pünttlichkeit und Ordnungsliebe.
Wie zwei Schwestern sind diese beiden Charaktereigenschaften, von denen die eine ohne die andere nicht bestehen kann. Und wer einmal im Leben wirk- lich etwas leisten soll, bei dem müssen die beiden unzertrennlichen Schwestern an der Wiege Pate gestanden haben. Darum sei jede Mutter bei der Erziehung ihrer Kinder von jüngster Jugend an bedacht, die Pünktlichkeit und Ordnungsliebe einzu, pflanzen.
Pünktlichkeit bedeutet auch Zuverlässige feit, eine- Eigenschaft, die zur Heranbildung eines geraden deutschen Menschen nicht fehlen darf. Schon bei dem Säugling fängt es an. Pünktlich auf die Minute muß er gebadet, gefüttert und schlafengelegt werden. Dann wird sein kleiner Organismus wie eine Uhr funktionieren. Geht das Kind in den Kindergarten oder spielt mit anderen im Garten, auf dem Hofe, muß es lernen, auf die Minute zu Hause einzutreffen. Das gleiche gilt vom Schulweg. Hier ist pünktliches Eintreffen auf dem Nachhauseweg von den Eltern zu kontrollieren. Man berechne genau die Zeit, die der Schulweg in Anspruch nimmt, und schlage noch 15 Minuten zu — Kinder trödeln gern etwas —, aber mehr sollen die Eltern nicht bewilligen! Genau zu angegebener Zeit muß das Kind aus der Schule zu Hause eintreffen. Man tut gut daran, die Uhr immer einige Minuten vorgehen zu lassen; denn diese paar Minuten haben schon oft erreicht, daß man zum Zuge nicht zu spät kam. Auch fallen dann unliebsame Ausreden fort, wie: „Mutti, unsere Uhr ging zu spät, darum kam ich zu spät zur Schule!" Größeren Kindern, die Verabredungen trafen, muß die Mutter unter Berechnung des Weges angeben, wann das Kind sich zum Aufbruch zu rüsten hat. Denn erst in der Praxis lernt man, wieviel Zeit bis zum Ziel gebraucht wird, was das Kind aus sich allein nicht wissen kann. Grundfalsch ist es, ein Kind, das gerade aus dem Hause gehen will, um eine Verabredung pünktlich einzuhalten, im letzten Augenblick davon zurückzuhalten durch Erledigungen ober kleine Besorgungen. Einem Kinds, dem Pünktlichkeit bereits in Fleisch und Blut überging, wird ein im letzten Augenblick gegebener Auftrag der Mutter Pein bereiten, weil es fürchtet, zu spät zu kommen, anderseits es aber dem Wunsch der Mutter nicht widersprechen kann.
Ordnungsliebe hilft sparen. Nur wer spart, bringt es im Leben zu etwas. Auch damit kann verhältnismäßig früh begonnen werden. Das Kleinkind bekommt täglich fein Sabberlätzchen um. Man gewöhne es zeitig an sauberes Essen; es darf nicht „nach draußen essen", nicht mit dem Schieber oder Löffel in den Speisen herumpantschen. Ferner soll es möglichst immer feinen gleichen Teller, seinen gleichen Schieber vorgesetzt bekommen, um sich an Regelmäßigkeit zu gewöhnen. Daß es aufeffen muß, ist selbstverständlich. Größere Kinder dürfen nicht ungekämmt und ungewaschen an den Eßtisch kommen. Vor dem Niederlegen, ggnz gleich ob zur Mittagsruhe ober zur Nacht, hält man Kinber zum Aufräumen ber Spielsachen an. Es empfiehlt sich, baß die Mutter in Abwesenheit der Kinder heimlich den Spielzeugschrank „ausmistet"; sonst sammeln die Kleinen die unmöglichsten Bruchstücke ihres Spielzeugs, und das Aufräumen wird unnötig erschwert. Man lasse Kinder auch nicht mit Haushaltnngsgegenständen spielen, sondern nur mit eigens dazu bestimmtem Spielzeug. In den Fächern der Erwachsenen haben die Kleinen nichts zu suchen. Geht es abends zu Bett, so haben die Kleidungsstücke in Reih und Glied stets auf dem gleichen Platz zu liegen; dieser Zwang ist besonders in heutiger Zeit sehr wichtig, da im Falle eines Fliegeralarms das Anziehen erleichtert wird. Haus- und Spielkleider und Schürzen sorgen dafür, daß die Schulkleiber länger halten unb sauber bleiben. Auch sei jedes Kind ständig ' im Besitze eines Taschentuchs nicht nur für den Fall eines vollen Näschens, sondern auch zum Abreiben der Schmutz- oder Fettfinger. Nach dem Waschen müssen Handtücher, Seifenlappen, Seife und Kamm von größeren Kindern an Ort und Stelle gelegt werden. Schulsachen, Bücher und Hefte müssen die Eltern von Zeit zu Zeit nachsehen, um im Falle der Unordnung und Unsauberkeit durch einen Verweis eine Besserung herbeiführen zu können.
