Aus der engeren Heimat
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Ein großer Tag des deutschen Sports.
g durch die Universität G i e- iktische Arzt Sanitätsrat Dr. Michael
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kann.
Landkreis Gießen.
i Diese geheime, unsinnige Freude ist die Quelle feines Schuldgefühls Erna gegenüber. Aber er tft
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Bei der Mittagsmahlzeit sehen sich endlich die Ehe«
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(Nachdruck verboten.)
Sind selten, selten Reime."
8. Fortsetzung.
Aus der Treppe zu seiner Wohnung sprach er noch vergnügt einen Vers vor sich hin, der ihm von irgendwoher angeflogen war:
„Was er vom Glück der Ehe spricht, Herr Detter, das sind Träume!
Die CH' ist Prosa, kein Gedicht, Denn Mann und Frau — weiß er es nicht?
^Dos^gM dich gar nichts an!" hält er sich vor, als er sich immer wieder dabei ertappt, wie seine Gedanken spürend und forschend die beiden urnzrngeln.
Als man sich in der Nacht zum Heimweg angeschickt hatte, und das Schriftleiterehepaar m einer Taxe davongefahren war, hatte Heidenreich zu Dietmuthe Röhl gesagt: „So, nun bringen wir erst Doktor Bergholz nach Hause!" Das war sehr liebenswürdig gewesen, aber in den Worten steckte ein geheimes Aergernis für ihn. —
। Oho, Hans Bergholz! Wohin verlierst du dich?
8 8. Geburtstag. Die Jubilarin ist noch rech^ rüstig und kann im Haushalt allerlei helfen. Auch an den Ereignissen der Gegenwart nimmt sie regen Anteil. Der Jubilarin gilt unser herzlicher Gluck- wünsch zu ihrem Geburtstag. ~ r
* Allendorf (Lahn), 27. Aug. Dieser Tage fand auf dem Schulhofe unter Leitung von Untergruppenführer LS.-Führer Kimmel eine Luftschutzübung in praktischer Brandbekämpfung statt. Zwei Luftschutzgemeinschaften wurden dabei eingesetzt. Es wurde gezeigt, welche ausgezeichneten Wirkungen mit
Nun ja, die Gewohnheit stumpft ab. Man ist unempfindlich geworden gegen die geistige Oede, die den Kartentisch umdämmert und sich auch nebenan, bei der Unterhaltung der Damen, auf der gleichen
Roman von Helene Kalisch
Copyright 1939 by Prometheus-Verlag Dr. Eichacker, Gröbenzell bei München
halten verrät ihm bereits ihre Stimmung. Auch bei seinem hastig eingenommenen Frühstuck bleibt er allein. Das Mädchen berichtet, Frau Bergholz sei
verlassen.
Daubringen 2. Jgd. — Leihgestern L.Jgd. 1:1 (0:1).
Die 2. Jugend von Daubringen mußte sich diesmal mit einem Unentschieden begnügen.
lich und verdächtig erscheinen^ angestrengt und müde gear-
.. uJ dem Bericht gekommen ist, der | W* ^mein Gehirn kann den Ausgleich gebrau- ihm in der angeregten, auf gefrischten 'vtimnlung ,/ . f er behauptet, wenn sich m ihm
gestern nicht schwergefallen wäre in einer Stirn- eqentlich Widerstand und Ueberdruß regten. Jetzt mung, die auch über ihr Schmollen und ©rollen 08 ^ Male — kann er da nicht mehr mit- den Sieg davongetragen hätte, sieht er sich sttzt vor mQ , ^eute meint er zu wissen, daß noch anderes neuen unliebsamen Auseinandersetzungen. 2Hr Der- Ausgleich schaffen und sein Lebensgefühl er-
__«ArrXt horsita hr<» Afimmuna. Aum bei "
Heilkräutersammlung im Kreise Weiterau
(ließen und Aroßen-Buseck vorbildlich.
Kurze Sportnotizen.
DieSommer-Kampfspieleder HI. be- gannen am Mittwoch auf den verschiedenen Kamps- statten des Breslauer Hermann-Göring-Sportfeldes mit vorentscheidenden Kämpfen im Fußball, Hand- ball, Hockey, Tennis, Schießen, Rollschuhlauf und Wasserball. Äuf allen Gebieten gab die deutsche Jugend Beweise ihres hervorragenden Könnens.
