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Rücksichtsloser Einsatz mußte in dieser Lage auch von den Nachschubformationen zur Versorgung mit Munition und Verpflegung und von den Sanitäts­verbänden gefordert werden, das Höchste aus der Infanterie-, Kavallerie-, Artillerie- und Pionier- maffe herausgeholt, das Kühnste von der Führung verlangt werden, die bei der ständig wechselnden Lage wiederholt vor neuen Entschlüssen stand.

Bei den täglichen Gewaltmärschen herrschte zum großen Teil fürchterliche Hitze, und undurchdring­licher Staub, die marschierenden Truppen waren auf die schlechtesten Sandwege angewiesen, viele Pferde fielen dabei. Sehr langwierige, schwere und verlustreiche Waldgefechte waren zu bestehen, in denen der Slawe von jeher Meister ist, und die er durchhielt, gezwungen durch die Maschinengewehre und die politischen Kommissare in seinem Rücken. An anderen Stellen der langen, langen Kampffront behinderten Sümpfe und wolkenbruchartige Regen alle Bewegungen: oft mußten die Munitionswagen mit 12 Pferden bespannt werden, um überhaupt nur Munition heranzubringen. Mann, Pferd und Maschine haben Leistungen vollbracht, die bisher nicht für möglich gehalten wurden; die vortreff­lichen Leistungen im Westen vor einem Jahr sind noch übertroffen. Trotz aller Reibungen und Wider­

stände sind die großen deutschen Operationen so ver­laufen, wie sie vorgesehen waren. Mit höchstem Stolz darf Has deutsche Volk aus seine Führung und Wehrmacht blicken, mit tiefer Dankbarkeit der Opfer dieses Feldzuges gedenken.

Oie Lage an der Ostfront.

Madrid, 5. Aug. (Europapreß.) In einer Be­trachtung zur militärischen Lage an der Ostfront meint das spanische BlattJnformacione s", der sowjetische Widerstand sei nichts anderes als lediglich ein letztes Aufbäumen vor dem Untergang. Es sei unsinnig zu glauben, die Bolschewisten zögen sich etwa aus taktischen Gründen vor den deutschen Truppen zurück und folgten dem Beispiel des Jahres 1812. Von einer solchen Taktik könne heute selbstverständlich keine Rede mehr sein. Abgesehen davon, daß diese Taktik den Deut­schen nicht schaden würde, könne dem Vormarsch der deutschen Truppen durch Verwüstungen und Brände, die Napoleon besiegt hätten, kein Ein­halt geboten werden, denn der deutsche Nach­schub sei so vorzüglich organisiert, daß sich die An­nahme einer Niederlage, wie sie Napoleon erlitten habe, als völlig unsinnig erweise.

Fortschreiten-eVernichtung in derllkraine

Berlin, 5. Aug. (DNB.) In der Ukraine schrei­tet die Vernichtung eingeschlossener bolschewistischer Verbände gut voran. Bei der planmäßigen Verengung der Umklammerung wurden etwa 6000 Gefangene etngebracht, außerdem 50 Ge­schütze und 368 Lastkraftwagen. Eine vollständige Munitionskolonne der Sowjets wurde übernommen. Die Zahl der gefallenen Bolschewisten über­steigt die der Gefangenen auch in diesem Kampf­abschnitt um ein Beträchtliches. Im Verlaufe des 4.August brachen deutsche Truppen in a u s ge­baute , Feldstellungen der Sowjets im Raume südlich Kiew ein. Dabei wurden in heftigen Kämpfen 43 sowjetische Bunker genom­men und die bolschewistische Besatzung nieder­gekämpft. Tausende von bolschewistischen Gefange­nen und Kriegsgerät aller Art wurden gemacht. Die Zahl der gefallenen Bolschewisten beträgt das Doppelte der Gefangenen.

Oie Lustwaffe im Erdkampf.

