Ausgabe 
28.11.1940
 
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Donnerstag, 28 November MV

General -Anzeiger für Oberhessen

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hatte diefe Gemeinde 11 600 qkm, aber nur 7600, fOmie mit Metaxas und Papagos gehabt Einwohner (heute liegt der größte Ten des K.rch- Der Oberbefehlshaber der britischen Land­spiels jenseits der örenje). Prachtvoll Uegen die ftreit'frä|tc im Mittleren Osten. General Wavell, möchten, kahlen Bergkuvpen der lapplandi chen . mehrtäg,gen Reise durch Kreta eben-

Gebirge vor uns, m maiestanlcher Ruhs und Grosie ' tojebcr in Kairo einqetroffen. Wavell besich.

auf Kreta.

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man den Kaffee hinmealaufen läßt. Wenn man es

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Gegenwart meistern.

Bulgarien« LandeSverteidigum,.

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liegt über dieser seltsamen Landschaft, und olles eingebettet in eine grenzenlose Einsamkeit inmitten der riesigen Wälder ... Das ist Lappland!

Wir kommen durch die ersten Stellungen, und dann zeigen sich uns die vielenDenkmäler" des Krieges: die einsam emporragenden Schornsteine als letzte Ueberbleibsel von dem, was einst eine Siedler­stelle war. Doch auch hier oben hat der Wieder­aufbau in weitestem Umfange eingesetzt. Neben den Ruinen sind neue Häuser entstanden. Sie sind gewöhnlich noch kleiner als die zerstörten, aber die Hauptsache ist fürs erste: ein Dach über dem Kopf zu haben, vergrößern kann man immer. Mit Kind und Kegel kamen bald nach Kriegsschluß die meisten Siedler wieder zurück. In provisorischen Zelten aus Pappe kampierten sie und von morgens bis nachts, so lange das Licht es zuläßt, hämmert es durch die Stille des Waldes, werden neue Herdstellen ge-

Sofia, 27 Nov. (Europapreß.) Der bulgarische Kriegsminister hat dem Sobranje einen Gesetzent­wurf vorgelegt, der einen neuen Rüstungs- k r e d i t von 1260 Millionen Lew" vorsieht. In der Begründung des Barfchlages w'zd hervorgehoben, daß die außerordentl'che internationale Lage die Verstärkung der Landesverteidigung und die weitere Aufrüstung des Heeres not­wendig mache. Deshalb müßten die vorgesehenen

Seitdem der britische Großadmiral Lord Chat- field die Lage der englischen Flotte schwarz in schwarz malte, ist eine bemerkenswerte Wandlung der offiziellen Tonart in London zu verzeichnen.

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Vrvck und Verlag: vrüdlsche UntDtrfltätsö ruderet H. tauge

heißt:

O. Land, der tausend Seen Land, des Sangs, der Treue Mark, ton Sturm des Lebens unter Strand, der Vorzett und der Zukunft Land sei stolz, ob auch der Boden karg, sei frei, sei froh, sei stark!

Englands Neubauten halten mit Gchisssverlufien nicht Schritt

Kredite in der genannten Höhe bewilligt werden, aus überfe-ischen Ländern auf eioen°n Die Kredite sollen im Laufe des Hau«haltja^^s f Schicen selbst ^ranzufchatten Bu den «motzen An­verwendei werden. Die Ncttionalbank wird im Em- fuhrstrecken träten naturgemäß Derzögerun.

Reue Töne.

