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Kampf mit S2-Tonnen-Panzer

LebhastesZntereffe am erstenAleffelag in Leipzig

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Aus aller Wett

I über- ier Ge

genbrachte. Das stille Heldentum der Ausländs­deutschen in Polen, die Arroganz der leitenden Män­ner Polens und vor allem die bestialischen Grau­samkeiten eines systematisch verhetzten Untermen­schentums hinterließen einen tiefen Eindruck, der noch durch das Bewußtsein verstärkt wurde, daß es sich nicht etwa um einen Tendenzsilm, sondern um Wirklichkeit aus unseren Tagen handelt. So galt denn auch der lebhafte Beifall nicht nur den her­vorragenden künstlerischen Leistungen von Paula Wessely, Peter Petersen, Attila Hörbi­ger und Gustav Ucicky, sondern in mindestens gleichem Maße den Polendeutschen und ihrer glühen­den Vaterlandsliebe.

Viel begehrt sind Tafelgeschirr und figürliches Por­zellan. Auch Glas- und Steingutwaren erfreuen sich einer sehr guten Nachfrage. Das gleiche gilt für Galanteriewaren, vornehmlich Geschenk- artikel für Weihnachten.

Bei Edelmetallen und Schmucksachen übersteigt die Nachfrage das Angebot. Die Auftrage können nur mit Vorbehalt angenommen werden. Lebhafter Verkehr herrscht auf der Textil- und Bekleidungsmesse. Besonders verlangt wer­den Strümpfe, Wollstoffe, Druck-, und Dekorations­stoffe, Trachtenkleidung, Strick- und Wirkwaren so­wie Damen- und Herrenoberkleidung. Auf der Le- derwarenmesse erregten neue hochwertige Le­derwaren für Bürobedarf und kostbare Werbege­schenke für den Friedensbedarf die Aufmerksamkeit. Die Rundfunkexportmu st erschau wurde durch Ministerialdirigent Bernd eröffnet, der auf die Bedeutung des Rundfunks im Kriege als Kampf­mittel um die Meinungsbildung in der Welt und als Mittel der Verbindung zwischen Front und Hel­mat hinwies und feststellte, daß die Schau ein Be­weis für die außerordentliche Leistungsfähigkeit der deutschen Rundfunkindustrie sei.

Im Osten fiel als Oberleutnant ujib Kompanie- , chef in einem motorisierten Infanterieregiment der / Ministerialdirigent und Leiter der Abteilung für körperliche Erziehung der Jugend im Reichsministe- rium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, : Dr. Georg Us adel, M.d.R. »33 war er von . Kultusminister Rust von seiner Stellung als Ge- : bietsführer Ostland der HI. als Referent für die : Reform des höheren Schulwesens in das Preußische > Kultusministerium berufen worden.

R ü b e l, zu sechs Jahren Zuchthaus, acht Jahren Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht. Durch einen klaren Indizienbeweis fonnwii dem Angeklagten zehn strafbare Handlungen nachgewie­sen werden, die zum größten Teil in Amtsunter­schlagung, Urkundenfälschung, fortgesetztem Dieb­stahl, fortgesetzter schwerer Sachbeschädigung und unbefugter Titelführung bestanden. Bei der Urteils­findung fiel erschwerend ins Gewicht, daß das Lan­desmuseum um unersetzliche Werte ge­schädigt wurde. Der Gesamtschaden betrug, ab­gesehen davon, daß viele Stücke nicht wieder herbei­geschafft werden konnten, rund 129 000 RM. Der Angeklagte hatte große Mengen von Büchern, Pla­stiken, Gemälden und anderen Kunstgegenständen beiseite gebracht. Die Beweggründe seines Handelns waren in dem ihm angeborenen Hang zum Stehlen und in seiner Oeldsucht zu suchen, die ihn zu seinem hochstaplerischen, luxuriösen Leben verhelfen sollten. Nach und nach hatte der Angeklagte gute Be­ziehungen zu verschiedenen Antiquaristen bekom­men, denen er bald ein guter Lieferant wurde. Radierungen von Rembrandt und Kupferstiche von Dürer bevorzugte der un­redliche Angeklagte besonders. Vom November 1936 bis zum Sommer 1939 hatte er darum viele dieser wertvollen Arbeiten in seine Wohnung ge­bracht, in der bei seiner Verhaftung noch zwölf Exemplare vorgefunden wurden. Alle anderen

Abschluß des Schachturniers in Trentfchin-Teplitz.

