Bei der deutschen Luftwaffe in Rumänien
Neues für den Büchertisch
am Sahnig
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lichen Gespräches
Es gibt erstaunliche Beispiele dafür, wie bie Dp Visionskommandeure dieses Krieges ihre Truppe durch ihre persönliche Wesensart, durch eine t~~‘.'*?'* Befehlssormulierung und durch ihr kämpferisches Beispiel zusammengeschmiebet haben Der General ist für den Soldaten fern weit entfernter Schlachtendenker am Schreibtisch, sondern man sieht ihn häufig und in jeder Lage. Man kennt sein Gesicht, seine Eigenheiten, seine heiteren oder zürnenden Kraft- ausdrücke, und man erlebt vor allem unmittelbar, wie er führt und wie sein Befehl sich auswirkt.
Diese persönliche Beziehung zum Soldaten ist auch für den Divisionskommandeur von unschätzbarem Wert, aber es hat noch einen anderen — einen rein führungsmäßigen — Grund, weshalb er sich so häufig von seinem Divisions-Gefechtsstand zu den kämpfenden Truppen begibt. Im Blitzkrieg unserer Tage kommt es darauf an, die günstige Gelegenheit sofort zu erfassen und blitzartig zu handeln. Durch das Abfassen und Zurückbefördern von Meldungen und Vorschlägen kann in entscheidenden Kampfphasen unwiederbringliche Zeit verlorengehen. Deshalb ist der Divisionskommandeur in solchen Situationen selbst an Ort und Stelle, um sofort durch einen neuen Befehl eingreifen zu können. Das deutsche Volk kennt aus der Geschichte dieses Krieges bereits eine ganze Reihe von Beispielen heroischen Einsatzes höherer Führer in vor-
Schardin über die Grundlagen für den gezielten Bombenwurf auf Kriegsschiffe und des Vizeadmirals Kinzel gründliche und systernatisHe Darstellung der Verwendung
Neichshauptstadt, der den Kreuzberg weit in den Schatten stellte.
dem Dienstunterricht, sondern von Angesicht zu Angesicht und häufig genug auf Grund eines persön
Das ist ja seit jeher das Schicksal des alten Bei» lins gewesen, daß es durch den Zug nach dem Westen an seiner Bedeutung immer mehr verlor. Heute geht Berlin nicht mehr, wenn es sich erholen und entspannen will, in den Diktoriapark auf dem Kreuzberg, heute macht Berlin einen Tauentzien- bummel „rund um die Gedächtniskirch e". Wie sah -es dort aber noch vor 50 Zähren aus? Der Platz, auf dem heute die Kaiser-Wilhelm-Ge- dächtms-Kirche steht, war noch leer. Am 2^März 1891, also vor fünfzig Jahren, wurde der Grund- stein zu dieser Kirche gelegt. Sie sollte nach dem Willen Wilhelms II. eine Dankeskirche für die Errettung seines Großvaters aus den Händen eines ruchlosen Attentäters sein. Zu diesem Gedächtmsbau sind viele ehrwürdige Baustoffe verwendet worden. So wurden die Glocken aus 500 Zentnern Bronze aus erbeuteten französischen Geschützen gegossen, und zum Kaisergestühl wurde das Holz von den 250 Jahre alten Treppenstufen des Hauses Schloßfreiheil Nr. 1 benutzt. Der im Innern dieser Kirche reichlich verwendete weißgrüne Marmor stammt aus den Brüchen der Insel Euböa. Welch eine Ver- änderung hat diese Kirche im Westen Berlins in dem verflossenen Halbjahrhundert hervorgerufen! Die beschauliche Stille des Kurfürstendamms ist zur weltstädtischen Prachtstraße geworden; aus dem Bretterzaun, der den Platz vor der Kirche vom Zoologischen Garten trennte, ist eine stolze Palast- strafte geworden, unter deren Gebäuden der „Ufa- Palast" und das „Capitol am Zoo" als die bekanntesten Lichtspieltheater Berlins hervorragen. Auch in einem der „Romanischen Häuser", die die im romanischen Sttl erbaute Kaiser-Wilhelm-Ge- dächtniskirche flankieren, ist ein Lichtspieltheater, der „Gloria-Palast", eingezogen. Kurzum: em zwei, tes Zentrum Berlins hat sich hier aufgetan: eine Erscheinung, die keine andere Weltstadt aufzuweifen hat. Nichts kann den Zug nach dem Westen deutlicher demonstrieren als die Verschiebung der „Bau- levard-Bummel" vom Stadttnnern zur Gedächtnis- kirche.