Kinder, die schon von jüngster Jugend an Pünktlichkeit und Ordnungsliebe lernen, werden im Leben leichter fortkommen; denn Menschen, auf die man sich verlassen kann, sind immer gesucht unb gebraucht! H. v. L.
Die Apothekenhelferin.
Für unsere Mädel hat die Reichsapothekenkam« mer in Zusammenarbeit mit dem Reichsinstttut für Berufsausbildung in Handel und Gewerbe und der Deutschen Arbeitsfront den Beruf der Apothekenhelferin als Anlernberuf anerkannt. Es handelt sich um eine Hilfskraft, die den stark beanspruchten Apotheker entlasten soll. Diese Hilfe darf sich jedoch nicht auf die Arzneimitteloersorgung erstrecken, die nach wie vor allein von den Apothekern durchgeführt werden wird. Die Apothekenhelferin wird also weder Arzneimittel Herstellen noch abgeben. Vielmehr wird es ihre Aufgabe sein, die Ausgestaltung der Schaufenster unb Schaukästen zu übernehmen, einfache kaufmännische und technische Arbeiten auszuführen und für die Pflege und Instandhaltung der Arbeitsgeräte zu sorgen. Dis praktische Ausbildung wird sich auf zwei Jahre erstrecken und mit einer Prüfung abschließen. In die- ser müsse,! die Mädel die wichtigsten gesetzlichen Bestimmungen des Apothekenbetriebes, die üblichsten Warengattungen und den Aufbau des Gesundheitswesens kennen. Ferner müssen sie die Verkaufs« fertigmachung von Eigenerzeugnissen der Apotheke, wie das Reinigen der zur Arbeit verwendeten Apparate beherrschen, Standgefäße mit Blockschrift versehen und einfache Werbeplakate in Zierschrift entwerfen. Die kaufmännische Geschäftsprüfung wird sich auf die Lagerhaltung, Wareneingang und Versand, Rechnungswesen des Betriebes und Buchführung erstrecken. Auch Prozent-, Gewichts- und Kostenberechnungen muß der Prüfling aufstellen können. Auch zu einfachen mechanischen Arbeiten, wie Mischen von eingewogenen Tees, das Bedienen bereits eingestellter Tabletten- oder TubenM« maschinen, kann sie unter Aussicht eines Apothekers herangezogen werden. Bei allen Hantierungen wird ihr ein sorgfältiges, hygienisch einwandfreies und wirtschaftliches Arbeiten zur Pflicht gemacht werden, denn jede Arbeit in einer Apotheke muß von dem größten Verantwortungsgefühl getragen wevs den. "* Olga Engelhardt«
Aus dem Reiche -er Krau.
Gin Tag im Veit...
... erspart oft eine Krankheit!
Die feuchte Herbstkälte ruft gern diese oder jene Krankheit hervor, die mit einer harmlosen Erkaltung beginnt, nachdem wir uns nasse Füße geholt hatten oder beim Warten auf die Straßenbahn im scharfen Luftzug standen.
