Ausgabe 
3.2.1941
 
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zu verdanken.

SJ.Jpori

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4:08,66; 4. Viktoria Chierroni (I.) 4:09,46; 5, Hel- 1 öern J & mut Lantschner (D.) 4:09,69. » «J.

Länderwertung: 1. Deutschland 9 Punkte, wn v*

2. Italien 17 P., 3. Schweden 39 P., 4. Ungarn

Punkte. . ...... ........ M

2. Schweiz 18 Punkte.

folgendes Aussehen:

hat jetzt

(Nachdruck verboten.)

15 Fortsetzung.

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2

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big blieben.

Die Tabelle

Verein

Wetzlar 05

W.-Steinberg

Spiele

11

11

12

11

11

11

8

10

7

10

Gew.

9

8 T

7

5

5

2

2

1

1

Verl.

1

2

4

4

4

4

5

8

6

9

Ptte. 19:3 17:5 15:9 14:8 12:10 12:10 5:11 4:16 2:12 2:18

Unentsch.

1

Koßmann las die Berichte in drei verschiedenen Zeitungen ein zweites Mal durch. Er fühlte sich ent- letzlich beklemmt und in die Enge getrieben. Da stand ein Mann unter Anklage des Mordes. Sein , , ,

Leben war nach den neuesten Ermittlungen in sehr i richt« in den Zeitungen zutreffend

mich jetzt verpflichtet, seine Interessen so wahrzu­nehmen, wie es sein Vater oder sein Bruder getan hätten, wenn solche lebten." Koßmann brachte das

wicht verloren und stürzten.

Entscheidend war natürlich die Wachsfrage. Dis Deutschen hatten Paraffin gebügelt und damit bas Richtige erwischt. Die Ergebnisse des Abfahrtslaufs:

Männer: 1. Josef Iennewein (D.) 4:03,97;

2. Alberto Marcellin (I.) 4:06,66; 3. Rudi Cranz (D.)

VfB.-Reichsbahn Naunheim 1900 Burgsolms VfL. Marburg Luftwaffe Bissenberg Sportfreunde

aus wird man am morgigen Tage in Gießen und Oberhesjen des verdienten Gelehrten gerne mit herz­licher Erinnerung gedenken.

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3o, ungefähr so."

Welcher Verteidiger wird dem Verhafteten zu- geteilt werden?"

Das steht noch nicht fest. Die Anklageschrift ifti noch nicht fertiggestellt." Fecht überlegte einem Augenblick.Warum interessieren Sie sich denn für die Verteidigung? Sie müßten doch mehr ein In­teresse daran haben, daß der Tod Ihres Freunde«

Deutsche (Pflicht: Langpferd, Seitpferd, Barren, Boden.

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Brem Keller («cywz.) 4:öo,öö.

Länderwertung: 1. Deutschland 6 Punkt«, V

Schweiz 18 Punkte. I l-

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19,9, 18,6, 19,8, 19,7, 20, 20, 19,8, 19,8, 19,8):; 3. Kurt Krötzsch (Leuna) 191,8 Punkte (19,6, 18, 18,, 19,6, 19,6, 18, 19,5, 19,9, 20, 19,6); 4. Hans Fried­rich (München) 190,7 Punkte (19,7, 18,4, 18,7, 19,1, 19, 19,4, 18,8, 19, 19,5, 19,1); 5. Göggel (Stuttgart und Steffens (Lüdenscheid/WH.) je 190,4 Punkte:; 6. Anna (Manrcheim/WL.) 189,7 P.; 7. Hausteiin (Leip,zig) 189,5 P.; 8. Weischedel (Stuttgart) 188,5 P.; 9. Gauch (Kiel/WM.) 188,6 P.; 10. Müllei (Leuna) und Reuther (Ludwigshafen-Oppau) je 187,6 P.; 11. Sich (Düsseldorf) 186,4 P.; 12. Bantz (Speyer/RAD.) 185,0 P.; 13. Strode! (Hüttlingen!) 183,9 P.; 14. Otto (Leuna^WL.) 183,4 P.; 15. Kiefen (Bad Kreuznach) 183,0 P.; 16. Limburg (Ruhla)! 181,9 P.: 17. Hahn (Köln/WM.) 181,7 P.: 18.. Smuda (Hamburg) 181,3 P.; 19. Walter (Wein- heim/WL.) 180,4 P.; 20. Pagel (Leipzig) 180,1 1 Einzelmeisterschasten : Längspferd: MD und Karl Stadel je 39,7 Punkte; Seitpferd: Kar» Stadel 39,9 P; Barren: Willi Stadel 39,6 P.Bo­denturnen: Willi Stadel 39,7 P.; Reck: Willi mihi Karl Stadel je 39,5 P.

