Ausgabe 
27.4.1940
 
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öS 5;" jflFf *< Samstag,27./Sonntag,28.April 1940

hs Gießener Anzeiger

infolge höherer Gewalt

General-Anzeiger für Oberhessen -WS»»-

Der-oflen.

Die Stärke des Westwalls und die offenbare Unmöglichkeit, ihn zu durchbrechen, hatte schon zu Kriegsbsginn bei den Westmächten den Plan reifen lassen, einen Angriff auf das Reich von den Flan­ken her zu starten. Es lag nahe, gestützt auf das enge Verhältnis der Westmächte zur Türkei, den Versuch zu machen, die deutsche Front vom Süd- osten her aufzurollen. Dieser Versuch scheiterte ein­mal an der überraschend schnellen Niederwerfung des polnischen Heeres, zum anderem an der Hal­tung Italiens, das durch seine Politik derNicht­kriegführung" den westlichen Plutokratien die Ini­tiative dafür zuschob, einen Raum zum Kriegsgebiet zu machen, den Rom als feine besondere Interessen­sphäre betrachtet, in der keine politische oder gar militärische Gewichtsverlagerung ohne die Antwort Italiens bleiben könnte. Und zum dritten wurden mit den Südost-Plänen der Plutokratien auch Ab­sichten deutlich, die auf das russische Erdölgebiet im Kaukasus hinzielten, wodurch sich die Türkei vor die schwierige Frage gestellt sah, ob sie den West­mächten zuliebe auf chren vertraglich feftgelegten Vorbehalt, sich an keinerlei Aktion gegen Rußland zu beteiligen, verzichten sollte. Angesichts dieser Hemmungen stellte man also in Paris und London diese Pläne vorerst zurück und wurde auf der an­deren Flanke, im skandinavischen Raum, aktiv, zu­mal hier der russisch-finnische Konflikt eine überaus günstige Gelegenheit zum Eingreifen zu bieten schien. Der überraschend schnelle Friedensschluh von Moskau ließ zwar die westlichen Kriegsauswei­tungspolitiker hier nicht mehr zum Zuge kommen, aber man behielt den Norden im Auge und suchte nun durch die bekannten Neutralitätsbrüche Nor­wegen sturmreif zu machen, um von hier durch Skandinavien an die Ostsee durchzustoßen. Awy hier vermochten die englisch-französischen Unterneh­mungen mit der Schnelligkeit der Entwicklung nicht Schritt zu halten. Die nach dem genialen Entschluß des Führers ebenso kühne wie umsichtig durchge­führte deutsche Aktion zum Schutz der Neutralität Dänemarks und Norwegens kam den Landungs­absichten der Westmächte zuvor. Die nach der Be­setzung aller strategisch wichtigen Punkte der nor­wegischen Küste zur Beschwichtigung der sich heftig entladenden Kritik an der lahmen Kriegführung der Weftmächte doch noch unternommenen Landungen britischer Truppenteile vermögen nichts mehr daran zu ändern, daß Norwegen fest in deutscher Hand ist und der Plan, durch einen Vorstoß in Skandina* Dien hier eine neue Front gegen das Reich zu er­richten, gescheitert ist.

Es entspringt dem ursächlichen Zusammenhang der Suche nach einem günstigen Feld für die pluto- kratischen Kriegsausweitungspläne, wenn nun im Augenblick des Scheiterns der skandinavischen Aktion sich die Blicke Englands und Frankreichs erneut nach dem Balkan richten, der ja bereits genau wie

Raumgewinn im mittleren Norwegen

Miln

Empörung in Oslo über die englischen Luftangriffe

Tankdampfer erhielt durch einen Treffer Schlagseite und wurde von der Besatzung

starke verlas-

Heute eine Erklärung des Reichs« außenministers zur politischen Lage. Berlin, 26. April. (DJIB.) Der Reich-Minister des Auswärtigen v. Ribbentrop wird am Samstag, dem 27. April, um 14.30 Uhr in An­wesenheit des Diplomatischen Korps sowie der deut­schen und der ausländischen Presse eine Erklärung zur politischen Lage abgeben, die auf sämtliche deutschen Sender übertragen wird.

