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Kr.-W droeites Blatt

Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien) 31 Dezember mo/i.Zanuar

britische Hetze ausstreuen möchte

um einen

über dem Westwall aufmarschierten feindlichen

vernichtet sein würden, wäre einem ungläubb

Ins neueIahr!

von Heinrich Knacker

beschlossen.

miert, ist das Grunderlebnis und die Grundlage

weisen, daß der Mit dem Blute der Besten errungene

ksichtspunkt Sieg der 'sieht, son- strenge

neuen Prinzipien uns- alle vor neue.

Nock klirrt der Frost /

In West und Ost -

Kameraden, wir marsckieren!

Und blüht es rot von Blut im Schnee Dann wollen wir trotz Tod und Weh Im Glauben triumphieren!

Das junge Jahr

Ist hart und klar -

Kameraden, wir marschieren!

Wir schreiten stumm durch Gis und Nacht; Und keiner wird, wenns blitzt und kracht, Den frohen Mut verlieren!

jetzt überall dq fein Gesicht, dieser neue europäische Mensch, wo Männer aus überströmender Lebens- fülle und Kraft sich als Opfer einfetzen und etwas wollen, was man in der bisherigen Lebens­verfassung ihrer Völker noch nicht wollte ... Sie wollen mehr, sie wollen ein neues Ethos für die gestufte und richtig, sinngemäß gegliederte Ge­meinschaft ihres Blutes. Das Lebensziel ist dabei nicht mehr Ansammlung von Reichtum allein, Ge­nuß schlechthin, sondern Leistung, Tat, Schöp­fung.

Unter diesem Gesichtspunkt ist dieserschöpferische

der großen Wende, die in dem Kampf dieses ab- gelaufenen Jahres ihren Ausdruck findet. Die stetige, in der Verblendung der Unfähigkeit herausgefor­derte Vernichtung der englischen Macht an ihrem Ursprungsort gehört eben dahin.

All das sind Entwicklungen, die dem bürgerlichen Empfinden kaum zugänglich waren, und die falsche Töne bekommen, wenn die bürgerliche Seele sich damit abgibt. Die Zukunft gehört einem anderen Seelentum, das ohne Sentimentalität ordnet und wenn es notwendig ist auch vernichtet. Das, was die Zukunft bringt, wird deshalb keineswegs ein Wiederbringen alter Behaglichkeit und rück­gewendeter Rücksichtnahme auf herkömmliche Be­dürfnisse sein. Das kommende Jahr wird es er-

Krieg der Llebmaschungen.

Bon Oderstl» utnant Dr Kurt Hefte, Professor an der tfniDerfi df Berlin

Wer am 1. Januar 1940 in Deutschland oder irgendwo in der Welt gesagt hatte, daß die gegen«

Raterialistischen Jnselvolkes richten sich gemessen an l esen Maßstäben von selber. Etwa wenn man durch ?undfunkaufrufe der Frauen der schuldbelasteten Staatsmänner die Hunderte von Millionen aliege- leuteter Inder vor den verfahrenen Wagen Eng- 1'irds spannen und noch mehr aysbeuten will ... Iber wenn man mit Hilfe der Juden Palästinas die Araber, ausgerechnet die Araber gewinnen will,...

Was vor zwanzig Jahren das mehr oder weniger trwußte Bekenntnis einer kleinen verspotteten

Bald schmilzt das Gis;

Bold grünt das Reis - Kameraden, wir marschieren! Die Zahnen, die für Dentsch'and wehn, Und uns voran zum Siege gehn, Wird junges Lenzlaub zieren!

in der Freiwerdung der inneren Kräfte der Völker, J mege wird dann freilich kein Platz und auch keine Flugzeuge, der Arbeitskräfte, der Schöpfermächte in den ge» Notwendigkeit mehr sein. So entspricht es heute Ehe sich

..neuen Imperialismus" der Achsenmächte handelt, sondern um den Aufbruch der gesunden

Vor neuen VerpMungeu.

Bon Gurt Hotzel.