Hauerei ihres dekorativen Zweckes entkleidet, sie von der Architektur gelüst und ihr die Anerkennung ihres Eigenwertes wiedergegeben habe: er betont auch die außerordenttiche formale und kompositionelle Begabung Donners und seine Weiterwirkung auf Rokoko uni) Klassizismus. — Zeder der einfach und geschmackvoll ausgestatteten, tadellos gedruckten Bände kostet (bei gleichem Umfang an Text und Bildern) 1,80 RM. Man darf den beiden Reihen der Sammlung „Das Meisterwerk" eine weite Verbreitung wünschen: sie können, anregend und einführend, eine kunsterrieherische Aufgabe erfüllen. — (37 a, b.) 5 Hans Thyriot.
— Nauticus, Jahrbuch für Deutschlands S e e in t e r e ss e n. 24. Jahrgang 1941. Mit. 86 Abbildungen auf Tafeln. Verlag von E. S. Mittler & Sohn, Berlin. Preis in Leinen geb. 4,50 RM. Das auf Veranlassung des Oberkommandos der Kriegsmarine von Admiral z. V. Hansen berausgegebene Jahrbuch ist auch in seinem neuen Band eine wahre Fundgrube für alle Fragen, die in dem Zusammenhang von Deutschland und dem Meere gestellt werden können: Interessante Einzelkapitel der Seeknegsgeschichte (wir nennen nur „Das geschichtliche Problem des Ostseeraums" von Konteradmiral Donner), strategische, technische und wirtschaftliche Fragen der Seekriegführung (darunter der Aussatz des italienischen Konteradmi- rals Fioravanzo über die Flottenstützpunkte im neuzeitlichen Seekrieg, die sehr aktuelle und höchst instruktiv bebilderte Arbeit von Professor
Wollte jemand Berlin verdächtigen, so könnte er sagen: „Berlin ist so arm, daß es sogar seine Denkmäler versetzen muß!" An der Tatsache, daß Berlin jetzt — wieder einmal — ein Denkmal „versetzt hat, ist allerdings nicht zu rüttelm Doch ist es nicht die Geldarmut gewesen, die Berlin dazu trieb, das berühmte Schillerdenkmal von Reinhold Degas zu „versetzen". Der Grund ist ein anderer. Als man nämlich im Jahre 1935 dar an Fing, den Gendarmenmarkt in Berlin umzugestalten, auf dem neben den zwei Domkirchen auch das Staatliche Schauspielhaus steht, mußte dieser Neugestaltung auch das Schi'llerdenkmal weichen, das auf dem freien Platz vor dem Schauspielhause seinen Standort hatte. Bei den Bersetzungsarbeiten geschah ein Mißgeschick. Die Figur Schillers fiel' um, und so brach sich Schiller das Nasenbein. Professor August Kranz hat es dann verstanden, die Statue so weit wieder herzustellen, daß von ihr ein Gipsabguß gemacht werden konnte. Bon diesem hat man nun einen formvollendeten Bronzeguß angefertigt. So entstand ein neuer, aber dauerhafterer Schiller. Das alte Denkmal hatte zu sehr unter der Witterung gelitten. Karrarischer Marmor hält sich eben nicht unter dem nördlichen Himmel Berlins. Lange hat man darüber nachgedacht, wohin man das neue aus Bronze gegossene Schillerdenkmal, das von den vier allegorischen Figuren „Lyrik", „Drama", „Geschichte" und „Philosophie" umgeben ist, stellen sollte. Man hat sich dafür entschieden, es im Schillerpark am Wedding, hoch oben im Norden Berlins also, aufzurichten. Vör kurzem sind die Aufstellungsarbeiten glücklich beendet worden. Und so „schillert" Berlin endlich wieder, nachdem es sechs Jahre „ohne Schillern" hat leben müssen.
Noch ein anderes Denkmal Berlins ist in dieser Zeit das Tagesgespräch der Reichshauptstadt: das Nationaldenkmal auf dem Kreuzberg, das nach den Entwürfen Schinkels in der Staat-
derster Front.
