der schlichten Aufzahlung dieser Namen wird man schon ersehen, welch eine Fülle dramatisch-filmischen Stoffes hier zusammengetragen und gestaltet wurde. Immer ist der Beschauer unmittelbar und ganz dicht dabei: er sieht die Infanterie unglaubliche Entfernungen marschieren, uneinnehmbar scheinende Stellungen niederkämpfen ^und stürmen; er wird hineingerissen in den gewaltigen Kampfrhychmus der aufeinanderstoßenden Panzerdivisionen, erlebt die nervenspannende Angriffsenergie der Stoßtrupps, die zermalmende Wucht der schweren Artillerie und den heulenden, schmetternden Absturz der Stukas, er erblickt (mit Staunen vielleicht) Kommandierende Generale in der ersten Kampflinie, er erlebt den triumphalen Schwung des Pariser Einzugsmar- sches, er sieht in den unterirdischen Labyrinthen der Dtaginotlinie die französische Besatzung verbissen und tapfer sich bis zum letzten wehren, und er steht auf den Panzerkuppeln des endgültig eroberten Forts Douaumont. Daneben fehlen die stillen, friedlichen und selbst heiteren Bilder nicht, die es auch in diesem Kriege gab. Und immer wieder Gesicht und Gestalt des deutschen Soldaten unserer Tage. Seiner
Tapferkeit, seiner Opferbereitfchaft, seiner Kameradschaft ist hier ein unvergängliches Denkmal gesetzt. Man kann in einem zusammenfassenden Bericht die Fülle des Stoffes nicht erschöpfen. Den natürlichen Abschluß der Ereignisse bildet die historische Szenerie von Compiögne. Und ganz zuletzt — es wirkt wie ein. Symbol — kehrt die Kamera, den Kreis schließend, zum Ausgangsbild zurück: wenn aber» mals, indem die Fahne sich senkt, eine junge Mannschaft die Hände zum Schwur hebt. —
*
Das Programm der Festvorstellung wurde durch die neueste Wochenschau vervollständigt, die diesmal besonders interessant und reichhaltig ausgefallen ist: Staatsbegräbnis für Botschafter Kriebel; Göring beim Führer; Duce und Caudillo; Botschafter Oshima in Berlin; feuernde Batterien an der Kanalküste; Ausbauarbeit im Osten; SA.^Standarte 52 in Prag; Tagung der Reichsfilmkammer; Schmeling als Fallschirmjäger; unsere Luftwafie im Mittelmeerraum; deutscher Hilfskreuzer im Atlantik. —
Hans Thyriot
Aus der Stadt Gießen.
»Mein Hut, der hat drei ßrfen!*
Wie die Krone das Sinnbild der höchsten Macht auf Erden war, so war auch der Hut ein Zeichen von Rang und Würde. Außerdem war er Schutz des Hauptes. Sehr viel Erfindungsgabe ist verwandt worden, um ihn kostbar unb mannigfaltig zu gestalten. So besteht Ihr FUzhut z. B. aus Haren vom Schaf, Kaninchen oder Kamel. Bisweilen ist er noch plattiert, Dann tragen Sie Haare vom Bieber, der Bisamratte oder vom Affen stolz auf Ihrem Haupt. Dagegen besteht Ihr Panamahut aus gespaltenen Blattrippen einer südamerikanischen Kolbenpalme, während Ihr neuer Sommerhut aus Weizen- und Roggenstroh gemacht ist, das, nach dichter Aussaat durch frühzeitige Ernte gewonnen und dann gebleicht und gefärbt wurde.
Seit wann der Mensch es liebt, seinen edelsten Teil, das Gehirm mit einem Hut zu bedecken, ist uns unbekannt. Wahrscheinlich war in grauer Vorzeit eine hübsche Urahnfrau, die sich zum Schutze gegen die allzu heiße Sonne ein großes Blatt auf den Kopf stülpte, die Erfinderin. Später bestanden die Kopfbedeckungen bei den Frauen aus Tüchern, Hauben oder Hüten. Natürlich, wie in allem, mußten die Frauen auch hierin übertreiben, denn eine Verordnung aus dem Jahre 1434 sagt uns, daß „die Hauben bei Strafe nicht größer fein sollten, als eine halbe Elle".
