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Nach der Waffenstreckung des belgischen Heeres.
Mit erhöhter Kraft zur Vernichtung der Hauptschuldigen. — Die Schlacht in Flandern auf dem Höhepunkt. — Nördlich Valenciennes die Grenzbefestigungen durchbrochen.
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Der Beschluß des belgischen Königs findet in der italienischen Presse volles Verständnis. „Giornale d'Italia" bezeichnet den Entschluß des Königs Leopold als einen Akt hoher pdlitischer und menschlicher Klugheit Der König habe seinem Volk unnütze Blutopfer ersparen wollen. Er habe ferner einge- sehen daß die Westmächte weniger darauf bedacht waren, die Unabhängigkeit und die Zukunft Bel- aiens zu verteidigen, als vielmehr alle seine Hilfsmittel an Menschen, Waffen und Geld zu opfern, um ihre eigenen Kräfte zu schonen und ihr eigenes Gebiet und damit ihre Imperien zu verteidigen. Zweifellos fei der König zu seinem Entschluß auch durch das Verhallen der Engländer bestimmt worden, die nur allzu deutlich ihre Absicht verraten hätten, sich über das Me/r in Sicherheit su bringen^ Entgegen den Behauptungen
nationalsozialistische Wehrmacht in besonderem Maße mit modernen und schweren Waffen ausgerüstet wurde, die zur Unterstützung der stürmenden Infanterie dienen. Aber den Sturmangriff selber können weder Geschützsalven noch Fliegerbomben noch Panzergranaten ersetzen. Was die Luftwaffe durch ihre vernichtenden. Bombardements gerade am 27. Mai vorbereitete, das mußte der stürmende Infanterist erst vollenden, und dabei ergaben sich dann wieder solche einzigartigen Leistungen wie die Erledigung einer ganzen feindlichen Artillerie-Gruppe im Nahkampf, wie die Vernichtung von neun feindlichen Panzern durch den Schützen Bringforth. Es ist wohl nicht zuletzt der furchterregende Eindruck des deutschen Infanterie- sturmes gewesen, der die feindlichen Truppen zum Rückzug und die belgischen zur Kapitulation zwang.
Englische Angstmaßnahmen.
Mailand, 28. Mai. (Europapreß.) Die Londoner Polizei hatlöOOweiblicheEmigran- ten verhaftet und in ein Konzentrationslager gebracht. Das Gebäude von Scolland Yard wurde mit einem Drahtverhau umgeben und in der Nähe wurden spanische Reiter bereitgestellt. Ebenso ist 'das Informationsministerium in ein halbes Fort verwandelt worden. Barrikaden und Drahtverhaue mit Wachtposten umgeben es nach allen Seiten^
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Erscheint täglich, außer ionntags und Feiertags eilagen: Die Illustrierte
hird) Sondermeldung bekannlgegeben, die bel- §Ssche Armee unter Führung ihres Königs in <tärfe von etwa 4—500000 Mann die Waffen
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Eine Lagekarte zu der großen Schlacht in Flandern, gezeichnet nach dem Stand vom Dienstag. Die gerasterten Linien veranschaulichen den Verlauf der deutschen Front und lassen erkennen, daß die eingeschlossenen feindlichen Armeen auf immer engerem Raum zusammengedrängt werden. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
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Größtes Aufsehen in Italien.
Volles Verständnis für den Entschluß König Leopolds. - Weitgehende Folgen erwartet
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In einem Feldzug von genialer Einzigartigkeit inb nach dem Zusammenbruch der belgischen Mrmee Ke eingeschlossenen englischen und fran3ofi|a)en Gruppen in eine Lage gebracht worden, die ihnen mr noch zwei Möglichkeiten läßt: entweder wie Ke Belgier bedingungslos die Waffen zu strecken und damit schwerwiegendste Folgen für den englischen Krieg heraufzubeschwören oder aber mm- urisch vernichtet zu werden. Die Folgen m legrerem Fall dürften sich von denen des ersten Faues luum unterscheiden.
