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Deutschlands Äsend im Kriegseinsatz.

Volksgenossen aus dem europäischen Ost- und Südostraum und auf die Durchführung wichtiger Einrichtungen für den motorisierten Verkehr Im

die be-

sich mit

Einsicht und Tatkraft eine Selbsthilfeorganisation geschaffen hat, die sich auch im Gau Hessen-Nassau verschiedentlich bestens bewähren konnte. In den ersten ruhigen Kriegsmonaten wurde wie in Grvß- deutschland, so auch im Gau tatkräftig an der Aus­gestaltung des Luftschutzes der Zivilbevölkerung ge­arbeitet, Die praktische Ausbildung der Luftschutz-

Oie Heimat half sich selbst.

Schließlich sei auch darauf hingewiesen, daß die Heimat im Reichsluftschutzbund

Reich selbst. In der klaren Voraussicht, daß nach dem Vormarsch unserer Wehrmacht im feindlichen Gebiete besonders für Transport- und Aufräumungskolon- nen Männer * benötigt würden, die vor allem Lastwagen zu führen in der Lage wären, wurde sofort Anfang des Jahres auf korpseigenen Fahr- zeugen die Schulung für Führerschein 2 begonnen. Dafür wurden bisher in der Motor­gruppe Hessen eine große Anzahl Männer aus­gebildet. Ein großer Teil von ihnen kam sofort wie bereits im Jahre 1939 zum Einsatz bei der Orga­nisation lobt.

Aber auch im NSKK.-Dienst selbst waren die Männer eingesetzt, sei es in einem Sturm des Verkehrserziehungsdienstes zur Rege- lung des Verkehrs der besetzten Großstädte, sei es in einem W e r k st a 11 ft u r m zur Bergung der Tausende von Fahrzeugen des besiegten Gegners. Aehnliche Ausgaben harrten auch jener NSKK.- Männer, die im besetzten Norwegen zum Dienst an­traten. Die Motorgruppe Hessen kann also fest- stellen, daß ihre Männer vom äußersten Norden bis an die Pyrenäen in kriegswichtigen Aufgaben zum Einsatz gelangten.

Verkehrshilfsdienst und Transportkontrollen.

Innerhalb des Reiches hat das NSKK. als vom Führer zur Trägerin der Motorisierung tirnmte Gliederung im oergangenen Jahre drei wichtige Aufgaben gelöst. Die eine ist der 23 er- kehrshilfsdienst, eine Einrichtung, der in der übrigen Welt nichts Gleichartiges an die Seite gestellt werden kann. Sie dient jedem, der auf unse­ren Derkehrsstrahen irgendwie in Not geraten ist. Zur Erreichung dieses uneigennützigen Zweckes hat

La n d e h r e n d i e n st ist schon in allen vorher­gehenden Jahren zum Einsatz gekommen. Die Kriegszeit stellte auch liier erhöhte Anforderungen. Drei feste Lager in Schönberg an der Bergstraße, in Himbach in Oberhessen für Mitglieder der Ju­gendgruppen und in Ortenbsrg in Oberhessen für . Mitglieder des Deutschen Fraüenwerkes bildeten die festen Ausgangspunkte. Insgesamt konnten 60 693 Helferinnen eingesetzt werden.

Oer wurde gehört.

Die Nachbarschaftshilfe ist ein Arbeitsgebiet des Deutschen Frauenwerks, für das im letzten Jahr vor Beginn des Krieges viel geworben wurde. Der Krieg, der hier besondere Anforderungen stellte, konnte schnell auch erweisen, daß die Frau den Ruf verstanden hatte. Um auch in den Orten, in denen ein NSV.-Kindergarten nicht bestand, die Möglich­keit zu geben, daß die Mutter entlastet wurde, richtete die NS.-Frauenschaft Kinderstuben ein. In ö5 Kinderstuben unsexes Gaues wurden die Jüngsten betreut. Schon immer war die Zusammen­arbeit der NS.-Frauenschaft mit der NSV. beson­ders eng. So war es selbstverständlich, daß die Frau auch vielfach für den eingezogenen Amtsleiter der NSV. eintrat. 13 419 Frauen wurden als Amts­trägerinnen der NSV. eingesetzt.