Allerdings kann sich diese unmittelbare Einflußnahme auf den Kampf nur auf solche, vom Divisionskommandeur selbst zu beurteilenden Fälle er- strecken, bei denen er vorn wirklich nötiger ist als auf seinem Gefechts st and. Hier ist er durch Draht und Funk mit allen seinen Truppen verbunden, er behält die große Uebersicht und nicht zuletzt die Verbindung mit dem Kommandierenden General, dessen Dispositionen für den Kampf seiner eigenen Division in jedem Augenblick oön höchster Bedeutung werden fönrten. Auch heute noch ist der tägliche schriftliche Divisionsbefehl, der nach altbewährtem Generalstabsichema abgefaht ist, die Grundlage für das Handeln der unterstellten Truppen. Aber dieser „Operationsbefehl" wird im Zeitalter des Blitzkrieges ergänzt durch eine fortlaufende Serie von E i n z e l b e f e h l e n, wie sie sich aus dem Wechsel der Ereignisse ergeben. Da kann sich heute kein höherer Führer damit begnügen, einen „Fahrplan" für feine Truppen auszuarbeiten und dann den Ablauf zu überwachen. Er muß viel- mehr während des gesamten Kampfverlaufs „f ü h - r e n", indem er mit feinen Befehlen immer wieder eingreift, wenn die Lage sich ändert. Häusig entsendet er gut orientierte Offiziere seines Stabes auf dem Kraftrad zu den Truppen, damit an Ort und Stelle fachkundig Auskünfte erteilt und Vorschläge entgegengenommen werden können.
Entschließt er fich, selbst nach vom zu gehen, so ist während seiner Abwesenheit der erste General st absoffizier — der la fein Vertreter. Der la ist ständig der taktische Berater seines Kommandeurs, über dessen Absichten er genauestens unterrichtet ist, so daß er — im Sinne des Kommandeurs — zeitweilig selbst zu führen vermag. Sofort, wenn die beiden Männer wieder Zusammentreffen, muß beiderseits ein völlig klares Bild der Lage hergestellt werden. Der la ist weniger bekannt als sein Kommandeur: aber der Soldat soll wissen, wie wichtig die Arbeit dieses Generalstabsoffiziers ist.
Unter dem la arbeitet im Stabe des Divisionskommandeurs eine ganze Reihe weiterer Referenten: der Id, der für den gesamten Nach- s ch u b verantwortlich ist, der Ic, der alle Feindnachrichten sammelt und damit wichtige Grundlagen für die Operationsbefehle erarbeitet, der Divisionsadjutant, bei dem,aUe person el- l e n Angelegenheiten .zusammenlaufen, dazu in allen Abteilungen die nötigen Hilfskräfte. Daß es einen Divisionsarzt, einen Divisionsveterinär und einen Divisionsintendanten gibt, ist bekannt.
So umfangreich aber auch das Instrument der oberen Truppenführung sein mag und so fest auch die Bande der Disziplin dieses Instrument mit der Truppe verbinden, entscheidend ist die Persönlichkeit des Kommandeurs, der in seiner Seele schließlich alle Verantwortlichkeit vereinen muß. „Führung' ist im nationalsozialistischen Reich eine Anaelegew beit, die keineswegs auf den militärischen Bereich beschränkt ist Was die politische Führung geschaffen hat, indem sie das ganze Volk mit dem Geist der
Hier im Westen liegen auch die großen Mode- Häuser, liegen die eleganten Läden der Hutmoden, die sich ja nun — gottlob! — eine starke Preis- sentung gefallen lasten müssen. Hier, rund um bit Gedächtniskirche, sieht man auch die neuesten Moden im Alltag vorgeführt. Und so versteht et sich, daß hier auch die neue Frühjahrsmode getragen wird, die sich durch die „Fledermausärmel" aus- zeichnet. Zu diesen Fledermausärmeln gehören - stilvoller Weise — auch Fledermäuse. Gibt et sie in Berlin? Es gibt fiel Es sind dies jene Der- liner Studentinnen, die sich, einem Aufruf der Reichsstudentenführung begeistert folgend, in den Dienst der BVG., der Berliner Derkehrsgesell. schäft, gestellt haben. Ob es nun Studentinnen dei Universität, der Musikhochschule ober der Hochschule für Kunsterziehung sind, sie alle haben ihre Bücher, ihre Instrumente, haben Pinsel uitb, Zeichenstift mit der Geldtasche und den Fahrscheinblocks der Straßenbahnschaffnerin vertauscht. Man muß aber sehr, sehr früh aufttehen, wenn man diese Studentinnen als Schaffnerinnen erleben will. Schon um die vierte Morgenstunde stehen sie auf, um noch im. Dunkeln Dienst zu tun, damit sie am Tage ihrer eigentlichen Ausbildung weiter nachgehen können.. Eine tapfere und bewundernswerte Haltung fprirft aus diesen Berliner Studentinnen, die wie Fledermäuse im Morgendämmem durch Berlin huschen. Ob sie alle schon den modernen „Fledermausärmel tragen, ist dabei Nebensache. Was sie tun, gefiert! | aber in das große Kapitel des Fraueneinsatzes inu Kriege. Und so zeigen sich diese Berliner „Fledermäuse" gleich ihren Schwestern in den anderen Berufen, die dem Führer und dem Volk dienen, würdig einer heroischen Zeit, würdig auch der 2Ifine<i» die einst aus Berlin zur Verteidigung der Heimel! auszogen, als der Kreuzberg den feindlichen Heere» trotzen wollte.