Die Vertreter Hessen».

52. (Bergs (Kassel) und Bieger (Kassel) je 168,7 P.;; 55. Schöneich (Erbach) 166,5 P.

Kurze Sportnoii'zen.

Hessens alpine S k i m e i st e r s ch a f t ge­wann in Gersfeld (Rhön) der Ostmärker Zankel! (Heer) vor Volke (Willingen).

Beim 25. Hallenhandball-Turnier' in Mainz wurde der Südwestmeister SA. Frankfurt: Turniersieger. Im Endspiel unterlag der Tv. Mainz- Mombach mit 1:11 (1:4) Toren.

üblem;

Im Zahrstl

fasten. Er bitte Direktor Wistel, alles nach seinem Gutdünken zu erledigen. Dann verließ er sein Dürrn und fügte noch in der Tüür hinzu, daß er an diesem Tage bestimmt nicht wieder zurückkommen roerbt vielleicht auch nicht am nächsten.

(Fortsetzung

Zoses jtnneroem und Lhnsiel Lranz

Weltmeister im Abfahrtslauf in Eortina b'Ampezzo.

51 Punkte.

Frauen: 1. Christel Cranz (D.) 4:10,30-, 2. Käthe Grasegger (D.) 4:17,58, 3. Anneliese Prox. auf (D.) 4.25,33, 4. Vreni Fuchs (Schwz.) 4:29,58, 5. Vreni Keller (Schwz.) 4:36,38.

Umwege des Herzens

Roman von H.G. Hansen

Copyright by Prometheus Vertag Dr. Eich acker Gröbcnxetl

Ergebnisse der Bezirksklaffe.

DfB.-Reichsbahn 1900 1:1

Wetzlar 05 Sportfreunde Wetzlar 9:0 Naunheim Burgsolms 5:0.

Das Spiel auf dem Waldsportplatz mit dem Un­entschieden ist für die 1900er schmeichelhaft.

Die Sportfreunde hatten gegen die 05er gar nichts zu bestellen. Unter der Sturmführung Zehners lieferte der Wetzlarer Sturm ein sehr gutes Spiel. Gemessen an dem Spielgeschehen drückt die hohe Niederlage nicht einmal die spielerische Ueberlegen- heit der 05er richtig aus.

Die Naunheimer waren gegenüber den Leistungen der letzten Spiele nicht wieder zu erkennen. Die Mitwirkung ihres seither gesperrten Mittelläufers gab der Mannschaft den notwendigen Rückhalt. Das Endresultat entspricht dem Spielverlauf, in dem die Burgsolmser viele Fragen ihres Könnens schul-

Bruchhausen nickte nachdenklich.Tatsächlich. .So muß es gewesen fein. Vielleicht ist diese Angabe sogar ein neues Indiz gegen Korn. Er hat in der ersten Verblüffung alles so genau erzählt, wie es nur der Mörder |elbst konnte und dabei nicht über­legt, daß er sich damit weiter verstrickt hat. Trotz­dem bin ich dafür, zu versuchen, ob wir nicht ein Geständnis aus ihm herausbringen."

