Donnerstag, 5. Juni |9$l
Gießener Anzeiger
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Doorn, 4. Juni. (DJIB.) Der ehemalige
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Kaiser. Wilhelm 11., isl heute vormittag 11.30 Uhr im 83. Lebensjahr g e ft o r b e n.
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her lebte er in Doorn.
Während der Regierungszelt des früheren Kaisers wurde im Jahre 1890 der Vertrag mit England über die Abtretung der Insel Helgoland an Deutschland abgeschlossen. Arn 1. Januar 1891
Waffen blieben d i e
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..... Anzeiger"
len unserer Wehrmacht in den Juni-Tagen rgangenen Jahres zurückdenken.
Wiederum Helsen starke Panzer- unb Lustkampfverbände.
Wie bei dem Uebergang über die Maas
wurde , die deutsche Herrschaft über Ostafrika ver- kündet. In den späteren Jahren folgte die Erweiterung des delltschen Kolonialbesitzes in China und auf den Inseln im Pazifik. 1900 nahm Deutschland an den Kämpfen der europäischen Großmächte gegen die aufständischen Boxer in China teil. Von 1904 bis 1907 war der Kampf gegen die Aufstandsbewegung der Hereros und Hottentotten in Deutsch-Südwestafrika zu führen. 1895 wunde der Kaiser Witt)elm Kanal beendet, von 1886 bis 1916 die Bagdad-Bahn unter deutscher Leitung gebaut. Das Jahr 1911 brachte die für den Frieden gefährliche Marokko-Krise. Der Drei» bund wurde erneuert. Auf dem Gebiet der Innen- Politik wurde unter Wilhelm II. im Jahre 1891 das Gesetz über die Invaliden- und Altersversicherung, im gleichen Jahre auch das Arbeiterschutz- gesetz eingeführt. Im Jahre 1900 wurde das große Werk des Bürgerlichen Gesetzbuches abgeschlossen.
Das Beileid des Führers.
Berlin, 4. Juni. (DNB.) Der Führer hat anläßlich des Todes des ehemaligen Kaisers Wilhelm II. telegraphisch der Gemahlin des Ver ftorbenen sowie dem Kronprinzen sein Beileid ausgesprochen.
BesonderestädtebaulicheMaß- nahmen für Frankfurt a. M.
Gauleiter Sprenger vomFiihrer beauftragt
RSG. F r a n k f u r t a. M., 4. Juni. Der F ü h - r c r hat in einem Erlaß vom 29. Mai 1941 die Durchführung der von ihm bestimmten besonderen ft ä d t e b a u l i ch e n Maßnahmen in der Stadt des Deutschen Handwerks Frankfurt am Main angeordnet:
„Für die Stadt des Deutschen Handwerks Frankfurt a. M. ordne ich die Durchführung der von mir bestimmten besonderen städtebaulichen Maßnahmen an.
Ich beauftrage den Gauleiter des Gaues Hessen- Nassau der NSDAP., Jakob Sprenger, die im $ 1 Ads. 2 und § 3 des Gesetzes über die Neugestaltung deutscher Städte vom 4. Oktober 1937 (Reichs- gesetzbl. I, S. 1054) erwähnten Maßnahmen zu treffen.
Der Gauleiter kann seine Befugnisse auch außerhalb des Stadtkreises Frankfurt a. M. ausüben, soweit dies zur Durchführung seiner Aufgabe erforderlich ist. Er kann insbesondere Gebiete außerhalb des Stadtkreises Frankfurt a. M. in den Gesamt- b anplan für die Stadt Frankfurt a. M. einbeziehen.
Führer-Hauptquartier, den 29. Mai 1941.
Der Führer und Reichskanzler:
Adolf Hitler."
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Tief in -en Feind hineingestoßen.
Bei Sollum hat sich besonders ausgezeichnet: Oberleutnant Behr
Von Kriegsberichter Ernst Bayer. \
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Am 5. Juni 1940 tritt die Südfrvnt des deutschen Heeres erneut zum Angriff an. Weygcnzd-Linie an mehreren Stellen durchbrochen. Die Luftwaffe belegt Truppenansammlungen und Kolonnen mit Bomben und greift wichtige Flugplätze in Mittelfrankreich, ferner den Hafen von Cherbourg erfolgreich an.