Eine aufmerksame Hausfrau wird in solchen Fällen daraus achten, daß ein Tag Bettruhe bei Mann ober Kinbern einer Ausbreitung der Erkältung vor- beugt. Die Kinder müssen gehorchen, und der Mann läßt sich zureden. Die einzig Unvernünftige ist meist die Hausfrau selber, die hustend und niesend mit einer Temperatur von fast 38 Graden im Hause herumläust und noch Lust zeigt, sich auf den Wochenmarkt zu begeben, obwohl es gerade wieder langsam zu regnen beginnt. Will man ihr zu dem bewährten Tag Bettruhe zureben, bann wird sie beinahe böse: „Wie stellt ihr euch das nur vor? Ich kann mich doch nicht so einfach ins Bett legen! Wer soll denn kochen, wie? Wer soll die Zimmer aufräumen? Wenn ich daran bloß denke, bann habe ich gar keine Ruhe im Bett, das macht mich nur nervös und noch kränker!" Ja, so redet sie dann gerne daher. Und doch hat sie Unrecht.
Auch die tüchtigste Hausfrau ist eine Zeitlang entbehrlich. Aber muß sie durch sinnloses Verhalten diese. Behauptung erst widerwillig unter Beweis stellen? Muß es erst dadurch kommen, daß aus Mangel an Zeit und aus Unentbehrlichkeit eine Krankheit sich im Körper ausbreitet und die Hausfrau für Wochen ins Bett zwingt, wo sie dann anerkennen muß, daß es auch eine Weile ohne sie geht? Gut erzogene Kinder, ein einsichtsvoller Gatte und vernünftige, hilfsbereite Nachbarinnen werden für einen Tag die Hausfrau sehr wohl vertreten können, und es wird ihnen allen ein gewisses Vergnügen machen, wenn sie dann voll Stolz sagen können, daß sie die Hausfrau vor schlimmerem Leiden bewahrten.
Sollte es aber der Fall fein, liebe Hausfrau, daß deine Wirtschaft sich in einem derartigen Zustande der Unaufgeräumtheit befindet, daß du dich schämst, andere hineinsehen zu lassen, dann bring schleunigst ein bißchen Ordnung in deine Sachen, meine Gute, damit nicht wegen Unordnung deine Gesundheit zu leiden hat ... Peka
„Halle dich gerade, Kind!"
Wie oft haben wir in unserer Jugend heimlich mit den Zähnen geknirscht, wenn uns Mutter, womöglich noch in Gegenwart anderer, immer wieder mahnte: „Halte dich gerade, Kind!" Einen Augenblick lang haben wir uns dann einen Ruck gegeben, sind steif und aufrecht wie ein Stock dahergegangen, um in der nächsten Sekunde — mit Erbitterung im Herzen.— wieder in uns zusamMenzusacken.
Unb nun ist es so weit, baß wir unseren eigenen Kinbern dieses gefürchtete „Halte dich gerade!" beibringen sollen. Dabei fragen wir uns natürlich: Ist es denn überhaupt so wichtig, daß man bereits beim Kinde auf die gute Haltung achtet? Und da bekommen wir vom Arzt die entscheidende Antwort, daß eine schlechte Körperhaltung die ganze Entwicklung des Kindes hemmen kann. Die vorgeschobenen Schultern verhindern nämlich eine freie und kräftige Durchatmung, die Lungenflügel werden nicht richtig ausgenutzt und die Lungenspitzen verkümmern. Ebenso gefährlich ist die Verbiegung, der Wirbelsäule, die sich nach und nach bei ständig falscher Haltung herausbildet und die sich leider — entgegen den leichtsinnigen Aussprüchen mancher Mütter — nicht „auslHächst".