Wird besorgt. Das wäre mir auch das liebste. Aber ich glaube, Sie können jetzt volizeilicherseits die Erhebungen abschließen und alles weitere der Staatsanwaltschaft überlassen."

Wenn Sie meinen, gern. Ich lasse die Akten schließen und Ihnen zusenden."

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Deutsche Turmneisterschasten in Karlsruhe

Alle Titel für die Gebrüder Stadel.

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ein gehörenden Geräte usw. Dereinsführer Simon schloß die Versammlung in der üblichen Weste, dankte allen Mitarbeitern für ihre Arbeit und for- Anschließend hielt Pg. K l ü ck e r noch einen inter- derte sie auf, auch weiterhin zum Wohle der Sport- essanten Lichtbildervortrag vom Ortssporttag 1946 gemeinde mitzuarbeiten. Ortsgruppenleiter R i n 11 in Steinbach.

gab dann noch einen politischen Ueberblick und >

Die zweiten deutschen Kriegsmeisterschaften im Gerätturnen, die am Sonntagnachmittag vor rund 8000 Besuchern in der Karlsruher Markthalle mit dem Kürturnen der13 Besten" abgeschlossen wur­den, gestalteten sich zu einem einzigartigen Triumvh der Gebrüder Stadel, die auf sämtliche Titel Be­schlag legten. Flieger Willi Stadel (Konstanz) wurde nach einem spannenden Kampf mit seinem Bruder Zehnkampsmeister und außerdem Einzel- meister am Reck, Barren, Längspferd und im Bo­denturnen. Feldwebel Karl Stadel (Ettlingen) siegte am Seitpferd und kam außerdem zusammen mit seinem Bruder am Reck und Längspferd zu Meisterebren. Bon Anfang an lag die Entscheidung nur zwischen Willi und Karl Stadel, die schon am Samstag in der Pflicht alle Mitbewerber weit hin­ter sich gelassen Hattern Begonnen wurde mit dem Seitpferd, und hier gelang es Karl Stadel, der eine 20" turnte, feinen Bruder in der Gesamtwertung von der Spitze zu verdrängen, denn Willi schaffte hiernur" 19,8 Punkte. Am Barren bekamen die beiden Brüder die gleiche Punktzahl (19,8), so daß Karl weiter mit einem Vorsprung von Vio Punkt in Füheung lag. In der Bodenübung zog bann Willi mit 19,9 gegen 19,8 seines Stubers gleich, und im abschließ-enden Reckturnen sicherte er sich durch eine vollendete Hebung, die mit der vollen Punkt­zahl bewertet wurde, den Meistertitel. Karl, der am Reck 19,8 Punkte erzielte, blieb mit 2/io Punkten knapp geschlagen. Der Meister schaffte in diesem Gerätzehnkampf also 197,3 von 200 möglichen Punk­ten, Karl Stadel kam auf 197,1 Punkte. Der Titel­verteidiger im Zehnkampf, Kurt Krötzsch, der am Vorabend nach dem Kürsprung am Pferd an sech­ster Stelle lag, turnte diesmal ganz hervorragend und konnte sich mit 191,8 Punkten noch den drit­ten Platz vor dem Münchner Friedrich (190,7), dem Stuttgarter Göggel (190,4) und dem Lüden- scheider Steffens (190,4) sichern.

Alle übrigen Turner, die nicht am Endkampf be­teiligt waren, hatten bereits am Vormittag ihre Kürübungen erledigt. Sich (Düsseldorf), Bantz (Speyer) und der Württemberger Strobel (Hüttlin­

gen) waren hier die Besten und konnten sich in bei ©elamtroertung noch vor die Letztplacierten der am Enokampf Beteiligten schieben. Die Ergebnisse:

Unentschieden auf dem Waldsportplatz.