Die Rollsportmeisterschaften am 7. und 8. September in Leuna werden mit 13 Bewerbern im Kunstlauf der Männer, 15 Anwärterinnen im Kunstlauf der Frauen und 12 Mannschaften im Paarlaufen gut befchickt. All- Titelverteidiger, d.e der 1. FC. Nürnberg mit Lydia Wahl, Fritz Handel und Roth-Walter stellt, sind am Start.
Skelettfund in Heldenbergen.
LPD. Heldenbergen (Kr. Friedberg), 28. Aug. Dor etwa zwei Jahren war hier auf ungeklärte Weise ein j u n g e s Mädchen verschwunden, das seitdem vermißt wird. Ein Landwirt sand nun vor etwa zwei Wochen im Keller seines Hauses ein w e i b l i ch e s S k e l e t t. Es besteht der Der- dacht, daß dieser Fund im Zusammenhang steht mit dem Verschwinden des Mädchens. Die Untersuchung darüber ist noch nicht abgeschlossen; sie wird von der Staatsanwaltschaft und der Kriminalpolizei Gießen geführt, die das Gerichtsmedizinische Institut m Frankfurt zur Klärung des Falles mit herangezogen haben. . . .
Wie wir hierzu noch erfahren, wurde das m Betracht kommende Mädchen im April 1938 als vermißt gemeldet, und es blieb seitdem verschwunden. Die Staatsanwaltschaft Gießen hat damals schonumfangreiche Nachforschungen angestellt, um Klarheit über das Verbleiben des Mädchens herbeizu- führen Sie ließ in jener Zeit, um allen Spuren mit größter Sorgfalt nachzugehen, Ausgrabungen vornehmen, Brunnen auspumpen und Pfuhlgruben ausschöpfen, aber alle diese Suchen blieben völlig ergebnislos. Nunmehr wurde bei Ausschachtungsarbeiten in dem Keller unter einer Scheunentenne das Skelett gefunden, das nur etwa 25 Zentimeter unter der Bodenoberfläche lag. Durch die. Untersuchungen im Gerichtsmedizinischen Institut in Frankfurt hofft man feststellen zu können, ob das jetzt gefundene Skelett mit dem verschwundenen Mädchen tatsächlich in Verbindung gebracht werden
Heftiges Klopfen an die Schlafzimmertür, das zum anhaltenden Getrommel wird, weckt ihn aus brunnentiefem Schlaf. Erna ist bereits aufgestanden, während sie gewöhnlich länger zu schlafen pflegt als er. Bei der Morgenwäsche wächst ein Unbehagen in ihm auf. Er kennt die Neigung seiner Frau zur Eifersucht. Daß er gestern ohne sie ausging, sogar ohne sie davon zu verständigen, muß ihr ungewöhnlich und verdächtig erscheinen. । Da es nun nicht zu d— i
auch jetzt noch nicht gewillt, ihr sein Erlebnis zu verheimlichen. Er will mit ihr darüber sprechen — vorsichtig natürlich. , ...
Ihm entgeht bei diesem Vorsatz, daß es ihm heute weniger um die Versöhnung mit ihr als um eine gewisse Rechtfertigung vor sich selber zu tun tft Er ist nicht ganz ehrlich zu sich selbst.
war ja wirklich alles gar nicht so schlimm. Aber .. Ja, aber ...Es war eben rauschhaftec Heber
heblich steigern kann.
Bremsend aber auf die Ausschwingungen dieses gesteigerten Lebensgefühls wirkt einerseits der Ge- danke an seine grollende Ehehälfte, .anderseits der an Diethmunde Röhls Vertrautheit mit dem Bankier
Bergholz beendet allein und mit gewollter Lang- famteit seine Mahlzeit, die ihm eigentlich auch nicht mehr schmeckt. Dann stellt er sich ans Fenster und blickt auf das kahle Geäst der Baume und Straucher im Hofgarten hinab. Also der eheliche Himmel hat sich nicht aufgehellt — im Gegenteil.