Berlin, 5. Aug. (DNB.) Die deutsche Luft­waffe griff auch am Montag mit starken Kräften in den Erdkampf ein. Bei der Unterstützung deut­scher Heeresverbände im Raume ostwärts Smolensk wurden 11 Sowjetpanzer und 120 Lastkraftwagen vernichtet. Außerdem wurden Ge­schütz- und Maschinengewehrstellungen der Bolsche­wisten im Tiefflug angegriffen. Durch gutliegende Bomben und- durch die Wirkung der Bordwaffen wurden elf Batterien und mehrere Maschinenge­wehrnester außer Gefecht gesetzt. Im gleichen Front­abschnitt wurden ein Munitionslager und zwei mit Munition beladene Panzerzüge der Sowjets in die Lust gesprengt.

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An der Nordfront setzten Verbände der deut­schen Luftwaffe ihre Angriffe auf Versorgungsan­lagen und Verkehrswege der Sowjets mit guter Wirkung fort. Mehrere Nachschublager, und Trans­portzüge wurden von Bomben vernichtet, zahlreiche ^Straßen und Eisenbahnlinien durch Volltreffer un­benutzbar gemacht.

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Verbände der deutschen Luftwaffe griffen im Raum südwestlich Kiew Eisenbahnstrecken und sowjetische Feldbefestigungen erfolgreich an. Mit Bomben und Bordwaffen zerstörten die deut­

schen Kampfflugzeuge den Beobachtungsstand einer sowjetischen Heeresgruppe, sowie die dazugehörigen Lager. Ueberall entstanden große Brände. Sowje­tische Rückzugskolonnen wurden in kühnen Tief­angriffen zersprengt und zwei sowjetische Batte­rien mit Bordwaffen niedergekämpft. Bei dem Angriff auf bolschewistische Artilleriestellungen wurden mehrere Munitionslager in Brand ge­worfen.

Verstärkter Terror der politischen Kommissare. Berlin, 5. Aug. (DNB.) Nach Gefangenenaus­sagen setzte bei den Bolschewisten in den letzten Ta­gen ein verstärkter Terror der politischen Kom­missare ein. Die blutigen Verluste zermürben den Kampfgeist der Truppen so, daß sie nur unter Todesandrohung zum Wider st and vor- getrieben werden können. In einem Frontab­schnitt erschien am Sonntag ein Mitglied des Ober­sten Kriegsrates und befahl, daß ohne Rücksicht auf Verluste angegriffen werden sollte. Dieser Terror wirkte sich furchtbar unter den sow­jetischen Truppen aus, die nach Meldungen von der gesamten Ostfront schwere Verluste durch diesen sinn­losen Widerstand erlitten haben. Nach einem Gefecht am Peipus-See wurden 5 0 0 Gefallene gezählt, während nur 40 gefangene Bolschewisten eingebracht werden konnten. In einem anderen Frontabschnitt wurden am Montag 3500 gefallene Bolschewisten gezählt und nur 1700 Gefangene ge­macht.

Verzweifelte Ausbruchsversuche bei Smolensk.

Berlin, 5. Aug. (DNB.) Deutsche Truppen setz­ten am 4.August im Srnolensker Kessel die Vernichtung der eingeschlossenen sowjetischen Kräfte fort Bis zuletzt versuchtendie Bolschewisten tellweise unter dem Einsatz von Panzern nochmals ver­zweifelte Ausbruchsoersuche, die alle zurückgeschlagen wurden und im Feuer der deutschen Truppen liegen blieben. Ein Krad- schützen-Bataillon vernichtete allein 20 sow­jetische Panzerkampfwagen und erbeutete 40 Ge­schütze und Hunderte von Kraftfahrzeugen.

Waldgefechte deutscher Infanterie.

Von Kriegsberichter Alfons Gerz.

