Ausgabe 
3.10.1941
 
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W. Jahrgang Nr. 235

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DNB ... (PK.) Alles, was aus sowjetischer Seite zur Verfügung steht, ist in den Kampf geworfen: Don der Masse der auf engstem Raume zusammen­gedrängten bolschewistischen Armeen angefangen bis zu den Heckenschützenbataillonen, die sich aus frei­gelassenen Zuchthäuslern, Flintenweibern und Halb­wüchsigen rekrutieren. Seit kurzer Zeit hat die Sowjetmarine mit ihren Einheiten in die Schlacht eingegriffen. Heber 100 Schiffe aller Gattungen, Schlachtschiffe, schwere und leichte Kreu­zer, Flakkreuzer, Zerstörer und U-Boote, sind zwi­schen Kronstadt, Oranienbaum und Le­ningrad eingekesselt. Der Weg nach Westen ist ihnen durch die deutschen Minensperren und die Kriegsmarine verlegt.

Ein gigantisches Schauspiel, das einmalig in der Geschichte aller Zeiten sein dürste, hebt an. Zwei Drittel d e r Flotte eines 180-Millionen-Staa- tes ist auf kleinstem Raum zusammengedrängt. Die Kampfkraft der Sowjetflotte war keineswegs ge­ring. Zu Beginn des Krieges verfügte die Sowjet­union über die zahlenmäßig stärkste U-Boot-Wasfe der Welt. Ihre modernen, schweren Einheiten hat­ten eine beachtliche Gefechtsstärke. Trotzdem hat die Genialität der deutschen Strategie dieser ausschließ­lich für die Offensive geschaffenen Flotte, vom ersten Tage des Feldzuges an, jede operative Möglichkeit genommen. ..... . J

Das Feuer der sowietifchen schisssartillene liegt schwer auf den vordersten deutschen Linien, die sich dicht bis an Leningrad herangearbeitet haben. Stukas starten zum Gegenangriff! Ein ganzes Ge­schwader! Voran der Kommodore und Oberst, der, Schulter an Schulter mit seinen Kommandeuren,

lands sind mit Ausnahme der Eigenerzeugung durch den gegenwärtigen Krieg erschüttert. Deshalb hat sich die derzeitige Regierung anfangs September veranlaßt gesehen, durch einschneidende Maßnah­men die Arbeitslosigkeit zu bannen, indem sie eine bodenständige Wirtschaft im Innern des Landes aufbaut. Sie verweist mit harter Hand alle Arbeitslosen aus den Städten auf das Land, um die W i e d e r a'u f f o r ft u n g des Landes und da­mit die Ernährung des Volkes aus eigener Scholle sicherzustellen, sie bemüht sich um Einfüh­rung moderner Arbeitsmethoden im Ackerbau wie um Abbau der Bodenschätze, besonders der Braunkohle, wie um Ausnutzung der Was­serkräfte. Vor allem aber sucht sie den griechi­schen Menschen im Sinne der Erfordernisse des Landes, umzubilden und zu erziehen. Alles in allem sehr schwierige Aufgaben aber einmal muß eine gründliche Umkehr in Griechenland Platz greifen, sonst findet es keinen Anschluß an das neue Europa.

Finnland soll also seine Waffen niederlegen und seinen Freiheitskampf umsonst geführt haben, damit es in den Augen des Mister Eden wieder Gnaden findet. Im Winterkrieg 1939/40, als die großen Heere der Sowjets in Finnland einfielen, brachte man in London in vielen schönen Worten sein herz­liches Mitleid mit dem kleinen demokratischen Finn­land zum Ausdruck, dem man angeblich so gerne helfen wollte, wenn nur die bösen Deutschen nicht im Wege gestanden hätten. Jetzt aber, wo England sich den Forderungen der Sowjets beugen muß, sind diese schönen Gefühle verflogen und man möchte das tapfere Finnland mit Drohungen dazu ver­leiten, die Sicherungen für seine Freiheit preiszu­geben. Die finnische Presse lehnt übereinstimmend die Forderung Edens ab und sieht in ihnen ein neues Beispiel der doppelzüngigen englischen Politik.