Während noch die größte Umfassungsschlacht der eltgeschichte, die Schlacht in Flandern und im
rtois, im Gange war, traf die deutsche Führung reite alle Maßnahmen zu einer neuen Groh- stensive tief nach Frankreich hinein. Bewundernd ?hcn wir vor dieser organisatorischen Großtat des utschen Generalstabes, die es möglich machte, beite einen Tag nach der Kapitulation von Dün-
rchen, am 5. Juni 1 940, zum Durchbruchs- «griff durch die stark befestigte W e i) g a n b « «nie längs der Somme und des Oise-Aisne- onate anzutreten. „Kampf bis zur völligen 'Beratung" des. Feindes war das offen verkündete iel der deutschen Führung. Und dieses Ziel ist it einer Schnelligkeit und Vollkommenheit er- ich! worden, daß uns heute noch die Herzen höher agen, wenn wir an die unvergleichlichen Sieges-
Annahme von 2lmcincit für die MittanSnulnmer biöSVJlbr deci Vormittags
Anzeigen-Prcilc:
Slnaeipentetl 7 Rvk. ic mm bei 22 mm Zeilenbrette, Wertteil 50 Rvi. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite
Nachlässe:
Wiederholung Malstaffell Slbfcblütle Mengenstaffel B Piavvorschrist t vorherige Vereinbarung >25^0 mehr
schuldig. Pak knöpfte sich die Panzer vor und wurde daoei wirksam unterstützt non der zum Erdbeschuß einaesetzten leichten Flqk. Die Artillerie beschäftigte sich mit ihrer „Branche", wobei die schwere Flak mithalf, die auch noch gleichzeitig im direkten Schuß den Panzern das Leben sauer machte.
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Mai zwischen Givet und Sedan, so wird auch | er an der Somme und am Oise-Aisne-Kanal der ürchbruch wiederum mit 5)ilfe starker deutscher
HM rch schwersten Kämpfen fast überall durchstoßen, e von ßlM er Feind setzt alle verfügbaren Kräfte, auch Pan-
Weg war fo geschaffen für den breiten Durchstoß. Vorne Halbrechts lag die H ö I) e 2 0.6, die in den Kämpfen der uorausgegangenen Tage schon eine beherrschende Rolle gespielt hatte. Dort stand eine der feindlichen Batterien, sie mußte ausgeschaltet werden. In ihrem Feuer ging die Artillerie der deutschen Vorhut in Stellung und funkte, was die Rohre hergaben. Die schwere Flak griff auch noch in den Erdkampf ein. Noch nie in ihrem Leben haben die Kanoniere so geschuftet, wie an diesem Tag. Dick rann der Schweiß den Männern über die Gesichter. Was schadete es, die Hauptsache war, derTvmmi; m n ß t e t ü r m e n. Stück um Stück kämpfte sich die Vorhut durch den Feuergürtel. Wohl schwieg nun die Batterie der Höhe 206, dafür aber schossen noch gequg andere.
lieber die geräumte Hölze 206 hinweg kämpfte sich nun die Vorhut von der linken Flanke des Angrisfsstreifsns auf die rechte Flanke durch, wahrend eine schnell angesetzte Kampfgruppe die Sicherung der linken Flanke übernahm. Die linke Flanke lag der Itiüfte zu, aus ihr droht immer Gefahr. Im schwachen Schutz einer kleinen Bodensenke schob sich die Vorhut nun zur rechten Flankss. Klar hatte der Feind nun aber auch die Gefahr erkannt, die ihm durch diesen Vorstoß drohte. Nun aab es Zunder noch und noch. Mit allen schweren Waffen schoß der Tommy i n d i e Bodensenke, die er mit allen Mitteln sperren wollte. Artillerie, Selbstfahrlafetten, schwere Maschinengewehre und zu allem Neberfluß and) noch die schweren Panzerwaffen fudylen den Durchstoß aufzuhalten. Es bumste, zischte und knallte, daß es nur so eine Art hatte, lind die Leuchtsvur- munition zeichnete ihre Hellen Streifen in die Luft, in der dicke Rauchschwaden von Pulverdampf trieben. Doch auch d i e beutjdjen schweren
Mittlerweile sind die deutschen Angriffsopera» ?nen nach Osten zu verlängert worden und auch deutschen Armeen zwischen dem Oise-Aisne- mal und den Argonnen am 9. Juni zum Angriff getreten. Auch hier sind die taktischen Kampf- :olge so groß, daß bereite wenige Tage später if der nunmehrigen Gesamtfront vom Kanal bis r Maas die großen operativen Erfolge der deut-
3||cn Offensive sichtbar werden. Westlich Paris wird llh Seine, östlich Paris die Marne an vielen Stellen I^erschritten, der wichtige Kriegshafen Le Havre |t rb genommen*uni) bei St. Valery an der Kanal- j bfte müssen 26000 Engländer unb Franzosen mit kv Generalen kapitulieren. Und schvn am 14. Juni Irirschieren deutsche Truppen kampflos in Paris hi, dessen Verteidigung angesichts der westlich und f 8 lid) der Stadt unaufhaltsam vordringenden beut- Uten Armeen keinen Sinn mehr gehabt hätte. Der
erluften zurückgeworfen, sodaß die geschlagenen nzösischen Armeen bereits am 10. Juni auf der rnzen Front von der Kanalküste bis Reims zu- dfluten, ununterbrochen verfolgt von den fieg- ichen deutschen Truppen.
