Kampf mit S2-Tonnen-Panzer
LebhastesZntereffe am erstenAleffelag in Leipzig
ig (tat* Haupt-
Aus aller Wett
I über- ier Ge
genbrachte. Das stille Heldentum der Ausländsdeutschen in Polen, die Arroganz der leitenden Männer Polens und vor allem die bestialischen Grausamkeiten eines systematisch verhetzten Untermenschentums hinterließen einen tiefen Eindruck, der noch durch das Bewußtsein verstärkt wurde, daß es sich nicht etwa um einen Tendenzsilm, sondern um Wirklichkeit aus unseren Tagen handelt. So galt denn auch der lebhafte Beifall nicht nur den hervorragenden künstlerischen Leistungen von Paula Wessely, Peter Petersen, Attila Hörbiger und Gustav Ucicky, sondern in mindestens gleichem Maße den Polendeutschen und ihrer glühenden Vaterlandsliebe.
Viel begehrt sind Tafelgeschirr und figürliches Porzellan. Auch Glas- und Steingutwaren erfreuen sich einer sehr guten Nachfrage. Das gleiche gilt für Galanteriewaren, vornehmlich Geschenk- artikel für Weihnachten.
Bei Edelmetallen und Schmucksachen übersteigt die Nachfrage das Angebot. Die Auftrage können nur mit Vorbehalt angenommen werden. Lebhafter Verkehr herrscht auf der Textil- und Bekleidungsmesse. Besonders verlangt werden Strümpfe, Wollstoffe, Druck-, und Dekorationsstoffe, Trachtenkleidung, Strick- und Wirkwaren sowie Damen- und Herrenoberkleidung. Auf der Le- derwarenmesse erregten neue hochwertige Lederwaren für Bürobedarf und kostbare Werbegeschenke für den Friedensbedarf die Aufmerksamkeit. Die Rundfunkexportmu st erschau wurde durch Ministerialdirigent Bernd eröffnet, der auf die Bedeutung des Rundfunks im Kriege als Kampfmittel um die Meinungsbildung in der Welt und als Mittel der Verbindung zwischen Front und Helmat hinwies und feststellte, daß die Schau ein Beweis für die außerordentliche Leistungsfähigkeit der deutschen Rundfunkindustrie sei.
Im Osten fiel als Oberleutnant ujib Kompanie- , chef in einem motorisierten Infanterieregiment der / Ministerialdirigent und Leiter der Abteilung für körperliche Erziehung der Jugend im Reichsministe- rium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, : Dr. Georg Us adel, M.d.R. »33 war er von . । Kultusminister Rust von seiner Stellung als Ge- : bietsführer Ostland der HI. als Referent für die : Reform des höheren Schulwesens in das Preußische > Kultusministerium berufen worden.
R ü b e l, zu sechs Jahren Zuchthaus, acht Jahren Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht. Durch einen klaren Indizienbeweis fonnwii dem Angeklagten zehn strafbare Handlungen nachgewiesen werden, die zum größten Teil in Amtsunterschlagung, Urkundenfälschung, fortgesetztem Diebstahl, fortgesetzter schwerer Sachbeschädigung und unbefugter Titelführung bestanden. Bei der Urteilsfindung fiel erschwerend ins Gewicht, daß das Landesmuseum um unersetzliche Werte geschädigt wurde. Der Gesamtschaden betrug, abgesehen davon, daß viele Stücke nicht wieder herbeigeschafft werden konnten, rund 129 000 RM. Der Angeklagte hatte große Mengen von Büchern, Plastiken, Gemälden und anderen Kunstgegenständen beiseite gebracht. Die Beweggründe seines Handelns waren in dem ihm angeborenen Hang zum Stehlen und in seiner Oeldsucht zu suchen, die ihn zu seinem hochstaplerischen, luxuriösen Leben verhelfen sollten. Nach und nach hatte der Angeklagte gute Beziehungen zu verschiedenen Antiquaristen bekommen, denen er bald ein guter Lieferant wurde. Radierungen von Rembrandt und Kupferstiche von Dürer bevorzugte der unredliche Angeklagte besonders. Vom November 1936 bis zum Sommer 1939 hatte er darum viele dieser wertvollen Arbeiten in seine Wohnung gebracht, in der bei seiner Verhaftung noch zwölf Exemplare vorgefunden wurden. Alle anderen
Abschluß des Schachturniers in Trentfchin-Teplitz.
