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Gießener Anzeiger

BritylMH Ueiotrlttätsbredtrti L. tage General-Anzeiger für Oberhessen **ei*t<e.e$4ellra|t 7-1

M. Jahrgang Nr. 105

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Vostlckeck 1168« Tranks. M

Die deutsche Wehrmacht hat sich selbst übertroffen.

Oes Führers Rechenschaftsbericht über den Abschluß des Battanfeldzuges.

Dank und Verpflichtung

Nach einem neuen Siegeszug der deutschen Waffen, dessen einzelne Phasen so blitzschnell vor uns ab­rollten, daß uns noch heute der Atem stockt, trat der Oberste Befehlshaber der deutschen Wehrmacht, des­sen geniales Feldherrngenie dieses neue Lorbeerblatt in den Ruhmeskranz deutschen Soldatentums flocht, als Führer des deutschen Volkes vor den Reichstag, um nach Abschluß der Kämpfe über die politischen Ursachen dieses Balkankrieges, seine strategische An­lage und Durchführung einen Bericht zu geben, der in schärfster Zusammenfassung und Ausrichtung auf das Wesentliche noch einmal unsere Blicke hinlenkte auf das verbrecherische Handeln jener, die in bei­spiellosem Zynismus den Kriegsbrand auch auf dem Balkan entfachten, aber auch auf das Heldentum der hier eingesetzten Verbände des deutschen Heeres und der Luftwaffe, die trotz der einzigartigen Schwie­rigkeiten des Geländes, wie sie dieser Kriegsschau­platz bot, Leistungen höchster Kühnheit und rast­loser, zäher Hingabe vollbracht haben. Vor den Mil­lionen von Angehörigen all, jener Völker, über die als Opfer des politischen Dilettantismus ihrer Re­gierungen die Londoner Kriegsmacher als willfäh­rige Werkzeuge der Nimmersatten Raffgier des ein riesiges Geschäft witternden jüdisch-demokratischen Finanzkapitals mit einer brutalen Kaltschnäuzigkeit, der sich Churchill auch noch auf den Trümmern bri­tischer Städte schamlos brüstet, Tod und Verderben gebracht haben, stellte der Führer mit schneidender Schärfe die Schuldigen dieses Krieges an den Pran­ger und erinnerte noch einmal an alle seine ver­geblichen Versuche, zu einer Verständigung mit England zu kommen und die höhnende Ablehnung, die sein Appell an die Vernunft sowohl nach der Katastrophe Polens wie nach dem Zusammenbruch Frankreichs bei den Männern gefunden hat, die kein anderes Ilel haben als die Zertrümmerung Deutschlands. Der Fortgang des Krieges hat ge­zeigt, daß es nicht Schwäche war, die Dem Führer eingab, immer wieder seine mahnende und warnende Stimme zu erheben. Das britische Volk hat schon schwer dafür büßen müssen, daß es sein Schick­sal einem politischen und militärischen Scharlatan wie Churchill anvertraut hat, aber es ist noch immer nicht klug geworden und wird unter den deutschen Schlägen zugrunde'^ehen, wenn es sich nicht dieses Verbrechers und seiner Methoden entledigt.

Churchills soeben unter so schmachvollen Um­standen für die britische Wasfenehre liquidiertes Balkanabenteuer hat wiederum den ganzen krassen Dilettantismus, aber ebenso sehr auch die abgrund­tiefe Bosheit d-ieses hemmungslos ehrgeizigen Zivilstrategen und machtlüsternen Politikers in das hellste Rampenlicht gestellt. Der Führer kennzeich­nete mit knappen markanten Strichen das Verhält­nis Deutschlands zu den Balkanvölkern, das aus­schließlich von dem Interesse bestimmt war, als prößter Handelspartner der Balkanstaaten diese innerlich gesund und kräftig zu sehen, denn die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit ihnen, begrün­det auf der natürlichen Ergänzung, die diese Agrar­länder in Einfuhr und Ausfuhr in dem großen deutschen Industriestaat fanden, mar ein Geschäft, in dem das Deutsche Reich stets bemüht gewesen ist, ein anständiger Teilhade-r zu sein. Wenn in weiten Streifen der Balkanvölker für dieses deut­sche Streben Verständnis erwuchs, so gab es doch auch dunkle Elemente, die der Gegenaktion Eng­lands Handlangerdienste leisteten, obwohl sie wissen mußten, daß dieses weder den Balkanvölkern wirtschaftlich auch nur das geringste zu bieten hatte, noch politisch ihreGarantien" ober sonsti- fien Hilfsversprecyen gegen einen Feind, der nur n ihrer Einbildung bestand, den geringsten Wert hatten. Während Rumänien, freilich erst nach bitterem Lehrgeld, auf dem Weg des Verderbens