Im 15. Jahrhundert trug man ein« ober mehrzipflige Kapuzen in Gelb, Grün oder Rot. Ende des 17. Jahrhunderts hören wir, daß die Form der Hüte alle paar Monate wechselt: bald werden sie hoch und spitz, wie ein Zuckerhut, getragen, bald breit und rund wie ein Holländer Käse. Nach der französischen Revolution kam eine merkwürdige Kopfbedeckung auf: der hohe Zylinderhut. Ein Bericht der „Times" aus dem Jahre 1796 über die Aufnahme des ersten Zylinders in London lautet: „John Hetherington wurde gestern wegen groben Unfugs dem Lordmayor vorgeführt. Er war auf der öffentlichen Straße mit einem Hut auf dem Kopfe erschienen, den er einen Seidenhut nannte, einem hohen Bau mit glänzendem Schein, geeignet, furchtsame Wesen in Angst zu versetzen." Später gewöhnte man sich aber schnell an feinen Anblick, und er fand allgemeine Verbreitung. Die Damen trugen zu dieser Zeit Hüte in der Form altertümlicher Helme, aber mit Federschmuck, aus denen sich bann die bekannten Schutenhüte entwickelten.
Einen besonderen Abschnitt in der Geschichte des Hutes bilden die Kopfbedeckungen unserer deutschen Trachten. Wie verschiedenartig ist da Form und Stoff! Neben dem grellbunten Kopftuch der Wen- binhen finden wir Hauben, in Kegel- oder Lampenschirmform, bestehend aus Spitzen, Bändern, Stickereien oder Pelz. Bei den Hüten gibt es, neben der kiepenartigen Form, den schlesischen Schwingerhut, den ganz flachen Dierländer Rundhut und das kleine „Stillpchen", das über den zu einem „Schnatz" auf dem Wirbel zusammengesteckten Zopf „geftülpt" wird. Die Elztaler Bauernmädchen aus dem Schwarzwald tragen sogar einen hohen, glänzenden Zylinderhut, der mit breiten Bändern unter dem Kinn festgebunden wird. Bei den Männern finden mir hohe Pelzmützen mit Samtköpfen, die vom Hauensteiner Land bis nach Schlesien hinein noch bis vor 50 Jahren allgemein üblich waren. Eigenartig ist auch der Hut der Gutacherin, mit Dreien großen Wollbälleh, der mehrere Kilo wiegt. Eine ganz besondere Kopfbedeckung ist auch die Brautkrone der Dachauerin, ebenso die phantastische Hauptzierde eines Schwälmer Brautpaares, die nyr mit einigem Geschick im Gleichgewicht gehallen werden kann.
Und der neue Frühjahrshut des Jahres 1941? Wie wird er fein? Mag er aussehen wie ein flacher Pfannkuchen oder wie ein schiefer Bienenkorb, einerlei! Hübsch wird er sicher sein! E. L. St.
Vornotizen.
Tageskalender für Dienstag.
Stadttheater: 19 bis nach 22 Mr „Schwarzer Peter". — Gloria-Palast, Selterswea: „Sieg tm Westen". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: ,Herz ?eht vor Anker". — Oberhessischer Kunstoerein: 7.30 bis 18.30 Uhr Ausstellungen im Stadttheater und im Turmhaus am Brand.
Stadttheater Gießen.
Am heutigen Dienstag wird die Märchenoper von Norbert Schultze „Schwarzer Peter" wiederholt. Musikalische Leitung: Otto Söllner. Spielleitung: Max Schwarze vom Deutschen Theater Wiesbaden a. G. Bühnenbild: Karl Löffler. Tanzleitung: Irmgard Trömel. 23. Dienstag-Miete.
Hans Carossa lieft
Der Dichter Hans C a r o s s a wird im Rahmen des Gießener Vortragsringes am Mittwoch, 5. März, in der Großen Aula aus eigenen Werken lesen.
Ortszeit für den 5. März.
Sonnenaufgang 8.05 Uhr, Sonnenuntergang 19.10 Uhr. — Monduntergang 1.56 Uhr, Mondaufgang 11.06 Uhr.
Anwärter für die Marine-Sanitätsoffiziers-Laufbahn. Das Oberkommando der Kriegsmarine stellt im Herbst 1941 Offiziersanwärter für die Marine-Sani- tätsvffiziers-Laufbahn ein. Bewerber müssen Schuler höherer ober diesen gleichzuachtender Lehranstalten sein, das Reifezeugnis besitzen oder mindestens in die 8. Klasse versetzt fein. Letztere erhallen, sofern sie ausgenommen sind, das Reifezeugnis, wenn die zuständige Schulbehörde Führung und Leistung als ausreichend anerkennt. Meldefrist bis 15. Mai 1941.
