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Die Chronik des Lahres 1940

Der Tod hat aber auch insbesondere in den

hat aber auch insbesondere in den ' Genro, der greise Fürst S a i o n y i, am 19. Dez. Forscher, Wissenschaftler und Techniker der ehemalige finnische Staatspräsident K o l l i o. Lücken geriffen. Am 27. Februar starb Am. März verschied 81jährig die vielgelesene

Reihen der

blutigen Krieges zur Aufrechterhaltung der eng-

'^egierung aus.

»er.

der deutschen Archäologie. Prof. Wil- dem Untergang entgegenführen.

22. Der Führer empfängt den

kers zurück.

A u g u ft: 7. Der Führer ernennt Reichsleiter von Schirach zum Reichsstatthalter und Gauleiter tn Wien und Obergebietsführer Axmann zum Reichsjugendführer. 11. Angriff der Luftwaffe gegen England eröffnet eine Welle deutscher An­griffe. 17. Deutschland erklärt die totale Blockade Über die britischen Inseln. 19. In der Woche oon. 11. bis 18. August verlor England 732 Flug, teuge. 20. Derbera in italienischer Hand. Bn- kisch-Somali von den Engländern geräumt. 30. Schiedsspruch der Achsenmächte in Wien legt neue Grenzen zwischen Ungarn und Rumänien fest.

September: 4. Adolf Hitler eröffnet das 2. Kriegs-WHW. 6. König Carol von Rumänien i»ankt ab zugunsten seines Sohnes Michael. 7. lin­ier Leitung des Reichsmarschalls Göring Angriff un» lerer Luftwaffe auf London als Vergeltung für leige englische Nachtangriffe gegen nichtmilitansche Ziele. 27. Berliner Dreimächtepakt zwischen Deutschland, Italien und Japan unterzeichnet.

Oktober:

schwedische Dichterin Selma L a g e r l ö f, am 20. Mai der schwedische Dichter Wenter von Hei­de n st a m, am 6. August starb der amerikanische Polarforscher Cook. Die Chronik sei geschlossen mit dem Namen eines der Hauptschuldigen dieses Krie­ges, Neville Chamberlain, der, nachdem er die Völker Europas erneut in die Wirren eines

Am Samstag. 4. Januar, beginnt in den $a- millenblättern ein neuer Roman, das letzte Werk des im vorigen Sommer verstorbenen 0 ans Caspar von Zobeltih :Zwei Schwestern und Tom", eine Ciebcs- aeschichte zu dreien, spielend in Deutschland und Südamerika, lebendig und fpannungsreid), aus Ernst und Heiterkeit anmutig gemischt, in der Sauberkeit des Stils wie der menschlichen Hal­tung an den Romanherz im Schild" er­innernd, der früher von Zobeltih bei uns erschien.

schmerzliche V ..

72jährig der Baumeister Peter Pehrens, am 4. März der bekannte Baseler Germanist Profesior Dr. Heusler, 74 Jahre alt. Am 20. März ver­schied der Begründer der deutschen Rassenhygiene, Dr. med. und Dr. phil. Alfred Ploetz. 79 Jahre

Namen, an die wir uns erinnern

Die Toten des Lahres 4940.

fahr JuniJuliAugust 1940 beispielsweise lei­steten über 1,3 Millionen Frauen in insgesamt 3 0 Millionen Arbeitsstunden Nachbarschafts­hilfe von Frau zu Frau; von ihnen arbeitete die Mehrzahl im landwirtschaftlichen.Haushalt und in der Erntehilfe. Im unbezahlten Fabrikdienst zur Entlastung der verheirateten Arbeiterin, der dadurch ein zusätzlicher Urlaub ermöglicht wurde, standen im genannten Zeitraum weit über 7000 Frauen, die annähernd 330 000 Arbeitsstunden leisteten.