zur rechten Zeit kehrt machte und die Türkei, wie der Führer hervorhob, dank der realistischen Haltung ihrer Staatsführung die Unabhängigkeit des eigenen Entschlusses wahrte, haben G r i e - ch e n l a n d und Iugolawien den britischen Lockungen nicht widerstanden. Der Führer schil­derte kurz, wie die Athener Regierung im Fahr­wasser der britischen Kriegspolitik in eine wach­sende Spannung zu Italien geriet, die schließlich jum Kriege führte. In Belgrad schienen die be­harrlichen Bemühungen um die Herstellung eines Vertrauensvollen Verhältnisses zu Deutschland von Erfolg gekrönt zu sein, als wider alle Vernunft Und wider alles Interesse des serbischen Volkes, dem soeben der so lange sehnsüchtig erstrebte Zu- azum Aegäischen Meer mit Saloniki zugesagt n war, ohne daß man irgend welche Hilfe- leistung oder »in Durchmarschrecht von ihm gefor­dert hatte, eine Clique ehrgeiziger Verschwörer den Pakt zerriß und nicht vor den frechsten Provoka- tonen des großen deutschen Nachbarn zurück­schreckte. Der Führer konnte mit dem besten Ge­wissen von der Welt von sich sagen, daß er den Trieben gewollt hatte. Niemand anders als Lord Halifax, Churchills salbungsvoller Botschafter in Washington, hat mit zynischer Offenheit erklärt, daß man diesen deutschen Friedenswillen gekannt habe und grade deshalb uns zwang, zu kämpfen. t>enn darüber hatte der Führer niemals einen Zweifel gelassen, daß Deutschland eine Wieder- holUng des Saloniki-Unternehmens in diesem Kriege unter keinen Umständen hinnehmen würde, unb auf nichts anderes lief nach dem Rück­schlag der italienischen Waffen in Nordafrika die van Churchill ausgehende Verlegung des Kriegs- schauplatzes von Libyen auf den Balkan hinaus, ter Führer nannte diesen Entschluß einen der Mähten strategischen Fehler dieses Krieges. Er führte zur völligen Vertreibung Englands vom

europäischen Kontinent, und da in der gleichen Beit die Achsenmächte in Nordafrika die britischen Scheinerfolge zunichte machen konnten, hat Chur­chill mit einem Schlage zwei Kriegsschauplätze ver­loren.

Mit wunderbarer Prägnanz gab der Führer einen Aufriß des genialen Operationsplans unb seiner Durchführung, bis Heer und Luftwaffe in allen Befehlsstellen vor bie benfbar schwierigsten Aufgaben stellte unb von der Truppe bas Aeußerste an Einsatzfreudigkeit unb Kühnheit forderte. So sparte der Oberste Befehlshaber auch nicht an war­mer Anerkennung der außerordentlichen ßeiftungen von Führung unb Truppe. Aus dem Munbe Des erfahrenen Weltknegssoldaten und siegreichen Feld- l)errn auf allen Schlachtfeldern dieses Krieges Hai dies Lob seinen besonderen Klang, wenn dieser Mann feftfl eilte: Zn Diesem Feldzug hat sich die deutsche Wehnnacht selbst übertroffen! Dem deut­schen Soldaten ist nichts unmöglich. Seine vorn Im­puls stärkstem Miterlebens getragene Schilderung Der Kämpfe dieses Balkanfeldzuges war ein Helden­lied auf des deutschen Soldaten aller Grade und aller Waffen wetteifernde Hingabe. Dabei zeugte es für den durch und durch soldatischen Sinn des Führers, daß er mit ehrlicher Genugtuung des An­teils gedachte, den unsere Verbündeten zu Dem gro­ßen Erfolg beigetragen haben, und auch dem To- desmut, mit dem der griechische Soldat für eine verkdrene Sache gekämpft hat, seine Anerkennung nicht versagte. Aber mit bitterer Ironie bedachte er auch die seltsamen Heldentaten der Engländer, die nach berühmtem Muster ihre Verbündeten im Stich ließen, als die Katastrophe über sie herein- brach und deren Meister bann noch die Stirn hat, zu erklären, daß man von vornherein nicht an den Erfolg dieses Kampfes geglaubt habe, in den Attiei Völker hineingehetzt mürben unb verbluten bürsten. An Hanb eines enbrücfenben Zahlenmaterials rechnete der Führer eindeutig ab mit den verlogenen Be­hauptungen eines Churchill über die deutschen Ver­

