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Don Generalmajor a. D. Or. Karl £>au6hofer, Professor an der Umoerftfdf München.
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gekreist, statt selber andere einzukreisen und zu blockieren, und steht vom Nordkap über Kanalküste!
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Vakuum von Tripolis und Aethiopien aus
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igeslochtenen Haus. Auch
Kiefer bringen Gluck. Strohselle r Papierstreifen schlingen sich rund
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paner in Stadt und Land sein Haus zu schmücken, ßig Karten. Da es hundert Millionen Japaner Hohe grüne Bambuszmeige und Kiefernäste wer« gibt, kann man sich oorstellen, was die j a p a • den in mächtigen Kübeln mit vielen .stilvollen Ft- n i s ch e P o st in den Tagen vor Neujahr -u tun
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Neujahrsgruß aus der kleinen Stadt. rZon Wilhelm von Scholz.
löslich man in solcher feierlichen Stunde mit allen Gliedern des Dolksganzen verbunden ist. Hier draußen erlebt man und fühlt es auf einmal warm im Herzen, trotz des klirrenden Frostes um die Häuser; vielleicht gerade wegen des Frostes, durch den die menschliche Herzenswärme noch viel kostbarer wird.
Leben.
Die Aecker und Wiesen unter der weißen Decke — die grüßt das erhobene dampfende Glas mit. Denn hier weiß jeder, daß auf ihrem Gedeihen das Leben und Gedeihen aller, des ganzen Volkes beruht. Und
die Jahreswende, einmal tief und innig dort erlebe. Das gibt nicht nur für ein Jahr Kraft, Frische, Mut und Warme — es spendet sie manchmal für ein
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es im März gefeiert, aber schon seit achtzig Jahren fällt auch der japanische Neujahrstag mit unserem 1. Januar zusammen. Neujahr in Japan ist schon deswegen ein besonderer Tag, weil dann alle Japaner Geburtstag haben. Mit dem 1. Januar wird automatisch jeder Japaner ein Jahr älter. Ein Kind, das am 31. Dezember geboren wurde, wird am 1. Januar schon ein Jahr alt.
Die Japaner haben nicht viele Feiertage. Die Sonntage werden zwar von den Behörden und dem großstädtischen Geschäftsleben als Feiertage gehalten, aber das ganze übrige Volk kümmert sich nicht um den Sonntag, sondern arbeitet weiter. Nur einige Staatsfeiertage unterbrechen die
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Japanisches Neujahr
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an, und schon vom frühen Morgen'an werden S e» lange Reihe der Arbeitstage. So ist denn das ganze, suche gemacht. Unter den großen Familien ist Volk am Schluß des Jahres ruhebedürftig und freut । schon Wochen vorher ausgemacht worden, wer wen sich auf Neujahr, denn bann begnügt man sich nicht wann besucht. Denn es werden ja auch alle Besuche mit einem einzigen Feiertage, sondern nimmt gleich [ erwidert, und so bedarf es eines ausgeklügelten mehrere weitere dazu, und es dauert eigentlich bis, Fahrplans,, damit man sich nicht verfehlt Außerdem zur Mitte des Monats, ehe das normale Arbeits- ■ schickt jeder Japaner an seine sämtlichen Bekannten tempo wieder ausgenommen wird. eine Neujahrspostkarte. Unter zehn Karten
Schon acht Tage vor Neujahr beginnt jeder Ja- tut es niemand. Manche schicken zwanzig und breb
$ a m p f gegen den letzten Gegner, England. Deutschland, das deutsche Volk und der beut- sche Soldat missen sich des Sieges sicher.
alten Lebensraum zurückzukchren wünschte; und lag Frankreichs Balkon zum Pazifik, Jndocbina, reich und wehrlos, und bereits an den Anbttk japanischer Truppen in seinen Häsen, auf seinen Bah-
bas sind glückspendende Dinge. Am Silvesterabend sehen auch die modernen japanischen Großstädte aus, als wären die Wälder zu Besuch in die Straßen gekommen.
Schon in der Silvesternacht ziehen unübersehbare Scharen von Menschen zu den großen Tempeln, wo sie im stillen Gebet den göttlichen Segen zum Jahreswechsel erflehen und sich dann dem fröhlichen, bunten Treiben hingeben, das die Tempel umgibt und nach unseren Begriffen einem Jahrmarkt oder einer Kirmes gleicht.
