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2. Nach der Fallschirmlandung üb er fiel en mich Marokkaner, sie rissen mir meine Kam« bination und meinen Uniformrock vom Leibe und zerrissen meine Stiefelhose. Ich habe diese Kleidungsstücke nicht mehr wiedergesehen. Sie raubten mir meine Uhr, meinen Siegelring, meine Brieftasche, mein Portemonnaie mit etwa 50 RM. und alle Gegenstände, die ich sonst noch in den Taschen hatte. Sie schlugen dabei wüst mit Gewehrkolben und anderen Gegenständen auf mich ein, so daß ich blutüber st römt zusammenbrach.
3. Ich wurde hiernach zu einer Wiese geschleift, wo man An st alt en machte, mich zuer° schießen. Nur dem plötzlichen Eingreifen heraneilender französischer Gendarmen verdanke ich die Verhinderung dieses Vorhabens.
4. Obwohl ich durch die Kolbenschläge sehr be- nomen und durch den Blutverlust geschwächt war, wurden mir von den französischen Gendarmen Handfesseln angelegt. Sie brachten mich in einen Wald und erklärten mir auf meinen Protest wegen der Handfesseln, daß ich zufrieden und ihnen dankbar sein könnte, da ich ohne ihr Eingreifen längst tot wäre.
Französischen Heerensongehörigen, die im Walde lagen, und die Fesselung eines Offiziers durch Ketten auch mißbilligten, wurde von den Gendarmen die Antwort zuteil, daß diese die ausdrückliche Anweisung von ihren oberen Dien st» st e l l e n hätten und nicht anders handeln könnten.
5. Während meines Aufenthaltes im Walde hörte ich von französischen Heeresangehörigen, daß b e • reits andere deutsche Flieger von den Marokkanern zu Tode gequält worden waren.
6. Am Abend wurde ich mit noch mehreren an- deren Gefangenen, und zwar: zwei Unteroffizieren von einem Panzerverband, drei Angehörigen meines Geschwaders und einem jungen Kavalleristen in einem Lastwagen in stundenlanger Fahrt herum- gefahren. Wie ich hörte, sollten wir zur Verneh-
Deutsche Warnung vor britischen Attentaten Der amerikanische Dampfer „President Roosevelt" wird durch deutsche Streitkräfte unbehelligt bleiben.
Zivilpersonen von französischem Flieger mit Maschinengewehr beschossen.
Karl,ruhe, 29. Mal. (DNS.) Mm 27. Mal wurde in der Nähe von Bruchsal auf einer Anhöhe eine Zivilperson, die dort ganz allein stand und keinerlei feindliche Handlungen beging, von einem französischen Flieger mit Maschinengewehr beschossen. Es gelang ihr, sich unver- sehrt aus den rNaschinengewehrgarben zu retten. Ferner wurden im Kreise Lörrach durch französisches Artilleriefeuer sechs Zivilpersonen getötet und vier Zivilpersonen verletzt.
Meldung über die Gefechtslage.
Da auf Grund vorliegenden Berichts und zahlreicher anderer Meldungen die völkerrechstwidrige Behandlung deutscher Flieger durch die Franzosen hinlänglich bewiesen ist, hat der Generalfeldmarschall mit dem 28. Mai 1940 angeordnet, daß die bisher erlassenen großzügigen Bestimmungen über die Behandlung feindlicher Fliegergefangener derart eingeschränkt werden, daß alle Kriegsgefangenen der französischenLustwaffe grundsätzlich so zu behandeln sind wie die Franzosen die deutschen zu behandeln pflegen.
Künftighin werden alle französischen Fliegergefangenen nach französischem Vorbild sofort bei Gefangennahme in Fesseln gelegt und unter Ausschaltung sämtlicher bisher ge; währter Erleichterungen unter Anlegung strengsten Maßstabes in den Gefangenenlagern besonders untergebracht. Der Oberbefehlshaber sah sich zu diesen strengen Maßnahmen gezwungen, da sich täglich die Berichte über die unmenschliche grausame Behandlung gefangener deutscher Flieger durch die Franzosen häufen. Der Generalfeldmarschall wird künftighin jedesmal, wenn ihm eine Ermordung deutscher Flieger gemeldet wird, für jeden ermordeten deutschen Flieger fünf französische gefangene Flieger erschießen lassen. Das gleiche gilt auch für den Fall, daß wiederum in Luftnot befindliche mit Fallschirmen abspringende deutsche Flieger b e - schaffen werden, jedoch mit dem Unterschied, daß in diesem Falle 5 0 feindliche Gefangene erschossen werden.