Das ist nur ein kleiner Ausschnitt aus der Kriegs­arbeit eines ganzen Jahres. Nicht gerechnet und auch niemals zahlenmäßig festzuhalten ist die tag- liche, unermüdliche und doch so unendlich wichtige Kleinarbeit, die von Millionen Müttern in Stadt und Land unter erschwerten Kriegsernährungsver­hältnissen und dem ständigen Druck der Sorge um den Mann, Vater und Bruder getan wird, eine Arbeit, die der Erfüllung der vielleicht wichtigsten Aufgabe der Frau gewidmet ist, nämlich der Er- haltung der Familie. Wenn spätere Ge­schlechter einmal das gigantische Ringen Deutsch­lands um Europas Freiheit an sich vorüberziehen lasten werden, dann wird der Anteil der deutschen Frauen an ihm erst in seiner ganzen schlichten Größe erkennbar sein Dr. Buresch.

Helm Dörpfeld, ein Gelehrter von Weltruf, ' 87 Jahre alt; am 27. April der Präsident der Kai- ser-Wilhelm-Gesellschaft, Carl Bosch, Mitglied des Generalrates der deutschen Wirtschaft. Bosch ist be­rühmt geworden durch die technische Ausgestaltung der Haderschen Ammoniak-Synthese. Ein gleicher­maßen schwerer Verlust für die deutsche Wirtschaft und die deutsche Forschungsarbeit war der Tod des Grafen Arco am 6. Mai. Sein Name ist ebenso wie der Marconis mit der Funktechnik für alle Zeit verbunden. Am 24. August starb kurz nach Voll­endung seines 80. Geburtstages Dr. Paul N i p - k o w, der Erfinder des Fernsehens. Mit Prof. Dr. Wagner-Jauregg ging am 27. September in Wien ein Forscher dahin, der weltberühmt ge­worden ist durch die Einführung der Malaria- Impfung gegen die Paralyse. Ein bahnbrechender Forscher auf dem Gebiete der Tiermedizin war Ministerialdirektor Prof. Robert v. O st e r t a g, der am 10. Oktober starb.

der französischen Regierung, Laval. 23. Zusam­menkunft des Führers mit dem spanischen Staats­chef Franco. 24. Der Führer empfängt Mar­schall P6tain. 28. Italienisches Ultimatum an Griechenland. 28. Führer und Duce in Florenz. 28. Italienische Truppen marschieren in Griechen­land ein.

November: 5. D8^.-Präsident Roosevelt zum dritten Male wiedergewählt. 9./10. Erdbeben in Rumänien. 12. Außenkommissar Molotow in Berlin. 19. Führer-Erlaß über den Wohnungs- bau nach dem Kriege. 20. Ungafn tritt dem Berliner Dreimächtepakt bei. 22. Rumäniens Staatschef, General Antonescu, in Berlin. 23. Rumänien tritt dem Berliner Dreimächtepakt bei. 24. Slowakei dem Berliner Dreimächtepakt bei­getreten.

Dezember: 1. Luftangriffe auf Southampton.

In einer Chronik der Toten des Kriegsjahres 1940 steht an der Spitze das Gedenken an die vielen namenlosen Helden, die ihr Leben für Deutschlands Freiheit und Große gegeben Haden. Viele von ihnen sind in die Geschichte eingegangen, wie der Corn- modore B o n t<, der Führer der deutschen Zer­störer, der nach heldenmütigem Kampf gegen eng- tische Uebermacht bei Narvik am 13. April den Heldentod fand. Zu ihnen gehört auch Major W i ck, einer unserer kühnsten Jagdflieger, der nach seinem 56. üuftsieg Anfang Dezember nicht mehr vom Feindflug zurückkehrte. Am 2. Dezember starb Generalmajor Wolsvon Stutterheim, Com- m Otto re eines Kampfgeschwaders, an den Folgen seiner an der Front erlittenen Verwundung. Er war Inhaber des Pour le m6rite und Träger des Ritterkreuzes vom Eisernen Kreuz.