Ein Jahr geht zu Ende, dessen Bedeutung wahr- cheinlich erst einmal von der rückblickenden Ge- chichtsschreibung künftiger Zeiten ganz ermessen □erben Fann. Es gehört aber zu den bedeutenden Hesensmerkmalen der Politik Adolf Hitlers und Benito Mussolinis, daß mir Mitlebenden yeute schon. He großen Linien und damit den ge« sichtlichen Sinn der von ihnen begonnenen Neuordnung erkennen können. Es handelt sich dabei m die entscheidende Formung des Zusammen-

1 ?bens der Völker im 20. Jahrhundert. Europa, !lsien und Afrika werden davon betroffen und er- iaüen im Zuge der großen, nun angebahnten Neu- iliederung ihr künftiges Gesicht. Zu dieser räum- chen Gliederung, die die notwendigen Ledens- läume der Völker sinngemäß absteckt, kommt Me Durchsetzung einer neuen Sozialgesin- - u n g. Damit ist die gesamte Lebensform des jdendländischen Menschen gemeint und darüber hin ins die des in den anderen Erdränmen lebenden Menschentums. So wird dieser Krieg zu der leberwindung eines abgelaufenen Zeitalters, dessen rückständige Neberbleibsel :im der englischen Plutokratie mit engstirniger Der- sissenheit verteidigt werden sollten.

Roch im vergangenen Frühjahr glaubten die Bölter des Westens sicher auf ihrem überlebten Erbe zu sitzen. Sie meinten, sich noch immer über sie Achsenmächte und die von ihnen vertretenen tbeen lustig machen zu dürfen. Mit ihrem gleich- älls übecholten strategischen Denken versuchten sie Ire nach dem Ausfall Sowjetrußlands aus der Einkreisung mangelhaft gewordene Stellung zu ver- irsiern, indem sie Skandinavien in den Ansatz einer Imklammerung einzubeziehen suchten. Nach dem Mißlingen dieser verzweifelten Aktion unternahmen e den Versuch eines Aufmarsches gegen den nord- vestdeutschen Raum und das Ruhrgebiet. Dieser - wie jetzt einwandfrei feststeht, lange geplante 5toß wurde von der überlegenen deutschen Füh­rung vorausgesehen und im Keime vereitelt. Der

Sinn der ganzen Entwicklung ist, sondern dienende Kraft, da wird auch eine Aufteilung der Güter der Erde, derRohstoffe", kein unlösbares ober nur kriegerisch zu lösendes Problem. Unter diesem Ge­sichtspunkte wird die Angliederung Afrikas an eine

Völker zur eigenständigen Schöpfung, das ver- europäische Gemeinschaft einmal vollzogen werden. Heere sechs Wochen nach dem Antreten deutscher steht sich von selber. Die Rettung liegt ja gerade1 Für imperialistischeStützpunkte" und Handels- Truppen nicht nur geschlagen, sondern völlig

der Arbeitskräfte, der Schöpfermächte in den ge» Notwendigkeit mehr sein. So entspricht es heute Ehe sich noch die Welt von dieser Ueberraschung sunden und von fremder Geldherrschaft frei gewor- schon unserem neuen Rechtsempfinden, daß auch der erholt hatte, erfolgte der neue Schlag. Der englisch- denen Nationen. Diese Völker «aber haben sich frei- letzte englische Einfluß aus dem Mittelmeerraume französischen Absicht eines Einbruches in die Rhein- gekämpft, sie haben wie der Fall Rumäniens; verschwindet, weil die Völker dieses Raumes an lande und in das Ruhrgebiet zuvorkommend, führte deutlich genug zeigt die innere Linie erkämpft, Lebenskraft und Arbeitswillen den Englands bei . der Führer am 10. Mai den großen Schlag die />- - 41 deutschen Heere traten im Westen an.

Arm aus, der England zu umfassen und zu er­drücken suchte, so erschien das neue Bild. Deutsch­land hatte eine unmittelbare Verbindung mit dem Atlantik gewonnen. Es besaß "jetzt sowohl wichtige Stützpunkte für seine Unterseeboote wie für seine

gen Kopfschütteln, wahrscheinlich sogar einer Ant­wort begegnet, die ihn dahin belehrt hätte, daß es etwas anderes sei, gegen Polen zu kämpfen als gegen Engländer und Franzosen, und daß der Weltkrieg noch in recht guter Erinnerung stehe. Es hat, so kann man heute rückblickend sagen, vor einem Jahr außer dem Führer und ganz wenigen Soldaten und Politikern wohl niemand gegeben, der einen deutschen Sieg, wie wir ihn im Mai und Juni 1940 erlebt haben, für möglich gehalten hätte. Man kann weiter gehen und behaupten, daß das Jahr 1940 für die ganze Welt ein Jahr der Ueberraschungen gewesen ist. ,