Worum es bei den Kämpfen in Norwegen geht.

Genf, 27. April. (Europapreß.) Eine in

tärkreisen viel beachtete Aeußerung des militärischen Mitarbeiters desTemps" sagt zu dem Krieg in Skandinavien:Der Besitz Norwegens bedeutet viel mehr als nur die Schlüsselgewalt über das Erz. Die gegenwärtigen Kämpfe sind daher nicht mehr als eine mehr oder weniger sekundäre Episode zu betrachten, sondern in Norwegen spielt sich tat­sächlich eine große Phase des Krieges ab, deren Ausgang über d i e Beherrschung der Nordsee und die Wirksamkeit der Blockade entscheidet. Das Resultat wird für den Ausgang des Krieges allerdings nicht entscheidend sein.

stehen. Nördlich von Aamot bildet der Glommen das 250 Kilometer lange Oesterdal, das weit­hin auch von der Bahn Oslo Drontheim durchzogen wird. Das Oesterdal umfaßt ungefähr 20 000 qkm, ist also so groß wie Württemberg. Davon entfallen aber nur 240 (!) qkm auf Acker oder Wiese also ein Viertel der Fläche des Stadtgebietes von Groß-Berlin! Der Waldbestand ist mit etwa 8700 qkm relativ groß. Die Einwohner­zahl dieses Tales beträgt aber nur ... 55000! An städtischen Siedlungen sind zu nennen Tynset und, fast am Talausgang R ö r o s. Röros hat meh­rere größere Kupfergruben.

Der bekannte dänische Schauspieler Erling Schroeder, der von einem längeren Gastspiel­aufenthalt von Oslo nach Kopenhagen zurück­kehrte, berichtet, er habe sich zwei Monate lang in Oslo aufgehalten, er könne versichern, daß in Oslo alles in befter Ordnung sei. Er sei glän­zend behandelt worden und habe den Eindruck ge­habt, daß das Leben seinen gewohnten Gang gehe, worauf ja allein die Wiedereröffnung der Theater in der Hauptstadt schließen lasse.In Oslo herrschte keinerlei Panikstimmung, und ich habe keinerlei Sensation zu berichten", schloß der Schauspieler seine Ausführungen. *

Die Folgen der englischen Bombardierung offener Städte.

Kopenhagen, 26. April. (Europapreß.) Berlingske Tidende" zitiert am Freitag diedro­henden Worte" des deutschen Wehrmachtskommu­niques, daß die Feinde den Luftkrieg gegen unge­schützte Städte eröffnet haben. Das Blatt schließt daraus, daß dies als eine Warnung von deut­scher Seite aufzufassen sei, gegebenenfalls gleiche Methoden England gegenüber anzuwen­den. Zwar könne niemand etwas wissen über Deutschlands Absichten, die Bombardierung offener Städte in der letzten Zeit mit gleichen Maßnahmen zu vergelten. Aber es könne gewiß nicht schaden, sich der Danziger Rede des Führers zu entsinnen, in der für jede Bombe, die auf deutschen Boden fiele, Vergeltung in Aussicht gestellt würde. Sofern Englands Bombenabwürfe der letz­ten Zeit sich als Einleitung zu systematischen Ueberfäöen dieser Art erweisen sollten, würde das zweifellos ungeahnte Folgen haben.