Auch sonst stehen auf der Liste der Toten wieder zahlreiche betanute Namen aus der alten und neuen Wehrmacht. Am 8. April starb General der Artillerie Becker, Chet der Heereswaffenamts und Präsident des Reichsforschungsrates, im 62, Lebens­jahr, am 18. April Admiral von Müller, der letzte Chef des Marinekabinetts Wilhelms II., im 87. Lebensjahre. Am 22. Mai verschied 83jährig (Ge­neral der Infanterie a. D. Ritter von Tylan- der, Inhaber des Pour le mdrite, am 3.Juli Ge­neral Detlef von Winter feldt, der 1918 an den WaffenstillstandsverhaTzdlungen als Bevollmäch­tigter der Obersten Heeresleitung teilnahm. An den Folgen eines Unfalls kam am 26. August General der Infanterie V o l k m a n n ums Leben, der erste Befehlshaber der in Spanien eingesetzten Legion Condor. Am 11. Oktober starb Admiral von Trotha, Staatsrat und Inhaber des Pour le mörite, im 73. Lebensjahre. Mit ihm verlor auch die Partei einen ihrer ältesten Mitkämpfer. Er war Träger des Goldenen Ehrenzeichens, Leiter des Reichsbundes Deutscher Seegeltung und der Ma- rine-HJ. Am 13. Oktober starb der Generalleutnant Karl von S ch o ch, als Führer bayrischer Truppen im Weltkrieg'bekannt geworden. Am 7. Dezember starb der bekannte Marine-Historiker Vizeadmiral von Manthey.

Die Partei verlor weiterhin am 14. Februar einen ihrer ältesten Kämpfer im Gau Baden, den ^-Oberführer und badischen Kultusminister Dr. Wacker. Bei den Kämpfen im Westen fiel der stellvertretende Gauleiter N i p p o l d (München). Von sonstigen bekannten politischen Persönlichkeiten sei der Tod des ftüheren österreichischen Bundes­präsidenten Dr. H a i n i s ch am 26. Februar er- wähnt. Auch zwei bedeutende deutsche Wirtschafts­führer sind unter den Toten des Jahres: Am 22. Januar starb im CO. Lebensjahre der Eisen­industrielle Otto Wolf, am 5. Oktober, 76jährig, der Geh. Kommerzienrat Dr.-Jng. Peter Klöck- ner

packt, die erst in Generattonen vollendet sein kann. Daß aber diese Aufgabe, die vornehmlich eine solche des Landvolkes ist, schon im Kriege begonnen werden konnte, ist an sich schon ein Be­weis der starken Kraft unserer Landwirtschaft, und schon im Kriege zeigen sich die ersten Auswirkungen in einer sehr spürbaren Vergrößerung unserer Er­zeugung an Nahrungsmitteln.

Nicht nur in den neuen Ostgauen, im ganzen Reiche ist die Kraft der Landwirtschaft und ihrer Führung so ungebrochen, daß sie sich zutrauen kann, noch im Kriege ohne Beeinträchtigung ihrer Kriegs­aufgaben schon an die kommenden Friedenausgaben zu denken und sie vorzubereiten. Ueberall erkennt man die Vorarbeiten für die kommende große W e st - O st s i e d l u n g, die erst die volle (Einbeut» schung der neuen Gaue gewährleisten wird. In Ver­bindung damit stehen die Aufgaben, für die zurück- bleibende Landbevölkerung der Altreichsgebiete nun endgültig für alle Zeiten Lebensverhältnisse und Schaffensmöglichkeiten zu gestalten, wie sie der Bauer des Dritten Reiches haben muß. Diese ge­waltige Aufbauarbeit im bäuerlichen Lebensraum, die unsere nächste Friedensaufgabe sein wird, und die sich bis ins letzte Dorf Großdeutschlands aus­wirken soll, wirft schon überall ihre Schatten vor­aus und setzt jetzt schon im Kriege die Kräfte in Bewegung. Es würde zu weit führen, hier auf diese Friedensaufgaben näher einzugehen. Daß es aber möglich ist, daß sie heute schon erkannt, bear­beitet und vorbereitet werden, daß sie in den Köp­fen der führenden Männer unserer Landwirtschaft gestaltet werden, das alles ist der schlüssigste Beweis dafür, daß eine unbändige Schaffenskraft und ein ungebrochener Lebenswille, wie im ganzen Volke, so auch in unserer Landwirtschaft steckt. Auch das mag die Zuversicht stärken, daß die großdeutsche Landwirtschaft mit jeder Ausgabe, die.ihr der Krieg noch stellen mag, fertig werden wird.