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An der Südfront wurden einzelne, mit Pan- em geführte feindliche Angriffe an der unteren £omme abgeroiefen. Dabei wurden 30 feinb- üche Panzer vernichtet, allein neun hiervon iiurch den Schützen Bringforth. Südlich Garignan wurden unsere Stellungen verbessert und harte feindliche Gegenangriffe abgewiesen. Die Verluste des Gegners in der Luft betrugen gestern iisgesamt 91 Flugzeuge. Davon wurden im Luft- Inmpf 63, durch Flakartillerie 11 abgeschossen. Auf mein Flugplatz wurden 15 Flugzeuge am Boden ^rstört. 2.3 deutsche Flugzeuge werden vermißt.
Auch im nördlichen Norwegen griff die Luftwaffe mit Erfolg an. 3n Vodü wurden em Sender zerstört, ein zweiter stark beschädigt, zwei Endliche Flugzeuge abgeschossen.
Deutsche Schnellboote vernichteten, wie schon iurch Sondermeldung bekannlgegeben, vor der belachen Küste einen britischen 3erstörer imb ein feindliches U-Boot. 3n der Nacht ium 28.2Uai gelang es einem Schnellboot, auch isoch einen schwer beladenen feindlichen Transporter von 3000 Tonnen zu versenken.
Die englische Luftwaffe setzte ihre planlosen Angriffe auf nichtmilitarifche Ziele in Nord- und West- »Lutschland fort Mehrere Zivilpersonen wurden ge-
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Führerhauptquartier, 28. Mai. (DNB.) ter König der Belgier hat, um dem weiteren Blut- «irgießen und der völlig zwecklosen Zerstörung seines l«ndes Einhalt zu gebieten, feinen bereits von uns fanntgegebenen Entschluß, die Waffen zu strecken, entgegen dem Wunsch der Mehrheit s-ines Ministeriums gefaßt. Dieses Ministe- rum, das hauptverantwortlich ist für die über Bellen hereingebrochene Katastrophe, scheint auch jetzt x willt zu sein, seinen englisch-französischen Auftrag- c bern weitere Gefolgschaft zu leisten.
Der Führer hat angeordnet, daß dem König der Algier und feiner Armee gegenüber jene Einstellig gewahrt wird, auf die tapfer kämpfende Sol- tifen Anspruch erheben können. Dck der König der Algier für sich persötilich keinen Wunsch geäußert fcit, wird ihm bis zur Festlegung seines endgültigen Vohnsihes zunächst ein belgisches Schloß zum Auf- nthalt angewiesen. Die Gesamtzahl der von der Kapitulation betroffenen belgischen Verbände dürfte cne halbe Million Mann umfassen. Die beulten Armeen werben nunmehr mit erhöhter Kraft d< Vernichtung der Hauptschuldigen anstreben.
Der Wehrmachlsberichl vom Dienslaa.
Führerhauptquartier, 28.Mai. (DNB.) '«iS Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: !Die große Schlacht in Flandern und Kn Artois hat ihren Höhepunkt erreicht. 3m «Harfen Angriff brachen unsere Truppen zum Teil rbitterten Widerstand und drängten die eingeschlos-
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Rom, 29. Mai. (Europapreß.) Die Nachricht von ber debingungslosen Wafsenstreckung bes belgischen Heeres hat in Italien ungeheures Aufsehen erregt. Besonders starken Einbruck machte bie Tatsache, baß König Leopolb persönlich bie Kapitulation seines Heeres angeboten, unb baß er sich durch biese mutige Tat von ben Westmächten gelost hat. Das Schicksal ber französischen unb britischen Streitkräfte die noch in bem norbfranzösischen „Sack" kämpfen, sieht man nunmehr als besiegelt an. Man rechnet nach ben letzten Nachrichten aus Lonbon unb Paris bereits mit ber unmittelbar bevorstehenden Waffenstreckung auch dieser Truppen, deren Lage in den Hauptstädten ber Westmachte als völlig hoffnungslos beurteilt werde. Der „Corriere della Sera" betont, mit ber Kapitulation ber belgischen Armee breche ber letzte Eckpfeiler ber Westmächte in Flanbern zusammen. Sowohl bas britische Expebitionskorps als auch bie französische Norbarmee unter General Blancharb gerieten in eine verzweifelte Lage. Schon rechne man mit ber Möglichkeit, baß sich auch bie englischen unb französischen Truppen im Narben e r - geben müßten, soweit sie s i ch n i ch t u b e r b a s Meer retten könnten. Diese Flucht aber würbe im Hinblick auf bie unaufhörlichen beutschen Fliegerangriffe auf bie Transportschiffe kein leichtes Unternehmen sein.
