Gietzener Anzeiger
Donnerstag, 29. Zebruar I9$O
190. Jahrgang lir.5| Erscheint täglich, anher Sonntags und feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Kmmlkenblätter HeimatimBild -DieScholle Monats-Bezugsvreis: SHt4gelingen .RM.1.95 ?bneIllustrierte „ 1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt
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General-Anzeiger für Oberhessen Eiehen, Lchvlstratze 7-y
zusammenge
schlossen,
um den Führer geschart.
die englische Presse, den
Artikel geben lassen, wenn Feststellung der Wahrheit
Lord Kemsley meinen sie an dieser meiner zweifelt.
Dieser Artikel für
Wenn wir seinen Namen im Herzen tragen, dann werden uns allen die Lasten des Krieges leichter und seine Sorgen erträglicher. Dann fassen wir an, Arbeiter, Bauer und Soldat, fester und härter als je zuvor. Die, die für das Reich fallen, sind nicht tot, sie schlafen nur. Und derweil wir kämpfen und arbeiten, warten sie. Sie haben ihr Teil getan; sie brachten für ihr Volk das größte Opfer, das ihres Lebens. Haben sie nicht ein Recht, von uns zu fordern, daß wir unsere Herzen täglich in beide Hände nehmen und gläubig gehorchen und dienen, auf daß das Reich bleibe und wachse und niemals vergehe!
Schluß mit -er plutokratischen Welttyrannei!
Neichsminifter Dr. Goebbels sprach in -er Stadt des Westfalischen Friedens.
festen Gemeinschaft
Das Wirtschaftsabkommen mit Norwegen.
Der Abschluß des deutsch-norwegischen Wirtschaftsabkommens vom 23. Februar beweist, daß Deutschland entschlossen ist, mit den neutralen Nordländern in engen wirtschaftlichen Beziehungen zu bleiben und ihnen die wirtschaftlichen Leiden des von England heraufbeschworenen Krieges so erträglich wie möglich zu machen. Im Gegensatz zu Deutschland hat sich Großbritannien bisher noch nicht bequemt, Norwegen und anderen nordeuropäischen Ländern annehmbare Wirtschaftsvorschläge zu machen. Die Verhandlungen ziehen sich bereits länger als ein Vierteljahr hin.
Deutschland war an der norwegischen Ausfuhr im Jahre 1938 zu 15 v. H., an der norwegischen Einfuhr mit mehr als 18 v. H. beteiligt. In der norwegischen Ausfuhr nahm Deutschland hinter Großbritannien den zweiten PI a tz, in der norwegischen Einfuhr vor Großbritannien den ersten Platz ein. Es würde aber von der außenwirtschaftlichen Lage Norwegens kein richtiges Bild geben, wenn man'allein die Warenbewegung ins Auge faßte. Norwegen hat regelmäßig einen sehr hohen Einfuhrüberschuß, nämlich im Jahre 1938 in Höhe von 402 Millionen Kronen und im Jahre 1939 sogar in Höhe von 553 Millionen Kronen. Es sind nicht die Erträge ausgeliehener Kapitalien, die dem seefahrenden skandinavischen Land einen Ausgleich in der Zahlungsbilanz ermöglichen; vielmehr sind es die Einnahmen aus lieber» seetransporten, die den Fehlbetrag im reinen Warenverkehr decken. Norwegen hatte Anfang Dezember 1939 eine Handelsflotte von 4,77 MilUonen Tonnen und stand damit unter den seefahrenden Ländern der Erde an dritter Stelle. Dabei muß man in Betracht ziehen, daß Norwegen eine Bevölkerung von noch nicht einmal 3 Millionen Menschen aufweist.
