Ausgabe 
30.12.1940
 
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Berlin. 29. Dez. (DNB.) Vas Oberkommando

sammelt die Meldungen

ein.Auf feindlichen

aufzuckend, aufschlagend

Er läuft

ist nach Norden ausgewichen, unter großer Fahrt nordwärts ab."

bedient werden. Dann habe das deutsche Kriegs- schiff auf Flugzeuge, die zum Verladen bestimml gewesen seien, sowie auf Phosphat- und Oellager geschossen, jedoch nicht auf privathäuser. Nach Aus­führung der wirkungsvollen Beschießung entfernte sich das deutsche Kriegsschiff unbeschädigt und un- verfolgt wieder.

Mit der obigen Feststellung des australischen Marineministers Hughes wird auch von gegnerischer Seite bestätigt, daß ein deutsches Kriegsschiff selbst­

Feuer!"

Gewaltiger Feuerschein,

Gellerü» schallt die Alarmglocke. Helle Rufe hallen über die Dünen. Die Kanoniere hasten heraus. Scharfe Munition, große Ladung' Zahlen werden gerufen, und von den Geschützen klingen sie zurück. Zu gleich!" Kräftige Männerarme wuchten an den schweren Geschützen. Mannshohe Granaten rol­len heran, Winden kreischen, Rohre werden hoch- gekurbelt. Gleichmütig wiederholen die Geschützfüh­rer die ihnen zugerufenen Befehle. Die Züge mel­den.Batterie feuerbereit!" Die Meßstelle

der Wehrmacht gibt bekannt:

Deutsche Ueberwasserstreltkräfte mel-

mündung ein feindliches Handelsschiff von etwa 810 000 BRT. mit zwei Bomben schweren Ka­libers. 3n der Nacht zum 28.12. griffen stärkere Verbände deutscher Kampfflugzeuge London mit zahlreichen Spreng- und Brandbomben aller Ka­liber an. heftige Explosionen und große Brände im Zentrum und am Oslrand der Stadt zeigten die starke Wirkung des Angriffs. Fernkampf­artillerie des Heeres und der Kriegsmarine beschoß in der gleichen Nacht feindliche Schiffe, die sich D ü n k i r ch e n zu nähern versuchten und zwang sie zum Abdrehen nach Norden. Der Feind flog nur mit wenigen Flugzeugen in das Küstengebiet ein, ohne auf deutschem Reichsgebiet Bomben zu werfen.

Vorposten- und Sicherungsfahrzeuge wurden in der Nordsee von feindlichen Torpedoflugzeugen er­folglos angegriffen; sie schossen drei Flug- Zeuge ab, ein weiteres feindliches Flugzeug wurde durch Flakartillerie zum Absturz gebracht. Lin eige­nes Flugzeug wird vermißt.

Das Ritterkreuz für erfolgreiche Hilfskreuzer-Kommandanten.

Berlin, 2S.Dez. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Kapitän z. S. K a e h l e r und Kapitän z. S. k r ü d e r.

der gellende Donnerschlag in den Rohrmündungen. Gurgelnd verlassen die Geschoßriesen die Rohre und rauschen seewärts. Die Ohren dröhnen. Schon fliegen die Granaten durch die Verschlüsse, die ge­waltigen Kartuschenladungen flitzen hinterher.Ver­schluß zu!"Erstes feuerbereit!" Und wieder kam:Salve!" Zweimal, drei, fünf, sieben, neun, zwölf ...Feuer einstellen!"

Draußen auf See aber steigen die Wasserfon­tänen in den nächtlichen Himmel. Die Mehstellen suchten mit Scherenfernrohren, mit ihren Nacht- gläserii das düstere Licht zu burdjbringen. Sie er­kannten weit draußen den Feuerschein der auf- schlagenden, detonierenden Granaten. Sie vermerk­ten in ihrem Entfernungsmesser die exakte Entfer­nung durch den Vorhang der aüfstiebenden Wasser­säulen. Das Feuer verhallte. Das dumpfe Grollen auf See tauchte im Rauschen der Wellen unter. Die Schatten waren verschwunden.