Von unserer berliner Schrifileiiung.

frdrbemt tnflhd). auhet iountnae und rtetenaa§ < eeilaflen:Tieailintnerte 'im- | geheuerrtiimihenblntter jennnl nnBild TleScüotte

Roch No^"n aebt die Reise, ^nov w'^ hi» Landschaft. Flüsie haben wenig Master in diesem !Zohre und erschweren die Flößerei. f^s ist -sonm Ina. An den Stationen steb»n die Mädchen und lie.iungen Burschen die Eistnbabn ist iroendmie in Bote oder w'e ein Brief für diese M"rtochen in ber Abaesch'"denheit. Ueberall auf den S^ston-m irtnft man Kaffee. Hier oben siebt man häuf,"er Leute noch alter Sitte aus der Untertasse trinken ijttb ein Sttlckchm Zucker auf der Zunge, über das

Dos ist das Erlebnis des Wiederaufbaus im zen Land, von Süd nach Nord von Oll nach West: vorwärts, mit frohem Mut an die Arbeit! Und ein solches Volk mich auch die Schwierigkeiten der

gen ein, die einerseits durch das Konvoi-Sy­stem hervorgerufen würden, während andererseits sich auch immer eine ganze Reihe von Handels­schiffen in britischen oder fremden Häfen Aus­besserungsarbeiten unterziehen müßttn. Abschließend wies der britische Schiffahrtsminister darauf hin, daß England unter den gegebenen Um« fänden in nächster Zeit überseeische Güter n u r in geringem Umfang eirstühren könne. Diese Tatsache veranlaßte ihn schließlich, zu äußerster Sparsamkeit beim Verbrauch zu ermahnen.

Oie Verluste der englischen Kriegsflotte.

Rom, 27. Nov (Europapreß) Die von enh- lttcher Seite amtlich zugegebenen Verluste der fort« Nachen Kriegsmarine belaufen sich nach einer Dar­stellung desGiornale d'Ifalia" auf 314 899 Ton­nen. Das Blatt bemerkt dazu, diele Zahl liege un­ter b e r wirklichen. Es müßten noch die Zah­len hm-zu-geschlagen werden für die lchwer hava­rierten. aber nicht versenkten Schiffe, die für längere Zeit außer Gefecht gesetzt feien. 3m ein­zelnen führt das Blatt folgende Aufstellung über die von Enaland emgestand-nen Verluste an: Schlacht­schiffe 29 150 Tonnen, Flugzeuaträoer 45 000 Ton­nen, Kreuzer 18 020 Tonnen. Hilfskreuzer 137 990 Tonnen. Torpedojäger 50035 Tonnen. U-Boot« 26 449 Tonnen, Kanonenboote 4030 und M'n en such- boote 4225 Tonnen Während d-s ganzen Welt­krieges verlor die britische Kriegsflotte 565 440 Tonn»n Allein toi den 15 Monaten bMes Krieges, io stellt das italienische Blatt fest, hat England noch seinen eigenen weitaus tu nttbrig anaesetzten An- aoben schon bie Hälfte der Gesamtverluste der 51 Monate des Weltkrieges aufzuweisen.

Englands Aussichten.

N e u y o r k, 27. Nov. (Europapreß.) Der Lon­doner Korrespondent derChicago Dally News", William Stone man, der vorübergehend noch den Vereinigten Staaten zurückgekebrt ist, berichtet über seine Eindrücke aus England. Enaland, so sagte er, könne allein einen Siea nicht er­ringen. Die gegenwärtige Hilfe der Vereinig­ten Staaten sei unzulänastch. Deutschland könne nur mit Zehntausend-n von Flugzeuoen, Hunderten von Zerstörern und Millionen von Tonnen neuen Schiffsraums niedergezwungen werden. Er meinte, nur die Vereiniaten Staaten könnten diese Dinge unter großen Ovfern und mst dem Aufgebot aller Energien zur V»rfüaung stellen. Es frage sich, ob die Öffentlichkeit in den Vereiniaten Staaten dazu bereit fei. D"r Siea Englands hange vom Kriegs« eintrttt der Vereinigten Staaten ab.

