Ausgabe 
31.5.1940
 
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GietzemrAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhelsen tsäst

bringen.

England in der deutschen Zange

Französische Oum-Dum-Geschosse.

von von

endigung des Weltkrieges befehligte er Kolonial- truppen und war zeitweise Chef der französischen Mililärmifsion in Polen. Bei Kriegsbeginn über­nahm er die erste französische Armee. Wit dem Zu- ammenbruch dieser Armee fiel er in deutsche Hand. Die schon mitgeteilt, läßt sich die Zahl der Ge­flogenen noch nicht annähernd übersehen.

Neue deutsche tl-Boot-Krfolge.

Madrid, 30. Mai. (DBB.) wie aus Ponle- vedra gemeldet wird, wurde der englische 10 000- BRT.-TankerPelena" torpediert. Das Schiff befand sich auf der Fahrt von Gibraltar nach Bor­den. Bon der 2Zköpfigen Besatzung 19 Chinesen und vier Engländer sind vier Mann getötet wor­den. Das Schiff konnte noch brennend den Hafen von Pontevedra erreichen. Gleichzeitig trafen in Pontevedra 14 Mann des französischen Handels­schiffesMaria Jose (5000 BRT.) ein, das

In der Zitadelle von Sedan wurde k i st e n - weise französische D um - D u m-M u n i« Hon mit abgeplatteten Spitzen aufgefunden. Diese Dum-Dum-Munition, deren Verwendung ein Ver­brechen gegen jedes Völkerrecht darstellt, hat deshalb besonders verheerende Wirkung, weil die Geschosse .beim Einschlag abplatten und so fast nie verheilende! gewaltige Löcher reihen-

tPA-Kindermann-Scherl-W.),

«vurden getroffen. Davon 3 Kriegsschiffe und 16 Transporter verfenkt, 10 Kriegsschiffe und ' 21 Handelsschiffe aller Gröhen schwer beschä- idigtoderinBrandgeschossen. Auch Flak- artillerie versenkte ein feindliches Vorpostenboot und beschädigte 5 weitere sowie 5 Schnellboote. Die zum Schuhe dieses Grohangriffes unserer Kampfver- «bände eingesetzten Jagd- und Zerstörergruppen Schossen 68 feindliche Flugzeuge ab.

Südlich der Linie P o p er i n g h eL a s f el Haben sich unsere vom westen, Osten und Süden an- greifenden Armeen vereinigt, indem sie" zahlreiche [ sskarke feindliche Gruppen absplilterten und ein- i Schlossen. Bei der Erstürmung des befestigten Stüh- ! gmnkles h a z e b r o u ck am 28. Mai sich ein ! Panzer-Pionier-Bataillon unser seinem Komman- | ldeur Oberstleutnant von Bodecker besonders hervor.

An der Südfront wurde ein feindlicher An­griff mit Panzern an der unteren Somme abge- iviesen. Südlich und südwestlich von Amiens wur- lden Truppenansammlungen in den Wäldern mit Bomben belegt.

Die feindlichen Verluste betrugen gestern insge­samt 89 Flugzeuge, davon 68 im Luftkampf, 17 idurch Flakartillerie abgeschossen, der Rest am Boden gerstört. 15 eigene deutsche Flugzeuge werden ver- miiht.

Der Kampf um Narvik dauert mit unvermin- ldertor Stärke an. Unsere Truppen haben Berg- Stellungen auherhalb der Stadt bezogen und werden verstärkt. Kampfflieger griffen einen feindlichen Flugplatz an. Mehrere am Boden stehende Flug- geuge* wurden vernichtet. Unsere von Drontheim mach Norden vorstohenden Gebirgsjäger

haben Fauste, ostwärts Bodö, genommen. Eines unserer U-Boote meldet die Versenkung 2 feindlichen Dampfern mit einer Tonnage

Konzentrische Bombenangriffe der deutschen Lustffreitkraste auf die sich auf die Schiffe flüchtenden Engländer.

Der Luftangriff ; auf die englische Transporlftotte.

Berlin, 30. Mai. (DNB.) Am Nachmittag und Übend des 29. Mai griffen stärkere Verbände zweier Fliegerkorps, die unter Führung »er Generale Grauerf und von Richthofen landen, im Hafen und Seegebiet Dünkirchen 0 ff e n b e britische Kriegs- und Transportschiffe an, Die die Reste des geschlagenen britischen Lxpeditions- leeree nach der Heimat abtransportle- cen sollten.

Der Angriff, an dem sich Verbände aller Waffen beteiligten, erstreckte sich auf über 60 Schiffe. Drei Kriegsschiffe und 16 Truppentransporter, dar­unter Schiffe von über 15 000 Tonnen, wurden durch Die anhaltenden konzentrierten Bombenangriffe erfenft 31 weitere Schiffe erhielten Volltreffer, wurden schwer beschädigt, teils bewegungs­unfähig gemacht, teils in Brand geworfen. Die Schleusen des Hafens von Dünkirchen find nöl­ig zerstört, die Hafenbecken ausgelaufen.