Am Neujahrsmorgen weicht diese Fröhlichkeit dem korrekten Ernst. Alle ziehen ihre besten Kleider
Dor meniaen Wochen hat die deutsche Landwirtschaft die letzten Erntearbeiten beendet und damit den Schlußstrich unter ihre erste Kriegsernte gesetzt. Sie hat damit ihre erste große Kriegsaufgabe erfüllt, und damit ist auch der gegebene Zeitpunkt gekommen, die bisherige Leistung zu würdigen.
Als im Herbst 1939 Der Krieg gegen Deutschland entfesselt wurde, mußte unsere Landwirtschaft so- fort und unvermittelt sich der schwersten Belasbungs- probe unterziehen. Auf der einen Seite verlangten die höheren Notwendigkeiten des Krieges, daß in den ersten Kriegswochen besonders viele Bauern, Landwirte und Lanoarbeiter aller dienstfähigen Jahrgänge zum Waffendienst einrückten, außerdem mußten mit einem Schlage Arbeitspferde in großer Zahl an die Wehrmacht abgegeben werden — und trotz alledem mußte die ganze Hackfruchternte und die Herbstsaat unter allen sonstigen Schwierigkeiten der Umstellung von Friedens- auf Kriegswirtschaft und vor allem unter denkbar schlechten Wetterverhältnissen bewältigt werden. Was in den ersten, stürmischen Kriegswochen und Monaten auf ungezählten deutschen Bauernhöfen an stiller, aber eifer-
Tokio, Dezember 1940. i nessen vor die Hauseinganae gestellt. Bambus und Neujahr gehört in Japan zu den größten Festen ' Kiefer bringen Glück. Strohseile mit eingeflochtenen des Jahres. Nach dem alten Sonnenkalender wurde ~
lesen kann.
Zum erstenmal seit einem Jahrtausend sicht sich die große randständige Weltmachttnsel Europas, Großbritannien, zwischen ihren Fünfhäfen im Süden und Scapa Flow im Norden, dann der Nord« und Südspitze eines neutralen Irlands ein-
47 blockiert sind.
Aber hier stellt sich dem Frerhettswillen ein verwegenes und geschicktes Spiel entgegen, das in der Wett des Jllam und im äquatorialen Afrika so ziemlich alle Wendeflaggen durcheinander geworfen und das Geläufe in gründliche Unordnung gebracht hat. Es ist der britischen Staatskunst an dieser Erdenstelle gelungen, das werdende Paktsystem von Saadabad jo auseinanderzubringen, daß Türkei, Großarabertum, Irak und Iran, Saud- arabien und Aegypten an lauter verschiedenen Strängen ziehen, teils unwillig, teils in gutem Glauben, in ihrer raumpolitischen Mitte noch verwirrt durch das Pandämonium Palästina, das höchst urcheilige „^eilige", von der Mehrzahl seiner Insassen uni) sogar feiner Garnison verwünschte „gelobte* Land. Aber freilich umdrängen
wenn wir die Wintersonnwende, das Wiederaufsteigen der Sonne auf ihrem jährlichen Weg feiern, so gehört die Weite unseres fruchttragenden, zuerst von der Sonne, ihrem Licht, ihrer Wärme abhängigen Landes mit zu den Festteilnehmern, soll es mit rechten Dingen zugehen.
Uns und unserem Lande wollen wir ein gutes, fegens- und siegreiches neues Jahr wünschen! Und dabei ist mit „unserem Lande* natürlich nicht nur der Umkreis von hügeligen oder ebenen Aeckern, von Obstgärten und Wald um unseren Wohnsitz gemeint, sondern das Vaterland, das im abgelaufenen Jahre wieder um schöne, uralt deutsche Gaue größer und reicher geworden ist, in dem wir unsere Geschichte unserer Kultur, alles Hohe menschlicher Leistung begreifen, das unser Leben, unser Schicksal trägt, und das wir mit unserem ganzen Herzen lieben!
hat, um alle diese Glückwünsche zu befördern. 6d)on im vorigen Jahr und in diesem Jahr noch entc gifeber versucht die' japanische Regierung die $» volkerung von dieser Sitte abzubringen, da ein 2^ es sich in Kriegszeiten nicht mehr leisten fönint, für solch eine übetjlüffige Sache, Zehntausende w« Hilfskräften bei der Post einzüstellen. Auch ®t!‘ schen kpakete werden zu Neujahr in ungeheuren Mengen versandt, und auch diese Flut versuW man jetzt einzudämmen. Eine besondere Freude für alle im Erwerbsleben stehenden Japaner und Jap°c nerinnen ist das Neujahrsgeschenk, das sie d®1 ihrem Arbeitgeber erhalten.
