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1.12.1941
 
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Montag. 1- Dezember 19«

M. Jahrgang Ur. 285

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Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen SS>

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Der Vertreter des Landbundes, Abgeordneter P i l p p u l a , hob hervor, wie Finnland in seinem Derteidigungskampf 1939/40 allein stand und auch nach dem Moskauer Zwangsfrieden allein blieb, wie die sowjetische Wühlarbeit im Sommer 1940 Be­sorgnis für die Zukunft im Lande erweckte und wie dann die Nachricht von der deutsch-finnischen Tran­sitabmachung in Finnland allgemein mit dem Ge­fühl der Erleichterung ausgenommen worden fei. Darin hätte man das' Dorschen gesehen, daß der kommende Kampf nicht mehr von Finnland allein getragen zu werden brauche. Der Redner sprach darauf im Namen seiner Fraktion die Hoffnung aus, daß die Regierung entschlossen dafür Sorge tragen werde, daß die Opfer, die das finnische Volk gebracht habe und die die Armee auch in Karelien gebracht habe, nicht vergebens gewesen feien.

Der Vertreter der Sammlungspartei, der Abge­ordnete P e n n a n e n, brachte zum Ausdruck, daß es eine Pflichtvergessenheit gegen die für die Si­cherheit Finnlands Gefallenen sein würde, wenn man auf Grund irgendeines Druckes oder einer Drohung jetzt von dem teuer erkauften Sieg zurück- rete oder mitten im Kampf um das Ziel halt- machte. Auch er sprach im Namen seiner Fraktion der Regierung Zustimmung und Vertrauen aus.

Der Vertreter der vaterländischen Dolkspartei, der Abgeordnete He in io e, wies besonders auf die erleichterten Derteidigungsmöglichkeiten hin, die jetzt

Ostfront die Sowjets aus ihren Stellungen und zwangenfieaufder ganzenBreite der Angriffsfront zum Rückzug. Die Bolsche- .Fl < i 1 V <. V ... V .. .Xf X > C M4 t aXavii im

jeqen einen vielfach überlegenen Feind anzutreten.

Wenn von den Siedlern in Aethiopien die

Berlin, -------------- .

chem Angriff warfen am 29.11. die Truppen eines deutschen Armeekorps im mittleren Abschnitt der

H e l s i n k i, 30. November. (DNB.) Der finnische Reichstag trat am Samstag zu einer Vollsitzung zu­sammen, in der Ministerpäsident Rangell fest­stellte, daß die im Moskauer Frieden abgetretenen Gebiete in der Hauptsache bereits zurückerobert seien, und daß die Kriegshandlungen allem auf die Garantierung der Sicherheit des Landes abzielten. Nach einem Hinweis auf die Antwort Finnlands auf die Aufforderungen zur Kriegsbeendigung sei­tens gewisser Großmächte hob der Ministerpräsident die Angriffsvorbereitungen der Sowjetunion an der finnischen Grenze hervor, als deren wirksame Ab­wehr nur eine militärische Besetzung der Gebiete jenseits der Grenzen durch Finnland in Frage kom­men könne. Wieweit diese Besetzung ausgedehnt werden müsse, werde durch militärische Gesichts- punkte bestimmt. Rangell stellte weiter fest daß die Bevölkerung Ostkareliens ein Teil des finnischen Volkes sei und daß die Sicherheitsgarantie für Finn­land in vollem Maße auch auf die Ostkarelier An­wendung finde. t .

Der Ministerpräsident betonte dann das klare und gerade, auf gemeinsame militärische Interessen und die Waffenbrüderschaft begründete Verh.altniS zu Deutschland und wies auf die Verbunden­heit der beiden Länder in wirtschaftlicher Hinsicht hin Der Beitritt Finnlands zum Antikommtern- pakt sei auf einen bereits lange vorhandenen klaren grundsätzlichen Standpunkt zurückzuführen.

Dann gab der Ministerpräsident vier Gesetzes- Vorschläge bekannt. Der erste sieht vor, daß das Gebiet, das von Finnland im Moskauer Frieden vom 12 März 1940 an di'e Sowjetunion abgetreten wurde, wieder der Oberhoheit Finn­lands unterstellt wird, und daß die Verbind­lichkeiten, die Finnland im gleichen Friedensoer- trag hinsichtlich H a n g ö s eingegangen war, als nichtig erklärt werden. Der zweite steht eine Re­gelung der Staatsangehörigkeit für gewisse Ein­wohner des mit Finnland wieder vereinigten Ge­bietes vor. Der dritte betrifft die Militärverwaltung in dem mit dem Reich vereinigten Gebiet. Der vierte bezieht sich auf die Wiederherstellung von Eigentumsrechten in dem mit Finnland wiederver­einigten Gebiet.