Die Vergeltung.
Neuer Lorbeer umkränzt bie Fahnen unsres Heeres. Unter ben schweren Angriffen ber beutschen Wehrmacht ist bie gesamte belgische Armee zusammengebrochen. Der im Verbanb bec Briten unb Franzosen an ber Spitze seiner Sol- baten kämpfenbe König ber Belgier hat bie Aus- sichtslosigkeit eines ferneren Wiberstanbes eingesehen. Er hat bas unenbliche Leib, bas bie Kettung an bie6 Plutokraten über fein Lanb gebracht hat, nicht noch burch bie völlige Auslöschung ber belgischen Volkskraft vermehren wollen, nachbem sich gezeigt hatte, baß bie Hoffnung auf eine erfolgreiche Hilfe burch bie Englänber unb Franzosen vergeblich war unb biese selbst mit ber belgischen Armee im Raume von Flanbern unb Norbfrank- reich eingekreist worben waren. Nachbem beutsche Tapferkeit bie belgischen Barrieren überrannt, bte Eckpfeiler ber Maasbefestigung genommen, bie stärksten Befestigungen ber Welt, Lüttich unb Namur, zum Einsturz gebracht hatte, nachbem bie Hauptstadt Brüssel in bie hanb ber Deutschen geraten unb ber größte Hafen, Antwerpen, genommen war, hatte sich bas belgische Heer tapfer kämpfenb in ben flanbrischen Winkel zurückgezogen. Dort stand es in aussichtsloser Lage. Sollte bas Heer, bie Verkörperung bes eigentlichen flämischen unb wallonischen Volkes, vernichtet, Flamlanb enbgülhg im sinnlosen Kampfe zerstampft werben? Es gab keine anbere Aussicht mehr, sich biesem Geschick du ent- ziehen, als bie völlige Kapitulation. In ber Nacht zum 28. Mai, achtzehn Tage nach bem Einmarsch ber Deutschen, hat ber König mit seinem Heer bedingungslos kapituliert. Rund eine halbe Million Belgier streckten bie Waffen, lieber ganz Belgien wehen jetzt beutsche Kriegsflaggen.
«neu feinblichen Armeen auf immer engeren Kaum ifammen, in dem auch die Luftwaffe mit starken iräften vernichtend wirkte. Gegen bie belgische Ar- nee gewannen wir nach harten Kämpfen schnell loden und stehen zehn Kilometer vor Brügge mb vor Thourout. Thielt wurde durch- hritten und die dort befindlick)e starke feindliche rlilleriegruppe im Nahkampf gestürmt. 3n Er- knntnis dieser hoffnungslosen Lage hat, wie schon
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Mit ber Kapitulation bes belgischen Heeres hat bas belgische Drama in biesem englischen Kriege seinen Höhepunkt unb bamit einen gewissen äußeren Abschluß gefunben. Dieses Drama, heraus- beschworen von Englanb, Frankreich unb ber geflüchteten früheren belgischen Regierung, märe ohne weiteres zu vermeiden gewesen. Schulb unb Vermeibbarkeit biefcr Schulb finb ausführlich in ben beutschen Memoranben vom lO.Mai festgehalten. Dort war ausbrücklich bie Begünstigung ber englisch-französischen Angriffspläne burch Belgien fest- gestellt, und es würbe betont, baß Wiberstanb m 11 allen Mitteln gebrochen werben würbe, wenn bie beutsche Wehrmacht nunmehr bas Land mit kriegerischen Mitteln in bie böswillig unb leichtfertig verlassene Bahn ber Neutralität zurückzwingen mußte. Was bieser Ausbruck „mit allen Mitteln' heißt haben nicht bie verantwortungslosen belgischen Politiker ber früheren Brüsseler Regierung, um so mehr aber bas Lanb unb bie belgische Armee zu spüren bekommen.
