Ausgabe 
30.12.1940
 
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Neben dieser Sorge wirkt sich, so fährt der Korre­spondent fort, der Verlust der Handelston­nage immer katastrophaler aus. Churchill selbst spricht von einembeunruhigenden Zustand". Der Durchschnitt der Versenkungen während des ganzen Krieges ist nach amtlicher Angabe auf 63 000 Re­gistertonnen wöchentlich gestiegen. Bei Fortdauer dieses von britischer Seite eingestandenen Durch- schnittsoerlustes werden die Ernährungslage der Insel und die notwendige Kriegsmaterialzufuhr immer problematischer. Die Reserven des Landes an Lebensmitteln sind zwar nach offizieller englischer Behauptung noch nicht aufgebraucht, aber die zur gleichen Zeit immer schärfer werdenden Lebens­mittelrationierungsmaßnahmen und der Zwang zur landwirtschaftlichen Intensivierung gebender Wirk­lichkeit ein anderes Gesicht. Auch der LondonerHa"- Korrespondent sagt, die Unsicherheit in England kann nicht treffender zum Ausdruck kommen als durch die ernste Frage desNews Chronicle":Wo wird Hitler seinen nach st en Schlag führen?"

Schutzzölle ist also nur ein Teilgebiet der eigent­lichen und echten Freihandelsbewegung.

Heute, wo wir Kämpfe und Erfolge des Frei­handels auf den immerhin erklecklichen Zeitraum von hundert Jahren übersehen, können wir ruhig sagen, daß diese Bewegung nach großen Anfangs­erfolgen in sich selbst zusammensackte. Sie war das echte Kind einer ganz besonderen wirtschaftlichen Lage und einer vielleicht einmaligen geistigen Ein­stellung.

Der englische Handel und die englische Industrie waren unter dem Schutzzoll groß geworden, ja sogar die englische Schiffahrt war durch die Naoigations- akte Cromwells großgepäppelt worden, die den Verkehr mit fremden Ländern ausschließlich eng­lischen Schiffen vorbehielten Die Kolonien und der Sklavenhandel hatten ungeheure Gewinne abge­worfen. Und nun drehte England den Spieß um und propagierte als damalige erste Industriemacht der Welt den Freihandel in der Hoffnung, daß dadurch industrielle Ansätze auf dem europäischen Kontinent oder in den Vereinigten Staaten von dem übermächtigen englischen Wettbewerb weg­rasiert würden. Die Vereinigten Staaten haben sich überhaupt niemals auf den Freihandel eingelassen und auf dem europäischen Kontinent gingen nur ganz vorübergehend Frankreich und Preußen zum Freihandel über.

Wenn die Bewegung überhaupt einen solchen Widerhall gefunden hat, so lag der Hauptantrieb in dem Streben nach der Freiheit von allzu drückenden zünftlerischen Beengtheiten. Als die Zunftfesseln aber gefallen waren, merkten die jungen Industrien auf dem Festland den englischen Pferdefuß und schwenkten selbst zum Schutzzoll über. Die Landwirt­schaft, die von dem billigen überseeischen Getreide und Fleisch bedroht war, tat desgleichen. Den knock-out gab aber der Freihandelsbewegung die Bewegung des jungen Arbeiteisiums, das zwar in seiner damaligen Ueberfremdung theoretisch für den Freihandel schwärmte, praktisch aber sowohl durch die staatliche Sozialpolitik wie auch durch die Organisationen wirtschaftlicher Selbsthilfe das Frei­handelsprinzip auf den Kopf stellte. Bismarck war sich mit feinem untrüglichen Instinkt dieser tieferen Zusammenbange vollkommen bewußt, als er ungefähr zur selben Zeit zum Schutzzoll zurück- fehrte und seine für die damaligen Zeiten unerhört kühne sozialpolitische Initiative ergriff. Zurückge­blieben aber ist von der Freihandelsbewegung gegenüber dem starren Zunftwesen der L ei­st u n g s g e b a n f e, der als geistiger und sittlicher, aber auch materieller Antrieb von niemandem mehr anerkannt wird als von den autoritären Staaten. Nur ist dieser Leistnngsgedanke nicht Selbzweck, sondern hat demöffentlichen Wohl" zu dienen unh bebt sich barmt von bem Schlagwort bes Man­chestertums:Laissez faire, Jaissez passer! (Laßt alles gehen, wie es kommt!) deutlich ab. Denn bieses Stichwort war ber Freibrief für jebes rücksichtslose Gewinnstreben bis herab zur schofelsten Ausbeutung.

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3nfthe Sicherungsmaßnahmen.

Ueberlcitung der Heimwehr in die reguläre Armee.