Auf die gefangenen englischen Flieger finden die vorgenannten Maßnahmen keine Anwendung, da die Engländer bisher keine Veranlassung zu derartigen Maßnahmen gegeben haben.
Unmenschliche Behandlung gefangener deutscher Flieger in Frankreich Schärfste deutsche Vergeltungsmaßnahmen angeordnet.
klein geschlagen war; das wertvolle Porzellan war zertrümmert, die Bezüge der Ledermöbel zerschnitten, Gardinen von den Fenstern gerissen und alle Wertsachen f o r t g e - stchleppt. Wie Barbaren hatten die Engländer gehaust.
Und angesichts dieser beispiellos brutalen Ausplünderung eines befreundeten und verbündeten Landes haben so skrupellose Demagogen, wie Churchill und Reynaud, noch den Mut, ihre politische und militärische Niederlage mit dem „Verrat" Bel- aiens zu bemänteln. Für die wütenden Verzweif- lungsausbrüche der Kriegsmacher in Paris und London kann man also nichts als tiefe Verachtung empfinden. Die Clique der Plutokraten sieht eine ihrer wichtigsten Positionen zusammengebröchen. Ihre Völker werden die Folgen in ungleich schwere- . rem Ausmaß zu tragen haben als Belgien. Der deutsche Soldat bindet nach dem Niederwerfen der belgischen Armee den Sturmhelm fester. Jetzt geht es an die Vernichtung der Hauptschuldigen, um die Vernichtung der englischen und französischen Armeen, die ihre Deckung durch Belgier und Holländer nun endgültig verloren haben.
Stimmen aus der Schweiz.
Genf, 29. Mai. (Europapreß.) Das Echo der belgischen Kapitulation ist in der schweizerischen Oeffentlichkeit ungeheuer groß. Niemand hatte mit einer so schnellen Wendung der Dinge gerechnet. Zu der durch die letzten Ereignisse gegebenen neuTn strategischen Lage schreibt „Die £ar (Zürich): „Die englischen Inseln liegen jetzt in der Front. Schon hat die deutsche Taktik bewiesen, daß sie die größten Hindernisse umgehen kann. Es wird also auch möglich sein, daß sie den Kanal bezwingen kann. Dies ist in London so äugen« fällig geworden, daß keine britischen Soldaten in Zukunft auf die Schlachtfelder des Festlandes geschickt werden dürsten; sie haben von nun an d i e Insel aegen Angriffe zur See und aus der Luft zu verteioigen. In diesem gewaltigen Ringen fallen einem verschiedene Dinge auf. Vor allem stellt man fest, daß auch heute England zur Verteidigung seiner Insel erst eine sehr kleine Landarmee vesitzt. Die Flotte aber könnte umgangen werden. In zweiter Linie ist festzustellen, daß auch Frankreich nicht die Armeen besitzt, die zur Verteidigung seines Imperiums und insbesondere zur Verteidigung der Hauptstadt notwendig sind."
delskrieg" sei nun in deutsche Hände übergegangen.
Kleine politische Nachrichten.
Wie die englische Agentur „Exchange Telegraph" aus Rom meldet, hat die britische Botschaft allen in Italien weilenden britischen Untertanen den Rat erteilt, das Land auf schnellstem Weg zu,v erlassen.
Der Führer hat auf Vorschlag des Reichswirt» schaftsministers Funk den Ministerialdirigenten im Reichswirtfchaftsministerium Konrad G o t t s ch i« zum Präsidenten des Reichsaufsichtsamtes für das Kreditwesen ernannt
breiten Masse widersetzt sich, wie zahlreiche Aeuße- rungen erkennen lassen, jetzt noch stärker als blsher schon jeder aktiven Einmischung der USA. in den europäischen Krieg. Das Weiße Haus erhielt die Nachricht von der Kapitulation König Leopolds am Dienstag um 4.30 Uhr Ortszeit durch einen telephonischen Anruf des USA.-Botfchafters in Pa- ris, B u l l i t t. An den amerikanischen Börsen rief die Kapitulation Belgiens einen Kur srück- gang um mehrere Punkte hervor.
