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sich praEti

chen Berufen zugewandt. In Japan wird

aßt.

das als Zeichen einer neuen und höheren Sittlich­keit aufge

Diese Revolutionierung aller Daseinsverhättnisse des Japaners kam sofort in der Innen- und Außenpolitik zum Durchbruch Am 11. November wuÄe das 2600jährige Bestehen des Kaiserhauses glänzend gefeiert, und zwar unter Teilnahme des erneuerten japanischen Volkes, das seinen Tenno aöttlich verehrt. Der Tenno, seit 1926 Hirohitv, hat an jenem Tage die religiöse Verehrung seines Volkes und seinen Willen, ihm zu folgen, entgegen- genommen. Abgesehen von dem mystischen und den Europäern unverständlichen Charakter dieser Feiern aber kann man ihre Bedeutung wohl dahin um­schreiben: die ganze japanische Rasse pat sich den bisher wuchernden Formen des amerikanisch-eng­lischen Großkapitals entzogen und sich dem Kaiser- sozialismus" im Namen der schwer leidenden Bauernschaft verpflichtet, d. h. das ganze Volk ist jur bäuerlichen Einfachheit zurückgekehrt und lehnt den Materialismus ab.

Im Namen dieser Showazeit werden nun di« FWerungen auch für die japanische Außenpol i- ti k gezogen. Das von oben geleitete Volk steht seit 1937 nicht nur im Kampf mit Tschiangkaischek, son­dern um sein Recht, die Führung im groß­ost asiatischen Raum, zu übernehmen. Dieser Führungsanspruch wird aus dem ,^obow entnom­men. Er wird bekämpft durch die Briten und die Nordamerikaner, die Tschiangkaischek stützen, um ihre kapitalistische Ausbeutungs- und Zerteilungs­politik im Fernen Osten aufrechtzuerhalten. Die einzelnen Etappen dieses Kampfes und die allmäh­liche Zurückdrängung der vorigen Großmachtstellung der Anglo-Amerikaner in Fernost durch Japan brauchen hier nicht mehr erörtert zu werden. In Ja­pan selbst war bisher eine gewisse Unklarheit dadurch hervorgerufen worden, daß das moderne Finanz- . kapital den Weg des Kaisers kreuzte und indirekt oder direkt die Politik des Tenno kritisiert« und damit den Anglo-Amerikanern die Hasen fing. Der Einfluß des Mammonismus und des Parlaments ist aber in Japan jetzt gebrochen und die Kaiferidee ist heute aufs höchste gesteigert Worten.

Japans Beitritt zum Dreimächtepakt vom 27. September 1940 in Berlin war die Kampf­ansage des neuen Japan gegen die Einmischungs­gelüste der anglo-amerikanischen Imperialisten. Der Berliner Botschafter K u r u s u erklärte damals, das Ziel de» Berliner Paktes sei die Aufrichtung eines Weltfriedens, der die Gerechtigkeit zum Kern hat. Di« unverhohlene Politik der JapanfeiMichkeit in den USA., die, von England unterstützt, nicht nur die Ausfuhr von amerikanischen Produkten nach Japan verbot, sondern offiziell Tschiangkaischek mit Anleihen gegen Japan unterstützt, wurde durch Englands Mithilfe geradezu eine Lebensfrage' für Japan. Die Wiedereröffnungder Burma- st r a ß e am 17. Oktober zur Versorgung Tschiang- kaisckeks mit wehrwirtschaftlichen Mitteln war eine direkte feindliche Maßnahme! Wirtschaftliche und politische Druckmittel aber haben Japan nur in dem Willen bestärkt, den Führungsanspruch über den großostasiatischen Raum praktisch zu verwirklichen. Die Regierung der Nationalchinesen unter W a n g - tschin'gwei in Nanking wurde daher von Tokio anerfannt, und Japan verpflichtete sich, zwei Jahre nach Einstellung der Feindseligkeiten das besetzte Ehina zu räumen und inzwischen alles zu tun, um das neue > China zu entwickeln. Im Verlaufe dieser politischen Neuwerdung erklärte der japanische Außenminister Maftuoka warnend, eine Kriegs­erklärung der USA. an Deutschland würde auto­matisch die Bedingungen des Berliner Dreimächte­paktes auslösen, wonach die Paktunterzeichner ver­pflichtet sind,sich mit allen politischen, wirtschaft­lichen und militärischen Mitteln gegenseitig zu un­terstützen, falls einer der drei Machte von einer Macht an^emlffen wird, die gegenwärtig nicht in den europäischen Krieg oder in den chinesisch-japa­nischen Konflikt verwickelt ist." Diese dürre und selbstverständliche Feststellung hat in den USA. allerlei Jllusionsschleier zerrissen.

