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Oie Ausrüstung des Wanderers

Anregungen gegeben. In der dem Guts- e gliederten großen Gemüsegärtnerei ist

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stau- t te und ihrer Versuchsgüter für die Wirtschaften : Seit viferer Bauern und Landwirte hervorging.

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Am 10. Februar d. I. ereignete sich in der Wall- torstraße in Gießen ein Zusammenstoß zwischen einem Straßenbahnwagen und einem Pferdefuhr­werk. Der Fuhrwerkslenker wurde dabei von dem Straßenbahnwagen zur Seite geschleudert, wodurch der Mann erhebliche Verletzungen erlitt. Der Vor­fall führte zu einer Anklage gegen die Straßen- bahnwagenführerin vor dem Amtsgericht Gießen,

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aorden. Um die bei dieser Intensivierung der Land- Mrtschast sich zwangsläufig ergebenden unvermeid- friren Arbeitsspitzen zu o rechen, wurde eine Reihe «kuzeitlicher arbeitsparender Maschinen eingesetzt Md damit auch auf diesem Gebiet den fortschrittlich gingestellten Dauern und Landwirten in mancherlei

-fitzt.

Bei beiden Güterbetrieben sahen wir beim Be- ;d) der Felder und Weiden, besonders überzeugend ;i\ einer längeren Besichtigungsfahrt durch die leitteichenden Aecker des über 700 Morgen großen If utes Rauischholzhausen, eine sehr gute Ernte her- iretfen, die durch den prächtigen Stand der Felder -nd die gute Beschaffenheit der Wiesen und Wei- m einen erfreulichen Anblick bietet und an beiden ktätten Grund zu der frohen Hoffnung gibt, daß kn reicher Ertrag der Arbeit in die Scheuern und kpeicher geborgen werden kann.

trieb angegliederten großen Gemüsegärtnerei ist ' die Einrichtung von Gewächshäusern und eeten ein Mittel geschaffen worden, um durch Erzeugung von Frühgemüse die genmsearme seit abzukurzen und damit dem Mangel an mtamin» igen Nahrungsmitteln nach besten Kräften zu rn. Die Einrichtung einer Beregnungsanlage jent dazu, die Erträge dieser Beispielgärtnerei ich zu steigern. Der Vollständigkeit halber sei p»ch erwähnt, daß der Untere Hardthof bereits seit Zähren bei mehreren der Schaffung von Quasi- jttserzeugnissen vorbildliche Arbeit geleistet hat, tsbesondere durch die Herstelluna von Qualttäts- silch (Vorzugs- und Markenmilch), auf dem Ge­iste der Veredelung von Saatgut durch Vermeh- f.ng von Elitehertünsten der verschiedensten land-

Das vor zwei Jahren mit Hilfe des, Kerck- Rf-Instituts Der Universität Gießen zur Verfügung teilte Versuchsgut Rauischholzhausen Preis Marburg) in landschaftlich sehr fodner Lage in unmittelbarer Nähe herrlicher gro- jr Wälder gelegen dient in erster Linie dem Irtteren Hardthof als Ergänzung int Hinblick auf ds Aufzucht der verschiedenen Tiergattungen. 2>ar« per hinaus ist es von Wichtigkeit, daß das Der- f.chsgut Rauischholzhausen üver andere Bodenarten t rfügt als der Untere Hardthof und dadurch die j Gießen durchgeführten Versuche dort eine Er- emzung auf anderen Bodenarten finden. Ein Bo- t nlaboratortum wurde in Rauischholzhausen ein«

Die Versuchsgüter und ihre Einrichtungen kom- |;n aber darüber hinaus auch der Lehre und For- ung eines anderen bedeutsamen Zweiges unserer eßener Universität zugute: der veterinärmedizt- chen Wissenschaft. Diese benötigt für ihren Lehr- d Forschungsbetrieb die Mitarbeit der Versuchs« ter in vielerlei,Art und in zahlreichen Fällen auf n verschiedensten wissenschaftlichen Aroeitsgebke- t. Auch hierbei zeigt sich, daß die beiden Ver- chsgüter für unsere Universität von großer Be- utung sind und mit chrem Wirken einer kultu­rellen Arbeit dienen, die nicht nur für die Gegen­

wart, sondern besonders auch im Hinblick auf die treten großen Aufgaben der Zukunst, und ihres weitreichenden Aufbaues im Dienste unseres Vol- bs gar nicht hoch genug veranschlagt werden kann. B.