Nicht minder schwer waren aber auch die Ver­luste auf dem Gebiet der Kunst und Literatur. Das Musikleben verlor am 4. März einen der berühm­testen Diriaenten, Dr. Karl Muck, 80 Jahr« alt, am 28. März die Münchener Geigerin Hedwig Faßbaender, am 22. August den Komponisten Paul I u o n, am. 30. September schließlich 61jährig den Komponisten Walter Kollo. Von bekannten Männern und Frauen der deutschen Literatur star­ben am 23. März der sudetendeutsche Dichter Gott­fried R o t h a ck e r, erst JJ9 Jahre alt, am 28. März die Schriftstellerin Helene B ö h l a u (Al Raschid Bey) 81 Jahre alt, am 3. April der Dichter Josef Ponten im 57. Lebensjahr, am 29. Juli der Dichter Kurt Kluge, am 10. August der Schrift­steller Hans Caspar von Zabeltitz und am 11. September 76 Jahre alt der Dichter Hermann Stehr. Aus den bildenden Künsten sei der Tod des bekannten Bildhauers Professor Dr. Hugo Lederer erwähnt, der 69 Jahre alt am 1. August in Berlin starb. Theater und Film verloren am 12. März einen der populärsten Schauspieler Ralph Arthur Roberts, am 13. März eine der gefeiert­sten Filmschauspielerinnen und Tänzerinnen, L a Jana. Am 4. April starb der Begründer des Schlierseer Bauerntheaters, JEaoer Terofa 1, 77 Jahre alt, am 18. April in Wien Katharina Schratt, ein Liebling des Burgtheaters und die Freundin Kaiser Franz Josefs.

Don bekannten Toten des Auslandes fei vor allem Italiens ehemaliger Luftmarschall Jtalo Valdo genannt, einer der engsten Mitarbeiter Mussolinis, der als Gouverneur von Libyen am 28. Juni im Luftkampf den Heldentod fand. Am 23. Januar starb der schweizerische Bundespräsidem Motta, der seit 1911 der Regierung angehörte und fünfmal zum Präsidenten der Schweiz gewählt wurde. Am 26. November entschlief Japans letzter

die Ernteleistungen der neuen Ostgaue. Die G e - treibe ernte 1940 erreicht bis auf den undeacht- lichen Bruchteil von 2 v. H. den langjährigen Frie- densdurchschnitt. Die H a ck f r u ch t e r n t eübertriff sogar merklich die Friedensdurchschnitte. Bei Kar­toffeln betragt' ber Mehrertrag volle 9 v H Dies ist besonders beachtlich, da man früher immer da- mit gerechnet hat, daß es im Kriege vielleicht mög. lich fein würde, die Getreideproduktion auf der Höhe zu halten, aber immer mit empfindlichen Rückschlägen bei den Hackfrüchten gerechnet hat! In ollen anderen Zweigen der Bodenproduktion ist die Erzeugung ebenfalls mindestens voll aufrecht- erhalten, teilweise wesentlich erweitert worden

Dieses wirklich hervorragende (Ernteergebnis ist nicht nur deshalb bedeutungsvoll, weil es die Der- forguna des Volkes mit Nahrungsmitteln pflanz­licher Herkunft sichert (so sind die Brotgetteidevor- rate heute höher als bei Kriegsausbruch), sondern vor allen Dingen deshalb, weil damit die Fut- teroerforgung unserer Viehbestände in unge- schmäleriem Umfange sichergestellt wird.