Eine der größten Gefahrenquellen für die schlechte Haltung ist das Gebücktsitzen beim Schreiben. So hört man denn oft die Eltern klagen: „Seitdem das Kind in die Schule geht, hält es sich krumm." Beim Schreiben kann man natürlich nicht von den Kindern verlangen, daß sie steif wie ein Stock dasitzen, aber die Mutter kann, besonders in den ersten Schuljahren, einen Ausgleich schaffen, indem sie in die Schularbeiten, wenn sie längere Zeit in Anspruch nehmen, ein paar Freiübungen ober einen Dauerlauf einschaltet.
Wer an seine Schulzeit zurückbenkt, wird sich auch noch an den Kamps um die Schulmappe erinnern. Mutter wollte nämlich, daß man fein ganzes Leben lang mit ber „ollen Schulmappe auf Dem Rücken" ging, während man selbst es für viel würdiger und eleganter hielt, eine Aktentasche an ber Seite zu tragen. Wenn auch jebe Mutter Verständnis zeigen soll, baß solche kleinen Aeußerlichkeiten sehr verführerisch, besonders für junge Mäbchen, sind, so sollte sie doch barauf bringen, daß ihr Kind möglichst lange den Schulranzen auf dem Rücken trägt, der seine Last gleichmäßig auf beide Schultern verteilt. Denn es hat sich immer wieder gezeigt, daß Kinder, die die Schulmappe an ber Seite tragen, allmählich eine ganz schiefe Haltung einnehmen.
Sehr oft wirb von ben Müttern bie schlechte Haltung barauf geschoben, baß das Kind „so schnell wächst". Aber gerade bei schnellwachsenden Kinbern ist die Beobachtung einer guten Körperhaltung besonders wichtig. Schmerzen, bte oft als Rheumatismus ausgelegt werden, sind eigentlich nur „Haltungsschmerzen", die nach und nach wieder verschwinden, wenn sich das Kind gerade hält. Bei schwereren Fällen wird oftmals orthopädisches Turnen helfen. Dazu ist jedoch immer ärztlicher Rat einzuholen.
Wenn man alle diese Ueberiegungen anstellt, so gibt es für die Mutter nur die eine Hauptbedingung: Auf die Haltung ihres Kindes zu achten, solange es noch nicht zu spät ist. Aber eines darf sie dabei nicht übersehen. Sie sollte immer an ihre eigene Jugendzeit zurückdenken unb darum nicht mahnen und nörgeln, sondern liebevoll erklären unb besprechen. Wie viel leichter ist es doch für ein Kind, die Unannehmlichkeit auf sich zu nehmen, „selbst auf seine Haltung zu achten", wenn man hört, daß Mutter es auch so ungern getan hat.
Lisa Peck.
pfleg« des elektrischen Bügeleisens.
Ein sachgemäß behandeltes Bügeleisen wird lange Zeit nur Freude bereiten. Es arbeit bequem unb äußerst sauber. Aber schon bei der Anschlußschnur beginnt die Notwendigkeit ber guten Behandlung. Denn auch das Bügeleisen hat eine Seele! Sie befindet sich in der Zuleitungsschnur, und zwar besteht sie aus Kupferdrähten, die man „Seele" nennt, denn sie leiten den Strom in das Eisen. Allzu scharfe Knickungen der Schnur sind unbedingt zu vermeiden; ebenso wenig zuträglich ist es, wenn
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Morgens bestreicht man ihn mit Butter
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bis er sich ■ n raj.ge- r. y
. den übrigen Zutaten, löst. Nachdem er gut ge-
etwas Mehl u -h Milch »inen Vorteig, läßt ihn gehen unb fi*
Rezepte:
Karto ffelteigroulabe: 1 Kilogramm Kartoffeln, in ber Schale gekocht, werben gefchäll, auf einem Brett zerbrückt, lau mit 1 Ei, etwas Salz unb dem nötigen Mehl zu einem festen Teig verarbeitet. Dieser wird etwa Vs Zentimeter dick aus- gerollt und ebenso hoch mit folgender Füllung bestrichen: 500 Gramm Zwiebel fein gehackt, in Fett hellbraun gerostet, bann mit 300 Gramm Stoßbrot gut vermengen und bei Mittelhitze für einige Minuten in ben Backofen stellen, bann falt werben lassen. Man rollt bie Roulabe langseitig zusammen, brückt bieselbe gut zu, schlägt die Roulade in eine Serviette ein und läßt sie in einem entsprechend großen Tops 15 bis 20 Minuten in kochendem Salzwasser kochen. Nach dem Abtropfen unb Entfernen ber Serviette schneibet man bie Roulabe in Scheiben, bie man zu Gemüse ober Salat reicht.
