anschließend Nrauffühnmg „Der Tod und das Reich": 17 bis 20 Uhr: „Prinz Friedrich von Homburg". — Gloria-Palast, Seltersweg: »Hameraüen^. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Dorf im roten Sturm". — Oberhessischer Kunstverein: 11 bis 13 Uhr Ausstellung im Foyer des Stadttheaters.
vom Gießener Konzertring.
Wie in einer Voranzeige der diesjährigen Veranstaltungen des Gießener Konzertringes 1941/42 bereits bekanntgegeben wurde, feiert der Gießener Konzertverein in diesem Winter das 150. Jahr seines Bestehens. Im Zeichen dieses seltenen Jubiläums steht denn auch das Programm, das er sich für sein Festjahr gewählt hat. Denn seit seinen ersten Anfängen hat der Gießener Konzertverein stets das Bestreben gehabt, nur die edelste Musik durch die allerbesten Künstler seinen Besuchern zu bieten. Namen wie Sarasate, Wilhelms, D'Albert, Lammond, Wilhelm Backhaus, Edwin Fischer, Lilli Lehmann, Erna Sack und Heinrich Schlusnus, um nur die allerbekanntesten zu nennen, bürgen für diese Tradition. So konnten denn auch für diesen Winter Künstler verpflichtet werden, deren Namen jedem Konzert- und Musikfreund alte Bekannte vorstellen und weit über die Grenzen unseres Vaterlandes hinaus einen guten Klang haben: Wilhelm Backhaus, Elly Ney, Gertrude Pitzinger, Quar- tetto di Roma. Den Reigen eröffnet am Sonntag, 16. November, der Altmeister des Klavierspiels Wilhelm Backhaus mit Werken von Bach, Schubert, Brahms und Chopin.
Oer gleiche Herzschlag.
Am 9. November Ist Opfersonntag!
Zwei große Kr-aftquellen sind es, die die Geschichte später einmal als die Retter der Kultur und Zivilisation nennen wird: Den deutschen Soldaten und die den Geist Adolf Hitlers atmende großdeutsche Heimat, den Hort der deutschen Seele. Von ihr aus geht die Kraft, die unsere Soldaten täglich von neuem zum rastlosen Angriff beseelt. Mehr denn je stellt die Heimat das Herz des ganzen Krieges dar. Dieser Herzschlag ist draußen an der Front zu spüren, wo man auf die Opfer der Heimat ver- trauensvoll blickt.
Wir wollen deshalb unser Opfer n-icht gedankenlos geben. So wesentlich der materielle Erfolg des Kriegswinterhilfswerkes immerhin auch fein mag, noch wichtiger ist der Ausdruck einer geschlossenen und bejahenden Volksgemeinschaft, die durch den gemeinsamen Opferwillen vollzogen wird. Diese durch nichts zu trennende Volksgemeinschaft ist es aber, die unseren Soldaten die Kraft gibt, immer wieder ihr Leben für die Heimat einzusetzen. Die bisher errungenen Erfolge waren nur möglich, weil die Front wußte, daß sie nicht auf sich allein gestellt kämpfte, sondern daß hinter ihr eine Heimat stand, die nicht nur von dem Gedanken erfüllt war, den Krieg zu gewinnen, sondern auch eine neue und bessere Weltanschauung für kommende Generationen zu erfüllen.
Obus-Linie 3 im Betrieb.