Oslo, 27. April. (Europapreß.) Die erneute Bombardierung von Oslo durch englische Flugzeuge hat in der Bevölkerung Empörung über diese Art der Kriegführung durch die Westmächte hervorge­rufen. Am 22., am 24. und am 26. April wurden Bomben abgeworfen, ohne irgendwelche militärischen Ziele auch nur annähernd zu treffen. Am 22. wurden dagegen zwei Privat­häuser getroffen. Am 24. April fielen einige Brandbomben in den Wald. Der dritte Luftan­griff erfolgte in der Nacht zum 25. und zum 26. April zwischen 1.10 und 2 Uhr, wobei in den Außenbezirken der Stadt Bomben abgewor­fen wurden. Auch diesmal trafen die Bomben keine militärischen Ziele wie etwa den Flugplatz oder den Hafen. Der Angriff wurde bei Mondschein und einem selbst hier selten erlebten Nordlicht durchgeführt, so daß die Kontrolle, der Bombenabwürfe durch die englischen Flieger und damit Rücksichtnahme auf die Zivilbevölkerung sehr wohl möglich gewesen wäre. Dank der deutschen Abwehr stellte sich das Eindringen in den Luft­raum von Zenttal-Oslo durch englische Flieger als unmöglich heraus. Im Hinblick auf die englische Kriegführung in Norwegen und mit Rücksicht dar­auf, daß norwegischer Besitz beim Abwurf von Bomben durch die Briten nicht geschont wird, wurde die Einführung der Kriegsversicherung für Warenlager und derglichen in Norwegen ein» geführt. Gleichzeitig wurde ein Versicherungsschutz gegen Plünderer geschaffen. Die Panikpolitik der alten Regierung hat z. B. in Hönefoß zur Plünde­rung sämtlicher Geschäfte Gelegenheit gegeben. In Zusammenarbeit mit den deutschen Behörden wird aber jetzt auch in dieser Hinsicht Ordnung geschaffen.

daß man b e i j e d e m für die Geschicke Europas und der Welt entscheidenden Ereignis durch Rom hindurch müsse. (Lanaanhaltender Beifall.) Das italienische Volk, geschlossen in seiner Disziplin, die es mächtig macht, vom Glauben beseelt und vom Duce, der es unbesiegbar gemacht, geführt ist sich in jedem Augenblick mehr denn je feiner Mission und der Große seines Schicksales bewußt."

Die Rede wurde mit stürmischem Beifall ausge­nommen und wiederholt durch Begeisterungskund­gebungen unterbrochen. Die Abgeordneten sprangen von ihren Sitzen auf und huldigten dem Duce, der der Sitzung beiwohnte, und wiederholt mit dem rö­mischen Gruß für die Huldigungen dankte, die chm das Haus darbrachte.

Das Scho der Rede.

Rom, 27. April. (Europapreß.) Zu der Rede des Unterstaatssekretärs Buffarini Guidi schreibt Gayda imGiornale d'Italia", Italien habe das Glück, dem neuen geschichtlichen Drama Europas in einem nationalen Regime, das keine Spaltungen in Par­teien und Tendenzen mehr kenne, die Stirn zu bieten. Alle äusländische Propaganda unb alle Be­einflussungsversuche seien daher erfolglos. Italiens Rechte und Interessen fänden ihre sichere Auslegung und Verteidigung in dem Willen des Duce. Darum könne Italien mit ernster Ruhe und mit Festigkeit die europäischen Ereignisse verfolgen; bereit zur Verteidigung seiner Interessen, sicher sei­ner Vorbereitung, seines Geistes und seiner Disziplin. Italien habe seine imperiale Macht er­kämpft. Es gedenke sie zu bewahren und zu erweitern.Tribuna" erklärt, die erste Vor­bedingung für den Anspruch eines Volkes auf die Macht, die unerschütterliche geistige und poli­tische Einheit in einer höheren sozialen und moralischen Ordnung sei in Italien verwirk­licht. Im Augenblick des Appells werde der Flü- gelfchlag des Genius das kriegerische Italien auf der Straße des Sieges in Marsch setzen.

eine Technische Hochschule und ist Bischofssitz. Der Dom von Droncheim ist die größte Kirche in Skan­dinavien. Innerhalb der Stadt mit ihren Holz­häusern liegt die Zitadelle, die die Umgebung von 50 bis 100 Meter überragt. Während in Drontt heim die Täler strahlenförmig zur Küste verlaufen, setzt nördlich Drontheim ein großer L ä n g s t a l - zug ein. Nach der schwedischen Seite hin dehnt sich eine große Waldlandschaft aus, die vom Mer- akertal durchschnitten wird. Dem Tal folgt die Eisen­bahn, die über Storlien nach Stockholm führt. Dor der Einfahrt zum Drontheimer Fjord liegen die größten stachen Inseln S m ö l e n und H i 11 e r e n.