Meldungen sind an die Inspektion des Bildungswesens der Marine (Einstellungsabteilung), Kiel, zu richten. Merkblätter über die Einstellung, aus denen alles Nähere hervorgeht, sind bei der Wehrmachtsdienststelle sowie bei der Inspektion des Bildungswesens der Marine in Kiel erhälllich.
Eintopfgerichte am letzten Opfersonntag
Der Letter der Wirtschaftsgruppe Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe hat für den Opfersonntag am 9. März in der Zeit von 10 bis 17 Uhr für alle deutschen Gaststätten folgende Eintopfgerichte zu- gelaffen: 1. Kartoffel- oder Gemüsesuppe mit Fleischeinlage, 2. Kohlrüben, Weiß- oder Wirsingkohl, gedämpft mit Fleisch, 3. Gemüsetopf nach Wahl oder vegetarisch.
Aus dem Gießener Handelsregister.
Im Handelsregister A des Amtsgerichts Gießen wurde eingetragen: Bei der Firma Julius Well» höfer ist der persönlich haftende Gesellschafter Julius Wellhöfer sen. infolge Todes aus der Gesellschaft ausgeschieden. Seine infolge Erbgangs in die Gesellschaft eingetretene Witwe Wilhelmine, geborene Nickel, in Gießen ist gleichfalls aus der Gesellschaft ausgeschieden, ihre seither eingetragene Prokura ist erloschen. Persönlich haftende Gesellschafter der Firma sind nunmehr Karl Wellhöfer und Julius Wellhöfer jun., beide in Gießen. — Bei der Firma Conrad Bender II. in Gießen sind Firma und Geschäft am 1. Januar 1941 auf den Sohn, Kaufmann Rudolf Bender in Gießen, übergegangen. — Bei der Firma Schunk & Ebe, Heuchelheim, ist Gesamtprokura in Gemeinschaft mit einem anderen Prokuristen weiter erteill dem Julius Schwalm, Oberingenieur in Gießen; Ernst Hermann Freitag in Heuchelheim; Georg Rauscher in Gießen; Willi Waldschmidt, Leipzig; Rudolf Kretschmer in Berlin- Britz; Gustav Fehl in Gießen. — Die Firma Hamburger Fischhandlung A. Koch Nachfolger Gießen erhält den Zusatz: Fische, Feinkost, Wild, Geflügel; Inh. Geschwister Laih. Offene Handelsgesellschaft feit 1. Januar 1939. Persönlich haftende Gesellschafter sind Margarete Laih und Johanna Laih, beide in Gießen. Zur Vertretung der Gesellschaft ist jeder Gesellschafter allein berechtigt. Der frühere Inhaber Friedrich Laih ist aus der Firma ausgeschieden. — Die offene Handelsgesellschaft Hermann Weicker & Co., Gießen, ist aufgelöst. Kaufmann Hermann Weicker in Gießen ist feit 1. Januar 1941 Alleininhaber. — Die Firma Wilhelm Klee Nachfolger in Gießen ist erloschen.
In das Handelsregister B wurde bei der Firma Jost Lemmer, Hoch- und Tiefbau G. m. b. H., Lollar, eingetragen: Vertrag über die Errichtung der Gesellschaft vom 3. Oktober 1940. Die Gesellschaft hat mindestens 2 Geschäftsführer. Zu Geschäftsführern sind bestellt Helene Lemmer Witwe, geb. Will, in Lollar und. Wilhelm Will in Sichertshausen. Diese oer- treten und zeichnen die Firma gemeinsam oder jeder zusammen mit einem Prokuristen. — Bei der Firma Deutsche Bank, Zweigstelle Gießen, ist eingetragen: die Prokura des Dr. Otto Abshagen ist erloschen.— Bei der Firma Dampfsägewerk Lollar B. Nuhn A.G. in Lollar ist Otto Nuhn als Vorstandsmitglied abberufen und aus der Gesellschaft als solches ausgeschieden. — Die Firma Gesellschaft für Steuer und Wirtschaftsberatung m. b. H. ist nach beendeter Liquidation erloschen.