Denn eine weitere wichtige Krieasleistung unserer Landwirtschaft kommt darin zum Ausdruck, daß die deutschen Viehbestände heute ebenso groß sind wie im Frieden. Die gute Ernte wind es ermöq- lichen, daß unsere Viehwirtschaft weiterhin in un­vermindertem Umfang und mit ungeschmälerter Leistung für die Erncihrungsstcherung zur Verfü­gung steht.

Wenn wir die heutige Lage einmal mit derjeni­gen anderthalb Jahre nach Ausbruch des Weltkrie­ges vergleichen, so liegt in der vollen Auf­rechterhaltung der tierischen Erzen- oung der größte und auch der unbedingt entschei- vende Unterschied. Zwar blieb die Ernte im Jahre 1915 nickt wesentlich hinter den Friedensernten zurück, aber zu diesem Zeitpunkt waren die Vieh- bestände schon stark zurückgegangen, ja die Schweine-

bestände, die damals wie heute für die Fett- und Fleischversorgung ausschlaggebend wichtig waren, hatte man schon kurz nach Kriegsausbruch geradzu dezimieren müssen. Auch für die noch erhaltenge­bliebenen Viehmengen fehlte es durchweg an Fut­ter. Damit war aber die Dolksernährung, obwohl das nach außen hin noch nicht sichtbar war, tat­sächlich um die Jahreswende 1915/16 hoffnungslos untergraben. Im Gegensatz dazu Haden wir heute sowohl auf dem Gebiete Der Bodenerzeugung als auch in der ganzen Diehwirtschaft eine Leistungs­fähigkeit, die sogar eine Steigerung gegen­über der Friedenszeit aufweift. Heute ist es möglich, daß mitten im Kriege von der Land­wirtschaft höhere Leistungen verlangt und auch erzielt werden. Damit ist aber auch jeder Versuch einer Aushungerung Deutschlands völlig aussichts­los geworden.

Hinzu kommt noch, daß wir heute in den neuen Oftgauen weitere Nahrungsreserven für unser Volk erschließen. Schon im Erntejahr 1940 ist ber Beitrag dieser Gebiete, die immerhin über rund 5 Millionen Hektar landwirtschaftlichen Boden um­fassen (gegenüber rund 33 Millionen Hektar im üb­rigen Reiche) nicht unerheblich gewesen. Um nur eine Zahl zu nennen: die Kartoffelernte der neuen Gaue hat unsere gesamte (Erntemenge von rund 59 Millionen Tonnen auf über 70 Mill. Tonnen gesteigert. Dabei stehen wir er st im Anfang des landwirtschaftlichen Aufbaues dieser Gebiete. Zur Ernte 1941 wird ein wesentlich höherer Bei­trag zu erwarten fein. Nur allmählich lassen sich die Spuren polnischer Lotterwirtschaft beseitigen, und nur allmählich, aber mit stetig steigendem Erfolg werden sich die aus Wolhynien, Bessarabien usw. zurückgekehrten deutschen Siedler in die landwirt­schaftlich« Intensivierung des deutschen Ostens ein­gliedern können. Mitten im Kriege hat das Dritte Reich hier eine gewaltige Zukunftsaufgabe ange-

5an«ar! 4. Konzentration ber Wirtschafts- Mhrung in der Hand des Generalfeldmarschalls Göring. 5. Rücktritt des jüdisch-englischen Kriegs­ministers Hore-Belifha.

Februar: 11. Wirtschaftsabkommen zwischen Deutschland und Sowjetrußlanb. 16. Der deut­sche DampferAltmark" wird in norwegischen Hoheitsgewässern von englischem Piratenkreuzer Überfällen, acht deuffche Matrosen ermordet.