Im Internationalen Schachturnier in Trentfchin- Teplitz wurde die letzte Runde gespielt. Das größte Interesse wandte sich dem Spiel des bisher noch immer unbesiegten F o l t y s gegen Opocensky zu, das jedoch unentschieden endete. Auch das zweite Spiel Szilly gegen Milan war spannend, da Szilly um den zweiten Platz rang. Er konnte ihn besetzen, weil auch dieses Spiel mit einem Remis endete. Auch die übrigen Spiele endeten fast durch­weg unentschieden. Den 1. Preis errang Foltys (Protektorat) mit 10 Punkten, den L Szilly. (Un«

Eröffnung

der 9. internationalen Filmschau.

Venedig, 1. September. (DNB.-Frmkspruch.) Die 9. internationale Filmschau wurde am Sonntag­abend in dem grüßten Lichtspielhaus San Marco mit dc§ Uraufführung des deutschen Spitzenfilms Heimkehr" in Anwesenheit des italienischen MinDrrs für Volksbildung, Pasolini. eröffnet

garn) mit 7 Punkten, den 3., 4. und 5. Preis teilten ich Rohacek (Slowakei), Potucek (Slowakei) und Fuester (Ungarn) mit je 6^ Punkten. Der 6. Preis iel Saernisch (Deutschland) mit 6 Punkten zu, dann folgte Opocensky (Protektorat) mit 5, Hucl (Slowakei) und Hrabar (Kroatien) mit 4VA, Ahues (Deutschland) mit 4, Milan (Slowakei) mit 3 und Dr. Mayer (Deutschland) mit 2A Punkten.

Die Berliner Philharmoniker in Brüssel.

Vor Angehörigen der deutschen Wehrmacht, deut­schen Rotkreuzschwestern und Mitgliedern der deut­schen Kolonie in Brüssel begannen die Berliner Philharmoniker im Rahmen der Truppenbetreu­ung mit einem Gastspiel, das in den nächsten Tagen in Paris mit vier Konzerten davon zwei für die Oeffentlichkeit und zwei für Ange­hörige der Wehrmacht fortgesetzt werden wird. Unter der temperamentvollen Leitung von Gene­ralmusikdirektor Eugen Jochum gaben die Ber­liner Philharmoniker im großen Konzertsaal des Palastes der Schönen Künste in Brüssel mit einem Programm ernster und heiterer deutscher Musik erneut eine Probe ihres Könnens.

Weimar-Tage deutscher Dichter.

An Stelle eines Dichterpreises, wie ihn eine Reihe größerer deutscher Städte alljährlich verleiht, hat die Stadt Weimar mehrere deutsche Dichter einge­laden, in aller Muße, abseits von großen Veran­staltungen, die sonst bei solchen Treffen üblich sind, Tage innerer Bereicherung und Sammlung zu er­leben. Der Einladung zu den ersten Weimar-Tagen sind Friedrich Bischoff, Friedrich B od eu­ren th, Robert Hohlbaum, Herbert von Koerner, Friedrich Schnack und Hermann Stahl gefolgt. Nach einer Kranzniederlegung in der Fürsterigruft und einem Empfang bei Reichs­statthalter Sauckel hatten die Dichter Gelegenheit, sich völlig zwanglos in die Kulturschätze Weimars zu vertiefen. Geführt wurden sie von Professor Dr. Wahl, Professor Dr. Scheidemantel, Professor Dr. h. c. Peter Raabe (Liszt-Museum), Professor Dr. Lilienfein und Major Oehler (Nietzsche-Archiv). Ab­geschlossen wurden die ersten Weimartage deutscher Dichter, die alljährlich ftatt'finden sollen, mit einem Goethe-Gedenken am 28. August, dem Geburtstag des Dichters.

Derkvolle Bücher sehr gefragt.

