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Beziehung zur Sicherung und zur Behauptung un­sres völttschen Lebens.

So haben wir Nationalsozialisten auch seit je die Kun st in den Dien st des Volkes ge­teilt. Sie war und ist für uns kein Zeitvertreib, andern eine unabdingbare Lebensnotwen­digkeit. Unsere Soldaten, die von Sieg zu Sieg schreiten, beschützen das erste europäische Kulturland, das Land eines Beethoven und Wagner, eines Schiller und Goethe, eines Dürer und Grünewald. Die Kunst ist eine Daseinsäuße- rung unseres Voltes, sie gehört zu unserem nationa­len Leben genau wie die Wirtschaft oder die Po­litik. Darum haben wir auch seit Beginn des Krie­ges den größten Wert darauf gelegt, das deutsche Kulturleben vollkommen ungestört in Gang zu halten. Bei uns sind im Gegensatz zu den feindlichen Plutokratien während des ganzen Krie­ges die Theater, Kinos, Schulen, Universitäten und eine große Anzahl der Museen offengehalten wor­den. Sie waren dazu berufen, die nationale Moral unseres Volkes zu kräftigen, zu heben und zu för­dern. Ja, sie haben unseren Soldaten bis in die Bunker des Westwalls hinein eine Erinnerung an das Leben gebracht, das sie verteidigen und in das sie nach dem Siege wieder zurückkehren sollen. Wir Deutschen schen darin ein Zeichen unerhörter Starke und einer souveränen inneren Sicherhe 11. So hat auch das unsterbliche Preußen gehandelt, als es in der Zeit seiner schwersten nationalen Be­drängnis und Not neue Universitäten gründete. Und auch heute sind wir der festen Ueberzeugung, daß wir uns mit der Pflege der deutschen Kultur­güter im Kriege nicht in Gegensatz zum heroischen Leben unserer Soldaten stellen. Das wäre vielleicht so, wenn die deutsche Kunst auch hn Zeichen des Nationalsozialismus immer noch ein Vorrecht der sogenannten Kreise von Besitz und Bildung geblie­ben wäre. Das aber ist längst mcht inchr-der Fall Heute ist die Kunst im nationalsozialistischen Staat Besitztum des ganzen Volkes.

ö Wenn wir also jetzt die Pforten der Großen Deutschen Kunstausstellung öffnen, dann werden in diese weiten Hallen die Mütter, Frauen, Geschwister und Kinder unserer Soldaten hineinströmen, ja, diese selbst die Verwundeten und Urlauber werden vor den Bildern und Plastiken stehen und auch in ihnen den Wandel der Zeit erkennen. Sie werden in ihnen nicht eine ästhetisierende Spielerei sehen, sondern em Ringen um die natürliche Gestaltung des Lebensaus­druckes unseres Volkes auch auf diesem Gebiet.

Die Abstellung zeigt einen repräsentativen Saal

der Malerei, einen repräsentativen Saal der Pla­stiken, drei Säle sind dem Kriegsgeschehen gewidmet, ein weiterer Raum speziell dem Feldzug in Polen, eine Wand bringt Darstellunae aus dem Gebiet der deutschen Luftwaffe und eine Wand Landschaften aus Norwegen. Nicht alle Aussteller können in diesem Jahre unter uns weilen. Viele von ihnen treten mit der Waffe in der Hand für Führer und Volk ein, so wie sie im Frieden mit ihrer Kunst Führer und Volk dienen. D e r F ü h r e r s e l b st, der sonst diese Ausstellung zu eröffnen pflegte, kann heute nicht unter uns weilen. Die Kunstfeste, die sonst mit der Eröffnung dieser Ausstellung in München verbunden waren, sind in diesem Jahre verstummt. Hier gilt's jetzt nur der Kunst, einer echten lebensbejahen­den deutschen Kunst, die auch im Kriege und trotz des Krieges ihre ewige Daseinsberechtigung behält.

Im Anschluß an die Eröffnungsfeier unternahmen der Stellvertreter des Führers und Reichsmimster D? Goebbels an der Spitze der Ehrengäste einen ersten Rundgang durch die Ausstellung Zwischen Rudolf Heß und Dr. Goebbels sieht man Frau Professor T r o o st, ganz links Prof. Hans S ch weitz e r und ganz rechts den Vorsitzenden des Vorstandes desHauses der Deutschen Kunst August v o n F l n ck. (Scherl°Bilderdienst°M.)