Angriff zwischen dem Oise-Aisne-Kanal und den Argonnen.
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Der verstorbene ehemalige Kaiser wurde 27. Januar 1859 in Potsdam geboren. Im Alter von 29 Jahren bestieg er am 15. Juni 1888 als Nachfolger seines Vaters Friedrichs III. und seines wenige 'Monate vorher gestorbenen Großvaters Wil- Helms I. den deutschen Kaiserthron. Nach der im Jahre 1890 erfolgten Entlassung des Fürsten Bismarck begann er unmittelbaren Einfluß auf die Politik des Reiches au nehmen, der dieser Zeit die Bezeichnung „Wilhelminische Aera" gegeben hat. Der von den Feinden des deutschen Volkes in langen Jahren vorbereitete Weltkrieg von 1914 bis 1918 bezeichnet den Abschluß der Regierungszeit Wilhelms II. Nach dem Ausbruch der Revolte in der Heimat überschritt Wilhelm II. am 2.Movember 1918 die holländische Grenze und erklärte am 28. November 1918 seinen offiziellen Thronverzicht. .Seit-
Schachfiguren auf einer großen Fläche bewegten sich die Fahrzeuge über das weithin einzu seh ende Sand' meer. Der Feind wischte sich den Sand aus den Augen, staunte vielleicht nickst schlecht, als er diese „Entschleierung" säh, und hatte aber auch schon im gleichen Augenblick begriffen, was hier gespielt
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durch das feindliche Feuer und -den Widerstand, der überall au stauchte. Während ein Teil der schweren deutschen Waffen noch schoß, was das Zeug hielt, protzten die anderen schon wieder auf, raffen nach vorne, gingen in Stellung und schossen, daß es dem Tommy' doch langsam ungemütlich wurde. Währenddessen kamen and) schon wieder die Kameraden, die eben noch den Feuerschutz beim Vorgehen gegeben hatten, von hinten vorgebrayst und stießen wiederum ein Stück nad) vorne vor. So wiederholte sich bi er ernste Spiel, bis auch die letzte- Batterie des Feindes weichen mußte und der Feind aus seinen Stellungen verjagt
Immer in der vordersten Linie stand der junge Oberleutnant in seinem Kübelwagen und leitete den Angriff unb bas Feuer, und wenn er fuhr, dann folgten ihm die Fahrzeuge wie die Schatten, mochte der Feind auch noch so sehr schießen und sie bewarfen. Immer weiter mußte sich der Tommy zu- rückziehen, wenn er sich nicht der Gefahr einer Umklammerung aussetzen wollte. Und auf dem Weg, den sich der Oberleutnant mit seinen Männern kämpfend aefdjaffen hatte, zog nun das Gros der Kräfte nach, das and) noch den Beschuß des Feindes kräftig zu spüren vekam. Und als das (bros sich noch mit seinen Kampfgruppen überall einfetzen konnte, da erhielt der angefetzte Stoß den Druck, dem der Feind nicht mehr standhalten konnte. Ueberall auf der weiten Fläche der Wüste und in dem zerklüfteten Küstengebiet ostwärts Sol- l u m wurde erbittert gekämpft. Kampfgruppe um Kampfgruppe war an den Feind gekommen unb vertrieb ihn aus feinen gutgetarnten und gut aus- gebauten Stellungen. Selbst zahlreiche Minenfelder konnten diesen Sturm nicht hemmen. Und als der Abend kam und dem Kampf Einhalt gebot, da hatten deutsche und italienische Soldaten den Feind geworfen und ihre Stellungen kilometerweit über Sollum hinaus vorgeschoben.