Bei einer Hamburger Versteigerung erzielten Bücher: Erst- und Vorzugsausgaben, illustrierte Bücher, Mappen mit Entwürfen bekannter Künstler hohe Preise. Mit 1050 RM. wurden die Werke des großen Königs, illustriert von Menzel, zusammen 13 Bände, bezahlt, fast das Doppelte der Schätzung erreichte mit 280 RM. KuglersGeschichte Friedrichs des Großen", illustriert ebenfalls von Menzel, 1840, in grünem Saffianband. Unter den Goethe-Aus­gaben erbrachte den besten Preis der 2. Teil des Faust mit Radierungen und Lithos von Sleoogt (750 RM.), Berlin 1927

Sechs Jahre Zuchthaus für den ungetreuen Bibliothekar.

Nach wochenlanger Verhandlung verurteilte die Strafkammer in Münster den ehemaligen Biblio­thekar des Landesmuseums in Münster, Siegfried

Bewußtsein meiner Ehre die Verpflichtung nommen habe, Frankreichs Interesse vor o<

I m Osten, August 1941.

Zwei sowjetrussische Großpanzer hatten sich fest­gefahren. Auf der sandigen Straße, die diese Be­zeichnung gar nicht verdient, ging es weder vor- noch rückwärts. Es waren große Stahlkolosse, 52-Tonner, mit einer Panzerung, die nur von größeren Kalibern durchschlagen werden konnte. Da tanden die fahrenden Festungen nun im Kiefern­wald, und die schräge Sonne des scheidenden Tages überschüttete sie mit einem/ Feuerwerk von Licht und Schatten. ,

Der Vormarsch stockte an dieser Stelle. Die Panzer mußten weg, wenn nicht erhebliche Verzögerungen eintreten sollten. Und so wurden denn zwei Stoß­trupps einer Pionierkompanie aus Freiwilligen ge­bildet, die, da kein anderes Mittel zur Hand war, versuchen sollten, durch Sprengung die beiden 52-Tonner aus der Wegmittehinüber in den Wald zu rücken". Irgendwie, das wußten unsere Pioniere, würde auch dieser Panzer eine schwache Stelle haben: Man mußte nur herankommen, ganz nahe beim Panzer liegen, dann würde man schon er­kunden können, wie der Stahlkoloß zu erledigen sei.

Und so pirschten sich links und rechts der Straße die Stoßtrupps im Dunkelwerden durch den hohen, dichten Kiefernwald. Zu ihrer Sicherung folgte ihnen auf der Straße ein deutscher Panzer. Plötzlich hob der Pionierleutnant die Hand und wies nach vorn auf die Straße:Da stehen sie!" Alles ging in Deckung, lag mäuschenstill, wartete ab, was ge­schehen würde, und als die Sowjets sich nicht rühr­ten, schlichen sich die Pioniere gegen die beiden 52-Tonner vor.

Da peitschte MG.-Feuer durch die Bäume. Die Bolschewisten hatten die Stoßtrupps bemerkt, und es war ein Glück, daß die dicken Stämme gute Deckung gaben, und daß man von Baum zu Baum springend näher an den Koloß herankonnte.

Als auf der Straße der deutsche Panzer eingriff, da wurde die Besatzung des sowjetrussischen Panzers von den Stoßtrupps abgelenkt. Im Kampf der beiden Panzer kamen die Pioniere immer dichter an den Sowjetrussen heran.

Jetzt konnte nur einer sein Glück versuchen, und

29. August 75 Jahre alt geworden wäre, veranstal­tete die Hermann-Löns-Gesellschast in Hannover in Anwesenheit des Gauleiters Staatsrates und Ober­präsidenten Lauterbacher eine Feierstunde. Der (Bauleiter gab bekannt, daß die Stadt Hannover einen Löns-Preis gestiftet habe. Der Preis, der 5000 RM. betrage, und jeweils am Geburtstag des Dichters verkündet werde, solle deutschen Dichtern zuerkannt werden, die besondere Verdienste auf dem (Miete des landschaftlichen Schrifttums hätten. Der Preis gelte auch für entsprechende wissenschaftliche Arbeiten und für Werke, die im Lönsschen Sinne auf dem Gebiete der Kultur und der Heimatpflege von Schriftstellern an Zeitungen und Zeitschriften gegeben würben. Die Provinz Hannover habe sich bereit erklärt, ein Löns-Haus zu errichten, wo der jeweilige Preisträger die Möglichkeit habe, ein Jahr zu wohnen und inmitten der Heide Anregun­gen für neue Leistungen zu erhalten.

