Ser!
I u n g ab 1. April weitere journalistische Rundfunk
gesetzt, nämlich der Erricht ungeines dauer- sendungen 6 (iften Friedens durch Schaffung einer1
verboten.
Außenminister Matsuoka in Kan'nhall
J«
Seegefecht im Mittelmeer
Fischdampfer, die mit Fischladungen nach
Tiere bei der Toilette.
;u«
Schiffahrt zwischen Island und England eingestellt.
oben« Mi-
Rom. 31. März. (DRV.) Der italienische Wehr- machtbericht vom Montag hat folgenden Wortlaut:
An der griechischen Front im Abschnitt der 9. Armee wurden feindliche Aktionen örtlichen Charakters glatt abgewiesen. Flugzeuge des deutschen Fliegerkorps haben die Flugplätze von Malta angegriffen.
3n Rordafrika haben italienische und deutsche Flugzeuge motorisierte Einheiten und feindliche Artillerie mit Bomben belegt. Feindliche Flugzeuge haben Tripolis angegriffen, ohne nennenswerten Schaden anzurichten.
In O st a f r i k a stehen unsere Truppen in heldenmütigem Kampf östlich von Keren und fügen dem Feind schwere Verluste zu. Auch unsere Verluste sind beträchtlich. Oberst B o r g h e s i ist als Held gefallen, als er feine tapferen Soldaten vom 10. Regiment Savoia-Grenadiere zum Angriff führte. Im Luftkampf haben unsere Jäger eine
kedelck 65. Vi Härter Führer sichte trholtuu
Zwanzig alte Schachteln.
Aus einem Hausfrauen «Kriegs-Tagebuch.
28. Dezember 1940.
und Parlamentarismus sich an dem ihnen verhaßten Staatsmann zu reiben versuchten, nicht anders als läppisch finden: der Antrag Virchow erscheint als eine der kindischen Spielereien, durch welche die deutschen Parlamente auch späterhin noch so oft ihrer selbst gespottet haben. Immerhin, wir danken dem Antragsteller, daß er uns jenen launigen and doch so ernsten historischen Beitrag zur Analyse des Wortes „R e i ch" aus dem Munde Bismarcks verschafft hat.
Mächtepakt haben wir Japaner und Italiener zusammen mit den Deutschen unsere äußersten Kräfte zur Verwirklichung unseres gemeinsamen Zieles ein-
hurricane abgefchosten. Der Feind Hal einen L u f l - ongriff auf Asmara durchgeführl. der etwa 10 Tote und Verwundete sowie Schäden an Wohnhäusern zur Folge halte.
In hartem Kampf, der in der Rächt zum 29. TNarz im mittleren Mittelmeer stattgefunden hat, haben wir drei Kreuzer mittlerer Tonnage und zwei Zerstörer verloren. Ein großer Teil der Besatzung ist gerettet worden. Dem Feind wurden noch nicht genau festgestellte, aber sicher schwere'Verluste zugefügt. (Ein schwerer englischer Kreuzer bat eine volle Breitseite unserer stärksten Kaliber erhallen und ist gesunken. Weitere zwei Einheiten wurden schwer getroffen. Eines unserer U-Boote unter dem Kommando von Korvettenkapitän Manlino petroni Hot im Atlantik ein feindliches Schiff mittlerer Tonnage versenkt.
Eine Botschaft Matsuokas an das italienische Volk.
Rom, 1. April. (DRB. Funkspruch.) Der japanische Außenminister hat nach seinem Eintreffen in Rom an das italienische Volk eine Botschaft gerichtet, in der er einleitend dem italienischen Volke die herzlichsten Grüße der japanischen Ration übermittelte. Es heißt dann wörtlich: „Mit dem Drei-
Reichsmarschall Göring empfing — wie schon gemeldet — den japanischen Minister des Aeußeren Matsuoka in Karinhall. Nach einer längeren Unterredung fand ein Empfang im kleinen Kreise statt Unser Bild zeigt Reichsmarschall Göring mit seinem Gast die Front der Ehrenformation abschreitend. (PK.-Ettel-Lange-Scherl-M.)
Ä
3er! Helle ho oorgega im $ei unb 3t funben, kn.