Das Jahr 1940 ist also auch für Japan entschei­dend gewesen! Es ist jetzt in der Front jener Staa­ten, die die Welt neu ordnen und von der volks- fremüen Plutokratenherrschast endgültig befreien wollen.

gründers, des Kaisers Jimmu, der vor 2600 Jahren die Straße von Shimonofeki überschritt. Das Schlagwort dieses als göttlich angesehenen Grün­ders des Kaiserhauses und Sohnes der Sonne war Hakko Jchiu. Das bedeutet eigentlichAcht Ecken das Universums". Damit war die Grundlage del Ethik des Staates gelegt, obgleich man sich 2600 Jahre lang über die eigentliche Bedeutung dieses Wortes stritt. Das WortShintaisei" bedeutet also eigentlichNeues Gebäud e", aber wichtiger ist, was es praktisch will. Der Japaner soll umgeformt werden: Der Kampf gegen den Luxus (auch den altjapanischen), strenge Kleidungs-- und Essens­vorschriften sollen einsparen helfen, damit ,Kodo", der Weg des Kaisers, vollendet werte. Und mit einer jeden Europäer überraschenden Einmütigkeit hat das japanische Volk die Konsequenzen gezogen und sich innerhalb weniger Monate der strengsten Einschränkung mit Begeisterung unterworfen. Die japanischen Kauen vor allem haben die Parole des Shintaisei" ergriffen und sogar die bisher zum japanischen Lebensstil aehörenden Geishas find bis auf wenige Ueberbleibfel verschwunden und haben

Japan an Der Jahreswende.

Tokio, 6. Jan. (Europapreß.) Für Japan war 1940 das große Jahr des 2600jährigen Reichs- lubiläums. In der zweiten Hälfte des Jahres 1940 entschied sich Japan für ein entschlossenes Voll­dampf voraus. In allen Neujahrsbotschaften füh­render Japaner erscheint der am 27. September vollzogene Abschluß des Dreimächtepaktes als der große Wendepunkt in der japanischen Poli­tik, der dem änastlichen Schwanken ein Ende setzte. Die japanische Nation ist gewillt, allen etwaigen Konsequenzen unbeugsam zu trotzen.

Im Vordergrund steht das Verhältnis Japans zu den Vereinigten Staaten. Die japanische Presse gibt an erster Stelle Neuyorker Domei-Mel- dungen wieder, wonach die Flotte der Vereinigten Staaten in diesem Jahre ihre zwanzigjährige Ira- ditton durchbricht und keine Flottenmanö. »er durchführt, sondern beide Teile sowohl die pazifischen wie die atlantischen Flottenstreitkräfte i n Hawai versammelt bleiben. Daraus geht deut- lich der Ernst in den Beziehungen zwischen Japan und den Vereinigten Staaten hervor.

Der javanische Kriegsminister, General Tojo, sagte in feiner Neujahrsbotschaft:Wir haben das große Werk unternommen, den Lebensraum der asiatischen Völker zu schaffen. Der poli­tische Seegang des Pazifischen Ozeans geht hoch. Dadurch sind wir zur äußersten Anspannung des Wittens und der Kräfte gezwungen." Die der japa­nischen Wehrmacht nahestehende ZeitungÄofumin" schreibt!Unsere EntschlaHercheit zur Neuordnung

in Ostasien steht ebenso fest wie der Widerstand der Vereinigten Staaten gegen dieses Vorhaben. Nordamerika hat erkannt, daß unsere astatische Neuordnung der weiteren Ausbeutung der asiati­schen Völker durch den angelsächsischen Kapitalis­mus ein Ende bereitet."

Ein Lahr der Besinnung in Holland.