Ein schnell fliegender Aufklärer, von der Artillerie aufgehetzt, suchte düs Meer ab. Sein Funker ries durch:Feindlicher Verband

sicherten Geleltzug im Nordatlantik. Ls gelang ihnen, einen 6000 BRT.-Dampfer durch Einsatz der Artillerie- und Torpedowaffe zu versenken, einen weiteren Dampfer schwer zu beschädigen und in knrzem Gefecht einen feindlichen schweren Kreuzer der starken Bedeckungsstreitkräfte mehrere schwere Artillerietresfer beizubringen, so daß der Gegner das Gefecht abbrach. Die eigenen Streitkräfte erlitten keine Beschädigungen. Ein Unterseeboot un­ter der Führung von Korvettenkapitän v. Slock- h auf en meldet als Gesamtergebnis einer Fern­unternehmung die Versenkung von 46 000 BRT. feindlichen Handelsschiffsraumes.

3m Verlaufe bewaffneter Aufklärungs­flüge warf ein Kampfflugzeug gestern Bomben auf die Kaianlagen von Southampton. 3n der letzten Nacht griffen schwächere Kampffliegerver­bände eine hafenstadt an der britischen Kanal- küste mit Bomben an.

Hebet dem Reichsgebiet wurden in der vergange­nen Nacht keine Bomben abgeworfen. Bombenab­würfe im besetzten Gebiet richteten keinen nennens­werten Sachschaden an. Ein feindliches Flugzeug wurde durch Flakartillerie abgeschossen.

Luftangriff/ auf London.

Der Wehrmachtbericht vom Samstag.

Berlin, 28. Dez. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Lin U-Boot, von dessen letzten Erfolgen ein Teilergebnis bereits bekanntgegeben ist, meldet die Versenkung von vier bewaffneten feindlichen Handelsschiffen mit insgesamt 24 340 BRT. Ein weiteres U-Boot hat den 12 823 BRT. großen bewaffneten britischen handelsdamp- ferDaidlira" versenkt.

Nach der Ruhe der Weihnachtstage setzte im Laufe des 27.12. die Luf ta uf kl ä run g und dieKampf- kätigkeit der deutscken Luftwaffe wieder ein. Ein Aufklärungsflugzeug traf ostwärts der Themse-

Seeredbatterien gegen englische Schiffe

Don Kriegsberichter Or. Joachim Fischer.

Erfolgreicher Angriff auf Geleiizug im Nordatlantik. Mehrere Treffer auf schweren Kreuzer. ll-Boot versenkte 46000 BNT.

(PK.) ...... 30. Dez. (DNB.) Dor wenigen Tagen noch besuchte der Oberbefehlshaber des Hee­res die schweren Batterien, die in den Dünen an der Küste des Kanals seit Monaten Tag um Tag und Nacht um Nacht auf Einsatz warten. Sorgsam hatten sie ihren Schußbereich vermessen, und sehnsüchtig warteten die Kanoniere auf ihre Stunde. Als der Generalfeldmarschall sie nach ihren Einsätzen fragte, mußten sie ein wenig unmilitä­risch lächeln:Es war noch nichts, Herr Ge­neralfeldmarschall ..."

Als wenn sie es beschworen hätten ... Hn der Nacht zum Samstag w a r e s s o w e i t. Die in den Dünen lauernden Mehstellen, dauernd besetzt, war­teten wie immer. " Kalt und fern glitzerten die Sterne. Keine Wolke schob sich von See heran. Gleichmäßig rauschten die Wellen auf den Sand des langen Strandes, der sich nordwärts Dün­kirchen zur belgischen Grenze hin dehnt. Im übrigen ist es noch immer der gleiche Strand, von dem aus die Engländer im Mai flohen. Der Wacht­meister der Artillerie, der in seinem gut verglasten Stand saß, fror ein wenig. Deutlich hob sich der zerschlagene Transporter aus dem Wasser. Die Wellen rauschten über ihn hinweg, der nun schon keinen Schornstein mehr besaß. Die Wucht der ein­tönig schlagenden Wasser hatte ihn zerschlagen. Der Wachtmeister suchte das Meer ab: Nichts, wie im­mer. Nur dumpf dröhnte die Heulboje herüber, die weit draußen über der Untiefe an der Kette schau­kelte.

Wenig später wieder wanderten die Augen des Soldaten über das dunkle Wasser. Im hellen Licht der Nacht glaubt er etwas zu erkennen. Er weckt die Kameraden. Verschlafen starren sie mit ihm in die Nacht. Die Meldung geht über das Telephon: Rotkraut meldet ..." Peilungen, Messungen, an­dere Mehstellen werden angerufen; es stimmt: Englifche Schiffe.