Za g d f l i e g e r, die gemeinsam mit den Bomben­fliegern den Kampf gegen die englische Transport­unternehmung führten, erzielten 6 8 A b f ch ü f f e. hierbei zeichneten sich besonders die Verbände des Oberst vo n M a s s o w aus. Zehn weitere Flugzeuge, die die Einladungen schützten, wurden durch F l a k- larfilterie abgeschossen. Die Flakartillerie versenkte auherdem ein kleineres Kriegsschiff und brachte fünf weiteren durch direkte Treffer schwere Beschädigungen bei.

Der Wehrmachisberichi vom Donnerslag.

Führerhauptquartier, 30.Mai. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Die große Schlacht in Flandern und im Artois geht mit der Vernichtung der dort im Kampf ge­standenen englischen und französischey Armeen ihrem Lude entgegen. Seit gestern ist das englische Expeditionskorps in völliger Auf­lösung. Sein gesamtes unübersehbares Kriegs­material zurücklassend, flüchteteszumMeere. Schwimmend und auf kleinen Booten versucht der Feind die auf Reede liegenden englischen Schiffe zu erreichen, auf die sich unsere Lustwaffe, wie schon durch Sondermeldung bekanntgegeben, mit ver­heerender Wirkung stürzte. Heber 60 Schiffe

Rock, 31. Mai. (DNB.)Giornale d'Jtalia" veröffentlicht Einzelheiten über den Plan einer englisch-französischen Landung in Saloniki, die am 29. April stattstnden sollte, aber wegen der raschen deutschen Siege in Nor­wegen zurückgestellt worden sei. Es stehe fest, so schreibt der Berichterstatter des Blattes in Salo­niki, daß am 2 9. April in den ersten Morgen­stunden die e n g l i s ch - f r a n z ö s i s ch e Orient­armee, unterstützt durch starke englische Marme- Infanterieabteilungen, sich in den Besitz von Saloniki setzen sollte. Eine ungewöhnliche Ge­schäftigkeit zwischen den einzelnen Konsulaten und eine gewisse Unruhe der ausländischen Kolonien ließen die Bevölkerung ahnen, daß etwas Außer­gewöhnliches im Anzuge war. Etwa 20 Schiffe, im Geleit von französischen und englischen Einheiten, waren von Smyrna nach Saloniki unter­wegs. Hier hatten der zweite Marineattachö der französischen Botschaft, M e s s u d, ein Mitglied des englischen Konsulats, Hauptmann F a w s s e t, und zwei Mitglieder der Royal Airforce, Palmer und I o h n e s, sowie ein gewisser Green alle Ein­zelheiten der Aktion vorbereitet. Die Landung sollte an der östlichen Seite des Golfes statt­finden. Nach der Landung sollten sich die Truppen sofort in den Besitz des Wasserflug- Hafens von Calamaria und des Flug«

Hafens von Sedes, kaum zwei Kilometer von dem Landungsplatz entfernt, fetzen. Von Saloniki als Stützpunkt sollte ein Angriff g e g en die Grenze Albaniens und auf C a v a l l a an der bulgarischen Grenze erfolgen.

Plötzlich auf der Höhe von Lemnos drehte die Flotte jedoch ab in die türkischen Territorial­gewässer. Als Ursachen dieses plötzlichen Szenen-! Wechsels kann man nennen: 1. Die deutschen Siege und das rasche Vordringen bei Namsos und Andalsnes, die den Westmächten für den Augenblick ein Ablenkungsmanöver an anderer Stelle unmöglich gemacht hätten. 2. Eine Mei­nungsverschiedenheit zwischen Game- linundWeygand. *

Die Ernennung Weygands zum Oberbefehlshaber der englisch-französischen Streitkräfte habe die Sor­gen wieder wachwerden lassen. Man frage sich, ob Weygand als Generalissimus zu dem Plan zurückkehren werde, den er als Oberbefehlshaber der Orientarmee nicht habe durchführen können. Das türkische Heer sei zur Aktion be­reit und die Drientarmee, die Wawels zwi­schen Tigris und Nil zusammengezogen habe, sei eine Reserve, die ausgenutzt werden müsse, da sich die Westmächte nicht den Luxus erlauben könnten, sie länger untätig zu lassen.

Das britische Expeditionskorps in völliger Auflösung!

anders gearteter weiterer Feldzug, der ebenso wie der militärische von Öen Westmächten vorbereitet und durchgeführt wird. Es handelt sich bei dein Greuel-Feldzug in erster Linie um zwei verschiedene Ausdrucksformen. Die eine besteht darin, daß d»e .Westmächte ihren ganzen komplizierten und weit