Für die Sozialdemokraten, die größte Partei Finnlands, bezeichnete der Abgeordnete D o i o n - maa den Moskauer Frieden als einen Zwangs-

Oie Staatsoberhäupter der Antttominternmächte erwidern die Glückwünsche des Führers.

Berlin, 30.Koo. (DBB.) Die Slaalsoberhäup- (er der Im Anlikominlernpakt zufammengeschlosienen Staaten sowie der Duce und der Slaalsches Ru­mäniens haben die Glückwünsche, die der Führer ihnen aus Anlaß der Unterzeichnung des Proto­kolls über die Bertängerung des Abkommens gegen die kommunistische Internationale und des Bei­tritts weiterer sieben Staaten übermittelt halte, m i t Dank- und Glückwunschtelegrammen erwidert. Zugleich haben die Außenminister von Japan und Mandschukuo sowie der Minister des Auswärtigen der chinesischen Kattonaltcgierung die Ihnen aus dem gleichen Anlaß von dem Reichs- Minister des Auswärtigen von Ribbentrop über­mittelten Glückwünsche mit Dank- und Glückwunsch­telegrammen beantwortet.

Flug über das Kampsgelände von Wjasma

Rom, 30. November 1941.

Das Geschick von G o n d a r hat sich erfüllt. Man 2nn ohne weiteres eine "italienische Formulierung bernehmen, die besagt, Gondar sei weder gewichen, och sei es gefallen. Wenn das letzte Bollwerk Jta- ;ens im Raum seines ostafrikanischen Imperiums m vollen Glanz kriegerischen Ruhmes die letzten iom Kampf zermürbten Waffen strecken muß, so rollzieht sich nur eine weitere Entwicklungsphase, ober kein Ende. Denn es ist undenkbar, daß ein Land, das soviel italienisches Blut getrunken hat, oie Aethiopien, jemals aufhören könnte, ein Stück litaliens zu sein. Bon einem großen Italiener des Nittelalters ist in seiner Jugend einmal gesagt □neben:Es geht nicht an, daß ein Sohn, um den Dviel Tränen vergossen worden sind, verlorengeht." Wieviel mehr muß dies dann von einem Lande (eiten, um das so viele Tränen geflossen sind, weil Jo viele der besten Söhne Italiens dort ihr Leben

Finnlands Kampf um Sicherheit uni) Freiheit.

Sitzung des finnischen Reichstags. - Sämtliche Parteien billigen den Regiernngsknrs

herausgegriffen aus einem Dutzend solcher Namen, von denen jeder für sich die Äeiche Ehre in An­spruch nehmen kann, sind die Namen geschichtlicher Stätten für jeden Italiener geworden, lind untrenn­bar von diesen Namen bleibt die Ueberzeugung: Das ist das Ende nichtl

Das ist das Ende nicht!

Von unserem M. P.-Korrespondenten.

Hebe gewesen ist, so waren die Symbole, unter tonen man ihrer gedachte, immer zwei: Spaten Znd Gewehr. Wie die Truppen, die 1935 gegen ton Negus vorrückten und das Gewehr aus der -Hand legten, um die Straßen zu bauen, auf denen ,icht nur die erobernden Heere, sondern auch Kultur mb Wohlstand hinter ihnen in bas Land einziehen eilten, so warfen die Siedler den Spaten zur Seite, ils es galt, wieder mit dem Gewehr in der Hand tos Land gegen England zu verteidigen. Es gibt m Italienischen kein Wort, das dem deutschen Ausdruck vomWehr bauern" entspricht: aber Tenn man irgendjemand klarmachen will, was der Begriff des Wehrbauern bedeutet, so braucht man iur diese italienischen Siedler aus Aethiopien zu neirnen. Wie der Feind, maßlos überlegen an Mit- !eln, von Anfang an unterstützt von angeworbenen Scharen von Wüstenräubern, gedeckt durch den um Unterbrochen über See heranströmenden Nachschub, vorsichtig tastend in das neue Land vorrückte, packte tor Bauer die wichtigste Habe, Frau und Kinder Huf und schickte sie in das Landesinnere, während r selber zur Waffe griff, Stellungen baute, Lebens­mittel, Munition und Kriegsgeräte verteilte, um Den Feinden so lange und so wirkungsvoll wie mög­lich entgegenzutreten.