luste. So>wer sie im einzelnen für die Betroffe­nen sind bas beutsche Volk neigt sich in Ehr­furcht vor der Größe ihres Opfers, fo außer­ordentlich gering sind sie im Großen gesehen, wav seine Begrünbung findet in dem hohen Ausbil­dungsstand unseres militärischen Führerkorps, dem hohen Können des einzelnen Soldaten und seiner Tapferkeit und der hervorragenden Güte seiner Ausrüstung.

Unb gerade dies letztere verpflichtet die Hei­mat, der Front die Waffen zu geben, die sie be­nötigt, um auch künftighin jo siegen zu können, wie sie es bisher in unvergleichlicher Weise getan hat. Ähr Schweiß kann das Blut der Soldaten erspa­ren", so formulierte der Führer die kategorische Forderung an die Heimat, an Arbeitskraft da» Aeußerste einzusetzen, um der Nation in ihrem Schicksalskampf auf Dem Gebiet der Rüstung den Vorsprung zu erhalten unb ständig zu vergrößern. Und hier geht der Appell des Führers in erster Linie an die deutschen Frauen und Müdck>on, sich dem großen Arbeitsprozeß einzugliedern und durch ihren tätigen Einsatz ihr Teil beizutragen zum Sieg der bcutfrlxn Waffen. Wenn Heimat und Front in unlöslicher Gemeinschaft zusammenstehen, dann wird es an der Gnade des allmächtigen Gottes nicht fehlen, bann (inh nur jeher mir denkbaren Koalition der Welt überlegen. Mit gläubiger Zuversicht unb mit­reißender Siegesgewißheit verkündete der Führer, daß das Fahr 1941 als das größte Jahr unserer Er­hebung in die Geschichte eingehen weide, der na- tionalsozialistische Volksstaat werde nicht nur diesen Krieg Überdauern, sondern das kommende Jahr­tausend. Des Führers Dank an Front und Heimat nach dem herrlichen Sieg deutscher Waffen im Bal­ta nseldzug ist erneut Verpflichtung zu letzter Hin- nabe an die Forderungen der Ration. Wir alle sind wiederum aufgerufen zu höchstem Einsatz, wir alle sind Garanten des Sieges, auf dem sich unsere Zukunft- und bie unserer Kinder gründet.

Dr. Fr. W. Lange.

3n der Krolloper.

Berlin, 4. Mai. (DRV. Funkspruch.) Die Zu- fammenberufung des Deutschen Reichstages im Kriege hat, wie die drei vorangegangenen Sitzungen bewiesen, ihre besondere Bedeutung. Än der Reichs- Hauptstadt war die Krolloper im Tiergarten das Ziel zahlreicher Berliner. Wer nicht das Glück hatte, der Rede Adolf Hitlers selbst beizuwohnen, wollte wenigstens den Führer und seine Getreuen auf dem Wege zur Reichstagssitzung sehen. An den Anfahrt­straßen von der Reichskanzlei bis zum Tiergarten bilbeten die Gliederungen der Bewegung ein dich­tes Spalier. Kurz vor 6 Uhr verließ der Führer die Reichskanzlei und begab sich unter dem stür­mischen Jubel der ermortungsfreubigen Berliner zur Krolloper. Hier standen wie immer die Men­schen dicht an dicht, besonders um Den Augenblick zu erleben, in dem der Führer die Ehrenkompanie der Leibstandarte abschritt.