kehrs oder anderer Maßnahmen der Währungs­sicherheit und eine diesen technischen Wegen ange­paßte Wirtschafts- und vor allem Preispolitik der europäischen Vertragspartner. Das ist die geforderte konstruktive Leistung, eine revolutionäre Umwäl-

diefer eine war ein Gefreiter der Panzerpioniere, der sich mit solchen fahrenden Festungen gut aus- kannte. Er ließ sich Ladung und Zünder geben und versuchte, sich dem Panzer von rückwärts zu nähern. Schlug also einen Bogen feindwärts, machte sich so klein wie möglich und kroch auf allen Vieren gegen die Straße vor. Die Ladung hatte der (Befreite im Walde liegen lassen, um zuerst einmal auf Erkun­dung zu gehen. Das Gebüsch war so dicht, daß er sich weit aus der Deckung herauswagen mußte, um feinen Angriffsplan festlegen zu können.

Und nun wurde die Ladung geholt. Fünfund­zwanzig Meter vor dem Panzer hallen auf der Straße Schritte. Herum den Kopf: ein sowjetrussi- scher Schütze geht in gebückter Haltung auf der Straße entlang. Handgranate. Der Sowjetrusse sprang in den anderen Straßengraben, aber ob er etwas mitbekommen hatte, das konnte dem Gefreiten jetzt ganz gleich fein, denn nun drängte die Zeit! Zehn Meter vor dem Koloß machte er feine Ladung fertig, und da der Pionier bei solchen Unternehmun­gen immer auch ein wenig Glück haben muß, so gelang es dem Gefreiten, in den toten Winkel des Panzerturms zu kommen. Der Mann faßte die La­dung, sprang über einen Moraststreifen, stand dicht vor dem Koloß und schob nun mit einer geradezu bewundernswerten Ruhe dem Panzer die Ladung unter den hinteren überstehenden Turm. Zündung abgezogen und nun mit keuchenden Lungen in die Deckung zurück! Es hat nur einige Augenblicks ge­dauert, dann zerriß eine Detonation die Luft. Eine zwanzig Meter hohe Stichflamme loderte auf. Der Panzer brannte.

Das war das Signal für die Pioniere, rasch in den schützenden Wald hineinzulaufen, denn kaum waren sie 100 Meter vom Panzer entfernt, als die Munition des großen Sowjetrussen in die Luft ging. Stahlsplitter flogen durch die Luft. Dort, wo der Panzer gestanden hatte, gähnte ein großes Loch. Und da die Pioniere immer Helfer der anderen sind, so wurden die Trümmer von den Stoßtrupps schnell roeggeräumt, und eine Viertelstunde später jagten die Kolonnen vorbei. Der Vormarsch ging weiter.

Auf Einladung der slowakischen Regieruw tete Reichsminister Dr. Goebbels der ftabt der Slowakei, Preßburg, einen Besuch ab. Er nahm an der Eröffnung der Preßburger Donau­messe teil und stattete dem Präsidenten Dr. Tiso einen Besuch ab. Die mit dem Ministerpräsidenten Dr. Tuka, dem Führer der Deutschen Volksgruppe in der Slowakei, Staatssekretär Franz Karma- yn, sowie weiteren Persönlichkeiten geführten esprechungen verliefen im Geiste der herzlichen Freundschaft, die die beiden verbündeten Staaten miteinander verknüpft.

Leipzig, 31. Aug. (DNB.) Die Herbst-Reichs­messe in Leipzig wurde am Sonntag eröffnet. Der Bedarf übersteigt im Jnlandgeschäft sehr häufig die gegenwärtigen Liefermöglichkeiten. Die Kollektionen sind geschmackvoll, obwohl die (Sortimente nicht immer so reichhaltig wie früher gehalten sind. Man sieht unter dem Angebot auch Muster, die bereits für den kommenden Friedensbedarf gedacht find. Diel bemerkt werden auch die Kollekttvausstellungen der 19 fremden Volkswirtschaften.