Kapitän z.S. Koehler, Kommandant eines Hilfskreuzers, führt seit mehreren Monaten erfolg­reich seine Aufgaben in überseeischen Ge­wässern durch. Er hat bisher 52 000 BRT. feind­lichen und dem Feinde nutzbaren Handels schiff s- raum versenkt. Alle schwierigen Situationen, in die der deutsche Hilfskreuzer geraten ist, wurden her­vorragend gekNeistert, so daß das Schiff voll ein­satzbereit seine Aufgaben durchführen konnte. Außer­dem wurden wertvolle Prisen von ihm eingebracht. Kapitän z. S. trüber, ebenfalls Kommandant eines deutschen Hilfskreuzers, hat in überseeischen Gewässern 79 000 BRT. feindlichen und dem Feind nutzbaren Handelsschiffsraum versenkt. Kapitän Krüder und seine Besatzung haben unter schwersten Bedingungen ausgezeichnete Leistungen in Uebersee vollbracht.

falsch.

Der letzte Angriff auf London.

Genf, 28. Dez. (Europapreß.)London hat in der Nacht zum Samstag die schrecklichste Luft­attacke seit dem 8. Dezember erlebt", schreibt dasJournal de Gendoe" in einem Son­derbericht aus London, in dem es weiter heißt: Eine bedeutende Anzahl von Explosivbomben und Hunderte von Brandbomben sind auf das garue Gebiet, über das sich die Hauptstadt erstreckt, ab- geworfen worden. Ein neutraler Beobachter hat auf eine Entfernung von 250 Meter den Fall von 51 Brandbomben gezählt. Auf eine Entfernung von einer halben Meile wurden sechs große Gebäude in Brand geworfen. Der Angriff bauerte vier Stun­den." Kurz nach Einbruch der Dunkelheit fielen be­reits, wie schon gemelbet, die ersten Leucht- und Brandbomben über der Stadt nieder und boten damit den nachfolgenden deutschen Bomberformatio- nen einen Anhaltspunkt. Die Angriffe wurden fort­gesetzt bis in die frühen Morgenstunden. Sie werden auch an amtlicher Stelle als überaus heftig bezeich­net. Umfangreiche Sachschäden räumt der englische Nachrichtendienst bereits jetzt ein, wenngleich es auch noch nicht möglich sei, den genauen Umfang dieser Schäden zu ermessen. Zahlreiche Londoner hatten in Vorausahnung der zu erwartenden An­griffe bereits vor Anbruch der Dunkelheit ihre Lust­schutzunterstände aufgesucht. Sie sollen sich dabei stellenweise geäußert haben:Nun hat unser normales Leben wieder begonnen."

Britische Mlltiiratte in amerikanischer Sicherheitszone.

Berlin, 28. Dezember. (DNB.) In den letzten Wochen haben englische Kriegsschiffe in der Nähe der Küsten der ameriaknischen Staaten wiederum kriegerische A k t i o n e n^ v o r g e n o m m e n , aus denen sich eindeutig ergibt, daß die britische Re­gierung nicht gewillt ist, die von ihr gegenüber den Grundgedanken der Deklaration von Panama von Anfang an eingenommene ablehnende Haltung irgendwie zu ändern. In der Panama-Erklärung vom 3. Oktober 1939 wurde bekanntlich eine 300» Meilen-Sicherheitszone von den beteiligten ameri­kanischen Regierungen proklamiert. Innerhalb die­ser Zone hat am 1. Dezember 1940 ein enalisches Kriegsschiff den brasilianischen DampferJtape" bei San Thome auf der Fahrt von einem brasi­lianischen Hafen nach einem anderen brasilianischen Hafen angehalten und 22 Reichsangehörige gewalt­sam von Bord geholt. Am 8. Dezember sind der deutsche HandelsdampferJdarwald" und am 12. Dezember 1940 der deutsche Handelsdampfer Rhein" durch die Einwirkung feindlicher Kriegs­schiffe an der Südküste von Kuba verloren gegan­gen. Die Meldungen, daß ein amerikanisches Kriegs- schist Zeuge der kriegerischen Aktionen gegen den DampferRhein" innerhalb der panamerikamscken Sicherheitszone gewesen ist, sind unwidersprochen geblieben.