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Stockholm, 27.Nov. (Europapreß.) In letzten Tagen hat eine auffallende Aktivität zwischen den englischen Kommandoplätzen in Griechen­land und in Aegypten festgestellt werden können. Der Oberbefehlshaber der brttischen Luft­flotte im Mittleren Osten, Luftmarschall L o n g - more, ist nach einer Inspektionsreise durch Grie­chenland nach Kairo zurückgekehrt. Es wird mit­geteilt, daß er Unterredungen mit dem griechischen

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in dem Klassenzimmer eine Tafel mit Sprüchen darunter einer als letzter in Fettdruck:Mache dich selbst zu ein»m fr-khen, nüchternen, munteren u .d

Stockholm, 28. Nov. (Europapreß.) Der englische Minister ohne Portefeuille Arthur Green- wood bestättgfe am Mittwoch als erstes englisches Kabinettsmitglied, daß der englische Ton­nagebestand heute unter dem Stand ton September 1939 liegt. Mehrere oppositionelle Unterhausmitglieder unter ihnen der ehemalige Kriegsm'nister Hore-Belisha und der soziali­stische Abgeordnete S h i n w e l l hatten in scharfen Worten die Regierung für die mangelhafte Kr-egs- maferialerzeugung und die nach ihrer Ansicht völlig ungenügenden Leistungen der Schiffswerften ver- antwortl'ch gemacht, Hore-Belisha sprach sogar von einersehr e r n ft e n Lage, in der sich Enaland zur Zeit befindet" Minister Greenwood erklärte, es sei zwar unverkennbar, daß die Lage der bri­tischen Handelsschiffahrt, gegenwärtigetwas düster" aussehe. Sie habe ern st haftunter dendeut- schen Angriffen gelitten Die Regierung werde jedoch alles tun. um b:e Produktion an Schif­fen zu steigern. Er könne den Abgeordneten nur Mitteilen, daß die britische Sckiiffsproduktion wäh­rend der verganaenen sechs Monat«' um rund 50 oom Hundert gestiegen fei. Inzwischen habe sich aber herausgestellt, daß auch diese Produktionsstei- qerung für die Zukunft -,,n i ch t völlig a u s - reiche". ,

In einer Rundfunkansprache erklärte der brttksche Schiffahrtsminister Ronald Croß, daß die wöchmt- lichen Verluste Englands an Hanbelsschiffsraum sich seit Juni im Vergleich zu den durchschnittlichen wöchmtlichen Verlusten vor diesem Termin ver­dreifacht haben. Refianiert fügte der Minister hinzu, daß die Empire-Länder nicht genug Handpls- lsbilst für Enaland hauen könnten. Die enqlir(he Regierung bemühe sich daher, nordamerikanische Wersten in noch größerem Umfange als bisher für den Bau enalischer Schiffe zu gewinnen. Die zuneh­mende Aktivität der deutschen Unter­seebootwaffe mache es erforderlich, daß die malischen Wersten immer mehr zum Bau von Kriegsschiffen herangezogen werden müssen. Eng­land sehe sich daher gezwungen, zur Deckung seines Bedarfes an Handelsschiffsraum Aufträge im Aus­land unterzubringen. Es sei recht zweifelhaft, ob Enaland. auf lanae Sicht aesehen. über genügend Handelsschiffe verfüge. Es könne bereits fetzt keine Rede mehr davon sein, daß.England mit Hilfe seiner Handelsflotte alle Dinae einzuführen in der Lage fei, die es vor Ausbruch des Krieges impor­tiert habe. Die Importe feien sehr stark zu­rückgegangen. zumal Deuttchland Graßbrstan- n'en von fast sämtlichen europäischen Märkten ausgeschlossen habe. England sei infolgedessen gezwungen sich feine Importgüter

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lenn. spart man an Zucker.