Daß der Ausgang des Ganzen nur eine Zeitfrage war, konnte keinem dieser Männer unklar fern; müh er oder später mußte der Tag kommen, an dem 1 die komplizierten technischen Geräte der modernen Kriegführung durch Abnutzung und Einfluß einer unbarmherzigen Witterung eines nach dem anderen , unbrauchbar wurden. Und für das Gewehr des Sol­daten von heute genügt nicht mehr das Pulver- horn und die Kugelform aus Stein, dieses Gewehr fordert eine bestimmte Patrone mit einem hochwer- Ligen, durch den Einfluß von Hitze und Feuchtigkeit gefährdeten Spezialpuloer: von Geschützen, von ihrer Munition, von Maschinenwaffen, von Panzer- wagen und den motorisierten Hilfsmitteln des neu­zeitlichen Krieges ganz zu schweigen.

Es fielen eine nach der der anderen der Ha- re n st ädte in die Hand der Engländer, jene Ha­fenstädte. die die letzte entfernte Hoffnung eines gelegentlich den Nachstellungen des Feindes ent- rlohenen Nachschubdampfers bedeutet hätten. Eigent­lich mar das schon der Anfang vom Ende. Die Un- ter fee boote, die bis dahin einen verzweifelten und keineswegs erfolglosen Kleinkrieg im Roten Meer geführt hatten, hatten nur noch die Wahl, sich selbst zu versenken oder den aussichtslos erschei­nenden Fluchtversuch um das Kap der Guten nof^- nung herum nach Italien zu unternehmen. Auch hier'wieder fiel die Wahl der verantwortlichen Man­ner auf den schwierigeren Weg, auf den der größe­ren Entbehrungen und der schwereren Opfer. Und wie das Glück sein Bündnis mit dem Starken uno Ehrlichen noch nie verleugnet hat. so hielt es auch Bu diesem winzige Aussichten bietenden Entschluß. Nach monatelanger Fahrt erreichten sie die Hafen Der Heimat, und Kommandanten und Besatzungen konnten die ihnen anverttauten Waffen zu weiterer Bermendung wieder an das Vaterland abliefern.

In abenteuerlicher Flucht verließen bann auch Die Verkehrsflugzeuge den unhaltbar ge­wordenen Posten. Von Sturm und Unwetter ver­schlagen, auseinandergerissen, jedes Flugzeug nur auf sich allein gestellt, fiel doch keines von ihnen in die Hand der Engländer. Und man wird im Italic- Nischen Volk die Achtung vor dem Geist dieser Flie­der nicht vergessen, die die Kameradschaft bet dies r Belegenheit gezeigt haben.

Und damit, daß man dem Feind wertvolle Beute sntzog. erlosch auch einer der Wege, die nach der Heimat führten, nach dem anderen. Die Verluste, d man dem Engländer in einem erbitterten Snemrrteg immer wieder zu fügte, wurden von englischen uno nordamerikanischen Schiffen, die nun fast uugestori das Rote Meer ansteuern konnten, in kürzester fleit ausgeglichen: aber jedes Geschütz, das aus ttalieiy ischer Seite ausfiel, jeder Lastwagen, der zerbrach, liebe kostbare Patrone, die verschossen wurde, war endgültig dahin. Aus der Heimat kam nichts menr. weil nichts mehr kommen konnte. Jeder Mann, oe fiel oder verwundet wurde, so daß er nicht mey Sn die Front zurückkehren konnte, hinterließ eine Ducke, die nicht wieder zu schließen war. \

Die ungeheure Weite, die Räume, an die man in

England als Juniorpartner.