Färöer am gestrigen Tage ein Handelsschiff von 2000 BRT. Zwei große Handelsschiffe wurden in der letzten Rächt vor der britischen Ostküste durch Bombentreffer schwer beschädigt. Weitere wirk­same Luftangriffe richteten sich gegen kriegswichtige Anlagen an der englischen Ost- und Südküste sowie gegen mehrere Flugplätze.

Borpostenboote griffen im Kanal britische Schnellboote an, die sich bei Rächt einem deutschen Geleitzug näherten. Durch Artilleriefeuer wurde ein britisches Schnellboot versenkt und ein weiteres schwer beschädigt.

Britische Bomber warfen in der letzten Rächt wahllos einige Spreng- und Brandbomben auf ver­schiedene Orte in Südwesldeulschland. Ls entstand nur unwesentlicher Schaden.

3m erfolgreichen Kampf gegen die britische Ver­sorgungsschiffahrt versenkten Kriegsmarine und Luftwaffe im Wonat September 683 400 BRT. feindlichen handelsfchiffsraums. Da- von wurden allein durch Unterseeboote 452 000 BRT. vernichtet.

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Oer Wehrmachtbericht.

DRV. Aus dem Führerhauptquartier, 2. Oktober. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

An der Ostfront verlaufen die Operationen planmäßig.

Italienische Truppen haben bei der von ihnen in den Tagen vom 28. bis 30. September ostwärts des Dnjepr durchgeführten Ein- kreifung und Vernichtung sowjetischer Kräfte über 8000 Gefangene eingebracht und be<n Gegner schwere blutige Verluste zugefügt.

An der karelischen Front nahmen gestern finnische Truppen in kühnem Vorstoß von Süden und Westen das am Westufer des Onegasees ge­legene Petroskoi-Detrosawodsk, die Haupt- stadt Ostkareliens.

Kampfflugzeuge bombardierten auch in der letzten Nacht militärische Anlagen in Moskau und Le­ningrad.

3m Kampf gegen Großbritannien ver- senkten Kampfflugzeuge in einem Hafen der

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3m E>eptember683400BRT. versenkt.

Operationen an der Ostfront planmäßig. Italienische Truppen machten 8000 Gefangene. - Oer große Erfolg der verbündeten finnischen Truppen.

OerFührerbeglückwünschtKönigDoris

Berlin, 3. Okt. Der Führer hat Seiner Majestät dem König der Bulgaren zum Jah­restag seiner Thronbesteigung drahtlich seine Glück­wünsche übermittelt.

Das Ritterkreuz.

Berlin, 2. Okt. Der Führer und Oberste Be­fehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Göring, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberleutnant Storczewski, Staffelkapitän in einem Kampfgeschwader.

Llngewöhnlich große Verluste"

Englisches Eingeständnis.

Genf, 3. Okt. (DRB. Funkspruch.) Der Lon­donerDaily Expreß" beschäftigt sich mit der Lage der britischen Luftwaffe und stellt fest, es sei nicht $u bestreiten, daß die V e r l u st e im Verlauf der sogenannten Nonstop - Offensive unge-

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Sowjetflotte im Bombenhagel unserer Stukas

Schlachtschiff schwer getroffen. - Kreuzer versenkt.

Von Kriegsberichter Türk.

Um Griechenlands inneren Aufbau

Von unserem D.-Berichterstatter.

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Mit dieser Feststellung kommt man zu dem Aus­gangspunkt, von dem aus der innere Aufbau Grie- Ilands erfolgen muß. Bei ihm beginnt die Schick- rage für ihne neue Zukunft. Griechenland hat er kaum Mangel an Devisen gehabt, um den Sicherheit ^u erwartenden Einfuhrüberschuß einer Handelsbilanz abzugelten. Das lag an enden Umständen: Griechenland war ein beacht- s Reiseland. Soweit die Fremden angel- sischer Herkunft waren, brachten sie durch ihre ecks wie ihr Bargeld Dollars und Pfunde in las Land, die zum Ankauf von Getreide in Ame­rika oder Australien benutzt werden konnten, je nachdem, wo es gerade am billigsten war. Da der näßte Teil der eben genannten Ausfuhr nach dem deutschen Reich ging, so fiel im Derrechnungsver- lshr neben der Lieferung von Jndustrieerzeugnissen immer noch genug an Devisen für die Deutschen ab, iie alljährlich den Gestaden von Hellas zustrebten. Llle Fremden ermöglichten aber den zahlreichen, richt gerade arbeitsfreudigen Elementen in Grie-

Der wilde Mann.