Stand man um die Jahreswende noch stark unter dem Eindruck des Siegeszuges in Polen, so er­hob sich doch die Frage, was auf dem westlichen Kriegsschauplatz sich ereignen würde. Man rechnete aus, daß die Franzosen ihre Wehrmacht seit dem Friedensschluß von Versailles unablässig wei­ter ausgebaut und nicht nur dementsprechend einen gewaltigen Vorsprung an ausgebildeten Reser- oen, sondern auch an schwerer Artillerie, Kampf­wagen und Flugzeugen gewonnen hatten. Man sah sich der M a g i n o 1I i n i e gegenüber, die als die stärkste Befestigungsanlage der Welt galt, an der gleichfalls viele Jahre gebaut worden war, wäh­rend der W e st w a l l noch nicht einmal ganz fer­tig war. In Deutschland waren er st vier Jahre feit der Einführung der allgemeinen Wehrpflicht vergangen. Nur drei Jahrgänge hatten in­folgedessen die vorgeschriebene zweijährige Ausbil- düng erhalten. Die Masse der Mannschaften der deutschen Wehrmacht war kurzfristig ausge­bildet. Es gab Stimmen, die darauf hinwiesen, daß der Winter und die damit verbundene Wartezeit sich auf die Moral der Truppen ungünstig auswir­ken müßten.

Umso großer war die Ueberraschung, als am 9. April der Kriegsschauplatz mit einem Schlag eine Ausweitung in einer nicht geahnten Richtung erfuhr: Im Wettrennen zwischen Engländern, und Deutschen um die skanbinabische Halb­insel gewannen wir, faßten an allen wichtigen Punkten der dänischen und norwegischen Küste Fuß und warfen die gleichfalls landenden Engländer im Laufe weniger Wochen heraus. Welche Stellung war damit gewonnen! Als strecke sich ein langer

die ihnen den Anschluß an das neue Europa er-. weitem übertreffen und damit die britische Fremd- moglichte. Darin liegt der Wert- der Entwicklung macht mit dem Recht des Lebens und der Jugend, beschlossen. aber auch mit dem völkischen Recht der Eigenstän-

Di- Heraufkunft eines neuen Menschen war digkett der Macht ablehnen und, wenn nötig, ver. der Kern aller politischen Prophetie und Deutung n-chten. Die,es gute Gewissen der Macht, deryei- des Kommenden in den letzten Jahrzehnten. Er zeigt llge Egoismus wie ihn der Faschismus prokla.

Segenstoß wurde dann zu dem großen festländi- chen Sieg im Westen, den die Feldherrnkunst des Führers errang. Dünkirchen bleibt sein ewiges 5nmbol, so wie Narvik das des deutschen Sieges im Norden bleibt. Vom Nordkap bis zur Biskaya ^herrschen seitdem deutsche Soldaten die Festland- äste, und England hat keine Hoffnung, auf dem -Lontinent noch Verbündete zu finden. Der Fall Griechenland und die Wüstenschlacht in Nordafrika ind für den Ablauf der großen Auseinandersetzung sicht wesentlich.

Der im September geschloßene Dreimächte- i a k t wird zum Kristallisationskern einer neuen Seit. Daran ist nichts mehr zu ändern, was sich -uch immer außerhalb der Küsten Festlandeurovas loch rühren sollte. Das Bekenntnis dazu ist der Aus­druck der europäischen Entscheidung gegen England : mb die plutokratische Welt. Was das bedeutet, läßt fd, ermessen, wenn man die innere, menschliche, sitt- Iche Entscheidungskraft ermißt, die dazu varausgesetzt »erben muß. Dazu gehört etwa das Bekenntnis | Jes führenden Rundfunkmannes von Rumänien, I Jer in Berlin in deutscher Sprache vor dem Mikro- ibon sagte, daß die Wendung Rumäniens zu berT ! Achsenmächten durch den Opfertod tausender tapse- Ier rumänischer Legionäre besiegelt sei.