Und bann kommt Rovaniemi, die Haupt- habt Lgvvlands. Es ist ein großes Dorf mit seinen :-000 Einwohnern Besonders wmn Markt ist. stro- nen von gll-n Seiten die Siedler und Holzfäller tue den Wäldern herbei und aeben dem Dorf fein ^arakterifttfches ®°nräae. Man sieht nicht mehr cil^uviel von den Zerstörungen des Krieges. Der Wiederaufbau, der fofort in Gana gefetzt wurde, hüt aanze Arbeit. Heute ist Rovaniemi^ zudem ein croßer und wichtia-r Umfchlaqenlatz für die Wa- i*n von und nach P e t f a m o dem Eismeerhafen Finnlands und der einzigen Möglichkeit, Zu-gang um Astanttfchen Ozean zu haben. Unaufhörlich »llen Lastautos hinter Lastautos über me 531 Kilometer lanae Eismeerstraße bin und zurück, mit Export- und Importwaren beladen. Ein sieberbas- 125 Leben und Treiben! Lappland umfaßt ein G" r-et von 110 000 Quadratkilometer, aber nur 125 000 Menschen wohnen dort. Da kann man es verstehen, aas es für eine Arbeit war, als das dortiae Rote Treuz nach Ausbruch des Krieges für 25 000 Eva­kuierte aus d"n Grenzgebieten, allo für ein Fünstel b er bnrtiaen Bevölkerung, sorgen mußte. Hier spielte i-anz besond-rs die fog-nannte ..Aufmunterunasar- b eit" eine sehr wichtige Ralle und hatte auch durch­weg ihre Aufgabe erfüllt

Dan Rovaniemf aus qina die Fahrt tm Auto östlicher Richtung über Kemijarv, zu den :t a m p f ff ä 11 e n de- letzten Winterkrieaes. Der Tifenbahnbau auf der Strebe K-mija-vi (bisher der nördlichste Punkt der finnischen Eifenbabnl -- Salla mit Anschluß an das sowsefrussische Eisenbahnnetz ft in voll-m Gange. Mir fahren in die Snhischen Bergketten hinein. Alles ist roettffarfu^ Moßzügig, ein faszinierender, dunkelblauer Huuch

Reise durch das neue Finnland

Don unserem Sonderberichterstatter Friedrich Ege.

stehen sie da, dazwischen märchenhaft schöne, stille Waldseen und immer wieder^der tiefblaue Schatten­schleier über dem ganzen . Auch die Aecker wer­den bereits wieder bestellt, soweit man hier oben davon sprechen kann, weidende Kühe schnuppern urn die Ruinen, da springen auch einige Rennttere auf- gefcheucht in den Wald hinein. Gerade diese Gegend hatte e'ne ausgedehnte Renntierzucht, die nun größ­tenteils verlorengegangen ist. Hier erlebt man die Wild mark: zerzauste Wälder in zerklüfteten Fels- landschaften, längst abgestorbene riesige Tannen stehen aber nach wie vor in ihrem silbergrau schim­mernden Holz da, ein gespenstiger Anblick. Mitten in der Einsamkeit steht einfam e:ne Schule, unver­sehrt. vorerst sind noch evakuierte Familien dort un­tergebracht. In einer echten. Rauchsauna, die in einen Abhang hineingebaut ist, nehmen wir ein Bad. zwischendurch immer wieder 'N dem See den dampfenden Körper abzukühlen. Wenn die Sonne am Abend ganz schräg ihre Strahlen auf die wei­ten Hügelketten wirft und sich^das ganze Farben- spiel im See w'verspiegelt, dann erleben wir den unbeschreiblichen Zauber von Stille, Fri"den und Schönheit Lavvlands. In einer anderen Schule in­mitten dieser Wilb- und Oedmark, wohin die Kinder der Siebl-r von allen Seiten her kommen, hängt und