Er heißt William Franklin Knox und ist mit feinen 67 Jahren Roosevelts Marineminister. Von der Marine versteht er nichts, denn er hatte bis zu seiner Ernennung im Juni 1940 niemals etwas mit ihr zu tun. Don Haufe aus ist Knox nämlich ein ty­pischer Sensationsreporter gewesen, der sich auf das Kaufmännische warf und mit der Organisierung von unsittlichen Skandalgeschichten und einer demgemä­ßen Behandlung der großen politischen Vorgänge eine MengeDollars machte". Sein Obersten-Titel ist ihm nicht im Dienste des amerikanischen Land- Heeres verliehen worden, sondern wie er von ihm erschlichen wurde, darüber kursieren jenseits des großen Teiches ganz ergötzliche Geschichten. Auf je­den Fall paßt Knox zu Roosevelt. Es gab zwar einen Skandal, als Knox im Vorjahre aus der repu­blikanischen Partei ausschied und zur demokratischen Roosevelts überging, er sollte sogar aus den Reihen der alten Republikaner ausgestoßen werden, aber immerhin versteht man, daß sein neuer Posten als Marineminister ihn sprechen ließ wie weiland Hein­rich IV. von Frankreich, der Paris und damit das Königtum nur erhalten konnte, wenn er zum Katho- lizismus übertrat und frivol sagte: Paris ist eine Messe wert.

Seit 1940 tut Knox alles und noch mehr, was Roosevelt will, und er spricht von Marinedingen, so sachverständig wie einer, der seit einem Jahr sich wirklich mit diesen Angelegenheiten beschäftigte. Knox genießt drüben den zweifelhaften Ruhm, nicht nur der größte Kriegshetzer zu sein, sondern Rdose- uclt gewissermaßen als Versuchsballon zur Erfor­schung der öffentlichen Meinung der USA. zu die­nen. Er hat sich in der Vergangenheit wiederholt eindeutig für den Kriegseintritt eingesetzt, eine Hal­tung, die ihn für Roosevelt geradezu prädestiniert für seinen jetzigen Posten macht. Bekannt ist seine Aeußerung nach dem Fall des amerikanischen Zer­störers(Steer , wonach es ganz unwesentlich sei, wer zuerst geschossen hätte, womit der Marine­minister Knox also eingestand, daß dieGreer" zu­erst auf das deutsche U-Boot geschossen habe, wäh­rend Roosevelt bekanntlich pathetisch und verlogen genau das Gegenteil zu behaupten wagte! Und jetzt hat Knox wieder einmal als Versuchsballon seinem Herrn und Judenmeister Roosevelt dienen müssen. Nicht einmal Roosevelt wagt es, an den Kongreß direkt das Ansinnen zu stellen, seine, d. h. Roosevelts Neutralitätsgesetzgebung aufzuheben, die amerikanischen Schiffen und Passagieren das Be­fahren der Kriegsgewässer verbietet. Er will, wie sein Außenminister Hüll verkündete, nur ed)t jüdisch