Parallel zur schwedischen Grenze erstreckt sich ein etwa 700 Kilometer langes Tal, das durch den Fluß Glommen (gelegentlich auch Glom oder Gloma genannt) fein landschaftliches Gepräge erhält. Der Glommen entspringt etwa oberhalb von Röros, wo auch die Wasserscheide zu den nach Westen hin abfließenden Gebirgsflüssen ist. Der Glommen meidet aber den Weg nach dem Westen und durchfließt auf eine Entfernung von 700 Kilometer das östliche Mittel- und Südnor­wegen, um endlich bei Fredrik st ad zu mün­den, nachdem er noch kurz vorher bei Sarps- f o s recht ansehnliche Wasserfälle gebildet hat. An feinem Mittelläufe finden wir Orte wie Elverum und Aamot, die uns aus den Wehrmachtsberich­ten vor etwa einer Woche noch in Erinnerung

Das faschistische Italien weiß, was es will."

Oie Kammer der Fafci und Korporationen huldigt dem Ouce.

Rom, 26. April. (Europavreß.) Die Kammer der Fafei und Korporationen billigte den Haushalt des Innenministeriums. Unterstaatssekretär Buffarini Guidi erstattete Bericht über die Maßnahmen zur Bekämpfung der Landflucht, das Raffenpro­blem und das Verhältnis zwischen Partei und Staat. Unter den innenpolitischen Maßnahmen erwähnte der Minister die Ueberführung b er Volks­deutschen des Oberetschgebiets nach Deutschland, die den Zweck gehabt habe, die un­antastbaren geographischen, politischen und militäri­schen Grenzen Italiens mit der ethnischen Grenze in Uebereinftimmung zu bringen. Es handle sich um ein großes Ereignis von offenkundiger geschicht­licher Bedeutung. Denn damit werde das seit Jahr­hunderten von den Völkern vergeblich angestrebte Ziel verwirklicht, eine der häufigsten Ursachen blu­tiger Streitigkeiten auf friedlichem Wege.zu be­seitigen.

Der Unterstaatssekretär kam bann auf bie Un­terschiede bes Staatsaufbaues in den Demokra­tien unb ben totalitären Staaten zu sprechen. Die Demokratien befänben sich stets um ein Jahrhundert ober um eine Stunbe im Rück­st a n b e. Es fehle ihnen ebenb e r Man n", ber anerkannte unb verehrte Führer, ber bie Macht in sich vereinige, bie politische Kontinuität verkör­pere unb vor allem gegenüber großen Ereignissen, bie in einem bestimmten Augenblick bie Existenz unb bie Zukunft ber Völker entfliehen, bie ge­schichtliche Verantwortung auf ftd) nähme. Wenn bas italienische Volk mit Ruhe unb Ver­trauen in steinharter unb unerschütterlicher Ge­schlossenheit hinter seinem Duce stehe, so fei btes nicht zuletzt barauf zurückzufuhren, baß ber Faschis­mus benvielseitigen" Internationalismus ausge­rottet unb bie politischen, wirtschaftlichen unb sozia­len Organismen vollstänbig von bem kollektiven Gift befreit habe. Dieelenben Ueberreste einer vergangenen Zeit, die sich hier und da noch bemerk­bar machten, könnten bas faschistische Dolk nicht eine Minute in seinem entschlossenen unb sicheren Marsch zu einem höheren Geschick .aufhalten. Diese

Abseitsstehenben stellten weniger als nichts bar ge­genüber ben Generationen ber Legionäre Mussoli­nis, bie Raffenkämpfer unb Kulturkämpfer seien.