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Mit dem Abtransport der deutschen Zivilinternier­ten aus Dakar (Senegambien) durch Flugzeuge der Deutschen Lufthansa ist begonnen worden. Der erste Transport von etwa 35 Internierten ist in Se­villa eingetroffen. *

Weitere deutsche verwundete Kriegsge­fangene sind aus Montpellier mit Sanitätsflug­zeugen in Mannheim eingetroffen und in das dortige Lazarett übergeführt worden. Em kleiner Rest-befindet sich noch in einem der Lazarette des unbesetzten Gebietes, wo er bis zu seiner Trans­portfähigkeit von einer Rot-Kreuz-Schwester betreut wird.

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Der Generalsekretär des Völkerbundes, A v e n o l, der seinen Rücktritt erklärt hat, teilte der Prin­ceton-Universität (USA.) mit, die Wirtschafte und Finanzabteilung des Völkerbundes werde nach Princeton übersiedeln; andere nichtpolitische Abtei­lungen würden möglicherweise nachfolgen.

Die brasilianische Sönderabordnung zu den Jahr­hundertfeiern Portugals ist, von Lissabon kommend, in Madrid eingetroffen um Generalissimus Franco ein Ehrenschwert des brasilianischen Heeres zu überreichen. *

Japanische Marine-Landungstruppen besetzten die Städte Swan Swabue und Makung an der Küste der Kwantung-Provinz, 1Q0 Kilometer nordöstlich von Hongkong. Damit kommt die Zufuhr durch die östliche Kwantung-Provinz ins unbesetzte China un­ter ihre Kontrolle. Gleichzeitig wurden Luftangriffe auf die wichtigen Eisenbahnen in südöstlichen China unternommen.

Sieghafte deutsche Kunst.

Oie vierte Große Deutsche Kunstausstellung im Haus der Deutschen Kunst.

Don unserem Sonderberichterstatter Adolf Rettich.

Aquarelle und Zeichnungen, nur hier der Rahmen der gewählten Technik noch weitert ist durch die schöne Strenge des Holzschnit« les mit seinen besonderen Wirkungen. Und als Letz» tes müssen auch die interessanten großen Gobe­lins und Gobelinentwürfe erwähnt werden, wie auch die kleine Sonderschau prachtvoller Porzellane und zu ehrwürdiger Zukünftigkeit geschaffener

Bronzeplaketten.

Eine neue Große Deutsche Kunstausstellung, ge­schaffen und zusammengebracht in diesem gewaltigen Kriege, ragend auf der Höhe eines bewunderungs­würdigen Gesamtniveaus, eine überwältigende Schau der trotz Krieg und Schwierigkeiten lebenden, reich strömenden deutschen Kunst: das ist der be­glückende, starke Eindruck, den man in diesen Tagen im Haus der Deutschen Kunst empfängt!

Deutsche Dichter auf den Schlachtfeldern Frankreichs.

Berlin, 26.Juli. (DNB.) Eindrucksvolle Tage liegen hinter den deutschen Dichtern, die den west­lichen Kriegsschauplatz bereisen. Sie hatten zunächst Gelegenheit, die Maginotlinie in ihren stärk- sten Befestigungen unter sachkundiger Führung kennenzulernen, gleichzeitig die alten Reichs» lande mit ihren wichtigsten kulturhistorischen Stätten. Dann führte sie ihr Wea nach Verdun und Douaumont, wo der Kommandeur der deutschen Division, die dieses Fort genommen hatte, persönlich zu ihnen sprach. Das nächste Ziel waren die Schlachtfelder in der Champagne und an der Marne. Bei Chateau-Thierry trug ein Offizier des Oberkommandos des Heeres seine persönlichen Eindrücks Über die

München, 27. Juli. (DNB.) In schlichtem, aber würdigem und weihevollem Rahmen eröffnete der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, in Gegenwart zahlreicher führender Per- önlichkeiten aus Partei, Wehrmacht und Staat, Kunst und Wissenschaft, die Große Deutsche Kunst­ausstellung 1940.