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Der ehmalige Waldreichtum schwand im Laufe der Jahrhunderte immer mehr dahin. Das bedeutete für alle Mittelmeerländer eine Katastrophe. Denn bei dem subtropischen Klima mit Winterregen und Somtnerbürre kann der Wald als Wasserspeicher h der trockenen Jahreszeit unter keinen Umständen entbehrt werden. Am verhängnisvollsten wirkte sich fcefer Umstand im Osten aus, weil hier der Boden cus Kalkgesteinen besteht, die unterirdisch schon ge- hig Wasser ableiten, so daß für sie die schützende Humusschicht des Waldes geradezu eine Lebensnot- dendigkeit darstellt. Die Folgen einer solchen Ent- dicklung lassen sich leicht ausmalen. Am ganzen Stittelmeer ging der Ackerbau zurück, am schlimmsten natürlich im Osten, well hier der Bo- ten den Auswirkungen der Entwaldung am meisten vusgesetzt war und ihnen den geringsten Widerstand entgegensetzen konnte. Das Ergebnis dieser Entwick­lung 'war ein ungeheurer Bevölkerungsrück­gang, der in früheren Jahrhunderten eine außer­ordentliche Auswanderung bedingte und den aus dem Orient rassemäßig überkommenen H a n g z u m handel naturnotwendig steigerte, und entwickelte. To fand man schon früh die Völker des Ostens un- hr der Bezeichnung Levantiner als Händler in al­ler Welt. Die gesteigerte Verkehrsentwicklung der Gegenwart hat die Auswanderung erheblich teschränken können, da das Mittelmeer nach der Eröffnung des Suezkanals in ständig steigendem Naße sich zu einer Hochstraße des Weltverkehrs aus- bldete und zahllose Fremde an seine Gestade führte.

Andere Devisenbringer stellten die zahlreichen Griechen bar, die in überlieferter Weise als Ausland gingen oder in ter Trampschiffahrt vorwiegend im Dienste ter angelsächsischen Mächte ihr Brot verdienten. Letztere erwies sich als besonders gewinnbringend, bi viele griechische Familien chr Ersparnisse in dem Erwerb eines Trampdampfers anlegten und im Eienfte der Erz- und Getreideverforgungsschlfsahrt brrch ihren Familienbetrieb in kurzer Zell das an- Wlegte Geld um ein Vielfaches vermehrten. Beide Truppen, die Händler wie die Seefahrer ubermtb Men aber der Heimat ihre Ersparnisse, so daß befe irgendwelchen Devisenmangel niemals zu ver- Ifüren bekam. .

Alle hier aufgezählten Einnahmequellen Griechen-

wöhnlich groß seien.Die größten englischen Fliegerhelden in führenden Frontposten", so heißt es in dem Bericht,sind dahin Männer wie Bader, Lock, Mungo-Park und Gillan aber selbst um solchen Preis muß die Offensive weiter- geführt werden." Inzwischen sind zu den abge- schossenen Elitefliegern der Briten nach englischen Meldungen auch noch der erste und einzige Vik- toriakreuz-Träger der Neuseeländer, Ward, und der Geschwaderführer Budden auf die Verlustliste ge­kommen.

England droht Finnland.

Die Finnen haben ihren Feind erkannt.

Berlin, 2. Okt. (DNB.) England hat dem kleinen Finnland erneut gedroht. Im Unter­haus erklärte Außenminister Eden am Mittwoch, England müsse, falls es keine ausreichende Antwort von der finnischen Regierung bekomme, Finn­land als offenen Feind betrachten, sobald es in das alte russische Gebiet einfalle.

Diese Drohungen sind offensichtlich der Beitrag Englands zur Unterstützung seines bolschewistischen Bundesgenossen, dem er eine schnelle materielle Hilfe trotz aller schönen Reden in London und in Moskau nicht geben kann. Darum möchte Eng­land seinen guten Willen beweisen, und es versucht, d e n f in n i s ch e n F r e i h e i t s k a m p f zu er­sticken, unbekümmert darum, daß es vor Jahr und Tag noch die finnische Sache gegen Moskau vertrat.

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erschüttert ein harter Schlag die Maschine: Flak­treffer!! Aber wir stürzen schon, stürzen mitten hin­ein in die Sprengwolken krepierender Granaten, in die roten und weißen Fäden der 2-ew-Flak, die uns zu greifen versucht.