In ihm streiten Selbstoorwürfe und beklommene Fragen. Woher kommt diese funkenknisternde Fein^ seligkeit zwischen ihnen beiden? Wie stahl sie sich bcim(id) ein, hauste im Hintergrund der See en und lauerte auf den Augenblick, da sie hervorfchnellen konnte - ein schattenhaftes unfaßbares D"ig, das ein häßliches Gesicht hat und alles Ärohe uerfcheucht und auch das, was einigermaßen gut und anständig '^Er^dentt daran, daß es ihm sonst nie schwergefallen ist, Erna zu versöhnen. Wenn er sie em wenig umschmeichelt, ihr irgendein Geschenk gemacht hat, ist meist bei ihr alles rasch wieder gut gewesen und so will sie es auch haben. Ja — aber zum Aufel, man ist jetzt vier Jahre miteinander verheiratet. Verlangt die Frau allen Ernstes, daß er sich immerfort wie ein gurrender Täuberich um sie drehen soll. Da fehlt'es an Einsicht und Vernunft Die aber kann sie vielleicht ihrer Veranlagung, ihrer Erziehung, ihrem Wissen vorn Leben nach nicht haben.
(Fortsetzung folgt.)
Arn ersten September-Sonntag wird der deutsche Sport einen neuen Beweis seiner Kraft und seines ungebrochenen Lebenswillens geben. Nicht weniger als drei Länderkämpfe werden von deutschen Sportlern bestritten, und zwar im Fußball gegen Finnland, im Tennis gegen Ungarn und im Segeln gegen Italien und Ungarn. Zu gleicher Zelt starten deutsche Radsportler in Spanien, Dänemark und Finnland sowie Italien, deutsche Kanufahrer sind in Helsinki zu Gast, und eine starke deutsche Motorsport- Streitmacht startet in Rumänien beim Großen Preis von Kronstadt. In fast allen Bereichen des NSRL. nehmen am Sonntag die Fußball-Meisterschaftsspiele ihren Anfang, die Handballer bestreiten die acht Spiele der Adlerpreis-Vorrunde, die Schwerathleten ermitteln in Alsfeld ihre letzten Meister im Gewichtheben, und die Rasenkraftsportler treffen sich zu ihren Reichswettkämpfen in Stuttgart.
Kanu-Staffelmeisterschaft in ließen.
ettrt tonimenben Sonntag findet in Gießen die 6. Bereichs.Kanu -Stakse Im ei l.t.er schäft statt. Die Rennen beginnen um id.45 Uhr. ötarr, Wechsel uni) Ziel liegen beim Bootshaus der Paddlergilde Gießen e. 93. - ...
Die Staffelfahrt wird mit Rücksicht auf die Zeitverhältnisse nicht mit 6, sondern nur mit 4 Laufen ousqefahren. Jeder Lauf geht über 5 Kilometer. Die Wende liegt bei der Gleibacheinmundung.
In den beiden Klassen A (Renn-Faltboot) und B (Wanderfaltboot) startet zunächst em Emer, der den Staffelstab an ein Zweierboot ab gibt, hemmt eberum ein Einer und ein Zweier folgen. Jede Mannschaft umfaßt demnach 6 Fahrer und 2 Boote.
In der Klasse A wird der Bereichs-Knegsmeister ermittelt. Dem am Dienstagabend eröffneten Melde- , ergebnis zufolge werden die PaddlergiQe Hanau, der Kasseler und der Marburger Kanu-Club um ine : Kriegsmeisterschaft kämpfen, während in der Kl. B der Wiesecker und der Marburger Kanu-Club mit : der Paddlergilde Gießen im Treffen liegen. Mog- , licherweise werden für die Klasse B noch einige i Mannschaften nachgemeldet.
Vom Motorsturm 5/M 147.
* Aungen, 27. August. Am 19. und 26. August fanden im Stunnheim des M 0 to r st u r m.s_5 / M 1 47 in Hungen für 34 Angehörige des RSKK. und der Motor-HI. Prüfungen zur Erlangung des Führerscheins der Klafft 4 statt. Standartenführer Metzler hielt selbst die Prüfungen ab, m denen die NSKK.-Männer und Hitler jungen nachweilen mußten, daß sie die zur Erlangung der Fahrerlaubnis Klasse 4 erforderlichen Kenntnisse der Verkehrsvorschriften besitzen. Der Standartenführer legte größten Wert darauf, daß jeder Prüfling den Sinn und Inhalt der Verkehrsvorschriften beherrscht, um im entscheidenden Augenblick richtig zu Hanseln. Das theoretische Wissen mußte durch praktische Bei- spiele — z. 93. an der magnetischen Derkehrstafel — anschaulich gestaltet und klargemacht werden.