Das ist der Unterschied dieser politischen Entschei- | Jung für ein neues Europa, für eine neue Welt, laß sie auf Hofern gebaut ist, auf dem tau- '-nbfältigen Märtyrertum der Besten all der Dol- I !;r, die den Wea mit uns in die Zukunft gehen I vollen. Das macht diese Wende zu einer geschicht- Ichen Tat, die, gemessen an dem widerlichen Trei- | ten der Friedensmacher von 1919, einen fitt- j lt d) en Aufstieg Europas und damit großer Üeile der Menschheit verbürgt. Die kläglichen und I verlogenen Versuche der plutokratischen Oberschicht I Englands und in ihrem (Befolge des instinktlosen,

Auf der Front vom Niederrhein bis zur Mosel setzte der Angrift ein. Rechnete man auf der Gegen­seite mit der Wiederholung des Schlieffenplanes, mit der Vorführung eines starken rechten deutschen Angriftsflügels durch Belgien und Holland und der sich damit verbinbenen Absicht einer Umfassung des linken Flügels des französisch-englischen Heeres, so brachte der deutsche Plan eine völlige Ueber­raschung. Das deutsche Heer unter Führung des damaligen Generalobersten von Brauchitsch hatte feinen, Schwerpunkt nicht rechts, sondern i n bie Mitte- gelegt. lieber Sedan stießen starke deutsche Panzerkräfte in Richtung auf die untere Somme vor. Ihnen folgten zahllose deutsche mota­rifierte und zu Fuß marschierende Infanterie-Divi­sionen. Ihr Ziel war die Zerreißung der feind­lichen Heere in zwei Gruppen, die Einschlie - ß u n-g der im Artois und in Flandern stehenden gegnerischen Kräfte.

Die Absicht gelang voll. Während man an der Aisne sicherte und zunächst an der Saarfront und am Oberrhein stehen blieb, schloß man, von drei Seiten aus konzentrisch oorgefjenb, den Ring um fünf feindliche Armeen. Am 4. Juni war ihr Schick«, sal besiegelt Vorher bereits hatten die holländische und die belgische Armee kapituliert Zwei franzö-

Sozialidee Adolf Hitlers eroberte einst' ist eine Organisierung dieser Gemeinschaft der Völ- bei uns im Volke mit jedem Jahr mehr Herzen und ker durchaus möalich, ja sie ist notwendig. Not- Hirne. Jetzt wird diese Idee, die schon lebendige wendig wird diese Ordnung auch aus Gründen der Tat und Schöpfung geworden ist, zu einem Symbol Wirtschaft: wo diese nicht mehr Selbstzweck und der Rettung für viele Völker.

Daß es sich dabei nicht wie die erbärmliche

Krieg" ein Befreiungskrieg der stärksten und reichsten Naturen, der schöpferischen Menschen Europas. Wo wir Hinblicken, sehen wir aus den Völkern heraus den Aufbruch dieser Menschenart, die mehr von sich will, als man bisher wollte. Da

TchitÜ deutscher" Mensch«»' ttonn'bürd), fit das Leben nicht mehr unter dem ®«F*

kn Führer immer kräftigere Umrisse und 'chtteß- [ des kramerischen Konkurrenzbetriebs^ ans

........ v________,e Verpflichtungen stellt, denen keiner ich aewalUae^llaatsmönnUche "Form' und Gestatt ^dern'unter dem der völkischen und soldatischen ausweichen kann, der dieser Zukunft und dieses k-wanm das verändert heute die Welt. Die neue« Disziplin und des Wettkampfes der Leistungen, so neuen Menschentums teilhaftig werden will.

Als Re Mrestagi fceube"

Kulturarbeit im Kriege

Von Erich Lanqenbucher.