Im Internationalen Schachturnier in Trentfchin- Teplitz wurde die letzte Runde gespielt. Das größte Interesse wandte sich dem Spiel des bisher noch immer unbesiegten F o l t y s gegen Opocensky zu, das jedoch unentschieden endete. Auch das zweite Spiel Szilly gegen Milan war spannend, da Szilly um den zweiten Platz rang. Er konnte ihn besetzen, weil auch dieses Spiel mit einem Remis endete. Auch die übrigen Spiele endeten fast durchweg unentschieden. Den 1. Preis errang Foltys (Protektorat) mit 10 Punkten, den L Szilly. (Un«
Eröffnung
der 9. internationalen Filmschau.
Venedig, 1. September. (DNB.-Frmkspruch.) Die 9. internationale Filmschau wurde am Sonntagabend in dem grüßten Lichtspielhaus San Marco mit dc§ Uraufführung des deutschen Spitzenfilms „Heimkehr" in Anwesenheit des italienischen MinDrrs für Volksbildung, Pasolini. eröffnet
garn) mit 7 Punkten, den 3., 4. und 5. Preis teilten ich Rohacek (Slowakei), Potucek (Slowakei) und Fuester (Ungarn) mit je 6^ Punkten. Der 6. Preis iel Saernisch (Deutschland) mit 6 Punkten zu, dann folgte Opocensky (Protektorat) mit 5, Hucl (Slowakei) und Hrabar (Kroatien) mit 4VA, Ahues (Deutschland) mit 4, Milan (Slowakei) mit 3 und Dr. Mayer (Deutschland) mit 2A Punkten.
Die Berliner Philharmoniker in Brüssel.
Vor Angehörigen der deutschen Wehrmacht, deutschen Rotkreuzschwestern und Mitgliedern der deutschen Kolonie in Brüssel begannen die Berliner Philharmoniker im Rahmen der Truppenbetreuung mit einem Gastspiel, das in den nächsten Tagen in Paris mit vier Konzerten — davon zwei für die Oeffentlichkeit und zwei für Angehörige der Wehrmacht — fortgesetzt werden wird. Unter der temperamentvollen Leitung von Generalmusikdirektor Eugen Jochum gaben die Berliner Philharmoniker im großen Konzertsaal des Palastes der Schönen Künste in Brüssel mit einem Programm ernster und heiterer deutscher Musik erneut eine Probe ihres Könnens. •
Weimar-Tage deutscher Dichter.
An Stelle eines Dichterpreises, wie ihn eine Reihe größerer deutscher Städte alljährlich verleiht, hat die Stadt Weimar mehrere deutsche Dichter eingeladen, in aller Muße, abseits von großen Veranstaltungen, die sonst bei solchen Treffen üblich sind, Tage innerer Bereicherung und Sammlung zu erleben. Der Einladung zu den ersten Weimar-Tagen sind Friedrich Bischoff, Friedrich B od euren th, Robert Hohlbaum, Herbert von Koerner, Friedrich Schnack und Hermann Stahl gefolgt. Nach einer Kranzniederlegung in der Fürsterigruft und einem Empfang bei Reichsstatthalter Sauckel hatten die Dichter Gelegenheit, sich völlig zwanglos in die Kulturschätze Weimars zu vertiefen. Geführt wurden sie von Professor Dr. Wahl, Professor Dr. Scheidemantel, Professor Dr. h. c. Peter Raabe (Liszt-Museum), Professor Dr. Lilienfein und Major Oehler (Nietzsche-Archiv). Abgeschlossen wurden die ersten Weimartage deutscher Dichter, die alljährlich ftatt'finden sollen, mit einem Goethe-Gedenken am 28. August, dem Geburtstag des Dichters.
Derkvolle Bücher sehr gefragt.