Daß es sich hierbei nicht um Einzelfälle handelt, die britische Regierung vielmehr nicht gewillt ist, die Sicherheitszone zu respektieren, geht aus der Tat­sache hervor, daß die Sicherheitszone in zahl­reichen früheren Fällen von englischer Seite durch Kriegshandlungen gegen deutsche Schiffe systematisch verletzt worden ist. Solche Aktionen wurden am 24. Oktober 1939 gegen den deutschen TankdampferEmmy Friedrich", am 6. De­zember 1939 gegen den DampferUssukama", am 15. Dezember 1939 gegen das Motorschiff Düsseldorf", am 19. Dezember 1939 gegen die DampferA r a u c a" undC o l u m b u s , am 13. Februar 1940 gegen den DampferW a k a m a", am 1. März 1940 gegen den Dampfer Troj a" und gegen das MotorschiffHeidel­berg", am 8. März 1940 gegen das Motorschiff .Hannover" und am 26. September 1940 gegen das MotorschiffWeser" durchgeführt.

Das Interesse des amerikanischen Kontinents und darüber hinaus der ganzen Welt ist auf diese stän­digen britischen Willkürakte gerichtet. Angesichts der sich häufenden Verletzungen der Sicherheitszone durch englische Kriegsschiffe hat der Vorsitzende des Interamerikanischen Neutralitätsausschusses, der brasilianische Botschafter Mello Franco, auf

nbinng!7durchslaufen einen erzreichen Wf auf einen,stark ge- lende Meldungen der feindlichen Agitation sind

Schiffsverband Feuer frei!" Die Stimme des Offiziers dringt in die Batterie:Batterie

Erhöhte Artillerietätigkeit an der Front von Bardia.

der Sitzung vom 20. Dezember dieses Jahres die Anwendung finanzieller und wirtschaftlicher Sank­tionen zur stärkeren Sicherung einer wirksamen Beachtung der amerikanischen Sicherheitszone befür­wortet. Der Vorschlag wurde von dem chilenischen Delegierten/ lebhaft unterstützt. Da wegen der Er­krankung eines Delegierten eine Beschlußfassung nicht erfolgen konnte, wurde die Sitzung auf den 10. Januar nächsten Jahres vertagt.

Mißglückter Anschlag des Intelli­gence Service gegen Ibn Saud.

Rom, 28. Dez. (Europapreß.) Nach Meldungen aus Beirut konnte ein Anschlag gegen das Regime des Königs Ibn Saud rechtzeitig aufge'deckt und vereitelt werden. Nach Mitteilungen des arabischen Konsuls in Damaskus waren Haupttäter des Kom­plotts der Scherif Abdul Hamid und andere, die alle verhaftet werden konnten. Der Scherif wurde hingerichtet, die anderen zu Gefäng­nisstrafen verurteilt. Nach ihren Angaben hatten sie in Verbindung mit dem Intelli­gence Service gestanden.

Popolo bi Roma" schreibt, der Intelligence Ser­vice habe einen neuen Beweis seiner verbrecheri­schen Tätigkeit geliefert. Ibn Saud, der ben größten Einfluß auf das arabische Volk besitze, sei kein be­sonderer Freund Englands. Deshalb wolle ihn Eng­land aus dem Wege räumen, wobei es nach der be­währten Methode oorgehe. DieStampa" sagt, die ausdrückliche Beschuldigung des Intelligence Service werde für das englische Ansehen in der arabischen Welt umfassende Rückwirkungen haben. König Ibn Saud erfreue sich unter ben Arabern sowohl wegen seiner Frömmigkeit als auch wegen seiner militärischen Tüchtigkeit größter Beliebtheit. Als Beschützer der heiligen Stätte des Islams fei er auch der Schirmherr ihrer Religion.

Oer italienische Bericht vom Sonntag.

Rom. 29. Dez. (DNB.) Der italienifche Wehr­machtbericht vom Sonntag hat folgenden Wortlaut:

3m Grenzgebiet der L y r e n a i k a an bet Front von Barbia erhöhte Artillerie- und Patrouillen­tätigkeit. Bei Aktionen unserer motorisierten Kolon­nen wurden in Zusammenarbeit mit der Luftwaffe in der Wüstengegend einige feindliche Panzerwagen zerstört. Zwei unserer Torpedoflugzeuge haben einen Monitor und ein Torpedoboot angegriffen und getroffen. Lines unserer 3agdflugzeuge ist nicht zurückgekehrt.

An der griechischen Front Aktionen loka­len Lharakters. Feindliche Streitkräfte sind durch unser Artillerieseuer zerstreut worden. Abteilungen unserer Luftwaffe haben bedeutende Stützpunkte des Feindes im Mittelmeer getroffen.