Zahlen beweisen die Erfolge.

Es ist selbstverständlich, daß der Kriegseinsatz der Frau sowie ihr Einsatz zu allen Zeiten sich vielfach in der Stille vollzogen hat, ohne viel Aufhebens darüber zu machen. Die Zahlen, die heute voruegen, geben zum Teil nur ein unvollkommenes Bild. Es ist stets der Stolz der Frau gewesen, mehr zu sein als zu scheinen. Als die Rückgeführten aus dem Saargebiet durch den Gau kamen, als Soldaten hier einquartiert werden mußten, und vor allen Dingen als immer wieder Angehörige von Ver­wundeten kamen, die ihre Soldaten im Lazarett auffudjen wollten, aber nicht die Mittel zur Ueber- nachtung im Hotel hatten, da sorgte ein ständiger Quartierdienst des Deutschen Frauenwerkes dafür, daß jeder eine gute Unterkunft fand. Auf diese Weise sind im Laufe des ersten Kriegsjahres 101 241 Quartiere gestellt worden.

Praktische Hilfe auf allen Gebieten und der Ge­danke, wie könnte man es jedem Soldaten fchön und bequem machen, das ist stets ein beliebtes Einsatz­gebiet gewesen! Wenn mal die Wolle zum Stricken nicht reichen wollte, dann wurden etzen Tausende von Punkten gesammelt, davon Wolle gekauft und Svl- batenftrümpfe gestrickt. Die letzten Vorräte mancher Frau find aufgebraucht und davon 4625 warme Decken gestrickt, 10 747 Bunkerfchuhe und Lazarett­pantoffeln angefertigt, 2129 Bunkerkisfen und 258 083 verschiedene Kleidungsstücke hergestellt wor­den. Selbstverständlich fehlen nicht 3999 neue ge­strickte Strümpfe. Der Soldat ist immer froh, wenn eine mütterliche Hand ihm die Strümpfe wäscht und ausbeffert, denn das ist er ja von zu Haufe aus fo gewöhnt. 545 867 Paar Strümpfe sind auf diese Weise gewaschen und ausgebessert zurückgegeben worden. Wurden in früheren Jahren schon eifrig für die NSV. Kleider und Wäsche ausgebessert und gestiftet, so vergrößerte sich im ersten Kxiegsjahre diese Zahl noch erheblich mehr. 77 952 Kleider, 71 048 Stück Leibwäsche, 3822 Stück Bettwäsche und

warte, der Angehörigen der Hausfeuerwehr, taf Laienhelferinnen und der Melder wurde fortgesetzt und wiederholt. Die Verdunkelung der Wohnungen und die Entrümpelung der Dachböden laufend über­wacht, die Beschaffung von Selbstschutzgeräten fort« gesetzt, die Beschaffung behelfsmäßiger Luftschutz, räume tatkräftig gefördert.

Oer Lustschuh eine Wittenssache.

Als nach Beginn-der deutschen Destoffenstve En« land und Frankreich den Luftkrieg gegen die Zivil» bevölkerung aufnahmen, zeigte sich überall in Stadt und Land der Wert der praktischen Aus­bildungsarbeit des Reichsluftschutzbundes. Dank der von ihm den Volksgenossen vermittelten Kenntnissen und Fertigkeiten begegnete die Be­völkerung den Fliegeralarmen in Ruhe und Bereit­schaft. Wo die Bomben der ^Feinde friedliche Wohn­stätten tragen, fanden sich Amtsträger des RLB. und die Selbstschutzkräfte zu einträchtiger Abwehr zusammen und erfüllten in der Bekämpfung ent­standener Brände und in der Betreuung Verletzter alle ihnen auferlegten Pflichten in vorbildlicher Weise. Sie bewiesen in eindrucksvoller Art, daß sie nicht nur entschlossen, sondern auch befähigt waren, ihr Hab und Gut durch Selbsthilfe zu schützen.