Niger als 40 Prozent des gesamten englischenJmports aus. Gerade als Einfuhr« und Derteilungshafen für Lebensmittel spielt Lon« don eine für die Ernährungslage des englischen Dol« kes unersetzliche Rolle. Die Möglichkeit einer Um« legung der englischen Einfuhr auf die west- und nordenglischen Häfen wird als gefährlich und unzu« länglich bezeichnet. Man verfüge an den in Frage- kommenden Plätzen nicht über die erforderliche» Lager- und Kühlhäuser. Außerdem lägen sie im Bereich der deutschen Flieger. Der „verschärfte Han»
gegenüber dem vermeintlichen britischen Abgott auftrat, spiegelte sich dann noch ein letztes Mal wider in dem Gesuch des belgischen Königs um Waffenstillstand. Dies in einem Augenblick, in dem es keine einzige praktische Voraussetzung mehr für einen Waffenstillstand, sondern nur noch Voraussetzungen für die bedingungslose Unterwerfung gab! \
So kam schließlich der Augenblick, in dem weite- s rer Widerstand der eingeschlossenen belgischen Armee i nur noch Selbstvernichtung gewesen wäre. Und in - diesem Augenblick, als der König allzu spät eine < Einsicht zeigte, die 18 Tage früher namenloses Elend hätte verhindern können, da bekam Belgien von seinen englischen und französischen Verbündeten den ; Fußtritt. Der französische Ministerpräsident Rey- ; naud hat in seiner Rundfunkansprache am gestrigen j Dienstag in unwürdigster Weise sich der peinlichen Aufgabe entledigt, dem französischen Volk die Ka- pitulatton der belgischen Armee bekanntzugeben. Ebenso wie Churchill im britischen Unterhaus konnte er seiner Enttäuschung über die Entwicklung der Kriegslage und seine Wut über den Zusammenbruch aller plutokratischen Hoffnungen nicht anders Ausdruck geben, als durch eine wüste Schimpfkanonade gegen den König Leopold, dessen Kapitulation er ohne Beispiel nannte, da sie gegen den Willen der belgischen Regierung und des belgischen Volkes und auch ohne Befragung der Verbündeten erfolgt sei. Herr Reynaud übersieht dabei geflissentlich, daß ein? „belgische Regierung" heute für keinen anständigen Menschen mehr existtert, denn dieses Häuflein geflüchteter Emigranten, die in London und Paris um ihre Sicherheit bangen, hat durch feine Flucht jedes Recht verwirkt, im Namen des belgischen Volkes zu sprechen. Wie das belgische Volk in Wahrheit denkt, das zeigt am bestell (ein loyales und anständiges Verhalten gegenüber den deutschen Soldaten. Die belgische Armee und ihr König repräsentieren das belgische Volk, dem in diesen Tagen tiefgehende Erkenntnisse aufgegangen sein dürsten. Und „ohne Beispiel" wagen politische Schaumschläger wie Churchill und Reynaud heute noch zu sagen! War denn nicht die schmähliche Flucht der Engländer und Franzosen aus Andalsn.es ein freilich beispiellos schimpflicher Verrat an ihren norwegischen Verbündeten? Und hatten die britischen Truppen nicht auch in Flandern wiederum alle Vorbereitungen getroffen, sich beizeiten in Sicherheit zu bringen, nur die ihnen völlig überraschend gekommene schnelle Besetzung der französischen Kanal- häfen und die Bomben der deutschen Luftwaffe haben es vereitelt, daß sie auch diesmal wieder ihre Verbündeten im Stich lassen konnten.