Es ist nicht näher bekannt, wie ber belgische König innerlich über die verbrecherische Verstrickung seines Lanbes in bie englisch-französische Katastrophenpolitik dachte. Gleichviel, Belgien war tm Besitz einer verpflichteten beutschen Sicherung — und hat sich trotzbem mit allen seinen militärischen Kräften an ber Verschwörung der Westmächte gegen Deutschland deteiligt.Es hat alle Folgen dieser um verantwortlichen Handlungsweise tragen müssen. Was hätte die geflohene frühere Regierung, was hätte ber König wohl gesagt, wenn man ihnen angekündigt hätte, baß die belgische Wehrmacht zweieinhalb Wochen nach Beginn des deutschen Vormarsches bereits aufgehört haben würde, zu
achen erkennen lassen, aus denen ber Zusammenbruch bes Feinbes im flanbrischen Kessel hervorging. Er sprach von bem scharfen Angriff burch ben unsere Truppen ben zum Teil erbitterten Wiberstanb ber eingeschlossenen feinblichen Armeen brachen. Ein solcher Angriff, ber auf bem Höhepunkt ber Schlacht letztlich über Sieg ober Nieberlage entscheibet, aber würbe zu allen Zeiten vom Fußvolk durchgeführt, So ist es auch in ber Flanbernschlacht 1940. Die beutsche Infanterie hat sich wieberum als bie Königin bes Schlack;tfelbes erwiesen, sie hat — nach unaeheüren Marschleistungen unb Strapazen — im todesmutigen Angriff bie Gegenwehr bes Feinbes zerbrochen, ste hat ben Nahkampf gesucht unb babei auch schwere Opfer gebracht. Diese Aufgabe ber enbgültigen Ueberroinbung bes feinblichen Wiberstanbes im
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finbe. „Für Frankreich' bedeutet bie belgische Kapitulation nicht mehr unb nicht weniger als ein Unglück. Die Lage für bie Westmächte ist so ernst wie sie nur sein kann. Die Initiative liegt nach wie vor in beutscher hanb."
In Kopenhagen bezeichnet man bie Kapitulation als insofern bebeutungsvoll für ben Abschluß ber Kämpfe, als bamit bie gesamte Küsten- ftrcde von Calais bis Zeebrügge mit einem Schlag in beutschen Besitz gelangt. Das Schicksal ber eingekesselten Franzosen unb Englänber müsse als e'ntschieben angesehen werben. Alle Trümpfe seien in beutscher hanb. „Dover unb bie Kriegs- Häfen Chatham unb Sherneß liegen heute i m Feuerbereich ber beutschen Geschütze', erklärt „Politiken", „hier kommt kein hanbelsschiff mehr burch, kaum vielleicht ein größeres Kriegs- schiff. Der englische hanbel muß sich anbere Verkehrswege suchen, über Glasgow unb Liverpool gelenkt werben unb bort hat bie beutsche U-Boot- Waffe bessere Entfaltungsmöglichkeiten als anbers- wo. Das Kopenhagener „Ekftrablabet" weist befon- bers baraufhin, baß bie Ausschaltung ber belgischen Armee eine Konzentrierung aller beutschen Kräfte gegen bie Englänber unb Franzosen ermögliche, „sofern biese nicht ebenfalls ben einzig vernünf. Ligen Ausweg ber Kapitulation wählen sollten. Der römische Vertreter von „Berlingske Aftenavis'^ gibt feiner Ueberzeugung von einer „Beschleunigung bes Aktionsplanes, ben Italien zur Erreichung seiner Ziele gefaßt hat" Ausbruck.