Wie im ganzen Reich so.auch in Hessen-Nassau haben die von den Luftangriffen betroffenen Volks­genossen allen Zweiflern durch die Tot bewiesen, daß Luftschutz möglich ist, wenn man will. Dem Ausland aber, dem feindlichen und neutralen, wurde in den vergangenen Monaten des Luftkrie­ges gezeigt, daß das Reich, welches mit der Or­ganisation des Luftschutzes erst vor sieben Jahren begonnen hat, auch darin unübertroffen ist.

Anspruch auf eine umfassende Darstellung des Heimateinsatzes kann auch dieser Bericht nicht er­heben. Der bedeutende Anteil, den z. B. das Land- volk unseres Gaues an den Erfolgen der Heimat- front besitzt, braucht nicht mehl geschildert zu wer- den, da dieser anläßlich des Bauemtages in Frank­furt a. M. feine publizistische Würdigung fand. Mit ehrenden und dankenden Worten hat damals der Gauleiter die Oeffentlichkeit von der Großleistung des rhein-mcrinifchen Bauerntums unterrichtet. Wei­ter können vielfältige andere Gebiete, auf denen sich die Heimat bewährte, aus nahesiegenden Gründen heute noch nicht öffentlich behandelt werden. Zu ge­gebener Zeit werden auch über sie entsprechende Veröffentlichungen gemacht werden können.

Oer Gauleiter weist auf das Vorvitd ; des Führers. -

Das Aufgabengebiet der Heimat und seine Be­arbeitung zeigt sich uns jedoch bereits aus den vor­liegenden Darstellungen als erfolgreiche praktisch tätige Hilfe im Freiheitskampf unseres Volkes. Sie wurde ermöglicht dank der Verbundenheit jedes einzelnen Volksgenossen mit den idealistischen Kräf­ten der nationalsozialistischen Idee, sie wurde er­reicht dank der ganzen Hingabe des einzelnen unbe­kannten Blockleiters der Partei sowohl wie der Ein­satzbereitschaft der letzten schaffenden Arbeitshand, des letzten denkenden Hirns. Und sie konnte ihrs entsprechende Auswirkung finden dank der führen­den und lenkenden Hand unseres Gaul elf t e r s. Er selbst stand als der erste Mann des Füh­rers im Gau mit wachsamen Augen an allen Ei»^ satzgebieten und sorgte dafür, daß die geförderten Kräfte aus der Sicht des volksgemeinschaftlichen Nutzens zu einer einzigen Widerstandsfront der Hei­mat zusammengefügt wurden. Dor mehr als 100 000 Rüstangsarbeitern sprach er, neben den öffentlichen Versammlungen, auf Betriebsappellen über die Notwendigkeiten der Zeit und zeigte ihnen damit Ursache und Ziel unseres Kampfes auf, er eilte nach Fliegerangriffen zu den Schadensstellen, um sich an Ort und Stelle von den zuständigen Hoheits­trägern die unternommenen So fortmaßnahmen für die betroffene Zivilbevölkerung vortragen zu lassen, und sich von ihrer Durchführung zu überzeugen, et sorgte dafür, daß, so weit es ihm zur Kenntnis kam, schädliche Bürokratenluft aus den Dienststellen entfernt und durch den Geist der Hilfsbereitschaft ersetzt wurde. Selber das Schicksal des Verwundeten aus eigener Erfahrung kennend, überzeugte er sich in den Lazaretten von der Betreuung unserer ver­wundeten Soldaten. Kurz, seine dem Führer gegenüber getragene Verantwortung ließ ih" schlechthin alle Lebensäußerungen der Heimat unter seine betreuende Beobachtung und fein entschied* nes Handeln nehmen, um sie damit auf das engste an die Notwendigkeit der kämpfenden Front ZU binden, lieber allem aber sah der Gauleiter es wie immer als feine erste und wichtigste Aufgabe an, den Blick der Heimat zu jeder Stunde auf das leben­dige, stolze Vorbild des Führers zu lenken, Mit diesem Bild im Herzen hat schließlich die Hei­mat ihre Aufgaben erfüflt. Mit seinem mahnenden Antrieb wird sie sich auch für die Zukunft der gr^ ßen geschichtlichen Zeit unseres Volkes würdig s* weifen.