m große Zuchtsauen-Herde und eine eigene .iwarzköpfige Schafherde, dazu neuzeitliche tech« ,che Betriebsmittel und zweckentsprechende Ein- chtungen für den Hofbetrieb neben großen Wirt- Paftsgebauden mit hellen und luftigen Stallungen, säumigen Sveichern und Böden, einem schönen -aßen Wohnyaus sowie einer Anzahl Arbeiter­ohnungen in unmittelbarem Zusammenhang bzw.

nächster Nähe des Gutes im Dorfe gelegen, rner bemerkten wir eine größere, gut gepflegte .-ftanlage, bei der die neuzeitlichen Methoden der chädlingsbekämpfung in vorbildlicher Weise durch­führt werden. Der Gutshof in seiner Gesamtheit acht einen sehr guten Eindruck und läßt den De­cher die Ueberzeugung gewinnen, daß auch hier 2 Landwirtschastswissenschatt für ihre Arbeiten i Dienst der deutschen Volksernährung eine gute, rit reichen Betriebsmitteln ausgerüstete Werkstatt

Durch die Anwendung aller von der Wissenschaft ^arbeiteten Ergebnisse auf den Versuchsgütern ge- ff>n diese der praktischen Landwirtschaft als Bei- hielbetriebe zahlreiche gute und wertvolle Anregun- ßiit und ein nachahmenswertes Vorbild. Vielfältig ij: denn auch bisher schon der Nutzen, der aus der Arbeit unserer Gießener landwirtschaftlichen Jnsti-

Jn der Verhandlung wurde über den ©erlauf des Vorfalles festgestellt, daß ein Motorradfahrer den Straßenbahnwagen in etwa 40 km Geschwin­digkeit überholte. Da sich Kinder auf der Fahrbahn aufhielten, gab der Motorradfahrer wiederholt laute Warnzeichen. Hierdurch scheute das etwas unruhige rechtsgehende Pferd des Fuhrwerks und drängte nach der Straßenbahn zu. Der Fuhrmann wollte das Pferd wieder von den Straßenbahnschienen zUrückdrängen, das Tier scheute aber umso mehr und drückte weiter nach rechts. Die Straßenbahn- Wagenführerin bremste den bis auf wenige Meter herangekommenen Straßenbahnwagen ab, konnte ihn aber nicht mehr zum Halten bringen. Der Fuhrmann wurde von dem Straßenbahnwagen er­faßt, fiel unter die Pferde und erhielt nicht uner­hebliche Verletzungen an den Beinen durch die Huf- trifte der Tiere.

Die vordere Plattform des Straßenbahnwagens war so stark besetzt, daß die Wagenführerin nicht beobachten konnte, ob ein Unfall passiert sei. Sie behauptete, sie habe, da die Pferde leicht scheuten, den Wagen etwas abgebremst, als sie in die Nähe des Fuhrwerks gekommen sei, sie habe aber nicht annehmen können, daß die Pferde so weit nach rechts drängen würden, und sie habe eine gefähr­liche Situation nicht erkennen können. Erst nach­dem sie mit dem Straßenbahnwaaen auf gleicher Höhe des Fuhrwerks gewesen sei, seien die Pferde stärker nach rechts gedrängt, und erst jetzt sei die Gefahr eines Unfalls hervorgetreten. Trotz Brem­sen habe sie aber den Wagen nicht mehr zum Ste­hen bringen können.

Der Sachverständige äußerte die Ansicht, daß in dem Augenblick, in dem die Gefahr erkennbar wurde, der Wagenführerin es nicht mehr möglich gewesen sei, den Wagen zum Stehen zu bringen, auch nicht bei Benutzung des Sandstreuers.

Der Angeklagten konnte nicht nachgewiesen wer­den, daß sie die ihr obliegende Sorgfaltspflicht im Verkehr verletzt und schuldhaft gehandelt habe. Wenn auch die Pferde vorher schon unruhig ge­wesen waren, so war für die Angeklagte doch nicht erkennbar, daß die Tiere auf das Gleis springen würden. Die Angeklaate wurde daher mangels Nachweises einer Schuld freigesprochen.