Sieht man sich den Außenhandel der nordeuropäischen Länder seit der britischen Kriegserklärung an Deutschland an, so findet man bei den meisten dieser Länder eine ziemlich gleichartige Entwicklung. 23an August auf September 1939 hat sich die Einfuhr der meisten nordeuropäischen Länder beträchtlich vermindert, nämlich bis zu 50 v. H. Eine Ausnahme macht Mein Norwegen, dessen Einfuhr mit Kriegsauslbruch stark steigende Tendenz gewann, und im November 1939 den letzten Friedensmonat, August 1939, um nicht weniger als 65 v. H. übertraf. Erst der Dezember brachte einen
Pressechef erklärte: „Vor einigen Tagen hat sich der englische Presselord Kemsley bemüßigt gefühlt, mich in der englischen Presse und im Rundfunk anzugreifen. Ich hatte noch wenige Wochen vor Kriegsausbruch, als er mich in Deutschland besuchte, mit ihm einen umfassenden Arükelaus- tausch zwischen Deutschland und England vereinbart, der beiden Völkern die gegenseitigen Anschauungen zum Zwecke besseren Verstehens vermitteln sollte. Ich sandte meinen autorisierten Artikel, der den Titel „Der Preis des Friedens" trug, am 17. August 1939 nach England. Lord Kemsley ist mir seinen Artikel schuldig geblieben. Stattdessen glaubte dieser ehrenwerte Lord seinen Mangel an Fairneß hinter heuchlerischen Verbrehungen verstecken zu können. Mit typisch englischer Dreistigkeit erklärt dieser ehrenwerte Lord seinen Hörern: „Mein Ziel war, den Frieden zu retten, ihre Politik (die Politik der Deutschen) ging auf Krieg. Und sie durften nicht zulassen, daß ihr Volk die Wahrheit erfährt."
Wir fragen Lord Kemsley: Wenn es sein Ziel war, den Frieden zu retten, warum sandte er mir seinen Artikel nicht und warum druckten seine Zeitungen in England denn meinen Artikel nicht ab? Ich habe bereits über den Rundfunk der englischen Presse mitteilen lassen, sie möge sich von
schen Staat, dessen Struktur bis ins Letzte durchgebildet ist. Die bestfunktionierende Organifaüons- maschinerie, die überhaupt nur denkbar ist, gibt dem Reich und dem Volk den inneren Zusammenhalt.
Wir wissen alle genau, was man mit uns machen würde, wenn man uns noch einmal zu Boden zwänge. Es gibt bei uns keine Unklarheit mehr. Die deutsche Nation wird mit der plutokratischen Deittyrannei Schluß machen!" Dr. Goebbels behandelte dann die besonders wichtigen Aufgaben, die die nationalsozialistische Bewegung in der heutigen Zeit zu erfüllen hat, und die sie in bewundernswerter Weise neben ihrem großartigen Einsatz an der Front auch erfüllt: „95 v. H. aller Hitler-Jugendsührer stehen heute in der Wehrmacht. 400 Hitler-Jugendführer sind allein im Polenfeldzug gefallen. 68 v. H. der nationalsozialistischen SA.-Männer stehen in den Reihen der Wehrmacht, und zwar in direktem Einsatz. Von 38 Gruppenführern der aktiven SA.-Whrer stehen 32 im Felde. Von 16 Kriegsblinden aus dem Polenfeldzug liegen allein in einem Berliner Lazarett fünf SA.-Angehörige und 2 Angehörige der HI. Die ff ist in weitestem Umfange sowohl am Feld zu g in Polen beteiligt gewesen als auch beim Einsatz an der Westfront. 713 ihrer Kameraden sind im Polenfeldzug gefallen. Die Partei hat also auch auf diesem Gebiet ihre Pflicht getan und ist entschlossen, sie auch weiter zu tun. Es ist das so selbstverständlich, daß es gar keiner besonderen Betonung bedarf.
Weiter schilderte Dr. Goebbels, wie das deutsche Volk in der Zeit des Wartens mit unbändigem Vertrauen ruhig und selbstsicher auf den Führer schaut/„Für uns alle in der Heimat wie an der Front aber gilt der Satz: in Bereitschaft sein ist alles." Der bisherige' Gang der Ereignisse habe uns durchaus recht gegeben: Die Voraussetzungen, unter denen mir diesen Krieg führen und gewinnen werden, sind die denkbar günstigsten. Ernährungsmäßig sind wir vollauf gesichert. Unsere Wirtschaft ist konsolidiert; sie versorgt uns alle mit den nötigsten Rohstoffen und Fertigprodukten.