Ich weiß nicht, wie wir aus diesem Hexenkessel wieder herauskommen. Es ist gleichgültig. Beim Ab­fangen sehe ich den Einschlag unseres schweren Koffers" am Heck des Kreuzers. Eine riesige, weiße Wolke quillt heraus. Keffelerplo- fion!! Jetzt schnell noch drei Wirkungsbilder. Als sie fertig sind, ist die Maschine und mit ihr die Staffel aus dem dicksten Dreck heraus. Zwar emp­fangen uns schon die Batterien an der Küste mit einem starken Sperrfeuer. Aber wir übersehen jetzt das Gesamtbild: Noch immer stürzen Staf­feln!

Am Nordzipfel von Kronstadt liegt brennend ein Schlachtschiff. Drei Volltreffer haben mit* schiffs und am Heck gesessen. Ein leichter Kreu­zer liegt ebenfalls brennend am Eingang des Kanals. Auf zwei weiteren ist starke Rauchent­wicklung festzustellen. Der von uns getroffene Kreu­zer hat abgestoppt und liegt mit Rauchentwicklung südlich von Kronstadt.

Ein Anfang erst! Das Geschwader fliegt den Anglriff am gleichen Tage noch zweimal. Beim Anflug zum zweiten Angriff sehen wir den leichten Kreuzer in schon sinkendem Zustand unter uns. Wieder jagen Bomben schwersten Ka­libers auf die sich verzweifelt, aber vergeblich weh­renden stählernen Ungetüme hinab.

Leningrad im deutschen Artilleriefeuer

Berlin, 2. Okt. (DNB.) Die schwere deutsche Artillerie beschoß am 30. 9. und am 1.10. mit guter Wirkung zahlreiche wichtige Industrie­anlagen in Leningrad. Ein besonderes Ziel der deutschen Artillerie waren an beiden Tagen die Kirow-Werke in Leningrad. Diese Werke ge­hören zu den wichtigsten Rüstungsbetrieben der Sowjetunion. Sie sind zu einem bedeutenden Schwerpunkt der sowjetischen Eisen-, Stahl- und Maschinenindustrie geworden. Die Werksanlagen umfassen mehrere Hochöfen, eine Traktorenfabrik, eine Hebezeugfabrik und die Shdanow-Werft, auf der zahlreiche sowjetische Kriegsschiffe vom Stapel gelaufen sind. Die Kirow-Werke produzieren die verschiedensten Stahlarten, Walzeisen und Blech. In weiterer Verarbeitung der von den Werken pro­duzierten metallischen Rohstoffe stellen die Kirow- Werke Turbinen, Kurbelwellen und Maschinen aller Art her, darunter vor allem Werkzeugmaschi­nen. In besonderen Fabriken wird an der Her­stellung von Eisenbahnwaggons, Traktoren und Pflügen gearbeitet. Die größte Bedeutung haben die Werke indessen als Rüstungsbetrieb. Sie fabrizieren Geschütze, Teile von Panzerkampfwagen und Munition aller Art. In neuester Zeit ist auch die Montage in Panzerkampfwagen ausgenommen worden. Die Arbeiterzahl der Kirow-Werke betrug in normalen Zeiten 23 000 Mann, sie wurde in den letzten Monaten und Jahren auf 40 000 bis 50 000 gesteigert. Die günstige Lage der Werksanlagen im Südwesten von Leningrad m der Nähe des Hafens hat ihre wirtschaftliche und militärische Bedeutung noch unterstrichen. Die Gesamtanlagen der Kirow- Werke waren das Ziel der deutschen Artillerie. Durch Beobachtung wurde festgestellt, daß die deut­schen Granaten in den Werksanlagen bereits um­fangreiche Schäden heroorgerufen haben.

seine Staffel im schwersten Angriff dieses Feldzuges selbst führt! Die Sowjets scheinen zu ahnen, was im Anzuge ist.

Als vor Oranienbaum die Küste in Sicht kommt, fegt ein ganzer Pulk sowjetischer Jäger modernsten Typs heran. Ein wilder Kurvenkampf mit unseren Me 109 beginnt. Maschinen stürzen brennend vorn Himmel. Unbeirrbar fliegt das Ge­schwader seinen Weg weiter.