WerkesGlaube und Schönheit" zur Stelle, um einzuspringen, wo es not tat. Da war zunächst Mit­hilfe bei den Rückgeführtenzügen unv oem Militär­transporten nötig. Auch als Meldehelftr war eine lange Reihe von Jungmädel herangezogen. Dann jiefj es einfpringen in Lebensmittelgeschäften, um Marken kleben zu helfen, oder um Hausfrauen beim Einkäufen behilflich zu fein.'Familienhilfe und Hilfe bei Kindergärten, das war so recht eine Arbeit für unsere Mädel. Alle irgendwie verfügbaren Kräfte wurden zur Erntehilfe und Sammeln von Heil­kräutern aller Art eingesetzt. Unsere Mädel halfen das Grünfutter, Heu, Gemüse und Beeren und Obst, Getreide, Mais, Flachs und Weintrauben ein- gubringen. Ader auch bei der Hackfruchternte halfen ie, und zur Herbst- und Frühjahrsbestellung waren willige Mädelhände mit an der Arbeit. Während die Mädel über 14 Jahren frei dieser Arbeit ihren Mann stellten, sammelten die Jungmädel Kilo um Kilo Teekräuter und Heilpflanzen, Pilze und Bee­ren, Eicheln, Bucheckern und Kastanien, Fallholz und Laub. Und sie liefen, zusammen mit Kamera- den des Deutschen Jungvolkes, um aus den Häusern alles Altmaterial herauszuholen. Selbstverständlich waren sie auch bei der Metallsammlung, um der Haus flau behilflich zu sein, denn es gab da man­cherlei zu tragen und zu schleppen.

Hilfe in der Lazarettbetreuung.

Im Innendienst wurden fast alle Altersklassen der Mädel im Luftschutz- und Gesundheits­dienst ausgebildet. Im Innendienst wurden aber vor allem auch alle Kameraden der HI. o erneut, die irgendwo draußen ihren Dienst als Soldaten taten. Wieviel Päckchen gab es da immer wieder zu schicken, denn Mer Wunsch sollte doch unseren Sol­daten erfüllt werden. Die Briefe aber berichten von der Arbeit der gesamten Hitler-Jugend, denn manche Aufgaben, die früher die Kameraden der HI. er­füllten, wurden nun von den Mädel und Führerin­nen angepackt und bewältigt. Dazu kommt die Be­treuung der Soldatenfrauen. Das schönste aber war doch für alle unsere Einheiten der Dienst,in den Lazaretten. Kein Lazarett gibt es in unserem Obergau, wo nicht einmal wöchentlich unsere Mädel oder Jungmädel waren, um mit den Soldaten äu singen und zu spielen oder ihnen eine Feierstunde zu bereiten. Viele unserer älteren Mädel sind jefrer- zeit bereit, für die Verwundeten Briefe zu schrei­ben oder Besorgungen zu machen.

Spielzeug für den deutschen Osten.

