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Als wir im fiorft aus den Maschinen klettern, freudig umringt und umsorgt von den Bodenmannschaften. zählen wir 15 Flaktreffer und Splitter größeren Kalibers. Aber das macht unserer Kampfmaschine nichts aus. Schon eilen die Monteure
mir sind anscheinend Glassplitter über das Gesicht gewischt.
Dann nimmt der Abwehrkampf des Feindes wieder meine ganze Aufmerksamkeit in Anspruch. Immer erneut sprühen die Feuergarben der MG.s um uns, und das Krachen will kein Ende nehmen. Doch auch da kommen wir heraus Eine richtige Waberlohe lassen wir zurück. Wir sehen, wie die deutsche Artillerie jetzt in den Kampf eingreift. Wie Scheinwerfer blitzt es aus den Mündungen der Rohre auf, schlägt drüben ein.
Aus einer versteckten Waldstellung des Feindes jagen uns die letzten gutgezielten Feuerstöße des Feindes noch einmal ■ nach. Einige MG.-Garben unsererseits. Dann nur noch das Summen der Motoren.
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machen.
Da die Zuckerrübe neben Zucker für den menschlichen Verzehr noch Futtermittel in Form von Schnitzeln für die Schweinemast liefern muß, kann dem Haushalt nicht Zucker in jeder beliebigen Menge zur Verfügung gestellt werden. Mit dem Zucker muh daher sparsam um gegangen werd,en. Zum Süßen von Speisen, vor allem von Kaffee und Tee, kann der Zucker durch Süßstoff ersetzt werden. Vor allen Dingen muß im Haushalt während des ganzen Jahres Zucker für die Einmachzeit gespart werden. Beim Einmachen selbst ist darauf zu achten, dah
Tagen in Hellen Flammen.
Unsere Maschine erhält Treffer. Wir andern Kurs und Geschwindigkeit. Plötzlich hallt es wider wie ein feiner, scharfer Peitschenknall. Instinktiv drücke ich mich an die Bordwand zurück. Irgend etwas brennt mir auf der linken Gesichtshälfte. Der Heckschütze hebt für Sekunden sein Gesicht aus der Kanzel zu mir. Dann höre ich ihn durch dos Bord-
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möglichst Methoden angewandt werden, bei denen wenig Zucker benötigt wird. Die Hausfrau soll erst dann einmachen, wenn die Märkte reichlich mit den einzumachenden Erzeugnissen beschickt sind.
Die Zuteilungen an Mehl und' Brot sind so reichlich, daß die Bevölkerung die ihnen zu- stehende Ration oft nicht aufbraucht. Die nicht benötigten Brot- und Mehlmarken dürfen nicht dem Bäcker, sondern sind der NSV. zu übergeben. Es soll nicht mehr Brot eingekauft werden als tatsächlich verbraucht wird, damit nichts umkommt. Etwaige Brotreste sind im Haushalt zu verwerten, aber nicht an Tiere zu verfüttern. Bei dem Brotverzehr ist dem Roggenvollkornbrot der Vorzug zu geben. Einmal können wir den Bedarf an Roggen im Inland decken, zum anderen ist das Vollkornbrot wesentlich gesünder als anderes Brot.
Man begegnet oft der Frage, ob und inwieweit eine Vorratswirtschaft im Haushalt erwünscht ist und wann eine solche Vorratshaltung als Hamstern gewertet wird. Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß es volkswirtschaftlich e r - wünscht ist, wenn die Hausfrau in Zeiten, in denen nicht bewirtschaftete Lebensmittel reichlich auf den Markt gelangen, sich Vorräte beschafft. Hierfür müssen jedoch im Haushalt entsprechende Vorratseinrichtungen vorhanden sein, damit nichts verdirbt. Jede Hausfrau muß michelfen im „Kampf dem Verderb". Wer sich aber auf unrechtmäßige Weise unter Umgehung der Rationierungsvorschriften Lebensmittel beschafft, oder in Zeiten des Warenmangels mehr kauft als zur laufenden Bedarfsdeckung unbedingt nötig ist, versündigt sich an der Volksgemeinschaft und hilft dem Feind.
Das Reichsernährungsministerium wird von Zeit zu Zeit Richtlinien über die richtige Verwertung der Nahrungsmittel im Kriege herausgeben. Wir sind gewiß, daß unsere Hausfrauen sich ihrer Pflicht gegenüber der Nation bewußt und auch bereit sind, in bewährter Selbstdisziplin gewiße Oper auf sich zu nehmen. So wird es auch gelingen, den Aushungerungswillen Englands zu brechen!