Jetzt bricht die cholle los. Aus Hunderten von-Geschützrohren fegt uns ein Feuer- ortan kaum vorstellbaren Ausmaßes entgegen. Auf über hundert Kriegsschiffen, bewaff­neten Handelsschiffen bis hinab zur kleinsten mit Dierlings-MGs oder 2-cm-Geschützen bestückten Prahmen, blitzt es in ununterbrochener Folge auf. Kronstadt i st mit Flakbatterien förm­lich gespickt. Um Oranienbaum stehen zusam­mengedrängt die Batterien eines Frontabschnittes, der in den Kämpfen der letzten Wochen um hundert Kilometer verkürzt worden ist. Hier kann sich nur ein Kampfgeist bewähren, der Eben-Emael, die Ma- ginotlinie, Kreta und die britische Flotte, wo sie sich zum Kampfe stellte, überwunden hat.

Weiße und rote Leuchtspur jagt vor uns, hinter uns und an der Seite vorbei! In knapp zwei Minuten ist der Himmel mit Sprengwolken der mittleren und schweren Flak übersät. Mit eisernen Nerven greifen sich die Staffelführer in alter Kampf­erfahrung ihre Ziele heraus. Unter uns liegt, aus allen Rohren feuernd, ein K re u z e r. Mein Staf­felkapitän Oblt. W-, mit dem ich fliege, gibt den Befehl zum Angriff? Steil jagen mir ohne Sturz- flugbremfe hinab! Flaktreffer! Als wir abkippen,

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Athen, Ende September 1941.

Das östliche Mittelmeer hat zwar im Altertum die einzigartige Kultur der Antike geschaffen. Als aber das römische Weltreich dieses Erbe übernahm, zeigte es sich nicht mehr befähigt, ein so kostbares Dut zu erhalten, geschweige denn weiterzubilden. Die in ihm sich ständig mehr durchsetzende Rassen- Mischung ließ allmählich das schöpferische nor­dische Rassenelement immer weiter zurückgehen und In vielen Teilen ganz unwirksam werden. Damit bahnte sich das Schicksal an, unter dem bis heute die Mehrzahl der Anwohner des Mittelmeers seufzt: an Stelle des nordischen Rasseelements trat das orientalische und vorderasiatische, ein Volkstum, das feine schöpferische Kraft aus einer engen Naturver- dundenheit herleitete, ja, das sich selbst als ein Stück itatur fühlte, wurde überdeckt durch ein anderes, em das Empfinden für Bodenverwurzelung über* aupt abging. Ein Volk, das die gestaltende Tat ber alles stellte, verwandelte sich durch Rassen- üschuna in ein solches, dem auf der einen Seite eine behagliche Lebensfchau ohne allzu große An­strengungen zu eigen war und auf der anderen ein beispielloser Fanatismus in Glaubens- und Volks- lumsfragen.

Diese allgemeine Entwicklung des . Mittelmeeres muß man sich vor Augen hellten, will man die fragen des inneren Slufbaus in Griech e n- änb nach dem Zusammenbruch in diesem Früh- chr verstehen. Sie allein machen die eigenartige Zevolkerungsverteilung und Wirtschaftsstruktur im !anbe begreiflich. Es erweckt immer wieder Erstau­len, wenn man vernimmt, daß nur 40 v. H. des Brotgetreides in Griechenland selbst wächst. Denn rt den Gasthöfen wird nicht nur tadellos weißes Zrot aus Weizenmehl verabreicht, man kann auch richt beobachten, daß die Bevölkenma anders ißt. Kan wundert sich, daß allein die Ausfuhr von )livenöl, Korinthen und Tabak ausreicht, um in Griechenland mehr als die Hälfte des täglichen Brotes sicherzustellen. Tatsächlich ist das nicht der

Ibnnten sehr viele Griechen in ihrer Heimat blei­en, was zur Folge hatte, daß die Mittelpunkte des ! remdenverkehrs, insbesondere die Landeshaupt- adt Athen, mit ihren wertvollen Kulturdenkmälern tmen ungeheuren Zustrom an Bevölkerung erlebten.

Diese Wandlung in der Bevölkerung wirkte sich seit dem Untergang der Antike am folgenschwersten in der Mittelmeerlandschaft selbst aus.

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