Bei einer Hamburger Versteigerung erzielten Bücher: Erst- und Vorzugsausgaben, illustrierte Bücher, Mappen mit Entwürfen bekannter Künstler hohe Preise. Mit 1050 RM. wurden die Werke des großen Königs, illustriert von Menzel, zusammen 13 Bände, bezahlt, fast das Doppelte der Schätzung erreichte mit 280 RM. Kuglers „Geschichte Friedrichs des Großen", illustriert ebenfalls von Menzel, 1840, in grünem Saffianband. Unter den Goethe-Ausgaben erbrachte den besten Preis der 2. Teil des Faust mit Radierungen und Lithos von Sleoogt (750 RM.), Berlin 1927
Sechs Jahre Zuchthaus für den ungetreuen Bibliothekar.
Nach wochenlanger Verhandlung verurteilte die Strafkammer in Münster den ehemaligen Bibliothekar des Landesmuseums in Münster, Siegfried
Bewußtsein meiner Ehre die Verpflichtung nommen habe, Frankreichs Interesse vor o<
I m Osten, August 1941.
Zwei sowjetrussische Großpanzer hatten sich festgefahren. Auf der sandigen Straße, die diese Bezeichnung gar nicht verdient, ging es weder vor- noch rückwärts. Es waren große Stahlkolosse, 52-Tonner, mit einer Panzerung, die nur von größeren Kalibern durchschlagen werden konnte. Da tanden die fahrenden Festungen nun im Kiefernwald, und die schräge Sonne des scheidenden Tages überschüttete sie mit einem/ Feuerwerk von Licht und Schatten. ,
Der Vormarsch stockte an dieser Stelle. Die Panzer mußten weg, wenn nicht erhebliche Verzögerungen eintreten sollten. Und so wurden denn zwei Stoßtrupps einer Pionierkompanie aus Freiwilligen gebildet, die, da kein anderes Mittel zur Hand war, versuchen sollten, durch Sprengung die beiden 52-Tonner aus der Wegmitte „hinüber in den Wald zu rücken". Irgendwie, das wußten unsere Pioniere, würde auch dieser Panzer eine schwache Stelle haben: Man mußte nur herankommen, ganz nahe beim Panzer liegen, dann würde man schon erkunden können, wie der Stahlkoloß zu erledigen sei.
Und so pirschten sich links und rechts der Straße die Stoßtrupps im Dunkelwerden durch den hohen, dichten Kiefernwald. Zu ihrer Sicherung folgte ihnen auf der Straße ein deutscher Panzer. Plötzlich hob der Pionierleutnant die Hand und wies nach vorn auf die Straße: „Da stehen sie!" Alles ging in Deckung, lag mäuschenstill, wartete ab, was geschehen würde, und als die Sowjets sich nicht rührten, schlichen sich die Pioniere gegen die beiden 52-Tonner vor.
Da peitschte MG.-Feuer durch die Bäume. Die Bolschewisten hatten die Stoßtrupps bemerkt, und es war ein Glück, daß die dicken Stämme gute Deckung gaben, und daß man von Baum zu Baum springend näher an den Koloß herankonnte.
Als auf der Straße der deutsche Panzer eingriff, da wurde die Besatzung des sowjetrussischen Panzers von den Stoßtrupps abgelenkt. Im Kampf der beiden Panzer kamen die Pioniere immer dichter an den Sowjetrussen heran.
Jetzt konnte nur einer sein Glück versuchen, und
29. August 75 Jahre alt geworden wäre, veranstaltete die Hermann-Löns-Gesellschast in Hannover in Anwesenheit des Gauleiters Staatsrates und Oberpräsidenten Lauterbacher eine Feierstunde. Der (Bauleiter gab bekannt, daß die Stadt Hannover einen Löns-Preis gestiftet habe. Der Preis, der 5000 RM. betrage, und jeweils am Geburtstag des Dichters verkündet werde, solle deutschen Dichtern zuerkannt werden, die besondere Verdienste auf dem (Miete des landschaftlichen Schrifttums hätten. Der Preis gelte auch für entsprechende wissenschaftliche Arbeiten und für Werke, die im Lönsschen Sinne auf dem Gebiete der Kultur und der Heimatpflege von Schriftstellern an Zeitungen und Zeitschriften gegeben würben. Die Provinz Hannover habe sich bereit erklärt, ein Löns-Haus zu errichten, wo der jeweilige Preisträger die Möglichkeit habe, ein Jahr zu wohnen und inmitten der Heide Anregungen für neue Leistungen zu erhalten.