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Der britische Landwirtschaftsminister Hudson hat soeben erklärt, die Ernährungslage Englands sei äußerst gefährdet. Wenn Schiffe durch feindliche Tätigkeit verlorengegangen seien, so habe Groß­britannien nicht nur die Ladungen verloren, die sie trugen, sondern auch die Ladungen, die sie bei künftigen Reisen getragen hätten. Außerdem be­deute jedes Sch'ff, das für den Krieg tm Mittel­meer und im Mittleren Osten gebraucht werde, ein Schiff weniger, um Lebensrnittel nach^ England zu bringen.Wir müssen", so rief Hudson besorgt aus, nicht nur an den heutigen Tag denken, sondern auch daran, wie es heute übers Jahr aus­sehen wird." Wenn Hudson versichert, im nächsten Jahre würden die englischen Landwirte mehr produzieren, so macht das die Inselbewohner in­zwischen nicht satt und nicht froh. Der brttische Ge­werkschaftsführer Vitrine gab den Amerikanern ein Bild der unter den deutschen Bombern rap'be nachlassenden englischen Produktion, das für sich svricht, und sogar diePorksbire Post" des englischen Kriegsministers Eden schrieb ,am 25. November in jäher Erkenntnis, die deutsche Flotte sei gegenwärtig sehr lebendig und fordere Enaland geradezu heraus, d'e Behauvtung, sie sei seit Norwegen zerstört, fei

mauert, Ställe für das Vieh gebaut. Dort kommt ein Siedler mit feinen Kühen, er hat sie auf einer Sammelstelle wieder gefunden beide Teile schei­nen sehr froh darüber zu fein.

Hier befinden wir uns in einem typischen Sied­ler- und Grenzland. Der prachtvolle Menschenschlag hier kennt das Schicksal des Siedlers: immer wie­der von neuem zu beginnen. Und das tun diese Menschen auch jetzt, mit frischem und frohem Mut. Hunderte von den auseinanderliegenden Einzelhöfen lagen in Asche, nur die Kamine blieben stehen. Nun: der Kamin taugt immer noch zum Kochen, solange das neue Haus noch nicht fertig ist. Dort wieder steht ein Monn, schon im fortgeschrittenen Alter und baut zusammen mit seiner Frau ein neues Heim. An einer anderen Stelle hat eine Witwe gackz allein mit ihren beiden Töchtern ein kleines, aber regelrecht gezimmertes Blockhaus er­richtet, den Ofen selbst gemauert und innen alles blitzblank ausgestattet. Auch eine winzige Sauna hat sie bereits gebaut und auch für den Hundestall steht schon alles bereit. Weit entfernt von zusam­menhängenden Siedlungen lebt hier echter Siedler- aeift, der nur eine Losung kennt: an die Arbeit! Keine Niedergeschlagenheit treffen wir hier an, überall nur frohe Zuversicht!

Mr stehen hier auf dem Restteil eines der größ­ten K'rchspiele Finnlands. Salla: vor dem Kriege

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Ja. dieles sich feTbft zu etwas machen, die ziehung zur Selbständigkeit, das ist die Voraus- fehunq für den tüchtigen Siedler. Auf sich selbst ge­stellt. nbqefrhnitten von der Außenwelt, muß er allem was bas Leben und der Lebenskamvf mit sich bringt, "Hein entgegentreten und allein mastem können. Aber darin Fegt eben die große Kr^stauell" des sin- nilchen Volkes': mutig, klar und nüchtern den Din- rrcn ins Auae zu lehen und unbeirrt und ohne Furcht und Zagen in br einen Hand den Pflug und in der anderen das Schwert zu führen, um die Heimat xu schützen, wie es in Finnlands Nattvnal-

II.

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Helsinki, Mitte November 1940.