Am gestrigen Freitagnachmittag fuhren die Obuswagen zur Probe auf der neu eingerichteten Strecke Schubertstraße — Ludwigstraße — Ludwigsplatz — Licher Straße — Endhaltestelle im Stadtwald an der Licher Straße. Seit heute Vormittag befindet sich diese Linie als dritte unseres Obusbetriebes im Dienste des öffentlichen Verkehrs. Die Wagen verkehren in Abständen von 15 Minuten. Haltestellen sind: Schubertstraße (Wendeplatz), Uhlandstraße, Leihgesterner Weg, Ecke Liebigstraße/Ludwigstraße, Ecke Bleichstraße/Ludwigstraße, vor der Universität, Ludwigsplatz, Nahrungsberg/Ecke Licher Straße, Am Lutherberg, Graudenzer Straße, Endhaltestelle im Stadtwald an der Licher Straße (Wendeplatz). Am Ludwigsplatz ist Umsteigemöglichkeit in Richtung Bahnhof und Rödgener Straße gegeben. Es ist erfreulich, daß nunmehr mit diesem neuzeitlichen Verkehrsmittel eine gute Fahrverbindung nach dem Südoiertel geschaffen worden ist und damit zugleich die Möglichkeit besteht, auch zu Besuchen im Klinikviertel fahren zu können.
Wer will Sanitätsoffizier der Lustwaffe werden?
Schüler höherer Lehranstalten, die ihre Reifeprüfung 1943 ablegen und die Absicht haben, sich um Einstellung als aktive Sanitätsoffiziersanwärter der Luftwaffe zu bewerben, müssen ihre Bewerbungen sofort bei dem für ihren Wohnsitz zuständigen Luftgauarzt einsenden. Die Dienstanschriften der Luftgauärzte sind auf den Wehrbezirkskommandos bzw. Wehrmeldeämtern und bei der nächstgelegenen Lustwaffendienststelle zu erfahren. Bei den Luftgauärzten können Merkblätter über die Sanitätsoffizierslaufbahn der Luftwaffe angefordert werden.
Gießener Dochenmorktprelse.
* Gießen, 8. Non. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, Vi kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Wirsing, % kg 6 bis 10, Weißkraut 5 bis 8, Rotkraut 8 bis 10, gelbe Rüben 7 bis 9, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 12 bis 15, Unterkohlrabi 7, Meerrettich 50 bis 70, Schwarzwurzeln 20 bis 40, Lauch 17, Sellerie 15, Feldsalat, 1/io 10, Blumenkohl, das Stück 30 bis 60, Endivien 10 bis 15, Oberkohlrabi 10 bis 15, Rettich 6 bis 10, Radieschen, das Bund 10 Rpf.
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29/30-
Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei.
Helden-Ehrenfeier
am 9.^00 em bet 1941 im Theater der Universitätsstadt Gießen um 10 U h r.
L Teil: Feierstunde der NSDAP, und ihrer Gliederungen.
Das Städtische Orchester unter Leitung von Otto Söllner wirkt mit
n. Teil: Uraufführung: Der Tod und das Reich.
Chorisches Spiel von Hans Rehberg.
Die Bevölkerung Gießens, einschließlich Klein-Linden und Meseck, ist herzlichst eingeladen.
Karten durch die Parteidienststellen. Kreisleitung Detterau.
Was uns -ie Lahn auf ihrem Lauf erzählt.
Eine heiter-ernste heimatkundliche Plauderei.
Von Dr. I. Horn, Gießen.
In dem Keller des Försterhauses von Lahnhof, einem stillen Weiler im Gebiet des Ederkopfes im Rothaargebirge (Westfalen), komme ich aus dem dunklen Schoß der Erde ans Licht der Welt. Richt viele deutschen Flüsse erfreuen sich eines ähnlich romanttschen Ursprungs; dazu ist mein Name, Lahn, wie der von vielen anderen Flußläufen, keltischer (vorgeschichtlicher) Herkunft. Recht stolz bin ich auf meinen arisch-keltischen Namen, auf meinen sprachlichen Uradel sozusagen, und so fahr ich denn in die Welt; mein guter Stern geleitet mich.
Wem Gott will rechte Gunst erweisen, Den schickt er in die weite Welt.