kehrs oder anderer Maßnahmen der Währungssicherheit und eine diesen technischen Wegen angepaßte Wirtschafts- und vor allem Preispolitik der europäischen Vertragspartner. Das ist die geforderte konstruktive Leistung, eine revolutionäre Umwäl-
diefer eine war ein Gefreiter der Panzerpioniere, der sich mit solchen fahrenden Festungen gut aus- kannte. Er ließ sich Ladung und Zünder geben und versuchte, sich dem Panzer von rückwärts zu nähern. Schlug also einen Bogen feindwärts, machte sich so klein wie möglich und kroch auf allen Vieren gegen die Straße vor. Die Ladung hatte der (Befreite im Walde liegen lassen, um zuerst einmal auf Erkundung zu gehen. Das Gebüsch war so dicht, daß er sich weit aus der Deckung herauswagen mußte, um feinen Angriffsplan festlegen zu können.
Und nun wurde die Ladung geholt. Fünfundzwanzig Meter vor dem Panzer hallen auf der Straße Schritte. Herum den Kopf: ein sowjetrussi- scher Schütze geht in gebückter Haltung auf der Straße entlang. Handgranate. Der Sowjetrusse sprang in den anderen Straßengraben, aber ob er etwas mitbekommen hatte, das konnte dem Gefreiten jetzt ganz gleich fein, denn nun drängte die Zeit! Zehn Meter vor dem Koloß machte er feine Ladung fertig, und da der Pionier bei solchen Unternehmungen immer auch ein wenig Glück haben muß, so gelang es dem Gefreiten, in den toten Winkel des Panzerturms zu kommen. Der Mann faßte die Ladung, sprang über einen Moraststreifen, stand dicht vor dem Koloß und schob nun mit einer geradezu bewundernswerten Ruhe dem Panzer die Ladung unter den hinteren überstehenden Turm. Zündung abgezogen und nun mit keuchenden Lungen in die Deckung zurück! Es hat nur einige Augenblicks gedauert, dann zerriß eine Detonation die Luft. Eine zwanzig Meter hohe Stichflamme loderte auf. Der Panzer brannte.
Das war das Signal für die Pioniere, rasch in den schützenden Wald hineinzulaufen, denn kaum waren sie 100 Meter vom Panzer entfernt, als die Munition des großen Sowjetrussen in die Luft ging. Stahlsplitter flogen durch die Luft. Dort, wo der Panzer gestanden hatte, gähnte ein großes Loch. Und da die Pioniere immer Helfer der anderen sind, so wurden die Trümmer von den Stoßtrupps schnell roeggeräumt, und eine Viertelstunde später jagten die Kolonnen vorbei. Der Vormarsch ging weiter.
Auf Einladung der slowakischen Regieruw tete Reichsminister Dr. Goebbels der ftabt der Slowakei, Preßburg, einen Besuch ab. Er nahm an der Eröffnung der Preßburger Donaumesse teil und stattete dem Präsidenten Dr. Tiso einen Besuch ab. Die mit dem Ministerpräsidenten Dr. Tuka, dem Führer der Deutschen Volksgruppe in der Slowakei, Staatssekretär Franz Karma- yn, sowie weiteren Persönlichkeiten geführten esprechungen verliefen im Geiste der herzlichen Freundschaft, die die beiden verbündeten Staaten miteinander verknüpft.
Leipzig, 31. Aug. (DNB.) Die Herbst-Reichsmesse in Leipzig wurde am Sonntag eröffnet. Der Bedarf übersteigt im Jnlandgeschäft sehr häufig die gegenwärtigen Liefermöglichkeiten. Die Kollektionen sind geschmackvoll, obwohl die (Sortimente nicht immer so reichhaltig wie früher gehalten sind. Man sieht unter dem Angebot auch Muster, die bereits für den kommenden Friedensbedarf gedacht find. Diel bemerkt werden auch die Kollekttvausstellungen der 19 fremden Volkswirtschaften.