Einrichtung als unabänderlich, und er verträgt es | schlecht, wenn sie aus irgendeinem Grunde vertagt werden muß oder gar ausfällt. Während die drei Männer Karten spielen, unterhalten sich die Frauen, zu denen sich manchmal die eine oder andere Freundin gesellt, im Nebenzimmer. Und immer wieder versichert man sich gegenseitig beim Scheiden, wie unvergleichlich nett und gemütlich es doch wieder gewesen sei. Man tut so, als seien diese regelmäßigen Zusammenkünfte einem leben non ihnen unentbehrlich geworden, obwohl Herr Neumann immer wieder dieselben uralten Witze^erzählt und auch kein Spielabend vergeht, an r;
sein cholerischer Freund mit ihm oder mit fernem Schwiegersohn, öfter auch mit ihnen beiden, Krach
Wie der Gausachbearbeiter der Reichsarbeitsgemeinschaft für Heilpklanzenkunde und Heilpflanzen- beschaf ung (RfH.), Apotheker R i p p e r g e r (Frankfurt a. M.-Höchst) bekanntgibt sind bis etzt im Gau Hessen-Nassau Drogen mit niedriger Schlus- elzahl so gut wie gar nicht gesammelt worden, |o daß hier Gefahr besteht, daß noch nicht einmal em Teil der im Kontingent gestellten Forderungen erfüllt werden kann. Der K r e i s W e 11 e r a u , der nach den bereits vorliegenden Meldungen bisher sehr gut gearbeitet hat, wird nun versuchen, auch von den folgenden Drogen, soweit noch Sammelmöglichkeit besteht, noch größere Mengen aufzu- brinqen: Erdrauchkraut, Färberginster kraut, Hohlzahnkraut, Katzenpfötchen (gelb), Obermenmgtraut, Klatschmohnblüten, Tausendgüldenkraut, Hlmspier- staudenblüten, Augentrostkraut, Dostenkraut, Eisenkraut und namentlich auch Feldthymian (Quendel). Im übrigen wird strenge Einhaltung desEontm- gents gefordert, das den Sammelstellen und Samm- iereinheiten ja bekannt ist.
Wir haben kürzlich schon von den sehr guten Teilergebnissen berichtet, die Gießener Schu-
Besser als er hat ihm die ebenfalls schriftstellernde Frau Bock gefallen. Da hat er sich nun pWich m einen Kreis sehr weltmännischer, geistiger Menschen gefunden und sich vorzüglich mit ihnen unterhalten. Er hat seinen guten Tag gehabt und hat feststellen können, daß er mit seinen bescheidenen Atit- teln nicht unwesentlich zur Belebung 5)69 ®y,Prac25 und der allgemeinen Stimmung beitrug. Nicht mehr erinnern kann er sich, jemals so aufgeschlossen gewesen zu fein, so wendig und treffsicher m fernen Entgegnungen. Er ist sich einer gewissen geistigen Vielseitigkeit erst wieder bewußt geworden, me ... verflucht nochmal! - tatsächlich bei ihm in Gefahr ist, zu verkümmern. , .. . ,
Am wenigsten gesprächig war Herr Heidenreich gewesen. Wie ein sich seiner Macht bewußter Herr- scher hat er am Tisch gethront. Etwas Starres hat dieser Mann, den der Glanz der wirtschaftlichen
Die Durchführung der Staffelmetsterschast Regt wiederum in den Händen der Paddlergilde Gießen, die damit für das Fachamt Kanu gleichzeitig nachholt, was der Kanusport beim Bezirkssportfest zu kurz gekommen war.
Mit stärkster Mannschaft nach Helsinki.
Zum Dreiländerkampf der Leichtachleten von Deutschland, Finsiland und Schweden am 7. und 8. September in Helsinki wird Deutschland eine starke Mannschaft entsenden. Heber ihre Zusammensetzung heute schon Einzelheiten zu geben, erscheint verfrüht. Nach Lage der Dinge behält sich der Reichs- sportführer vor, in diesen Einzelheiten freie Hand zu behalten und sich erst im gegebenen Augenblick zu entscheiden.