Eine Stunde vor Beginn der Reichstagssitzung strömten die Abgeordneten in den Sitzungssaal, der wie immer als einzigen Schmuck auf dem weißen Grund der Stirnwand das riesige goldene Hoheits­zeichen zeigt. Gegenüber Der letzten Sitzung und die braunen und schwarzen Uniformen noch starker dem Grau des Soldatenrockes gewichen. Vom Schützen bis zum hohen Offizier ist auf den Sitzen der Ab­geordneten alles vertreten. Manch einer der Ab­geordneten nimmt als Verwundeter an der Sitzung teil. Auch auf den Rängen dominieren die Uni­formen. Hier sitzt u. a. die Generalität und Admi­ralität. Doll besetzt ist auch die Diplomaten­loge, nicht minder sind es die Plätze der in- und

besonders der ausländischen Presse. Kurz vor 6 Uhr nehmen die Abgeordneten ihre Platze ein. Inzwischen hat sich and) die große Tribüne gefüllt. Die Reichsregierung ist vollzählig vertreten. An­wesend finb ebenso die Oberbefehlshaber der Wehr- macht und der Chef des Oberkommandos der Wehr- macht. "i

Punkt 6 Uhr betritt der Führer den Sitzungs­saal. In feiner Begleitung sieht man Reichsmar­schall Görina, den Stellvertreter des Führers. Reichsinnenmmister Frick unb Reichsführer ff Himmler. Die Abgeorbneten erheben sich, kein Laut ist in dem weiten Raum zu hören. Alle /Augen sind auf den Führer gerichtet, der die Empore be­tritt und nun seine engsten Mitarbeiter begrüßt. Reben dem Rednerpodium nehmen der Ches der Reichskanzlei Reichsminister Dr. Lammers, der Pressechef der Reichsregierung Reichsleiter Dr. Diet­rich sowie die Adjutanten des Führers ff-Grupven- führer Schaub und RSKK.-Gnippenführer Bor­mann ihre Pläjze ein.

Der Präsident des Deutschen Reichstages, Reichs­marschall Göring, eröffnet die Sitzung und ge­denkt eingangs der verstorbenen Abgeordneten, während sich das Haus von den Plätzen erhebt. Als dann der Reichsmarschall die Worte spricht:, Ich bitte unseren Führer, das Wort zu ergreifen", dauert es mehrere Minuten, bis die stürmischen Heilrufe und die Begeisterung des Hauses sich ge­legt haben, sodaß der Führer das Wort nehmen kann.

Der Führer spricht.

Abgeordnete!

Männer des Deutschen Reichstags!

In einer Zeit, da Taten alles und Worte wenig sind, ist es nicht meine Absicht, vor Sie als die erwählten Vertreter des deutschen Volkes öfter als unbedingt notwendig hinzutreten.

Zum erstenmal habe ich mich bei Kriegsaus­bruch an Sie gewendet in dem Augenblick, da dank der englisch-französischen Verschwörung geyen den Frieden jeder Versuch eines sonst sicher mög­lichen Ausgleichs mit Polen gescheitert war. Die gewissenlosesten Männer der Gegenwart, die wie sie es heute zugeben schon seit dem Jahre 1936 den Entschluß gefaßt hatten, das ihnen in seiner friedlichen Aufbauarbeit zu machtvoll wer- dende Reich in einem neuen blutigen Krieg zu verwüsten unb wenn möglich zu vernichten, hatten es glücklich fertiggebracht, in Polen endlich den Staat zu finden, der als erster bereit war, für ihre Interessen und Ziele das Schwert zu ziehen. Alle meine Versuche, gerade mit England zu einer Verständigung, ja zu einer dauernden unb freundschaftlichen Zusammenarbeit zu kommen, scheiterten damit an dem Wunsch und Willen einer kleinen Clique, die, sei es aus Haß oder aus mate­riellen Gesichtspunkten jeden deutschen Vorschlag einer Verständigung mit dem nicht verhehlten Ent- schluß abtat, den Krieg unter allen Umständen zu wollen. Der treibende Mann dieses ebenso fanati- schon wie teuflischen Planes koste es was es wolle, einen Krieg zu bekommen war schon da­mals Mr. Churchill, seine Gehilfen die Män­ner, die zur Zeit bie britische Regierung bilden.