Stockholm, 29. Dez. (Europapreß.) Die Re­gierung von Dublin hat bekanntgegeben, baß mit Beginn bes kommenben Jahres die Angehörigen ber irischen Heimwehr in bie reguläre Armee aus­genommen werben sollen. Sie werben bamit unten ben Befehl aktiver Offiziere gestellt. Offensichtlich ist biefe Maßnahme in Zusammenhang zu bringen mit ben jüngsten ßonboner Versuchen, Jrlanb burch wirtschaftlichen Druck zu gewissen Zugestänbnissen zu bewegen. Die irische Regierung sah sich am 18. De­zember veranlaßt, bie Westküstenhäfen G a l w a y unb Sligo unter militärische Kontrolle zu stellen, in einem Augenblick, in bem Ministerpräsibent Churchill im Lonboner Unterhaus bie Frage ber ehemaligen englischen Vertragshäfen auf irischem Boben erneut anschnitt.

Britische Mandatsinsel in der Güdsee beschossen.

Deutsches Kriegsschiff im Stillen Lzean.

Berlin, 29. Dez. (DNB.) Der australische BlinU fferpräfibenf Menzies erklärte, baß am 27. De- zemder kurz nach Tagesanbruch die Insel ft a a r u , welche nordöstlich von Heu-Guinea im Stillen Ozean liegt, von einem feindlichen Schiff angegriffen und heftig beschossen worden sei. Auf der Insel, die seit 1888 Deutschland gehörte, aber seit 1920 britisches Mandatsgebiet ist, feien beträchtliche Sachschäden entstanden, jedoch ohne Menschenverluste.

Ergänzend teilte der australische Marineminister Hughes mit, daß das Schiff vor der Beschießung von Nauru die deutsche Flaggehißte. Boy Feuereröffnung habe es eine drahtlose Warnung abgegeben, die Funkstation der Insel dürfe nicht

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rückschauende Erinnerung, besonders da es jetzt rund hundert Jahre her sind, baß bie Manchester- Partei ihren großen Erfolg feierte: bie Abschaf­fung ber englischen Getreibezölle. Wir kommen aber bemManchestertum" viel näher, wenn wir bafür bas gute deutsche WortFrei­handel" gebrauchen. Nur darf dieses Wort nicht in dem engeren Sinne der ausschließlichen Bezie­hung auf ben auswärtigen H anbei gebraucht wer­den, sondern Muß alle Erscheinungen des unge­hemmten Handels auch im Innern umfassen, so z. B. auch die Gewerbefreiheit, die Abschaffung der Zinswuchersätze, die Aushebung von Konzes­sionen und Monouolen und schließlich die Bewer­tung der menschlichen Arbeitskraft als einer Ware, deren Preis auf demArbeitsmärkt" reguliert wird. Der Freihandel im Sinne der Abschaffung der

Madrid, 28. Dez. (Europapreß.) Das Gefühl der politischen und militärischen Unsicherheit nicht nur in den offiziellen britischen Kreisen, sondern auch in der englischen Oeffentlichkeit angesichts des völligen Jnformationsmangels über die weiteren deutschen strategischen Vorbereitungen oder Pläne spiegeln die in der Madrider Presse veröffentlichten Londoner Korrespondenten-Berichte wider. Luis Calvo kabelt demABC", daß die völlige Un­gewißheit die Furcht der Lonboner vor einer wohl­vorbereiteten Invasion keineswegs geringer wer­ben läßt. Die Sorgen sinb um so begreiflicher, be­tont ber Korresponbent, als bie britische Hauptstabt vor unerhörten Schwierigkeiten steht, mit denen sich bereits bie medizinischen Autoritäten befassen. Man nähert sich der gefährlichsten Epoche des Jahres hinsichtlich der Möglichkeiten von Epi­demien. DieTimes selbst erklärt:Eine schwere Grippe- oder Typhus-Epidemie, die ernsthaft zu befürchten ist, könnte eine schrecklichere Sterblichkeit auslösen als die Bomben, vor denen die Bevölke- ruiiß die Luftschutzräume aufsuchen muß".

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Neuer Brennpunkt: Eire.

Don unserer berliner Schriftieitung.