Um „Hilfe" zu bringen waren die Engländer in Belgien eingerückt. Aber wie sah diese Hilfe in Wirklichkeit aus? Das haben die Belgier überall da vor Augen, wo ihre britischen Verbündeten Zeit hatten, ihren Rückzug vorzubereiten, während die belgische Armee sich zur Deckung dieser Flucht verbluten durste. Englands einziger Beitrag zur angeblichen Befreiung Belgiens war die brutale Zerstörung des Landes. Sie haben verheert und verwüstet, schlimmer als gemeine Banditen. Sie haben mit sich gehen heißen, was nicht niet« und nagel-, fest war. Belgiens Kunstschätze, wertvolle Bilder und kostbare Geräte und andere Wertsachen haben sie in ihren Koffern via England auf den Weg gebracht. Was sie nicht mitschleppen konnten, steckten sie in Brand. So steht fest, daß die bedeutende Universitätsbibliothek in Löwen aus reiner Frivolität von den Engländern durch Feuer vernichte worden ist. Ueberall haben sie Belgiens Kulturgüter in sinnloser Weise zerstört. Als ein hoher deutscher Offizier zum Beispiel in einem belgischen Schloß sein Stabsquatier beziehen wollte, wurde er von dem Besitzer, einem früheren belgischen Offizier, durch die Räume geführt und sah hier die entsetzlichen Zerstörungen, die englische Truppen kurz zuvor angerichtet hatten. Der deutsche Genexal konnte sich davon überzeugen, daß in dem Hause die gesamte Inneneinrichtung kurz und
B erlin, 28. Mai. (DNB.) Der Oberst der Luftwaffe und Geschwaderkommodore L a ck n e r geriet vorübergehend in französische Gefangen- s ch a^t. Er gab darüber folgenden Bericht:
1. Das Flugzeug wurde in 4000 Meter in Gegend von Lens von Jagdflugzeugen in Brand geschossen, so daß Absprung notwendig wurde. Als der Fallschirm sich dem Boden näherte, wurde ich von etwa 1000 Meter ab bis zur Landung von allen Seiten mit Gewehrfeuer be- schossen. Die auf mich schießenden Truppen befanden sich nicht im Kampf, sondern in Ruhe, so daß mit Recht angenommen werden muß, daß dieses Schießen auf einen abspringenden deutschen Flieger und das nachträgliche unerhörte Auftreten dieser Truppen im Einverständnis mit den sie kommandierenden französischen Offizieren
Größte Aufmerksamkeit in USA.
Washington, 29. Mai. (Europapreß.) Die Kapitulation Belgiens wurde von der USA.-Presse in größter Aufmachung befanntgegeben. Sie hat in der Bevölkerung wie eine Bombe eingeschlagen. Als erste Auswirkung wird festgestellt, daß die Propaganda der West möchte durch diese Entwicklung in der militärischen Kriegführung vollständig zerstört sei. Die (Stimmung der
mung zu einer höheren Kommandostelle. Bei dieser Fahrt waren die zum TeU schwer verwundeten Flieger (u. a. ein Unteroffizier, der einen schweren Bauchschuß hatte und auf dieser Fahrt in meinen Armen gestorben ist) nicht ein- mal verbunden. Dafür hatte man mich mit Ketten an den jungen Kavalleristen a n ge s ch l o s s e n.
7. lieber die Behandlung in den französischen Lazaretten, in denen geradezu ein erstaunlicher Schmutz herrschte, kann nicht geklagt werden.
gez. Lackner,
Oberst und Geschwaderkommodore.
bestehen, und zwar im Wege der bedingungslosen Kapitulation? Sie hätten einen solchen Propheten wohl für einen Narren erklärt; denn hinter Belgien, nicht wahr, stand ja doch das große, für die Freiheit der Völker kämpfende England, desien Truppen — ebenfalls zweieinhalb Wochen nach dem 10. Mai — auf den belgischen Verbündeten genau so pfeifen wie auf Polen, Finnen, Norweger und Holländer und die keinen anderen Wunsch haben, als sich aus der tödlichen deutschen Umklammerung noch in letzter Stunde über den Kanal zu retten. Die völlige Verkennung der wirklichen Lage, wie sie ih dem belgischen Hürigkeitsverhältnis
Britische Agenten Hetzen in Amerika.
■Berlin, 28. Mai. (DNB.) Die Reichsregierung hat zuverlässige Meldungen, daß eine beträchtliche Anzahl britischer Geheimagenten des Secret/Intelligence Service in Mexiko, vor allem in der Nähe des Panama-Kanals einge=, troffen ist. Die Aufgabe dieser Agenten besteht darin, Zwischenfälle zu inszenieren, Sabotageakte zu verüben, die dann Deutschland in die Schuhe geschoben werden sollen. Die verzweifelte englische Regierung glaubt offenbar, durch diese Mittel das amerikanische Volk in eine Angst- und Haß-Psychose gegen Deutschland hineinmanöv- rieren zu können. Das Schlagwort von der „F ü n f- t e n Kolonne", das seit aeraumer Zeit von der englischen Propaganda in Amerika benutzt wird, soll im amerikanischen Volk die Aufregung und Angst erzeugen, die die englischen Kriegshetzer für ihre Machenschaften benötigen.