Die zahlreich erschienenen Zuschauer wurden Zeuge eines Kampfes, der trotz der schwierigen Bo­denverhältnisse von beiden Mannschaften fair durch- qeführt wurde. Die ersten zwanzig Minuten hat es den Anschein, daß die 1900er die Platzbesitzer . eindeutig überfahren würden, da die körperliche Verfassung der einzelnen Spieler eindeutig zugun­sten der Gäste geklärt schien. Im späteren Verlauf des Spieles jedoch waren die DIB.er, abgesehen von den letzten 10 Minuten, im Felde besser und erspielten die klareren Torgelegenheiten. Ein knap­per Sieg wäre verdient gewesen. Zur Mannschafts- kritik sei gesagt, daß alle Spieler gute und schwache Momente hatten, die jedoch durch Den Eifer und die Hingabe wieder ausgeglichen wurden. Besonders erwähnenswert erscheint die Leistung von Knauß im DsV.-Tor, der bei verschiedenen Gelegenheiten zeigte, daß er für diesen Posten über dem Durch­schnitt stehend begabt ist.

Spielverlauf: Die 1900er beginnen mit 9 Mann und ergänzen sich in der angekundigten Aufstellung. Zur allgemeinen Ueberraschung sind sie sofort im Bilde und beherrschen 20 Minuten lang eindeutig das Spielgeschehen. Lediglich,bie Schußunsicherheit

♦♦ Eine Fünfundsiebzigjährige. Mor­gen, Dienstag, 4. Febr., kann Frau Dina Fersch, Witwe des Johannes Fersch, Crednerstraße 24, bei guter Gesundheit ihren 75. Geburtstag feiern. Der Jubilarin unseren herzlichen Glückwunsch.

♦♦ Autozusammenstoß. Arn gestrigen Sonntagnachmittag ereignet sich an der Ecke Liebig- straße/Frankfurter Straße ein Zusammenstoß zweier Kraftwagen, bei dem es allerhand Bruch gab. Leider wurde dabei einer der Autofahrer, ein Mann aus Grünberg, durch eine große Schnittwunde im Ge­sicht verletzt. Er konnte jedoch nach ärztlicher Hilfe­leistung am Abend mit der Bahn nach Hause zu­rückkehren.

** Städtische Bücherei. In Januar sind 2058 Bände ausgeliehen worden. Von diesen Bän­den kamen auf: Literaturgeschichte 3, Zeitschriften 23, Gedichte und Dramen 29, Erzählende Literatur 1129, Iugendschristen 391, Länder- u. Völkerkunde 96, Kulturgeschichte 8, Geschickte und Biographie 195, Kunstgeschichte 6, Naturwissenschaft und Technologie

3a, in vollem Umfang. Ich persönlich hege nicht mehr die geringsten Zweifel daran, daß Korn der Täter ist."

Dann wird wohl mit seiner Verurteilung zu rechnen sein?"

,Hch kann mir nicht denken, daß die Geschworenen bei den vorliegenden schweren Indizien zu einem Freispruch kommen."

Meine laienhaften Ueberlegungen lind vielleicht unzutreffend, Herr Staatsanwalt. Aber ich habe mir alles überlegt, wie ich es sehe. Ich glaube kaum, daß ein direkter Mord vorliegt. Ein Mord ist doch eine vorher überlegte und vorsätzlich begangene Tat?"

Ganz recht, so lautet die juristische Formulie­rung. Meine Anklage wird auf Mord lauten, auch wenn an Ihrer Auffassung etwas richtig sein sollte."

Glauben Sie an Vorsatz und Ueberlegung?"

Vielleicht nicht direkt, aber es wird Sache der Geschworenen und des Gerichts fein, ein Urteil zu fallen. Solange der Verhaftete leugnet, muß er da­mit rechnen, daß er feine Lage nur verschlimmert. Wenn.er ein Geständnis ablegt, konnte er sie ver­bessern."

Halten Sie es für möglich oder wahrscheinlich, daß eine Verurteilung nur wegen Totschlags er­folgen kann?"