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folgte. Damit war auch diese zweite große Ver- nichtungsschlacht im Westen in noch nickst drei Wochen beendet, Deutschlands stärkster Gegner zu Lande niedergeworfen und die gesamte atlantische Küste bis zur spanischen Grenze als Basis zum Kampf gegen England in deutscher Hand.
w. Jahrgang Br.|3|
Erscheint täglich, außer sonntags und feiertags
Beilage«:
Ateßener Familienblätter
Heimat unBild-DieScholle
Bezugsvreis:
Mroerbände, zu verzweifelten Gegenangriffen an, :rb aber bis zum 9. Juni überall unter großen
Re große Schlacht in Frankreich im Juni 1940
Bon Major a. D. von Keiser.
übliches Störungsfeuer, das schon zum Lebensbedarf im Raum um Sollum gehört. Je näher die Angriffs- stunde herankam, desto dünner wurden die Sand- schleier, und gerade in dem Augenblick, als der Vorstoß begann, da zog der Wettergott den schützen* den Sandmantel hinweg. Helle Sonne lag nun über dem weiten Feld, und wie
besiegelt. In atemloser Spannung folgte die Welt der weiteren Entwicklung des gigantischen Kampfes, in dem nun Schlag auf Schlag sich Frankreichs Katastrophe vollzog' Am 16. Juni wird die Magi- notlinie südlich Saarbrücken endgültig durchbrochen, Saarburg genommen, auch am Oberrhein überschreiten deutsche Truppen in breiter Front den Strom. Am 17. Juni ergibt sich die starke Festung Metz einer motorisierten deutschen Abteilung, ein Beweis, wie stark bereits die Moral des französischen Heeres gelitten hat: auch Belfort fällt. Am Oberrhein wird am gleichen Tage Kolmar genommen, über 100 000 Gefangene werden gemacht. Am 19. Juni kapitulieren Straßburg, Epinal, Io ul und LunSville, am 20. Juni kämpfen nur noch einige von den deutschen Truppen umschlossene Einzelgrupven im nördlichen Lothringen und im Weltteil der Vogesen, die am 22. Juni ebenfalls kapitulieren müssen. Im ganzen sind damit im El saß-Lothringen etwa eine halbe Million Soldaten nebst drei 21 rmceoherbe f 01)151) aber n in deutsche Gefangenschaft geraten.
Der Waffenstillstand oom 25. Juni.
Inzwischen waren im Innern Frankreichs die deutschen Truppen in rastloser, Tag und Nacht fortgesetzter Verfolgung längs der Küste bis zur Gironde, auf dein linken Flügel bis Grenoble südöstlich Lyon vorgestoßen und damit der französischen, gegen die Italiener kämpfenden Alpenarmee in den Rucken gekommen. Ihrer völligen Vernichtung entging diese letzte noch kampffähige französische Armee nur durch den auf Frankreichs Bitte am 25. Juni mit Deutschland abgeschlossenen Waffenstillstand, dem gleich darauf auch die Waffenruhe mit Italien
wurde.
Schon schob sich ihm die Vorhut entgegen, ein starker Verband mit großer Feuerkraft. Sie führte Oberleutnant Behr. Schon als er mit seinen Männern über die Grenze fuhr — durch eine Lücke in dem dichten Drahtverhau, der Libyen von Aegypten trennt —, da deckte ihn die englische MrtlurfTc anständig ein.