Während der Wintermonate aoer wuroe in den Einheiten genäht und gebaftelt, und lange vor Weihnachten herrschte schon ein ganz geheimnis­volles und emsiges Treiben. Taufende und aber Tau­sende von Kleidungsstücken und Spiel­sachen entstanden. Etwa 300 Kinder ermordeter Volksdeutscher in Polen bekamen ein schönes Pa­ket. Ungezählte Pakete aber wanderten in die neuen Siedlerdörfer im Osten, in denen Wolhynien- und Galiziendeutsche angesiedett wurden. Keines unserer 150 000 Mädel und Jungmädel, das nicht wenigstens ein Kleidungsstück oder Spielzeug zu diesem Zweck gearbeitet hat. Aber auch unserer NSV. im eigenen Gau konnten Dinge aller Art zur Verfügung gestellt werden. Dazu kamen dann noch die Sammlungen für die NSV., für den VDA. und das Deutsche Jugendherbergswesen und das Sammeln von Bü­chern für Soldaten und Ansiedlerlager.

Die Berufslenkung und Aufklärung, ßanti- dienst- und Pflichtjahrmädel-Werbung unb -Be­treuung, die politische und weltanschauliche For­mung der Einheiten, die Leibeserziehung und dergl. mehr füllten den Dienst unserer Heimabende aus. Alle Arbeiten, die im Frieden geleistet wurden, wurden auch im Krieg weitergeführt. Und wo an­dere doppeltes leisteten, da standen auch wir nicht zurück. Manche Einheitsführerin bis hinauf zur höchsten Spitze hat zeitweise neben aller Arbeit noch zusätzlichen-Fabrikdienst, um dadurch einer im Wehr­betrieb stehenden Frau einen bezahlten Urlaub zu ermöglichen. Es ist nicht leicht, alle die Dinge, die so selbstverständlich getan wurden, aufzuzählen. Für Volk, Führer und Vaterland seinen Teil mitzu- leisten, das ist die vornehmste Pflicht des Bundes Deutscher Mädel. Kein Mädel, das nicht glücklich ist, den Namen des^Führers tragen zu dürfen, kein Pädel, das nicht semetwegen jede zusätzliche Arbeit, die der Krieg fordert, gerne und willig leisten wurde.

die Motorgruppe in unermüdlicher Arbeit aller be­teiligten Männer über ihr Gebiet ein Netz von 23 Zonen gezogen, in denen wiederum über 500 Rufstellen mit mehr als 1000 Hinweistafeln ein­gerichtet wurden. Man kann sagen, daß hier inner­halb des letzten Jahres in organisatorischer Hin­sicht Mustergültiges geleistet wurde.

Neben diese Einrichtung, mit der das NSKK. in erster Linie Helfer des motorisierten Verkehrs sein will, tritt eine zweite. Als Reichsmarschall Göring den Korpsführer zum Bevollmächtigten für den motorisierten Transport der Kriegswirtschaft ernannt hatte, wurden in der Motorgruppe die er­forderlichen Vorarbeiten sofort ausgenommen und in kurzer Zeit durchgeführt. Im Zuge dieser Aus­gaben wurden dem NSKK. auch die Trans­portkontrollen übertragen. Obwohl den aus- führenden Männern hilfspolizeiliche Befugnisse er­teilt wurden, wollen sie auch hier in erster Linie Helfer und Berater der Kraftfahrer sein. Zu diesem Zweck wurden in den Transport-Kon- trollpbteilungen der Motorgruppe Hessen rund 400 NSKK.-Führer und. Männer gründlich mit den besonderen Fragen des motorisierten Transportes vertraut gemacht. Erstmalig erfolgte ihr Einsatz anfangs Juli auf allen Reichsstraßen des gefam- ten Gruppenbereiches. Seitdem wurden diese Kon­trollen in jeder Woche aber mit ständig wechseln­dem Orte, durchgeführt, sodaß während der ersten vier Monate von den beteiligten Männern in 233 Kontrollen 4660 Stunden neben ihrer beruflichen Tätigkeit ehrenamtlich ausgewandt wurden. Dabei wurden 8074 Fahrzeuge angehalten und eingehend kontrolliert alles nur in der einen Absicht, hel­fend und beratend mitzuarbeiten, damit der Kraft­fahrzeugbestand, der unserer Wirtschaft zur Ver­fügung steht, in voller Leistungsfähigkeit erhalten

Groschen entging. In diesem Rahmen fiel auch die Werkarbeit mit ihren schönen Bastelarbeiten für die Ausländsdeutschen und die Umsiedlerlager. Hinzu kam eine Büchersammlung in mehreren tausend Exemplaren für diese Lager.