Oer Maler Felix Klipstein f.

Der Maler und Radierer Felix Klip st ein in Laubach ist am gestrigen Freitagmittag im Alter von 60 Jahren in einer hiesigen Klinik g e ° ft o r b e n. Mit ihm verliert Hessen und, über seine Grenzen hinaus, die deutsche bildende Kunst eine feine, stille und gereifte Persönlichkeit, deren An­denken In einem Werk von starker, eigentümlich und ausgeprägt nationaler Art fortleben wird.

*

Kltpstein wurde 1880 in Gent geboren; fein Vater entstammte einer angesehenen hessischen Familie, die Mutter war Flämin. In Gent und Antwerpen aus­gewachsen, erhielt er in Karlsruhe (bei Schmidt- Reutte)' und München Unterricht und erste Ausbil­dung. Wanderjahre in Frankreich, Italien und Spa­nien halfen Klipstein die Grundlagen seiner persön­lichen künstlerischen Form gewinnen. Besonders der Aufenthalt in Andalusien und Kastilien hinterließ ihm tiefe und bleibende Eindrücke, wie eine Anzahl seiner feinsten und stärkste^ Silber bezeugen; es war höchst reizvoll und anregend, Klipstein bei einem Besuch in feinem Laubacher Häuschen da­von erzählen und ihn dazu die Blätter aus der spanischen Mappe deuten zu hören. Im Weltkriege hat Klipstein vier Jahre lang seinen Mann gestan­den. In Laubach in Oberhessen hat er im alten Stadtturm und später in dem kleinen Haufe auf dem Ramsberg oben im Wald eine bleibende Statt ge­funden, die ihm gemäß schien und die oft und gern von Gleichgesinnten und Nahestehenden ausgesucht wurde.

Wir haben, als wir im vorigen Jshre an dieser Stelle des Künstlers zum 60. Geburtstage gedachten, davon gesprochen, daß sein graphisches, und male­risches Werk den hessischen Kunstfreunden feit langen Jahren durch die Ausstellungen des Oberhessischen Kunstvereins vertraut sei; auch in den Gaukunst­ausstellungen war Felix Klipstein regelmäßig mit einigen seiner besten Stücke vertreten. In den Be­trachtungen, die zu seinem 60. Geburtstage in den Zeitungen erschienen, wurde auch daran er­innert, daß ihm die Stadt Nürnberg im Jghre 1931 den Dürer-Preis für Graphik verliehen hat, und wenn man heute, rückschauend und zusammenfasiend, Klivsteins Gesamtwert überschaut, wird man gerade diese Ehrung als besonders sinnvoll empfinden: sie kennzeichnet, wie uns scheint, seine Kunst als eine Heimat-Kunst im weiten und edlen Sinne; und sie bezeichnet auch, wovon ebenfalls im vorigen Jahre hier gesprochen wurde, jene Andacht zum Geringen, die liebevolle Bemühung um das Detail, die Innig­keit und Klarheit der Naturbettachtung, die immer ein schönes, menschliches Anliegen der deutschen Kunst gewesen ist. Es geht nicht an, heute noch einmal das gesamte weitschichtige Lebenswerk des Verewigten vor dem inneren Auge des Lesers Revue passieren zu lassen; denen, die nun von Felix Klipstein Abschied nehmen, werden sogleich eine Reihe von Bildern und Blättern gegenwärtig fein, die ihnen besonders vertraut und ans Herz ge­wachsen und für den Meister und seine Art kenn- zeichnänd sind mag es das Dorf Segovia fein oder die Städtebilder von Laubach und Marburg,

G. A.-Eport.

Leistungsproben im heimischen Gpori.

Im Gau XII, Bezirk 8 (Fachamt Radfahren) fin­det am Sonntag um 9 Uhr amFeldschlößchen" die Abnahme für das Deutsche Turn- und Sportab­zeichen im Radfahren statt.

Für das Reichssportabzeichen und Reichsjugend­sportabzeichen der Ortsgemeinschaft Gießen des NSRL. ist die Vorbereitung und Abnahme jeweils mittwochs auf dem Waldsportplatz des VfB.-R. an­beraumt worden.

Handball.

Spiele um den Lahn-Pokal.