Die stärkste offene und versteckte Förderung wurde diesen Bestrebungen zuteil aus den soge­

nanntengroßen Demokratien" diesseits und jenseits des Ozeans. In einer Zeit steigender Unzufriedenheit der Völker mit ihren versagenden Negierungskünsten glaubten dort die verantwort­lichen Männer am ehesten durch einen erfolgreichen Krieg der sonst doch nicht mehr lösbaren Probleme Herr werden zu können. Hinter ihnen stand das große internationale jüdische Bank-, Börsen- und Rüstungskapital, das wie­der, wie schon einst, die Möglichkeiten eines wenn auch schmutzigen, so doch großen Geschäftes witterte. Und so wie früher war man ohne Skrupel bereit, zugunsten ihres Goldes bas Blut Der Völker zu vergießen. So nahm dieser Krieg seinen Anfang!

Wenige Wochen später war der Staat, der sich als erster leichtfertig genug für die Finanz- und Kapitalinteressen dieser Kriegshetzer einspannen ließ, geschlagen und vernichtet. Ich glaubte es unter diesen Umstanden unserem eigenen deutschen Volk und zahllosen an sich ebenso anständigen wie un­schuldigen Menschen einer anderen Welt schuldig zu sein, erneut einen Appell an bie Ein­sicht und das Gewissen der anderen Staats­männer zu richten. Am 6. Oktober 1936 stellte ich daher abermals fest, daß Deutschland weder von England noch von Frankreich etwas verlangt habe, noch verlangen wolle, daß die Fortsetzung des Krie­ges Wahnsinn fei, daß vor allem der Schrecken der modernen Kriegswaffen, fo wie diese erst ein­mal in Tätigkeit treten würden, große Gebiete vernichten müßte. Ich warnte vor dem Kampf der schweren und weittragenden Artillerie gegen zivile Orte in der Erkenntnis, daß daraus nur eine beiderseitige Zerstörung tiefer Landstriche kommen könnte. Ich wies vor allem darauf hin, daß der

Einsatz der Luftwaffe mit ihrer Fernwirkung zur Vernichtung alles dessen führen werde, was iayr- hundertelange Arbeit mühselig aufaedaut und in Europa als Kulturwerte geschaffen haben.

So wie aber schon mein Appell am 1. September 1939 vergeblich blieb, so verfiel auch der neue einer geradezu entrüsteten Ablehnung. Die britischen Kriegshetzer und ihre jüdisch-kapitalistischen Hinter­männer hatten für meinen Appell der Menschlich­keit keine andere Erklärung als die Annahme des Vorhandensseins einer deutschen Schwäche. Man versicherte den Völkern in England und in Frank­reich, daß Deutschland vor der Auseinandersetzung im Frühjahr 1940 zittere und aus Angst vor her ihm bdbe-l bevorstehenden Vernichtung gerne Erle­ben schließen möchte. Man erklärte aber, daß so ein Friede unter keinen Umständen kommen durfte, bevor nicht das Deutsche Reich zertrümmert und die deutschen Menschen so weit geschlagen unb ver- elend et mären, bis sie endlich an den Feldküchen ihrer Gegner anjtehen würben, um sich dort etwas Essen ziu erbetteln.

Schon damals begann, geblendet von den mit eiserner Stirn vorgetragenen Prophezeiungen Mister Churchills, die norwegische Regie­rung mit dem Gedanken einer britischen Invasion zu spielen, um über dem Weg der Duldung einer Besetzung norwegischer Häfen und des schwedischen Erzgebietes zur Vernichtung DeutschlanDs beizu- tragen. So sicher wurden enblld) die Herren Chur­chill und Paul Reynaud des Erfolges ihres neuen Anschlages, daß sie fei es aus Leichtsinn ober unter alkoholischem Einfluß ihre Ab sich len glaub­ten, nicht mehr verheimlichen zu müffen. Dieser Schwatzhaftigkeit her beiben Herren verdankte da­mals die deutsche Regierung die Kenntnis der gegen das Reich geschmiedeten Pläne, das deutsche Volk damit vielleicht aber seinen entscheidend- ft e n Gegen hieb in diesem Kriege, denn her britische Anschlag gegen Norwegen war ohne Zwei­fel die für das Reich bedrohlichste Aktion. Wenige Wochen darauf mar diese Gefahr gebannt. Eine der kühnsten Waffentaten der Kriegsgeschichte aller Zeiten vereitelte den Angriff her englischen »md französischen Armeen gegen die rechte Fanke un­serer Verteidigungsfront. Diese so Oberau« erfolg- reiche deutsche Abwehr führte zu einer solchen Stär­kung unserer europäischen Stellung, daß sie (träte- gisch überhaupt nicht hoch genug bewertete werden kann.