3n Ostaftika Artillerie- und Kavalleriepa­trouillentätigkeit an der Sudangrenze. Eine 3agd- formatlon hat im Tiefflug einen Angriff auf in Fahrt befindliche mit Truppen besetzte Autokolon­nen unternommen und mit MG.-Feuer einige Kraftwagen in Brand gefetzt. 3m Luftkampf mit 5 3ägetn vom Gloster-Typ wurden 4 abgeschossen. Feindliche Flugzeuge haben einige Ortschaften In

Aethiopleü bombardiert ohne Schaden anzurichten. Lines unserer Flugzeuge ist nicht zurückgekehrt.

Oer iialienische Bericht vom Gamstag.

R o m, 28. Dez. (DNB.) Der italienische Wehr­machtbericht vom Samstag hat folgenden Wort­laut:

3m Grenzgebiet der Lyrenaika an der Front von Barbia Artillerietätigkeit. 3n Zusammenarbeit mit der Luftwaffe Hai eine unserer motorisierten Kolonnen eine feindliche motorisierte Abteilung ver- nichtet und die Besatzungen gefangen genommen. Line Flotteneinheit hat längs der Küste Panzer­abteilungen beschossen und dabei Heinere feindliche Abteilungen zerstört und motorisierte Artillerie zum Schweigen gebracht. Unsere Bomber haben während des gestrigen Tages und der vorausgegangenen Nacht vorgeschobene Stützpunkte und Motorkolon­nen des Feindes weiterhin wirkungsvoll angegriffen. Unsere 3agdflieger hallen heftige Luftkämpfe mit den gegnerischen 3ägem. Lines unserer Flugzeuge hat im Mittelmeer einen 5000-Tonnen-Dampfer durch Torpedo versenkt. 3nsgesamt wurden drei feindliche Jagdflugzeuge abgeschossen. Lin eigener Bomber ist nicht zurückgekehrt.

An der griechischen Front wurden feind­

liche Angriffe durch unsere entschlossene Gegenwt» kung zurückgewiesen. Ls wurden Gefangene ringe, bracht und automatische Waffen erbeutet Bomber­und 3Lgdformationen richteten aufeinanderfolgende Angriffe auf Truppen, Stellungen und Straße», knotenpunkte. Der feindliche Flottenstützpunkt Pre- vesa wurde angegriffen. Die dort liegenden Schiffe wurden getroffen. Lines unserer Unterseeboote im Atlantischen Ozean ist nicht zurückgekehrt

3n 0 ft a f r i f a nichts von Bedeutung.

Aeuorbmmg der Lebensmittel- versoraung in Italien.

Rom, 29. Dez. (Europapreß.) Die römische Presst veröffentlicht die Neuregelung der Lebensmit- telversorgung und die verschärften ©trafen für Verletzung der neuen Bestimmungen. Die Ver­besserung in der Versorgung der Bevölkerung mit Lebensrnitteln soll durch die Zentralisierung her ge­samten Lebensmittelbeschaffung und ihre Verteilung im Ministerium für Ackerbau erreicht werden. Vor allem wird eine Erhebung der Bestände an Lebens­mitteln im ganzen Lande und eine Pflichtanmeldung angeordnet. Durch Ankäufe bzw. Requirierung wird bann zunächst der Bedarf der Wehrmacht und bann jener der Zivilbevölkerung gedeckt werden. Das Mi- nisterium wird die landwirtschaftlichen Betriebe, die Lebensmittelindustrie und die Lebensmittelgeschäft« kontrollieren.

Dem Minister steht auch das Recht xu, im Be­darfsfälle Rationierungen in der Ab­gabe von Lebensmitteln an die Zivilbevöl­kerung anzuordnen. Auch die Ueberwachung der Lebensmittelpreise steht nun dem Ministerium zu. Wer Waren des allgemeinen ober ausgedehnten Verbrauchs dem normalen Verkehr entzieht, um einen Manael auf dem Markt oder Preiserhöhungen hervorzurufen, wird vom Sondergerichtshof mit dem Tode oder, wenn keine schwere Störung des Marktes erfolgt ist, mit lebenslänglicher Zwangs­arbeit bestraft. Mit dem Tode bestraft wird auch, wer Rohstoffe, landwirtschaftliche oder industrielle Erzeugnisse bzw. Erzeugungsmittel zerstört.

Spanien in ruhiger Erwartung.