In der Gruppe Gießen werden die Spiele mit zwei Paarungen fortgesetzt, während die Gruppe Wetzlar einen Ruhetag hat.

Heuchelheim Luftwaffe Gießen.

Heuchelheim führt am Sonntag seinen Sport- roerbetag durch. Schüler- und Jugendspiele gegen den M. T. V. Gießen eröffnen den Reigen der Spiele. In anerkennenswerter Weise tragen die Soldaten ihr angesetztes Heimspiel in diesem Rah­men aus. Die Platzmannschaft wird sich sehr an- strengen müssen, um gegen die Gäste ein ehren­volles Resultat zu erzielen.

2Mv. 1. Mannsch. Lang-Göns 1. INannsch.

Am kommenden Sonntag greift die 1. Mannschaft des Männerturnvereins zum ersten Male in die Lahnpokalspiele ein. Lang-Gons bewies erst am letz­ten Sonntag sein gutes Können, daher dürfte es zu einem spannenden Spiele kommen.

Die Sportdienstgruppe fährt zu einem Freund­schaftsspiel nach Heuchelheim.

Um die Meisterschaft im Korbball und Faustball.

Am kommenden Sonntag werden in Gießen die Pflichtspiele in Korbball und Faustball zu einem vorläufigen Abschluß geführt. Auf dem Universi- tätssportplatz treten die Sieger der NSRL.-Bezirke des Gaues Hessen-Nassau zur Ermittlung des Gau- siegers an, der später das Endspiel um die Bereichs­meisterschaft gegen Kurhessen bestreiten wird. Im Faustball treten mit Polizei Hanau, Tv. Mühlen- Limburg, Tgde. Bad Homburg und Tv. 1846 Gie­ßen bekannte Mannschaften an, die flotte Spiele mit ansprechenden Leistungen versprechen. Der Be- reichsmeister Gießen wird gerade gegen Hanau und Homburg keinen leichten Stand haben, zumal ine Mannschaft umgestellt werden mußte.

Im Korbball der Frauen ist die Lage ziemlich ungeklärt, da die Mannschaften in stark veränderter Aufstellung antreten werden. Doch stellt die Tgde. Hanau wieder eine schlagkräftige und wettkampf­erprobte Einheit, gegenüber der die Vertreter des Bezirks Gießen, Tv. Wetzlar, und des Westerwal­des, Höhr-Grenzhausen, sich kaum behaupten wer­den können.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 5. Juli. Es kosteten: Ochsen 45,5 bis 49,5, Bullen 43 bis 47,5, Kühe 20 bis 45,5, Färsen 39,5 bis 48,5, Kälber 32 bis 70, Hüm­mel 25 bis^48, Schafe 15 dis 44, Schweine 56 bis 64 RM. ^Narktverlauf: Alles zugeteilt.

Diele werden in diesem Sommer mit Rücksicht auf die zeitbedingten Reiseschwierigkeiten auf eine Som­merreise verzichten und statt dessen in größeren oder kleineren Wanderungen Ausspannung und Er­holung suchen. Beides finden sie nur in vollem Maße, wenn sie sich eine gewisseTechnik" zu eigen machen, sowohl in chrem persönlichen Der- hatten, als auch in der Ausrüstung.

Manche, die sich auch Wanderer dünken, glauben, es genüge, in gemächlichem Schritt ein näheres oder weiteres Ziel des Wohnorts zu erreichen, um dann hier festzul'iegen. Dieses Ausruhen des Kör­pers scheint ihnen wichtigste und wohltuendste Ergebnis chves Ausflugs. Davei ist aber eigentlich das Wandern, das heißt das stundenlange gleich­mäßige Ausschreiten der wahre Jungbrunnen für Körper und Geist. Selbstverständlich muß auch die­ses Wandern geübt werden. Darum ist es richtig, von Anfang an mit seinen Kräften haushälterisch umzugehen und bei beginnender Ermüdung zu rasten. Aber diese Rastpause soll nicht lange aus­gedehnt werden. Zehn Minuten, höchstens eine Viertelstunde genügen, um die Spannkraft wieder Miellen. Bleibt man länger sitzen, so erschlafft örper und wird zu weiterer Marschleistung unfähig. Wie lange man hintereinander wandern soll, ist selbstverständlich je nach Leistungsfähigkeit der Füße und des Körpers verschieden. Drei Stun­den dürften das Mittel sein; zwei Stunden sollten nicht unterschritten werden. Mit der Zeit wird man es auf eine wett höhere Stundenzahl bringen. Sehr zu beachten ist die Atemtechnik. Dor allem sollte das Ausatmen bewußt geschehen, da dadurch die Lunge gründlich gereinigt wird.