März: 2. Der amerikanische Unterstaatssekretär Sumner Wells beim Führer. 3. Leipziger Kriegs- Frühjahrsmesse. 12. Russisch-finnisch er Friede. 16./17. Unternehmen der deutschen Luftwaffe gegen Scapa Flow. 18. Führer und Duce auf dem Brenner. 20. Rücktritt der Regierung Daladier. 20. Dr. Todt wird Reichsmintster für Bewaff­nung und Munition. 21. Verstärktes Kriegs­hetzerkabinett Reynaud. 30. Veröffentlichung der Warschauer Dokumente, die den amerikanischen Bot­schafter im Paris als Kriegshetzer bloßftellen.

April: 8. Minensperre der Westmächte gegen Norwegen. 8. Englischer Sabotageversuch auf der Donau. 9. Besetzung von Norwegen und Dänemark. 13. Heldenhafter Kampf deutscher Zerstörer gegen englische Uebermacht vor Narvik; Kommodore Bonte fällt. 17. Aufruf des Füh­rers zum Kriegshilfswerk für das Deuffche Rote Kreuz. 27. Das deuffche Weißbuch Nr. 4 ent­hält bie dokumentarischen Beweise für bas englisch- norwegische Zusammenspiel gegen Deutschland.

Mai: 10. Einmarsch ber beutschen Wehrmacht in Belgien, Holland unb Luxemburg. Der Führer an der Front. Chamberlain zurückgetreten, Chur- ckill englischer Premierminister. 10. Drei feind­liche Flugzeuge bombardieren die offene Stadt Frei- bürg i. Br. uni» töten 24 Zivilpersonen, darunter 13 Kinder. 11. Lüttichs stärkstes Fort, (Eben Emael gefallen. 13. Lüttich gefallen. Vom 10. dis 13. über 1000 feindliche Flugzeuge vernichtet; 14. Holland kapituliert. 17. Einmarsch in Brüssel. 17. Dyle-Stellung und Maginoi-Linie in 100 Kilometer Breite durchbrochen. 28. Der König von Belgien kapituliert mit feiner Armee.

Juni: 4. Bilanz ber Vernichtungsschlacht in Flanbern unb im Artois (10. Mai bis 3. Juni 1940): 14 Millionen Gefangene, 3500 feindliche Flugzeuge vernichtet. 10. Sieg in Narvik: Kapitulation Norwegens, Flucht der Engländer. 10. Italiens Kriegserklärung an England und Frankreich. 14. Einzug deutscher Truvpen in Paris. 15. Der- dun gefallen. Maginot-Linie südlich Saarbrücken in breiter Front durchstoßen, lieber dem Schloß von Versailles die Reichskriegsflagge. 16. Reynaud demissioniert, Marschall Pötain französischer Mini­sterpräsident. 17. Pötain kündigt Waffennieder- tegung Frankreichs an. 18. Führer und Duce einigen sich in München über die Bedingungen für Frankreich. 19. Deuffche Flagge über dem Straß­burger Münster. 21. Der Führer empfängt im Walde von Compögne bis französische Waffenstill- stanbskommission. 22. 18.50 Uhr wirb ber deutsch- französische Waffenstillstandsvertrag unterzeichnet. 25. Um 1.35 Uhr ist der deuffch-französische Krieg beendet.

Juli: 3. Bericht des O. K. W. über den Feld­zug in Frankreich (5. bis 25. Juni): 1,9 Millionen Franzosen gefangen, 792 Flugzeuge vernichtet, 800 000 BRT. Schiffsraum versenkt. 4. Britischer Ncmbüberfall auf französische Kriegsschiffe vor Oran. 6. Einzug Adolf Hitlers in Berlin. 19. Der Führer ehrt im Reichstag seine verdienten Armeeführer. 21. Anschluß der baltischen Staa­ten an die Sowjetunion. 22. Der britische Außen­minister Halifax weist die Friedenshand des Füh-