Amsterdam, 6.Jan. (Europapreß.) Das Wo­chenblatt der nationalsozialistischen BewegungVolk en Vaterland" veröffentlicht eine Neujahrsbotschaft, in der das Jahr 1940 das Jahr der Befrei­ung in der Geschichte des niederländischen Volkes und das Jahr der Besinnung genannt wird. Taufenden sei zum Bewußtsein gekommen, daß das Einrücken der deutschen Wehrmacht Befreiung von volksfremden Mächten bedeutete, Be­freiung von dem Churchill-Geist, der alle Regie­rungsmaßnahmen bestimmte und damit die tieftte Ursache des kurzen Kampfes war, der auf nieder­ländischem Boden ausgefochten werden mußte. Das Blatt bezeichnet die Nieoerkämpfunb des englischen Kapitalismus als Vorbedingung für den Wieder­

aufbau Europas auf völkischer Grundlage. Der Ar­tikel schließt mit den Worten:Das Jahr 1941 wird das Jahr der Entscheidung. Wie die Ent­scheidung ausfallen wird, ist für Nationalsozialisten keine Frage mehr. Einige verstockte Demokraten Höften noch auf England. Diese Hoffnung soll eitel werten. In diesem Jghr der Entscheidung ist für uns Niederländer die Parole: Arbeiten, arbeiten und erkennen!"

Bezeichnend für die Wendung in den sozialen Verhältnissen in den Niederlanden ist die Tatsache, daß dieser Tage erstmals ein Werkspausenkon­zert stattfand. Auf Veranlassung der erst vor kur­zem ins Leben, gerufenen Freizeitorganisation Freude und Arbeit" erschien das Nationale Or­chester in der PapierfabrikE s v e k a" in Den Haag, um der Gefolgschaft in der Pause Un­terhaltung zu bieten. Nach den Darbietungen, die bei den fünfhundert Gefolgschaftsmitgliedern beaei- fftrten Beifall fanden, sprach Generalkommissar Schmidt zu den niederländischen Arbeitern und betonte, daß in den Niederlanden dasselbe große Gemeinschaftswerk, das in Deutschland unter der Führung Adolf Hillers geschaffen wurde, errichtet werten könne, und zwar auf niederländischer Grundlage.

Reichsmarschall Göring an der Kanalküfle.

Der Oberbefehlshaber der Luftwaffe besichtigt Stellungen einer Abwehrformation. (PK.-Lange-Atlantic-M.)

Trotz ungünstigem Wetter Angriffe auf London.

Der Wehrmachtsbericht vom Montag.

Berlin. 6. Jan. (DRV.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Lin Unterseeboot, von dem bisher schon bekanntgegeben wurde, daß es 13 300 BRT. ver­senkt Hal. konnte seine Erfolge auf insgesamt 20 600 BRT. feindlichen handels- schlffsraum erhöhen.

Jm Auge -er bewaffneten Aufklärung führte die Luftwaffe verschiedene erfolgreiche Linzelangriffe auf kriegswichtige Anlagen in Südeng­land und auf Schiffsziele im britischen Küsten­gebiet durch. Bei Sonthend trafen zwei Bomben mittleren Kalibers ein im Geleilzug fahren­des feindliches Handelsschiff von 34000 BRT. Das Schift blieb mit Schlagseite in sinkendem Au­sland liegen. Ferner wurden zwei britische Vor- poslenboote und ein bewaffnetes feindliches Han­delsschiff erfolgreich angegriffen. London wurde im Laufe des Tages trotz ungünstiger Wetterlage mit Brand- und Sprengbomben verschiedener Kali- ber belegt. Kampfflugzeuge griffen ferner, teil­

weise Im Tiefflug, Fabrik- und Gleisanlagen sowie einen stark belegten Flugplatz in Südengland wir­kungsvoll an. 3m Lause der letzten Rächt griffen schwächere Karnpfttiegereinheiten wiederum die bri­tische Haupfftadt an.

Der Feind flog in der Rächt zum 6. Januar nicht in deutsches Reichsgebiet ein. Einige feindliche Flug­zeuge versuchten im Laufe des gestrigen Tages in das besetzte Gebiet einzudringen, wurden je­doch rechtzeitig erkannt und durch Flakartillerie ab- gewehrt. Awei feindliche Bombenflugzeuge stürzten unweit der französischen Küste ins Meer. Eigene Verluste sind nicht eingetreten.

Britische Lügenmeldung.

Berlin, 6. Jan. (DNB. Funkspruch.) Das bri­tische Luftfahrtministerium behauptet, daß Flugzeuge des Küstenverteidigungsdienstes am Samstag in der Dämmerung einen deutschen Zerstörer bei Brest angegriffen und hierbei drei Volltref­fer erzielt haben. Diese absolute Falschmel­dung entspricht ganz jenem System, dgs eigene Verluste zu leugnen und nicht vorhandene Erfolge zu erfinden bemüht ist. Richtig ist, daß kein deut­scher Zerstörer auch nur die kleinste Beschädigung erlitt.