Wichtig für ein genußreiches Wandern ist auch die zweckentsprechende Kleidung. In erster Linie Ift auf tadellose, gutsitzende Strümpfe und bequeme Schuhe mit flachen Absätzen au achten. Bei schwa­chen Knöcheln sollte immer der Schnürschuh dem Halbschuh vorgezogen werden; er gibt einen guten Hall. Weiter gehört zur richttgen Wanderkleidung leichte, luftdurchlässige Wäsche und darunter, als

bester Schutz gegen Abkühlung nach starker Er­hitzung, ein leichtes, auf der Haut zu tragendes Jäckchen, das luftdurchlässig und schweißaufsaugend zugleich ist. Rock und Bluse der wandernden Frau ollen leicht waschbar und möglichst wollgemischt jein, um ebenfalls gegen starke Abkühlung zu schützen. Immer sollte auch ein Cape, ein Plaid aber ein Mantel rm Rucksack mitgeführt werden,

um bei Regengüssen zur Hand zu sein.

Auch der Rucksack ist ein wichtiges Ausrüstungs­stück. Don der Art, wie er gepackt ist, hängt die Leistungsfähigkeit des Wanderers mit ab. Ein kleiner, dafür aber vollgestopfter Rucksack liegt schlecht am Rücken und belästigt, ein zu großer hat eine ungünstige Gewichtsverteilung. Ehe man ans Packen geht, lege man alle Dinge, die mitgenom­men werden sollen, geordnet zueinander, also: Wäjche und Waschutensilien, Proviant, Photosachen usw. Es empfiehlt sich, die zusammengehörigen Dinge in kleine Beutelchen zu verstauen, die sich leicht herausnehmen lassen, ohne daß alles in Un­ordnung gerät. Verschiedene Farben der Deutelche- erleichtern die Kenntlichmachung ihres Inhalts. H< man alles beieinander, so werden sie nach der vor­aussichtlichen Häufigkeit ihres Gebrauchs eingepackt. Unmittelbar an den Rücken (ege man alle weichen Sachen, die harten und kantigen kommen nach außen. Reserveschuhe werden zuunterst verstaut. In die Außentaschen des Rucksacks kommen Karten, Photosachen, Taschenlampe, Kompaß, ein kleines Handtuch und etwas Seife, damit man sich unter- wegs, ohne den Beutel mit den eigentlichen Wasch- utensillen herauszuholen, die Hände waschen kann.

Die Hauptmahlzeit verlege man auf den Abend, etwa eine Stunde später gehe man zur Ruhe. So wird der Wandertag gut aus genutzt und zu einem erquickenden Abschluß gebracht, der sich bei einem anschließenden Wandertag in einer gesteigerten Lei- stungs- und Genußfähigkett wohltuend auswirkt, oder für die kommenden Arbeitstage neue Spann-

Deutschland Freunde und Kenner um den Menschen und den Künstler, der nie viel von sich reden machte, dessen Werk aber dauern und für ihn zeugen wird.

hth.

Vornotizen.

Tageskalender für Samstag.

Gloria-Palast, Seltersweg: jungens". Licht- pielhaus, Bahnhofstraße: ,Maria Ilona". Ar- tilleristen-Kameradschaft: 20.30 Uhr Monatsappell im hessischen Hof". Fünfziger 1890/1940: 20.30 Uhr Zusammenkunft imBurghof".

Tageskalender für Sonntag.

Gloria-Palast, Seltersweg: ,Hungens". Licht­spielhaus, Bahnhofstraße:Maria Ilona".

Das Doktor-Diplom erneuert.