** 8 7 Jahre alt Am heutigen Dienstag, 4. März, kann der in Gießen und weithin in Oder- Hessen bekannte Oekonomierat Carl Hoffmann, der früher das Gitt Hof-Güll gepachtet hatte und mit großem Erfolg bewirtschaftete, um es dann, der Tradition seiner_Familie entsprechend, an feinen Sohn zu übergeben, in aller Frische feinen 87. Geburtstag begehen. Oekonomierat Hoffmann, dessen Leben und berufliches Wirken wir zuletzt vor zwei Jahren anläßlich seines 85. Geburtstages eingehend gewürdigt haben, hat sich um die Förderung der heimischen und der deutschen Landwirtschaft große Verdienste erworben, die ihm eine Reihe wohlverdienter Auszeichnungen brachten. In Jägerkreisen wird der Jubilar als eifriger Weidmann und warmherziger Freund aller Jagdinteressen sehr geschätzt. Dem alten Herrn gelten auch unsere herzlichen Glückwünsche zu seinem heutigen Geburtstage und für einen weiteren schönen Lebensabend.
** 70 Jahre alt. Am morgigen Mittwoch kann Frau Elisabeth Pfeifer Witwe, wohnhaft Steinstraße 27. in körperlicher und geistiger Frische ihren 70. Geburtstag begehen. Der Jubllarin unseren herzlichen Glückwunsch.
** Wieder Nähmi11el. Außerdem Sonderzuteilung auf Säuglingskarte. Die Reichsstelle für Kleidung und verwandte Gebiete gibt bekannt, daß auf den Abschnitt „Nähmittel 3" der zweiten Reichskleiderkarte nunmehr Nähmtttel im Gegenwert von 30 Rpf. Einzelhandelspreis abgegeben und bezogen werden dürfen, mit der Maßgabe, daß bei Abgabe von Nähseide und Seidenglanznähgarnen nur die Hälfte des Wertes auf den Abschnitt anzurechnen ist. Auf die SonderabschnitteVI und VII der Reichskleiderkarte für Kinder bis zum vollendeten ersten Lebensjahr dürfen bis auf weiteres wahlweise entweder je drei Windeln ober je 7,5 m Windelmull abgegeben und bezogen werden.
Aus der engeren Heimat.
Landkreis Gießen
A S o 11 o r, 3. März. Der B D M. Lollar veranstaltete im Saalbau „Zur Linde"einen Dorf- gemeinfd)aftsabeno, der so stark besucht war, daß der Saal die Erschienenen kaum fassen
Die Sicherheit der Luffschuhräume.
Die Luftschutzbereitschaft der Bevölkerung muß Immer vorhanden sein! Der Luftschutzraum hat sich als die Grundlage des gesamten Selbstschutzes erwiesen. Nach allen Erfahrungen bietet er den größtmöglichen Schutz und ist damit das wichtigste Element des Luftschutzes der Bevölkerung überhaupt. Alle Bemühungen gehen deshalb dahin, die Sicherheit des Luftschutzraumes zu erhallen und zu verstärken. Es ist notwendig, daß überall ausreichender starker S p l i 11 e r s ch u tz an den Oeffnungen vorhanden ist. Ebenso sollen die zum Teil noch nicht gemachten Brandmauerdurchbrüche burch- geführt werden. Durch Erleichterung der nachbar- licyen Hilfe und Ausweichens in die Nachbarhäuser ist der tatsächliche Schutz bedeutend erhöht. Auch längere und häufigere Fliegeralarme Dürfen/bie Arbeitskraft und die Gesundheit der Volksgenossen nicht schädigen. Deshalb iff bie wohnliche Aus- ft a 11 u n g ber Luftschutzräume wichtig. Möglichst viele Volksgenossen sollten ein Bett oder eine andere Liegemöglichkeit zum Schlafen im Luftschutz- raum haben. Der bisherige Luftschutzraum wirb ba- zu nicht immer ausreichen. Es müßten daher gegebenenfalls weitere geeignete Kellerräume hinzugezogen werden. Dabei soll möglichst auch an besondere Räume für Mütter mit Kleinkindern gedacht werden.