Reich Bermät iicinfai baten :
ßaobc
!m 1 still jein IMen I eeban I ,ner ai I
I b ge^ I «Moe Äh in ' I.Eiseig I «lang e IW« Ife5 1 MM I pul Gl U'Willo ijlerba Itfiiaöen nier Mc ivies ein Minen R iing bi
'N
'S. ।
jtöp. PI | Ä
Jerl Öberjte
N A, >on Die Jo|ore jeneraij ' !Mer ■ Äl, ! ’^utü nnät j
>»* fei
5rh D°r grbman
! Hw
=5-
ZS, &*! hc
norwegisches Schiff von dem gleichen Schick« al ereilt worden war. Der Kapitän erklärte, daß besonders häufig kleine Schiffe und Dschunken auf M'nen auflaufen. Die Engländer ließen sich in olchen Fällen von den Schiffsgesellschaften drein die Ko st en der explodierten bezahlen.
, ^ichs j innere (5 iitional H er 1 H UM's ;1 "iraien, 1 $ fh
öuqenb ! yioritäi : ff bebi
Wer eii *nbe
30. Dezember 1940
Es ist wirklich hohe Zeit, daß etwas geschieht, denn meine Sorgen verfolgen mich bereits. Gestern habe ich gelesen, wie man in Indien Schulden eintreibt: Dortzulande läßt sich der Gläubiger auf einer Matte vor dem Haus des Schuldners nieder und gelobt, keine Speise mehr zu genießen und nicht vom Fleck zu weichen, bis alles bezahlt fei. Daraufhin habe ich in der Nacht einen fürchterlichen Alptraum bekommen.
Der Gasmann liegt vor der I ü r 11
Ich träumte, ich hätte die Rechnung nicht bezahlt, und deshalb hätte sich der Gasmann vor meine Tür gelegt! Alle Hausbewohner, die die Treppe heruntergingen, mußten einen Bogen um ihn machen. Meine Bedrängnis war entsetzlich. Gegen Abend bot ich ihm belegte Brote und eine Tasse echten Bohnenkaffee an, aber er lehnte finster ab und drehte sich auf die andere Seite. Ich solle gefälligst-bezahlen, sagte ?r, sonst geschehe es mir vollkommen recht, wenn er hier verhungere. Er habe eine Frau und drei schulpflichtige Kinder zu Hause.
Am nächsten Tag rief mich die Portierfrau tele-1 vhonisch an und verständigte mich, ich könnte jetzt!
Beim Geld gibt es nur zwei schöne Augenblicke: Wenn man welches kriegt und wenn man welches ausgibt! In der Zwischenzeit macht es nichts als Kopfschmerzen. Seit Gerhard eingezogen ist, muß ich das ganze Monatsgeld verwalten und alle Rechnungen bezahlen und werde mit der (Einteilerei nicht fertig. Aber jetzt hat mir meine Freundin Alma ihr „System" verraten. Es ist eine bombensichere Sache, und man kann geradezu alles damit schaffen.
Alma sagt, Ausgaben muß man nicht hinterher vufichreiben, sondern vorher einzäunen, und dazu nimmt sie lauter Schächtelchen. In eine Schachtel kommt das Milchgeld, eine ist für Gas, eine für die Miete, unb so weiter. Wenn man sich irgend etwas anschassen will, braucht man nur eine zusätzliche Schachtel. Man schreibt daraus: „F. n. H." (Für neuen Hut") — und so oft man Geld kriegt, füttert man den Hut eben ein bißchen mit.
Oie Schlacht im Atlantik.
Kopenhagen, 31. März. (Europapreß.) „Po. litiken" beschäftigt sich mit der „Schlacht im Allan, tik", deren Aussichten für einen Sieg Englands uv endlich gering seien, deren vermutlicher Ausgono für England dagegen die bittersten Folgen haben müsse. Es komme nicht allein darauf an, datz die nordamerikanischen Lieferungen an Kriegsmaterial die britische Insel erreichten, sondern in' ebenso hohem Grade gelte diese Voraussetzung für fämf-
Stockholm, 1. April. (DNB. Funkspruch.) Deutsche U-Boote schneiden die Zufuhr von Island nach England ab, erklärte Kapitän Jißlason, der Kapitän des isländischen Frachters „Cagafoos" bei der Ankunft in Neuyork. Der Kapitän erzählte, daß erst kürzlich verschievenk
führunp darüber, daß das Reich Bismarcks als „Reich" die Ueberlieferung und Erinnerung des alten, von Bismarck so oft bis in seine letzten Lebensjahre hinein angerufenen „Heiligen R ö - wischen Reiches" und ebenso auch den Rückgriff der Reichsverfassung von 1 8 4 9 auf diesen Namen des „Reiches" in sich schließt: niemand zweifelt daran, daß das Deutsche Reich Bismarcks diesen Namen trug in Fortsetzung der nationalen und europäischen Tradition des Römischen Reiches Deutscher Nation, mit der Aufgabe, dem Namen des Reichs in der Welt die Bedeutung wieder zu geben, die es vor vielen Jahrhunderten auf der Höhe seiner Geltung besessen hatte.