Auf der Sportartikelmeffe sah man hübsche Modelle von Wintersportkleidern und Regenkleidung. Lebhaft begehrt sind Schlagbälle, Skier und Rucksäcke. Papier - und Schreib - waren hatten einen sehr guten Besuch. Interesse besteht für Bildkarten, Alben und Papierwäsche. Bücher wurden von der Schweiz und Südosteuropa in Auftrag gegeben. Auf der Spielwaren­messe interessierten neue Gesellschaftsspiele und bei Musikinstrumenten Mund- und Handhar­monikas sowie Zupf- und Streichinstrumente. Auf der Porzellanmesse sah man neue Plastiken. Allerdings sind die Fabriken voll beschäfttgt, so daß längere Lieferfristen ausbedungen werden müssen.

zung von weltweiter Tragweite.

Die Reichsmesse Leipzig bringt durch ihre Ueber- sicht über den europäischen Warenmarkt den un­widerleglichen Beweis, daß ein einheitliches Europa wirtschaftlich stärker ist als jeder andere wirtschaft­liche Großraum. Außerhalb dieses Raumes stehende Kräfte werden niemals in der Lage fein, ihren Willen dem europäischen Kontinent aufzuzwingen. Ueberdies muß die Hebung der europäischen Wirt­schaftskraft durch die Organisationsleistung des neuen Gesamtraumes zwangsläufig die Stellung Europas im Welthandel weiter verstärken. Dieser europäische Gemeinschaftsmarkt wird sowohl für den Absatz als auch für den Bezug der überseeischen, Länder wesentlich bedeutungsvoller sein, als Eu­ropa jemals in der Vergangenheit war. Kontinen­taleuropa nehme von der Bruttoausfuhr der gan­zen Welt an Nahrungsmitteln, Rohstoffen und Fer­tigwaren nicht weniger als ein Drittel auf. Die Vereinigten Staaten erreichen dagegen mit 6,1 Mil­liarden RM. nur ein Fünftel dieser Gesamtaus­fuhr. Es gelte festzuhalten, daß die Bildung des kontinentaleuropäischen Raumes nicht etwa darauf ausgehe, Großdeutschland mit einer zusätzlichen Re­serve an Lebensrnitteln und Genußmitteln zu ver­sehen, sondern, daß sie im ganzen die Entwick­lung der produktiven Kräfte des gesam­ten europäischen Raumes zum Ziele habe. Die deutsche Reichsregierung -ist der Meinung, daß bester als alle Aufklärungen, Vorträge und Bro­schüren der Einblick in die deutschen Verhältnisse wirkt, die mit eigenen Augen gewonnene Über­zeugung, daß der deutsche Weg, der zugunsten der Allgemeinheit auf gewisse individuelle, aus dem Besitz hervoraehenden Vorrechte verzichtet, der ein­zig mögliche Weg ist, um ohne Erschütterungen des wirtschaftlichen und kulturellen Lebens die Völker

Europas wirtschaftliche Stärke

Staatssekretär Gutterer spricht aus der Leipziger Messe.

daß es noch unbeftimmt fei, wann er eine neue Besprechung mit Nomura führen und wann er auf die Borschaft des japanischen Ministerpräsidenten Konoe antworten werde. Weiter gab Roosevelt bekannt, daß an der Spitze der USA.=Megation für Moskau Harriman stehen werde. Die Er­örterung der Schiffsraum-Versorgung für die be­freundeten Mächte in London würde John Big- gers übernehmen, da diese Frage wegen ihrer Wichtigkeit die dauernde Anwesenheit einer ent­sprechenden Persönlichkeit erfordere. Harriman werde später seinen Platz in London wieder über­nehmen.

vie französische Irontkämpferlegion vor pätain.