Auf der Sportartikelmeffe sah man hübsche Modelle von Wintersportkleidern und Regenkleidung. Lebhaft begehrt sind Schlagbälle, Skier und Rucksäcke. Papier - und Schreib - waren hatten einen sehr guten Besuch. Interesse besteht für Bildkarten, Alben und Papierwäsche. Bücher wurden von der Schweiz und Südosteuropa in Auftrag gegeben. Auf der Spielwarenmesse interessierten neue Gesellschaftsspiele — und bei Musikinstrumenten Mund- und Handharmonikas sowie Zupf- und Streichinstrumente. Auf der Porzellanmesse sah man neue Plastiken. Allerdings sind die Fabriken voll beschäfttgt, so daß längere Lieferfristen ausbedungen werden müssen.
zung von weltweiter Tragweite.
Die Reichsmesse Leipzig bringt durch ihre Ueber- sicht über den europäischen Warenmarkt den unwiderleglichen Beweis, daß ein einheitliches Europa wirtschaftlich stärker ist als jeder andere wirtschaftliche Großraum. Außerhalb dieses Raumes stehende Kräfte werden niemals in der Lage fein, ihren Willen dem europäischen Kontinent aufzuzwingen. Ueberdies muß die Hebung der europäischen Wirtschaftskraft durch die Organisationsleistung des neuen Gesamtraumes zwangsläufig die Stellung Europas im Welthandel weiter verstärken. Dieser europäische Gemeinschaftsmarkt wird sowohl für den Absatz als auch für den Bezug der überseeischen, Länder wesentlich bedeutungsvoller sein, als Europa jemals in der Vergangenheit war. Kontinentaleuropa nehme von der Bruttoausfuhr der ganzen Welt an Nahrungsmitteln, Rohstoffen und Fertigwaren nicht weniger als ein Drittel auf. Die Vereinigten Staaten erreichen dagegen mit 6,1 Milliarden RM. nur ein Fünftel dieser Gesamtausfuhr. Es gelte festzuhalten, daß die Bildung des kontinentaleuropäischen Raumes nicht etwa darauf ausgehe, Großdeutschland mit einer zusätzlichen Reserve an Lebensrnitteln und Genußmitteln zu versehen, sondern, daß sie im ganzen die Entwicklung der produktiven Kräfte des gesamten europäischen Raumes zum Ziele habe. Die deutsche Reichsregierung -ist der Meinung, daß bester als alle Aufklärungen, Vorträge und Broschüren der Einblick in die deutschen Verhältnisse wirkt, die mit eigenen Augen gewonnene Überzeugung, daß der deutsche Weg, der zugunsten der Allgemeinheit auf gewisse individuelle, aus dem Besitz hervoraehenden Vorrechte verzichtet, der einzig mögliche Weg ist, um ohne Erschütterungen des wirtschaftlichen und kulturellen Lebens die Völker
Europas wirtschaftliche Stärke
Staatssekretär Gutterer spricht aus der Leipziger Messe.
daß es noch unbeftimmt fei, wann er eine neue Besprechung mit Nomura führen und wann er auf die Borschaft des japanischen Ministerpräsidenten Konoe antworten werde. Weiter gab Roosevelt bekannt, daß an der Spitze der USA.=Megation für Moskau Harriman stehen werde. Die Erörterung der Schiffsraum-Versorgung für die befreundeten Mächte in London würde John Big- gers übernehmen, da diese Frage wegen ihrer Wichtigkeit die dauernde Anwesenheit einer entsprechenden Persönlichkeit erfordere. Harriman werde später seinen Platz in London wieder übernehmen.
vie französische Irontkämpferlegion vor pätain.