Fußball in Daubringen.
Daubringen 1. Jgd. — Leihgestern 1. Jgd. 3:0 (1:0).
Diese Jugendmannschaften lieferten sich am vergangenen Sonntag in Daubringen einen spannen-
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Wassereimer, Feuerpatsche und Luftschutzhandspritze oder auch durch schnelles Abdecken mit Sand erzielt werden können. Aus di- verschiedenen Bomben wurde einqegangen, und die entsprechenden Verhaltungs mSeln wurden festgestellt. Sämtliche Beteiligten u)aren9mit Eifer bei der Sache, was auch die rege Aussprache ergab. Anschließend sand ein Appell für alle Amtsträger und Amtsträgerinnen des NLB. statt. Der Hntergruppenführer gab die neue st en Der- üqungen und Schreiben der Ortsgruppe Gießen bekannt Eingehend wurden noch einmal die Richt- linien über das Verhalten bei Fliegeralarm, unb Luftangriffen besprochen. So wurde im Interesse der totalen Verdunkelung eine ortspolizeiliche Verfügung erwirkt wonach das Gemeindebackhaus morgens um 7 Uhr in Betrieb genommen werden muß und nach 21 Uhr zur Zeit nicht mehr benutzt werden darf. Die von Anfang an streng durchgefuhrte Derdunkelungs- kontrolle durch die Amtstrager des RLBdie stete Aufklärung durch diese und der Gedanke des Selbstschutzes haben unser Dorf dazu gebracht, im Luftschutz vollste Manneszucht zu wahren.
Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)
$. G. h. Für den Fall, daß eine Ehe nicht zu- stand- kämmt, ist der Vater des zu erwartenden Kindes verpflichtet, nach der Geburt -in- angemef- sene Unterhaltsrente fdurchfchnittlich 30 bis. 35RM. monatlich) zu zahlen. Das Kind untersteht, wenn es als unehelich geboren wird, der Amtsvormund- fchaft des zuständigen Jugendamtes, das auch die Unterhaltsfrage gegenüber dem unehelichen Vater regelt und gegen diesen nötigenfalls Unterhalts klage erhebt. Auch wenn der uneheliche Vater spater eine andere Ehe eingeht, wird er dadurch non seiner Unterhaltspflicht gegenüber dem unehelichen Kinde nicht befreit. Die uneheliche Mutter hat einen An- । spruch gegen den unehelichen Vater auf Erstattung der Entbindungskosten, der Kosten des Unterhalts . für die ersten sechs Wochen nach der Entbindung i sowie auf Erstattung der weiteren Austven^mgen, . die infolge der Schwangerschaft oder der Entbm- l düng evtl, erwachsen.
ß e n. Der praktische Arzt Samtatsrat Dr. Micyaei Weckbacher in Finthen bei Mainz feierte sein ( oOjähriges Doktorjubiläum. Aus diesem Anlaß hat ihm die Medizinische Fakultät der Universität Gießen sein Doktordiplom erneuert. Wegen seiner Der- dienste auf dem Gebiet der Dolkswohlfahrt wurde ihm vom Führer vor kurzem die Medaille für Deutsche Dolkspslege verliehen.
*♦ Der Beginn der Spielzeit im Gießener Stadttheater ist verschoben worden. Damit entfällt auch die für die Zeit vom 1. bis 15. September angekündigte Werbespielzeit.
** Heimatrundgeb ung inGießen. Der Heimatbund für Hessen und Nassau (Kreisnng Gießen), früher Landschaftsbund Volkstum und Heimat, veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem NSLB. am nächsten Sonntag in der Aula Der Universität eine öffentliche Heimatkundgebung, bei der zwei Vorträge gehalten werden. Es sprechen: Studienrat Dr. von der Au (Darmstadt) über „Volkstumsarbeit als Kulturarbeit" und Rektor Dr. Klippel (Mainz) über „Blühende Berge am Wilden Kaiser" (mit farbigen Lichtbildern).