eine Andeutung gegeben werden. Die Zuverlässig» keit der Beiträge aus der Feder erster Fachmänner die übersichtliche und fesselnde marinepolitische Rimo- schau von Konteradmiral G a d o w, das reiche statistische Material und die vielen ausgezeichneten Bi.» der machen den „Nauticus" zu einem Volksbuch iffl besten Sinne des Wortes, wozu auch der außerordentlich geringe Preis von 4,50 RM. für einen so sorgfältig ausgestatteten Band von 500 Seiten helfen mag. Der Krieg, den Neid und Mißgunst uns aufgezwungen haben, geht gegen die einstmals erst* Seemacht der Welt, er muß also zu einem guten Teil als Seekrieg geführt und auch als solcher wonnen werden. Die Probleme, die er stellt, auch dem Laien deutlich zu machen, ist der „Nauticus" erster Linie berufen. Dr. Fr. W. Lange
— Korvettenkapitän d. R. Fritz Otto Bus ty' Narvik. Vom Heldenkampf deutscher Zerstörer. Mit Geleitwort von Großadmiral Dr. h. c. Raedec. 7. Auslage. 408 Seiten Mit 100 Photos und lye- fechtsskizzen. Seinen 5,80 RM C. Bertelsmann Deo lag Gütersloh. — (11) — Zur Sage schon murlw ber Wikingerzug deutscher Zerstörer nach Naroil In den Stein- und Eiswüsten nördlich des Polao kreises landen sie Gebirgsjäger nach tollkühnek Sturmfahrt. Unbesiegt kämpfen bann bis zum left ten Torpedo* zehn Boote gegen englische Uebermafi- im Rombakenfjord, unter ihrem Kommodore Bonk selber sich opfernd. Die Ueberlebenden aber halte" Schulter an Schulter mit den Ostmärkern des Geiio rals Dietl in der granitnen Mondlandschaft eisiqs. Fjorde Wacht, bis deutsche Schlachtschiffe bei Mayen die „Glorious" versenken und nach schmal? sicher Flucht des Feindes vor deutschen Fliegerboir- den zum anderen Male die deutsche KriegsflayD über Narvik weht Korvettenkapitän Busch schiloem hier nach den Erlebnisberichten unserer Norwegen« Kämpfer in packenden Bildern jenes Geschehe»' dessen unvergänglichen Ruhm deutsche Soldate», zweitausend Kilometer von der Heimat, über ovi Polarkreis in die Sterne schrieben. Dem Buch seinen hundert Frontphotos und anschaulicheni fechtsskizzen schrieb der Oberbefehlshaberder Krieg- marine selbst das Geleitwort. ,__.
..Zuchl und d-s Oplen.in.ns burdjbranfl, ist “*1 "miVTnnn. n'un. L.Trtjn'n. stnuM.il »urtw, Ä!
)t kämpfen sehen, wie der geniale politisch und so datische Führer an 'bann ber Funkturm aebaut worben
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ifhnHfrhon Stiihrer im Kamvf Urtb jo wird 69 liegen unter d F h , y,.*. S.n Sr.Hiihcirn in ho«
Brief aus der Neichshauptstadt
Von unserer Berliner Schristleitung.