Gefüllte Zwiebeln: Die Zwiebeln schälen, ein Deckelchen abschneiben und bas Innere mit dem Kartoffelbohrer aushöhlen. Dann gibt man sie in kochendes Salzwasser und läßt sie halb garkochen. Die Füllung bereitet man aus eingeweichten Brötchen, 1 Ei, Salz, deutschem Pfeffer, Muskat und getrockneter Petersilie. Nachdem die Zwiebeln hiermit gefüllt sind, setzt man die Deckelchen wieder auf gibt sie in einen gefetteten Schmortopf, gießt V\ ß*‘ sauere entrahmte Frischmilch dazu un^ laß halbe Stunde dämpfen — Man fc beln auch mit einer Fleischfüllung
Sauerkrautpfannkuchen:
reftc oder frisches Sauerkraut, roh g , -
toffeln, Salz, etwas Mehl und evtl gemischt und löffelweise in der P, Man kann sie mit gedünsteten Zr Kümmel bestreut anrichten und oder Buttermilch trinken.
Gebackener Kartoffel? kochte Kartoffeln, 250 g Mehl, 1 Ei, evtl, etwas Milch, Butter Zucker zum Bestreuen. Die ge> werden gerieben ober durch die Salz, Mehl, Ei und Milch bereit», der sich gleichmäßig auf einem gefeti rollen läßt. Soweit wird er am 2Ibi
i-nenfafi regen. Dann mit einer Mayonnaise mischen, mit etwas gehebenem 'ttich, in Würfel geschnittenen Gewürzgurken, jenem Sellerie und roh geriebene rote Rüben
j a-jchmecken und gut durchziehen lassen, garine und bestreut ihn mit Zucker und bäckt ihn* —— -.....
it'- 'rollt und in Vierecke ge- kommt ein geschälter
■is Kernhaus entfernt wurde. r!nen ober ein wenig Marme- um bie Aepfel unb bäckt sie
gehäufter Suppenteller -tu mit etwas Fett, in bem 'edämpft würbe, gedünstet ^...ischt, leicht gesalzen, mit etwas saurer Milch, schnee unter die Möhren, 'luflaufform, gießt etwas ' sie im Backofen.
zubereitet. Saubex fein in Scheiben schnei- . Di sie nicht braun werden,
im Ofen licht gelb. Man ißt ihn heiß zu Kaffee, Kakao ober Tee.
Mehlstern: 500 g Mehl, etwa % Liter Wasser, Salz, etwas Butter ober Margarine ober ausgebrate- ner Speck. Man gibt das Mehl in eine trockene Pfanne und erhitzt es unter Rühren durch und burch, ohne es ^zu bräunen, gibt 1 Teelöffel Salz unb so viel Wasser au, baß eine krümelige Masse entsteht, bie man mit der Gabel zu Brocken reißt. Dann setzt man frische Butter ober Margarine ober ausgebratenen Speck zu. Der Mehlstern kann auch so lange gebraten werden, baß er eine hellbraune Kruste bekommt. Zum ersten Frühstück trinkt man ben Kaffee ober Milch dazu, zum zweiten Frühstück ober Abendbrot kann man Gemüse ober Salat dazu essen.