Seit der irische Freistaat durch den Mund seines Präsidenten erklärte, er bliebe unbedingt neutral unb werbe sich jebem Bruch ber Neu­tralität mit ben Waffen wibersetzen, hat bie eng­lische Agitation nichts unversucht gelassen, um bie. sen Standpunkt zu erschüttern. Die englischen und gewisse jüdisch-amerikanische Gazetten wandelten dies Thema in der ihnen eigenen Weise ab, von dem wirklichen Notschrei desSpectator", England habe die irischen Häfen nötig, sie seien eine Lebens­frage für England (Wir müssen sie nehmen"), bis zu den in der Sache mit diesem brutalen Vorschlag durchaus übereinstimmenden, aber in Worten etwas sanfteren Leitaufsätzen derTimes", desDaily Telegraph" unb besManchester Guardian". Ob eine geryisse Version vom Weißen Haufe in Washington ausging, ist unbekannt, abe.r ba ame­rikanische Gazetten sie verbreiteten, kann angenom­men werben, daß die Engländer hofften, USA.- Schiffe würden die Häfen Eires benutzen, um dort Waffen unb sonstiges Kriegsmaterial zum Weiter­transport für Englanb auszulaben. Wir stehen nicht an zu erklären, daß eine solche Absicht nicht nur dem Sinn der bisherigen amerikanischen Neutrali« tätsgesetze widerspräche, sondern auch an der Wirk­samkeit ber von Deutschlanb einwänbfrei erklärten unb burchgesuhrten Verhängung der totalen Blockabs über England nicht bas geringste änbern würbe. Jeber Versuch, solche Pläne zu verwirklichen, würdet von Deutschlanb mit den Mitteln gebrochen werben« mit denen wir die Lebensmittel- und Rohstoffzu- fuhr nach England unterbinden.

Da der englische Druck auf Eire immer stärke« wurde, hielt de V a l e r a in den Weihnachtstagen eine Rundfunkrede, die sich an die Millionen de« in den USA. lebenden Iren wandte und in der ev erklärte, Irland habe Waffen nötig. Nach der amt­lichen Fassung hat ber Präsident gesagt, die größte augenblickliche Sorge sei die Möglichkeit einer Krise» die das irische Volk zwingen würde, wiederum ver­zweifelt um seiye Freiheit zu kämpfen. Das Echa einer plutokratischen Presse war um so erregter» als die Iren der USA. überhaupt Vie Freiheitsbe- wegeung des armen Irland durch die Jahrzehnte finanziert haben unb einen wichtigen Teil ber USA.-Wählerfchaft stellen. Die Regierung Churchill bat benn auch sofort, wohl als Antwort auf de Valeras Runbfunkrebe, bie Wieberausfuhr verschie» bener Waren nach bem Freistaat Eire unter Lizenz* zwang gestellt. Es hanbelt sich dabei um Waren, die angeblich über den Atlantik nach England gebracht unb von dort wieder nach Eire ausgeführt würden, wie Viehfutter, Düngemittel, Rohtabak usw. Ader ganz abgesehen davon, daß der deutsche Handelsweg England schon weitgehend dieser Waren beraubte, so daß die Wiederausfuhr nach Irland woh.' auf dem Papier steht, antworteten amtliche Kreise in. Eire sofort, die britischen Einschränkungen von Reexporten nach Jrlanb seien eine natürliche Folge ber Verknappung bes britischen Schiffsraumes und weitere Einschränkungen Englanbs seien noch zu c**« warten. Uebrigens würbe Eire nicht verhungern, benn Eire fei ein Landwirtschaft treibendes Land. Zugleich wurde eine Beschränkung des Benzinver­brauchs angeorbnet unb ferner bekanntgegeben, baß ab 1. Januar Leute bes örtlichen Sicherheitsbienites in Eire in die reguläre Armee ausgenommen wer-- ben. Man kann hierin so etwas wie eine Antwort Eires auf bie englischen Drohungen erblicken Es ist natürlich blühenber Unsinn, wenn zur Unterstützuna bes britischen Standpunktes in derNew Port Post^ ein Skribent behauptet, die Unterbrechung der eng­lischen Lieferungen würde den Zusammenbruch ber irischen Wirtschaft bebeuten. Iebenfalls aber zeigen bie ganzen Vorkommnisse, wie groß Englands Not ist und wie es mit allen Mitteln ber Erpressung barauf ausgeht, ben Standpunkt Eire zu unter­höhlen, bas sich gegen jebe Verletzung seiner Neu-

(printed oder dyed cottons). Neben der Baumwoll- irbustrie sind fast alle Zweige der TeM- und Ma- l fihineninbuftrie vertreten, auch Chemikalien spielen ; < eine Rolle. Manchester wird als der große Markt-

patz, seine Börse als Gebieterin angesehen. Die Fabrikanten, die aus der Umgegend nach Man­chester kommen, werdencountry manufa tures i aitending the Manchester-market" genannt (Land- k : febritanten, die den Markt in Manchester besuchen).

Dieses Funkbild, das uns jetzt aus Amerika erreichte, wurde am Morgen des 23. Dezember tu f genommen, nachdem in der vorhergehenden Nacht starke Verbände schwerer, deutscher Kampf- ßuqzeuge die bedeutenden Industrieanlagen in Manchester mit großem Erfolg angegriffen hatten. (Scherl-M.)

Metropole der Baumwollindustrie.