Dor wenigen Tagen wurde die Oeffentlichkeit Ubivon unterrichtet, daß während der Dor- urtb r Üachweihnachtstage bis zum Beginn des neuen , wahres über 8000 Künstler eingesetzt werden, um butschen Frontsoldaten von Narvik bis zur spani- foen Grenze an der französischem Küste Unterhalt trag und Freude zu bringen. Dies eine Beispiel #igt deutlich den Anteil des deutschen k ul- tZrellen und künstlerischen Schaffens am Kriegsgeschehen. Als der Krieg begann, *nag mancher sich gefragt haben, in welchem Rah­men es dem kulturellen Schaffen möglich fein ttiirbe, auch während des Krieges feine Aufgaben 31 erfüllen. Die Kulturarbeit während des Krieges Hit die eindeutige Antwort darauf gegeben: ote Bedeutung des künstlerischen Schaffens ist in einem ltafee angewachsen, das jeden überrascht hat. Das Dort:Wo die Schwerter sprechen, da schweigen de Musen" hat keine Bedeutung mehn das Kultur- I Italien ist neben die politische Arbeit getreten, um I liitzuwirken am endgültigen Sieg. Nicht umsonst 11 ftmben dieHerbstveranstaltungen für das deutsche I Schrifttum" unter dem GeleitwortB uch und I Lchw - rt Sinnbilder unserer Zeit . Diese Zu- Idnmenfaffung nfaq eindeutig gezeigt haben, datz >li nationalsozialistischen Staat künstlerisches ^u)as- i<n nicht zurückzutreten braucht, wenn der tooioai |thnrrt

Als Reichsleiter Dr. Ley anläßlich des letzten ges der NS.-GemeinschaftKraft bureb fceube" einen Rückblick über die wahrend pes Sieges geleistete Arbeit gab, wurde der Oeffentucy- bit klar, daß gerade diese wichtige Arbeit stark as zuvor geleistet wurde. Zum andern konnte way- l^itnb der kulturpolitischen Tagung der deutschen G - !|meinben in Braunschweig Reichsleiter und Ober- .^dirgermeister Dr. Fiehler einen Rechenscyasts- k^mcht der kulturellen Tätigkeit der Gemeinden ab­

legen, der in allen seinen Teilen das Gleiche be­weist: ob nun Reichsleiter Fiehler über die ver­stärkte Durchführung von Theaterveranstaltungen, Konzerten oder von der erweiterten Einrichtung von Volksbüchereien in den hinzugewonnenen Ge­bieten sprach.

Es war selbstverständlich für die Kulturschaffen- den, daß ihre Arbeit während des Krieges zu- nächst dem Soldaten galt. Die Truppenbe­treuung stand im Vordergrund. Staatsrat Hans Hinkel konnte während dieses Jahres in vielen Berichten aufschlußreiche Zahlen mitteilen, die am besten den ungeheuren Umfang dieser Arbeit erken­nen lassen. Neben Musik und Theater trat der Film. Während in England Die kulturelle Arbeit einschnei­dend unterbrochen und nie mehr ausgenom­men wurde, schritten das d e u s ch e Musik-, Theater - und Filmschaffen vorwärts. An den Beispielen desBismarck"-Filmes, des Filmes Schiller", des ,^ub Süß" u. v. a. zeigt sich der Weg, den das deutsche Filmschaffen feit Beginn des Krieges gegangen ift Es hat eine lange Reihe meisterlicher Leistungen hervorgebracht, die am besten die Dorroärtsftürmenbe Kraft unseres fultu» reiten Lebens zeigen. Und die deutsche Oeffentlich­keit hat ihre einbeutiae Antwort darauf gegeben: noch nie ist der Zustrom zu Konzertver­anstaltungen, zu Theater und Film so stark gewesen, wie gerade jetzt. Man hat nichr mit Unrecht dieses Verbundensein des deutschen Menschen mit dem kulturellen Leben und diesen starken Besuch kultureller Veranstaltungen eine Volksabstimmung genannt, die mit ein Beweis ist für die innere Stärke und Verbundenheit der deut­schen Volksgemeinschaft.

Es kann nicht ter Zweck dieses Rückblicks fein, an Beispielen und Zahlen den Auftchwung der Kulturarbeit in den letzten zwölf Monaten zu gei­gen. Wichtig ist es für uns zu wissen, daß das WortBuch und Schwert Sinnbilder unserer Zeit" nicht allein für das Buch gilt, sondern in gleichem Sinne für Film, Theater, Musik und

Rundfunk abgewandelt werden kann. Die schönen und erhebenden Ausgaben von Architektur, Malerei und Plastik seien nicht vergessen! Die Besucherzahl im Hause der Deutschen Kunst in München zur diesjährigen deutschen Kunst­ausstellung war so groß und einmalig, datz auch hier eine Notwendigkeit dieser Kunstgebiete wäyrend des Krieges nicht weiter erörtert zu ©er­ben braucht.