Fürst Bismarck ist in der Reichstagssitzung vom 1. April 1871, bei der Beratung der Reichsverfaf- sung zu einer Ausführung über den Ausdruck „Reich" dadurch veranlaßt worden, daß ein Abgeordneter beantragt hatte, in der Verfassung statt „Bundesgebiet" zu sagen „R e i ch s g e b i e t". Wir erinnern uns, daß Bismarck für die Verfassung „möglichst sich an die Form des Staatenbundes halten, diesem aber praktisch die Natur des Bundesstaats geben wollte". So hat er denn jenem Abgeordneten erwidert, die Verfassung gebrauchte die Worte Bund und Reich gleichbedeutend, wie man schon aus dem Eingang der Verfasiung sehe, wo es heiße: „Dieser Bund wird den Namen Deutsches Reich führen": es fei also, wie er hinzufügte, eine Fortdauer des Bundesverhältnisses als Grundlage gedacht. Davon abgesehen, sei er davon ausgegangen, den Ausdruck „Reich" nur da
_ , . 31. Januar 1941.
j)eute hat es neues Geld gegeben, Hurra! Jetzt roerben alle Schachteln sattgefüttert Ich hörte gerade dieser Tage davon, wie man in Japan Schuld- nern zu Leibe rücken kann Wer dort jemandem betont dringlich schreiben will, legt der Mitteilung einfach einen Finger von sich bei. Darauf träumte 'ch gleich wieder, die Milchfrau hätte dem Jungen den sie immer schickt, ihren großen Zeh für mich rnitgegeberi, um mich zur Zahlung zu zwingen. Natürlich entbehrt der Traum jeglicher Grundlage. Ich habe ja jetzt meine zwanzig Schachteln und eine geordnete Finanzwirtschafi Ueberhaupt bin ich da- bei, mir für Dauerwellen eine einundzwanzigste zu-
Hans Joachim Müller.
Für alle in Freiheit lebenden Tiere ist es eine Existenzfrage, sich sauber zu halten, und auch die Haustiere haben diesen Instinkt noch nicht verloren. Es ift eine reizvolle Beschäftigung, die Tiere bei den mannigfachen Formen ihrer Toilette zu beobachten. Bekanntlich waschen sich die Katzen öfter als alle anderen Hausfiere, und die Teile des Körpers, die sie mit der Zunge nicht erreichen können, reinigen sie mit den Ballen ihrer Vorderpfoten, die sie vorher mit der Zunge sorgfältig angefeuchtet haben. Ratten und Mäuse, Maulwürfe, Kaninchen unb Hasen waschen sich in ganz ähnlicher Weise, unb welch eine vortreffliche Bürste die Hasenpfote dar- stellt, das wissen die Schauspieler, die sich zu ihrer Toilette ihrer bedienen. Rindvieh und Pferde sind viel schlechter daran, denn sie können ihre Hufe nicht als Werkzeuge der Reinigung benutzen. Aber seit unvordenklichen Zeiten sind diese Tiere in Her« den zusammengeschlossen, und wenn man zwei Pferde beieinander auf dem Felde beobachtet, bann kann man öfters sehen, daß das eine dem anderen mit Zunge und Zähnen zu Hilfe kommt, dis aller Schmutz herunter ist.