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' Gegen die umschlossenen Engländer und Franken geht der Kampf weiter. Nördlich Va- Isnciennes haben unsere Truppen in breiter ront die starken französischen Grenzbefestigungen durchbrochen und westlich Valenciennes j en Scheldekanal überschritten. Or- tides und Douai find genommen. An dem Er- : !*(g ist der Kommandeur eines 3nfanterie-Vatail- h.ns, Major Voehme, hervorragend beteiligt. Lud) von Westen her wurde an der ganzen Front ler Feind zurückgeworfen. La Vaffee, Mer- litte, hazebrouck und V o u r b u r g - V i l l e nd in deutfcher Hand. Die Luftwaffe belegte üie nach Zeebrügge, Nieuport, Ostende und Dün- irchen führenden Straßen und Eisenbahnlinien, die kiafenanlagen sowie die in den Häfen liegenden Schiffe mit Bomben. 3n Dünkirchen ist die hafen- irücke zerstört worden. Zwischen Ealais und Dover «hielt ein feindlicher Zerstörer einen schweren
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Reynaubs unb ber Pariser unb Londoner Rundfunksender habe König Leopold niemanden verraten.
In der „Tribuna" tritt Staatsrat Gualielmotti ebenfalls ben Anschulbigungen entgeaen, die Rey- naub gegen König Leopolb erhoben hat. Die Darstellung, baß bie belgische Waffenstreckung eine ber Ursachen bes Zusammenbruchs bes Wiberstanbs im Narben wäre, sei völlig falsch. Vielmehr sei bie belgische Kapitulation die e r ft e Folge bes siegreichen Kampfes, in dem bie Deutschen über eine Million Solbaten ber Westmachte in offenem Felde nach einer zwanzigtägigen gewaltigen Schlacht geschlagen hätten. Statt zu flüchten und sich unter die übrigen Opfer ber britischen Garantien zu mischen, sei König Leopolb a n ber Spitze seiner Truppe geblieben. Das belgische Volk werbe wohl seine Schlüsse aus bem Verhalten ber Westmächte ziehen, bie es, nachdem sie es geopfert hätten, nun auch noch be- leibigten. Jedenfalls werde bie belgische Kapitulation ernste militärische unb psychologische Folgen haben.
Das Echo im Norden.
Die ernstesten Prognosen für England.
Stockholm, 28. Mai. (Europapreß.) Die Kapitulation Belgiens wirb von ber schwebischen Presse gls unermeßlicher beutscher Gewinn unb als Erhöhung ber Englanb brohenben Gefahr gewertet. „Der Weg zu ben Kanalhäfen ist offen unb bie Aktionsmöglichkeiten für bie eingekreisten französischen unb englischen Armeen finb weiter begrenzt worben", schreibt „Nya Dagligt Allehanba . Das Blatt erwähnt bie Bebrohung ber englischen Sübküfte burch roeittragenbe beutsche Artillerie unb ben Einsatz ber beutschen Luftwaffe, bie nunmehr bas Inselreich von Bergen im Norben unb von Calais im Süben anfliegen könne. „Darüberhin- aus ist bie beutsche Unterseebootflotte bereit zu einem Vernichtungskrieg zur See." Aus bem von Ministerpräsibent Reynaub gegen ben König ber Belgier angeschlagenen Ton schließt bas Blatt auf bie Verzweiflung, in der stch auch Frankreich be-
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