Als Anfang dieses Jahres in den Vereinigten Staaten das .Lendlease-Gesetz (das Pacht-Leihge- setz) erörtert wurde, erhob sich natürlich auch die Frage, welches die britische Gegenleistung für die nordamerikanischen Geschenke sein würde. Wenn Kriegsmaterialienverpachtet" oderver­liehen" werden, so kann es sich dem Begriff nach nur um solche Gegenstände handeln, die nur b e - üutzt, nicht aber verbraucht werden, also etwa um Geschütze, Maschinengewehre, Knegsfahr- zeuge zu Lande, zu Wasser und in der Lust, aber nicht um Munition. Man hat nie darüber etwas gehört, daß ausführliche Listen darüber ausgestellt worden seien, was als geliehenes und was als zum Verbrauch hingegebenes Kriegsgerät anzusehen sei. Man war sich daher von vornherein kaum irgendwo im Zweifel darüber, daß die Form desVerleihens" nur ein Trick fei, um die peinliche Frage der Be­zahlung auszuschalten. Für sehr genaue Rechner wurde hinzugefügt: das besondere Opfer, das Groß­britannien durch den Einsatz von Blut und Leben seiner Menschen auf sich nehme, werde durch die lethweise Ueberlassung nordamerikanischen Kriegs­geräts abgegolten. In Wirklichkeit aber sollte das Entgelt auf ganz anderem Gebiet gesucht werden: nämlich in der Ueberantroortung von militärischen, politischen und wirtschaftlichen M a ch t p o s i t i o - nen an die amerikanische Union. Immer deutlicher enthüllte sich das Ziel des ehrgeizigen amerikani­schen Präsidenten Roosevelt: Großbritannien in sei­ner führenden Position zu beerben und das Insel- reich bei der Ausübung der angelsächsischen Welt­macht auf die Rolle einesJuniorpartners" zu ver­weisen.

Man muß es den maßgebenden Männern in Wa­shington lassen, daß sie die Katze erst ganz allmäh- lich aus dem Sack gelassen haben. Das geeignete Stichwort schien: Erwerb von Schlüsselstellungen, um die angeblichbedrohte" Neue Welt gegen einen Angriff der autoritären Länder zu verteidigen Wenn man sich erstaunt fragt, wie ein solcher Schwindel allen schlagenden Gegenargumenten zum Trotz so lange lebendig bleiben kann, so ist darauf nur zu antworten, daß ohne eine solche wahrheits­widrige Konstruktion die wahren Pläne Washing­tons allzu früh und allzu deutlich zutage getreten wären. Jetzt hat eine nordamerikanische Zeitschrift News Week" die wahren Absichten offen enthüllt. Das Blatt glaubt, Großbritannien sei bereite so fest an die amerikanische Hilfe gebunden, daß es ein Zurück nicht mehr geben könne, und daß die Union ihre Hände auch nach solchen Posiitionen ausstrecken dürfe, die mit der Verteidigung der westlichen Hemi­sphäre gegen einen etwaigen Angriff der Achsen­mächte offenbar nicht das Geringste zu tun haben. Es ist recht interessant, die einzelnenBedin­gungen" näher zu betrachten, unter denen nach dieser Zeitschrift Washington bereit wäre, das geltende Pacht- und Leihgesetz zu verlängern.

Zunächst wird eine Bedingung politischer Art ge­stellt: Großbritannien soll alle Stützpunkte zur Der- fügung stellen, die Washington als für den Schutz 1 der Neuen Welt geeignet ansehen könnte. Da sich ' die von Herrn Roosevelt geführte Neue Welt neuer- ° dings auch in Ostasienbedroht" fühlt, läßt sich i überhaupt keine britische Besitzung mehr den- - ken, die für die Pankees nicht erstrebenswert wäre.

Den Imperialisten in Washington bietet sich die

Italien nach Gewinnung des Imperiums so oft mit lachendem Herzen gedacht hatte, da sie ja Raum für immer neue Familien italienischer Siedler lie­fern sollte, auf lange Zeit, auf Generationen hin­aus, diese Weite wurde, je mehr die Zahl der mo­dernen Verkehrsmittel zusammenschrumpfte, umso mehr zum Bundesgenossen des Feindes. Und doch ging der Kampf weiter. Nicht nur damit, daß man sich verteidigte, wenn die örtlichen Verhältnisse am günstigsten waren: noch bis in die letzten Tage hinein kam es immer aufs neue zu jenen verwege­nen Unternehmungen, in denen mit dem letzten noch vorhandenen Material ausgerüstete bewegliche Einheiten weit in den vom Feind besetzten Raum vorstießen. Aber früher oder später schlug für jede dieser Wüstenfestungen die Stunde, in der die letzte Patrone in den Lauf geschoben wurde. Es kam die Stunde, in der der Herzog von Aosta in sei­nem ergreifenden Telegramm an den Duce die Not­wendigkeit mitteilte, auf seinem Frontabschnitt den sinnlos gewordenen und völlig aussichtslosen Kampf aufzugeben. Eine der Wüstensestungen der Italiener nach der anderen mußte dem Beispiel folgen: Amba Alatschi, Uolkefit und jetzt Gondar, Namen vor­unbekannter afrikanischer Plätze, nur zufällig

Eine interessante Luftaufnahme von der heftig umkämvften sowjetischen Stadt. Die Schornsteine der abgebrannten Holzhütten ragen aus der winterlichen Landschaft. Die wenigen vom Feuer verschonten massiven Steinbauten stehen gespensterhaft in der unendlichen Weite.