In einem an feinen alten Gebräuchen so M hängenden Volke wie dem japanischen versteht in sich, daß auch die Neujahrstafel mit den althergp brachten Festgerichten besetzt ist. Auf teiH Darf der Tai fehlen. Das ist Japans beliebig Feiertagsfisch. Der Taa (deutsch: SeebraMi ist sozusagen der Karpfen des Meeres, und nxim immer in Japan ein freudiges Ereignis eintritt - ein Prinz wird geboren, ein Sieg wird gemeldet - dann steigen im Nu die Tai-Preise um das Do1-' pelte und Dreifache. Denn kaum haben die frauen im Rundfunk die frohe Nachricht geijC-L dann rennen sie auch schon in die Markthallen, sich ihren Tai zu kaufen. So ziert der Tai bwj auch jede Neujahrstafel. Er wird kalt serviert, um ihn her lachen die Schüsseln mit noch Zahllos anderen Leckerbissen. Auch die Reiskuchen düsen zu Neujahr nicht fehlen. Sie sehen von aus wie Marzipan, schmecken aber ganz anvei- ; Infolge des Krieges hat Japan jetzt Reissorgen. W’ ist nicht genug Reis da, um die Bevölkerung 11 I normalen Ausmaß damit zu ernähren. So war° die Leute schon traurig Darauf gefaßt, Daß es die -- ' Jahr Die beliebten Reiskuchen nicht geben wer t Aber die Regierung bat bestimmt, daß sie doch Der in genügenDen Mengen hergestellt werden V* i len. Darüber herrscht große Freude.
I In Den Neujahrstagen sind die japanischen Stn- ! ßen beinahe leer. Die Läden sind geschlosien ‘ einzige Mal im Jahr), Der Verkehr schläft, und ve" । Nachmittag ab sind die Familien fast alle zu i)0'-- Auf der Straße sieht man zumeist Kinder
i haben ihre hübschesten Kimonos an und fpWj । Federball ober lasten Drachen steigen. Beides " I Die typischen Neusahrsspiele Japans, chen sieht man auch wohl sonst im Jahre,fneg. aber Federball zu spielen, würde keinem einsali es sei denn die paar Tage zu Neujahr.
nen gewöhnt. Südlich von ihr aber lag das reichste Kolonialgebiet der Erde, „verwaist« Inseln , Indonesien, voll von Kautschuk, Zinn, Steinol, Ehinin, di« USA. und Japan ebenso nötig hatten, wie die Kolonialmächte alten Stils, Die Inhaber der „Goldfransen am Bettelmantel Asien", wie Lord Curzon Die reichen Monsunländer genannt hatte. Welcher Bettelmantel wünscht seine Gold- fransen nicht?
An kostbarster, weithin sichtbarer Stelle zwischen Fernern und Nahem Osten, zwischen den nach jahr« hundertlangem Hinstreben endlich an Indiens Grenze angekommenen Russen und Dem Indischen Ozean, zwischen den Wendeflaggen am Suezkanal und am Persergols mit seiner Oelfündigkeit und der von Tropenschätzen umdusteten Malakkasttaße hing ein Kaiserreich: Indien — dessen Erhaltung oder Verlust den Wettreichsrang für Englands Krone bedeutet. Zwangsweise hatte es für diesen vom Zaun gebrochenen Krieg gegen die Freiheit und Unabhängigkeit Europas dieser Krone ein dürftiges Zwanzigstel Der ehedem von 1914/1919 Dargebotenen Kräfte widerwillig abgegeben; denn es Sab ja diesmal selbst vor, für seine Freiheit und nabhängigkeit zwar nicht kämpfen, aber doch passiven Widerstand leisten zu wollen. Wenn 363 Mil- lionen ernsthaft auch nur gewaltlosen, passiven Widerstand entfesseln, Dann werden einig« sechzig weiße Millionen, selbst wenn sie von Schwarzen unterstützt würden, kein leichtes Spiel mit ihnen haben, namentlich, wenn von den einigen sechzig Millionen
btt Italiener, und ht Syrien hemmen feint Extratouren die Franzosen, denen das ehedem so beliebte Pfeifen des Ausmarschliedes „Partant pour la Syrie“ längst vergangen sein mag. Aber noch sind sie Da: in Syrien, im „Weißen Nord afrifa, — trotz den Tücken von Dran und von Dak- rar und General de Gaulle am Aequator.