Bei unseren Soldaten in Belgien.

Die A l t m a t e r i a l s a m m l u n g ist zum eiser­nen Bestand im Dienstplan geworden. Das Ver­ständnis der Volksgenossen für diese Maßnahme fjat zu einer Organisation geführt, die auch den letzten Fetzen Papier der Verwertung wieder zuführt. Nicht zuletzt ist der Land- und Ernteeinsatz zu erwähnen. Der vorwiegend ländliche Einschlag unseres Gaues brachte hier eine Menge von Mög­lichkeiten in der Hilfeleistung bei der Frühjahrsbe­stellung, Grünfutter ernte, Heuernte, Gemüseernte, Beeren- und Obsternte, Getreideernte, Mais-, Flachs- und Weinernte und der Hackfruchternte.

Eine besonders willkommene Ausgabe war der Einsatz der Gebiets- und Obergauspiekschar bei un­seren Soldaten in Belgien. Ein Tagebuch mit den Einzeichnungen unserer Soldaten zeugt von der begeisterten Aufnahme unserer Jungen und Mädel in den besetzten Gebieten und bildet den Beweis der Verbundenheit zwischen Front und Heimat. Mit be­sonderer Liebe widmete sich die Jugend unseren verwundeten Soldaten in den Lazaretten. Es gibt wohl kein Lazarett in unserem Gau, in welchem nicht unsere Jungen und Mädel des öfteren erschienen. Mit Liedern, Musik und kleinen Gaben erfreuten sie unsere tapferen Kameraden und halfen ihnen über die Zeit der Genesung.

Mit Ausbruch des Krieges waren auch die Ein­heiten des BDM., der Jungmädel und des BDM.«

Dieser Freiheitskampf unseres Volkes, der die Zukunft des Lebens unserer Nation entscheidet, sieht naturgemäß vor allem die Jugend im höchsten Einsatz. Dank der politischen Ausrichtungsarbeit der Meinungs- und Willensbildung der HI. und des BDM. steht die deutsche Jugend heute geschlossen in der Wehr- und Heimatfront und hilft somit durch eigene Opfer und helfende Hände das zukünf­tige Schicksal gestalten.

Es ist klar, daß den Erfordernisien der Zeit ent» prechend das Hauptgewicht der HJ.-Arbeit auf die vormilitärische Ertüchtigung gelegt wurde. Nach einheitlichen Richttimen wurden hier­zu die älteren Jahrgänge herangezogen. Das Ziel der Ausbildung war der sogenannte K.-Schein. Hierbei galt es das praktische wie auch das theoreti- che Wissen u. a. in der Geländekunde wie auch in der Schieblehre auf einen gewissen Stand zu brin­gen. Sonderlehrgänae auf der Gebietsführersch-ule vermittelten den Führern der für die K.-Ausbil- dung in Frage kommenden HJ.-Einheiten das lehr- ahige Wissen. Außerdem standen der HI. Ausbil­der der Wehrmacht, zum großen Teil eingezogene HJ.-Führer, zur Verfügung. Das Ergebnis der Schlußprüfungen war über Erwarten gut. Die Ausbildung der Sondereinheiten wie die der Nach- richten-, der Marine-, der Flieger-, der Motor-HI. und der Feldschereinheiten, die insbesondere Sor­tierungen an technische Kenntnisse stellt, wurde ver­stärkt durchgeführt.

Oie saubere Haltung wird gewahrt.