Auch in den Frühjahrsmonaten ist die Sicherung einer richtigen Temperatur im Luftschutz- raum von Bedeutung. Untertemperaturen, aber auch Uebertemperaturen sollen vermieden werben. Man hat festgestellt, daß die ideale Temperatur für Den Luftschutzraum bei 15 Grad liegt. In den Wintermonaten haben sich vereinzelt Volksgenossen vom Aufsuchen des Luftschutzraumes abhalten lassen, von denen mancher Dann beim Luftangriff in seiner Wohnung den Tod fand. Es handelt sich hier um eine Frage, Die nicht nur für die Wintermonate Bedeutung hat. In Den Kellerräumen ist es bekanntlich geraDe dann noch besonders kalt, wenn es draußen schon warm ist. Wichtiges Gebot ist also: Im Luftschutzraum ausreichen d marm
angezogen sein und bei den Liege- 'unb Sitzmöglichkeiten einen entsprechenden Abstand von Der falten Wand wahren! Um Die Källeströmung >es Bodens und des Mauerwerks zu mildern, empfiehlt sich möglichst die Isolierung des Bodens durch ifte Teppiche oder Matten, ebenso Die Isolierung ber Wände mit alten Decken, Papier, Pappe oder Brettern. Auch ber nötige Mundvorrat und warme Getränke in Thermosflaschen dürfen nicht vergessen werden! Alkohol ist ganz unzweckmäßig, weil er nur eine vorübergehende Erwärmung bringt nd die Abkühlung bann um so empfindlicher ist. Außerdem wird nur bie Einsatzfähigkett ber Luftschutzgemeinschaft beeinträchtigt. Trotz aller biefer Vorkehrungen wird man vielfach ohne eine Beheizung bes Luftschutzraums nicht auskommen. Die Beheizung kann durch transportable Kachel- ober eiferns Defen erfolgen. Für bie ausreichende Herstellung solcher Defen ist durch eine umfassende Organisation ebenso gesorgt wie für den Einbau. Die zweckmäßigste Beheizung für Die Übergangszeit bleibt jedoch Die mit elektrischen Heizkörpern, wobei zunächst auf Die in Der Luftschutzgemeinschaft vorhandenen Heizgeräte zurückgegriffen werden soll. ' ich hier ist für eine ausreichende Produktion geh ;gt Der Heizstrompreis für Luftschutzräume beträgt einheitlich 6 Rpf., die Kosten können auf alle Hausbewohner umgelegt werden. In Häusern mit Zentralheizung kann man sich häufig Damit helfen, daß man, aber nur durch den Fachmann, von den durch Den Schutzraum gehenden Rohren Teile der Isolierung entfernt.
Der Reichsluftschutzhund hat genügend Luftschutzbaubearbeiter eingesetzt. Die in allen Zweifelsfragen zur Verfügung stehen. Es ist zweckmäßig, die Schutzräume auf einen Hochstand an Sicherheit unb Bequemlichkeit zu bringen, bamit ber Luftschutzraum Der Bevölkerung eine in jeDer Beziehung einwandfreie Zufluchtsstätte bietet und die Widerstandskraft des deutschen Volkes in keiner Weise beeinträchtigt werden kann.
\ . Wildgemüse bereichert den Tisch
An Schutz- und Wirkstoffen unb an Mineral- Nacht kühl aufbewahrt. Vor der Berardi salzen übertreffen die sog. Wildgemüse — Löwen- bas Wildgemüse kurz aber gründlich gern
Verarbeitung mutz bas Wildgemüse kurz aber gründlich gewaschen werden. Langes Kochen ist zu vermeiden, damit dis Nährwerte erhallen bleib eh. Mit Salz und Essig gehe man sparsam um; Wildpflanzen haben einen
starken Eigengeschmack, ber nicht beeinträchtigt werben sollte. Empfehlenswert ist es auch, verschiebens Wildgemüse zu mischen, wobei natürlich ber persönliche Geschmack ausschlaggebenb ist.