Sögel haben eine Vorliebe für Bäder. Bei Spatzen ebenso gut wie bei Finken und anderen kann man beobachten, daß sie häufig das kalte Was« ser zu Reinigungszwecken aufiuchen Auch die Enten nehmen Bäder. Das erscheint uns ganz felbstoer- ftanblid), da sie sich ja im Wasser aufhalten: Aber bei den Wildenten zeigt sich die Einrichtung des Reimgungsbades ganz deutlich, die Tiere haben mk diese Zwecke ganz bestimmte Teiche. Schlamm- unb Schmutzbäder erscheinen uns zunächst nicht g rabe als ideale Mittel der Reinigung, aber verschiedene Tiere säubern sich auf diese Weise, fo zum Beismel der Elefant unb ber wilde Düffel. Diese Tiere leiden r unter bem Biß von Fliegen und anderen Insekten. Besonbers der Elefant wird ttotz seiner dicken Haut arg davon geplagt. Wenn er sich von diesen lästigen Feinden befreien will, dann walzt er sich tn weichem Schlamm, bis der Körper von Kopf bis zu Fuß von einer dichten Schlammschicht über« Zagen ist.-'Nun wartet er geduldig, bis die weiche Schicht gettocknet ist unb feinen Körper als hartes Kleid bedeckt. Dann zerbricht er die von ihm selbst geschaffene Hülle und schüttelt mit ihr zugleich bit lästigen Parasiten von sich ab. G.& j
auch nicht mehr zum Hintereingang raus, denn auf bem Treppenabsatz säßen die Gemüsefrau und die Zeitungsbotin. Sie hätten sich Decken für die Nacht mitgebracht, und der Gasmann spiele vorne Skat mit bem Laufjungen von meiner Schneiderin und einem, der der Telephon kassieren wolle. Der Gasmann sehe schon ganz grün aus. Sie, die Portierfrau, könne es nicht mehr mit ansehen, das wolle sie mir gesagt haben. Außerdem käme sie nicht dazu, die Treppenläufer zu reinigen, weil die drei nicht aufilünden.
Dann erwachte ich. Gott sei Dank, daß es nur ein Traum war. Ich habe mir daraufhin gleich die Schachteln für das neue System besorgt unb mit Aufschriften versehen. Neunzehn Stück waren es, unb als ich das Geld darin verteilt hatte, habe ich sogar drei Mark zweiunddreißig übrig behalten. Die habe ich als Reserve in die zwanzigste Schachtel getan und darauf geschrieben:
' Sei, ohne Sorge!!!
Denn ich habe bas bestimmte Gefühl, jetzt klappt es.
15. Januar 1941.
Bisher hat es auch geklappt. Aber vorige Woche ist Gerhard für sechs Tage auf Urlaub gekommen 3,ch habe mich schrecklich gefreut, unb er hat mir eine Menge schöne Sachen mitgebracht und besaß deshalb nicht mehr viel Gelb. Natürlich zeigte ich ihm gleich meine Schachteln, unb er fand sie großartig, unb dann hat er die Reserveschachtel ausge- kippt unb gesagt, davon konnten wir heut abend ein Glas Bier trinken und ins Kino gehen. Den Titel hat er ausgestrichen bis auf die Anfangsbuchstaben. Jetzt steht nur noch auf der Schachtel:
S. 0.15!!!"
Aber es waren wunderschöne Tage. Erst zuletzt auf dem Weg zum Bahnhof hat er gefragt, ob denn :-F G." auch „Für Gerhard" hieße? Ich erklärte ihm, bas bedeute „Für Gasrechnung". Er hatte mich aber dafür ins Theater eingeladen. Als er das ge» beichtet hatte, mußten wir lachen, unb ich habe ihm einen Kuß gegeben. Wenn er nur bald wieder Urlaub kriegt!
17. Januar 1941.
Da dacht ich mir in meinem Sinn:
„3n biefer Schachtel steckt nichts drin! Wie traurig ist es, daß sie leer ift —
__wie tröstlich, daß in andern mehr ift* <
zu gebrauchen, wo von einem Inbegriff der ft a atlichen und hoheitlichen Attribute die Rede fei, die auf die Gesamtheit übertragen worden sind, der Ausdruck „Bund" soll dagegen dort angewendet werden, wo mehr die Rechte der einzelnen Staaten, der Bundesglieder in den Vordergrund treten.
Aber auch die Frage, der heute unsere besondere Aufmerksamkeit gilt, die Frage, ob es einen Allgemeinbegriff „R e i ch" gäbe und welches der Inhalt dieses Begriffes fei, hat Bismarck einmal berührt, allerdings hat er dabei Ernst und Scherz gemischt.