Hurtig geht es unter fteudigem Geplätscher den Wiesenhang hinunter; denn muntere Bäche sind wie wilde Buben, die nicht schweigen und nicht stillsitzen können. O selig! o selig! ein Bach noch $u sein! Unweit Feudingen, aus einem ganz reizenden Seitental herauskommend, schließt sich mir die lu- sttge Ilse lachend an, und weiter gehts voll Tatendrang durchs alte Wittgsnsteiner Land. Heute können die wackeren Frauen von Saßmannshau- f e n unbesorgt ihre Wäsche zum Trocknen im Freien aufhängen, denn die Zigeuner, die von einem Witt- gensteiner Fürsten hier angesiedelt worden waren, und in einer Kolonie zusammenhausten, sind längst ihrem alten Wandertrieb gefolgt oder Haden sich den ortsüblichen Sitten gefügt.
Zur Linken schaut hoch oben das Schloß Wittgenstein (Wittgen — Wittekind) weithin in das bergige Land, in dessen ausgedehnten Waldungen, Gott sei's geklagt, Wilddiebe, Wildschänder, immer wieder ihr schimpfliches Handwerk betreiben. Zu Füßen des Schlosses liegt ein vielbesuchter Luftkurort, das anmutige Laasphe; die zweite Silbe dieses Namens (phe, in anderen Worten fe) leitet sich — so unglaubwürdig das auf den ersten Blick erscheinen mag — von lateinisch aqua (gotisch ahva) ab, und „Laasphe" heißt ganz einfach „Lachswasser"; in meinem Wasser sich tummelnde Lachse verhalfen also der Siedlung zu ihrem Namen. Bedeutende Badeorte gibt es auf meinem Oberlauf nicht, erst der Taunus ist damit reich beschenkt. Dafür aber ist hier, wie überall auf meinem ganzen Lauf, auch in dem kleinsten Dorf, ein Strandbad an meinen Ufern eingerichtet. Unsere wildschweifenden Buben aber lassen sich von keinem König das Vorrecht bestreiten, an passender Stelle ein Freibad zu nehmen, ohne da- bei immer die sittenstrenge Badehose für unbedingt notwendig zu erachten.
Schon lange sind die leichten Kinderschuhe ausgetreten, und, ein Sträuße! am Hute, den Stab in der Hand, so wandert es sich lustig in dem sogenannten „Hinterland", einer reizvollen Landschaft, als deren Perle sich das herrliche Biedenkopf mit Recht preisen darf. Bis 1866 gehörte dieses Gebiet zu Hessen-Darmstadt, und wurde dann zu Hessen-Nassau geschlagen; jedoch ob darmstädtisch, ob nassauisch, die Biedenkopfer sind alleweil gut deutsch! Steil klettern die winkligen Gassen den Berg hinauf zur Schloßruine, die ein ansehnliches Heimat- und Trachtenmuseum enthält. Der Blick vom'Schloßberg herab ins Tal und auf die benachbarten und fernen Höhen sei bezaubernd schön, so höre ich immer wie- der sagen: ein Volkslied, das bildhafte Gestalt angenommen hat, liege vor den Augen ausgebreitet; es klinge immer in den Ohren wie „Hinunterblickend ins weite Tal, mein selbst und der Welt vergessend". Ja, so sagt man immer wieder zu mir.
In früheren Zeiten habe ich manches Mühlenrad unentgeltlich gedreht und manchem Sägewerk kostenlos wertvolle Dienste geleistet; in den heutigen Zeitläuften aber wird die schwache Kraft von un- sereinem für die schweren Arbeiten in Hütten, Eisenwerken, Schleifereien, Steinbrüchen, kurzum industriellen Betrieben jeder Art entlang meinem ganzen Laufe, von mächtiaeren Gewalten abgelöst. Einer fo weitberühmt-n Talsperre, wie meine Schwester, die helläugige Eder, sie besitzt, kann ich mich leider nicht rühmen.
Gern würde ich an diesem schönen Fleckchen Erde noch länger verweilen, doch habe ich noch einen weiten Weg vor mir, da heißt es die Beine in die Hand genommen.