Um 10.30 Uhr trifft der Stellvertreter des Füh­rers vor dem Haus der Deutschen Kunst ein. Unter den Klängen des Präsentier Marsches schreitet er die Front der Ehrenkompanie ab und betritt dann, ge­folgt von Reichsminister Dr. Goebbels und Reichsstatthalter Reichsleiter General Ritter von E p p , das Ausstellungsgebäude, vor dessen Eingang der Staatskommissar für das Haus der Deutschen Kunst, Gauleiter Staatsminister Adolf Wagner, und der Vorsitzende des Vorstandes, August von Finck, den Stellvertreter des Führers begrüßen.

In der Ehrenhalle sieht man Reichsminister und Staatssekretäre, Reichsleiter und Gauleiter, die Ge­neralität, die bayerische Landesregierung, den italie­nischen Generalkonsul Minister P i t t a l i s mit einer Abordnung des Münchener Fascio. Besonders stark vertreten ist die Künstlerschaft. Eine stattliche Zahl von Künstlern trägt den feldgrauen Rock, viele von ihnen sind geschmückt mit den Ehrenzeichen des

Deutsche Kulturpfiege auch im Kriege.

Oer Stellvertreter des Führers eröffnet die Große Deutsche Kunstausstellung 1940

Nun tritt der Präsident der Reichskulturkammer, Reichsminister Dr. Goebbels, vor, um zu der Festversammlung zu sprechen.

Der Feldzug gegen Frankreich, so führte er aus, ist mit dem großartigsten Sieg unserer Geschickte beendet worden. Vielfach kehren nun schon die kampferprobten Divisionen unserer Wehrmacht in ihre Heimatstandorte zurück. Noch bleibt ein Feind übrig: Das deutsche Volk wird auch ihm gegen­über seine nationale Existenz und seinen Lebens­raum mit allen ihm zu Gebote stehenden Kräften verteidigen. Niemand bei uns zweifelt am endgül­tigen Äeg. In dieser weltgeschichtlichen Situation soll nun die Große Deutsche Kun st aus- stellung eröffnet werden. Wie paßt beides zusammen? Es geht jetzt um unser nationales Schick­sal im weitesten Sinne des Wortes. Alles anders erscheint uns dagegen nebensächlich und bedeutungs­los. Die ganze Nation richtet ihre gespannten Blicke auf diö Fortsetzung des großen Deutschland aufge- gezwungenen kriegerischen Dramas, das über die Zukunft Europas entscheiden soll. Das Leben des deutschen Volkes ist ganz dem einzigen Gedanken des Krieges untergeordnet. Was soll nun da, so könnte man fragen, die Eröffnung einer Kunstaus­stellung? Die Kunst, so meint man vielfach, ist doch lediglich eine Verschönerung des Lebens. Sie mag deshalb für den Frieden nützlich und angenehm fein, für den Krieg aber, so wendet man vielleicht ein, hat sie kaum eine Existenzberechtigung.

Wir Nationalsozialisten vertreten einen a n - deren Standpunkt. Der Nationalsozialismus als Idee und Weltanschauung erfaßt das Leben unseres Volkes in seiner Gesamtheit, und gerade tn dieser totalen Lebens- und Weltauffassung ist er ein Sy­stem geworden, das' eben deshalb auf allen Ge­bieten von Erfolg zu Erfolg schreitet. Darauf ist auch das zurückzufuhren, was vielleicht heute im Ausland als das deutsche Wunder bezeichnet wird. Es bedeutet nichts anderes, als die vollkom­mene Ausschöpfung der deutschen V o l k s k r a f t nach jeder Richtung und in jeder

anderen Ländern getrennt, ein Leben stetiger Pro­sperität zu führen, welches das Elend der Arbeits­losigkeit nicht sehen wollte und sich damit tröstete, auch sie hätten ja die demokratische Chance, eines Tages reich zu werden, das Amerika, welches es konstruktiv und organisatorisch weit gebracht hat (wenn man einmal in das ungeheure Gefüge der Riesenfabriken und Korporationen hineinschaut), technisch-organisatorisch mag es zu einer Avantgarde des 20. Jahrhunderts gehören: in der geistigen Haltung nährt es sich von moralischen Zweck­erwägungen, die den Staat als kaum entbehrlichen Aufpasser betrachten, Religion - als Lebensversiche­rung für die Zeit nach dem Tod ansehen, falls sie nicht nur eine gesellschaftliche Angelegenheit oder ein Protektionsverband ist. ,