Was ist ein Hilfskreuzer?

In letzter Zeit hat der OKW.-Bericht die Tätig­keit und die Leistungen der deutschen Hilfskreuzer oder Handelsstörer in Ueberfee wiederholt eingehend gewürdigt. Nach vereinzelten Meldungen über See­gefechte zwischen deutschen und englischen Hilfskreu­zern, über Angriffe auf englische Schiffe im In­dischen Ozean sowie englische Schiffsverluste durch Minen am Kap der Guten Hoffnung und in austra­lischen Gewässern wurden jetzt die Versenkungs­ziffern einiger Handelsstörer mit 60 000, 95 000 und sogar über 100 000 BRT. bekanntgegeben.

Die deutsche Seekriegführung erkannte gleich zu Beginn dieses Krieges, daß die Bekämpfung der feindlichen U e b e r fe e o e r b i n d u n- gen das Kernstück des Seekrieges bilden müsse. Englands geographische Lage zwingt den Seever­kehr zur Bündelung an bestimmten Stellen. Auf diese Brennpunkte des Verkehrs werten die deutschen U-Boote angesetzt, während die übrigen Seewege durch Hilfskreuzer oder andere Ueberwasserstreitkräfte beunruhigt werden.

Was sind nun H i l s s k r e u z e r? Vorweg eine kurze Erläuterung des Unterschiedes zwischen Hilfs­kreuzer und bewaffnetem Handelsschiff. Beide sind scharf voneinander zu unterscheiden. Der Hilfskreuzer führt die Kriegsflagge und wird von einem in der Rangliste der Marine, geführten Kom­mandanten befehligt. Er hat in dem Augenblick, wenn er die Kriegsflagge heißt, den Charakter als Handelsschiff verloren, ist tatsächlich ganzKriegs- schiff, will es sein und ist als solches unzweifel­haft erkennbar. Das bewaffnete Handelsschiff aber befördert Frachten und Passagiere, führt weiter die Handelsflagge und beansprucht alle Rechte des Kauf­fahrteischiffes.

Der Gedanke durch geeignete Einheiten der Han­delsflotte die Kriegsmarine zu verstärken, ist nicht neu. Allerdings vertrat man bis zum Ausbruch des Weltkrieges die Ansicht, daß hierfür in erster Linie nur die schnellen Passagierdampfer in Frage kämen. Da aber bei längeren Fahrten die Brennstoffversorgunq dieser auffallenden und viel Kohle bzw. Oel fressenden Schiffsriesen Schwierig­keiten machte, mußte Deutschland hauptsächlich aus Mangel an überseeischen Stützpunkten auf diesem Gebiet seine eigenen Wege gehen und griff auf den normalen, mitUIgrpfeeu Frschl-am-p f rx

zurück, der gleichzeitig auch eine gute Durchschnilts- geschwindigkeit entwickeln mußte. Nur dieser Schiffs- typ war in der Lage, große Mengen Brennstoff mit sich zu führen, dabei war er sparsam im Ver­brauch und konnte mit Hilfe seiner Lösch- und Lade­vorrichtungen ohne große Schwierigkeiten seine Kohlenvorräte aus aufgebrachten Schiffen auf hoher See ergänzen.

Schon im Weltkriege mußte bei der Ausrüstung dieserSchwarzen Schiffe" zu Hilfskreuzern vieles berücksichtigt werden; zunächst die Unterbringung ter zahlenmäßig größeren Besatzung als Kriegsschiff, die nötige Verstärkung der Decks für die Aufstellung der Geschütze, der Ein­bau von Torpedorohren, die Anbringung einer Minenlegvorrichtung, die Unter­bringung ter mitzuführenden Minen und eines Aufklärungsflugzeuges und schließlich Herrichttmg geeigneter Räume für Aufnahme ter Besatzungen versenkter Schifte. Eine gut ausgebildete Mann­schaft vervollständigte diese hervorragende Aus­rüstung.