lichen Eisengießerei angefertigt wurde. Sage keiner etwas gegen den Berliner Kreuzberg! Auch Berlin hat seine Höhenlage! Ja, dieser Kreuzberg ist sogar einmal ausersehen worden, Berlin vor dem anrückenden Heere Napoleons I. zu schützen. Hier sollte dem Korsen durch Befestigungswerke Einhalt geboten werden. Die siegreiche Schlacht bei Großbeeren im Jahre 1813 ließ es aber nicht zu einer unmittelbaren Bedrohung Berlins kommen. Berlin blieb vom Feinde verschont. Nach dem siegreichen Ende der Freiheitskriege wurde das Nationaldenk- mal geplant und am 30. März 1821 war es vollendet. So sind es jetzt genau 120 Jahre her, feit dieses Denkmal den Kreuzberg schmückt. Daß der Kreuzberg tatsächlich auf das Wort Höhenlage Anspruch erheben kann, beweist der Umstand, daß hier einstmals die besten Weinberge Berlins gelegen haben. Daher hieß der ftreu^berg auch früher ber „Runde Weinberg". Im Jahre 1740 erfroren die Berliner Weinberge samt und sonders infolge des übermäßig strengen Winters. Auch der Runde Weinbevq mußte dran glauben. Und fo gab es fortab keinen süffigen Wein „Kreuzberger Sonnenseite" mehr. Mannigfache Schicksale erlebte der ^reu^berg. Er ging von einer Hand in die andere. Ein „Tivoli" mit einer russischen Rutschbahn lockte die Berliner an, zu der auch eine der damals aufkommenden Kaffeeküchen als besonderes Lockmittel hinzu- trat. Im Jahre 1856 wurde das ganze „Etablissement" ein Raub der Flammen. Nun übernahm die Schultheiß-Brcmerei das Gelände des Kreuzberges. Endlich im Jahre 1887 beauftragte die Stadt Berlin den Gartendirektor.Mächtig jenen Viktoria-Park auf dem Kreuzberg zu schaffen, der lange Zeit eine der größten Sehenswürdigkeiten Berlins war, zumal hier ein „Gebirgswasserfall" entstand, zu dem das Wasser zwar hinaufgepumpt werden mußte, der aber nichtsdestoweniger den Stolz aller Berliner bildete und der sich ganz besonders schön ausmachte, wenn er des Abends illuminiert wurde. Dann ist es
König Michael (im Bilde ganz links) und Königinmutter Elena besuchen Einheiten der deutschen Luftwaffe in Rumänien. Der Befehlshaber der deutschen Luftwaffenmission in Rumänien, General Sveidel (in der Mitte des Bildes), stellt der Königinmutter Offiziers des Fliegerhorstes vor. — (PK.-Rauchwetter-Scherl-M.)
und schließlich nur mangelhaft gerüstet und halben - Herzens in den Krieg zog, der schon nach wenigen Tagen trotz 'aller Tapferkeit der hannoverschen Truppen bei Langensalza Hannovers Schicksal besiegelte. Die Aufzeichnungen Hartmanns geben hiervon ein erschütterndes Bild. Eingeflochten ist eine zarte Liebesgeschichte, und die vielfach eingestreuten Schilderungen niederdeutschen Volkstums sind von großem kulturgeschichtlichem Reiz, so daß dieser schon vor einem halben Jahrhundert entstandene „Roman" das höchst lebendige Abbild einer Zeit ist, die aus der Geschichte der deutschen Einigung nicht weggedacht werden kann. Fr. W. Lange.
— Im Gustav Weise Verlags Berlin, erscheint, herausgegeben von Herbert Wolfgang Keifer, unter dem gemoinsamen Titel „Das Meisterwerk" eine Sammlung wohlfeiler Kunst - Bücher. Uns liegen vor aus der Reihe Plastik die Bande „Konrad Meit" und „Georg Raphael Donner": je 20 vorzügliche BildWiedergaben und 12 Seiten Text. Die sachlich und mit künstlerischem Empfinden geschriebene Einführung von Georg Froescher gibt eine knapp zusammenfassende Vorstellung vom Wesen und Werk des von Dürer gerühmten, bedeutenden Renaissanceplastikers „Conrat Mert von Worms". Als sein Hauptwerk gilt das monumentale Grabmal der Margarete von Oesterreich in Burgund-, ein wenig bekannter geworden ist wohl die Münchener Judith. Die vorliegende Publikation bringt ferner die Venus, die Gruppe Adam und Eva, und zeigt Meit auch als einen Porträtisten von großer Ausdruckskraft (Philibert der Schöne, Margarete von Oesterreich, Margarete von Bourbon.) Bemerkenswert erscheint das von Meit vorzugsweise verwandte Material: Buchsholz, Alabaster und Marmor: insbesondere die Marmorplastiken sind infolge der natürlichen Färbung und Maserung des Werkstoffes auf eine eigentümliche Weise charakterisiert und belebt. — Adolf Geßner schrieb die Einleitung zu dem Bande, welcher dem österreichischen Barockbildhauer Georg Raphael Donner gewidmet ist. In der Bewegtheit und Pathetik seiner Figuren und Gruppen erscheint Donner als ein ausgesprochener Repräsentant barocker Plastik, doch finden sich daneben auch überraschend klassizistisch anmutenbe Elemente (Ruhende Nymphe, Flußgottheit vom Wiener Mehlmarkt-Brunnen.) Geßner weist darauf hin, daß Donner die Bild-