Ich seh' so manch Städtchen, ich seh' manchen Ort, Doch fort muß ich wandern, muß weiter fort gen Südosten, in einem breiten Tal. umsäumt von waldreichen Beraen. vorbei an sauberen Dörfern: gar nicht weit abseits, am Fuße des Hnnsteins, liegt das Gaumusterdorf Holzhaufen. Bold nehme ich die Obm auf, d'e an der Amöneburg vorbeifließt, einem wie ein riesiges Schlachtschiff sich trotzig zum Himmel reckenden Basaltgipfel; hier gründete Boni-
fattus das erste Kloster, die erste Kulturstätte im schönen Hessenland.
Jetzt lohnt es sich schon, mit Vorbedacht die Richtung zu ändern und nach Süden zu steuern, denn es gilt, ein einzig-schönes Städtebild, das hochgemute Marburg, mit Muße zu bestaunen, mit dem hessischen Landgrafenschloß auf dem Berg und der frühgotischen Elisabethenkirche im Tal. Zu ihrem festgegründeten Ruhm als bedeutende Universität und beliebte Garnison fügt die geschichtlich belebte Stadt noch manches hinzu, was ihrem guten Namen einen neuen Klang zu leihen geeignet ist. Wir leben hier inmitten eines weiten Trachtengebietes (Biedenkopf, Marburg, die Schwalm), und es gewährt mir eine ganz besonders tiefe Freude, wenn ich sechs, wie die Wissenschaft der Erforschung und der Pflege des Volkstums im weitesten Sinn hingehend dient, und wie Maler sich mühen, die Hessenlandschaft mit ihren Bauern und Trachten künstlerisch zu erfassen. (Bantzer, Ubbelohde,die Malerkolonie W i l- lingshausen in der Schwalm.) Zu allem kommt noch hinzu, daß Marburg seit einigen Jahren Fest- spielstadt geworden ist. Das Naturtheater hoch oben auf dem Schloßberg, da wo sich in früheren Zeiten die Ritter zu festlichen Spielen zusammenfanden, wurzelt im völkischen Lebensgefühl und hat sich infolge seiner künstlerischen Leistungen die Beachtung führender Persönlichkeiten und die Förderung durch das Reich verdient.
Im Rahmen einer Vortragsfolge über „Betriebsführung und Berufserziehung", veranstaltet von der DAF., sprach gestern abend in der Universität Professor Dr. Horsten über nationalsozialistische Leistungsauslese im Betrieb. Kreisobmann Katzenmeier begrüßte Kreisleiter Backhaus, den Referenten und alle Zuhörer und eröffnete den Vortragsabend mit einigen einleitenden Worten.
prof. Or. Horsten
begann feinen Vortrag unter dem Leitgedanken des Gedichtes „Wir fanden einen Pfad" von Christian Morgenstern und kam dann ausführlich auf das Wesen des Nationalsozialismus in der Arbeitspolitik zu sprechen. Fast alle Menschen sähen in den Fragen des Alltags und der Arbeit das Wesentlichste und beurteilten so das große Geschehen in der Fortsetzung der 1933 begonnenen Revolution nach dem Unwesentlichen. Gemessen an der Zeit vorher seien von 1933 an bis zum Ausbruch des Krieges bedeutende Umwälzungen vor sich gegangen, auch sozialpolitischer Art. Wichtig bei der Beurtei- lung des bis heute Geschaffenen sei die schöpferische Kraft, die dahinter stehe. Politisch sei auch heute kein Vergleich mit dem Krieg 1914—1918 möglich, weil ganz andere Voraussetzungen für den Beginn und die Führung bestünden. Der Sieg in diesem Kriege werde uns den Weg frei machen zur Durchsetzung unsere Weltanschauung. Die größte Revolution aller Zeiten habe 1933 begonnen; bei allen anderen Revolutionen sei nur die Macht ausgetauscht worden. Es habe politische Lehren gegeben, die in dem Besitze ein Unrecht sahen und es aus- tilaen wollten. Der Nationalsozialismus dagegen gehe von einem anderen Glaubenssatz aus. Das Leben fei so au nehmen, wie es ist. Ungleiches bestehen lassen, das sei unsere heutige politische Lehre. Verschiedene Rassen, verschiedene Menschen könnten nie gleich fein. Mannigfaltigkeit sei das Prinzip des Lebens. Es komme nicht darauf an, daß ein Volk viel Besitz habe, sondern Lebenskraft und Lebenswille eines Volkes bestimmen feinen Raum und fein Land. Das Lebensstärkere werde sich dem Lebensschwächeren gegenüber immer durchsetzen. Das Höchste für den Nationalsozialismus sei das Volk. Der Eigennutz sei dem Gemeinnutz unterzuordnen zur Erreichung einer wirklichen Volksgemeinschaft. Das Erbgut des deutschen Menschen sei das Höchste, nicht Gold und Besitz. Unsere Weltanschauung sei der Ausdruck des deutschen Lebens überhaupt. Schöpfer dieser Weltanschauung ist ein einziger deutscher Mann: Adolf Hitler. In großer Notzeit habe er dem Volke die Kraft zum Wiederaufstieg gegeben.