Im folgenden sei je ein Grundrezept gegeben für Suppe, Oemüfe unb (Salat Für die Suppe benötigt man etwa 20 Gramm Fett, 20 bis 40 Gramm Mehl, 1 Liter Brühe (Gemüse-, Knochen- ober Fleischbrühe), 1 Taffe entrahmte Frischmilch, 1 Prise Salz und Zucker. Das Gemüse — etwa 150 Gramm — wird fein gewiegt, in Dem Fett gedünstet unb in ber Brühe mit Zucker und Salz gekocht. Das Mehl wird in der Milch verrührt und an bas Gemüse gegeben. Zur Bereitung eines Wildgemüses nimmt, man etwa 1 Kilo Blätter und Sprossen (eine Sorte ober gemischt) und im übrigen bie gleichen Zutaten wie zur Suppe, bereichert durch eine feingeschnittene Zwiebel ober Lauch- ftange, die mit den Blättern gedünstet wird. Man behalle etwa Vs des Gemüses roh zurück und gebe es Dann fein gehackt an Das gekochte Gericht, Das Dadurch im Geschmack ausgeprägter wird. — Wild* pflanzen-Salate können in verschiedenen Tunken angerichtet werden. Es eignet sich sowohl bie übliche Salattunke aus Essig ober Zitronensaft mit Del, als auch eine Tunke aus entrahmter Frischmilch, Sauermilch, Buttermilch — auch mit Frischmilch verdünnter Du arg — unb einem Säuerungsmittel (Essig ober Zitrone) dazu.
Von März bis in den Juli bietet die Natur dis verschiedensten wildwachsenden Pflanzen, die sich zur - Verwertung in ber merischlichen Ernährung nicht nur eignen, sondern durch ihren Gehalt an Wirkstoffen eine gesunbhettsförbernbe Bereicherung unseres Tisches bebeuten.
verarbeiten. Mit ihnen bekämpft man wirkungsvoll ben Vitaminmangel, an dem die meisten Menschen nach Der winterlichen Ernährung leiDen.
Für das Sammeln von Wildgemüsen, das sich mit jedem Spaziergang ins Freie verbinden läßt, sind einige Dinge zu beachten, damit man aus, ihnen den bestmöglichen Nutzen zieht. Im allgemeinen gilt für alle Wildgemüse bie Regel, daß sie vor Der Blüte gesammelt werden müssen, weil sie dann saft- unb somit gehaltreicher sinb. Wichtig ist auch, daß sie erst gegen Abend gepflückt werden, weil bann oie Blätter durch die Sonnenbestrahlung während bes Tages am kräftigsten unb wohlschmeckenbsten sind. Um ihnen diese Vorzüge zu erhalten,, achte man darauf, sie nicht zu zerdrücken, sondern schifte sie möglichst locker in Die Tasche ober in Den Beutel, in Dem man sie nach Hause trägt. Die Verwendung von Wildgemüse ist aber volkswirtschaftlich nur Dann zu rechtfertigen, wenn die Sammelarbeit vorsichtig unb rücksichtsvoll geschieht. Man achte barauf, keinen Flurschaden anzurichten, schone Pflanzen, die noch wachsen wollen, unb nehme ihnen nicht alle Blätter. Für bas Sammeln im Walde benötigt man übrigens einen Sammelschein, ber vom zuständigen Forstamt nicht verweigert werden wird. Es ist auch nötig, vor Dem Sammeln auf Grundstücken bie Erlaubnis des Besitzers einzuholen.
Hat man Die nötige Menge für eine Mahlzeit nach Hause gebracht, so werden die Pflanzen über
salzen übertreffen Die sog. WilDgemüse — zahn, Brennessel, Sauerampfer, Brunnenkresse, Rapünzchen, Gartenmelde u. a. — Die Kulturge- gemüfe. Weit inehr als es im allgemeinen geschieht, sollten die Hausfrauen zu Beginn Des Frühjahres Diese Gaben Der Natur sich zu eigen machen unb mit ihnen den Tisch bereichern. Bereits im März wachsen die frühesten ihrer Art, Löwenzahn, Brenn- effel unb Sauerampfer, auf Wiesen unb an Wegrändern unb ihre jungen Blätter lassen sich zu Suppen, Gemüsen und Salaten unb als Rohkost
konnte. Die Mädels hatten eine sehr abwechslungsreiche Vortragsfolge zusammen gestellt, bie sie in vortrefflicher Weise abwickelten. Besonbers erwähnenswert find bie musikalischen Darbietungen, Tänze und Theatervotfführungen, ebenso bie schönen Lieder. Der kommissarische Ortsgruppenleiter Becker erläuterte in einer Ansprache den Sinn und Die Be- Deutung Der DorfgemeinschaftsabenDe, dankte für den zahlreichen Besuch und schloß ben Abenb in der üblichen Weise.