Nun wird diesen Leuten klar, daß es wirklich nicht Adolf Hitler ist, dem alles liebel in die Schuhe geschoben werden muß, daß der Krieg vielmehr Ausdruck einer sozialen Revolution gegen die Plu­tokratien ist. Lawrence Dennis schrieb Ende Juni in seiner PublikationThe Weekly Foreign Letter1: Dieser Krieg ist eine Weltrevolution, in welcher soziale Ideen die Waffen sind. Solange die Demo­kratie die Wirtschaft schrumpfen läßt und totalitäre Staaten ein Sozialprogramm mit Vollbeschäftigung verwirklichen, solange kann man das Ueberspringen totalitärer Ideen in dieses Land durch noch so scharfe Hetzen gegenFünfte Kolonnen" nicht be­kämpfen. Erste nationale Ausgabe für die Ver­einigten Staaten ist daher eine Beseitigung der Ar­beitslosigkeit und die Schaffung annehmbarer Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse. Während heute in Europa eine soziale Revolution für Sicherheit der Massen, geregelte Löhne, ärztliche Versorgung, Erholung und gesunde Wohnungen sorgt, versuchen heute noch herrschende Kreise Washingtons, eine nationale Verteidigung auf dem Wege über längere Arbeitszeit, geringere Reallöhne und höhere In- dustrieprofite zu schaffen. Roosevelt hat (so betont Lawrence Dennis) durch die Ernennung der Reak­tionäre Knox und S t i ms o n sich weiterhin zum Traditionalismus und zur Reaktion in der Ver­folgung feiner Verteidigungsziele bekannt. Auch der neueste' Schritt, südamerikanische Waren aufzu­kaufen, um sie vielleicht zu zerstören und Europa vorzuenthalten, wird Hitler und Mussolini nur lachen machen."

Kleine politische Nachrichten.

Staatssekretär im Reichsministerium für Volks­aufklärung und Propaganda Hermann Esser vollendet am 29. Juli sein 4 0. Lebensjahr. Esser gehört als Parteigenosse Nr. 2 zu den ältesten Mitkämpfern des Führers. Als Staatssekretär für Fremdenverkehr, als Präsident des Reichsfremden­verkehrsverbandes und als Leiter der Reichsaruppe Fremdenverkehr vereinigt Hermann Esser die Befug­nisse, die für ihn als Leiter des deutschen Fremden­verkehrs wesentlich sind. *

Einer Einladung der Reichsgruppe Industrie folgend, traf der Präsident der -italienischen Industrie- Organisation, Staatsminister Graf V o l p i di Misurata, in Berlin ein. Reichswirtschaftsminister Funk gab zu Ehren der italienischen Gäste einen Empfang. Die Besprechungen, die Graf Volpi mit dem Leiter der Reichsgruppe Industrie und ande­ren maßgebenden Persönlichkeiten der- deutschen Wirtschaft führt, erstrecken sich auf die Intensivie­rung der deutsch-italienischen Zusammenarbeit auf wirtschaftlichem Gebiet. *

Am 25. Juli ist das im Rahmenabkommen vom 12. Juni d. I. vereinbarte d e wt f ch - t ü r k i s ch e Wirtschaftsabkommen in Ankara von deut­schen und türkischen Regierungsvertretern unterzeich­net worden.

Die aus Bessarabien und der Nord­bukowina stammenden Juden werden von den rumänischen Behörden aufgefordert, innerhalb von fünf Tagen das Land zu verlassen. In Bu­karest allein handelt es sich um etwa 600 Personen. Ferner haben die Behörden zahlreiche verdächtige Juden aus der südlichen bei Rumänien verblie­benen Bukowina in das Konzentrationslager von Miercurea Ciuculi in Siebenbürgen gebracht.

München, IuN 1940. i I.