Im Februar 1866, bei einer Beratung des Preußischen Abgeordnetenhauses über einen von der Regierung geschlossenen Vertrag zur Vereinigung des Herzogtums Lauenburg mit der Krone Preußen, hatte der Abgeordnete Virchow beantragt zu erklären, jede Vereinigung von Lguenburg mit der Krone Preußen fei fo lange rechtsungültig, als die Zustimmung bes Preußischen Landtags nicht erfolgt fei. Dieser Antrag stützte sich auf den Art. 55 der preußischen Verfassung, wo es hieß: „Ohne Einwilligung beider Kammern kann der König nicht zugleich Herrscher fremder (!) Reiche fein/
Darauf hat Bismarck u. a. erwidert: „Sie behaupten, Lauenburg fei ein fremdes Reich. Sie werden selbst fühlen, meine Herren, daß, um diese Behauptung aufzustellen, Sie sich gegen den allgemeinen und gegen Ihren Sprachgebrauch auf 1 ehnen müssen. Niemand von Ihnen wird jemals von einem Lippeschen und Waldeckschen Reich gesprochen haben, geläufig wird aber jedem . von uns der Ausdruck fein: das Britische Reich, das ' Russische Reich, bas Französische Reich — kurz, wir wissen ganz genau, wie weit wir in der Anwendung dieses Ausdrucks gehen ...! Schlegel, der Uebersetzer des Shakespeare, war gewiß em genauer Kenner und vorsichtiger Benutzer der einzelnen Worte: ich mache Sie auf eine Stelle aufmerksam im Heinrich VI., 3. Teil, 2. Akt, 1. Szene, wo in dem Gespräch der beiden Brüder Edward unb Richard die Begriffe Reich und Herzogtum a l s ganz entschiedene Gegensätze einander gegenübergeftellt werden (Richard: ,Statt Herzogtum und Stuhl sag' Thron und Reich'.) Es ist nun die Behauptung aufgeworfen, es sei gar nicht zu ermessen, wo der Begriff Reich anfängt, wie groß ein Staat sein müsse, ehe man ihn Reich nennen könne."
Alsdann ging Bismarck auf die Deutsche Reichsverfassung von 1849 über und sagte, jener Art. 55 der Preußischen Verfassung stamme aus der Zeit, wo ein gemeinsames deutsche Parlament in Frankfurt tagte, und fuhr fort: ,Hn dieser Zeit der allgemeinen Begeisterung für bas in der Bildung begriffene Deutsche Reich wollen Sie nun behaupten, daß bie preußischen Gesetzgeber das Wort „fremd" als identisch mit „deutsch" behandelt hätten, das Wort „Reich" als identisch mit einem Ländchen wie Lauenburg."
Wir können heute die Art und Weise, mit welcher damals die Vertreter des deutschen Liberalismus
Habe mir heute Rat geholt bei Alma, und sie erklärte mir sofort, wie man sich in solcher Lage helfen kann. Es ist kinderleicht. Wenn man was bezahlen muß, wo der Behälter leer ist, pumpt man eben eine andere Schachtel an! Man nimmt Zum Beispiel das Zeitungsgeld von ber Grammophonrate und legt dakür eine Quittung hinein: „Am soundsovielten zwei Mark fünfzig leihweise ausgezahlt an Zeitungs-Schachtel." Damit dann die an- gepumpten Schachteln bei der nächsten Ausschüttung bevorzugt berücksichtigt werden, sticht man als Zeichen senkrecht in den Deckel eine Stecknadel. So kann man jedes Minus überbrücken. Hauptsache ist, man hat genug Schachteln.
20. Januar 1941.
Heute wegen Gasrechnung die Stecknadel auf der Sommerreise gehißt.
25. Januar 1941
. Habe die Schneiderin-Schachtel „bestochen" unb bin daraus ins Kino gegangen. Ein anständiger Platz zu 1,50, bas tröstet mich noch. Wenn schon, dann soll man wenigstens nicht kleinlich fein.
29. Januar 1941.
lieber der Grammophonrate weht nun auch bas Notsignal Es hilft einem ja mächig weiter. Die Schachtelsammlung sieht schon aus wie ein Nadel- hffen. Das einzige, was einem Sorge machen könnte, ist, daß nun keine Schachteln mehr da sind zum Weiterpumpen. Alma hat schon recht, man muß sich vor allem beizeiten genug Schachteln anschaffen. Dann fann man gar nicht in Verlegenheit kommen ym übrigen ist ja auch der Monat rum und es hat gereicht.