— General....: Vor den Toren, Roman, herausgegeben und redigiert und mit einem Nachwort versehen von Gerhard Scholtz. Preis in Leinen geb. 6,50 RM Verlag Rütten & ßoening in Potsdam. Aus den Jahrzehnten der Gärung und der Unruhe, des Schwankens, Zögerns und Drängens vor Vollendung der deutschen Einheit auf den Schlachtfeldern des 70er Krieges besitzen mir zwar eine Reihe wichtiger politischer Memoirenwerke,, aber wenig literarische Dokumente für die Dolks- ftimmung, die so unmittelbar zu uns sprechen, wie diese Aufzeichnungen eines jungen Offiziers der hannöverschen Armee, mit deren Entdeckung Gerhard Scholtz ein in vielerlei Hinsicht interessanter und wertvoller Fund gelungen ist. Der Verfasser dieser tagebuchartigen Aufzeichnungen, der sein Buch einen „Roman" nennt und insofern wohl recht daran tut, als sich in ihm vermutlich Dichtung und Wahrheit mischen, ist der spätere preußische General Julius Hartmann, ein geborener Hannoveraner, der nach der Katastrophe von 1866 wie viele feiner Standesgenossen preußische Dienste nahm. Sein Buch gibt in dem akkuraten und anschaulichen Stil seiner Zeit, wie wir ihn aus Briefen unserer Großeltern kennen, ein fesselndes Bild des gesellschaftlichen Lebens am Hose des blinden Weifenkönigs Georg des V. und auf den Landsitzen des hannöverschen Adels. Aber die Unruhe der schleswig-holsteinischen Erhebung und des Krieges von 1864 gegen Dänemark zieht bas Nachbarland Hannover und speziell den Freundeskreis, der hier geschildert wird, schon früh in ihren Bann. Man hört hier die Stimme der Mittelstaaten, die sich in dem Kampf um die Führung in Deutschland zwischen Preußen und Oesterreich gestellt sehen, vielfach uneinheitlich und zerrissen, durch Tradition und Sentiment zu Oesterreich neigend, namentlich am Hofe des Weifenkönigs, ber, mit her ganzen Starrheit feines Geschlechts auf feiner Souveränität pochend, sich keinen Vernunftgründen zugänglich zeigt, und in den Kreisen der alten Generale, während das Bürgertum und viele junge Offiziere, wenn auch oft widerwillig, dem preußischen Staat und dem preußischen Heer ihre Anerkennung nicht versagen können und die Einigung Deutschlands sich nur unter preußischer Führung verwirklichen sehen. Dieser groiefpältrgen Stimmung entsprach die Gedrücktheit, mit der man fo Hannover der weiteren Entwicklung entgegenfah
wattiges Volksheer siegreich unter einer .
ragenden militärischen Führerschicht kämpfen sehen, wie
gruppe Der Befehl, so kompromißlos er ist, mürbe meber ~er ~r-u- --- - . . ...
typische für den politischen noch für den soldatischen Führer > im Kampf es W”
allein genügen, um den Sieg zu erringen, wenn er I rung mitreißender Persönlichkeit .
lung der Verwendung von Pulver und Sprengstoffen im neuzeitlichen Krieg), Probleme der Handelsschiffahrt und Seefischerei (darunter der auch für die Kriegführung wichtige Aufsatz von Dr. W. Braun über die Sage ber Wettseeschiffahrt), der Luftfahrt (so ber fesselnde Beitrag Dr. I. Pitt- ne r 5 über bie Luftfahrt in polaren Zonen) und ber Wirtschaft (worunter ber Aufsatz Prof. Frhr. von Stackeibergs über bas (solb in ber Wehrwirtschaft ebenso interessiert wie die Ausführungen Dr. A. Reithingers über bie Sicherung ber deutschen Rohstoffbasis und Prof. O. Schmieders Beitrag über bas italienische Kolonialreich). Der vielseitige unb grünbliche Statistische Teil berücksichtigt neben wehrpolitischen Angaben besonders auch Außenhandel und Handelsschiffahrt, Fischerei und Schiffbau ber aanzen Welt. Hier i konnte von dem ungemein reichhaltigen Jnhatt nur 1