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Geleitzug heraus torpediert worden war und \^e diffamieren. Wir haben ja schon aus den gesunken ist. bisher wiedergegebenen Proben ersehen, daß es sich

babei so gut wie ausschließlich um einen Wieder- OzeBevotterungOoverswlrdevafulert b^b^g^rsuch aller der schmutzigen Lügen han- Bern, 30. Mal. (DBB.) Bach einer Meldung delt, die schon in und nach dem Weltkriege nicht derDaily Mail" ist mit derinoffiziellen Lva- etwa nur von Deutschland, so^rn ebenso nach« tuierung der Bevölkerung Dovers begonnen wor- drucklich auch, nonMlreichen ^--°n^ch°n Beoba^. den. Den ganzen Mittwoch hindurch Hütten ZügeIu^umäßige Ser« mit Frauen und Kindern die Stabt verlassen. Wei- i? umdung ^widerlegt worden sind. Ja, es gibt ter wird aus London gemeldet, daß weitgehende j0$ar namhafte englische Belastungszeugen gegen Pläne ausgearbeitet werden, wonach Frauen und I England und Frankreich, so etwa das bekannte insbesondere Kinder in die Dominien ge- Unterhausmitglied Ponsonby in seinem Buch schickt werden sollen. Die Regierung von Jteu-Falsehood in War-Time Fälschungen int ieeland I°ll sich bereilerklär, haben. 2,5 Millionen Kriege bas 1928 in London erschien, ober bas KinderfJ-ne-men Slud,.Ä Armee in ein Telegramm ein, in dem es heißt, daß man bereit ober öq9 Buch von Sir Philipp GibbL

sei, Frauen und Kinder in Kanada unfet$u-More that must be told,lieber das Ziel hin*

38 480 Bruttoregistertonnen.

Der Oberbefehlshaber der 1. französischen Armee gefangen genommen.

Berlin, 30.Mal. (DBB.) Arn 29. Mai wurde 3b e i Steenvoorde, ostwärts Cassel, der Ober- 3befehlshaber der 1. französischen Armee, General sPrioux, mit zahlreichen anderen hohen franzö- stschen Offizieren gefangen genommen. Ge­neral Prioux ist 61 Jahre alt und gilt als ein besonders befähigter höherer Führer. Im Weltkriege avar er französischer Generalstabsoffizier. Bach Be­

ausgeschossen". .

Aus der ganzen feindlichen Greuel-Strategiö I einerseits und aus den Widerlegungen der genann« I len englischen Zeugen geht hervor, daß als Hand« buch und Nachschlagwerk für die feindlichen Ver­leumdungen jener berüchtigte Bericht der König­lich Britischen Regierungskommission im Jahre 1915 unter dem Vorsitz des Viscount B r y c e, also von einer amtlichen englischen Dienststelle über die an­geblich von deutschen Truppen verübten Gewalt­tätigkeiten verfaßt worden ist. Gerade dieser Bericht wird von dem oben genannten Hauptmann Bennet als ein Ragout non Fälschungen bezeichnet, bet dessen Herstellung die famose Königliche Kommis­sion die verworrenen Aussagen wohlweislich un­vereidigter Zeugen ganz nach ihrem Gutdünken aus­legte oder umfrisierte.

Die zweüe Ausdrucksform des feindlichen Greuel- feldzuges besteht darin, daß man bie eigene Soldateska, ganz gleich, ob Weiße oder Nig­ger, ob Mannschaften oder Ltfiziere, selbst im Ge­biet eines Bundesgenossen bei unglücklicher Wen­dung des Feldzuges also etwa bei Rückzügen auf das private Eigentum der unglücklichen Bevölke­rung losläßt und Plünderungen duldet, wie Hte schlimmer auch die amtlich angestellten englischen Seeräuber der ftüheren Zeit kaum begangen haben. Diese Gewalttätigkeiten, die mit Krieg oder Sol­datentum nichts, aber um so mehr mit der Art von Buschkleppern und Marodeuren zu tun haben, erfolgen ganz planmäßig, und zwar zu dem Zweck, alle Mse Verbrechen bis zur Vergewaltigung schutz­loser Frauen und Mädchen denHunnen" und Nazis" in die Schuhe schieben zu können.

Vor uns liegt ein ganzer Stapel von Berichten über feindliche Greueltaten, die von Augenzeugen aufgesetzt wurden. Ihr Inhalt ist unseren Lesern schon aus Proben bekannt. Wir nennen lediglich als Beispiele etwa folgendes: Deutsche Soldaten und Offiziere, die in französische Gefangenschaft ge­raten, werden wie gemeine Verbrecher behandelt. Französische Offiziere prügeln mit Stöcken auf die Köpfe wehrloser Gefangener. Fran- Izösische Frauen benehmen sich wie Furien, ver­suchen den Begleitmannschaften die Gewehre zu «entreißen, um die deutschen Gefangenen umzubrin­gen. Deutsche Flieger, bie inmitten feindlicher Trup­pen nach einer Notlandung vom Tragdeck der Ma­schine aus zum Zeichen der Ergebung mit'Taschen-

Jn dem Abwehrkampf gegen den Hungerkrieg, mit dem England uns niederzwingen will, hat der Führer mit unserer Wehrmacht in knapp zwei Monaten die ursprüngliche Kampsbasis gegen Engl-nd- di- aus der deutschen Nordseeküste bestand lschwarz gezeichnet, zu einer gewaltigen Zange erweitert.

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Für den 29. April war Landung in Saloniki geplant.

Italienische Enthüllungen über die Absichten der englisch-französischen Orientarmee. - Wird Weygand auf seine alten Pläne zurückkommen?

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