Unsere Rüstungsindustrie arbeitet auf Hoch
touren, es ist fo, wie der Führer schon in seiner jüngsten Sportpalastrede seststellte: „Wir haben in den vergangenen fünf Ittonafen nicht geschlafen."
Klar und unmißverständlich sprach Dr. Goebbels dann über die Stellung der neutralen Staa- t e n. Deutschland weise es weit von sich und denke nicht daran, von ihnen etwa nach dem Muster des Herrn Churchill zu verlangen, daß sie aktiv und mit militärischen Kräften auf der Seite Deutschlands in diesen Krieg eingreifen sollten. Aber es scheine doch notwendig, den Begriff der Neutralität in diesem Krieg in seiner edjten Bedeutung wiederherzustellen. Nicht einverstanden könnten wir uns mit einer Definition erklären, die nur von einer militärischen, nicht auch von einer politischen Neutralität wissen wolle. Ein in die Augen springender Gegensatz zwischen der Neutralität eines Staates und der Neutralität feiner öffentlichen Meinung dürfe nicht bestehen, und so genüge es keineswegs, daß etwa die Regierung eines neutralen Staates ihre neutrale Haltung in diesem Kriege bekanntmache, während die öffentliche Meinung Schimpf-Freiheit habe. Neutral sein heiße, sich in jeder Beziehung aus dem Konflikt herauszuhalten.
„Fest fußend auf der Lehre des politischen Glaubensbekenntnisses eines Carl von Clausewitz, das im Nationalsozialismus späte Gestalt fand, stehen wir heute", so schloß Dr. Goebbels, „in einer
Wiesbaden, 28. Februar. (DNB.) Am Mittwoch begann in Wiesbaden eine Kriegstagung der deutschen Presse, an der außer den Vertretern der Propagandakompanien auch die Hauptschriftleiter und Vertreter der Verlagsleitungen der deutschen Tageszeitungen aus allen Gauen teilnahmen. Die Tagung wurde eröffnet von Ministerialrat Fritzsche, der nach der Begrüßung jener deutschen Schriftleiter gedachte, die im bisherigen Verlauf des Krieges ihr Leben hingegeben haben für das Deutschland, dem sie ihre ganze Lebensarbeit gewidmet hatten, und an das sie glaubten, so wie wir Lebenden alle unerschütterlich glauben.
Reichspreffeches Dr. Dietrich
ergriff dann das Wort zu einer großangelegten Rede. Er gab am Beginn seiner Rede ein anschauliches Bild der Aufbauarbeit an der deutschen Presse in den Jahren nach der Machtergreifung, in denen parallel zu der deutschen militärischen Aufrüstung auch die seelische Rüstung der Nation durchgeführt wurde.
Seit dem Herbst des vergangenen Jahres feien nun an die deutsche Presse die Aufgaben des Krieges herangetreten. In der Aufstellung der Propagandakompanien sei eine völlig neue Art der Kriegsberichterstattung geschaffen worden.
Sodann gab Dr. Drietrich den Hauptschnftleitern der Heimatredaktionen in längeren Ausführungen die Parolen und Anregungen für ihre Kriegsaufgaben. In dem Jahr der Entscheidung, in das wir jetzt eingetreten seien, gelte es nun, alle Kräfte auf bas eine Ziel zu konzentrieren und das Schicksal zu meistern.
Geschlossenheit und Wille seien die beiden Säulen, auf denen wir selbst unser Schicksal errichten könnten. Diese Geschlossenheit zu wahren und wenn möglich noch zu stärken, sei heute die erste große Aufgabe der deutschen Presse.