Sie kennt hier die Durchschlupflöcher in dem Verhau genau und funkt wohl gezielt darauf, wenn sich auch nur der Anschein einer Bewegung zeigt, unb gar bei diesem Haufen, der da an-fam. Doch mit viel Geschick brauste die Vorhut durch das Loch und durch das Feuer. Das wäre geschafft! Nun aber brüllten die englischen Batterien laut auf, Abschüsse und Einschläge vermengten sich zu einem grollenden Chor. Mit seinen Granaten baute der Tommy den vorrückenden Deutschen einen Feuerwa 1 l vor d i e Nase, der festgefügt und kaum zu überwinden war. Wie giftige Pilze schossen die hohen Staubwolken der Granateinschläge aus der Erde und standen, dicht gesät, wie mahnende Finger, in der sonnenklaren Luft. In seinem Wagen stand der junge Oberleutnant, der schon in Polen in der Tucheier Heide, vor Brest-Litowsk und im Westen an der Dyle-Äellung und der Somme mit Auszeichnung gekämpft hat und bei Lyon verwundet wurde. Er sah sich dieser Feuerwand gegenüber und wußte auch, daß sein Auftrag nur erfüllt werden konnte, wenn es ihm gelang, irgendwie diese Wand zu durchstoßen. Weit zog er die Fahrzeuge auseinander, die große Fläche gab ihm Raum genug dazu. Nuri aber mußte der Feind fein Feuer zersplittern. Die Schlagkraft und die Wirkung war ihm so zu einem großen Teil genommen. Der
ifiü der französischen Hauptstadt, die für jeden kV anzosen das Symbol der Macht und „gloire" ankreichs bedeutet, wirkt so erschütternd auf die Ifcoral des französischen Heeres, daß nunmehr sein skickzug unter der unausgesetzten Verfolgung und ßuchrfachen Durchflößung seiner Linien durch deutsche Mnzeroerbände mehr und mehr in regellose Flucht haartet.
)er entscheidende Schlag im elsaß-lothringischen Dreieck.
: An dem gleichen 14. Juni, an dem Paris gekommen wurde, leitete die deutsche Heeresleitung |il)*en entscheidenden Schlag gegen den außerordent- llrig starken rechten französischen Flügel im elsaß- Ilohringischen Dreieck ein. Hier standen drei fram Wische Armeen, an den beiden Frontseiten, der |h)ein= und Saarfront, durch die für uneinnehmbar Dhaltene Maginotlinie, an der Rückseite durch die itungsünic Verdun—Toul—Epinal—Belfort ge- ,Ws>ützt. Mit der Eroberung Montmedys nördlich HF rbun wirb sowohl ber Maginotlinie der stützende ■n ltlid)c Eckpfeiler fortgerissen wie auch gleich- j'.rtig die rückwärtige Festungsfront von Norden |B<r angepackt. Einen Tag baraiuf, am 15. Juni, jklinnf bet siegreiche Durchbruchsangriff gegen bie 'Phginotlinie an der Saarfront, während gleichzeitig ipr ber rückwärtigen Festungsfront Verdun, um das ■’n Weltkriege ein halbes Jahr vergeblich gekämpft jjPirbe, im ersten Ansturm genommen wird. Wäh- Ukib der deutsche Frontalangriff in den nächsten qen sich gegen die französische Oberrheinfront bet Hilmar und zuletzt gegen das Unterelsaß bei Wei- Imnburg und Straßburg richtet und überall über- horfjenb schnell die sestungsarligen feindlichen Stüß- -pinhe der Maginotlinie zerschlägt, tut bie beutsche ID hrung ihren überraschenden operativen Um- Miungsschlag. Aehnlid) wie in ber Schlacht in iDlindern unb im Artois die von Sedan aus bis [ p die Kanalküste vorgeworfenen motorisierten Ver- ! dönde dem Feinde die einzige noch freie Flanke ab-- ilffitBelten, so werden hier dem in Estaß-Lothringen läinpfenben Feinde mit einem Schlage sämtliche Auswärtigen Verbindungen abgeschnitten. Im Zuge I Verfolgunasoperationen westlich ber Maas - firmen motorisierte deutsche Truppen, denen nicht- w torisierte in Eilmärschen folgen, aus ber Gegend 70-1 Sedan in Richtung Schweizer Grenze vor, l Reichen bereits am 16. Juni Besanxon und schlte- | Jen damit den Ring um bie drei in Elsaß-Loth- |!|irgen kämpfenden französtschen Armeen.
Schlag auf Schlag besiegelt das Schicksal der eingeschlossenen Armeen.
| Damit war — operativ gesehen — die Entschei- ; »itig im elsaß-lothringischen Kampfe gefallen, das ; ktpickjal hex eingeschlössenen französischen Armeen
Oie Siudeniin stärkt die Rüstung.
Bon Dr. Anna Kottcnhoss, Reichs - AN ST. Referentin.