Buenos Aires, 28. Dez. (Europapreß.) De, auf dem Wege nach Chile befindliche neue spanisch« Botschafter für Chile, Marques Juan Jgnacio LucadeTena, erklärte einem Journalisten, daß Spanien feit dem denkwürdigen 18. Juli 1936 nui einen Führer, eine Idee und ein Geschick kenne. Das Vertrauen in die spanische Zukunft sei fest unb unerschütterlich. Im ganzen Lande herrsche absolute Ruhe. Die im Auslande verbreiteten Meldungen über Versorgungsschwierigkeiten Spa­niens bezeichnete der Botschafter als übertrie­ben. Die durch die englische Blockade not­wendig gewordene Rationierung werde ohne Unge­duld ertragen. Gegenüber dem europäischen Konflikt sei die spanische Stellung in ruhiger Erwar­tung.

Der Kampf gegen Preiswucherer wird in Spanien mit immer größerer Scharfe durchge- führt. So gibt der Preiskommissar bekannt, baß bis zum 25. Dezember 211 Industrielle und Kaufleute in Arbeitsbataillone gesteckt worden sind.

Registrierung der Ausländer in den Vereinigten Staaten.

N e u y o r k, 28. Dez. (Europavreß.) Die Regi­strierung der Ausländer in den Bereinigten Staa­ten wurde nach viermonatiger Dauer mit rund fünf Millionen Eintragungen abgeschlossen» Wer vor dem 1. Juli 1922 illegal eingewandert ift,; darf sich nach seiner Registrierung naturalisieren lassen. Für die übrigen illegal Eingewanderten ifl eine großzügige Behandlung zugesichert worden. 3m Buffalo erschien am letzten Tage der Registrie­rung eine Gruppe in Kanada geborener Jr o ke- s e n - I n d i a n e r , die in einem durch Kriegs­tänze untermalten Protest erklärten, die alten Ver­träge bezeichneten sie als Bürger von ganz Nord­amerika. Sie führten Plakate mit sich, auf welchem zu lesen mar:Wir haben von ben Pilgrimoäterm keine Fingerabbrücke gefordert, als sie in unseren, heimatlichen Amerika ankamen!" Die Fremden-Re- gistrierung ergab in Neuyork 958 000 Auslärch« bei 7,3 Millionen Einwohnern.

Oie Beratende Versammlung in Frankreich.

Vichy, 28. Dez. (Europapreß.) Die Beratend« Versammlung, bie auf Wunsch bes Marschallm Petain zur Unterstützung der Regierung und zua Mitverantwortung geschaffen wirb, soll demnächst zusammenaestellt werben. Sie wird wahrscheinlich 150 Mitglieder umfassen, bavon 50 ehemalige De­putierte unb 30 ehemalige Senatoren. Die anderem Sitze werden Vertretern des Klerus, des Heeres des Rechtswesens, der höheren Behörden, der Ar­beitgeber und der Arbeitnehmer zufallen.

Genfer Rot-Kreuz-Vertreter in Berlin.

Genf, 29. Dez. (Europapreß.) Das Internatio­nale Rote Kreuz gab folgendes Kommunique her­aus:

Auf Einladung des Präsidiums des Deutsche» Roten Kreuzes sind zwei Mitalieder^des Internatio­nalen Komitees vom Roten Kreuz, Fräulein ßuciß Odier und Herr Martin Bodmer, nach Berlin gefahren, um prinzipielle Fragen der Krieg ß* gefangenenfürforge zu besprechen. Die bei­den Vertreter bes Internationalen Komitees konn­ten bei diesem Anlaß auch eine Reihe ber ooim Deutschen Roten Kreuz geschaffenen großzügigem Einrichtungen kennenlernen, die diesen in gast­freundlicher Weise vom Präsidenten des Deutschem Roten Kreuzes, Dr. G r a w i tz, gezeigt wurden. Große Erzlager in Ostsibirien entdeckt.

Moskau, 28. Dez. (DNB.) Wie Taß berichtet, sind bei geologischen Untersuchungen in Ostfibiriem eine Reihe neuer Vorkommen von Essen- un« M a ng a n - Erzen, Gold, Zinn, K/»hle üb­ermittelt worden. Bei dem Dorf Nishne-Jlimst bti Gebiet von Irkutsk sei ein großes Eisenerzvorkom­men entdeckt worden, das auf 350 Millionen TlM- nen geschätzt wird. Ein neues Erzvorkommen ftu auch in ber Gegend von Sljirdjanka (ebenfalls Ge­biet Irkutsk) entbedt worben. Man glaubt, daß dm Vorräte biefes unb der bereits bekannten Vorkommen von Baljaginskoje unb auf ber 3nstu Olichon (im Baikalsee) ausreichen werden, um W Montanwerke von Petrows! (Gebiet Tschita) p*' 28 bim SO Jahre mit Rohstoffen zu versorge».

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