PK. Unsere Panzer sind längst durch in Richtung Osten. Die Sowjets haben auf großen Widerstand verzichtet, weil sie den deutschen Panzer, vor allem aber die Männer kennengelernt haben, die in diesen Panzern kämpfen. Ihre Taktik ist es deshalb, mit allen Mitteln heimtückischer und hinterhältiger Kriegführung im Rücken unserer Schwarzen Husa­ren die wenigen Vormarschstraßen zu sperren, da­durch den Nachschub von Munition und Brennstoff zu gefährden und somit unserer Panzerwaffe den Lebensnerv zu zerschneiden. Dieser Taktik der Bol­schewisten aber begegnet, die deutsche Infanterie. Sie stößt in gewaltigen Märschen und auf breite­ster Front den motorisierten Verbänden nach, kennt trotz aller geländebedingten Schwierigkeiten und trotz de.r Gluthitze kein Nachlassen in ihrem Vor­marschtempo und legt Tag um Tag bei ständiger Gefechtsbereitschaft und täglichen Gefechten vierzig und fünfzig Kilometer zurück. Unvorstellbare Lei­stungen, die nur der voll zu würdigen weiß, der selbst einmal einen Feldzug als Infanterist mitge- macht hat.

Seit Tagen versuchen die Sowjets nun schon, d i e Straße Zwiahel Kiew wieder in ihre Hand zu bekommen. Heute erleben wir den dritten erbitterten Angriffsversuch der Bolschewiken. Wieder steht Infanterie gegen Infanterie, wieder kommt es zu schweren Waldgefechten und wieder muß der Kampf Mann gegen Mann bis zur letzten Konsequenz ausgetragen werden und ent­scheiden. Durch einen kampfstarken Spähtrupp ist dem Bataillons-Kommandeur, der den Auftrag hat, die Wälder links und rechts der Straße zu säubern, gemeldet worden:Waldstück südlich Kolonie Cwie- cianka vom Feinde besetzt. Stärke des Feindes mindestens zwei Kompanien." Das Bataillon rückt sofort von der Sttaße weg in die Bereitstellung. Der Kommandeur erteilt seinen Kompanie-Chefs den Angriffsbefehl. Noch fünf Minuten fehlen, als der Bereitstellungsraum des Bataillons plötz­lich aus der linken Flanke aus etwa 1200 Meter Entferung Feuer erhält. Sofort gliedert der Kommandeur das Bataillon um. Die zweite Kompanie fetzt er gegen das ursprüngliche Angriffs­ziel ein, die dritte zum Schutze feiner bedrohten linken Flanke. Zu feiner persönlichen Verfügung bleibt die erste Kompanie. Besonders sorgfältig wer­den die Stellungen der schweren Maschinen­gewehre besprochen, denn sie bilden in diesem Zweifrontenkampf" die entscheidende Waffe des Bataillons.

Wir verfolgen den Kampf zunächst unmittelbar heben dem Gruppenführer eines f. MG -Zuges. Seine beiden Gewehre liegen in Vorderhandstellung mit dem Auftrag, das feindliche Flankenfeuer von links zum Schweigen zu bringen. Der Richtschütze rechts neben uns hinter dem Zielfernrohr verfolgt jede Bewegung des Feindes am Waldrand oder in den armseligen Lehmhütten der Kolonie. Die rechte

Hand am Abzugsbügel, die linke an der Gleitbahn, schwenkt er sein MG. gleichmäßig von links nach rechts, bestreut aufmerksam den Waldrand mit Feuerstößen bis zu 250 Schuß. Dann schwenkt er auf irgendeine Scheunenluke über, jagt punktfeuer­artige kleine Garben dorthin, wo er oder sein Ge­wehrführer irgendein Mündungsfeuer erkannt haben. Obwohl die feindlichen Geschosse uns nur so um die Ohren zischen, feuern die beiden Maschinengewehre unentwegt aus ihren Vorderhandstellungen. 8000 Schuß haben sie bereits verschossen! Ganz allein sind sie noch zur linken Flankensicherung einge­setzt. Die 3. und 1. Kompanie mußten nach einem von wildem Kriegsgeschrei begleiteten Angriffs­versuch der Sowjets herüber zur rechten Flanke des Bataillons und dort die 2. Kompanie entsetzen.