Welche Gründe haben die deutschen Menschen veranlaßt, Nationalsozialisten zu werden? Diese seien
Dicht heran treten Me Berge von allen Setten: nur mein Lauf öffnet den großen Zug in die Ferne, und bald schon trete ich auf hessen-darmstädtisches Gebiet über und halte meinen Einzug in dem lieben G i e ß e n, der aufbaufreudigen Stadt, der Stadt Liebigs. Gewiß kann sich Gießen nicht anmaßen, es Marburg an landschaftlicher Schönheit gleichtun zu wollen/Und doch ist Gießen in mancher anderen Hinsicht eine schone Stadt, die im Begriff steht, sich zu dem alten Ruf als Universität mit hervorragenden Kliniken, als angesehene Soldatenstadt und als bedeutender Verkehrsknoten- punkt, den neuen guten Namen einer Gartenstadt zu erwerben. Es wäre auch gelacht, wenn es sich in Gießen nicht gut leben lassen sollte, der Hauptstadt des Frühlings, dem Ort mit dem ^normalsten deutschen Frühlingsanfang. In' Gießen ist der Frühling daheim, deswegen läßt man auch ihm zu Ehren in feinem schönsten Monat vom hohen Kirchturm geistliche und weltliche Lieder erschallen, mag auch die Bezeichnung „Wonnemonat" in manchem Jahr ganz und gar nicht gerechtfertigt erscheinen. Unter den vielen mittleren und kleinen Städten an meinem Lauf kommt sich Gießen groß und führend vor, fühlt sich als Faktor des Kulturlebens im Gau und schuf daher auch die einzige ständige Bühne in meinem Bereich, die rührig und strebsam — gleich dem Mädchen aus der Fremde — auch anderen Orten bereitwilligst-fthre Gaben der Kunst darbietet. w
Um seine reichgegliederte waldreiche Umgebung mit einem Kranz von Klostern unb Burgruinen wird Gießen viel beneidet. Alles Wirtz' von dem mit Recht so beliebten Dünsberg mühelos beherrscht, der mit magischer Gewalt einen angesehenen ehemaligen Gießener Hochschulprofessor in einem einzigen Jahr 32mal auf seinen Gipfel zog, wie der bergfteigenbe Gelehrte einmal _ mit verhaltenem Stolz im Kreis von neiderfüllten Dünsbergver- ehrern vertraulich beichtete. Eine trotz gelegentlicher Seitenfprünge volkstümliche Kleinbahn hilft in dem weiteren Bereich des stattlichen Berges, einem idealen Wandergebiet, Landschaft und Bodenschätze erschließen. In der Obermühle, am Fuße des Berges, im lieblichen Tal der Bieber, wurde der Kupferstecher I. G. Will im Jahre 1715 geboren; er kam früh nach Paris, machte sich in feiner Kunst einen Namen, wurde mit Napoleon bekannt und schließlich im Pantheon beigesetzt, wo die dankbaren Franzosen ihren großen Männern die letzte Ruhestätte bereiten. Ich weiß nicht, ob die herrlich gelegene Mühle noch heute im Besitz der Familie Will ist. Es ist schade, daß meine Flußlandschaft wegen eines vorgelagerten Bahndammes in Gießen gar nicht recht zur Geltung kommen kann; doch hoffe ich auf den Ausbau der Wasserstraße mit Lahnhafen, Dann werden die aufbaufreudigen Kräfte in Gießen