(PK.-Aufnähme: Kriegsberichter Kratzsch. iSch.j.)

geschaffen würden, und gleichzeitig auf die Rettung der außerhalb der Grenzen Finnlands lebenden fin- nischen Stammesbrüder vor dem Untergang in dem Meer des Slawentums. Dies bedeute, daß jetzt ein Reich geschaffen werden müsse, das in seinen Armen ganz Ostkarelien mit den dazugehörigen Gebieten einschlösse, wobei zugleich die strategischen Dertei­digungsmöglichkeiten Großfinnlands in Betracht zu ziehen feien.

Aufruf Mannerheims.

Der Oberbefehlhaber der finnischen Armee, Fsld- marschall M a n n e r h e i m, hat vor seiner Rück­kehr zur Armee, die er zur Beratung mit der Re­gierung in Helsinki verlassen hatte, an die finnischen Männer und Frauen, die den Kampf der Soldaten in schwierigen Verhältnissen durch ihre Arbeit und ihre Gedanken unterstützten, einen Ausruf gerichtet, in dem es heißt:Als das finnische Volk zum jetzigen Krieg gezwungen wurde, waren sich vielleicht nicht alle darüber völlig im klaren, daß unser Land sich in Todesgefahr befand. Jetzt, da die finnischen Männer mit eigenen Augen die ungeheuren Vorbereitungen gesehen haben, die der trüge­rische Nachbar, auf seine riesenhafte Uebermacht bauend, begonnen hatte, um uns gleichzeitig an unserer gesamten 1000 Kilometer langen Landes­grenze, nicht zu reden von der Weißmeerküste, zu überfallen,' zweifelt wohl niemand mehr daran, daß unser Land zum Untergang verurteilt worden wäre, wenn es sich nicht entschlossen zum Kampf gestellt hätte, bei dem es um unser Letztes geht. Es fehlt nicht mehr viel, daß wir unsere strategischen Aufgaben erreicht haben, nämlich dem Feinde die Mittel zu entreißen, die er sorgfältig vorbereitet Hot, uns zu vernichten und eine Grenze zu erreichen, die leichter zu verteidigen ist als irgendeine frühere Grenze Finnlands. Wir an der Front begreifen, daß wir und das Land einem strengen Winter mit Prüfungen und Entbehrungen entgegengehen. Aber wir wissen, daß die innere Haltung des finnischen Volkes und der Glaube an sich selbst sich jetzt wie immer bewähren werden. Die Welt und jedes Volk, das um feine Existenz kämpfen muß. werden uns verstehen. Wir fuhren keinen imperialistischen Krieg, sondern wir kämpfen für die Zukunft und die Sicherheit unseres Volkes."

frieden, den das Volk nicht anerkannt habe. Finn- land fei dann in einen neuen Krieg gezwunar- worden. Der Abgeordnete betonte den Vorteil, bi der Ansturm der deutschen Armeen gegen die Sow­jetunion dem tapferen finnischen Heere gebracht hätte und daß es möglich wurde, die geraubten Ge­biete dem Vaterlands wieder zurückzugewinnen. Es wäre unmenschlich und unnational, wenn man bei dieser Gelegenheit die finnischen O st k a r e l i e r vergäße, die jahrhundertelang in Knechtschaft und Finsternis gelebt hätten. Der Abgeordnete wies auf die völkische, kulturelle und geographische Ver­bundenheit Ostkareliens mit Finnland hin und auf die Gewährung der nationalen Selbstverwaltung Ostkareliens im Dorpater Frieden, der von den Bol­schewisten nicht eingehalten worden sei. Der Redner gab unter dem Beifall des Hauses im Namen seiner Fraktion die Zustimmung zu den Gesetzesoor-

kelassen haben!

1890 zogen die Italiener in Adua ein, um 1896

Adua in den Bergen von den gewaltig über­legenen Heeren Kaiser Meneliks in der Entschei- jungsschlacht geschlagen zu werden 1935 wehte zum weitenmal Italiens Flagge über dieser Stadt, die lurd) die Niederlage von 1896 zu einem Symbol des italienischen Anspruchs auf Aethiopien geworden rar. Um Aethiopien hat das italienische Volk die Sanktionen der Genfer Liga ertragen: in Aethiopien fanden, als die große Auseinandersetzung mit Eng- anb anbrach, wieder Italiener auf verlorenem -tosten, abgetrennt von der Heimat, um wieder