Von Libreville aber durch Französisch- und Bel. gisch-Zentralafrika bis zum Absetzen De/ britisch— usamerikanischen Fluglinie süDlich an Indien vorbei stehen Flaggen, die das schmale weiße Südafrika Durch eine schwarze Flut hermetisch vom Lebensraum Der weißen Rasse absperren wollen; nach Westen aber überschreitet das Gespenst einer Fernblockade über den Atlantik hinweg, dessen ®ra- ben bis zur Neuen We11, Die sich vorläufig m eine Schutzgewässerzone von 500 Kilometer Breite- hüllt, von Den USA. aus noch nicht über Dem Atlantik, wohl aber weit über Den Pazifik hinaus- übergreift.
Das ist nun die weitere offene Frag« an das Jahr 1941: wird sich Die nur scheinbar friedliebende, in Wahrheit der Praxis angriffshiftige Großmacht der Erde durch den Schutzraum um Die Alte Welt w a r« nen lasten? WirD sie vorziehen, zunächst in ihrer Reichweite Glied für Glied des britischen Kolonial- raums für Schrott und Kriegsgerät einHuhandeln» und schließlich Kanada, Australien unb Neuseeland als Stern« zu ihren 48 fügen, zu Denen sich Hawai vorläufig nicht gesellte, Mittel und Süd-Aiyerika langsam einzugarnen? Oder gelingt es einer kleinen machtlüsternen, geldstarkem Gruppe, auch Diesen demokratischen Präsidenten, wie seinen Vorgänger Wilson in eine Unheilsfigur für Die Erd« zu verwandeln, die er einer gründlichen Feuertaufe zuführen kann?
An Dieser Stelle hat ein ftarfgtbauter Renner freie Bahn, weil ihm Dafür so wenige Wendeflaagen angesteckt sind, wie Der Sowjetunion zwischen Den pontischen Meerengen, dem Kaukasusglaci,. Iran und Turan im weitesten, älteren Sinn. Rur finnische Mark und Donaumündun-g, Amur und Gobi Dürften wohl als anerkannt gelten. Das sind weite Möglichkeiten zum Ausbrechen wichtiger Felder aus allen Regeln, wenn schon einmal Der Menschheit höchste Gegenständ« auf d«m Spiele stehen, und wettüber um Freiheit und Herrichast gerungen wird, so heftig, daß sich beide oft schwer unterscheiden lassen. Nur eines rft sicher, daß es ein hohes Spiel rft und Das Leben von Völkern im Einsatz steht, und daß nur ungeroöfjn- li che Öeiftung, kein bloßer Durchschnitt bw Ziel, unter scharfer Beachtung aller Weicheflaggen zu erreichen gestattet. K
und Biskaya, im praktischen Werden bis zu Den Säulen des Herkules einem geschlossen abwehrenden Festland gegenüber, von dessen Uneinigkeit sonst ihre Gleichgewichtspolitik zu leben pflegte. Können diese Wendeflaggen nicht umgeritten werden, so ist es mit der leitenden Zentrale eines allgegenwärtigen Weltteichs zu Ende, und es zerbricht von seiner Mitte aus, früher oder später, vielleicht mit Flucht Der obersten Hehn- ja HunderttausenD, aber gewiß unter Zurücklassung eines unlösbaren Ernäh- rungs- und Wehrproblems für 47 Millionen als Folge eines falschen Starts.