Vichy, 31. Aug. (Europapreß.) Im Stadion von Vichy fand am Sonntag aus Anlaß des einjähri­gen Bestehens der Frontkämpfer! eg ion eine Kundgebung statt, bei der Marschall Pstain der Legion die neuen Fahnen überreichte. Es sei die Aufgabe der Legion, sagte der Marschall, die noch Zögernden heranzuführen und ihre Kritik zum Schweigen zu bringen.Frankreich hat nur eine Regierung: die Regierung, die ich mit den von mir gewählten Mitarbeitern leite. Frankreich hat nur eine Politik: die Politik, für die ich im

k,. Hannover Der Film erfüllte durchaus di- hochgespannten Er-

öilt Oer OlOOl vaniWVCr. Wartungen, die man diesem, aus dem unmittelbaren

3m Gedenken an Hermann Lons, der am Zeitgeschehen heraus geborenen Kriegsfilm entge-

waren in ein Leipziger Antiquariat gewandert. So hatte der Angeklagte einmal für eine Reihe von Rembrandtradierungen 490 RM., im Mai 1937 für zwei weitere Rembrandtradierungen 1600 RM., einen Monat später für Stiche von Dürer und Rembrandt 3600 RM. und im August des gleichen Jahres für drei Holzschnitte von Dürer 1800 RM. erhalten. Seine Diebereien suchte er dadurch zu verdecken, daß er die Karteikarten zu diesen Kunst­werten vernichtete, bzw. aus den alten Er­werbsbüchern sogar einige Seiten herausriß. Meh­rere Originale ersetzte er durch billige Drucke, auf deren Rückseite er in Schnörkelschrift die Anfangs­buchstaben namhafter französischer Maler setzte. Einem Leipziger Antiquitätenhändler hatte er er­zählt,, die Kunstgegenstände stammten aus dem Be­sitz seinesgräflichen Großvaters". Um diese Be­hauptung zu untermauern, hatte der Angeklagte sich ein Siegel mit einer gräflichen Krone anfertigen lassen.

Doppeltes Zugunglück in der Schweiz.

Zwischen Lavorgo und (Biornico ist ein Güterzug, der von Erstfeld nach Bellinzona fuhr, aus noch unbekannter Ursache in übergroße Geschwindigkeit geraten und beim Tunnel, Biano Tondo entgleist. Sechs Wagen stürzten den Bergabhang hinunter, ein weiterer versperrte den Tunneleingang. Ein Bahnwärterhaus und eine Baracke in der Nähe gerieten in Brand und wurden vollständig zerstört. Drei Mann der Tunnelwache tarnen ums Leben. Ferner wurden ein Zugführer und ein Bremser getötet; ein zweiter Bremser wird vermißt. Die Lokomotive, die sich vom Zug losgelöst hatte, fuhr mit großer Geschwindigkeit auf einen heranfahren- den Güterzug, wobei -aud) ein Teil dieses Zuges entgleiste. Dabei wurde der Lokomotivführer verletzt, die Lokomotive überschlug sich.

Storchenliebe.

Im ostpreußischen Kreise Sudauen wurde eine Scheune durch Feuer vernichtet. Auf der Scheune befand sich ein Storchennest mit noch nicht flüggen Jungen. Die Störchin verjuchte, die Jungtiere mit ihren Flügeln vor den Flammen zu bewahren. Der Storchenvater, der gerade von der Nahrungssuche heimkehrte, stürzte gleichfalls durch die Flammen auf das Nest. Als er sah, daß er nicht mehr Helsen konnte, wartete er wie versteinert den Ablauf des Dramas auf einem Nachbargehöft ab. Die Stor- chenmutter kam mit den Jungen in den Flam­men um.

Kleine politische Nachrichten.

fchichte zu vertreten." Um allen, die an dem ge­meinsamen Werk teilnehmen werden, Gelegenheit zur Mitarbeit zu geben, müsse der Name der Legion geändert werden; er laute künftigFranzösische Le­gion der Frontkämpfer und her Freiwilligen der nationalen Revolution". An die Rede schloß sich ditz Eidesleistung, bei der etwa eine Million Legio­näre, die in Lyon, Marseille, Toulouse und anderen Städten Parallelkundgebungen veranstalteten, ihren Treueschwur auf Marschall Pstain erneuerten.

Neue serbische Regierung.