** Kriegsgefangenen- und Inter- n i er te ns en dun gen. Die Deutsche Reichspost weist daraus hin, daß Sendungen für deutsche Kriegsgefangene und deutsche Internierte im Ausland zur Begründung der Gebührenfreiheit zweck- mäßiqerweise den Vermerk „Kriegsgefangenensen- dunq, gebührenfrei", und „Service des pnsonniers de guerre, franc de port“ bzw. „Jnterniertensendung, gebührenfrei" und „Correspondence des internes, franc de port“ tragen sollen.
ausgegangen. ..
So früh? Lauter Absoiid erlicht eiten. Er zuckt die i Achseln zu den bedrohlichen Wetterzeichen. Ngent- c lich ist's ihm jetzt lieber, Ernas Gesicht nicht zu . sehen. Er steht noch zu sehr unter dem Eindruck seines gestrigen Erlebnisses *unb braucht Zeit, es । innerlich zu verarbeiten. '
Trotz des verkürzten Nachtschlafes fühlt er sich heute frischer als an manchem andern Tage. Die Arbeit geht ihm gut von der Hand, und die Selbstbeherrschung, die fein Beruf erfordert, bringt er leicht auf. „Ja, wie habe ich denn bis heute gelebt?" fragt er sich mehrmals.
Er denkt an die allwöchentlichen Skatabende mit seinem Schwiegervater und dessen Freund Neu-
len aus der Heilkräuterernte 1940 an die Haupt- sammelstelle des Gaues Hessen-Nassau in Frankfurt am Main-Höchst abliefern konnten Auch von an- deren Sainmelstellen des Kreifes W-tterau ll-g-n jetzt äußerst befriedigende Meldungen vor. Ausge- z-lchn-t ist das Teilergebnis der °°n Rektor^Inder t h a l v-rwallel-n B-Zirksfamm-lstelle G r st en-Bus eck. Sie hat bereits 358,100 kg, aUo über 7.3 en tn er, getrockneter Heil- und Teekrauter nach Höchst a. M. versandt, und zwar im einzelnen die folgenden Drogenmengen: Haselnuß- blätter 60; Kamillen 57,700; Johaniskraut 42,900; Zinnkraut (Ackerschachtelhalm) 41,300; Holunderblätter 35,300; Odermennigkraut A Gartenerdbeerblätter 28; Walderdbeerblätter 2^00; Huflattich- blätter 24,600; Holunderblüte» 9,900; Lindenblüten 6 900- Maiblumenblätter 10; Gartenhimbeerblatter 6 Kilo. Die Hälfte dieser Mengen hat allem die Volksschule Großen-Buseck aufgebracht. Mit 185,800 kg an trockenem Sammelgut steht sie mit an der Spitze der Schulen des Kreises Wetterau. Ihr Einsatz darf als vorbildlich bezeichnet werden.
gung für Hühner und Tauben, mit der Auswahl Der Zuchttiere und mit den Förderungsmaßnahmen , Zum Obmann für die Taubenzucht wurde Fritz Weller berufen. Der Verein beabsichtigt, am 8. Dezember eine lokale Werbeschau abzuhalten und mit dieser eine Lehrschau zu verbinden. Alle 95er» sammlungsteilnehmer verpflichteten sich, die Be- ratertätigteit auf weiteste Kreise der nicht erfaßten Geflügelzüchter auszudehnen. Heber die in Gießen im Juli ab gehaltene Versammlung der Kreisfach- . gruppe erstattete der stellv. Vereinsführer Georg Lutz Bericht. ;
Zucker für Einmachzwecke kann schon jetzt bezogen werden.
3Jtit den Lebensmittelkarten für die 14. Zuteilungsperiode vom 26. August bis 22. September ist auch eine neue Reichskarte für Marmelade (wahlweise Zucker) zur Ausgabe gelangt, die bis zum 12. Januar 1941 Gültigkeit hat. Es wird darauf hingewiesen, daß es wohl möglich ist auf diese Karte bereits jetzt Zucker zu beziehen daß jedoch die Abgabe von Marmelade nur zu den auf den Einzelabschnitten angegebenen Zeiten, also beginnend mit dem 21. 10. 1940, zulässig ist.