Diese Teilnahme ist nicht, wie wir es in früheren Jahren erlebten, die Angelegenheit einzelner Schich­ten. Sie erstreckt sich über die gesamte Volks­gemeinschaft. Die Einrichtung von Werk­büchereien, Volksbüchereien, Dichterlesungen und gemeinschaftliche Theaterbesuche großer industrieller Unternehmungen zeigen uns, daß gerade der schaf­fende deutsche Mensch, ter früher leider viel zu oft von dem Genuß kultureller Arbeit ausgeschlos­sen war, in verstärktem Maß in ter Lage ift, jetzt an diesen Ergebnissen teilzuhaben.

Die Arbeit für und um bas Buch barf nicht vergessen werben, sie steht in einem gewissen Sinne im Mittelpunkt, weil sie am augenfälligsten bas neue Verhältnis bes Menschen zum schöpferi­schen Schaffen ber Volksgemeinschaft beweist. Wenn die öffentliche Buchwerbung im Jahre 1935 mu dem Motto:Mit dem Buch ins Volk" ihren An­fang nahm, so wissen wir heute, daß dieses erste, damals weit gesteckte Ziel erreicht ift Als Reichs- Minister Dr. Goebbels seinerzeit im Berliner Sportpalast die Richtlinien für die öffentliche Buch- roerbearbeit gab, hatte diese Arbeit zunächst die schädlichen Einflüsse ber Zeit zwischen 1919 und 1932 zu überroinben. Damals gab es einenTag bes Buches", ber buchstäblich zu einer Angelegen­heit weniger ßiteraturbefliffener würbe. Die W ochen bes beutschen Buches" und be­sonders bieHerb st Veranstaltung für bas deutsche Schrifttum" in diesem Jahre wur­den eine Angelegenheit des gesamten deuftchen Volkes. Wenn im Rahmen ber Herbstveranstal­tungen für das beutsche Schrifttum zum zweiten

Male einGroßdeutsches 2) i <6 t e r t r e f s e n" burchgeführt werden konnte und wenn bet diesem. Dichtertresfen ein Offizier des Oberkom­mandos der Wehrmacht über .denAnteil des Schrifttums an den Leistungen des Krieges" redete, ein Dichter wie Hermann B u r t e über dieEuro­päische Sendung der deutschen Dichtung" sprechen konnte, bann war biefes Dichtertresfen ein Bekennt­nis bes deutschen Schrifttums zur Aufgabe des Krieges. Die Buchfammlung ter NSDAP, für die Truppen, bie große WerbeaktionSendet Bücher qn bie Front" unb bie Buchaus­stellungen haben uns bas Verbundensein von Buch unb Volk in einem Maße erleben lassen, wie es bis jetzt nicht bekannt war. An ber Schaffung bie- Jes engen Verhältnisses haben nicht zuletzt bie zahl­reichen Dichterlesungen engen Anteil. Es ist mit ein Verbienst bes Büchereiwesens, ber Buch« ausfteüungen unb ber Tätigkeit ber Frontbuchhanb- lungen. Die zahlreichen Dichterpreise, die in den Gauen in den letzten Jahren geschaffen wur­den, konnten im Kriegsjahr 1940 in gleichem Umi fang verliehen werden. Dichterreisen und Dichter^ führten führten unsere Dichter zu den Stätten aktuellen Geschehens, die Frontfcchrt ber Dichter würbe ihnen ein unvergleichliches Erlebnis. Eine Reihe großer Buchausstellungen irp Ausland ver­mittelte einen Einblick in bas Buch- unb Kultur­schaffen unserer Gegenwart. Was hier für bas Ge­biet bes Buches gesagt ift; gilt ebenso für anbere Kunst» unb Kulturgebiete.

Wenn jetzt ein neues Jahr ber Arbeit beginnt, bann wissen wir, baß bas Verhältnis bes Volkes zu Kunst und Kultur auch weiterhin erweitert unb vertieft werten wird. Damit aber beweisen wir, baß das WortWo bie Schwerter sprechen, ba schweigen bie Musen" für uns feine Gültigkeit ver- loren hat. Im Rahmen ber politischen Arbeit unb bes gesamten Aufbaues ist ber Kulturarbeit ^tn wichtiger Platz zugewiesen, ben ganz auszufüllen und mit immer reicherem Inhalt auszustatten, ihre erste Aufgabe für bas kommende Jahr fein wird.