Inmitten des gewaltigen Krieges um Freiheit und Leben der Nation ist in der Stille die neue Große Kunstausstellung im Haus der Deutschen Kunst in München geworden. Wie das deutsche Theaterleben, 4 wie der deutsche Film, so ist auch die deutsche bil- dende Kunst durch den Krieg nicht geschwächt und ' eingedämmt worden. Sie ist in voller Blüte ge­blieben, ja, fast scheint es, als hätten die Schwierig­keiten, die die Zeit auftürmte, ihr nur um so größe­ren Auftrieb gegeben.

Als gegen Weihnachten 1939 der Führer den Auf­trag gab, auch im Kriegssommer 1940 eine Große Deutsche Kunstausstellung abzuhalten, die vierte im neuen Heim der Kunst in München, da mag mancher gezweifelt haben, ob solch ein Vorhaben inmitten der Kriegszeit wohl möglich sei. Der Erfolg aber übertraf alle Erwartungen. Die fertige Ausstellung, schon quantitativ ebenbürtig ihren Vorläufern, um­faßt 1397 Werke von insgesamt 751 Künstlern. Wie der deutsche Künstler in diesen Kriegsmonaten seiner schöpferischen Arbeit nachging, legt ein herrliches Zeugnis ab von der unzerbrechlichen Kraft des deut­schen Volkes. Kein zweites Volk Europas, wenn es schon eine so große Ausstellung zuwege brächte, ver­möchte auch nur ein annähernd gleiches Bild künst­lerischer Leistungskrast zu bieten.

Ein erster Rundgang durch die Ausstellung, an deren Gelingen auch diesmal der Führer selbst so großen Anteil hat, steht im Zeichen der Klarheit und Uebersichtlichkeit. Großzügiger und einfacher, aufgelockerter und belebender ist wohl noch keine große Schau künstlerischer Arbeit geordnet worden. Es ist selbstverständlich, daß das Kriegs- geschehen in Malerei und Plastik vielfältige, oft hinreißende, bis ins Innerste packende Darstellungen gefunden hat. Keiner, der in diesen Werken den Krieg, zu Lande, zu Wasser und in der Luft dar­gestellt sieht, wird die Befruchtung des künstlerischen Könnens und der schöpferischen Idee durch den Krieg übersehen können. Hier sammeln sich die stärksten, weil zeitnächsten Eindrücke der Ausstellung über­haupt, und es bleibt als glückhaftes Gefühl zurück, daß der deutsche Künstler in der kämpferischen Seele des Soldaten so wunderbar zu lesen weiß.

Was aber das Leben in der Heimat an­geht, so fällt die vielfältige Darstellung des Bauern und seiner Familie, seiner Häuslichkeit und Heim­statt auf. Sein Werk: die Ernährung des Volkes, die Erhaltung der Nation. Und so gehen manche dieser Bilder ins Symbolhafte, über das rein Dar­stellerische emporreißend zur höheren Bedeutung. So sindFrüchte der Erde" oder.Ernte" als Begriffe genommen und behandelt. Als Seitenstück hierzu die Landschaft, die schöne deutsche Landschaft in allen Gauen. Hier ist die Vielgestaltigkeit des deutschen Lebensraumes eingefangen. Ebenso in - vielen Porträt st udien. Und wiederum als - Sonderstück wird in so manchem Werk die Stim- mung des deutschen Waldes lebendig.

i Die Stadt darf nicht fehlen. Sie ist aufgezeigt i vor allem als Teil der umgebenden Landschaft, als > gewack^ues und bodenbedingtes Gebilde. Von beut- - schemWMbeitstempo sprechen die Bilder großer Bauwerke, wie etwa der neuen Reichskanzlei, vom

l Bau eines neuen Kraftwerkes. Ein ganzer Saal ist

Aus Transvaal werden schwere Sprengstoff- Attentate gemeldet. In den Städten Roodpoort und Heidelberg wurden ganze Straßenzüge zer­stört. Wenige Stunden später flogen mehrere hun­dert Meter Eisenbahndamm in die Luft.