Eine zweite entscheidenD wichttge weltpolittsche Wendeflagge für 1941 steht auf Dem Dreifuß Hongkong—Singapur—Port Darwin, mit einer bereits gebrochenen Stütze in Der Kamranh- Bucht in Jndochina, und zwei hastig herangeschobenen USA.-Hilfslinien über Hawai—Guam—Philippinen und über Fifi auf Australien—Neuseeland. Kann sie das pazifische Kraftgeld vom indischen scheiden? Werden nicht dort die Renner durcheinander laufen, auch wenn nur ein einziger ausbricht oder vorprellt? Das ist die zweitwichtigste Frag«, auf die 1941 Antwort geben muß. Denn an diesem unkt schneiden sich zwei Kraftlinien, von denen die .ine, auf ber die britischen, französischen, niederländischen Südostasienlinien flogen um) Der Union Jack unbedingt zu herrschen schien, von einem ehedem britisch beherrschten Mittelmeer über Suez—Colombo nach Singapur lief, die ander« aber seit dem Aufbau des Dreiecks Berlin—Rom—Tokio auf höherer Ebene am 27. September 1940 Die Fortsetzung der inneren japanischen Seewehrzone bildete, die von Javarrsee, Ost« und Süd-Chinasee—Formosa-Straße auf Hainan und Shinnanggunto (Die Spralley-Inseln) traf, Die zwischen Jndochina, Main la und Sin-
disch durchwebt.
Zwar haben Waldhorn und Posaune erst ein wenig eingefroren und heiser getönt, aber jetzt sind sie im Klingen freier und reiner geworden und Dürfen mit ihrer Musik ohne Scheu emporsteigen zu den eisia funkelnden Sternen, auch niederwehen in die Gassen unseres Städtchens.
In denen ist freilich kein Schritt mehr zu hören, kein wandelnder Schatten mehr zu sehen, Der stehen- bleibend zu Den Klängen aus Der Höhe aufschauen wird. Aber hinter den Fenstervorhängen ist allent- halben ein matter Schein. Er fällt auf bas leicht überschneite Holperpflaster und auf Die Plattenfuß- fteige, Die unten an Den Häusern hinlaufen.
Ja, manches Fen ter wirD wie unseres geöffnet und schimmert mit ein paar angezündeten Kerzen am Weihnachtsbaum, die Die Verdunkelung nicht durchbrechen, einen Augenblick heraus, daß auf Der WanD gegenüber Gestatten hin- unD herhuschen, sobald Die Leute vor dem Baum sich bewegen und gehen.
„Prosit Neujahr!" ruft einer über die Straße Zwei, Drei andere Stimmen rufen es zurück. Wie auf Verabredung erscheint neben Den grüßenden Köpfen da und Dort eine Hand mit DampfenDem Glas.
Schön sind diese geöffneten Fenster, Die zueinander über Die Gassentiefe hinüber und herüber sprechen. Die Menschen, Die in ihren Rahmen stehen und Dem Nachbarn Den Neujahrsgruß barbringen, fühlen in Der feierlichen Stunbe Des JahresenDes, des Jahresbeginns, Die enge Verbundenheit aller zu einer unbedingten Gemeinsamkeit; zumal jetzt im Kriege. Sie ist es, Die an solchen mit Fragen, Wünschen, Hoffnungen aufgenommenen Wendepunkten den Mut stärkt, Vertrauen, Kraft, Anlehnung .gibt. In Der kleinen Stadt und auf dem Lande nah und sichtbarlich, eben schon im Nachbarn, in Dem Genoßen Derselben Straße, Die sich bas „Prosit Neujahr!" zuwinken! In ber großen Stadt muß man es sich erst in Gedanken klarmachen, wie un-
Schon, wenn edl« Pferd« mit ungewöhnlicher Leistung auf wohlgebahntem Geläufe zu schwer- umkämpften Zielen stürmen, hätt alter Braucb ein vorheriges Weisen und Zeigen der Bahn und ein Ausstecken von Wenbeflaggen für richtig, um faj- chen Start und unnötig« Umweg« ober Irr!aus- Gefahr zu vermeiden. Wie viel nötiger mag Klar- >eit über Wendeflagaen und Bruchpunkt« der Laufbahn fein, wenn st« Den Erdball umkreist und Großmächte die Renner sind, das Wohl oder Wehe von Weltreichen und ganzen Erdteilen auf dem Spiel steht! Darum versuchen wir, bei dieser Bahnbesichttgung an der Jahreswende ganz nüchtern im Raum einige Wendeflagaen zu zeigen, an Denen das Geläuf sich ändern muß, Kraftlinien und KraftfelDer, Deren Ueberfchreitung weltvol-i tische Folgewirkungen nach sich zieht, die sich ohne jede Kenntnis staatsmännischer Geheimlehren ein gesun- Der geopolitischer Instinkt aus Der Weltkarte ab*
gapur liegen.