Von der Pressestelle der Ludwigs-Universität wird uns mitgeteilt:

Die Juristische Fakultät der Ludwigs-Universität Gießen hat dem Ministerialdirektor a. D. Dr. jur. Hermann Kratz in Darmstadt aus Anlaß des Tages, an dem ihm vor 50 Jahren die Würde eines Doktors beider Rechte verliehen wurde, in dank­barer Anerkennung der großen Verdienste, die er sich in langjähriger Tätigkeit in leitender Stellung im Staat und Volk und als tatkräftiger Förderer gemeinnütziger Scftrebungea erworben hat, das Diplom erneuert.

Kein Gras in -en Mund nehmen!

Der Strahlenpilz überträgt sich auf den Menschen.

Viele, die an Feldern und Wiesen entlang gehen, zibpfen sich einen Grashalm ober Aehrenhalm ab und kauen darauf herum. In diesen Halmen ist oft der Strahlenpilz enthalten, der sich auf die Men­schen übertragen kann. Er äußert sich vielleicht im Anfang nur als eine harte Geschwulst, etwa am Hals, wird für ein Geschwür angesehen und fälschlich als harmlose Krankheit behandelt. Der Pilz breitet sich aber immer weiter im Körper aus. Die Be­handlung wird damit schwierig und langwierig. Wenn die Krankheit sofort richtig erkannt wird, ist eine Ausheilung möglich. Der beste Schutz aber ist: Keine Gras- und Aehrenhalme in den Mund nehmen!

Gießener Wochenmacktpreise.

Nachstehende Preise sind Händlerpreise und verstehen sich für X-Ware. Für 8-Ware oder abfallende Ware jowie für Selbsterzeuger liegen die Preise niedriger.

* Gießen, 5. Juli. Aus dem heutigen Wochen­markt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln, 5 kg 47, gelbe Rüben, das Bund 16 bis 22, rote Rüben, Yi kg 10, Römischkohl 15, Erbsen 40 bis 42, Mischgemüse 12, Tomaten 50, Zwiebeln, das Bund 25, Rhabarber, Yi kg 12, Stachelbeeren 32, Blumen­kohl, das Stück 45 bis 55, Salat 8 bis 15, Salat­gurken 40 bis 50, Oberkohlrabi 12 bis 15, Rettich, das Bund 15, Radieschen 10 Rpf.

Amtsgericht Gießen.

ächtet, und dre ersten Arbeiten zur Ergänzung r Gießener Versuche ein geleitet. Leider mochte r Ausbruch des Krieges diesen Arbeiten vorläufig rn Ende. Wir sahen bei unserem Besuch in Ramsch- )lzhausen einen vortrefflichen Viehbestand an tMarzvuntem Niederungsvieh, gute Zuchtpferde,

das Sttumpfwirkerhaus ober bas Kloster Arnsburg, ber heilige Franziskus mit den Tieren ober das prachtvoll lebendige Selbstbildnis, das wir vor ein paar Jahren hier abgebildet haben. Ihm wird sich nun die Totenmaske gesellen, die der Bildhauer B o p r c a r d e von dem Verewigten genommen hat.. w*. vh»

Mit Frau Editha Klipstein, der schöngeistigen die sich wegen fahrlässiger Körperverletzung zu Lobensgefährttn, trauern in Hessen und in ganz I antworten hatte.

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besonders wichtig aber ist es, wenn erst 4 Lichter auf dem Geburtstagstisch brennen. Ja,heute einmal ist nicht Baby, sondern die kleine Rena Mittelpunkt der Familie. Rena ist schon ganz aufgeregt, denn am Morgen kam ein Paket vom Vati aus dem Feld ond heute nachmittag kommen alle Gäste, die Lotte, die Ingrid, die Gisela und die Karin, aber auch Claus darf als der große Bruder dabei sein, vor allem, weil er Mai­zena-Kuchen so gern ißt Ein paar Tage lang hat Rena schon auf ihr morgendliches Maizena-Süppchen verzichtet, weil Mutti im Krieg nicht so viel kaufen kann, wie sie wohl möchte. Aber heute werden Rena und ihre Gäste dafür reichlich entschädigt

Es gibt nicht nur Maizena-Keks, sogar eine Maizena-Torte, die schöne aus dem

Maizena-Kochbuch, und zu guter Letzt einen Maizena-Pudding, und alle Kinder langen immer wieder nach den herrlich schmeckenden Sachen. Alle großen Muttis aber sollten sich für diesen Zweck auch das schöne Malzena-Kixhbiich erfordern, das gratis zugesandt Wird.

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