Das Moskauer MilitärblattKrasnaja" bringt eine Betrachtung über das zehnjährige Bestehen der Fallschirmausbildung in der Sow­jetarmee. Als Spitzenleistungen werden aufge­führt die Absprünge der sowjetrussischen Heeresan- gehörigen Charachonow und Romanjuk und Patra- kow, die aus einer Höhe von 8100 Meter sprangen, davon 7960 Meter im freien Fall, die Absprünge der Majore Charachonow und Kaitanow aus 12 443 Meter bzw. 11 037 Meter und der nächtliche Fall- schirmabsprung, den Hauptmann Kostew am 24. Juli d. I. aus einer Hohe von 7750 Meter ausführte.

Sie soll den Menschen Halt und Erbauung geben. Sie soll sie stärken in dieser Zeit erhöhter Sorgen und Nöte, aber auch stolzester Triumphe. In fester Zuversicht und unerschütterlichem Glauben grüßen wir den Führer. Wir wünschen ihm eine gesegnete Hand und unserem Volke den Endsieg, für den wir alle arbeiten und leben.

Nach der Rede des Reichsministers Dr. Goebbels verkündet der Stellvertreter des Führers, Reichs­minister R u d o l f H e ß :Im Namen des Führers er offne ich die Große Deutsche Kunst- a u s st e l l u n g im Kriegsjahr 1940. Ich eröffne sie, indem ich den Führer grü ß e. Ich grüße ihn als den großen Förderer und Schützer der deutschen Kultur. Adolf Hitler Sieg-Heil!" Das Lied der Deut­schen und das Horst-Wessel-Lied geben der weihe­vollen Feierstunde einen würdigen Ausklang.

der Technik und Industrie gewidmet. Hier herrscht das Bild der gebändigten Elementargewalt, Feuer und Eisen in zweckvollem Kampf, das un­heimlich Geballte großer Jndustriewerke, ihre fast furchterweckende Schönheit bei Nacht. Die Arbeit her Stille ist nicht zu vergessen. Sie kommt in manch stimmungsvollem Werk zum Recht; zwischen­durch immer wieder die sanfte Erquickung eines Blumenstücks, eines beschaulichen und selbstgenüg-

Krieges.

Der Vorsitzende des Hauses der Deutschen Kunst, August von Finck, gedenkt in Ehrfurcht und tiefer Dankbarkeit des Führers Adolf Hitler, der als Schöpfer dieses Hauses der Deutschen Kunst von Jahr zu Jahr dem Werden der Großen Deut­schen Kunstausstellungen und der Deutschen Archi­tektur- und Kunsthandwerkausstellungen seine sor­gende Aufmerksamkeit und Liebe zugewandt habe und dessen ausdrücklicher Wunsch unb Wille es ge­wesen sei, daß diese bedeutendste Veranstaltung unserer zeitgenössischen Kunst auch in der Krieg s- zeit durchgeführt werde. An diesem Wendepunkt unterer nationalen Geschichte, an dem das Reich in schicksalhaftem Kampf um seine Lebensrechte stehe, solle sie ein Zeugnis sein deutscher Schöpferkraft, solle sie der Welt Kunde geben vom deutschen Ge­nius und von der Kultursendung unseres Reiches.

samen Stil lebe ns.

lieber den spezifisch deutschen Menschen zum Men- chen im allgemeinen führt das Aktbild, führt )ie Plastik. In der Malerei ist diesmal dem chönen Akt ein besonders breiter Raum gewidmet. Auch in den Werken der Plastik ist das oberste Gesetz der Kunst zu erkennen: Schönheit zu vermit­teln und durch die Freude an ihr zur Dankbarkeit gegenüber dem Leben zu führen. Doch auch der dokumentarische Zweck des Menschenbildes ist nicht vergessen: Porträts der führenden Männer des Reichs und der Partei, bedeutender Gelehrter und Künstler finden sich in großer Zahl.

Man muß noch bei einer Erinnerungsschau ver­weilen: dem kürzlich in Rom verstorbenen Maler Professor Friedrich Stahl sind zwei Säle ge­widmet, die eine umfassende Schau seines Gesamt­wertes bieten. Manche Werke mußten weither aus dem Ausland geholt werden, beispielsweise aus Holland, wo die Kriegsverhältnisse eine wochenlange Verzögerung des Hertransports bedingten.

Alles, was von Oelgemälden und Plastiken gilt, das hat auch Geltung für die Abteilungen der Aquarelle und Zeichnungen, nur daß