Es ist ein heißer Nachmittag. Die Kleider kleben uns am Körper, unaufhörlich tropft der Schweiß vom Stahlhelmrand. Mann gegen Mann stehen sich Sowjetgardisten und deutsche Soldaten in diesem Waldstück gegenüber. MG. gegen MG., Karabiner gegen Karabiner, Pistole gegen Pistole und Seitengewehr gegen Seitengewehr! Blutjunge Burschen von 17 oder 18 Jahren auf der einen Seite, Männer auf der anderen, die in Polen ihre Feuertaufe erhielten, in Flandern oder vor Ver­dun das Silberne Jnfanterie-Sturmabzeichen und das E. K. erwarben und heute jedem Gegner ihre große Erfahrung voraus haben. Eine Erfahrung, die vor allem in diesen schweren und blutigen Waldgefechten vor unnötigen Verlusten bewahrt, Meter um Meter gewinnen wir an Boden. Der Feind muß geworfen werden, bevor es dunkel wird. In Baumkronen, hinter Sträuchern, in Mul­den und Bodenwellen kurz auf Schritt und Tritt lauert er. Gut getarnt läßt er uns oft bis auf einen Meter herankommen, ehe er abdrückt. Auf jedes Geräusch muß mit Sekundenschnelle gehan­delt werben. Wie Katzen huschen unsere Männer von Baum zu Baum, von Busch zu Busch. Spaten und Gasmaske sind oft letzte Deckung gegen Ge­schosse. Der Feind hat unvorstellbare Verluste. Wo man hinsieht, liegen die Bolschewiken in ihrem Blute. Aber auch noch die Angeschossenen sind ge­fährlich. Bis zum letzten Atemzug versuchen sie zu schießen. Es ist ein brutales Gefecht, aber diese ver­hetzten Elemente wollen es nicht anders. Sie zwin­gen uns immer wieder zu den schärfsten Mitteln, zu Kampfmethoden, wie wir sie im Westen nicht gekannt haben. Der Kommandeur selbst geht in vor­derster Linie mit seinen Mannern vor. Immer wieder rattern kurze Feuerstöße aus seiner Ma­schinenpistole bis es auch ihn erwischt hat. Ein sowjetischer Korporal hat aus der Flanke im Schutze dichten Unterholzes auf ihn geschossen. Für ein paar Sekunden nur stoppt unser Kampf. Dann aber geht alles wieder weiter. Mitten zwischen seinen Soldaten der Kommandeur mit einem Oberschenkel- durchschußl

Nach einem heftigen Gewitterregen bricht lang­sam die Abenddämmerung in bunten Farben über uns herein. Der Kommandeur liegt in seinem Bataillons-Gefechtsstand. Um ihn feine Kompanie- Chefs, Adjutant und Ordonnanz-Offizier, der Füh­rer des Pak-Zuges und ein blutjunger Unteroffi­zier als vorgeschobener Beobachter der Artillerie. Die Lage hat sich wesentlich geändert seit den Mit­tagsstunden. Der Feind ist auf der rechten Flanke geworfen, vernichtet oder gefangen­genommen und im linken Abschnitt zum Schweigen gebracht worden. Die Männer haben sich bereits eingegraben. Kurz nur wird für sie die Nacht sein. Dann geht es weiter entlang der Vormarsch­straße. Weiter in das nächste Waldgefecht ...

Oer italienische Bericht.

Rom, 5. Aug. (DNB.) Der italienische Wehr­machtbericht hat folgenden Wortlaut:

In Nordafrika hat der Feind an der To- bruk-Front einen heftigen Angriff gegen unsere Stellungen unternommen. I^i Gegenangriff haben deutsche Abteilungen ihn mit schweren Verlusten zurückgeschlagen. Es wurden zahlreiche Gefangene gemacht. An die hundert englische Tote blieben auf dem Kampfplatz. Deutsche Flugzeuge haben an dem Unternehmen teilgenommen und die feindlichen Artilleriestellungen wirksam bombardiert.