Ihre zweite entscheidende Aufgabe sei es, die Waffe des Willens im Ringen der Völker mit ganzer Kraft zum Einsatz zu bringen. Der deutschen Presse sei heute im Kriege die große Aufgabe anvertraut, als die geistige Wehrmacht der Nation im deutschen Volk einen unüberwindlichen Wall der Seelen aufzurichten.
Dr Dietrich betonte, daß der deutsche Zeitungs- leser heute in Wirklichkeit der bestunternchtete Zei- tungslefer der Welt sei. Wir seien darauf bedacht, durch eine gradlinige und vernünftige Nachrichten- politik unseren Lesern ein ständiges Bild und damit ein sicheres Urteil über das Leben und die Kraft des eigenen Volkes zu geben. Wir bemühten uns das deutsche Volk nicht durch falsche Nachrichten einzulullen, sondern ihm eine richtige Vorstellung vom wirklichen Wollen der anderen und ein ungeschminktes Bild von den Ereignissen m der Welt zu vermitteln. Dem Versuch der Willenszer- sttzung der deutschen Nation durch die gegnerische
Alle Willenskräfte der Nation geeint.
Neichspreffechef Dr. Dietrich über die Kriegsaufgaben der deutschen presse
Presse, so erklärte Dr. Dietrich, begegnen wir mit dem unermüdlichen Auf zeigen der moralischen und physischen Macht unseres Volkes. Der Versuch, mit geballten Propagandaladungen unsere Nerven zu zertrümmern, prallt ab an dem Wall der Seelen, den wir in unserem Volk aufgerichtet haben. Denn vor und hinter der Rüstung aus Stahl und Beton steht die seelische Rüstung unseres Volkes: die schweren Geschütze der geistigen Offensive und die Panzerung gegen die lächerlichen Zersetzungsversuche des Gegners.
Im Weltkrieg sei unser Volk unterlegen, weil es neben seiner militärischen Macht die propagandistische Strategie nicht beherrschte. Fast ohne Gegenwehr zu finden, konnte damals der Feind seine Zersetzung in das Herz des deutschen Volkes tragen. Durch zielbewußten Aufbau unseres geistigen und technischen Propagandaapparates haben wir unsere frühere Unterlegenheit restlos überwunden.
Wir verfügen heule neben unserer militärischen Kraft auch über eine weltumspannende Organisation der geistigen Kriegsführung. Dr. Dietrich erinnerte daran, wie die deutsche Presse in den letzten Jahren dem Weltkampf der Lüge die Offensive der Wahrheit entgegengesetzt hat. Wir haben damit allerdings die alten perfiden Sünder Albions nicht bessern können, das Ausmaß der Lüge hat heute dort unter der Meisterschaft des Lügenlords Winston Churchill einen fast schon pathologischen Grad erreicht. Ich will Ihnen heute einen Kronzeugen für die englische Pressemoral vorführen Lord Arthur P o n s o n b y hat ihn in seinem Buch „Lügen in Kriegszeiten" schon vor Jahren wie folgt bargelegt: „Die Lüge", so schreibt Ponsonby, „ist eine anerkannte und außerordentlich nützliche Kriegswaffe" und er fügt hinzu: „Der Gebrauch der Lügenwaffe ist in einem Lande, wo keine Wehrpflicht besteht, notwendiger als in Ländern, wo Männer der Nation automatisch zum Militärdienst eingezogen werden. Die Verleumdung des Feindes", sagt er weiter, „gilt als eine vaterländische Pflicht. Wenn es sich um Nationen handelt, wo die Folgen von größter Bedeutung sind, wo das Schicksal von Ländern und Provinzen auf dem Spiele steht, wo das Leben und das Glück von Millionen davon berührt und die Zivilisation selbst bedroht wird, dann sind die rechtschaffensten Männer der ehrlichen Ueber- zeugung, daß keine Falschheit so gemein ist, zu der sie sich nicht rechtmäßig herablassen dürften. Sie müssen so handeln. Die Sache kann ohne Hilfe mit Lügen nicht bewerkstelligt werden." Und in Voraussicht auf den neuen Krieg, in dem wir stehen, schreibt Ponsonby: „In zukünftigen Kriegen haben wir ein neues und noch viel wirksameres Propagandawerkzeug zur Verfügung: Die Regierungskontrolle des Radio. Die Lügen können dann offiziell auf wissenschaftliche und autoritative Weise verbreitet werden." Ist das nicht ein in feiner brutalen Offenheit geradezu entwaffnender Moralkodex der englischen Lügenpolitik?!