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P. K. „Wanderer, verweile in Andacht und künde zu Hause, wie wir als Männer gefallen in Treue der Heimat!" So liest der Pilger, der die Gräber der Gefallenen des Weltkrieges besucht, auf dem wohl schönsten Denkmal, das einen der zahllosen deutschen Soldatenfriedhöfe ziert, es steht t n Montdidier. Der größte deutsche Heldenfnedhof der einstigen Westfront hat seinen Namen nach der ferme maison blanche, die an der Straße von Arrasnach Souchez aufgebaut ist. Auf diesem Friedhof ruhen 3 2 0 0 0 deutsche Soldaten, die aus den Schlachtfeldern des Artois nach dem Kriege hier zusammengetragen worden sind. Die einen waren bei Ribecourt dabei und fielen im Feuer feindlicher Tanks, die anderen verbluteten im Kampf mit den Kanadiern auf der Vimyhöhe. Die einen am Hang der Lorettohöhe, die anderen unten am Bach von Souchez. Die einen waren kaum achtzehn Lenze alt, als sie die feindliche Kugel traf, die anderen hinterließen Frau und Kind. Manch einer, dessen Vater unter einem der schweren Kreuze ruht, marschiert nun hier durch die rauchenden Trümmer der nördlichen Vorstädte von Arras nach Norden an der Vimyhöhe vorbei als Soldat des Reiches, das das Vermächtnis der Gefallenen des Weltkrieges als Verpflichtung auffaßt, mindestens ebenso tapfer und treu zu sein, wie die hier auf fremder Erde fielen.
Seit der Eroberung von Arras und der Erstürmung der Höhen von Loretto und Vimy durch Panzer und Schützen ist auch der Friedhof „maison blanche“ in deutscher Hand. Jede Mutter, die ihren Sohn hier ruhen weiß, und jeder Soldat, der das Grab seines Vaters hier sucht, kann beruhigt sein: der gröfelß deutsche Heldenfriedhof ist unversehrt in deutsche Hand gefallen. Auf den Aeckern um den Friedhof sieht man die Spuren der vorm/arschierten Panzer, tiefe Furchen, die die schweren Gleisketten in den Acker geschnitten haben. Gefallene Franzosen und Engländer und auch frische Gräber deutscher Kameraden, die nun neben denen ruhen, die eine Generationen vor ihnen das gleiche Opfer für den Bestand ihres Volkes bringen mußten.
Die schattenspendenden Kronen von Akazien geben dem „maison blanche“ den Charakter eines Heldenhains. Jedes Grab trägt Blumenschmuck, wenn auch die Erde durch die Kreise schimmert, den Pflanzen nur spärliche Nahrung spendet. Die Wege sind ebenso gepflegt wie die Rasenflächen. Der Volksbund für deutsche Kriegsgräberfürsorge hat unter den schwie-
Als England im September v. I. die Hungerblockade gegen Deutschland eröffnete, antwortete die Regierung sofort mit der Einführung der Lebensmittelkarten. Die Rationierung der Lebensmittel hat den Zweck, die Ernährungsgrundlage für das deutsche Volk im eigenen Lebensraum icherzuftellen. Bei der Festsetzung der Rationen konnte auf die örtlichen Ernährungsgewohnhelten und die Sonderwünsche von 82 Millionen Verbrauchern natürlich keine Rücksicht genommen werden. Die -Zuteilung der Lebensmittel mußte sich vielmehr nach dem Grundsatz einer g e - unb en Ernährung richten. Es ist allgemein anerkannt, daß die jedem einzelnen zustehenden Lebensmittelmengen für eine gesunde Ernährung ausreichend sind. Wenn in der heutigen Zeit weniger Fett zur Verfügung steht als in der Vorkriegszeit, so erhält doch jeder Volksgenosse ent« prechend der von ihm zu leistenden körperlichen Arbeit soviel Fett, wie er braucht, um gesund und leistungsfähig zu fein. Auf die K in - der ist hierbei besonders Rücksicht genommen. Da Fett und Kohlehydrate als Kraftspender für den Körper sich in gewissem Grade vertreten und austauschen lassen, wird dieser Ausgleich durch den Mehrverbrauch der nicht bewirtschafteten Kartoffeln und die reichlich zugeteilten Brot-, Mehl- und Zuckermengen leicht herbeigeführt werden können.
Es kommt jetzt im Kriege mehr denn je auf die Kochkunst der einzelnen Hausfrau an, die zur Verfügung stehenden Lebensmittel zu schmackhaften Gerichten zufammenzustellen und richtig zu zu be re i te n. Da vom volksgesundheitlichen und volkswirtschaftlichen Standpunkt aste Nahrungsmittel so gut wie möglich ausgenützt werden müssen, muß bei der Zubereitung auf die Erhaltung der Nähr- und Schutz st affe in den Nahrungsmitteln geachtet werden. Gerade bei Kartoffeln, Gemüsen und Obst ist die richtige Vor- und Zubereitung besonders wichtig. Es ist erwünscht, die Kartoffeln als Pellkartoffeln zu kochen. Nur bei den Pellkartoffeln ist eine volle Ausnutzung der in den Kartoffeln vorhandenen Vitamine gewährleistet. Soweit jedoch Kartoffeln geschält werden, sind sie möglichst dünn zu schälen, damit nicht wertvolle Lebensrnittel in die Mülleimer wandern. Das Gemüse muß sorgfältig und fparsam geputzt werden. -Auch die A b - fälle (wie Gemüsestrünke, Schalen usw.) können noch für eine Gemüsesuppe ausgekocht und auf diese Weise verwertet werden. Es empfiehlt sich ferner, Gemüse in roher Form als Frischkost zu verwerten. Wenn Gemüse gekocht wird, so ist es schonend zu kochen, damit die Nähr- und Schutz- ftoffe erhalten bleiben. Bei der Konservierung von Gemüse für den Winter ist zur Zeit die Einsilierung und die Trocknung gegenüber anderen Konservierungsarten zu bevorzugen. Im Kriege ist im Haushalt nur vollausgewachsenes Gemüse zu verwenden. Der Verbrauch von jungem Gemüse verringert die allgemeine Versorgung mit Gemüsen. Fernerhin ist es notwendig, die wild wachsenden Gemüse, Kräuter, Pilze, Tees usw. für den Verbrauch im Haushalt nutzbar zu
Dank der Wehrmacht für den Kriegseinsah des Handwerks.
