfindung der Zellwolle war deshalb eine große Tat. Sie wird aus Zellulose hergestellt, und dies« wieder aus Holz gewonnen. Nun konnte Holz, das zum Teil im deutschen Wald geschlagen werden kann, das aber auch in der Einfuhr billiger iftg] als Wolle, als Ausgangsmaterial für Spinnfasern der verschiedensten Art dienen. Zellulose ist! aber nicht nur im Holz der Bäume zu finden, son-L dem ebenso auch im Sttoh und nicht zuletzt im Kartoffelkraut. Der Führer selbst hat vor drei Jahren darauf hingewiesen, daß viele Millionen Tonnen Kartoffelkraut jährlich ungenutzt verbrannt werden oder auf dem Feld verfaulen, und daß > hier eine wertvolle Rohstoffquelle bisher ungenutzt blieb. Der deutsche Textilchemiker Dr. Schieber, übernahm damals mit seinen Mitarbeitern die I Aufgabe, die Zellulose des Kartoffelkrautes nutzbar j zu machen. Nach wenigen Monaten schon konnte er I dem Führer ein Album mit den ersten, aus Kar» I toffelkraut gewonnenen Zellulose-Fasern überreichen. ] Kurze Zeit darauf war die Kartoffelkrautvenver» j tung fabrikationsreif. Die erste auf Kartoffelkraut» Papier hergestellte Zeitung, wurde in Weimar gedruckt. — „Der Appetit kommt mit dem Essen", I meinten die Thüringer Kartoffelkrautspezialistei, ] und machten sich daran, auch Zellwolle aus bem neuen Rohstoff herzustellen. Heute ist auch dieses I Problem gelöst, die „Solanumzellwolle* I ist auf dem Marsch, und da Deutschland das größte I aller fartoffe Ian bauenden Länder ist, stehen uns I hier in Zukunft genügend Rohstoffe zur Verfügung.
So rundet sich das Bild deutscher, chemischer' Leistungen, die in wenigen Jahren zur Sicherunz 1 des deutschen Lebens unerhört Großes vollbracht haben. (Weitere Aufsätze folgen.)
HaupNchriflleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange Stellvertreter oe4 I Haupt,chrlitletters: Ernst Blumschetn. Verantwortlich rür Politi. ual> I Bilder: I. B.Ernst Blumschein; |üc das Feuilleton:Dr. Hans Thyriot; I für Stadt Gießen. Provinz, Wirtichatt u. Sport: Emu Biumichem.
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