Demgemäß dürfen die Verteiler die Bestellscheine für Marmelade auch erst eine Woche vor Beginn der betreffenden Zuteilungsperiode zusammen mit Den Bestellscheinen der übrigen Lebensmittelkarten entgegennehmen, den Bestellschein 16 also erst Mitte Oktober, die Bestellscheine 17 und 18 wettere vier bzw. acht Wochen später. Soweit die Verteiler unzulässigerweise solche Bestellscheine schon entgegen- qenommen haben, sind sie ihren Kunden für die spätere Lieferung der Marmelade Derantroortlid). Sie müssen diese Bestellscheine, die ihnen das Ernährungsamt vorläufig nicht abnimmt, also sorgfältig verwahren.
Wer Dagegen an Stelle von Marmelade Zucker beziehen will, weil er den Zucker für Einmachzwecke braucht, kann bereits jetzt alle Drei Bestellscheine für Zucker beim Verteiler abgeben und Den gesamten Zucker Darauf auch jetzt schon beziehen Sewstver- ständlich kann man mit der Abgabe Der Bestellscheine für Zucker auch bis zum Beginn der betreffenden Zuteilungsperiode warten. Es empfiehlt sich überhaupt, von der Möglichkeit, an Stelle von Marmelade Zucker beziehen zu können, nur dann Gebrauch zu machen, wenn das Dafür ersorDeruche Obst zur Verfügung steht oder mit Sicherheit zu erwarten ist. Verbraucher, die statt Marmelade Zucker beziehen und dann aus irgendwelchen Gründen fein Obst ein kochen, können unter keinen Hmstan- Den damit rechnen, vor dem 12. Januar 1941, dem Ablauf Der Marmeladenkarte neben Dem ihnen gelieferten Zucker auch noch Brotaufstrichmittel zu erhalten.
Größe umgibt. .,, , f ,, ,,
Auch Dietmuthe Röhl ist längst nicht so lebhaft gewesen wie ihre Freundin Frau Doktor Bock, die sie wohl neidlos ihre schillernde Geistigkeit zeigen ließ; dergleichen hat sie nicht nöttg. Ein wenig träge und müde nach ihrer großen .künstlerischen Leistung des Abends schien sie zu fern. Hnd doch war sie der leuchtende Stern am Himmel tnefes für Bergholz einzigen Abends. Von ihr Ging Der feine, erregende Reiz aus, der.ihn aulfchloß, um- wandelte und weit über sich hmaushob. Hnd das allein war viel; mehr wünschte er sich gar mcht.
So war er heimgekehrt, aufgeräumt, erfrischt, innerlich ganz ausgeglichen. Seit langem hatte »hm so etwas Gefehlt! Einmal nur für Stunden der Enge des täglichen Einerleis entflohen, erkannte man im
--- ” ~ | schwang in seiner Stimmung, der ihn mit der Welt,
<£ Leihgestern, 29. Aug. Ihren 8 0 G e - b urtstag kann morgen Freitag, 30. August, Frau Elisabeche Schäfer Wwe., geb. Fischer, Bahnhofstraße 112, dahier, wohnhaft, m guter Gesundheit begehen. Der Jubilarin unseren herzlichen Glückwunsch. , ...
sLang - Göns , 28. Aug. Unsere a 11 e st e E i n- wohnerin, Frau Elisabeth Müller Wttwe, Holzheimer Straße, feiert am 31. August ihren
ihe erzählt leute. Frau Erna blickt ihren Mann aber nicht an. dem nicht Ihr frisches, rundes Gesicht zeigt den Ausdruck tief- Nit feinem sten Beleidigt,eins. Bergholz löffelt eine Suppe Es ~ ' ist schwer anzufangen, das vorsichtige Reden und halbe Bekennen, und — es gelingt auch nicht. Es endet damit, daß Erna ihn anfchreit: „Ich habe keine Lust mich von dir dumm machen zu lassen mit solchen blöden, erfundenen Geschichten!' Sie wirft Messer und Gabel hin, springt auf und lauft aus
oes ragten r.A <_,^e er Erna verheiraL ist werden Dent an deine jubelnde Freude als die bezau-
lächelnDen Darüberschweben, wie unnötig inan sich mann. 9b b ^aufe seiner Schwieger- berrtbe Frau heim Abschied zu dir sagte. „Also - - - *-***= ss JS.WÄW