Ihre Fragen setzen mich einigermaßen in Ver­legenheit. Es ist mir normalerweise unmöglich, darauf zu antworten. Wenn ich trotzdem darauf eingebe, und zwar ausnahmsweise, tue ich das nur aus der Erwägung, daß Sie vielleicht ein Recht zu Ihren Fragen haben, da der Tote Ihnen nahesiand und der Mord auf dem von Ihnen gepachteten Gelände passiert ist. Außerdem rechne ich unbedingt mit Ihrer Verschwiegenheit."

..Selbstverständlich. Ich betrachte unsere Unter­redung als absolut vertraulich."

. Eine Verurteilung wegen Totschlags ist vielleicht wahrscheinlicher als eine solche wegen Mordes."

, Alsa käme Todesstrafe nicht in Frage?"

Das ist wieder so eine knifflige Frage. Ich kann sie nicht mit Nein oder Ja beantworten. Wahrschein­lich, und zwar mit größter Wahrscheinlichkeit ist damit zu rechnen, daß Korn zum Tode verurteilt wird. Unsere Rechtsauffasiung läßt kaum ein an­deres Urteil zu."

Koßmann zwang sich gewaltsam und erschien auch für die geübten Augen des Staatsanwalts ruhig. Also wird Ihre Anklage auf Mord, verbotenen Waffenbesitz, WWern usw. lauten?"

sondere Freude, und ihr ist manches schöne Gemälde 83, Heer- und Seewesen 53, Haus- und Landwirt- schast 1, Religion und Philosophie 1, Staatswissen- Weit über den Kreis der Universität Gießen hin- schäft 38, Fremdsprachliches 2 Bände.

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Als erster Wettbewerb bei den Skimeisterschaften in Cortina d'Ampezzo wurde am Sonntag der Ab­fahrtslauf für Männer und Frauen durchgcjührt und gleich mit zwei deutschen Siegen abgeschlossen. Josef Iennewein war unter 26 Bewerbern in 4:03,97 Minuten der weitaus schnellste Läufer vor Marcellin (Italien) in 4:06,66 und Rudi Cranz in 4:08,66, während der Titelverteidiger Helmm Lantschner mit 4:09,69 sogar noch Chierroni (Ita­lien) mit 4:09,46 den Vorrang lassen mußte. Bei den Frauen war die Weltmeisterin Christel Cranz wieder unerreicht. In 4:10,30 Minuten legte sie die Strecke zurück, womit Käthe Grasegger in 4:17,58 und Anneliese Proxauf in 4:25,33 auf die Plätze verwiesen waren.

Die Tofana-Strecke überwand bei 4600 Meter Länge einen Höhenunterschied von 985 Meter. Aus dem ersten Teilstück waren sechs Pflichttore einge­schaltet, um die ungeheure Schußfahrt etwas zu hemmen. Nach Ueberroinbung oes Kanonenrohres machte ber stumpfe Schnee die Abfahrt wesentlich langsamer, io daß bereits auf dem ersten Teil bas Rennen entschieden war. Allzu große Schwierigkei­ten stellte die Bahn nicht an die Teilnehmer, Stürze waren deshalb sehr selten. Bei den Frauen war die Strecke auf 4000 Meter verkürzt.

Tausende von Zuschauern, auf ber Ehrentribüne Nationalrat Manganiello und Reichssportführer von Tschammer und Osten, verfolgten die Abfahrt der Wettkampfteilnehmer auf ber vom Skistabion gut zu übersehenben Strecke. Am eindrucksvollsten war

großer Gefahr. Dabei handelte es sich gar nicht um einen Mord, und Korn war nicht der Täter. Koßmanns Gefühl für Ehre und Pflicht ließen kei­nen Augenblick in ihm den Gedanken aufkommen, sich einfach abseits zu halten und die Dinge ihren Lauf gehen zu lassen. Er konnte nicht zum intellek­tuellen Mörder an einem Unschuldigen werden.