Schon der Schatten dieser Seemachttinie fiel schwer genug auf die Wende flagge über dem Zer- rungsfeto des Austral-Asiatischen Sammelbegriffs neben Dem Abendlande Europa, ein Großost- a f i e n. Von ihm wußte die Welt, daß es sich schiedlich-friedlich mit dem Fernen Osten des Sowjetbundes adgrenzen wollte, daß es feinen von Chinas Souveränitätsansprüchen aufgab, und im japanischen Jnselreich bis an Den Aequator und in di« fernen In sei wölken der Südsee reichte, in sanfter Umarmung zweier usarnerikani- scher ttanspazififcher Fluglinien. Aber ft« wußte nicht, wie weit ein wirklich zur vollen Selbstbestimmung aufsteigendes Südostasien di« Wenoeflagge Singapur zu respektieren geneigt war. Dicht nördlich von chr lag Thailand (Siam), das
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das ist bestimmt auch eine große, wenn auch gor nicht augenfällige Kriegsleistung gewesen.
Als der Winter herankam, hatte die deutsch" Landwirtschaft eigentlich die allerschwerste Zeit chon siegreich durchgestanden. Don da an brach! He übergeordnete, einheitliche Führung bet beuti chen Kriegswirtschaft stetig auch der bsutschen £anb* wirtschaft fühlbare Erleichterungen. Dor allen W gen konnten immer wieber bie Männer auf bi.. Höfe zurückkehren und entweber zeitweise oder ftäni big wieber ben Pflug statt der Waste führem Außerbem entwickelte sich die Dersorgung ber Santo wirtschaft mit Rohstoffen unb Betriebsmitteln in» folge der totalen Wirtschaftsplanung weitaus gürai- ftig«r als vorher je hätte erwartet werden känneiri Dank ber Organisationsleistung der Führung um serer Lanbwirtschaft unb bank Dem zähen Pflicht! gefühl Des ganzen Landvolkes sind alle weitern; Schwierigkeiten überwunden worben, so daß w Der Ernte 1940 der erste große Erfolg errungr werden konnte.
fisch« Armeen und ein großer Teil Des englischen Expeditionskorps wurden vernichtet.
Glaubte man, daß nun Die beuttche Kraft am End« sei, bah es einer längeren Atempause zum mlnbeften beburfte, so erlebte man eine neue lieber- raschung: Bereits am S. Juni begann d i e zweit« Phase bes großen beutschen Angriffs, ber zunächst über die untere Somme auf die Seine, * bann über ben Chemin des Dames auf bie Marne und im weiteren auf bem linken Maas- Ufer in ben Rücken der französischen Festungsfront führte. Schließlich, am 14. und 15. Juni, geschah bas völlig unglaubhaft Erschei- nenbe: Die beutsche 1. Armee trat zum Sturm auf die Maginotlinie an. .Die deutsche 7. Armee überschritt überraschend Den Oberrhein. Das stolzeste Werk Frankreichs, die Maginotlinie, brach in drei lagen völlig zusammen. Derdun, Toul, Spinal Besancon unb Belfort, alle alten unb neuen Festungen fielen in roeniaen Tagen. E» gab nichts, was bem beutfcken Ansturm ae- wachfen war. Auch Paris kapitulierte. Wie vor neunundsechzig Jahren sahen Die Champs Ely- 6es unb der Arc de triomphe ben Marschttitt beut- cher Bataillone. Am 21./22. Juni ftanben in Com- Hfcgne, an ber gleichen Stelle, wo am 11. Novem- »er 1918 bie deutsche Delegation In so schmählicher Weise behandelt wurde, bie französischen Unterhänd- ler und setzten ihre Unterschrift unter den Was-
Oie großdeuffche Landwirffchast an der Jahreswende 1940/41.
Don Professor Dr. M. Rolfes, Direktor des Institut« für Betriebslehre unb Agrarpo.M an der Universität Gießen.