Vichy, 31. Aug. (Europapreß.) Im Stadion von Vichy fand am Sonntag aus Anlaß des einjährigen Bestehens der Frontkämpfer! eg ion eine Kundgebung statt, bei der Marschall Pstain der Legion die neuen Fahnen überreichte. Es sei die Aufgabe der Legion, sagte der Marschall, die noch Zögernden heranzuführen und ihre Kritik zum Schweigen zu bringen. „Frankreich hat nur eine Regierung: die Regierung, die ich mit den von mir gewählten Mitarbeitern leite. Frankreich hat nur eine Politik: die Politik, für die ich im
k,. Hannover Der Film erfüllte durchaus di- hochgespannten Er-
öilt Oer OlOOl vaniWVCr. Wartungen, die man diesem, aus dem unmittelbaren
3m Gedenken an Hermann Lons, der am Zeitgeschehen heraus geborenen Kriegsfilm entge-
waren in ein Leipziger Antiquariat gewandert. So hatte der Angeklagte einmal für eine Reihe von Rembrandtradierungen 490 RM., im Mai 1937 für zwei weitere Rembrandtradierungen 1600 RM., einen Monat später für Stiche von Dürer und Rembrandt 3600 RM. und im August des gleichen Jahres für drei Holzschnitte von Dürer 1800 RM. erhalten. Seine Diebereien suchte er dadurch zu verdecken, daß er die Karteikarten zu diesen Kunstwerten vernichtete, bzw. aus den alten Erwerbsbüchern sogar einige Seiten herausriß. Mehrere Originale ersetzte er durch billige Drucke, auf deren Rückseite er in Schnörkelschrift die Anfangsbuchstaben namhafter französischer Maler setzte. Einem Leipziger Antiquitätenhändler hatte er erzählt,, die Kunstgegenstände stammten aus dem Besitz seines „gräflichen Großvaters". Um diese Behauptung zu untermauern, hatte der Angeklagte sich ein Siegel mit einer gräflichen Krone anfertigen lassen.
Doppeltes Zugunglück in der Schweiz.
Zwischen Lavorgo und (Biornico ist ein Güterzug, der von Erstfeld nach Bellinzona fuhr, aus noch unbekannter Ursache in übergroße Geschwindigkeit geraten und beim Tunnel, Biano Tondo entgleist. Sechs Wagen stürzten den Bergabhang hinunter, ein weiterer versperrte den Tunneleingang. Ein Bahnwärterhaus und eine Baracke in der Nähe gerieten in Brand und wurden vollständig zerstört. Drei Mann der Tunnelwache tarnen ums Leben. Ferner wurden ein Zugführer und ein Bremser getötet; ein zweiter Bremser wird vermißt. Die Lokomotive, die sich vom Zug losgelöst hatte, fuhr mit großer Geschwindigkeit auf einen heranfahren- den Güterzug, wobei -aud) ein Teil dieses Zuges entgleiste. Dabei wurde der Lokomotivführer verletzt, die Lokomotive überschlug sich.
Storchenliebe.
Im ostpreußischen Kreise Sudauen wurde eine Scheune durch Feuer vernichtet. Auf der Scheune befand sich ein Storchennest mit noch nicht flüggen Jungen. Die Störchin verjuchte, die Jungtiere mit ihren Flügeln vor den Flammen zu bewahren. Der Storchenvater, der gerade von der Nahrungssuche heimkehrte, stürzte gleichfalls durch die Flammen auf das Nest. Als er sah, daß er nicht mehr Helsen konnte, wartete er wie versteinert den Ablauf des Dramas auf einem Nachbargehöft ab. Die Stor- chenmutter kam mit den Jungen in den Flammen um.
Kleine politische Nachrichten.
fchichte zu vertreten." Um allen, die an dem gemeinsamen Werk teilnehmen werden, Gelegenheit zur Mitarbeit zu geben, müsse der Name der Legion geändert werden; er laute künftig „Französische Legion der Frontkämpfer und her Freiwilligen der nationalen Revolution". An die Rede schloß sich ditz Eidesleistung, bei der etwa eine Million Legionäre, die in Lyon, Marseille, Toulouse und anderen Städten Parallelkundgebungen veranstalteten, ihren Treueschwur auf Marschall Pstain erneuerten.
Neue serbische Regierung.