In ber bramatifdjen Stunbe, bie über ein Europa in Waffen hinweggehe, könne niemanb bafür Ge­währ leisten, ob unb roie lange bie nicht über­mäßig zahlreichen Oasen bes Friebens, bte es noch gebe, unberührt blieben. Das, was noch gestern bas glücklichste unb ibyllischste Gebiet gewe­sen sei, könne sich bereits morgen üderraschenb in bas Schlachtfelb heftigster unb blutiger Kämpfe verwan­deln. Es fei hinlänglich bewiesen, daß bie nationalen Grenzen nicht mit Schilbern, bie bie InschriftNeu­trales Lanb" trügen, verteibigt werben könnten, selbst wenn zu biefem Zweck alle Vorschriften bes Völker­rechts gewissenhaft befolgt worben seien. Es er­scheine auch im höchsten Grabe schwierig für ein Volk, das sich nicht selbst zugrunberichten wolle, freiwillig bem Kampfplatz fernzubleiben unb sich schweigsam unb unterwürfig in ben dunkelsten Winkel zu ver­kriechen, in der vergeblichen Hoffnung, von bem herannahenben Schicksal verschont unb von ber vor- übergehenben Geschichte vergessen zu werben.

Die Italiener wüßten burch ihren klaren unb offe­nen Geist unb ihr reifes politisches Bewußtsein, baß nur kriegerische Völker, bie fest umriffene Ziele zu erreichen unb hohe Jbeale burchzusetzen haben, berufen finb, am ewigen Gang ber Geschichte mitzuwirken. Das faschisttsche Italien weiß, was e s w i l l. Es hat nicht nur materielle Interessen zu oerteibigen, politische Probleme zu lösen, berechtigte Aspirationen zu verwirklichen, im befonberen auch die Rolle einer Großmacht aufrechtzuerhalten, feine völkische unb militärische Macht zu behaupten, sein imperiales Prestige zu sichern. Zweifellos wirb aber auch bie neue Kultur, bie vom Faschismus ausgeht, nur bann entschieden revolutionäre Gestalt gewinnen, wenn alle Generationen, bie unter bem Zeichen bes Liktorenbünbels leben unb wirken, burch ben MythusbesHelbentums" geweiht wer­den. Man hat gesagt, baß man burch Rom hin­durch zum Frieben gelange. Aber man hat damit nicht alles gesagt, benn man muß hinzufügen.

Der Wehrmachtsbericht i vom Freitag.

. ®.LC! n * 26* April. (DRV.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Britische Seestreitkräfte beschossen auch am 25.4. Öen Hafen von Narvik. 3n Drontheim trafen Verstärkungen an Truppen und Material ein. 3m Raum von Bergen sind deutsche Trup. pen im Begriff, die Gegend von Voß von norwe­gischen Abteilungen zu säubern. Vereinzelter feind­licher Widerstand wurde gebrochen. Die von Oslo aus nach Norden und Nordwesten in mehreren starken Kampfgruppen vorgehenden deutschen ver­bände haben auch am 25. 4. im engen Zusammen- wirken mit der Luftwaffe weiter an Raum gewonnen. An einzelnen Punkten sind die Kämpfe noch im Gange.

Kampffliegerverbände belegten Trup- penansammlungen und Warschbewegungen, Ver­kehrsanlagen und Transporte mit Bomben. Vom Feind benutzte Hafenanlagen wurden durch Bom­benwurf zerstört, auf einem Feldflugplatz zwischen Dombaas und Andalsnes 11 feindliche Flug­zeuge vernichtet. 3m Seegebiet vor der nor­wegischen Westküste wurden nzxhrere britische Schiffe mit Bomben a»'gegriffen. Ein Minensucher und ein Transporter setzten sich nach Bombentreffern auf Strand. Ein Torpedoboot zeigte starke Rauchentwicklung und stoppte. Ein

fen. Durch Bombentreffer explodierten die Kessel- anlagen eines anderen Rachschubschiffes.