Deffnet das Fenster in die sternhelle Frostnacht! .
horcht! Gioctenichtäge schwingen unä schweben Kleine Stabt, Land unb Dorf! Jedem wünsch Ich, mit der Kälte herein, (keifen Borhang uni Tapete, i daß er einmal in seinem Leben m ihnen heimisch Kaum ist der zwölfte oerhallt, al» ein Bläserchoral j sei! Und datz er solche» Fest der Besinnlichkeit, wie oom Rathausturm einsetzt und di- Winterlust melo-1 h,f nnh ,nn,o dort -riebe
f e n ft i 11 ft a n b s d e r t r a g.
Wer gemeint hatte, daß Deutschland durch die französischen unb englischen Flieger schweren Scha- ben leiden würbe, war gleichfalls eines Besseren belehrt. Die französische Luftwaffe war zerschmet- tert, die englische zurückgewiesen. Nun ftanben die deutschen Batterien an der Kanalküste. Belgien unb Norbfrankreich wurden die Basis ber deutschen Luftwaffe, die nun zu neuen vernichtenden 6d)lägen gegen England einsetzte.
Damit nicht genug: Auch der italienisch« Bundesgenosse, Der während ber Westosten- sive an die Seite Deutschlanbs getreten war — auch eine Ueberrasckung für unsere Gegner — führte «inen ersten kräftigen Schlag, indem er Englisch- Somali-Lanb in Besitz nahm.
Während Luftwaffe unb Kriegsmarine in uner- müblicher Tätigkeit unb immer schärfer bem eng- lischen Gegner zusetzten, gestaltete sich eine neue europäische unb Weltlage. Japan trat ber Achse bei. An ben Dreierpakt schlossen sich Ungarn, Rumänien und die S l o w a k e i an. Eine deutsche Lehrdivision übernahm die militärische Reorganisation Rumäniens. Dieser Staat selbst zog Die politischen Konsequenzen aus der neu geschaffenen Lage unb entschloß sich freiwillig zur Rückgabe ber- Jenigen Gebiete, Die als fremdem Volkstum zuge- hörig angesehen werden mußten.
Auch die Hoffnung, auf bie unser« Gegner soviel gesetzt hatten, daß nämlich Deutschlanb Dem Druck der Blockabe in kurzer Zeit erliegen müßte, er. wies sich als irrig. Dank Der Organisation seiner Wirtschaft, bes Haushaltens mit Rohstoffen unb Nahrungsmitteln und einer sinnvollen Verbrauchs- lentung trat keine kraftlähmende Verknappung ein. Die zweckmäßige Ausnutzung ber in ben besetzten Gebieten anfallenden Vorräte unb bie Wiederin- gangsetzuna ber Wirtschaft in Polen, Hollanb, Belgien unb Frankreich taten Das ihre dazu, bie beut- sche Wirtschaftslage wesentlich stärker als im Welt- kriege zu gestalten. Das beutsche Volk legte mili- tärisch, wirstchaftlich unb nicht zuletzt auch politisch eine Kraft an Den Tag, wie sie in ber Wett nicht für möglich gehalten wurde. Der Nattonalsozialis. mus bewies sich auch in ber militärischen Schlacht- felbleiftung. Hinter dem Führer stand Das Volk in Waffen. Sein Ziel war bie Deutsche Freiheit.
1940 — bas Jahr Der Ueberraschungen! An seinem Ende steht Deutschlanb in völliger Beherrschung des europäischen Festlandes. Es bedroht bas englische Mutterland auf bas Ernsteste. Es gefähr- Det seine Zufahrtswege. Es trägt Tag für Tag ben Krieg über ben Kanal unb bie Nordsee in Das Feindlanb. Es erfährt selbst so gut wie keine ernste Bedrohung. Es hat ben Rücken frei. Es ist In Der Lage, seine Kräfte weiter auszubauen. 1940 — das noroticy von ryr tag iijaua Jahr ber großen Erfolge. Es gibt uns bie sichere unter britischer und französische Zuversicht für das kommende Jahr. Es steht im kleiner und kleiner geworden w
Der Erfolg der Ernte 1940 läßt sich will .............,____________... wenigen Worten und Zahlen eindeutig aufzeiam ner PfttchterMung von' deutschen Männern und Die folgenden Angaben beziehen sich aus das Reichs Frauen jedes Lebensalters geleistet worben ist, gebiet bei Kriegsausbruch, umfassen also noch nir