Ein typischer Vorfall wird aus dem Rio-Texas in der Nähe der mexikanischen Grenze gemeldet, wo am 22. Mai angeblich drei „Nazi-Agenten" mit dem Hakenkreuz gekennzeichnete Propagandaliteratur verteilt und die amerikanische Flagge beschimpft haben sollen. Der Zwischenfall wurde von einer gewissen amerikanischen Presie zu einer üblen Hetze gegen Deutschland ausgeschlachtet. Feststellungen der amerikanischen Nachrichtenagentur International News Service ergaben die völlige Haltlosigkeit dieser Behauptungen, es bleibt von dem ganzen aufgebauschten Vorfall lediglich ein Anhänger einer religiös-fanatischen Sekte „Propheten von Jehova" übrig, der auf Grund seiner pazifistischen Einstellung der amerikanischen Flagge den Gruß verweigert hat.
Solche Vorfälle werden täglich von der britischen Propaganda benutzt, um die Beziehungen zwischen dem amerikanischen und dem deutschen Volke zu vergiften. Dem gleichen Zweck dienen auch die von britischen Korrespondenten amerikanischer Zeitungen in Mexiko fabrizierten Meldungen über den angeblichen ,Lustrom als Touristen verkappter Gestapo-Agenten" nach Mexiko. Diese Propaganda wurde in Mexiko als derartig aufdringlich empfunden, daß Präsident C a r i> e n a s es für notwendig erachtete, der immer mehr steigenden Beunruhigung seines Volkes durch die Erklärung entgegenzutreten, daß von einer „Fünften Kolonne" keine Rede sein könnte. Trotz dieser Haltuna klarblickender Staatsmänner wird man in ganz Amerika weiterhin damit rechnen müssen, daß die britische Propa- Iganba kein Mistel und kein Verbrechen scheuen wird, um ihr Ziel, die Erzeugung einer antideutschen Kriegsstimmung hn amerikanischen Volk, zu erreichen.
Berlin, 28. Mai. (DNB.) Die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika hat durch ihre Botschaften den Regierungen der kriegführenden Länder amtlich mitgeteilt, daß der amerikanische Dampfer „President Roosevelt" am 24. von Neuyork nach Galway in Irland abgefahren ei, um amerikanische Staatsbürger aus Europa abzuholen. Die amerikanische Regierung gab der Erwartung Ausdruck, daß das unbewaffnete Schiff, das nicht im Konvoi fährt, nachts erleuchtet und als amerikanisches Schiff be» anders gekennzeichnet sei, von Maßnahmen der Streitkräfte der kriegführenden Mächte nicht behelligt werde.
Die Reichsreaierung hat der amerikanischen Botschaft in Berlin darauf folgendes mitgeteilt: Schiffe, die die Fahrten in der von der amerikanischen Regierung bekanntgegebenen Weise durchfüyren, sind entsprechend den Grundsätzen der deutschen Kriegführung keinerlelGefähr- düng durch deutsche Streitkräfte ausge- etzt. Im Hinblick darauf, daß dieses amerikanische Schiff Kriegszonen durchfahren wird, di? sonst von amerikanischen Schiffen gemieden werden, hat die deutsche Regierung ihre Streitkräfte von der beabsichtigten Fahrt des Dampfers unterrichtet und strikte Befehle erteilt, daß derselbe ohne jede Behinderung seine Fahrt durchführen kann. Im übrigen befinden sich auf der von dem Damp- er auf der Hin- und Rückreise eingeschlagenen Route keine deutschen Streitkräfte. Irgend eine Gefährdung des amerikanischen Schisses von deutscher Seite ist daher ausgeschlossen.