Ein breites Aufgaben fe(i> erwuchs der Jugend - führung auf dem Gebiete des Jugendschutzes an Hand der gegebenen Gesetzesbestimmungen und Polizeiverordnungen. Durch die Abwesenheit des väterlichen Erziehungsteiles galt es eine straffere Beaufsichtigung der Jugendlichen im täglichen Leden durchzuführen. In Zusammenarbeit mit der NSV., den Jugendgerichten und den Polizeidienst­stellen ist es gelungen, der Entgleitung entgegen zu steuern. Die Verlegung des Dienstes auf den Sonntagmorgen gjbt den Jugendlichen die Mög­lichkeit, während der Dunkelheit die Straße zu mei­den. Die Gaststätten und Kinos wurden einer plan­mäßigen Kontrolle unterworfen. Die Einführung des Jugenddienstarrestes und des Wochenendkarzers gab den zuständigen Stellen ein wertvolles Er­ziehungsmittel in die Hand.

Gin weiteres Augenmerk galt dem Auf» unb Aus­bau des Land dien st e s. Diese Einrichtung, ist dazu berufen, den Städter wieder aufs Land zu führen. Die Einberufungen wurden nach neuen Ge- ichtspunkten vollzogen. Der Landdienstler ist jetzt ^-tauglich und wehrbauertüchtig. Der Ausbau der Lager wurde vervollkommnet. In ihnen erwächst uns ein guter Siedlerstamm, der vorwiegend im Osten eingesetzt wird. Die jüngeren Jahrgänge der HI. sahen ihre besondere Tätigkeit in der Aus­übung von Hilfsdiensten bei Partei und Be­hörden, Reickspost, Polizei, Feuerwehr, RLB. und sonstigen Beyörden. Gerade die Feuerwehr-Scharen haben in Verbindung mit dem Einsatz des RLB. Hervorragendes geleistet. Zumal traf dies zu bei dem Einsatz in Werken und Fabriken. Der Ein­satz für das WHW. wurde in gewohnter Weise getätigt. Die Reichsstraßensammlung war immer wieder Beweis einfallsreicher Jugend, der kein

bleibt unb sachgemäß zur Erfüllung ber heute un­bedingt notwendigen kriegs- unb lebenswichtigen Aufgaben ausgenutzt wttd.

Als dritte wichtige Aufgabe wurde dem NSKK. in Uebereinstirnmung mit dem Oberkommando der Wehrmacht die Vorbereitung für den Kriegs- kraftfa.hr sch ein erteilt. Damit wurde die bis. herige wehrsportliche Ausbildung in den sogenann. ten Wehrstaffeln der Motorstürme durch eine motor- und fahrtechnische Fortbildung von zwei- monatiger Dauer wesentlich erweitert. Erfreulicher, weise kam dadurch all bas, war' die einzelnen Stürme in selbstloser Aufbauarbeit als Lehrwerk, ftätten errichtet hatten, nun auch bei Ausbildung des Nachwuchses für die schnellen Truppen zur Verwendung, nachdem es bereits bei ber technischen Erziehung der Motor-HJ. feine Früchte getragen hatte. *

Als Schaffner bei der Straßenbahn.

Daß trotz biefer großen Aufgaben jeher einzelne NSKK.-Sturm mit feinen ihm noch verbliebenen Männern bereitwillig beim Winterhilfswerk unb anderen sozialen Einsätzen mitgeholfen hat, ver­steht sich von selbst. Von den vielen Sondevauf. gaben, die der Krieg mit sich braute, sei ber Dienst bei der Frankfurter Straßenbahn besonders erwähnt. Dort tragen rund 100 NSKK.-Männer als Straßenbahnschaffner in ihrer freien Zeit, be­sonders aber an Sonntagen opferbereit, dazu bei, daß dieses für die Frankfurter Bevölkerung fo wich, tige Verkehrsmittel trotz feines geschwächten Per. sonalstandes in ungestörtem Gang bleiben kann. Auch in diesem nationalen Ehrendienst liegt wie dem gesamten übrigen vielseitigen des NSKK. ber unwandelbare Wille zu Grunde mit beizutragsn zum endgültigen Siege.

26 734 andere Bekleidungsgegenstände konnten an die NSV. abgeliefert werden.