2. Der französische Oberkommissar für Syrien, Chiappe, von (Englänbem abgeschossen. Major Wick vermißt. 4. Englischer Geleitzug von 15 Schiffen vernichtet. Großangriff auf Bristol. 11. Ansprache des Führers an die deutschen Rüstungsarbeiter. Schwere englisch - italienische Kämpfe in Nordafrika. 12. Steuererleichterung für den deutschen Osten. Heimkehr des deutschen Lloyd-DamosersHelgoland" aus Columbien. 14. Angriff gegen Sheffield. 17. Die Gebeine des Herzogs von Reichstadt auf Befehl des Füh­rers von Wien nach Paris übergeführt. 18. Eng- lifche Bombenangriffe auf Bafel. 23. Angriff gegen Liverpool. Angriff auf Manchester. Eden englischer Außenminister. Zürich von (Eng- ländern bombardiert. Der Führer bei seinen Soldaten an der Front.

,lu, ous _ 4 Führer und Duce am Bren. Manner der deutschen yandel^ustsahrt und Bon krsuhruna seine-Werke- politischen Bankerotteuren -13 Deutsch- Militärmission für Rumänien, kämpser d» Atlantik-Fluge- «m 26. April starb überlassend, die England oon Tag zu Tag näher 12 Der Führer emp änm den Bizepräsidenten der Nestor der deutschen Archäologie. Pros. Wil- dem Untergang entgegensühren.

Ulf er e Frauen tragen zum Siege bei.

Das deuffche Volk erlebt den zweiten Jahres­wechsel im Kriege mit einer Zuversicht unb Ruhe, die ein Ausdruck seines unveränderten Siegeswil­lens sind. Mir haben inzwischen alle erlebt, datz Schlachten nicht nur an ber militärischen Front ge­schlagen werden, sondern daß es eine innere Front gibt, an ber minbestens ebenso tapfer ge­kämpft werben muß. Es ist ein Kampf, der sich mehr in der Stille, im (Einerlei des All­tags abspielt unb über ben nicht allzuviel ge­sprochen wirb. Dennoch gibt es auch hier ein Hel­dentum unb an ihm haben bie deutschen Frauen einen hervorragenben Anteil. Erst spä­tere Zeiten werden die Kriegsleistung der Frauen in diesem Kriege voll zu würdigen wissen. Sie be­ginnt bei der Mutter, die ihren Sohn ziehen lassen muß, bei ber Frau, bie vielfach zum zweiten Mal ihren Mann hergibt und allein zurückbleibt und sie vollendet sich in der selbstver­ständlichen Opferbereiffchaft, mit der alle Frauen, aleichgültig, wo sie stehen, neben ber vermehrten Arbeitslast in Haushalt ober Beruf auch noch bie Vertretung bes Mannes im Hcmbel und Verkehr, in Handwerk unb Gewerbe, in ber Lanbwirtschaft und in der Wissenschaft übernommen haben. Ohne diese Vertretung hätte das gesamte öffentliche Leben nicht ben Zuschnitt behalten, ben es hat.

Zur Aufrechterhaltung eines geordneten Wirt­schaftslebens gehört bie volle Jnbetriebhaltung bes Verkehrs, trotz aller Erschwernisse, bie ein Krieg zwangsläufig mit sich bringt. Wie wichtig ber Ver­kehr für die gesamte Maschinerie einer großen Volkswirtschaft ist, haben wir ja im harten Kriegs- winter 39/40 gründlich kennengelernt, als durch die höhere Gewalt ungewöhnlicher Naturereignisse der Verkehr zeitweise lahmgelegt war. Durch die Einziehung ber Männer wäre sowohl bei ber Reichsbahn als auch ben städtischen Verkehrsein­richtungen ein bedrohlicher Personalmangel entstan­den, wäre nicht, wie auch schon 1914, die Frau auf ben Plan getreten, um als Schaffnerin, als Schal­terbeamtin, als Zugbegleiterin unb Dienstleiterin neben ihren häuslichen Pflichten Männerarbeit zu tun. Ebenso hätten unzählige Einzelhandels- g e s ch ä f t e mit Kriegsausbruch schließen müssen, wenn nicht bie Frauen der Geschäftsleute bas Heft in bie Hand genommen hätten.