Im Haus des Deutschen Handwerks in Berlin gab Reichshandwerksmeifter Schramm Vertretern der drei Wehrmachtteile einen Ueberblick über den Einsatz des Handwerks in der Kriegswirtschaft. Er erwähnte besonders die Durchführung großer Aufträge durch Lieferungsaenossenschaften, den Einsatz im Bauwesen durch Arbeitseinsatzgesellschaften und Arbeitsgemeinschaften, sowie die planmäßige Ausfuhrförderung, mit der trotz des Krieges eine
Steigerung der handwerklichen Ausfuhr erreicht wurde. Der Reichshandwerksmeister verwies auch auf die Vorarbeit, die das Handwerk durch die Ausbildung einsatzfähiger Fachkräfte für den Aufbau der technisierten Wehrmacht geleistet hat. Der Cehf der Heeresrüstung sagte in einer herzlich gehaltenen Ansprache, die Wehrmacht wolle mit diesem Besuch beim Reichsstand des deutschen Handwerks ihren Dank für die hingebungsvolle Arbeit des Handwerks und feiner Organisation abftatten.
Verstärkte Kartoffelablieferung.
Das ungünstige Herbstwetter und der lange und strenge Winter hatten zur Folge, daß eine Fülle von Arbeiten in unserer Landwirtschaft unerledigt bleiben mußten, die sich jetzt im Frühjahr auf wenige Wochen zusammendrängten. Die Feldarbeiten haben sich daher im April und Mai ganz unvorstellbar stark angehäuft. Dank restlosen Einsatzes ist die Sommerzeit nun aber überall im Boden und auch die Hackfruchtbestellung nähert sich ihrem Ende. Nunmehr gilt es, wie die „NS.-Landpost" betont, vor allem den Speisekartoffelversand in stärkerem Umfange wieder aufzunehmen. Bei Mangel an Ar- beits- und Gefpannkräften hat der Ortsbauernführer sofort nachbarliche Hilfe zu erwirken oder Einsatz der Partei und Wehrmacht beim Kreis- bauernführer zu beantragen. Die in den Betrieben vorhandenen Kartoffeln reichen aus, um unseren Bedarf in den Städten zu decken. Es kommt jetzt nur darauf an, eine beschleunigte Verladung der Kartoffeln in Gang zu bringen.
Hauptfchriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner.
Druck und Verlag: Brühlsche Untversitätsdmckerei R. Lange K. G. Berlagsleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann; Anzetgenlerter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Pl.Nr.6.
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Während wir auf dem „maison blanche“ in den unübersehbar weiten Reihen schwarzer Kreuze stehen, marschieren auf der Straße schwere deutsch? Panzer nach Norden, dem zurückweichenden Feind nach. Das Rauchen der Motoren und das Surren der Gleisketten erinnert uns daran, daß u m u n s Krieg ist. Ein Krieg, der genau so schwer ist wie der, durch den diese Gefallenen hindurch mußten, ehe sie zur Ruhe kamen. „Krieg ist nun einmal Krieg, wer's nicht glaubt, der stirbt daran", sagt Hans Zöberlein in feinem „Glauben an Deutschland". Wir haben in den letzten Tagen seit dem Beginn der Zermürbungsschlacht in Nordfrankreich erfahren, was Krieg ist. Wir haben auch die furchtbare Wirkung unserer Waffen auf den Feind erlebt. Wir können mit der Gewißheit aus dem Meer von schwarzen Kreuzen scheiden, daß diesmal kein Opfer umsonst und keine Anstrengung vergeblich sein wird. Diesmal geht der Kampf zu unseren Gunsten aus.
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haben. Wie Wasserstrahlen so dicht umsprühen uns die Garben des MG.s. lieber uns, neben uns, unter uns, immer dichter trepieren die schweren Granaten der feindlichen Flak. Schon hört man es durch den Motorenlärm der eigenen Maschine und durch die festanliegende Fliegerhaube ganz dumpf, aber erschreckend deutlich. — „Bum" — „Bum" — „Bum". Egal, wir müssen hinein. Jede Bombe wird sorgfältig und gut gezielt. Sie treffen alle.
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