Wie eine unübersteigbare Wand stand zwischen ihm und seinem Trieb zur Hilfeleistung die unge­heure Gefahr, die. mit jedem Schritt verbunden war. Alles^was er hatte vermeiden wollen, das Bekannt­werden seiner häuslichen Schmach, den Klatsch unter Bekannten, seinen Gefolgschaftsmitgliedern und zwtt schen Fremden, die Besudelung seines Namens und der abstoßende Eindruck, den die Kinder einmal empfinden würden, wenn sie größer wurden und davon hörten, drohte jetzt zu kommen.

Dabei waren die Folgen des Betruges seiner Frau nun ins Gigantische gesteigert. Ursprünglich hätte er nur Scheidung und Gerede ertragen müßen. Jetzt wuchs und wuchs die Gefahr, daß er in öffent­licher Gerichtsverhandlung feine intimsten Familien­angelegenheiten und Herzensreaungen enthüllen mußte. Einen Ausweg gab es. Schweigen. Das w5r nur so lange möglich, wie für diesen Korn noch Hoffnung bestand. Alles in Koßmann wehrte sich gegen die unerbittliche Konsequenz, die der Verlauf der Dinge ihm aufzuzeigen drohte. Dabei verspürte er im Innersten, daß kaum noch ein Ausweg offen stand.

Dann rang er sich zu einem Entschluß durch. Nach einer Nacht ohne Schlaf fuhr er Donnerstag vor­mittag zu Sttatsanwalt Doktor Fecht. Er wurde gleich nack ber Anmeldung vorgelassen.

Mas kann ich für Sie tun, Herr Koßmann?" Fecht begrüßte ihn liebenswürdig.

Ich habe lange überlegt, ob ich Sie mit meiner Frage behelligen kann, Herr Staatsanwalt, und bin schon darauf vorbereitet, daß Sie mir eine Antwort verweigern. Sie werden begreifen, daß ich für die Affäre Korn Interesse habe. Herr Kühlitz hatte keine näheren Verwandten. Ich bin ber einzige Mensch gewesen, der ihm wirklich nahe stand und fühle

Die Pressestelle beim Polizeipräsidium unterrich- :ete die Zeitungen über die neuen Aufklärungen in ?er Mordsache Kühlitz. Mittwochs brachten die Abendblätter ausgedehnte Schilderungen, die den knappen amtlichen Text wirkungsvoll ergänzten. Koßmann, der alle Veröffentlichungen darüber mit Spannung verfolgte, war erschüttert, von der neuen Verschlechterung der Lage des Verhafteten zu lesen. Er hatte das kaum bezwingbare Bedürfnis, dem Ranne irgendwie zu helfen.

Zu einem Rechtsanwalt gehen? Der erste Impuls trieb ihn dazu Aber das mußte notwendia zu Konflikten führen. Der Anwalt würde zweifellos fragen, warum ber Fabrikbesitzer Koßmann sich für einen Verbrecher verwenbe, ber außerdem in drin­gendem Verdacht stand, der Mörder seines Freundes iU sein. Eine Erklärung dafür wäre unmöglich. Wei­ter würde die Anklagebehörde Neugier und Inter­esse zeigen. Mit eigenen Mitteln konnte Korn keinen Anwalt bezahlen. Also würde man einen in die Affäre verwickelten Dritten vermuten und suchen.

fließend und afauhroürbig hervor.

1Ich begreife, Herr Koßmann."