Wiober andere Frauen traten zu tausenden an b i e Maschinen, sie ersetzten bie eingezogenen Arbeiter in ber Rüstungs- unb Kriegsindustrie, sie handhabten Bohr- und Fräsmaschinen ebenso sicher und geschickt wie feinmechanische Meßinstrumente und elektrische Montage. Ein großer Teil auch die­ser Frauen war Hausfrau und Mutter und versorgte neben einem vollen Arbeitstag daheim Haushalt und Kinder. Fast Uebermenschliches leistete d i e Bäuerin, die schon ohnehin den längsten Ar­beitstag gehabt hatte und nun zu der eigenen Ar­beitslast in Haus, Kinderstube, Garten unb Stall noch bie Pflugschar ergriff unb in der Außenwirt­schaft ben fehlenden Bauer ersetzte.

In unzähligen Zweigen ber öffentlichen und pri­vaten Verwaltung, in Büros unb Waren­häusern, in Dienststellen unb im freien Be­ruf als Aerztin, Volkswirtin, Anwältin unb Leh­rerin u. a. m. erfüllte die Frau ihre Kriegspflicht als Bertreterin des Mannes. Es gab kaum einen Beruf, kaum eine Tätigkeit, außer soldatischem Kriegsdienst ober ausgesprochener Schwerarbeit, wo nicht Frauen standen unb heute stehen. Daneben durften die ausgesprochenen weiblichen Be­tätigungsfelder aber nicht vernachlässigt werden, es wurden auch da in vermehrtem Umfang Frauen gebraucht, sei es, daß sie als Schwestern und Pfleg e r i n n e n hinauszogen, daß sie die Trup­pentransporte mit Verpflegung und Liebesgaben versorgten ober sich für die Rückgeführten, Volks­deutschen unb RücOvanderer einsetzten. In groß­zügigem Einsatz haben unter ber Führung der Frauen aus der NS.°Frauenschast und dem Deut­schen Frauenwerk Millionen von Frauen ihre Kräfte und ihre Freizeit geopfert und haben ohne (Entgelt unb ganz in ber Stille mehr für den Widerstand der inneren Front beigetragen, als mir es heute schätzen können.

Obwohl also Zahlen nur Annäherungswerte er­geben, feien einige wenige aufgeführt, um einen Begriff von ber Gesamtleistung geben zu können. Der Umfang ber Beteiligung ber Frau an ber Kriegsindustrie läßt sich aus der Tatsache ermessen, daß bereits Anfang 1940 ber prozentuale Anteil ber berufs- unb erroebstätigen Frauen an ber weib­lichen Gesamtbevölkerung rund 40 v. H. betrug! Ueber die Frau im Geschäftsleben läßt sich in Zah- len Genaueres noch nicht aussagen. Hingegen lie­gen Zahlen aus der freiwilligen sozialen Hilfs­arbeit vor, bie erkennen lassen, in welchem gewal­tigen Umfang sich bie Frau in die ehrenamtliche Kriegsarbeit eingeschaltet hat. Im Sommerviertel­

alt; am 29. März Geheimrat Professor Dr.-Jng. Schütte, mit dem eine Bauepoche bes beutschen Luftschiffbaues und ber Fliegerei eng verbunden ist. __________________n _

Am 22. April kam bei einem Probeflug Fluykapi- lisch en Vorherrschaft in Europa gestürst hatte, am OlU3Cn(n)almb'erImnfAeYbeT^aus ber tön Henke ums Leden einer ber lähigsten 9. Nov. sang- und klanglos abgetreten ist, die Wei-