So fuhren alle die bekannten deutschen Welt- kriegshilsskreuzer, wie z. B.Möwe",Wolf", Seeadler", nach Durchbruch durch die englische Bewachungslinie hinaus auf die Ozeane, zeigten die deutsche Kriegsflagge auf allen Meeren und fügten dem Gegner erhebliche Verluste zu. Ihre Aufgabe bestand nicht darin, den Kampf zu suchen, sondern durch Legen von Minen auf den Haupt­schi ffahrtswegen und durch Versenkung feinte Hdjer Handelsfchiffstonnage Krieg zu führen gegen den Handel des Feindes und feinen überlegenen Seestreitkräften auszuweichen. War der Gegner auf sie aufmerksam geworden, verließen sie meistens ihr bisheriges Tätigkeitsgebiet, um plötz­lich und unerwartet in einem ganz anderen Seegebiet aufzutauchen. Die Tätigkeit ter Handels- ftörer zwang so den Gegner, erstens zu ihrer Ver­nichtung starke S e e st r e i t k r ä f t e auf allen Meeren einzusetzen und zweitens auch auf den ent­ferntsten Seewegen Geleitzüge einzurichten. Hierfür mußten notgedrungenerweise Einheiten von der englischen Heimatflotte abgezogen werden und somit die europäischen Seekriegszonen von Kriegsschiffen entblößt werden. Aehnlich liegen auch in diesem Kriege wieder die Verhältnisse.

Beachtliche EHÄAr tonnten di« deut^Hep HiHr-

Raum.

Am 29. Dezember erfuhr die deuftche Oeftentlich- lichkeit, daß ein unter deutscher Kriegsflayge fahren­des Schiff die im Stillen Ozean nordöstlich von Neu-Guinea, fast direkt unter dem Aequator ge­legene Insel Nauru beschossen habe. Flugzeuge, die zum Verladen bereit standen, Phosphat- und Oellager wurden unter wirkungsvolles Artillerie­feuer genommen. Neben dem Aufsehen, das dieses Auftauchen eines deutschen Kriegsschiffes im Stillen Ozean fast innerhalb des berühmten englischen See­festungsdreiecks Honkong, Singapur, Port Darwin in der ganzen Welt hervorgerufen hat, ist fein Zu­fall, daß gerate die Insel Nauru das Ziel des deut­schen Angriffs wurde. Für uns liegt auch darin wieder einmal ein Akt jener ausgleichenden Gerech­tigkeit, die wir in den letzten Jahren so oft schon als ein Kennzeichen der großen Politik unseres Führers erlebt haben. Mit den Granaten des deut­schen Kriegsschiffes, die die Del- und Phosphat- Lager auf Nauru trafen und zum Teil vernichteten, ist wieder einmal ein Heil der Schande von Ver­sailles gelöscht worden.

Denn diese kleine Insel im Stillen Ozean, die nur 22 Quadratkilometer groß ist und bei noch nicht 3000 Einwohnern insgesamt nur etwa 150 europäische Einwohner besitzt, war einmal deutsch und ist ein Musterbeispiel dafür, wie ver­logen und falsch jene heuchlerische Begründung des Versailler Vertrages für den Raub Der deutschen Kolonien mit der angeblichen Unfähigkeit Deutsch­lands zum Kolonisieren gewesen ist. So klein und abgelegen die Insel Nauru gelegen ist, besitzt sie doch einen Vorteil, der ihren Besitz den Briten höchst wünschenswert erscheinen ließ. Sie barg nämlich große und reichhaltige Phosphat-Lager. Un­ter Phosphaten versteht man jene phosphorsauren Salze, die zur Ernährung von Tier und Pflanze notwendig sind und die zur Phosphordüngung des Bodens verwandt werden. Der Phosphor kommt in ter Natur nur in Verbindungen vor, und zwar in mineralischen Verbindungen als Phosphorit und Apatit, außerdem in Knochen und im Guano (93o- aeldung). Aus diesen Derbindungen muß auch der Phosphor gewonnen werden, der in der modernen Rüstungsindustrie nicht zu entbehren ist, zum Bei­spiel zur Herstellung hon Phosphorbronze. Während nämlich Eisen und Stahl durch Phosphorgehalt brüchig werden, weshalb der Phosphor im Thoma s- oder Martjnprozeß aus dem Roheisen entfernt wer­ten muß, wird Bronze durch den Zusatz von Phos­phor dünnflüssiger und härter. Außerdem ist der Phosphor von großer Bedeutung für die Herstellung von Leuchtfarben und in der Rüstungswirtschaft von Leuchtspurgeschossen. Bedenkt man weiter, daß das Schwergewicht der Phosphatvorkommen in Nord- Afrika liegt, hauptsächlich in den nordafrikanischen Kolonien Frankreichs (26 v. H. der Weltproduktion), die England jetzt so gut wie verschlossen sind, so kann man ermessen, welchen Wert die großen Phosphatlager der Insel Nauru heute für England haben.