Sofort nach dem Versagen dieser Pläne setzte ein erhöhter Druck der englischen Kriegshetzer auf Bel­gien unb Holland ein. Das Ziel war nun­mehr nachdem der Anschlag gegen die Erzzufuhr mißlungen war durch das Mttveißen der bel­gisch-holländischen Staaten die Front an den Rhein vorzutragen unb damit die das Erz verarbeitenden Stätten zu bedrohen und auszuschalten. Am 10. Mai des vergangenen Jahres begann der denkwürdigst« Kampf vielleicht in unserer deutschen Geschichte überhaupt. In wenigen Tagen wurden die feind­liche!! I D li f e II a UfglbtOÄlfl und die Voraussetzung zu jener Operation geschaffen, die zu den größten Vernichtungsschlachten der Weltgeschichte führte. So brach Frank­reich nieder. Belgien und Holland waren besetzt, die britischen Verbände verließen zusammengeschlagen und waffenlos in Trümmern den europäisä-en Kon­tinent. '

Am 19. Juli rief ich daraufhin zum dritten» m a l den Deutschen Reichstag zusammen zu jenem großen Pechenschastsbericht, dessen Sie sich alle noch erinnern. Die Sitzung verschaffte mir die Möglich­keit, dem Dank der Nation an ihre Soldaten fenen Ausdruck zu verleihen, der der einmaligen Größe her Ereignisse entsprach. Ich habe aber auch diese Zusammenkunft wahrgenommen, um noch einmal d i e Welt zum Frieden zu mahnen. Ich ließ keinen Zweifel darüber aufkommen, daß meine Hoffnungen in dieser Richtung auf Grund der Er­fahrungen nur geringe sein könnten. Denn die Männer,- die den Krieg gewollt hatten, handelten ja nicht aus irgendeiner idealen Ueberzeugung. Hin­ter ihnen stand als treibende Kraft der jüdisch- demokratische Kapitalismus, dem sie verpflichtet unb damit verfallen waren. Die von diesen Kriegsin­teressenten aber schon festgelegten, weil investierten Milliarden-Kapitalien schrien nach Verzinsung unb Amortisation. Daher erschreckte sie auch bie lange Dauer bes Krieges nicht nur nicht, sondern im Ge­genteil, sie ist ihnen erwünscht. Denn dieses Kapital braucht in der Gestalt seiner Anlage in Fabriken unb Maschinen Zeit zum Anlaufen unb erst recht Zeit zur Ausschüttung her erwarteten Gewinne. Diesen jüdisch-demokratischen Kriegsinteressenten ist daher von vornherein nichts verhaßter als der Ge­danke, es könnte einem Appell an die Vernunft der Völker vielleicht noch in letzter Minute gelingen, den Krieg ohne weiteres Blutvergießen zu beenden und damit die Gewinnsie ihrer angelegten Milliar­den beschränken.

So wie ich es damals vorausahnte und vorher­sagte, kam es. Mein Friedensangebot wurde als das Zeichen der Angst und Feigheit hlngestellt. Es gelang den europäischen unb amerikanischen Kriegs­hetzern, die gesunde Vernunft der breiten Massen, die keinen Gewinn von diesem Kriege haben können, abermals zu benebeln, durch lügenhafte Darstellung neueHoffnungen zu erwecken unb damit endlich mittels der von ihrer Presse dirigierten ösfentlichen Meinung die Völker aufs neue für eine Fortsetzung bes Kampfes zu verpflichten. Auch meine War­nungen gegen bie Anwendung des von Herrn Chur­chill propagierten Nachtbombenkriegs gegen bie Zivilbevölkerung mürbe nur als Zeichen der deutschen Ohnmacht ausgelegt. Dieser blutigste Dilet­tant der Geschichte aller Zeiten glaubte lm Ernst,