Die Stadt des Freihandels.

! Die Nähe ber Küste unb bie Ausbeutung der iohlenlager begünstigten bie Entwicklung Man­esters. Als ber Herzog von Bribgewater im Jahre 158 ben Ingenieur James Brinbley beauf- tilgte, ben Bridgewater-Kanal von Manchester üi d) Liverpool zu erbauen, der durch Tunnels und

Am 24 Dezember weilte der Oberste Befehlshaber der Wehrmacht bei unseren Soldaten an der Front. Hier spricht der Führer in einer festlich geschmückten Halle zu den tapferen Jagdfliegern der Luftwaffe. (Presse-Hof fmann-M.)

Londons Gorgen in spanischen Berichten.

in Viadukten über Wasserläufe seinen Weg nahm, würben ihm Schwierigkeiten bereitet, so baß der Rinal erst 1771 fertiggestellt wurde. Aber im Jahre 1^94 wurde ein neuer Kanal zwischen ben herben Städten, ber 57,5 Kilometer lange Man­chester-Schiffahrtskanal eröffnet, ber Manchester m einen ben großen See schiften zugänglichen Hasen verwandelte. Der Kanal, ber 425 Millionen Pfund Verfing kostete, ist wie bie großen Docks Man- chftters 8 Meter tief unb mit bem Labyrinth ber Rinftftrafeen unb Kanäle in umsichtiger Weise ver­knüpft Der Herzog von Bribgewater verwandte len ganzes Vermögen für biesen Kanal, aber er erzielte schließlich burch ben billigen Transport ber 8»hle aus ben ihm zugehörigen Gruben nach Man­chester und Liverpool große Gewinne. Bemerkens- vert sind in Manchester unb Umgebung bie gewal­lten Fabriken, bie Warenhäuser und ber enorme k raßenoerkehr, bie aus bem 14. Jahrhundert stam­mende, im perpendikulären Stil errichtete Käthe- brate unb das neue Rathaus mit bem 87 Meter hchen Glockenturm, von bem man Englands be­deutendste Fabrikstadt übersehen kann. Der BUck K'lt auch auf das am hohen Ufer des Mersey ge- lezene Stockport und den gewaltigen Viadukt (bie 'Tfenbahn von Manchester nach London), der das til des Mersey und einen Teil von Stockport über- biürft. Die *22 bis 30 Meter hohen Bogen des Via- bifts wölben sich über die Häuser und über alles, ms im Tal liegt.

Wenn wir heute von Manchester sprechen, so fimmen uns eine ganze Reihe von Wortverbm- bmgen mit diesem Stadtnamen ins Gedächtnis. Ed reden wir von Manchestertum oder von bir Manchester-Doktrin. Gelegentlich wird auch von D anchester-Schule oder Manchester-Partei gespro- ifjen. Die politisch-wirtschaftlichen ®ebanfengange, de man unter dem SammelnamenManch ei ter - hm" zusammenfaßt, verdienen vielleicht eine kleine

MnchesternachdemAngnffderdmischenLustwaffe

Durch bie Luftangriffe auf Manchester ist Eng- (onbs bebeutenbfte Fabrikstabt der Baumwollindu­strie schwer betroffen worden. Manchester hat von scher wegen seiner äußeren Erscheinung, wegen sei­ner marktpolitischen Bedeutung, seiner Warenfülle, seiner zahllosen Erfindungen, moralischen und poli- iischen Phänomene eine Ausnahmestellung unter den englischen Städten eingenommen. Aber die Aaumwollfabriken bilden das Rückgrat Manchesters unb seiner Umgebung. Denn Manchester wird, abge- ,sßyen von seinen unmittelbaren Trabanten S a l - 'ft r b unb Stockport, mit benen es über 1000 000 Einwohner zählt, von einem Kranze in­dustrieller Großstäbte begrenzt, wie Oldham, Black­burn, Bolton, Preston Geburtsort bes ehemaligen jarbiers Sir Richarb Arkwright, bes Erfinders ber durch Wasserkraft betriebenen Baumwollspinnerei, unb als Wiege ber Mäßigkeitsbewegung bekannt, Wo 1833 bie ersten Teatolal-Gelubbe abgelegt wur­den, ferner Rochbale, Bury, Habdersfielb, einem jauptplatz ber englischen Tuch- und Wollindustrie, stgan u. a. Für das Aufblühen dieser auf engem aum zusammengepreßten Großstädte und Dörfer L ar in erster Linie bie Baumwollmbustrie maß- benb, bereu für ben Handel bestimmten Fabrikate i drei Hauptgruppen gegliedert werden: in Twist ober Garn, in weiße ungefärbte Baumwolle (white 9>ttons) unb in gebrückte und gefärbte Kattune

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