Nach einigen Stunden Eisenbahnfahrt erreicht ran von Kuopio aus nordwärts die Station der Ientralstrafanstalt S u k e v a. Inmitten eines gro- »n Moorgeländes von 3000 ha wurde diese Anstalt tigelegt, um eine produktive Gefangenenarbeit , ^rchzuführen. Aus diese Weise wurden hier be- pits riesige Flächen in fruchtbares Wiesen- und , Getreideland verwandelt, was gerade in der heuti- | sn Situation für Finnland von unschätzbarem i Porte ist. Zum andern werden dadurch die Gefan- ! ^nen zu Spezialisten in der Moor-Kultivierung i ^-gebildet, was ihnen nach ihrer Entlassung von rößtem Nutzen ist. Mit dem Auto geht es nach nem neu angelegten Zentrum einer großzügigen, ! pniassenden Moorkultivierung, nach P e l s o , von

?ffen 15 000 ha Moorland der finnische Staat 000 ha besitzt und die jetzt ebenfalls von Gefan- tenen fruchtbar gemacht werden, um dann an Sied- ,x abgegeben zu werden, wobei die Mindestgröße er Gitter 24 ha beträgt. Fieberhaft wird hier ge- ; rbeitet, breite Zufahrtsstraßen werden gebaut, Feldbahnen angelegt ... neues Land für die eva-

Ifl^misch. Es ist ein entzückend-'s Landstadtcst-n mit ! einer angenehmen, lebendigen 2llmosvbäre. Ob man ja«, i?r im Sommer gegen V»3 Uhr früh einen der I 4M lbantastifchst-'n Sonnenaufqanae erlebt, mitunter nit einem Regenbogen, oder ob man im tiefsten ®:nter, w"nn es nur oanz kurze Zeit richtig Tag ist und lonst nur eine 2M Darnm-runa über allem l egt auf d-r großen Brücke üb°r der Stromlchnelle les Merikvski steht und nach dem offenen Meere ii schaut an diele Stadt denkt man imrmr gerne. - gewaltige Holzmafsen werden zu gewöhnlichen Zei- ?n hier ang^lößt und im Tiefhafen weiter ver- rachtet die Folgen des großen Krieo-s hemmen -her den Ernar^ Sulttt- sind Sulfatfabriken pro- ! uzieren große Mengen Zellulose. Der letzte Krieg lat nuch hierher feine Brandfackel g^morfen.^nber II Ile Sauren sind so gut wie beseitigt. An die stelle !es Krieaes trat die Arbeit und tat das ihre.

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vernehmen mit dem Kriegsminister Staatsscheine herausgeben, die frei gehandelt werden können. Mit dem 1. Januar 1942 wird die Auslosung dieser Scheine beginnen In der außenpolitischen Aus­sprache im Sobranje bezeichnete als erster Redner der Opposition der frühere Ministerpräsident Zan- k o f f, das Zusammentreffen zwischen König Boris und dem Führer als ein Ereignis von größter poli­tischer Bedeutung. In seinen weiteren Ausführun­gen forderte Zankoff eine weitere Vertiefung der Freundschaft zu den Achsenmächten und zu Sowjetrußland, da diese an der Beseitigung der Friedensverträge von 1919 entscheidenden Anteil gehabt hätten.

plötzlicher Tod

des ägyptischen Kriegsministers.

Beirut, 27. Nov. (Europapreß.) Innerhalb von zwei Wochen ist zum zweitenmal unter geheimnis­vollen Begleitumständen eine bedeutende politische Persönlichkeit Aegyptens gestorben. Es ist der ägyptische Kriegsminister Iunus Saleh Pascha. 2Üs Todesursache yiird Herzschlag angegeben. Der Kriegsminister befand sich im Zuge aus der Reise von Kairo nach El Fayum, wo er zusammen mit König Faruk der Eröffnungsfeier öffentlicher Arbeiten beizuwohnen beabsichtigte. Saleh Pascha sott plötzlich in seinem Zugabteil ohnmächtig ge­worden sein. Seine Begleitung habe nur noch den Tod feststellen können, ehe ärztliche Hilfe zur Stelle war. Wie erinnerlich, schied der ägyptische Premier­minister Hassan Sabry Pascha, als er am 14. November die Thronrede des Königs anläßlich der ägypttschen Parlamentseröffnung verlesen wollte, aus dem Leben. Auch damals hieß es, der Premierminister sei einem Herzschlag erlegen. Nach dem Tode von Hassan Sabry Pascha bildete H u s - sain Sirrt) Pascha die neue Regierung, in die Iunus Saleh Pascha als Kriegsminister ein­trat.