Feindliche Flugzeuge haben Derna bombardiert und die Kirche und das Kolonialhospital zerstört. Es gab einen Toten und vier Verwundete unter den Hospitalinsassen.

In O st a f r i f a haben drei feindliche Flugzeuge erfolglos den Stützpunkt von U o l ch e f i t bom­bardiert. Eine feindliche Abteilung, die sich unseren Stellungen im Abschnitt Culquabert zu nähern versuchte, wurde von dem sofortigen Eingreifen unserer Besatzung zersprengt und in die Flucht ge­schlagen.

Ein britisches Flugzeug hat aus großer Höhe eine Bombe und Brandplättchen auf einen kleinen länd­lichen Ort Siziliens abgeworfen, ohne daß es Opfer oder Schäden gab.

Im Mittelmeer hat eines unserer U-Bvote unter dem Befehl des Kapitänleutnants Ludo - v i c o Grion einen feindlichen Tanker von 11 600 BRT. versenkt, der auf der Fahrt nach Tobruk begriffen war. Ebenfalls im Mittelmeer hat eines unserer U-Boote ein Sunderland-Flugzeug mit Ma» sthinengewehrseuer abgeschossen.

Oie wachsende Spannung im Pazifik.

Rom, 5.Aug. (Europapreß.) Um Japan ein- zuschüchtern, so schreiben die römischen Blätter, drohe England, seine Flotte in den Stillen Ozean zu verlegen. Die Ankündigung der Absichten Eng­lands durch den australischen Marineminister hat in australischen und anderen Kreisen des britischen Weltreichs Ostasiens größten Eindruck gemacht. Gegenüber der herausfordernden Sprache der angelsächsischen Presse so stellen die römischen Blätter weiter fest bewahre diejenige Japans volle Ruhe und erkläre, daß Japan angesichts der offenbar feindseligen Haltung der angelsächsischen Mächte nichts anderes zu tun habe, als in Voraus­sicht der noch ernsteren Entwicklung der Lage seine Vorbereitungen zu beenden. Die Mel­dungen von den Verhandlungen der USA. mit der Sowjetunion über die Ueberlassung von Stützpunkten an der sibirischen Küste und auf der Halbinsel Kamtschatka schienen, wie die römischen Blätter unterstreichen, die Sow­jetunion immer mehr in die Pläne der angel­sächsischen Staaten zu verstricken. Dadurch bedrohe USA. von Tag zu Tag mehr die Positionen Ja­pans. Wenn Moskau die Forderungen der USA. erfülle, bedrohe es Japan und verletze den erst kürzlich mit Japan abgeschlossenen Neutrali­tät s p a k t. Der Ablauf der Ereignisse scheine auch im Fernen Osten ein beschleunigtes Tempo anzu­nehmen.

Die japanisch - norbamerifanifchen Beziehungen haben so meldetCorrirre della Sera" aus Tokio durch den Beschluß Japans, jeden Schiffsverkehr mit den USA. einzu- st e l l e n, eine neue Verschärfung erfahren. Die Einstellung des Schiffsverkehrs wurde vorläufig auch auf Südamerika ausgedehnt, bis die iberoamerikanischen Staaten ihre Haltung zur neuen Lage in Ostasien näher umschreiben. Hun-

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Neuyo r k, 5. Aug. (Europapreß.) Nach Eni. ladung von S e i d e n b a l l e n im Werte von drei Millionen Dollar lief dieTatuta Maru" am M^» tagmorgen mit 33 Passagieren und 1600 Fässern Schmieröl aus San Franzisko nach Japan aus. Für die Ausfuhr des Oels wurde ungeachtet bet Einfrierung der japanischen Guthaben in den Dei. einigten Staaten eine Exportlizenz und da­mit die Erlaubnis zur Verwendung eingefrorener Guthaben erteilt. Ein Schwesterschiff derTatutz Maru", dieA s a m a Maru ", soll fahrplan­mäßig am Mittwoch ebenfalls mit einer be- tächllichen Seideilladung in San Franzisko antoni.

men. Man glaubt jedoch, daß das Schiff ungeachtet 1 der vielen amerikanischen Passagiere an Bord nach Japan zurückgekehrt ist.