Wie steht die Angelegenheit jetzt? Sind die Be­richt« In den Zeitungen zutreffend?"

ten schieben. Die Ergebnisse: 1 $ bin i

Zehnkampfmeisterschaft > heute

... ihWti(

Übung, Reck; Kür: desgleichen): 1- Flieger Will ||M m ber Stabe! (Konstanz/WL.) 197,3 Punkte (19,8, 19, 19,8, k^rt mie

19,8, 19,5, 19,9, 19,8, 19,8, 19,9, 20); 2.' Feldwebel |Mer n0, Karl Stadel (Ettlingen/WH.) 197,1 Punkte (19,7 1

des Sturmes uni) das zu lange Zögern lassen Tor­gelegenheiten ungenützt vorübergehen. Das Bild ändert sich epst, als die VsB.er das Spiel mehr auf die rechte Sturmseite verlegen. Hier ist es Ehmann, der immer wieder durch sein ziellstrebendes Spiel Verwirrung in die Hintermannschaften bringt. Zwei glänzende Paraden von Knauß, der in dem einen Falle Koch den Ball vom Fuß nimmt, zeigen die weitere Gefährlichkeit der 1900er. Als der Links­außen des Platzoereins zur Mitte flankt und Goß den Ball verfehlt, schießt Ehmann zur Führung ein. Hieran ändert sich bis zur Halbzeit nichts mehr. Nach Wiederbeginn sind sich die Mannschaften im Feldspiel gleichwertig. Dabei fällt besonders auf, daß die 1900er ihr Spiel zu sehr auf Luther ver- legen, der von Fleischhauer gut bewacht wird und nie richtig zur Entfaltung kommt. Ein Spieler des VfB. muß jetzt den Platz verlassen. Die 10 VsB.er kämpfen nun mit allem Einsatz. Heß schießt an den Pfosten, und als Ehmann den Ball an die Innen­kante jagt und der Tormann sich um die eigene Achse dreht und so den Ball wieder vor die Linie befördert, ist ein wetteres Tor fällig. Dieses wird sedoch nicht gegeben. Nachdem Ehmann nach einem Alleingang den Ball an den Pfosten schießt, ist für die VfB.er ihre Angriffskraft aebrochen. Sie ver­legen sich auf das Halten des Resultats, ohne je­doch verhindern zu können, baß Kraft II den Aus­gleich erzielt.

Gportgemeinde Steinbach.

Am vergangenen Sonntag hielt die Sportge­meinde Steinbach bei Mitglied Otto Hahn ihre Jahresgeneraloersammlung ab. Dereinsführer Pg. Simon betonte, daß in der Sportgemeinde im abgelaufenen Jahr ein weiterer Aufstieg zu ver­zeichnen war. Besonders sei ber am 8. September 1940 durchgeführte Orts-Turn- und Sporttag eirt ?;roßer Erfolg gewesen. Er gedachte ber im Felde tehenden Mitglieder, die alle mit Weihnachtspäck­chen beschenkt werden konnten. Weiter gedachte er der im Jahre 1940 verstorbenen Mitglieder. Die einzelnen Fachsckaftsleiter legten dann Rechenschaft über die im verflossenen Jahr geleistete Arbeit und die errungenen Erfolge ab. Die Schützenabteilung errang mehrere Siege und steht im Gau an sechster Stelle. In der Fachschaft, Leichtathletik konnten ebenfalls zahlreiche Siege 'verbucht werden.. Die Fußballabteilung errang die Kriegserinnerungs­plakette 1940 ber Kreisklasse. In den jetzigen Spie­len um die Kriegsmeisterschaft 1940/41 sind die Meisterschaftsaussichten noch nicht vergeben. Zu er­wähnen ist hier, daß die Fußballmannschaft die einzige Mannschaft der Kreisklasse in der Um­gebung ist, die ihren «Spielbetrieb hn abgelaufenen Jahr immer aufrechterhalten hat. Danach gab der Kassenleiter einen Bericht über die Kassenoerhält- hältnisse; ebenso der Zeugwart über die dem Ser­

bas Rennen bes Siegers Josef Iennewein, ber fast die ganze Sttecke in Hockstellung bewältigte und ir geradezu atemberaubendem Tempo die Schußfahn hinter sich brachte. Kurz vor dem Ziel wurde Änne, wein vom Krampf im rechten Bein befallen, so daß er nach seinem Sieg nicht mehr laufen konnte uni: gestützt werden mußte. Dor Italiener Lacedelli kam bet der Schußfahrt zu Fall, der Japaner Sugo- roara flog gar mit einem mächtigen Salto ins Ziel. Den Finnen Penttilä legte es gleich dreimal um, und auf dem unteren Teil ber Strecke war bie verlorene Zeit nicht mehr aufzuholen. Pech hatten bei den Frauen Rosemarie Proxauf und auch die Schweizerin Boulaz, die beide bas Gleichqe-

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gerächt wird."