Oie SA. sorgte für die Fronttruppen.

Daß sich bei Ausbruch des Krieges für die Glie­derungen der Partei -besonders umfangreiche Aufgabenstellungen ergaben, war selbstverständlich. Mit der gleichen Selbstverständlichkeit wurden sie in Angriff genommen und damit der Front sowohl wie der Heimat eine spürbare, ja unentbehrliche Hilfe vermittelt. Ein Rückblick über die Leistungen der SA. am Ende des zweiten Kriegsjahres läßt feft- stellen, daß auch die verstärkten Anforderungen, wie sie der Verlauf des Krieges mit sich gebracht hat, auf allen Gebieten erfüllt worden find. Die vor­dringlichste Aufgabe der in der Heimat befindlichen SA.-Angehörigen wurde und blieb die Ausbildung der SA.-Wehrmannschaften. Hier, bei die­ser vom Führer der SA. erteilten Hauptaufgabe wuchs die Tätigkeit der SA. zu einem entscheiden­den Faktor für die Bewältigung des Ersatzes in unserer Wehrmacht auf. Die Vergleichszahlen nur einer Standarte mögen hier zeigen, in welch hohem Maßstab die fo überaus wichtige Frage des Ersatzes und des Nachwuchses für die Fronttruppen von der SA. gelöst worden ist. Insgesamt wurden von dieser einen Standarte weit über 4000 Wehrmän­ner, d. h. das Doppelte ihrer eigenen Stärke ausgebildet. Und ähnlich wie hier liegen die Verhältnisse bei allen übrigen Standarten im ganzen Gruppengebiet.

Verschiedenste (Ansatzaufgaben erfüllt.

Wenn naturgemäß die Ausbildung der SA.- Wehrmannschaften das wichtigste Arbeitsgebiet der SA. gerade im Kriege ist, welches für sich allein schon die Anspannung aller Kräfte der in der Hei­mat verbliebenen Männer und Führer erfordert, fo stehen doch daneben noch alle die verschiedenen Ein­satzaufgaben sowie auch die Weiterausbildung $ der Dienstbetrieb der SA. selbst. In erster Linie ist hier die ununterbrochene Betreuung der ein- gerückten SA.-Männer zu erwähnen, Die durch Briefe und Liebesgaben die Verbindung zwi­schen Heimat und Front aufrechterhalten. Dem­selben Ziel dienen die K r i e g s b l ä 11 e r der Gruppe Hessen mit einer jeweiligen Auflage von 30 000 Stück. Nicht vergessen werden darf hierbei auch die Betreuung der Familien der Angehörigen der eingerückten SA.-Männer.

Führerbesprechungen und Arbeitstagungen sorg­ten dafür, daß die Ausbildung und dauernde Aus­richtung der Führer, von denen fast alle ihre Tätig­keit in Vertretung der vor dem Feinde stehenden Einheitsführer ausübten, gewährleistet war; Lehr­gänge auf der Gruppenschule und Sonderlehrgänge hatten die Weiterbildung des Führernachwuchses zum Ziel. Sturmappelle und Dienstabende führten die Ausbildung in größerem Rahmen in den Ein­heiten weiter. Daß auch die körperliche und wehr­mäßige Ausbildung nicht unterbrochen wurde, zeig­ten die mannigfaltigen wehrsportlichen Kämpfe innerhalb der Einheiten oder auch zwi­schen SA. und Wehrmacht, mit der die SA. durch fo viele parallel gehende Aufgaben in ein besonders kameradschaftliches Verhältnis getreten ist.

Das NSKK. in der Bewährung.

In gleich enger Verbindung mit der kämpfenden Front standen die an das NSKK. gestellten For­derungen. Die Ausgaben, die die Motorgruppe Hessen mit ihren Standarten im Jahre 1940 zu lösen hatte, verteilen, sich auf den Einsatz in den besetzten Gebieten,' auf die Rückführung deutscher