Infolge der durch die japanischen Gegenmaßmch ( men mehr oder minder gesperrten Einfuhr von __

Seide wird die weitere Verarbeitung dieses Roh. sto-ffes in der nord amerikanischen Bekleidungs« Mo imbuftrie eingestellt, wodurch wahrscheinlich mehr als 175 000 Arbeiter brotlos werden. Don nordamerikanischen Armee- und Marine-Deports ment wurde hierzu erklärt, daß für die Aufrüstung der Vereinigten Staaten die gesamten vor- * handenen Vorräte an Rohseide gebraucht?*r "

derte nordamerikanischer Staatsbürger, bte ay Donnerstag an Bord des SchiffesNi tim an Maru" nach San Franzisko abreisen wollten, fh$ jetzt in Japan s e st g eh al t e n. Den Ausländern mürbe außerdem die Erteilung von Visen von Nagy« saki nach Schanghai oder von Kobe nach außei,- japanischen Häfen verweigert.

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Oie Landung japanischer Truppen inIndochiua abgeschlossen.

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Schanghai, 5. Aug. (DNB.) Die am 28.Juli begonnene Landung japanischer Truppen in Jndo- china gemäß dem französisch-japanischen Abkom­men zur Uebernahme der gemeinsamen Verteidigung des Landes ist, wie das Hauptquartier der japanischen Truppen in Jndo- china bekanntgab, abgeschlossen. Sämlliche japanische Truppen haben die in dem Abkommen vorgesehenen Stützpunkte erreicht. Die Operationen wurden in einer äußerst friedlichen Atmosphäre und in freundschaftlicher Zusammenarbeit mit den französischen Behörden durchgeführt.

Französisch-Jndochina.

Französisch-Jndochina ist der südöstliche Zipfel des asiatischen Festlandes und besteht im einzelnen aus der Kolonie Cochinchina, den Schutzstaaten Tong- fing,' Laos, Annam und Kambodscha sowie dem Pachtgebiet Kwang-Tschou-Wan in China. Es um­faßt ein Gebiet von rund 710 000 qkm (Frankreich: 550 986 qkm) und- hat etwa 20 Millionen Einwoh­ner, darunter 14 Millionen Annamiten, rund 2,5 Millionen Kambodschaner, 335,000 Malaien, 335 000 Chinesen und über 26 000 Europäer, wobei das Militär in diesen Zahlen nicht einbegriffen ist. Französisch-Jndochina wirb von einem General­gouverneur mit Sitz in Hanoi verwaltet. Ihm sind der Gouverneur der Kolonie Kambodscha und die Oberpräsidenten der Schutzstaaten untergeordnet.

Die nördlichste der französischen Besitzungen in Jndochina ist Tongking, das sich einerseits aus dem stark zerklüfteten, waldbedeckten, teilweise ver­karsteten Ober-Tongking, anderseits aus dem sehr fruchtbaren und flußreichen Nieder-Tongking zu- fammensetzt. An. Bodenschätzen liefert Tongking Kohle, Zinn und Eisenerze und Phosphate. Nieder- Tongking erzeugt Reis, Baumwolle, Kaffee, Tabak, Zuckerrohr und hat eine"beachtliche Seidenraupen­zucht. Nach Süden schließen sich die Besitzungen Laos und Annam an. Laos ist mit dichten Wäldern, die reich an Edelhölzern sind, überzogen.