Belgrad, 30. Aug. (DNB.) Der Befehlshaber in Serbien hat auf die Bitte des Mimsterkommisfars Atfchimowitfch den Generalobersten N e d i t s ch be­auftragt, eine serbische Regierung zu bilben. Gene­raloberst Neditsch hat diesen Auftrag angenommen und dem Befehlshaber in Serbien folgende Regie­rungsmitglieder vorgeschlagen: Ministerpräsident Ge­neraloberst Neditsch, Innenminister Milan Atschimo- witsch, Bautenminister Ingenieur Dnjen Musmano- witsch, Derkehrsminister und Telegramminister Joses Kostitsch, Arbeitsminister Panta Drastisch, Minister ohne Portefeuille Montschilo Jakowitfch, Finanz­minister Ljubisa Nikitsch, Justizminister Dr. Tsedo- mir Marjanowitsch.

Leipzig, 30. Aug. (DNB.) Staatssekretär G u t- terer vom Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda sprach anläßlich der Reichsmesse Herbst 1941 in Leipzig vor der in- und ausländi­schen Presse. Es ist der Krieg so sagte er, der wieder eine neue, und zwar tragfähige Grundlage zu gedeihlicher Weiterentwicklung In der Zukunft schafft. Beseittgt werden muß die rein ausbeuterische liberalistische Wirtschaftsordnung der Vergangen- hett, der überspitzte Eigennutz des einzelnen Indi­viduums. Beseitigt werden muß auch die Pestbeule des Bolschewismus, der alles Edle im Menschen ver­neint und alles Geschehen lediglich auf rein materiali­stische Bestimmungsgründe und Motive zurückzu- führen sucht.

Europa wisse heute, daß es sich nach diesem Kriege neue Erschütterungen von ähnlicher oder noch größerer Tragweite nur ersparen könne, wenn es sich zu einer echten Schicksalsgemeinschaft und durch Selbstbestimmung auf die in Europa lebenden Kräfte zu einer von höchster gegenseitiger Verantwortung getragenen Zusammenarbeit finde. Die Bildung des neuen Europas fei die Verwirk­lichung eines geschichtlich zwangsläufig erwachsen­den Umbildungsprozesses. Die Grundsätze dieses heißen Drängens nach einer sozial gerechteren Ge­staltung innerhalb der einzelnen Nationalwirtschaf­ten und in den zwischenstaatlichen Beziehungen der einzelnen Völker lauten: Großräumige Ordnung bei Wahrung der berechtigten eigenen Interessen der einzelnen Völker, ehrliche Rücksichtnahme auf die echten Bedürfnisse der sich zusammenfindenden Vertragspartner, Lösung der einzelnen Außenhan­delsverpflichtungen aus der Sphäre der zufällig ge­gebenen Geschäfts- und Gewinnmöglichkeiten und Hineinstellen dieser Verbindungen in den _ trag­fähigen Rahmen gegenseitiger Ergänzungsmöglich- feiten auf lange Sicht, Führung der Wirtschaft der einzelnen Länder unter dem Gesichtspunkt der großräumigen Ordnung und Verpflichtung. Die Wege zur technischen Verwirklichung dieser Grund­sätze sind: Handels- und Zahlungsbilanzlenkung, - ------------- - - -

Ausbildung eines schlagkräftigen, von bürokratischen der Erde zu einer besseren Lebensgestaltung zu Hemmungen möglichst befreiten Derrechnungsoer-1 führen.

Im 72. Lebensjahr ist Oberforstrat Dr. Georg Esch er ich, der Gründer der bayerischen Ein­wohnerwehren und derOrganisation Escherich", die 1919 zur Abwehr spartakistischer Umtriebe ge- bildet wurde, gestorben.

Ein im Atlantik operierendes italienisches Unter­seeboot unter dem Kommando des Oberleutnants Mario Pollino versenkte einen modernen englischen Zerstö/er vom Typ Jervis und einen Handelsdamp» fer von 2600 BRT._______________________ _

£>auptfd)riftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei Hauptschriftleiters: Emst Blumschcin. Verantwortlich für Polini und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans THvnot. (beurl.), i. B.: Dr. Fr. W. Lange; für Stabt Gießen, Provinz, Wirt» schäft und Sport- Emst Blumschein.

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