Mß ir Eotbafei bis per ; 8«! nei nalen L 6?winne j Itntumg
nen
liche anderen englischen Zufuhren, da die ganz? Existenz des britischen Imperiums von seinen Der. binbungen zur See abhängig fei.
Bei einem Rückblick auf bie Weltkriegsjahre werbt zwar erkenntlich, daß im Frühjahr 1917 die Schaf, fung des Geleit zugfy st ems England vor btt Katastrophe bewahrt habe, doch fo anregend eint solche Feststellung für die Stimmung in England auch fein müsfe, lasse nichts darauf schließen, baß unter Berücksichtigung ber seither eingetretenen qei wattigen Machtverschiebungen zwilchen Deutschland und England und den grundlegenden Veränderungen der strategischen Konstellation bie« selbe Geschichte sich noch einmal wieberholen werde- „Die Hauptschwäche ber englischen Verteidigung gegen die deutschen Angriffe im Atlantik liegt in ber völlig ungenügenden Anzahl von Torpedobooten zur Sicherung der Gelettzüge", so sagt „Politiken". „Englands Staatsmänner wis. sen genau, daß alle Energie in der Schlacht auf ■ bem Atlantik eingesetzt werden muß. Wenn sie ver. loren wird, ist die Kraft des Inselreiches gebrochen*
Oer Wehrmachiberichi
Berlin, 31. März. (DRB.) Das Oberfommanta der Wehrmacht gibt bekannt:
Die Luftwaffe setzte trotz ungünstiger Wetter, tage ihre Kampfhandlungen gegen Großbritannien fort Lin größeres Handels. : schiff blieb nördlich der Themse-Mündung nadj Bombenvolltreffer mit starker Schlagseite liegen,, ein weiteres großes Schiff wurde im Atlantik schwer beschädigt. Flugzeuge der bewaffneten Auf- i klärung bekämpften militärische Funkstationen in Rordschotttand und auf den Shettand-Inseln tnil sichtbarem (Erfolg. Während der Rächt wurde» mehrere britische Häfen vermint.
3m Mittelm eerraum griffen Verbände bet deutschen Luftwaffe im Laufe des Tages zwei Flug, plähe auf der 3nfel Malta mit guter Wirkung an. Erfolgreiche Bombenangriffe richteten sich gegen britische Truppen in Rordafrika. Der Feind flog weder bei Tage noch bei Rächt in das Reichsgebiet ein.
Eden und Dill in Athen.
Sofia, 31.mät). (D3IB.) Der brlttsche Muffen- Minister Eden und der Chef des Empire-General- tabes Sir 3ohn Dill trafen in Athen ein, wo sie ihre Beratungen mit der griechischen Regierung wieder aufnahmen.
Zahlreiche Opfer der Minenfelder um Singapur.
Tokio, 31. März. (Europapreß.) Die von den Engländern um Singapur angelegten Minen« e I b e r haben, wie ber Kapitän des von der Ma- aiifchen Halbinsel zurückgekehrten japanischen Damp« ers „Milan Maru" berichtet, zahlreiche Schiffsunglücke verursacht. Kürzlich sei ein 7000 Tonnen großes mit Munition beladenes englisches Schiff, das nach Hongkong fuhr, auf eine Mine aufgelaufen, nachdem kurz zuvor ein
neuen Weltordnung auf der Grundlage der Gerechtigkeit und der Gleichberechtigung. Dies ist feit undenkbaren Zeiten das Ideal des japanischen Volkes gewesen und war auch der Leitgedanke bei der Gründung des italienischen Imperiums. Beim Anblick unserer nebeneinander wehenden Fahnen fühle ich mich von dem Gedanken tief bewegt, daß wir, um dem Rufe des Schicksals zu gehorchen, zusammen auf denselben Wurf gefetzt haben. Ich bin Eurer Einladung gefolgt und freue mich Gelegenheit zu haben, meine Bekanntschaften mit bem Duce und anderen führenden Persönlichkeiten dieser großen Nation zu erneuern, die Euch sicherlich zum Triumph und Ruhm des römischen Imperiums führen werden."
Italien entzieht USA.-Journalisten die Nundfunferloubnis
Rom, 1. April. (DNB Funkspruch.) Die italienischen Behörden haben dem bereits feit einiger Zeit verdächtigen Amerikaner Cecil Brown von der Columbia Broadcasting System wegen seiner fortgesetzten feindseligen Einstel-
xMP V<w