In diesem Sommer werden alle Studentinnen der Hoch- unb Fachschulen in der uorlefungsfreien Zeit als zusätzliche Arbeitskräfte für einige Wochen in bie N üst ungsindu st r ie gehen. Ausgenommen sind die Examensemefter rind sold>e Studentinnen, die für andere wichtigste Kriegsarveiteu freigestellt sind. Damit folgen die deutschen Studentinnen gesdstossen dem Aufruf, den der Führer in der letzten Reichstagssitzung an die deutschen Frauen rid)tete.
„Wir sind alle verpflichtet", so sagte der Führer in seiner Rede, „dafür zu sorgen, daß der Vorsprung, den wir besitzen, sich nickst verkleinert, son- bern daß er ständig noch größer wird. Das ist kein Problem des Kapitals, sondern ausschließlich ein Problem der Arveit und damit unseres Willens und unserer Fähigkeit. Ich glaube, daß dabei vor allem das deutsche Mädchen und die deutsche Frau noch einen zusätzlichen Beitrag leisten können. Denn Millionen deutscher Frauen sind auf dem Lande, auf dem Felde und müssen dabei in härtester Arbeit die Männer ersetzen. Millionen deutscher Frauen und Mädchen arbeiten in Fabriken, Werk- stätten unb Büros unb stellen auch dort ihren Mann. Es ist nicht unrecht, wenn wir verlangen, daß sich diese Millionen deutscher, schaffender Volks- genossinnen noch viele Hunberttausenbe anbere 311111 Vorbild nehmen."
Es ist der Stolz der Studentüinen, dieses Vorbild an erster Stelle zu geben und damit zu zeigen.
DNB. ... im Jun-i 1941. (PK.) Seit dem 13. April 1941, dem Tag, an dem Sollum nach hartem Gefecht fiel, taucht dieser Name immer wieder in den Wehrmachtberichten auf als ein Ort, in dessen Raum erbittert gekämpft wird. Oftmals hat der Feind schon versucht, die tapferen Verteidiger von Sollum über die libysch-ägyptische Grenze zurück- zuwerfen und di-efe Grenz st a b t a u f ägyptischem Boden wieder in seinen Besitz zu bringen. Immer wieder fauchten die Granaten der Land- und Schi.ffsbatterien über Sollum dahin, immer wieder stießen die Panzer zum Angriff vor, immer wieder suchte ber Feind mit Bomben und Tieffliegern die Moral der deutschen und italienischen Truppen zu erschüttern, aber eifern hielten die Rieael vor und in Sollum. Oftmals wurden die Der- leidiger zu Angreifern. Mancher Gegenangriff der Deutschen warf den Feind aus seinen Stellungen. Niemals gelang es dem Feind, unsere Verteidigungs- ftcHungen zu durchbrechen, und die vernichteten Panzer und Panzerspähwagen vor den deutschen Linien sind Zeugen schwerer englischer Niederlagen. Emp- indliche Verluste mußte ber Tommy hin nehmen.
Und es kam auch der Tag, da der Tommy aus seinen Stellungen, die hm um Sollum lagen, geworfen wurde, in einem Kampf, den der Wehr- machtberickst vom 29. April mit den Worten umreißt: „In Nordafrika brachte ein von deutschen und italienischen Truppen tief in den Feind hinein geführter Vorstoß dem Feind erneut empfindliche Verluste bei." Bei diesem Vorstoß zeichnete sich, wie der gleiche Wehrmachtbericht meldete, der Oberleutnant und Kompaniechef in einer Aufklärungsabteilung Behr besonders aus.
In ber Nacht vom 25. zum 26. und auch noch am Morgen unb Mittag des 26. April fegte über Sollum und Capuzzo ein schwerer Sandsturm dahin. Eine unerträgliche Hitze lagerte über ber Wüste. Himmel, Luft, Erde — alles war nur noch Sand und Staub. Es war ohne Brille überhaupt unmöglich zu sehen, und wer den Mund auf machte, der hatte für die nächsten Minuten genug zu kauen. Trotzdem war es hinter den vordersten Linien wie in einem Bienenhaus. Der Befehl war klar: Trotz Sandsturm wird angegriffen!
In den dicken Schleiern des Sandsturmes wurden die Kampfgruppen zum Angriff bereitgeftcllt. Noch hatte btr Feind nichts gemerkt. Er fchoß (ein
vrühlfche UniversttSttdruckerei 8. Lange General-Anzeiger für Gberheffen $ 7-9
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!onzer- und Luftkampfverbände erzwungen. Be- uerpulwt JSite am 6. Juni abends ist die Weygand-Linie