Zwischen Athen und Kairo.

I hguß eingebettet. Bald verengt sich das Flußbett Gis auf etwa 50 m, mächtig überstürzen sich die feogen an den unsichtbaren Felsklötzen und Kliv­ien im Flußbett. Wir sind mitten in Finnlands cewaltigster 'Stromschnelle V y h ä k o s k i, die bei Mittlerem Wasserstand 200 000 und bei Hochwasser ''20 000 Pferdekräfte entwickelt. Sie ist 18 km lang fcnb das Gefälle beträgt auf dieser Strecke 56 m. Son einem* Strudel in den anderen wird das Boot

1 ccroorfen, kreuz und quer geht die Fahrt, aber die 'iunderprozentig sichere und zuverlässige Hand des Bootsmannes steuert das Boot durch die unsicht­bar lauernden Gefahren hindurch. Zwischen den Ifnzeln-n Stromschnellen kommen immer wieder ille Wasser, umgeben von einer herrlichen, ab» »echslungsreichen Landfchatt.

, Dann gebts nach Oulu, der Stadt an der ^Mündung des Oulu-Flusses in den Bottnischen kM°erb'isen. In dieser S^abt fühlt man sich gleich

| «Lüerte Bauernbevölkerung entsteht.

Smnvf und Moor, soweit wir sehen, winzige Äohnhütten, Oebmark in bes Wortes wahrster Be­rufung. Es ist Samstag abenb bie Saunas | suchen! Der Omnibus bringt, uns weiter nach tjalanoia am Oulu-Fluß, wo wir bie 14 m

ngen typstchen Boote besteigen, um bie berühmten Mtrom schnell en zu burchsahren, wie es in -Qheren Zeiten bieTeerboote" taten, bie den Mbftoebrnnnten Teer nach Oulu zum Hafen brach- $>n. Zwischen hohen, steilen Ufern liegt der Oulu-

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- ein Wunschtraum.

lucuHKf» .... .... ______ , Und nun hat auch der englische Schiffahrts«

ist nach einer mehrtägigen Reise durch Kreta eben» Minister Ronald Croß sehr schnell umgelernt, er falls wieder in Kairo eingetroffen. Wavell besich. gibt heute zu, was er noch nach der Chatfi-ldr-de tigte den Ausbau der englischen Derteidigungsstellen lrnanete, er muß heute gestehen:Wir müssen Schiffe haben, unfer Leben hängt von dem

Zunächst hatte der Schiffahrtsminister Ronald Croß versucht^ die Churchillparole, alles stände für England ausgezeichnet, $u halten, dann aber kamen bie vernichtenden Schläge der deutschen Lust-- waffe und die steigenden Versenkungsziffern. Die Finanznöte brannten England auf den Nägeln, und der britische Botschafter in Washington, Lord Lothian, schrie nach der Finanzhilfe der USA. Es ist inzwischen aller Welt bekannt geworden, daß Englands Lage sich außerordentlich verschlechtert hat. Der frühere amerikanische Botschafter in Lon­don, Kennedy, der sich erst zu den Roosevelt- wählen nach den USA. begab und wahrlich kein Feind der Briten ist, hat die Nöte Englands auf die einfachste Formel gebracht, indem er sagte, die Demokratie sei dort tot und Englandso gut wie geschlagen". Churchills Prahlereien über bie sieg, reiche RAF., über bie Beherrschung der Meere durch Albions unüberwindliche Flotte sind wie weg.

h 140. Jahrgang Ur. 282 d * 9 Uonnersi

Eichener Anzeiger