Aehnlich wie Annam bietet es allen Jägern eineit großen Tierreichtum. Das südlich von Kambodscha gelegene Cochinchina ist verhältnismäßig tleiir und besteht in der Hauptsache aus den Mündung^

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Fischfang und Ackerbau. Vor allem wird Reis, MnAu; Baumwolle, Tabak, Kaffee und Kautschuk angebautt nangt, b

Gold, Blei und Zinn kommen vor, werben aber kaum abgebaut. Annam ist vor allem ein Jag« Paradies. Elefant und Rhinozeros, Tiger, Panthei Bären, Büffel und zahlreiche Affen sind hier vei treten. Trotz des durchweg gebirgigen Charakte ist Annam äußerst fruchtbar. Mais, Baumwoll Zimt, Zuckerrohr, Tabak, Kautschuk, Kaffee

Tee gedeihen hier gut. Das im Süden von Lo und Annam gelegene Kambodscha umfaßt b Becken des unteren Mekong-Stromes und ist rei

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an Flüssen und ©een. Das Klima ist für Europas Men fa nur schwer zu ertragen. Die Einwohner betreiben Wende

jüdischer Emigranten in Schanghai'

jenen zu sorgen.

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zu Unzuträglichkeiten geführt habe, die nicht läi? ger geduldet werden konnten. Die japanischen Behörden planten die Ausweisung mehrerer unerwünschter jüdischer Emigranten in nächster Zeit. Den Begriffunerwünscht" erklärend, verwies der Sprecher auf die hohe Zahl der von Juden begangenen Verbrechen. Auch die gegen die Oafi« freundschaft verstoßende Agitation jüdischer Em- granten sei unerwünscht. Auf die Frage nach dm Verbleib solcher Ausgewiesenen erklärte der Sprc-

Schanghai, 5. Aug. (DNB.) Der Sprech der japanischen Marine stellte fest, daß das Der hatten der jüdischen Emigranten, die in Stärke vo etwa 20000 im japanischen Verteidi gungsfeftor Schanghais angesiedeli feien.

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Kleine politische Nachrichten.

NSG. Der Kreisleiter des Kreises Gelnhausv und Landrat Wilhelm K a u f e m a n n ist als gelt' webel in einem Infanterieregiment bei den Kamp fen im Osten gefallen.

An Stelle von General B a st i c o ist Admiiel I Inigo Carnpioni zum Gouverneur der italiem j fchen Inseln im Aegäischen Meer und zum Ober» jl befehlshaber der dort befindlichen Streitkräfte ei'j nannt worden.

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Ein deutsches Kampfflugzeug versenkte am 4. 8. W in der östlichen Ostsee ein sowjetisches Vorposten« | i boot durch Bombenvolltreffer.

Einheitliche Führung der Wasser- und Energiewirtschaft. Der Führer hat für alle Aufgaben der Masse? und Energierwirtschast eine Neuregelung unter ein­heitlicher Führung ungeordnet. Die bisher in pU verschiedenen Ministerien liegenden Zuständigkeiten gehen an den vom Führer bestellten General' Inspektor für Wasser und Energie über. Der Generalinspektor für Wasser und Energie H die Stellung und Befugnisse eines Reichsministett Der Führer ernannte zum Generalinspektor M Wasser und Energie Reichsminister Dr.-Jng. T o Dr. Todt behält feine bisherigen Aufgabengebiete bei. Straßenbau, Wasserbau, Energieausbau urb Regelung d'er Bauwirtschaft sind durch diese 3len' ordnung im Interesse erhöhter Leistung, einhenl« licher Führung des Personals und auch im Sinri wesentlicher Vereinfachung der Verwal­tung zusammengefaßt.

Der studentische Kriegseinsah.

Mit Beginn der Ferien an den Hoch- und Faü' schulen sind rund 10 000 Studenten und Studer tinnen in Rüstungsbetrieben angesetzt wordA Mehrere tausend Studentinnen leisten ihren pfli$* gemäßen Fabrikdienst in Form der Arbeitsplatz«^' losung für eine erholungsbedürftige Arbeiterin av, außerdem sind noch Studenten und Studentinnen im Facheinsatz Ost und im Einsatz West eingeM Insgesamt stehen damit in diesen Ferien 20 W Studenten und Studentinnen in volkspolttijch TOw Ligen Einsätzen der Hetmatsront-