+ ©rünberg, 3. März. Am Samstagabend hielt die, hiesige Kriegerkameradschaft im »Hessischen Hof" ihre Hauptversammlung ab. Kame- radschastsführe-r Albrecht Großhaus begrüßte besonders den auf Urlaub weilenden Kameraden Oberleutnant Hermann Magel. Das Andenken des im letzten Jahre verstorbenen Kameraden Schmiede- Mssister Wllhelm Schomber, wurde in ber Üblichen Weise geehrt. Den Geschäftsbericht erstattete Kamerad Valenttn Roth, Der lange Zeit für den Der- hinDerten Karneradschaftsführer Grotzhaus Die Geschäfte der KameraDschaft gelettet hatte. Er wies Darauf hin, daß in dieser Kriegszeit Das Leben eines Vereins sich anDers abfpiele als, sonst. FreuDe und Dankbarkeit müßten Das Herz jedes Kameraden erfüllen bei dem Gedanken an die Erfolge unserer Wehrmacht. Er verlas noch den Bericht über bie Versammlung im Juni vorigen Jahres, außerdem berichtete er über das Weltjudentum. Die Mitgliederzahl der Kameradschaft beträgt 84, darunter 4 Ehrenmitglieder unb 6, bie sich zur Zeit bei Der Wehrmacht befinDen. Kamerad Scheilhaas trug den-Kassenbericht vor, Der eine Einnahme von RM. 504,70 und eine Ausgabe von RM. 425,62 ergab. Kamerad Robert sprach über hie feindliche Propaganda und chre Methoden. Verschiedene Angelegenheiten, wie verstärkte Werbung für bie Kame- rabschaft, Beiteiligung bei öffentlichem Auftreten u. a. wurden noch besprochen. Vorgesehen sind für dieses Jahr mehrere Uebungsschießen.
□ Laubach, 3. März. Die DAF. in Verbindung mit Der NS.-Gemeinschaft KDF., Kreis Wetterau, veranstalte im „Solrnser Hof" einen sehr gut besuchten Dariet 6-Abend unter dem Motto: Lustiges Kunterbunt. Eine 5 Mann starke Kapelle kettete den Abend mit Drei flotten Märschen ein, heiien Darbietungen erstklassiger Kräfte folgten. Reicher Beifall lohnte die Künstler, bie uns nach bes Tcrnes Arbeit so viel Freude gaben. — Die DRK.-Haupthelferin Gräfin Johanna zu Solms- La u b a ch wurde zur Bereitschaftsführerin in der DRK.-Bereitfchaft Gießen 3 ernannt.
3 Lich, 3. März. Im Saale des Lichtspiels Hauses fand ein „Musikalischer Abend" zu Gunsten des Kriegs-Winterhilfswerks statt, der außerordentlich gut besucht war. Nach einer Ansprache des Ortswaliers der NSV., Pg. Walz, in her er kurz auf Sinn und Bedeutung der Veranstaltung hinwies und insbesondere all Denen, Die sich uneigennützig in Den Dienst ber guten Sache gestellt hatten, dankte, eröffnete ber Spielmannszug der HI. mit einem schneiden Marsch bas abwechslungsreiche Programm. Es folgten zwei Pistonfoli, die Herr B. Kirsch (am Klavier Frau E. Kirsch) ausgezeichnet zu Gehör brachte. Reichen Beifall erntete auch Herr W. Hinkel für feine mit viel Hingabe gespielten Violinsoli, von Lehrer K. Stein am Klavier verständnisvoll begleitet Nicht minder gut gefielen das Akkorbeonfpiel von K. Forsch - 1 e r unb I. Heß sowie bie Märsche des Musikzuges her HI. unter Stabführung von Musikzugführer Ph. Sommer. Neben ben instrumentalen Darbietungen stauben auch die gesanglichen Leistun- aen auf beachtlicher Höhe. Lieber, von Frau A. V o l z unb Frl. H. Junker klangschön vorgetragen, wechselten mit zwei Soloquartetten (Frau M. Wagner, Frau A. Volz, Frl. E. und H. Junker, Klavierbeglettung: Frl. M. Jäger), bie von ben Zuhörern dankbar aufgenommen wurden. Großen Anklang fand schließlich auch die Singschar bes BDM., bie mit Liedern und Volkstänzen die Vortragsfolge in angenehmer Weife bereicherten.
s. Lang-Göns, 4. März. Am Donnerstag, 6 März, kann Frau Anna Elisabeth Keppler Wwe., Obergasse, in körperlicher unb geistiger RÜ- ftigfeit ihren 8 4. Geburtstag feiern. Herzlichen Glückwunsch. /
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