In diesem Zusammenhang enthüllte Dr. Dietrich einen außerordentlich bedeutsamen Vorgang aus der Zeit unmittelbar vor dem Kriege. Der Reichs-
ich 14 Tage vor der britischen Kriegserklärung an Deutschland nach England sandte, ist vielleicht das überzeugendste Dokument für den deutschen Friedenswillen, das wir in Händen haben. Die Art, wie man ihn in England unterschlagen hat, ist ein Kabinettstück infamer englischer Lügenhaftigkeit.
„Gegen diese Lügenhaftigkeit, gegen die typisch englischen Kampfmethoden, sind wir heute gewappnet", so rief der Reichspressechef aus. „Die deutsche Presse ist heute im Kampf der Geister der harte Stahl geworden, der der englischen Lügenhydra das Haupt zerschmettert!"
Am Schluß seiner Ausführungen bekannte sich Dr. Dietrich zu der schöpferischen Kraft des journalistischen Schaffens. Diese schöpferische Arbeit zum Wohle des gesamten Volkes sei aber nicht eine Frage der Organisation, sondern eine solche der Persönlichkeit, die gerade in der Presse in einer großen Zeit wie der heutigen zu ihrer vollen Entfaltung gelange. „Nur wo Persönlichkeit ist, ist Leistung", so schloß der Reichspressechef. Das Feuer des Willens können auch in der Presse nur Persönlichkeiten empfinden und ausstrahlen.
Das deutsche Dolf, den deutschen Menschen mit jener Kraft der Begeisterung und jenem Willen zum Siege zu erfüllen, der Berge verseht und Welten bewegt, das ist unsere schöne, unsere große und gewaltige Aufgabe!"
fünfter, ,28- 9?br. (DNB.) Reich-mmist-r Dr. Goebbels traf am Mittwoch in Münster em, wo er von Gauleiter Reichsstatthalter Dr. Meyer und vorn Befehlshaber im Luftqau 6 Generalleutnant Schmidt, empfangen wurde'. Am Abend sprach der Minister in einer Kundgebung im größten Saale der Stadt.
Reichsminister Dr. Goebbels
ließ zu Beginn seiner Rede die Erinnerungen an eine Begebenheit aus der Zeit des harten Kampfes um die Macht wieder auferstehen. Als die geistigen Hauptwortführer des plutokratischen Krieges, den England und Frankreich gegen das Reich vorn Zaun gebrochen haben, hetzen die gleichen jüdischen und plutokratischen Volksaufwiegler von 1930 vorn Ausland aus gegen Deutschland. Dr. Goebbels zeigte bann, wie diese Kräfte der Zersetzung nur gedeihen und Erfolg haben konnten, wenn das deutsche Volk uneins war. Deshalb sei auch bas Bestreben der westlichen Plutokratien immer darauf hinaüsgelaufen, das deutsche Volk innerlich zu zerreißen und aufzuspalten, weil sie nur so Deutschland niederhalten konnten. Arn Beispiel des Dreißigjährigen Krieges führte Dr. Goebbels dann näher aus, wie viel deutsche Volkskraft durch falsche Führung und durch Uneinigkeit sinnlos vertan worden ist. Die machtpolitischen Folgen dieser völkischen Tragödie haben wir noch heute zu tragen, während die Bedeutung der Probleme, die damals zur Debatte standen, vollkommen verblaßt sind.