Durch eine britischen Luftangriff auf einen Flug­platz bei Drontheim wurden einige Flugzeuge durch Splitterwirkung beschädigt. 3n der Rächt vom 25. zum 26. 4. wurde Oslo von britischen Kampfflugzeugen angegriffen und m i t Bomben belegt. Während militärischer Scha- den auf dem Flugplatz nicht angerichtet wurde, sieht der Umfang der Bombenwirkung in der Stadt Oslo noch nicht im einzelnen fest.

3m Westen keine besonderen Ereignisse. Ein deutsches Aufklärungsflugzeug mußte in Belgien notlanden. Die Besatzung ist unversehrt. Bei Rächt fanden einige Einflüge feindlicher Flugzeuge in die Deutsche Bucht statt, ein britisches Flugzeug wurde in Gegend Sylt abgeschossen und stürzte ins Meer.

Britischer Angriff auf -en Flughafen Aalborg gescheitert.

Berlin. 26. April. (DRB.) 3n der Rächt vom 25. auf 26. April flogen zwei feindliche Kampfflug­zeuge vom Muster Whitworth-Whitley den von der deutschen Luftwaffe belegten Flughafen Aalborg in Dänemark an. Beide Flugzeuge wurden so früh­zeitig von der deutschen Flak erfaßt, daß sie gar nicht zum Bombenabwurf kamen. Lines der Flugzeuge erhielt, gleich nachdem es von den Scheinwerfern erfaßt war, einen Volltreffer und stürzteab. Die Besatzung ist mit Fallschirmen ab­gesprungen. Das andere Flugzeug drehte beim Er­scheinen der ersten Sprengpunkte nach Westen ab und e n t z o g s i ch durch Gleitflug beschleunigt dem Wirkungsbereich der Flakabwehr.

London beunruhigt.

Amsterdam, 27. April. (Europapreß.) Tiefe Beunruhigung über den Stand der Kämpfe in Nor­wegen kommt in der Mehrzahl der Londoner Blatt ter zum Ausdruck.Daily Herald" erklärt, das Bild der militärischen Lage in Norwegen fei nich tsehr erfreulich, wenn man auch noch nicht geraoe zu verzweifeln brauche.Daily Herald" bringt zum Ausdruck, daß die beiden am Donnerstag vom Kriegsministerium ausgegebenen Verlautbarungen als ein Schock kommen mußten für Leute, bie noch an beträchtliche Erfolge dachten". Man muffe annehmen, daß zahlreiche Neutrale durch die leben­digen Berichte amerikanischer Berichterstatter mehr beeindruckt würden, als durch die lahmen Dementis bes englischen Kriegsministeriums Wenn bas Kriegsministerium wolle, daß die öffentliche Mei­nung in England und im Auslande die Lage i Norwegen in ber richtigen Perspektive sehe, muffe es endlich die Wahrheit schnell und m vol­lem Umfange bekanntgeben.

Die Landschast von Drontheim.

Durch die siegreichen Kämpfe um die Enge °°n Steinkjer nordostwärts von Drontheim ist d-e Landschaft von Drontheim in den Mittelpunkt des Jnteresies gerückt. Die Fjordlandfchaft weist hiereinen anderen Charakter als >m übrigen Norwegen auf. Die Ufer sind flacher, wenn auch noch geknrgig, und sie werden noch flacher, ie weiter der in das Land, besonders nach Norden ein^rmg . Man findet hier auch wieder Wald, der dem ubn gen Westnorwegen völlig fehlt. Der Aufstieg zum fiochlanb geschieht allmählich. Die größten Tale Min der Gegend um den Eisenbahnknotenpunkt Stören, mit mächtigen Schotterstraßen ausg stattet, auf denen sich ein Hof an den anderen recht. Neben dem Gudbrandsdal ist fr« em« ber rod) sten landwirtschaftlichen Geb ete E Norwegen. Wegen des sehr milden Klima viel Getreide angebaut. <.,{;£*

Drontheim selbst ist rvertlmchg gebaut, besitzt