Natürlich, ich meine das ohne besondere Absicht. Eine letzte Frage noch. Wann ist mit der Verhalt- hing gegen Korn zu rechnen?"

Sicher in der nächsten Schwurgerichtsperiode, also zwischen dem ersten und fünften August. Die Ermittlungen sind soweit abgeschlossen."

Koßmann ftatjb auf, dankte für die erhaltenem Auskünfte und verabschiedete sich. Draußen auf beim Korridor mußte er sich einen Augenblick auf eine Fensterbank stützen. Er fühlte Schwäche in dem Knien und etwas Schwindclgefühl. Wie ein Be­trunkener ging er durch den langen Gang unbi stieg nur mit Mühe die Treppe hinunter. Zu ir- ,, genbeiner Art Tätigkeit konnte er sich nicht >nt-, schließen und hatte regelrechte «Scheu, nur m!8 jemanden geschäftliche Gespräche zu führen. 6t: suchte deshalb das nächste Restaurant auf uni» saß zum erstenmal seit vielen Jahren am Vormit­tag, während seiner Hauptarbeitszeit, in einem Lokal, ohne auch nur einen Gedanken an fein Un­ternehmen zu verschwenden.

Zwei Stunden später verspürte er Hunger unhe in dem gleichen Restaurant. Die Speisen batte« keinen Geschmack. Er kaute lange darauf peruim und würgte sie mühsam hinunter. Dazu verbrauchte er eine Menge Getränke. Mit einem Kognak uni» einer Tasse Jffaffee half er sich schließlich wieder einigermaßen auf bie Beine und fuhr zur Sabri" hinaus. Dort wartete eine Menge Post auf ihn. Der Direktor hatte wieberholt nach ihm gefragi- Don verschiedenen Stellen war er angerufen wor­den, darunter dringend von einer Behörde. $c vernahm den Bericht feiner Sekretärin interesse­los und hatte als einzige Antwort nur bie Ver­sicherung, daß er scheußliche Kopfschmerzen habe und nicht imstande fei, einen klaren Gedanken 3®

Strafkammer Gießen.

Am Sonntag, 15. September v. I., unternahm der H. D. in Großen-Buseck mit feinem Personen­kraftwagen eine Fahrt von Großen-Buseck aus in Richtung Grünberg, die ein tragisches Ende fand. Beim Einfahren in eine unübersichtliche Linkskurve in Reichskircken verlor D. die Herrschaft über seinen Wagen, prallte an einen Torpfosten und fügte hier­bei zwei Kindern schwere Verletzungen zu, die den Tod der beiden Kinder zur Folge hatten. Der An­klagevertreter beantragte eine Gefängnisstrafe von fünf Monaten. Der Angeklagte wurde wegen der fahrlässigen Tötung in Tateinheit mit einer lieber« tretung ber Reichsstraßenverkehrsorbnung zu einer Gefängnisstrafe von brei Monaten verurteilt. In ber Urteilsbegrünbuna wurde ausge« ührt, daß zwar unglückliche Umstände bei dem Un- aUt mitgespielt Hütten, daß aber der Angeklagte )as Tempo (35 Kilometer) hätte verringern müssen, zumal er sehr weit rechts gefahren fei. Der Ange­klagte habe auch gewußt, daß fein Wagen, beson­ders hinsichtlich ber Bereifung, nicht mehr ganz zuverlässig war.