Dieser Zeit der Zerrissenheit und des deutschen Niederganges stellte Dr. Goebbels dann das geschichtliche Wirken Friedrichs des Großen gegenüber, des ersten, der zuerst eine neue Staatsidee zu bilden begann. Eindringlich schilderte Dr. Goebbels, wie oft dieser einzigartige König scheinbar völlig aussichtslosen Situationen gegenüberstand, wie ihn aber selbst schwerste Niederlagen und erdrückendste Uebermacht des Gegners niemals zu Boden zwingen konnten.
Dr. Goebbels zeigte bann, wie auch Bismarck gegen Hohn, Haß und Abscheu im eigenen Land unt) gegenüber schwierigsten außenpolitischen Konstellationen seine Entschlüsse habe durchsetzen müssen. Freilich sei sein Staat noch ein Staat der Fürsten gewesen, in seiner ganzen Struktur an die Zeit und ihre Gegebenheiten gebunden.
Dec Führer a er. als der Vollender der neuen deutschen Reichsidee, vollstrecke heute ein geschichtliches Schicksal: „Sein Werk ist der deutsche Volks- und Sozialstaat. Er begründete das erste Volksreich der Deutschen. Es um- fchtießt über 80 Millionen Menschen gleicher Art, gleicher Sitte und gleicher Raste."
Zum ersten Male in seiner Geschichte sei das deutsche Volk nun einig geworden, und in seiner Einheit liege auch seine Kraft. Die sterile pkutokra- tische Welt des Westens aber habe schon in dieser Einheit eine Herausforderung gesehen; deshalb habe sie das Reich überfallen, um es für ewige Zeiten auf das Niveau des Westfälischen ober boch wenigstens des 23ersailler Friedens zurückzubrängen.
Das deutsche Volk wisse aus der Erfahrung, daß es von jeher Englands Methode fei, gegen ein System zu kämpfen, um Reich und Volk zu vernichten. „Das deutsche Volk ist sich also im Klaren darüber, daß es in dieser kriegerischen 2lu5einan= dersetzunq zwischen ihm und der westlichen Pluto- fratie auf Leben und Tod geht. Ein Ausweichen ist jetzt nicht mehr möglich!" Dabei unterschätzten wir unsere Gegner so wenig wie wir sie überschätzen: r< .
„Wir kennen auf das genaueste unsere Hilfsmittel, aber auch die des Gegners, keinen Augenblick jedoch zögern wir, in die Rechnung für die kommenden Dinge auch jene unwägbaren Werte des Glaubens mit einzukalkulieren, die die deutsche Nation in den letzten sieben Jahren so stark und unüberwindlich ge- macht haben."
Es lasse uns deshalb vollkommen gleichgültig, wenn unsere Gegner ihr Urteil über Deutschland aus den Ansichten jüdischer Emigranten aufbauten und aus einer völlig abwegigen Beurteilung d tatsächlichen Kräfteverhältnisse heraus die unsinnig, st-n Kriegsziel- auffteUten, die bis zur nolhgen Ausrottung des deutschen Volkes gingem
Auf welch katastrophalen Illusionen die pluto- kratische Kriegsrechnung ausgebaut sii. ergebe sich beispielsweise aus dem kurz vor Kriegsausbruch von einem deutschfeindlichen Diplomaten IN Berlin gegebenen Bericht an seine Regierung, daß zu er warten sei, der Nationalsozialismus werde IN Deutschland innerhalb von fünf Tagen durch eme innere Revoluiion gestürzt werden, wenn der Krieg
Si».
Goebbels, „sei nicht mehr das V oI k von 1918 und auch nicht mehr das ° onl 932. das deutsche Volk hört heut- nur aus ein K°m mando. Einen November 1918 wird es II1 land niemals, niemals wieder geben Die Juden und Plutokraten sollen sich die Muhe sparen
Di-Sicherheit des Reiches liege ,n den chanden einer Wehrmacht, di- die beste »nd i>urchg bild-tste militärische Organisation darst elle. d Geschichte jemals gekann habe: „Sie > -ntjchlw sen und in der Lage, auf Besehl des 6 > Maßnahmen zu treffen und durchzufuhren di- zur
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