Bei diesen Phosphattagern handelt es sich um Guanolagerstätten, die außerordentlich reich­haltig sind (700 000 Tonnen Ausfuhr in einem Jahr). Als Deutschland die Insel Nauru im Jahre 1888 erwarb, und zwar auf friedlichem Wege, wie alle seine Kolonien, wußte man freilich noch nichts von diesen Reichtümern, dagegen mar im Jahre 1918 durch die deutschen Erscyließungsarbeiten diese Tatsache auch den Engländern durchaus bekannt. Das führte dazu, daß die Raub- und Profitgier der Briten schon damals nicht davor zurückscheute, sich offen vor aller Welt zu demaskieren. Es ist ja be­kannt, daß die britische Absicht der offenen Annexion der deutschen Kolonien an dem Widerspruch W i l« f o n s scheiterte, der dadurch seinen Lieblingsplan, die Verwirklichung des Völkerbundes, gefährdet sah und mit dem offenen Abbruch der Verhandlungen durch seine Abreise aus Paris drohte. Schließlich kam es dann auf Vorschlag des jetzigen südafrika­nischen Premierministers Smuts zu einem Kom­promiß auf der Basis des sogenannten Mandat­systems. Danach unterstanden die deutschen Kolo­nien dem Völkerbund, der die Verwaltung verschie­denen Mächten als Treuhänder übertrug.

In Wirklichkeit erfolgte freilich die Verteilung der sogenannten Mandate nach den Geheimvertragen, die die Derbündeten unter sich schon während des Krieges abgefchloffen hatten. Das wurde ganz offen­bar durch die Erklärung, die Japan bei seinem Aus­tritt aus dem Völkerbund gab, daß es nämlich seins Mandate nicht herausgeben werde, weil es sie nicht vom Völkerbünde, sondern eben auf Grund dieser Verträge erhalten habe. Wir wissen heute auch, daß für die Briten bei der Annahme des Mandat­systems die Absicht maßgebend war, Deutschland um seine Entschädigunasansprüche zu betrügen, da ja dieTreuhänder" sich die Mandate nicht auf ihre Kriegsentschädiaungsforderungen an Deutsch­land anrechnen zu lassen brauchten. All das mar aber bei den Friebensverhandlungen nach tent

kreuz er im Weltkrieg erringen. So versenkte 3- B. ..Möwe" in zwei Unternehmungen rund 190 000 BRT. undWolf" auf einer fünfzehn- monatigen Fahrt 38 000 BRT., während 74 000 BRT. feindlichen Hantelsschiffraumes durch die von diesem gelegten Minen verlorengingen. Bei einem Vergleich dieser Leistungen mit den jetzigen wird es deutlich, wie hervorragend die neueren Der- senkungsergebnisse im überseeischen Handelskrieg sind. Nur einem Kommandanten mit, eisernem Wil­len, hervorragenden navigatorischeu Fähigkeiten und einer glücklichen Hand, dazu einer Mannschaft von bestem seemännischem und militärischem Können, sind solche Ergebnisse beschieden.

Wieder wie damals stehen auf allen Ozeanen deutsche Hilfskreuzer fern der Heimat und ganz allein auf sich selbst angewiesen einem zur See überlegener Gegner gegenüber. Allerdings sind die militärischen und technischen Bedingungen, unter denen heute Kreuzerkrieg geführt wird, ganz an­dere als im Weltkrieg. Sie haben sich zu Deutsch­lands Gunsten geändert. Von den neuen Absprunghäfen am Atlantik führt die deuftche Kriegsmarine den Kampf gegen die bri­tische Seemacht und packt mit wachsenden Erfolgen den englischen Lebensnerv: die überseeischen Zu­fuhrstraßen. RDS;

Oie Erfolge des deutschen Hilfskreuzers in der Südsee.

Stockholm, 6. Januar. (Europapreß.) 300 englische Seeleute, die vor geraumer Zeit oon einem deutschen Hilfskreuzer auf einer Insel im ehUen Ozean an Land gesetzt Worten waren, trafen aus Brisbane in Sydney ein Sie erklärten, daß deutsche Schiff habe in der Zeit, in ter sie sich auf ihm in Gefangenschaft befanden, fi e b e n feindliche Handelsdampfer angegriffen. Diese Aktivität der Deutschen sei für sie beun, rrHiyen-