sehr verschiedener Art. Mele seien Nattonalsoziatt- ften geworden aus Ueberzeugung, weil sie innerlich vom Nationalsozialismus angesprochen wurden. Der Redner brachte einige Beispiele über die sitttiche Forderung des Nationalsozialismus. Die Organisationen seien nicht Selbstzweck, sondern auch mit ihrer Hilfe solle die Lebenskraft des deutschen Volkes erhöht werden. Dazu gehöre auch die Erziehung der Menschen zu neuen deutschen Menschen. Die Arbeit solle nicht zur Erhöhung des Besitzes geleistet wer- den, sondern Sinn des deutschen Menschen fein. Früher seien die Untere ff en des Goldes denen des Blutes übergeordnet gewesen. Als Beweis hierfür sei an die riesige Arbeitslosigkeit vor 1933 gedacht, die nie hätte eintreten dürfen. Ehre, Treue und Freiheit solle die Richtschnur sein für jeden Deutschen. Nichts tun, was der Stimme des Blutes wi- oerspricht. Wahrhaftig fein, nicht nur im Kriege, sondern auch immer, wenn es zur Durchsetzung der Volksgemeinschaft notwendig ist. Freiheit ohne Pflichtbewußtsein gebe es für deutsche Menschen nicht. Die Leistung stehe über allem. Erziehung und Führung seien nur möglich durch eigene vorbildliche Leistung; jeder Betriebsführer solle immer Vorleben und die Führung ständig neu erwerben. Rezepte hierfür gebe es nicht. Immer den Glauben an die sittliche Kraft des deutschen Menschen haben. Innerhalb des Volkes müsse jeder, ob Gefolgsmann oder Betriebsführer, Ehrfurcht vor dem andern haben. Alle arbeitenden Menschen seien eine Gemeinschaft, in der Ehre, Treue und Freiheit Lebensanschauung sein sollen. Für einen deutschen Menschen unwürdige Dinge solle man abstellen und über allem das Verantwortungsbewußtsein malten lassen. (Lebhafter Beifall.)
Kreisobmann Katzenmeier dankte dem Red. ner für feine Ausführungen und schloß den Vortragsabend mit dem Gruß an den Führer und seine siegreiche Wehrmacht.
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Nationalsozialistische Leistungsauslese im Betrieb
Vortrag von Professor Or. Horsten.
mit5(Jg3eiH-undl SZ
Backzeit: Etwa 30 Maulen bei guter Mttelhitze.
Bitte »UMchneldf!
Teig (L oeröffentl.Rezept „flartoffeltelg für Füllung: 7-8mittelgr.Aepf el,ettvasMarmeladL
Kleingebäck" aus dem Dr.Oetker-Prospekt 3um Bestreichen:
.Zeitgemäße Rezepte'. 1 (Eigelb, 1 Eßlöffel entrahmte Frischmilch.
7Nan rollt den Teig dünn aus und rädert für die Aepfel paffende Vierecke aus. Danach werden die Aepfel geschält, mit einem Apfelbohrer wird das Kerngehäuse entfernt und die Höhlung zur Hälfte mit Marmelade ausgefüllt. Rian bestreicht die Vierecke an den Rändern mit verquirlter Eigelb-Mlch, setzt die Aepfel in die Mtte, drückt die vier Zipfel über den Aepfeln zusammen, bestreicht den leig mit Eigelb-Mlch und (egt auf die Zipfel ein kleines Teigviereck. Die Aepfel im Schlafrock werden auf ein gefettetes Backblech gesetzt.