Belgrad, 30. Aug. (DNB.) Der Befehlshaber in Serbien hat auf die Bitte des Mimsterkommisfars Atfchimowitfch den Generalobersten N e d i t s ch beauftragt, eine serbische Regierung zu bilben. Generaloberst Neditsch hat diesen Auftrag angenommen und dem Befehlshaber in Serbien folgende Regierungsmitglieder vorgeschlagen: Ministerpräsident Generaloberst Neditsch, Innenminister Milan Atschimo- witsch, Bautenminister Ingenieur Dnjen Musmano- witsch, Derkehrsminister und Telegramminister Joses Kostitsch, Arbeitsminister Panta Drastisch, Minister ohne Portefeuille Montschilo Jakowitfch, Finanzminister Ljubisa Nikitsch, Justizminister Dr. Tsedo- mir Marjanowitsch.
Leipzig, 30. Aug. (DNB.) Staatssekretär G u t- terer vom Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda sprach anläßlich der Reichsmesse Herbst 1941 in Leipzig vor der in- und ausländischen Presse. Es ist der Krieg — so sagte er —, der wieder eine neue, und zwar tragfähige Grundlage zu gedeihlicher Weiterentwicklung In der Zukunft schafft. Beseittgt werden muß die rein ausbeuterische liberalistische Wirtschaftsordnung der Vergangen- hett, der überspitzte Eigennutz des einzelnen Individuums. Beseitigt werden muß auch die Pestbeule des Bolschewismus, der alles Edle im Menschen verneint und alles Geschehen lediglich auf rein materialistische Bestimmungsgründe und Motive zurückzu- führen sucht.
Europa wisse heute, daß es sich nach diesem Kriege neue Erschütterungen von ähnlicher oder noch größerer Tragweite nur ersparen könne, wenn es sich zu einer echten Schicksalsgemeinschaft und durch Selbstbestimmung auf die in Europa lebenden Kräfte zu einer von höchster gegenseitiger Verantwortung getragenen Zusammenarbeit finde. Die Bildung des neuen Europas fei die Verwirklichung eines geschichtlich zwangsläufig erwachsenden Umbildungsprozesses. Die Grundsätze dieses heißen Drängens nach einer sozial gerechteren Gestaltung innerhalb der einzelnen Nationalwirtschaften und in den zwischenstaatlichen Beziehungen der einzelnen Völker lauten: Großräumige Ordnung bei Wahrung der berechtigten eigenen Interessen der einzelnen Völker, ehrliche Rücksichtnahme auf die echten Bedürfnisse der sich zusammenfindenden Vertragspartner, Lösung der einzelnen Außenhandelsverpflichtungen aus der Sphäre der zufällig gegebenen Geschäfts- und Gewinnmöglichkeiten und Hineinstellen dieser Verbindungen in den _ tragfähigen Rahmen gegenseitiger Ergänzungsmöglich- feiten auf lange Sicht, Führung der Wirtschaft der einzelnen Länder unter dem Gesichtspunkt der • großräumigen Ordnung und Verpflichtung. Die Wege zur technischen Verwirklichung dieser Grundsätze sind: Handels- und Zahlungsbilanzlenkung, - -------- ■—----- - - -
Ausbildung eines schlagkräftigen, von bürokratischen der Erde zu einer besseren Lebensgestaltung zu Hemmungen möglichst befreiten Derrechnungsoer-1 führen.
Im 72. Lebensjahr ist Oberforstrat Dr. Georg Esch er ich, der Gründer der bayerischen Einwohnerwehren und der „Organisation Escherich", die 1919 zur Abwehr spartakistischer Umtriebe ge- bildet wurde, gestorben.
Ein im Atlantik operierendes italienisches Unterseeboot unter dem Kommando des Oberleutnants Mario Pollino versenkte einen modernen englischen Zerstö/er vom Typ Jervis und einen Handelsdamp» fer von 2600 BRT._______________________ _
£>auptfd)riftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei Hauptschriftleiters: Emst Blumschcin. Verantwortlich für Polini und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans THvnot. (beurl.), i. B.: Dr. Fr. W. Lange; für Stabt Gießen, Provinz, Wirt» schäft und Sport- Emst Blumschein.
Druck und Verlag: Bruhlsche Universitätsdruckerek R. Lange K. G. »erlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann; Llnzeigenleiter: Hans Bea. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. PlLtrL