Die Reichsregierung hat aber darüber hinaus die amerikanische Botschaft aus Nachrichte nhin- gewiesen, die bereits in der Presse Eingang gesunden haben und die sich mit gewissen, der Reichsregierung zugegangenen Informationen decken, wonach von den Regierungen der im Kriege mit Deutschland befindlichen Länder ein Anschlag auf den „President Roosevelt" geplant und vorbereit et wird. Angesichts der Tatsache, daß die Feinde Deutschlands aus durchsichtigen Motiven bereits zweimal versucht haben, durch Anschläge auf Dampfer mit amerikanischen Passagieren und Zuschiebung der Schuld hieran auf Deutschland, die deutsch-amerikanischen Beziehungen zu stören, hat die Reichsregierung die Vereinigten Staaten auf diese Nachrichten aufmerksam gemacht. Sie hat dabei der Erwartung Ausdruck gegeben, daß die amerikanische Regierung, die selbst ja das größte Interesse an der Erhaltung des Lebens ihrer Staatsbürger hat, daher auch ihrerseits zur Vermeidung einer Störung der deutsch-amerikanischen Beziehungen alles tun wiro, um durch entsrpechende Maßnahmen solche verbrecherischen Pläne der Gegner Deutschlands zu vereiteln.
Die Saat des Hasses, der Lüge und der Der» leumdung, welche die plutokratischen Kriegshetzer mit Vorbedacht in die Seelen ihrer Völker gesenkt haben, beginnt furchtbar aufzugehen. Weder der Durchschnittsfranzose noch der Durchschnittsengländer reist gerne, und wenn er schon ins, Ausland kommt, so besitzt er nicht die Fähigkeit, aus seiner eigenen engen Gedankenwelt cherauszutreten und die geschauten Dinge und Menschen in ihrem Wesen zu erfassen. Jahrelang, ununterbrochen ist nun auf das ahnungslose englische und französische Volk das Trommelfeuer der Hetzpropaganda niedergegangen, ein Trommelfeuer, das sich während der letzten Kriegsmonate zu einem wahren Furioso von Verleumdungen gesteigert hat. Der be- schränkte Verstand dieser Völker, der noch verdunkelt wurde durch planmäßig gezüchtete Haßgefühle, sah in dem Deutschen nur noch den Unmenschen, den Barbaren, den Satan. Sa kam, was kommen mußte und was die jüdischen Drahtzieher hinter den Kulissen durch ihre allerletzte Greuelkampagne noch verstärkt provoziert haben: es tarnen d i e wirklichen Greuel, begangen durch französische Soldaten und Zivilisten. Deutsche Fallschirmjäger werden gelyncht, deutsche gefangene Flieger ermordet, deutsche Rote-Kreuz-Lazarette angegriffen, deutsche offene Städte bombardiert. Täglich, ftünb- lich wächst die Reihe dieser Greueltaten, die einen immer scheußlicheren Charakter annehmen. Und schon muß man sich fragen, ob die französische Grausamkeit, die im Blutbad der Bartholomäusnacht und in den grauenhaften Exzessen der französischen Revolution ihre Triumphe feierte, diese Tradition nun erneuern will, ob sie uns Deutschen etwa ein zweites Bromberg bereiten will. Möchten die Pariser Kriegsverbrecher das polnische „Beispiel" wiederholen? Dann sollen sie aber auch an die Konsequenzen denken, die daraus für Polen entstanden find' und die für Frankreich nickt anders aussehen würden. Das deutsche Strafgericht ist unerbittlich, es kommt und trifft jeden, der, seine nationale Würde und die Regeln eines anständigen Kampfes vergessend, auf die Stufe des Verbrechertums herabsinkt. * H. Ev.
Unmittelbar hinter den deutschen Frontlinien in Belgien wird an Hand einer Karte dem Generaloberst von Reichenau Meldung über die Gefechtslage erstattet. — (PK.-Kipper-Scherl-M.)
Operationsbasis gegen Deutschland.
Deutsche Luftwaffe drosselt Londons Handelsverkehr.
Kopenhagen, 27. Mai. (Europapreß.) Die ersten planmäßigen deutschen Flieger-Angriffe auf süd- und südostenglische Flughäfen wer« den in der dänischen Presse als eigentlicher Auftakt zum entscheidenden Kampf gegen England angesehen. — „Politiken" schreibt: Für die deutschen Armeen existieren heute keine Entfernungen mehr. 2Benn die ganze Kanalküste in deutscher Hand ist, hat man eine Operationsbasis gegen England geschaffen, die heute viel bedeutungsvoller ist als je zuvor. Jeder Handelsverkehr über die Themse nach London läßt sich von hier aus drosseln, und dieser Verkehr macht nicht we«