Apfelhefekrapfen: Ein Hefeteig aus 250 Gramm Mehl, Vis Liter Milch, 15 Gramm Hefe, etwas Fett, 30 Gramm Zucker (Eibeigabe ist nicht unbedingt nötig, man kann aber ein Ei ober etwas Eipuloer beifügen), Aepfel, ein paar Rosinen ober Marmelabe. Man bereitet wie üblich aus Hefe,
das Eisen selbst auf die Schnur gestellt wird. Ditz Zuleitungsschnur sollte so angebracht sein, daß sie beim Büaeln nicht hinderlich ist. Da, meist ein be- timmter Platz für das Bügeln eingerichtet ist, läßt ich eine zweckmäßige Anbringung der Zuleitungschnur gewiß erreichen
Ferner wäre es gut, wenn unser Bügeleisen eine Aufstelleinrichtuna besitzt. Gute neuere Eisen sind bereits damit versehen. Das Eisen braucht dann nur hochgestellt zu werden. Teller oder andere Unter» sätze sind bann überflüssig, ein Anbrennen bes Bügelbrettes ober Tisches wird leicht vermieben. Diese Aufstellvorrichtung hat natürlich abnehmbar zu sein, bamit man Kragen ober Manschetten mit dem hochgestellten Eisen gut runden kann. Natürlich darf das Bügeleisen auch nie lange unbenutzt stehen, so daß es glühend heiß werden kann. Das kostet nicht nur unnötig Strom, sondern schadet auch dem Ersen an sich. Einige Minuten, ehe man mit der Bügelei fertig ist, kann man sowieso den Stecker herausziehen und den Strom ausschalten, das Eisen bleibt warm genug. Zur großen Erleichterung der Hausfrau, die doch einmal vom eingeschalteten Eisen fortgerufen wird und das Ausschalten vergißt, gibt es heute schon Eisen, die man brandsicher nennen
kann. Diese Apparate besitzen felbfttätige Regler, die das Eisen stets in der richtigen Temperatur halten und zu starkes Erhitzen verhindern.
(Ein überhitztes Eisen darf niemals durch einen falten Wasserguß abgekühlt werden. Am besten läßt man es langsam an der Luft auskühlen. Drängt die Zeit, so nehmen wir ein altes Wäschestück, feuchten es mit warmem Wasser an und bügeln dann mit dem Eisen darauf, nehmen langsam etwas kühleres Wasser und bekommen das Eisen so in etwa zehn Minuten bedeutend in der Temperatur herunter
Nach getaner Arbeit empfiehlt es sich, das Eisen mit Bügelwachs an der Sohle abzureiben, so verhindert man das Rosten. Natürlich muß die Wachsmasse vor der nächsten Arbeit entfernt werden, was leicht geschieht, wenn das Eisen erwärmt unb mit einem sauberen Wollappen unten poliert wird. Beim Kauf sollte die Hausfrau darauf bringen, daß sie ein Eisen bekommt, welches eine Sohle aus unvernickeltem, gewalztem Material besitzt. Die Vernickelung der Sohle ist unpraktisch, da sie leicht Streifen auf der Wäsche hinterläßt, übrigens nutzt sie sich mit der Zeit ab, wird rauh unb muß in Ab- ftänben wieder erneuert werden. J. Büchner.
Was sollen wir tragen?
PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS
Warme Kinder-Winterkleider für alle Zwecke zeigen wir heute.
Das Faltenkleidchen links in Hemdblusenform ist aus rotem Wollflanell mit einem Kragen und Aufschlägen aus weißem Pikee. Die Knöpfchen sind aus rotem Galalith.
Aus hellgelbem W o l l st o s f ist das Kleidchen in der Mitte. Es hat 4 Taschen, einen kleinen,
gestärkten weißen Kragen mit Schleifchen und einen schmalen schwarzen Lackledergürtel.
Das Kittelkleidchen rechts mit der b u n = ten Kanten st ickerei, den zwei Taschen und den weiten Blusenärmeln ist aus naturfarbenem Wolleinen ; sein zur Schleife gebundener Gürtel aus ebenfalls buntbeftrirfter Stoffblende. Kleine, rote Kugelknöpfe schließen die Bluse vorn. H.


